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Illustriertes Somitagsblatt.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.

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Aufgaben nicht einmal versagt; die Maschine keines dieser Boote ist unklar geworden; ihre Wirkungs­fähigkeit ist in einer auf achtig Stunden ausgedehnten Gefechtsbereitschaft keinen Augenblick in Frage gestellt gewesen. Auch vorher bereit?, bei den Seeübungen der letzten Vorjahre, haben die deutschen Torpedo­divisionen sowohl auf den weitesten Fahrten, wie unter den schwierigsten Witterungs- und sonstigen Verhältnissen die ununterbrochene Verbindung und das Zusammenioirken mit ihren Geschwadern zu be­haupten vermocht. Es scheint danach in der That der deutschen Flotte in ihren Torpedobooten eine der schneidigsten und dabei eine durchaus zuverlässige Waffe zugewachsen zu sein. Andererseits scheint jedoch, auch nach den deutschen Berichten, die Verteidigung wider den Torpedoangriff neuerdings bedeutende Fortschritte gemacht zu haben. Eines dieser neuen Schutzmittel wird in diesen Berichten hervorgehoben. Dasselbe bilden schwimmende Maniia-Hanstauleiuen, welche, eine hinter die andere gespannt, die Häfen- und Buchten- eingänge absperren und auf denen sich eigens kon- struirte Zündlichte befestigt befinden, die mit dem Untertauchen bei einem Ansegeln des Taues sich von elber entzünden und. indem sie dadurch die Angreifer plötzlich in die hellste Beleuchtung stellen, diese dem wirksamsten Feuer aussetzen.

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obet>. loncello, ompete uartett- iagogik,

Zur Berufswahl

schreibt dieNordd. Allg. Zig.": In einem großen Teile der höheren Lehranstalten wird in kurzem das Schuljahr oder doch da? Semester beendet sein, und die Schüler werden mit dem Zeugnis der Reife in? Leben entlassen. Hiermit tritt die Frage der Beruss- wahl ivieder in den Vordergrund. Dabei ist zu er­wägen, daß die akademischen Berufe bei uns an einer entschiedenen Ueberfülle des jungen Nachwuchses leiden. Der jährliche Zuwachs an jungen Juristen ist in allen Teilen des Reiches ein so erheblicher, die Zahl der Referendarien und Assessoren ist dabei noch immer im Steigen begriffen, daß die Aussichten dieser Aspiranten, im Staatsdienste Verwendung zu finden, als ungünstige bezeichnet werden müssen, wenn auch die immer mehr sich ausbreitende und intensiver ge­staltende staatliche Thätigkeit im Laufe der Jahre den Bedarf an Juristen und volkswirtschaftlich gebil­deten Beamten erhöhen mag. Die notwendige Folge dieses Zustandes ist, daß eine erheblich größere Zahl von Assessoren, als eigentlich erforderlich ist, sich der Advokatur zuwendet, und daß diese nicht den Erwerb finden können, welcher ihnen bei einer geringeren Zahl von Anwälten sicherlich zufallen würde. Wenn sich bis jetzt die jedenfalls bedenkliche Erscheinung

Anzeigen nimmt entgehe» Die Expedition d. Blatte?, sowie d. Annoncen-Bureaur von Haasensteiu und Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wie«; Rudolf XXII Moffe in Frankfurt a.^., Berlin. München ».Köln; GL. 0)3 o

Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.

nkranz, r virtuos Mahner,

Deutsches Reich.

Berlin, 3. Sept. Der Kaiser hat noch an den Folgen des Ausgleitens zu leiden und war durch örtliche Schmerzen am Tllbogen und in der Hüfte in der Nachtruhe beeinträchtigt worden. Der Kaiser nahm heute vormittags eine Reihe militärischer Mel­dungen entgegen, empfing darauf den Feldmarschall Grasen Moltke, später den riegSminifter und den General von Albedyll und machte um 2% Uhr eine Spazierfahrt. Nachmittags empfängt der Kaiser die Minister von Puttkamer und Graf Stolberg. Die Reise nach Königsberg hat der Kaiser aufgegeben; Prinz Albrecht. ist daselbst mit der Vertretung des Kaisers beauftragt. Der Kaiser und die Kaiserin beabsichtigen, am Montag wieder in Babelsberg Auf­enthalt zu nehmen. Die Betrachtungen über Ort und Bedeutung der Zweikaiserzufammenkunft sind durch das Unwohlsein des Kaisers gegenstandlos ge­worden. Eine besondere politische Bedeutung wurde derselben ohnehin neuerdings von den meisten hiesigen Blättern abgesprochen. lieber die neuesten Mel­dungen bezüglich Bulgariens äußert sich die hiesige Presse mit großer Zurückhaltung. Man hält es für wahrscheinlich, daß die deutsche Regierung die ihr

Ueber die letzten Flottenmanöver

schreibt man derMagdeb. Zig.": Seit vorigem Herbste haben in rascher Folge große französische, italienische und englische Flottenmanöver stattgefunden und die deutschen Flottenübungen können sowohl in Hinsicht der an denselben beteiligten Schiffe und Fahrzeuge, wie in Betreff der gestellten Aufgaben jenen Manöver» zur Seite gestellt werden. Für die französischen und italienischen Flottenmanöver handelte es sich im wesentlichen darum, das Verhalten und Zusammenwirken der einzelnen Schiffsgattungen, na­mentlich aber die Verwendung der Torpedo- und der neuen Panzer Kanonenboote auf hoher See einer Probe zu unterziehen, welche^ zur Feststellung bestimmter Grundsätze für die Flotten-Zusammenstellung bei einem Seekriege und zur Erhärtung der Erwartungen ge- nügen dürfte, die man von der Leistungsfähigkeit der einzelnen Schiffsklaffen und auch hier wieder vorzugs­weise von der Wirkungsfähigkeit der Hochsee-Torpedo- und Kanonenboote hegen könnte. Die jüngst been­deten englischen Seenianöver verfolgten hingegen vor­zugsweise den Zweck, die Küstenverteidigung für alle derselben gestellten Ausgaben nnd überhaupt die ge­eigneten Mittel zur Abwehr eines Seeangriffs einer Prüfung zu unterziehen. Bisher haben auch die diesjährigen deutschen Seeübungen in der Ostsee vor­zugsweise auf Küsteneugriffe und die Erprobung mehrerer neuer Hafeneinfahrt- und Küstenschutzmittel abgezielt. ES steht bei dem strengen Geheimnis, das in allen Staaten über die Ergebnisse von Seeübungen gewahrt wird, schwerlich zu erwarten, daß eine Mit­teilung der wirklichen Erfolge dieser Flottenmanöver in die Oeffentlichkeit bringen wird, welche ein sach­gemäß begründetes Urteil über dieselbe gestattet. So viel hat über die französischen und italienischen Flotten­übungen aber doch verlautet und von den verschie­densten Seiten eine Bestätigung erfahren, daß sowohl die neuen französischen Hochsee-Torpedo-, wie die neuen französischen Panzer-Kanonenboote nicht entfernt den an ihre Wirkungs- und Leistungsfähigkeit ge­knüpften großen Erwartungen entsprochen haben. Auch bei den englischen Flottenübungen scheinen die Tor­pedoboote sich nur in der Küstenverteidigung aus­reichend wirksam erwiesen zu haben, wogegen ein größerer Angriffsversuch dieser Fahrzeuge seinen Zweck vollkommen verfehlt hat. Anders und durchaus ent­gegengesetzt lauten die Berichte über die Wirksamkeit der Torpedoboote bei den jüngsten deutschen See- übungen. Ihr Zusammenwirken mit den Schiffsge­schwadern, denen sie zugeteilt waren, hat nach diesen 'JJi iiteilungen auch bei den schwierigsten ihnen gestellten

DaS ist nicht wahr,* rief Wilkens mit seiner hohen Stimme.

Ich weiß eS nicht, doch jedenfalls war dieS die Ursache ihrer Feindschaft. Stellen Sie sich nun mein Erstaunen Vor, als bei der Testamentseröff»ung sich fand, daß meiner Frau und meinen Kindern zwar daS gesammte Vermögen zufallen sollte, dabei jedoch dir Bedingung angehävgt war, daß meine Tochter Luise den Sohn deS Herrn Emanuel Wilkens in Breslau, Eduard Wilkens, heiraten sollte, im Fall sich dieser vor ihrem zurückgelegten zwanzigsten Jahre als Freier meldete und ihre Hand begehrte. Bei Verweigerung von ihrer ober meiner Seite aber sollte ihm aus ber Erbschaftsmasse ein Kapital von zwanzig- tausend Thaleru ausgezahlt werden.*

Ihre Mitteilung stimmt vollkommen zu dem In­halt ber beglaubigten Testamentsabschrift,* erwiderte Rachau.Ein Punkt nur bleibt ungewiß, nämlich ber, ob in Felge dieses sonderbaren Testaments die ausgeworfene Entschädigungssumme gerichtlich sicher gestellt wurde.*

Dies ist nicht der Fall gewesen,* sagte der Major. Was bedeutet Ihre Frage darnach?'

i ; .Sie muffen nicht böse darüber werden,' versetzte Herr von Rachau in seiner einschmeichelnden Weise. Es ist eine durchaus folgerechte Frage, über welche in dem Dokument nichts enthalten ist.*

Der hestige, alte Soldat antwortete darauf ruhiger: Es wurde nicht nötig, eine Frage daraus zu machen; denn als Herr Emanuel Wilkens aus Breslau damals hier anlangte, war er über diese Testameutsklausel so aufgebraucht, und sein Benehmen so übermäßig heftig, daß wir arg zusammen kamen.*

Das war sehr nnweise von ihm,* lächelte Herr von Rachau.

Er beleidigte nuS in empörender Art,* fuhr Herr von Brand fort, an der Erinnerung noch sich erhitzend. Er schmähte die Tante, schmähte meine Fran, ver­leumdete unS als Erbschleicher und verschwor sich, daß, sein Sohn von diesem verfluchten Testament

niemals Gebrauch machen, lieber*Er hielt hier inne und sagte gelassen:So reifte er denn wieder fort, und ich habe wenig mehr von ihm gehört. Alles geriet in Vergessenheit.'

ES entstand eine Panse. Herr von Rachau schlürfte den Wein aus seinem Glase und sagte dann ver­bindlich und freundlich, wie immer:Wie alt ist jetzt Ihr Fräulein Tochter?'

Noch fehlen ihr einige Monate an zwanzig Jahren.^'

Es ist somit eine eigentümliche Bestimmung, könnte man eS nennen, mein gnädiger Herr, daß Eduard Wilkens durch seines Vaters Tod eben jetzt zurückgerufen werden muß, und daß wir unter den Papieren des Verewigten die Abschrift des Testaments finden mußten, von dem er nichts wußte; denn der alte Herr scheint in der That gut darüber geschwiegen zu haben.'

Seltsam allerdings,* murmelte der Major vor sich hin.

Ich glaube an Bestimmungen,* fuhr Herr von Rachau fort,und hier finde ich ganz besonders ein Schicksalswalten darin, da es mir scheint, als sei eine gütige, versöhnende, das Rechte fördernde Macht tbätig. Ich glaube auch, daß eben dadurch mein Freund Wilkens so lebhaft angetrieben wurde, Ihnen seinen Besuch zu machen.*

Und was ist dabei Ihre Absicht, Herr Wilkens?' fragte der Major mit soldatischer Freimütigkeit.

Meine Absicht, mein lieber Koufin?' antwortete der Angeredete, seine Hand ausstreckend.Bei Gott! ich habe die besten Absichten. Sie können es denken.'

Der Major nahm die Hand, welche ihm geboten wurde, und in der Erregung deS Augenblicks vergaß er alles Vergangene.Sie wollen also meine Tochter kennen lernen?' fragte er.

Das ist mein Wunsch.*

Und wollen, wenn es sein kann, das Testament wahr machen?*

DaS will ich, wenn ich nicht abgewiesen werde.'

und ein ausreichender Erwerb nicht in Aussicht stehe.

Die Lage derjenigen, welche sich dein Baufach gewidmet haben, ist ebenfalls keine glänzende, die An­stellung läßt bei der übergroßen Zahl von geprüften Baumeistern recht lange auf sich warten, und viele müssen zufrieden sein, wenn sie wenigstens kommissa­risch dauernde Beschäftigung finden. Es macht sich bei diesem Stande als ein Zeichen der schlechten Aus­sichten derselben bereits die Erscheinung in einem gewissen Umfange geltend, daß die Laufbahn nicht bis zur Absolvierung des zweiten Examens fortge­setzt wird, sondern einzelne Bauführer mit Freuden kleinere kommunale Stellungen annehmen, um damit sich gleichzeitig allerdings den Eintritt in die höhere Karriere zu verschließen.

Wir wollen nicht mit dem Aufzählen aller jener Berufsarten, die ein akademisches Studium erfordern, ermüden, es möge genügen, zu erwähnen, daß es im Lehrfache und beim Forstwesen ähnlich bestellt ist.

Die Lehre, welche aus diesen Verhältnissen zu ziehen wäre, dürfte dahin gehen, daß man einen jungen Mann nur in dem Falle sich den sogenannten liberalen Bernsen zuwenden lassen sollte, wenn er eine zweifellose Veranlagung für dieselben besitzt, daß es aber durchaus nicht ratsam ist, jeden Abiturienten, weil er einmal das Examen gemacht hatte, nun auch zur Universität zu schicken, ohne daß er für einen bestimmten Beruf Anlage oder Neigung verrät. Das Talent arbeitet sich auch durch mißliche Zustände durch und überwindet durch hervorragende Leistungen weniger gute BerufSverhältniffe, der Durchschnitt muß aber warten und verfällt in dieser nicht beneidens­werten Sage der Unzufriedenheit.

Es unterliegt keinem Zweifel, daß hierdurch weder dem Staate noch dem Einzelnen gedient ist, und daß sogar eine gewisse Gefahr für die Zukunft nicht zu verkennen ist, wenn der Übermäßige Andrang zu den Universitäten zur Folge haben sollte, daß sich durch die Unmöglichkeit der staatlichen Verwendung aller Studierten ein gelehrtes Proletariat ausbildete, welches wegen des Gefühls des Zurückgesetztsein? unserer heutigen Gesellschaftsordnung den Krieg erklärt und in Verbindung mit anderen subversiven Elementen im Staate an seinem Untergänge arbeitet. Deshalb wäre zu empfehlen, daß Eltern genau prüften, ob ihre Söhne wirklichen Beruf zum Studium haben; die falsche Vornehmheit der Ansicht, daß Studium ehrenvoller ist, als eine Thätigkeit im wirtschaftliche» Erwerbsleben, muß überwunden werden.

ver- tunz 1763

Gut,* sagte Herr von Brand,versuchen Sie, was sich thun läßt. Ich habe wir schon während der Nacht und heute, ehe Sie kamen, allerlei Vor» fteüungen gemacht. Luise aber weiß so wenig von dem, was Ihre Tante für sie ausheckte, wie Sie etwas davon gewußt haben; eS würde ihr bange da­vor geworden sein. Schweigen wir somit alle darüber; allein sie soll Sie als Freund und Verwandten em­pfangen, und alles weitere mag der Himmel fügen.*

So hoffe ich, daß wir bald recht gute Freunde »erben," fiel Eduard Wilkens ein.Es war doch meine liebenswürdige Konsine, die uns an der Thür empfing? Sie sieht allerliebst aus."

Semen Sie Luise kennen, Kousin," antwortete der Major mit väterlichem B-hagen,so wird fte Ihnen noch besser gefallen. Zunächst jedoch müssen rotr Sie einquartieren. Sie wohnen natürlich bei mir, wir haben Raum-im Ueber fluß. Also keine Um­stände, Ihr Herren, und jetzt noch ein GlaS auf gute Hausgenosseuschaft und gute Freundschaft, dann wolle» wir unS nach meinem Mädchen umschauen."

3.

Im Laufe deS Tages war alles in das rechte Geleise gebracht und daS Wohlgefallen des MajorS an dem Verlauf deS Ereignisses durchaus nicht er­heuchelt. Er machte als verständiger Mann feine Berechnungen und unterdrückte dabei, waS ihm nicht recht gefallen wollte. Im Geheimen hatte er oft genug an die fatale Bestimmung der alten Tante und an die Wilkens in Breslau gedacht, zuletzt jedoch hatte er Beides fo ziemlich vergessen und nicht geglaubt, daß jemals Ansprüche erhoben werden könnten. Von dem Vetter, der feiner Erachtens mit allem Recht um die Erbschaft kam, hatte er mit Sicherheit ange­nommen, daß dieser seinen Sohn niemals schicken würde, daß er reich und hochmütig genug war, mn eine bessere Partie für seinen Erbe« zu verlangen, so war auch die Trennung derartig erfolgt, daß keiner sich nach Annäherung sehnen konnte. Nu» geschah er dennoch, allein die Umstände hatten sich

Im Banne der Verhältnisse.

Roman von Theodor Mügge.

(Nachdruck verboten.) Fortsetzung.

Erlauben Sie mir," unterbrach ihn Herr von Brand,daß ich Ihnen Beiden aufrichtig und einfach mitteile, wie es sich verhält, indem ich Ihnen zugleich weine Ehre verpfände, daß kein falsches Wort darin ist.

Ich bin hier in ber Nähe geboren und kam noch den Kriegen, in denen ich gefochten, hierher zurück, machte die Bekanntschaft einer Dame und heiratete sie.'

DaS war meine Konsine, Johanna Werker, die meinerTante Rothenbaum Gesellschafterin undPflegerin war, der dies Gut gchöite und die überhaupt ein an­sehnliches Vermögen besaß,' fiel WilkenS ein.

Wenn Sie erzählen wollen, kann ich schweigen,' sagte der Major unmutig.

Du würdest wohl thun, Herrn von Brand ruhig anzuhören,* fügte Rachau hinzu.

So zurecht gewiesen, lehnte sich WilkenS in die Polster kreuzte seine Arme und ließ den Major fort« fahren.Die Tante meiner Frau war eine sehr eigenwillige alte Dame, mit der schwer auszukommen war, und ich kann versichern, daß ich bis an ihr Ende nickts vom genauen Inhalt ihres Testamentes wußte. Sie hatte dies mehrmals umgestoßen und erneut, nnd cs noch kurz vor ihrem Tode verändert. Hätte ich gewußt, was sie gethan, so würde ich alles ange­wandt haben, um sie davon abzubringen.*

Wilkens machte ein höhnisches Gesicht, sagte jedoch nichts.

Die Tante besaß einen näheren Erben, als meine Frau,* fuhr Herr von Brand sott,einen Bruder'

Meinen Vater,* murmelte WilkenS.

Mit dem sie jedoch fett langer Zett sich entzweit und verfeindet. Der reiche Mann hatte in BreSlau ein große» Geschäft; sie hatten sich längst nicht mehr gesehen, alle Verbindungen abgebrochen. Die Tante behauptete, von ihm bei Vermögenssachen schon über- 6 erteilt zu sein.*

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen Qnartal«A'»onneme»t»-PreiS bei der Expe­dition 2*Ä Mk-, bei den Postämter 2 !vik 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld!. Jnserri-«sgedübr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

eines Advokatenproletariats bet uns nur vereinzelt gezeigt hat, so ist doch nicht zu verkennen, daß auch die Niederlassung von Anwälten das Bedürfnis be­reits zu übersteigen droht und daß die Einnahmen dieses Teiles der Juristen teilweise ziemlich recht schmale sind.

Während in Frankreich z. B. die Zahl der Aerzte im Abnchmen begriffen ist und jedenfalls mit der Zunahme der Bevölkerung nicht steigt, hat bei unS die Vertretung des ärztlichen Standes, wie auch der Vorstand deS deutschen Aerztetages betonte, daß das Bedürfnis nach praktischen Acrzicri reichlich befriedigt ist, so daß der großen Menge von jungen Aerzten, welche sich niederlassen, eine ausreichende Thätigkeit

Marburg,

Dienstag, 6. September 1887

Für den Monat September nehmen alle Postanstalten (auf dem Lande die Sandpostboten) Bcstellungen auf die

Oberhessische Zeitung

mit deren Beiblätter»

entgegen.

In Kirchhain sind Bestellungen an unsere Agentur (Herrn Buchbinder Rindt) und in hiesiger Stadt an die Expedition zu richten. Von letzterer werden auch Wochen - Aboimeineuls ä, 20 Pfg. angenommen.

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