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Illustriertes Soiuitagsblatt
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nationalen Großthaten geziemt jedem kräftigen, wehrhaften Volk.
Die Männer, welche auf den Gefilden um Sedan ihre Waffen gegen den Franzmann trugen, blicken auf eine lange, zwyr oft empfindlich bedrohte, aber doch glücklich erhaltene Friedenszeit zurück; in der Friedensarbeit fangen ihre Haare an, zu ergrauen; die Knaben, welchen in schwerer Zeit der Ernst des Lebens schon klar wurde, sind heute Männer, eine neue Generation wächst heran, welcher Erzählungen und Lieder den Sedantag feiern, den Ruhm künden, welchen er dem deutschen Volke gebracht. Alle aber genießen sie den Vorteil, welchen uns die Schlacht von Sedan gebracht, den Schutz des Friedens. Wer weiß, ob ohne diesen furchtbaren Schlag Frankreich siebenzehn lange Jahre hindurch Frieden gehalten, ob es nicht längst schon versucht hätte, sich Revanche zu holen? Die Erinnerung an den Sedantag, die uns erhebt, schreckt jene ab von neuem, frevlen Friedensbruch, und damit wirkt Sedan fort bis auf diesen Tag. Wir genießen den Segen des großen Tages, und bannt erwächst von selbst die Verpflichtung, seiner fort und fort zu gedenken; ist es doch auch ein Ruhmestag, von dem Deutschland Jahrzehnte zehren kann, ohne aber auf diesen Lorbeeren ruhen zu dürfen. Doch dessen ist keine Not. Das Deutsche Reich ist alle Tage bereit zur Wahrung seiner Ehre und der Sicherheit des deutschen Landes, zum Schutz und Schirm nicht nur des deutschen, sondern auch des europäischen Friedens. Wir halten treue Wacht!
Ein herzerhebend Bild von Vaterlandsliebe und Aufopferungsfreudigkeit bietet uns der Sedantag. In jener Zeit gab es bei allen, die draußen im Felde standen, die mit ihrer Brust die deutsche Grenze gegen welschen Uebermut schirmten, nur einen einzigen Gedanken: das Vaterland. Da hat niemand an sich und seinen Vorteil gedacht, tapfer ging es gegen den Feind, und mancher, nur zu viele der Tapferen haben ihre Treue mit dem Tode besiegelt. Siebenzehn Friedensjahre lassen die patriotische Begeisterung nicht mehr so hoch emporschlagen; die tägliche Arbeit für des Lebens Unterhalt schafft eine Rinde um begeistert Denken und Fühlen und lenkt den Sinn auf andere Dinge. Aber es ist doch eine Rinde, die sich da gebildet hat, eine dünne Rinde, welche das Feuer der Vaterlandsliebe schnell zerstört, wenn es nur aufflammt. Und es wird aufflammen, wenn wieder eme schwere Zeit, was Gott verhüten möge, hereinbrechen sollte; denn der stolze Name des deuffchen Reiches ist kein Wortschwall, sondern er sitzt fest in Herz und Nieren der Bürger des Reiches, die wissen, daß ihre
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und der dir- mdek im September ft-ir. Segen den . i ca. 8 pCr, bei der Aullosuug
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reichen Kriegern. — Die Pause ist vorüber. Da wird eine neue Pfeife gestopft und in Braud gesetzt, ein Schluck aus der Feldflasche wird gegen die Morgenkühle genommen, und das Lacheu und Scherzen ist wieder im besten Gange. Da ein seltsamer, aber den Soldaten nur zu bekannter Ton: Eine deutsche Batterie hat das G-schützfeuer eröffnet. Noch ist vom Feinde nichts zu seben, aber zu hören bekommt mau um so mehr. Ein heftiges Feuer antwortet von der französischen Seite. Aber mit zahlreichen Witzen wird der Flug der Granaten verfolgt, sie gehen viel zu weit,seitwärts. Jetzt erschallt auch das Knattern des Kleingewehrfeuers. In dichten Salven werden die Geschosse abgegeben. Aufmerksam lauscht die Kolonne, aber unbeweglich bleibt sie stehen.
Ein schmetterndes Krachen! Die französischen Geschütze haben endlich das Ziel richtig gefunden. Eine Granate schlägt in die Reihen und richtet entsetzliche Verwüstungen an. Blut färbt den Boden, zerrissen liegen einzelne Glieder umher, für Arzt und Krankenträger beginnt die schwere Arbeit. Fester aber fassen die Hände der Ueberlebenden die Waffe, und ein böser Blick fliegt zu den Stellungen der Franzosen binüber. Die Kolonne steht im Feuer, aber sie muß noch aushalten, der günstige Augenblick ist noch nicht gekommen.
Eine kleine Seitenschwenkung wird vorgenommeu, um dem verheerenden feindlichen Geschützfeuer zu ent. gehen. Damit wird auch die Aussicht auf den Kampfplatz frei. Im wütenden Ringen streiten die blauen Bayern mit den Rothoseu. Sie treiben sie langsam hinaus zum Dorfe, vo» dem ein Teil bereits in Hellen Flammen steht. Schritt für Schritt halten die Franzosen das Terrain; ein entsetzlicher Kampf, ganze Rethen stürzen, aber keine Todesgefahr hemmt den Ansturm. Da ist der Moment für die wartende preußische Kolonne! Schwarz ziehts sich herüber, neue französische Jnfanteriemassen tauchen auf, nm den Bayern in die Flanke zu fallen. Ein Adjutant braust heran. Mit heftigem Ruck pariert er das
Durch Blut und Eisen.
(Nachdruck verboten.)
Früh am Morgen wars, kaum begann der Tag die Morgendämmerung zu verdrängen. Ein fried, licher, stiller Morgen! Da und dort wurde sogar Vogelgezwitscher laut und ein scheues Häschen sprang aber den Weg. Ruhig zog der Fluß tm Thal seinen «eg. Aber au den Hügelreihen entwickelten sich lange, dunkle Reihen, die erstell Strahlen der Morgensonne stafen blinkendes Eisen und glänzend blitzte es zurück. Im ruhigen Marschtempo entfalteten sich dichte Reihen, w den Händen ruhte fest die treue Waffe und ver. trauensvoll blickte das mutige Auge auf die Offiziere, Selche sich wiederholt mit aufmuriterudcm Wort an wie Mannschaften wendeten. Da that aber lange Ermahnung kaum Not; ein jeder wußte, worauf es aäkam; drüben stand der Feind, unter den Mauern »er Festung Sedan stand der Feind, der mußte geschlagen, vernichtet werden. Und der freudige Steges- mut machte sich in manchem launigen Scherzwort Luft; und waren doch alle nicht sicher, wer von ihnen die finkende Sonne erblicken würde! Der Morgen- schauer war längst abgeschüttelt, munter klangen Sig- uale, und rasselnd fuhren die Feldgeschütze vorüber, um ihre Aufstellung zu nehmen. Da und dort zeigten stch auch Kavallertereihen. Die Pferde schnoben in der Morgenluft, die Waffen Hinten beim raschen Tritt der Rosse.
Ein preußisches Jnfauterieregiment hatte Halt gewacht in einer Thalmulde. Seitwärts zogen bayerische Infanteriekolonnen mtt ihren Raupenhelmen vorüber. Ein kräftiges Hurrah klang hinüber und herüber. Da zeigten sich die Sachsen, auch von da gab e8 donnernden Gruß. Vorwärts, immer vorwärts! Vom Kirchturm des Dorfes iu der Front erklang noch die Morgenglocke. Helle, deutliche Schläge! Dann wieder Kefe Stille. Ein feltfom feierlicher Moment. Im Augenblick verstummten auch die Scherzworte. Ein großes, unbestimmtes Etwas lastet auf den zahl-
Schultern die feste Grundlage des hohen Gebäudes sind, ihre Brust seine Schutzmauer. Ruhiger ist die Gedächtnisfeier des Sedantages geworden, aber nicht weniger inhaltvoll. Wenn die Fahnen wehen und frische Kinderstimmen die Wacht am Rhein anstimmen, bann wacht auch mit voller Kraft bie Erinnerung an jenen ersten Sedantag auf, er zeigt uns, was unseren Halt und unsere Stütze bildet und wofür, wenn es nötig sein sollte, Gut und Blut eingesetzt werden muß: Für Kaiser und Reich.
Zum Sedantage.
Siebzehn lange Jahre sind vorübergerauscht, seitdem der Telegraph die Kunde von dem gigantischen Siege bei Sedan mit Blitzesschnelle der ganzen Welt mitleilte und einen Zustand der Aufregung schuf, wie er bis dahin nicht wieder dagewesen. Die schnellen und großen Siege, welche die deutschen Heerführer unb ihre Armeen*bei Weißenburg, Wörth, Spicheren und in dem furchtbaren, dreitägigen Ringen um Metz erfocht«:, ließen wohl ahnen, wem der schließliche Sieg in diesem Riesenkampfe zufallen würde. Jedermann war daraus gefaßt, daß neu errungene glänzende Siege den bereits davongetragenen sich anschließen würden; aber nicht an einen solchen Sieg dachte man, der selbst die Erfolge der Leipziger Völkerschlacht in den Schatten stellte. In allen europäischen Ländern dämmerte da die Ahnung auf, daß eine ganz neue Zeit anbrechen werde, die Periode einer deutschen Hegemonie im politischen Leben Europas, einer Vorherrschaft, entsprungen aus der Tüchtigkeit der deutschen Feldherren und Staatsmänner, getragen von der erprobten, fühlbaren Kraft des Deutschen Volkes, welches nunmehr die geeinten deutschen Stämme bildeten. Das fühlte man im Ausland, das sprach man offen bei uns aus, und die Hoffnungen und Wünsche sind in reichem Maße in Erfüllung gegangen. Durch eigene Kraft und Macht ist das Deutsche Reich das erste Europas geworden, der Mittelpunkt, um den sich alles dreht. Gerade weil das Reich sich bemüht, alles zu vermeiden, was als eine Ausnahmestellung angesehen werden könnte, ist es von den anderen Staaten in Europa als der erste unter ihnen angesehen. Das beweist die warme Sprache unserer Freunde, der fanatische Haß unserer Feinde, und wir haben deren wenige. Aber „Viel Feind, viel Ehr!", so wollen und können auch wir sagen, nicht in eitler Selbstüberhebung, wir haben uns nie über ander^Staaten erhoben, sondern m gerechtem deutschem Stolz. Und ein solcher Stolz auf die
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Für den Monat September nehmen alle Postanstalten (auf dem Lande die Laudpostboten) Bestellungen auf die
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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Organisationen, wie sie die Gewerbeordnung in den Jnnungsausschüssen, bezw. den Jnnungsverbänden vorgesehen hat, zusammenznfaffen. Die Königliche Regierung ersuche ich daher, zur Bildung von Jnnungsausschüssen, sowie znm Anschlüsse der Innungen an die bestehenden Jnnungsverbände in geeignet erscheinender Weise nach Möglichkeit Anregung zu geben und den hierauf gerichteten Bestrebungen ihre besondere Förderung zu teil werden zu lassen." — Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat, wie das „Pos. Tgbl." berichtet, die König!. Eisenbahn-Direktionen angewiesen, daß die dem Reichseisenbahnamt zu erstattenden telegraphischen und schriftlichen Meldungen über Eiserbahn-Unfälle und außergewöhnliche Betriebs- ereigniffe künftig zu beschränken sind: a. auf diejenigen einem Zuge zustoßenden Unfälle, bei denen eine Tötung ober schwere Verletzung von Personen ftattgefunben hat; b. auf biejenigen erheblicheren Betriebsstörungen, welche eine voraussichtlich 24 Stunden währende Unterbrechung des Eisenbahnbetriebes zur Folge haben. — Der „Post" zufolge verlautet, in Regierungskreisen bestehe die Absicht, ein Gesetz über die Besteuerung ausländischer Fonds vorzulegen. — Der „B. B.-Z." entnehmen wir folgenden Bericht über die allgemeine Geschäftslage: Der Geschäftsgang in den verschiedenen Zweigen der Textil-Jndusttie, wie überhaupt in den großen Branchen des Waaren- geschäfts im Monat August wird uns mit wenigen Ausnahmen als befriedigend geschildert; allerdings werden in diesem Monat und in dem darauf folgenden bie meisten Abschlüsse, welche zur Deckung bes Herbstbebarfs bienen, perfekt. Wir möchten aber nicht unerwähnt lassen, baß eine allgemeine Besserung des geschäftlichen Verkehrs, Mut zu neuen Unrernehmungen, Geneigtheit zum Abschluß weitgehenber Transaktionen auch daburch herbeigeführt worben sind, daß der früheren Beängstigung in Bezug auf die politischen Verhältnisse einer ruhigeren Auffassung der Sage gefolgt ist. Die bereits im Frühjahr entwickelten Keime der Besserung, die durch die plötzlich auftretenden Kriegsgerüchte vernichtet wurden, kommen jetzt wieder zur Entfaltung. Das internationale Geschäftsleben fühlt sich von einem Alp , der es schwer bedrückte, befreit und ist im Begriff, allmählich dasjenige Vertrauen wieder zu gewinnen, ohne welches eine gedeihliche Entwickelung unmöglich ist. Für em weiteres Fortschreiten der geschäftlichen Thätigkeit spricht die Thatsache, daß bestehende Fabrik-Etablissements erweitert werden, daß verschiedene großartig angelegte Neugründungen teils in Angriff genommen worden sind, teils aber üt^uächster Zeit zur Ausführung ge-
Sedau flattert die weiße Fahne; die Sieger sinken einander in die Arme. Alles gewonnen — durch Bluk «nd Eisen!
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Aug. Der Kaiser ist heute gegen 2 Uhr nachmitags von Babelsberg hier eingetroffen und auf dem Bahnhöfe unb in ben Straßen von ber bichtgedrängten Menschenmenge enthusiastisch begrüßt worben. — Auf ber Reise nach Königsberg wirb, wie verlautet, ber Kaiser von keinem Mitglieb bes königlichen Hauses begleitet werben. Die Kaiserin beabsichtigt mit bem Kaiser in Stettin zusammenzutreffen, wo ein fünftägiger Aufenthalt in Aussicht genommen ist. Man bringt diese Aenderung in den Reise-Dispositionen der Kaiserin — ursprünglich beabsichtigte dieselbe, nur nach Königsberg und nicht nach Stettin zu reisen — in Zusammenhang mit der Nachricht von der Zusammenkunft des Kaisers mit dem Zaren in Stettin. Uns wird von gewöhnlich gut unterrichteter Seite mitgeteift, daß in informierten russischen Kreisen die Zusammenkunft als eine feststehende Thatsache angesehen wird; nur übet den Ort, an welchem dieselbe erfolgen soll, sei noch keine definittve Entscheidung getroffen, doch sei Stettin als geeignet in Erwägung genommen. Diese Nachricht von der bevorstehenden Zusammenkunft der beiden Monarchen wird hier vielfach als Beweis für eine Aenderung unserer auswärtigen Polittk gegenüber Rußland aufgefaßt. — Die Zusammenkunft des Fürsten Bismarck mit dem Grafen Kalnoky dürfte der „Post" zufolge in Friedrichsruh stattfinden, wohin Fürst Bismarck und die Fürstin, welche gestern nachmittag in Kissingen angekommen ist, spätestens bis zum 13- September zurückkehren dürften. Eine endgültige Feststellung der Reise hat noch nicht stattgefunden, da sie selbstredend auch vom Wetter abhängt. — Fürst Bismarck hat in seiner Eigenschaft als Handelsminister die Königliche Regierungen angewiesen, die Innungen nach Möglichkeit zu fördern. Es heißt in dem betreffenden Reskript: „Ich bemerke, daß es zur weiteren wirksamen Förderung des Jn- nungswesens von hervorragender Bedeutung sein wird, die einzelnen Innungen zu gemeinsamen größeren schweißtriefende Pferd, unb gleich darauf erklingt bas Signal unb Kommando zum Avancieren. Von felbst fetzen sich die Reihen in Laufschritt, hinein gehts inS volle feindliche Feuer. Da stürzt em allzu Eilfertiger in eine Erdsenkung, schallendes Gelächter über den Unvorsichtigen; zehn Schritte weiter schlägt ein Projektil ein und wirft die Lacher zu Boden. Stöhnen und Jammern! Aber e8 gibt keinen Hall, vorwärts und durch.
Mit durch nichts zu erschütternder Zähigkeit hallen sich die Bayern in dem schwer errungenen Dorf, aber heftiger und heftiger wird der Ansturm der immer mehr sich verstärkenden Franzosen. Die Furie deS Krieges herrscht mit entfesselter grenzenloser Wut, allein bie leitenden Führer entwickeln eine durch nichts zu störende Besonnenhett. Wie im Schachspiel ein Stein nach dem andern gezogen wird, so bringt hier et» Wort des Führers Regiment auf Regiment in das grimme Ringen, Schulter an Schulter kämpfen die Angehörigen aller deutschen Stämme. Und wo ist der friedliche Morgen geblieben? Ein heißer Tag ist gefolgt, Rauch und Pulverdampf verdeckt die Sonne.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasensteiu und Vogler in Frankfurt a. SR., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII. Habraana Moffe in Frankfurta. SR.,Berlin,Münchenu. Köln; G. L. rVuVt buuB
Daube u. Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover. Paris.
Krachend stürzt im Dorfe der brennende Kirchturm zusammen. Hin und her wogt der Stteit, Stunde um Stunde vergeht, bis endlich bie ganzen deutschen Truppen in ihre Linien eingerückt find. Sie merken es, daß der entscheidende Moment gekommen; von brfiben herüber klingt heller SiegeSruf, und wie jetzt die Trommler den Sturmmarsch schlagen, da folgt bie Flut der Bajonette mit widerstaubsloser Wucht; einige furchtbare Augenblicke, die Stellungen des Feindes find endgillig behauptet. Jubelnd wie am Morgen, begrüßten sich die geeinten deutschen Brüder wieder mit donnerndem Hurrah, stolz flattern die durchlöcherten Fahnen im Winde. Unb auch von den Lippen der Verwundeten erttrtngt stch ein Hurrah.
Schwächer und schwächer vttd das Geschützfeuer, um nach 0R
in dichten Trupps eilen die Franzosen den Festungs. r ' *
thore» von Sedan zu. Da, plötzlich, ein allgemeines v Verstummen der Kanuonade: Auf den Wällen bonp
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Bestellgelds. Jnserki'nsgedübr für die gespaltene Zeile Freitag, 2. September 1887.
10 Psg., Reklamen für bie Zeile 25 Pfg. u '
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Im Banne der Verhältnisse.
Roman von Theodor Mügge.
(Nachdruck verboten.) Fortsetzung.
In dem vorderen Teil deS großen Gastzimmers brannte eine Höngelawpe mit breitem Schirm über einem runden Tische, auf welchem verschiedene Tagesblätter und mehrere Zeitungen lagen; im Hintergründe stand eine gedeckte Tafel.
Es war im Augenblicke niemand in dem großen Zimmer aI8 ein Herr, der an dem Zeitungstische lesend saß, und der Witt, der seinen Mezrfchaumkops rauchte, auf, und abging und dabei plauderte und lachte.
„Ich möchte blo8 wissen, was er in dem Kasten hat", sagte er. „Es muß viel Geld darin sein."
„Ist er denn schwer?" fragte ber Herr am Tische.
„Wie Karl ihn nehmen wollte, hat er sich amu leicht angefühlt." 4
„Es mögen wertvolle Papiere darin sein."
„Es ist überhaupt ein sonderbarer Herr", lachte der Wirt. „Er sieht aus wie ein Riese, aber der Zwerg, den er bet sich hat, hat sicherlich zehnmal mehr Konrage."
„Einen Zwerg hat er bei sich?"
„Ein Zwerg ist es eigentlich nicht, ich meine unr so", sagte der Wirt, „wenn ich sie beide v Es ist ein hübsches schlankes Mann er wie ein Mädchen so sein, w
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