Illustriertes Sonntagsblatt
M 203
ib.]
tW
[4631
!«
fit s.
M
, will
16.
IT.
!l- t»
•Wrt
m
IT 3.
ent
Silber)
Mann ein Verbrecher, ein Nihilist sein könnte. Aber alle Welt behauptete eS, und da trat ein Ereignis ein, welches zur Katastrophe führte.
Alle deutschen Tageszeitungen brachten die Mit. teilung, aus Petersburg sei ein berüchtigter Nihilist, den die Polizei gerade habe verhaften wollen, spurlos verschwunden. Er sollte ins Ausland gegangen sein und sich nach Deutschland gewandt haben. Es hieß, der Entflohene habe ganz erstaunliche Kenntnisse und Fertigkeiten in der Herstellung von Explofionsstoffen und Dynamit besessen, er sei der Erfinder ganz neuer Mischungen, welche selbst Fachleute in Erstaunen ge- etzt hätten. Der russischen Polizei sei deshalb sein Entwischen besonders unangenehm. Jeder Kurgast as die Mitteilung, und alle hatten nur einen einzigen Gedanken: Jener Nihilist war der Russe Stepanow. Auch Aurelie Scharf glaubte eS fast. Absichtlich hatte ic die Nachricht ins Gespräch mit Stepanow eiuge- lochten; er schien zu erschrecken uud hatte dann nach der Zeitung verlangt. Mühsam verbarg er seine Bestürzung und verabschiedete sich bald.
Im Kreise der Kurgäste war große Beratung ge, »alten. Man bestürmte die Ortsbehörde, den Russen zu verhaften. Der Bürgermeister weigerte sich, auf eine ungenaue Zeitungsmelduug sofort vorzugehen, aber bedenklich war er doch geworden'. Er beschloß eine vorsichtige Ueberwachung des Fremden, während er telegraphisch an seine vorgesetzte Behörde berichtete und um Verhaltungsmaßregeln bat.
„Er wird festgevommen werden!" das waren die Worte, mit denen Herr Scharf nach Hause zurück- rhrte. „Gott sei Dank, dann find wir den schlimmen Nachbar los!" sagte Frau Inspektorin, während Au. relie bis in die Lippen erbleichte. Sie schützte Ur. wohlsein vor und blieb daheim, während die Eltern noch einen Abendspaziergang unternahmen. Von den widersprechendsten Gefühlen gepeinigt saß daS junge Mädchen am Fenster, bis fie sich entschlossen erhob uud zur Verbiuduugthür eilte. Sie pochte zweimal, dreimal, indem sie „Herr Stepanow!" rief. Drinnen
— Deutsche Berlags.Anstatt in Stuttgart. Wir erfahren aus diesem hervorragenden-Institute einige Neuigkeiten, welche geeignet sind, nicht nur das Interesse der Schriftsteller- uud Küustlerwelt, sondern auch daS de» großen Publikums in Anspruch zu nehmen. In erster Linie registriren wir die wohl, begründete Nachricht, daß die Deutsche Verlags-Anstalt und die Bazar-Akliengesellschaft, diese als jetzige Eigentümerin der „Deutschen Jllusttirteu Zeitung" sich verständigt habe», die letztere vor drei Jahren als Konkurrenz gegen „Ueber Land und Meer" in Berlin gegründete und mit großem Aufwande an Geld und Phrase eingeführte Nachahmung de» alten Hallbergerschen, in aller Welt verbreiteten Journals mit „Ueber Land und Meer" zu verschmelzen. Be- auntlich haben sich beide Zeitschriften weder in ihrer Tendenz, noch in ihrem Inhalte, noch in der äußern Form von einander wesentlich unterschieden. Die Folge der Berliner Gründung war daher lediglich nur eine Zersplitterung der Kräfte, ohne Nutzen für das Publikum, aber zum Schaden beider Institute, wie nicht minder auch zum Schaden der inneren Qualität beider Zeitschriften, da bei der großen Stoffkousumtion häufig genug Mangel an Gutem -intrat. Aun soll - das ist, wie wir hören, der 1 Sruudgedanke der Vereinigung beider Institute — lene Krästezersplitterung aufhören, e» soll vielmehr eine Kouzenttirung aller Arbeit, welche seiher auf die Herstellung Meier gleichartiger Journale verwend-:
drehte sich ein Riegel, die Thür öffnete sich halb uud der Russe erschien auf der Schwelle. „Fräulein Au, relie, Sie?" rief er erstaunt. 4)08 junge Mädchen schüttelte die Verwirrung, welche sie überkam, rasch ab und rief: „Es droht Ihnen Gefahr, Sie müssen fort!" — „Mir Gefahr?" antwortete er. „Ich wüßte nicht woher?" — „Aber Sie haben doch die Nachricht in der Zeitung geleseo?" — „In der Zestung? Ach, nun weiß ich; der Nihilist! Und ich soll der sein? Ah, das ist köstlich!" Dabei lachte er laut auf, während Aurelie, rot wie eine Rose, vor ihm stand.
Stepanow führte sie langsam zu einem Sopha, ergriff ihre Hand und setzte sich neben fie. .Nein, Aurelie, der Nihilist bin ich nicht, wenn ich auch vieles, vieles in meinem Vaterland nicht billige. Jener süchtige Verbrecher war einst ein hochangesehener Mann, ein guter Freund, der plötzlich unseren Kreisen entschwand. Jetzt sehe ich, wohin dies Talent gekommen, und daS hat mir eine schwere Stunde bereitet. Ich wollte hier in dem stillen Orte nur der Erholung und meinen Studien leben; ich hoffte, eine wichtige Entdeckung zu finden. Ich habe aber besseres gefunden, ein treues, liebes Mädchenherz, Sie, Au. relie; ich bin ein ernster Mann bet meinen Studien geworden, aber die tiefe Empfindung für alles Edle habe ich mir bewahrt und Sie, Aurelie, sind ein wahrer Edelstein. Wollen Sie mein Weib werden, mit mir nach Rußland kommen?" Ihr Haupt sank au seine Schulter.
„Um Gotteswilleu, der Nihilist I" schrieen in diesem s siomeut Herr und Frau Scharf auf, welche von ihrer, - Promenade zurückkehreud, das Zimmer betteten und hre Tochter in den Armen des gefürchteten Gastes aheu. Stepanow trat mit Aurelie vor das erschreckte Paar hin. „Kein Nihilist, verehtter Herr, sondern der kaiserlich russische Staatsrat uud Professor Gregor Stepanow bittet um die Hand Ihrer Fräulein Tochter 1* ! Die Beiden waren starr. Aurelie warf sich au die Brust ihrer Mutter uud flüstette ihr einige Minuten etwas ins Ohr, während Stepanow dem Herrn Jn-
amtlichen Angaben, unter Anführung auch der kleinsten Details zum Abdruck. Es hat sich also im Kriegsministerium jemand gefunden, welcher dem Blatt, wahrscheinlich für einen sehr hohen Preis, eine Kopie des Aktenstückes überbrachte. Wie großartig muß es um die Sicherheit der Archive im französischen Kriegs- ministerium bestellt sein, wenn ein solcher Befehl, dessen Wichtigkeit doch ohne weiteres in die Augen springt, für Geld verhandelt werden kann? Dann ist eben für Geld alles zu haben; man sagt, em Buchdruckereigehilfe habe dem „Figaro" das Schriftstück übermittelt. Ist das wahr, so zeugt es von einer ganz köstlichen Sorglosigkeit. Hatte der Minister keine zuverlässigen Leute zur Verfügung, so mußten die betteffenden Arbeiter einfach ein paar Tage hinter Schloß und Riegel gehalten werden, damit sie nichts ausplaudern konnten. Welchen Wert hat jetzt noch die ganze Mobilisierung? den einer Spielerei. Wenn alle Truppenführer vier Tage vorher wissen, welche Aufgaben ihrer harren, dann ist es keine Hexerei, fertig zu sein.
Den allergrößten Bock hat aber nun der Herr Kriegsminister selbst geschossen. Nach der Publikation der Mobilmachungsordre im „Figaro" blieb ihm nur zweierlei übrig: entweder er erließ sofort den amtlichen Befehl nach Toulouse, zu mobilisieren, oder aber er kassierte den ganzen Plan und wählt für das Experiment ein anderes Armeekorps. Das thut er aber nicht, sondern giebt dem Herrn General in Toulouse noch drei Tage Zeit zu Vorbereitungen für die Mobilisierung; denn, so sagt er, im Kriege gehe ja auch dem Mobilmachungsbefehl eine Zeit der Vorbereitung voran. Der General will damit offenbar nur die ihm gräßlich fatale Jndisttetion in ihrem wahren Wert bemänteln, denn von langen Mobilmachungsvorbereitungen kann heute im Ernstfälle keine Rede mehr sein. Schon 1870 ging es Schlag auf Schlag, und in der Zukunft wird dem Gegner erst recht keine Zeit mehr zu Vorbereitungen gelassen werden. Die Mobilmachung soll ja auch gerade beweisen, daß alles parat ist. Nun kommt der Herr Minister mit „Vorbereitungen!" In Frantteich, wo man so vieles Unerklärliche ganz selbstverständlich findet, wird man auch hierfür eine Erläuterung finden. Außerhalb Frankreichs aber wird man sich amüsieren und zu dem Schluß kommen, daß das Resultat dieser Probemobilmachung kein anderes ist, als: Zehn Millionen Franken verpulvert! Von irgend welchem prakttschen Wert kann auch nicht im Enfferntesten die Rede sein.
Deutsches Reich.
Potsdam, 29. Aug. Die kaiserlichen Majestäten sahen gestern den Oberceremonienmeister Grafen zu Eulenburg und Gemahlin zum Thee bei sich und wohnten heute vormittag den Uebungen der Kavallerie auf dem Bornstädter Felde bei, wo sich heute ein besonders glänzendes Bild entwickelte bei dem Schluß- Exerzieren der Garde-Kavallerie - Regimenter. Demselben wohnten auch die Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses bei. Die Gefechtsübungen der Division, welche sich um 9 Uhr bei dem Amte Bornim gesammelt hatte, waren bereits gegen einen markierten Feind [Garde-Husaren-Regiment und zwei Eskadrons des 2. Garde-Dragoner-Regiments) begonnen worden, als des Kaisers und Königs Majestät, begleitet vom Flügeladjutanten Oberstlientenant von Petersdorf, in offener vierspänniger Kalesche mit Spitzenreiter auf dem Uebungsplatze erschien und guer über das Feld, gefolgt von der den Kaiser erwartenden äußerst zahlreichen Suitte, den Truppen entgegenfuhr. Bald darauf wurde auch die Eguipage Ihrer Majestät der Kaiserin-Königin sichtbar, welche ihren Weg in der Richtung nach dem Pfingstberge nahm. Die Idee des heutigen Gefechts stellte der Kavallerie-Division einer Nordarmee die Aufgabe, sich im Besitz von Potsdam und den dortigen Havel- Uebergängen zu setzen, während starke Kavallerie-Abteilungen einer Südarmee auf Potsdam entsendet waren, um von dort die Uebergänge bei Marquardt und Nedlitz zu besetzen. Zu diesem Zwecke gingen 6 Eskadrons auf ersteren, 10 Eskadrons auf letzteren Ort vor, während 8 Eskadrons noch in Reserve gehalten wurden. Die Kavallerie-Division hatte im Vormarsch das Bornimsche Amt erreicht und ging von dort mit der Tsten - Brigade, von einer zweiten Brigade gefolgt, auf Potsdam vor, während eine dritte Brigade über Nedlitz zur Besetzung der Glienicker Brücke entsandt wurde. Die Tßten - Brigade warf bei diesem Vorgehen die. ihr entgegenttetenden feindlichen 6 Eskadrons im ungestümen Anlauf zurück; nachdem diese aber durch 4 weitere Eskadrons der Reserve verstärkt worden war, mußte die Täten-Bri- gade weichen, bis sie von der folgenden Brigade unterstützt, die seindlichen 10 Eskadrons zurückttieb!" Als hierauf jedoch die weiteren 10 Eskadrons des Detachments „Nedlitz" in das Gefecht eingegriffen, zogen sich die beiden Brigaden auf den Reiherstand zurück, welcher von einer Brigade zum Gefecht zu Fuß besetzt wurde, während die anderen Brigade auf dem rechten Flügel zu Pferde verblieb. Die Kavallerie-Division, welche um jeden Preis die ihr gestellte
Für den Monat September nehmen alle Postanstalten (auf dem Lande die Landpostboten) Bestellungen auf die
Oberhessische Zeitung mit deren Beiblätter«
entgegen.
In Kirchhain sind Bestellungen an unsere Agentur (Herrn Buchbinder Rindt) und in hiesiger Stadt an die Expedition zu richten. Von letzterer werden auch Wochen - Abonnements ä 20 Pfg. angenommen.
auf en.
3. Et.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Expedition: Martt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. «och.
!£J für die Schlagfertigkeit im Ernstfälle bietet. Erst n guter aus der Operation mit allen Armeekorps ergiebt sich n einem i die Gewähr unbedingter Kriegstüchtigkeit. Indessen, sird ei- mochten die Franzosen thun was sie wollten. wenn sie
und l . mb geg. len ob. chausen.
rnber, t Nr. z das von mann >er Art [4654 aior.
he nicht lichaeli.
mochten die Franzosen thun was sie wollten, wenn sie [4657 so viel Geld, der Spaß kostet seine 8—10 Millionen, 1 rein- übrig hatten. Aber daß die Sache gleich mit einer fürchterlichen Blamage, die den Hohn Europas geradezu herausgeforderl, beginnen würde, daran hat doch wohl niemand und so gering hat keiner von Frankreich gedacht. In den letzten acht Tagen wurde in den Pariser Blättern bereits mit erstaunlicher Sicherheit :i- -3” behauptet, der Versuch werde das 17. Armeekorps 1.463! mit dem Generalkommando Toulouse treffen. Das
Se. Excellenz der Herr Kriegsminister Ferron 1 AVer hat den ganzen Mobilmachungsplan fix und fertig; J-aöä er hält ihn streng geheim, damit es denn doch noch ht voi eine wahrhafte Mobilisierung wird. Jetzt, Montag --r, ober Dienstag dieser Woche, sollten die Ordres aus-
Aufgabe, Potsdam zu erreichen, durchführen wollte, zog nunmehr auch die zur Besetzung der Glienicker Brücke enffandte dritte Brigade heran, während der Feind diesem Vorgehen mit 8 Eskadrons entgegen- trat. Es war dies der Moment für die nunmehr bereinigte Kavallerie-Division, mit allen ihren Kräften sich in wuchtigen Attaken auf den Feind zu werfen und denselben zum Rückzug zu bringen. Trotzdem der letztere mit seinen 24 Eskadrons durch glänzende Gegenattaken die Ausführung zu hindern suchte, mußte er der Uebermacht weichen und auf Potsdam zurückgehen, womit das glänzende militärische Schauspiel seinen Abschluß fand. Se. Majestät der Kaiser war den einzelnen Gefechtsmomenten mit regstem Interesse gefolgt und sprach auch heute dem Generallieutenant v. Winterfeld Allerhöchstfeine besondere Zufriedenheit aus. Bei dem den Schluß bildenden Parademarsch zeigten, ttotz der ttopischen Hitze, weder Mannschaften noch Pferde die geringste Spur irgendwelcher Abspannung und derselbe wurde in Eskadronsfront im Trabe vor dem Allerhöchsten Kriegsherrn in bewährter Vorzüglichkeit zur Ausführung gebracht. Beide Majestäten wurden bei ihrer Heimfahrt nach Babelsberg mit lebhaften Zurufen von der zahlreichst versammelten Menge begrüßt. In Babelsberg nahm dann noch der Kaiser die Vorttäge des Oberhof- und Hausmarschalls Grafen Perponcher und des stellver- ttetenden Chefs des Zivilkabinetts entgegen. Zum Diner sind mehrere hiesige distinguierte Persönlichkeiten geladen. Der Kaiser beabsichtigt, sich heute nach Berlin zu begeben und morgen früh den Uebungen der Garde-Infanterie beizuwohnen.
Berlin, 29. Aug. Die „Köln. Ztg." meldete kürzlich, daß die Anzahl der bei den Reichsbehörden eingegangenen Eingaben und Bittschriften um Erhöhung der Getreidezölle größer sei, als durch die Zeitungen bisher bekannt geworden wäre. Wir sind in der Lage, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.", diese Nachricht bestätigen zu können. Es wird uns mitgeteilt, daß aus den verschiedensten Teilen der Monarchie noch immer Petitionen eingehen, in denen seitens des Handelsstandes für Erhöhung der Getreidezölle plaidiert wird. — Das Ergebnis der diesjährigen Reifeprüfungen an den deutschen Gymnasien berechttgt zu dem Schlüsse, daß der Zudrang zu dem Universitätsstudium wiederum im Wachsen begriffen ist. Fast allenthalben, ganz besonders aber in Süddeutschland, zeigt sich eine erhöhte Zahl von Abiturienten. Die große Mehrheit derselben widmet sich dem ärztlichen und juristischen Berufe. Der juristische Beruf ist auf Jahrzehnte hinaus vollauf mit Arbeitskräften
pektor die nötigen Aufklärungen gab. Die Ein. wtlligung der Eltern ließ bann nicht auf sich warten. »Aber heute noch muß e8 das ganze Bad wissen, onst —• rief Frau Scharf. „Gewiß, gewiß," antwortete Stepanow, „ich sehe, daß ich etwas wieder gut zu machen habe." — Inzwischen stand der Bürger- meister zwischen einer großen Zahl von Badegästen mit einer Depesche in der Hand. Dort hieß eS: „Stepanow kein Nihilist, sondern bekannter russischer Gelehrter, Staatrrat und Professor!"----
ersbera
—~ Die Pariser Komödie.
bdjtJI Ueber kein Projekt der letzten Jahre, das ein so . /V ernsthaftes Aussehen hatte, ist wohl so viel gespöttelt irberten worden, wie über den französischen Plan einer Probe- 1 äutEI! Mobilisierung. Selbst für einen Nichtmilitär ist es klar, daß die Mobilisierung eines Armeekorps, und wenn sie noch so glänzend verläuft, keine Garantie
,, HM- In Nr. 204 (1. September) beginnt der höchst jpanntnbe Original-Roman:
Im Banne der Verhältnisse
von Theodor Mügge.
Der Nihilist.
(Eine Humoreske.)
(Nachdruck verboten.)
(Schluß.)
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte» sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G- L. AAU" Daube u. Co. in Frankfurt a.Berlin, Hannover. Paris.
:tn
[4652
Rarlt
arbutj
[4651
1____. Weben werden. Was geschah? Freitag Morgen
-er dH brachte die bekannte Pariser Zeitung „Figaro" den ganzen Plan von A bis Z, ganz genau nach den
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und CWlfl . 'C . . .
Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-Preis bei der Expe- ÜIIVm .
bition 2*/t Mk-, bei ben Postämter 2 Mk 50 Pfg. (exkl. ö"
Bestellgeld). Jnserli-nsgebühr für die gespaltene Zeile MittUwÄ, 31. AUllUst 1887.
10 Pfg., Reklamep für die Zeile 25 Pfg. * ****b“P 1W|.
War zu erklären! Von den westlichen Armeekorps sollte eines mobilisiert werden; gerade das Kommando eres i des Toulouser Korps war s. Z. Bonlanger verweigert, 1456 man konnte also schon kombinieren, daß der Toulouser Mmä Bezirk der Schauplatz des Kriegsspieles fein werde, in bei Allerdings sank durch diese Erörterung der Wert der juna« Mobilmachung schon bedeutend, denn das General- ■ ali tominanbo in Toulouse hatte hinreichend Zeit, sich aesuchi dorzubereiten. Aber, was nun noch geschehen, da- s457i düber kann man das Lachen mit Mühe nur zu- 4 - rückhalten.
Vorsichtig fragte der Polizeiinspektor bei der Bade, dmktion an, um genaueres über die Person des __- russischen Gastes zu erfahren. Man wußte nicht tbCtk ^hr, als Herr Scharf selbst.
Kx g Wer unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit [447! fiivem Herzen Lust gemacht hatte, dir Frau Jnspek.
•“ ®rin oder das Zimmermädchen, können wir wirklich Ächt sagen; indessen nach kurzer Zett begann die gelammte Badegesellschast den rätselhaften und ab- , geschlossenen Fremden mit sonderbaren Blicken zu in, st betrachten. Man flüsterte und raunte sich allerlei j pf über ihn in die Ohren, und aus den Vermutungen [455» wachte die allezeit geschäftige Frau Fama erregende Dhatsachen; im Kreislauf kommen alle diese verstärkten -—<1 Früchte zu Scharfs zurück, von denen sich alle Welt '' M Nachrichten holen wollte. Man beschwor Frau m, v Scharf, auszuziehen; aber dagegen protestictte der Hrrr Inspektor auf das Entschiedenste. Nie in seinem JiarR üben hatte er Furcht gezeigt, und er wollte auch '46$ letzt nicht zittern. Einzig der Fremde that, als höre Job sehe er nichts von allem, was nm ihn herum '■* Ergehe. Mehr uud mehr suchte er nur die ungestörte Gesellschaft der anmutigen Aurelie Scharf, die sich trotz allen Bangens, welches sich auch ihrer bemächtigt, D dem kenntnisreichen Mann hingezogen fühlte. Wenn ihm gegenüber faß, und er lebhaft von dem stemden Lande, das feine Heimat, ihr in wohlklingendem deutsch gegd erzählte, mit so Hellen Augen zu ihr hinüberschaute 4661 und bei humoristischen Schilderungen selbst zuweilen tücheüe, dann bestritt fie ganz entschieden, daß dieser
agt [46
L-
n
8 M
[466
Ix» rto en.
;e 2<