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Kinnländifche 4»/,pCx Staats-Anleihe von >884. Die nächste Ziehung findet am 1. Sept, statt, wegen den KurSveclust von ca. z pCt. bei der Au-losung übernimmt daS Bankhaus «Earl Neu- b urge r , Berlin, Französische Straße 13, die Verfiwv- rang für eine Prämie von 5 Pfg. pro 100 KL

une Vermehrung, für 4 ein Stehenbleiben und für i ein Rückgang der Anwälte, der am erheblichsten i Lübeck war. In drei Städten (Berlin, Posen und örlitz) betrug die Zahl derAnwälte im Jahre 1887 ehr als das Doppelte der Zahl des Jahres 1880. ie ganze außerordentliche Zunahme der Anwälte in krlin läßt sich am besten daraus erkennen, daß 880 von 100 Anwälten des Reiches 3,4, 1887

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Sie kommen nicht zu spät. Sie kommen gerad recht. Rechts und links in den Büschen blitzt es aus zwölf Büchsen auf.Mamma mia!" ruft der Brigadier und faßt nach seinem Herzen. Dann sinkt er tot zu seinen Kameraden nieder. Die zwölf Mord­gesellen aber eilen, jeder aus anderen Pfaden dem Dorfe zu. In den Häusern aber liegen die Frauen auf den Knieen und beten:Santa Madonna, nimm uns gnädig in Deinen Schutz."

Tags darauf rückt Militär an. Das Dorf wird umzingelt. Mit gefälltem Bajonnet marschiert eine Abteilung in das Dorf ein. Jedes Haus wird untersucht, aber da sind nur Weiber und unmündige Kinder. Die Männer haben sich in die Wälder ge­schlagen. Wer wird sich auch gutmütig fangen lasten.

Das Mllitär quartiert sich in den Häusern ein. Streifungen werden unternommen, aber nur ober­flächlich. Die Männer und Burschen werde» schon zurückkommen, wenn ihre Frauen und Kinder Hungers sterben. Sie werden ganz gewiß kommen, denn ein Sizilianer läßt sein Weib, sein Mädchen nicht mit den Soldaten allein.

Und sie kommen Nachts. Nicht Einer allein, nein. Alle zusammen. Und sie suchen das Dorf zu stürmen und ihre Frauen zu befreien. Ein wütender Kampf entspinnt sich, schließlich müssen sie unterliegen. Ein Teil ist tot, der Andere gefangen. Doch auch von den Soldaten liegen Viele in ihrem Blute. Es ist urchtbar.---

iygefunben. während die Zahl aller an kleineren EXn befindlichen Anwälte von 2510 auf 2833, um 323 oder 12,8 Prozent gestiegen ist. Die tjjftäöte mit Ausnahme von Berlin haben also an M^Sermehrung den geringsten Anteil. Im einzelnen _yr die Zahl der Rechtsanwälte in den Städten mit Aer 50 000 Einwohnern, die wir nach ihrer Ein- ^uerzahl ordnen, die folgenden: Berlin 350 Zgso 141), Hamburg 117 (124), Breslau 49 (72), «Suchen 109 (112), Dresden 128 (123), Leipzig r26 (126), Cöln 97 (86), Frankfurt a. M. 82 (80), MigSberg 42 (23), Hannover 45 (38), Stuttgart 46 (49), Bremen 42 (50), Düsseldorf 32 (32), Nürnberg 33 [29], Danzig 22 [12], Magdeburg 46 [27], Straßburg 20 [16], Chemnitz 34 [38], Kversew 22 [15], Altona 18 [16], Barmen 11 [9], Stettin 34 [21], Aachen 38 [34], Creseld 10 [6], Braunschweig 30 [25], Halle 19 [10], Dortmund f( [17], Mühlhausen i. E. 9 [5], Posen 28 [12], Augsburg 26 [32], Mainz 35 [30], Essen 17 [12], Mel 29 [24], Mannheim 25 [18], Karlsruhe 26 [24], Erfurt 14 [8], Görlitz 13 [6], Wiesbaden 21 [21], Lübeck 17 [27], Würzburg 22 [26], Frank-

1 krank. Die Regierung will die Cholera schicken. I« : dumpfer Verzweiflung wartet man der Dinge, die da kommen sollen. Mehrere Tage vergehen, nichts qe- Ichleht. Nur die Behörden fahren in ihrem Thun fort. Die Bewohner eines isolierten Hauses werden ausquartiert, es wird ein Spital dort eingerichtet das Choleraspital. Kein Zweifel, die Regierung will die Cholera schicken. Und wieder vergehen einige Tage, noch immer nichts. Da hört man plötzlich, Ma,o Cicetta sei erkrankt. Er winde sich und krümme Ilch m lernen Schmerzen. Vom isolierten Hause eiten zwei Männer mit der Tragbahre her, der Arzt, der Ichon bei Maso ist, winkt ihnen zu, sie legen den Kranken auf die Bahre und tragen ihn ins Cholera-

®e Cholera ist also da, die Regierung hat sie geichickt, alle sollen sterben. Und die Leute rotten sich zusammen und flüstern mit einander und ballen

SWe, sie drohend gegen das Gemeindeamt streckend. Dann gehen sie auseinander. Abends offnen sich leise die Thüren der Häuser. Bewaffnete Manner schleichen hinaus auf die Gasse und suchen unbemerkt das Feld zu gewinnen. Eine kurze Be- ^lung wird dort gehalten, eine Abteilung schlägt bte Richtung nach dem Choleraspital ein. Fünf Minuten später schlagen dort lichterloh die Flammen auf. Die Wärter stürzen entsetzt hervor. Der Kranke drinnen, der sich auf seinem Lager windet, sieht ent­setzt die Flammen hereinschlagen. Der Rauch, der dicke entsetzliche Rauch droht ihn zu ersticken. Mit dem Aufgebot seiner letzten Kräfte erhebt er sich vom Lager,, schwankend tastet er sich nach der Thür hin und öffnet dieselbe. Gianni Maglioni aber tritt ihm mit erhobener Axt entgegen:Zurück! Bist Du auch von der Regierung erkauft, die Krankheit weiter zn tragen!" Verzweifelt klammert sich der Kranke an Giannis Arm an.Zurück!" Sausend fällt die Axt nieder und mit gespaltenem Kopse stürzt Maso zn Boden; der blutende Leichnam wird in die Flammen geworfen, die lichterloh zum Himmel steigen.

Das sind die Einen; die Anderen haben indeffen die Landstraße eingeschlagen. Etwa sechshundert Schritte wett verfolgen sie, dieselbe. Dann teilen sie sich, sechs Mann verstecken sich rechts, sechs links vom Wege im dichtesten Gebüsch. Dort liegen sie stumm, regungs­los, die Büchse im Anschlag und das Messer im Gürtel gelockert. Sie warten auf die Karabinieri, welche der Bürgermeister herbeigerusen hat. Schritte werden laut, rasche gleichmäßige Schritte im militärischen Tempo. Immer näher und näher kommen sie. Die Flamme, die den Himmel mit feuriger Glut bedeckt muß ihnen solche Eile machen.Schnell, schnell, daß wir nicht zu spät kommen."

«gegen 7,3 in Berlin wohnten, während nach der ßten Volkszählung die Einwohnerzahl Berlins nur iS Prozent der gesamten Bevölkerung des Reiches Machte. *

Die neueste Nummer (16) der in einem vppelbogen erschienenen ZeitschriftHessenland" ü folgenden Inhalt:Unfehlbar", Gedicht von Karl reser;die Pilgerfahrten der Landgrafen Ludwig I. ib Wilhelm I. nach dem heiligen Grabe" (Schluß), m C. von Stamford;Schiller in Bauerbach" m Julius W. Braun;Die Spinnerinnen, Gedicht m Hugo Frederking;Erkenntnis", Gedicht von ataly von Eschstruth; Aus alter und neuer Zeit; it» Heimat und Fremde; Briefkasten.

Homberg, 27. Ang. Der nicht nur in Hessen »bern weit über dessen Gaue bekannte König!. Musik-' tcktor Prosessor vr. V ol ckm a r ist heute nach kurzem er schwerem Leiden hier dem Herrn entschlafen.

Cassel, 28. Aug. Gestern abend gegen 7 Uhr irden bte Bewohner des Theleschen Hauses an der «hnhofs- und Orleansstraße-Ecke in Aufregung und chrecken versetzt. Ein Lehrling des Steinbergschen eschäfts daselbst hatte sich auf dem im Hofe des st. Hauses befindlichen Abort eingeschlossen, drohte lern, der etwa mit Gewalt eindringen würde bem er einen geladenen Revolver entgegenhielt i Erschießen. Die Mutter des jungen Mannes, -lche man benachrichtigt hatte, kam herbei, um leiben zum Verlassen des Ortes und Aufgabe er Selbstmordidee zu bewegen Alles blieb rgeblich. Indem man Stricke an die Klinke band b seitlich daran mit aller Anstrengung zog, gelang , die Thür aufzureißen. Im selben Augenblicke chle ein Schuß und der junge, noch nicht 17jährige ensch war eine Leiche. Was ihn zu dem ver- rifelten Schritte getrieben, darüber verlautet noch hts Bestimmtes. (C. A. Z.)

Göttingen, 25. Aug. Um den Mangel einer inbigen Bühne bis zur Vollendung des Theater- ues, wenigstens zum Teil auszugleichen, beabsichtigt r frühere Königliche Schauspieler Julius Rudolph 6 Cassel im Laufe des Winters in den Räumen c -Union" eine kurze Theatersaison von ca. 30 Geltungen zu eröffnen. Zur Aufführung sollen Gesten auf dem Gebiete des Schau- und Lust- Ikls, wie der Posse, gelangen.

Gestreifte u. karr. Seidenstoffe von Mk. 1.35 bis 9.80 p. Met. (ca. 250 verseh. WJGrisailles, Armures, Cristlliqne, Louisine, Glace, Mille - Carreaux, Changeant etc. vers. roben- und stück­weise zollfrei ins Haus das Seidenfabrik-Depot G. Henneberg (K. u. K. Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 20. Pfg, Porto. Aür An- und Berkans aller Sorte» O Werthpapiere (Verloosungen werden gratis nachgesehen), Auszahlung von Coupons, Umwechseln ausländischer Geldsorten, Diskonttren v. Wechseln, Abgabe von Wechseln aus alle Plätze Amerikas re. empfehlen sich unter Zusiche­rung streng reeller Bedienung 3572.

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-rt a. O. 10 [8], Metz 14 [9], Kiel 15 [14] und lotsdam 10 [8]. Es ergiebt sich also für 32 Städte

Telegraphische Depeschen.

Potsdam, 28. Aug. Der Kaiser wurde bei rcr Ankunft in Spertingslust von dem Vorsitzenden Reitervereins, Major Graf Hue de Grais und ® .dem Rittmeister v. Krosigk empfangen und unter mfenben Hochrufen des nach vielen Tausenden lenden Publikums nach seinem Sitze geleitet. Es »ben drei Rennen statt. Bei den beiden ersten inen händigte der Kaiser die Ehrenpreise Aller- chflselbst den Siegern (Leutnant von Sanden II. »Leutnant von Mellenthin) aus. Nach Beendigung ^zweiten Rennens trat der Kaiser unter abermaligen Husiastischen Kundgebungen der am Rennplatz ver- «nelteq Menge die Rückkehr nach Babelsberg an. der Sr. Majestät wohnten auch der Prinz und ' Frau Prinzessin Wilhelm, die Frau Prinzessin ^drich Karl, Prinz Friedrich Leopold, Prinz Wer, sowie der Herzog und die Herzogin Johann recht von Mecklenburg-Schwerin, der Herzog Günther die Prinzessinnen Amalie und Sophie von hlkswig-Holstein dem Rennen bei. Der Kaiser 1 gestern abend, nach der Rückkehr von dem Wett­en bei Sperlingslust mehrere Herrschaften bei sich Thee. Ihre Majestät die Kaiserin wohnte heute bnittag dem Gottesdienste in die Friedenskirche bei. Zmittags findet bei Ihren Majestäten Familien- 6t statt, zu welchem auch der Prinz Komastn von Van mit seiner Gemahlin geladen ist.

Kiel, 28. Aug. Das Ostseegeschwader ist heute Mittags 11 Uhr, nach Beendigung seiner Uebungen

aufgelöst worden. Der Chef der Admiralität, Ge-I Bei Palavern führt er den Vorsitz. Nicht selten neraOLeutnant v. Caprivi, ist nach Berlin zurückgekehrt. I wird er bei Streitigkeiten der Eingeborenen um Rat Wien, 28. Aug. In der heute nachmittag statt- und Entscheidung angegangen. Die schönsten und gehabten konsttiutrenden Sitzung für den internatio- vornehmsten Mädchen werden ihm willig angeboten, nalen Saatenmarkt wurden Raschauer (Wien) zum I Was Wunder, daß der junge, kaum 25jährige Manu Präsidenten, Wyngärt und Landauer zu Vizepräsidenten I zuweilen stolz wird; es ist da draußen so manches gewählt. Auf den Antrag von Kopisch (Breslau) I anders, als in dem alten, engen Europa. Dort wäre und Wyngärt (Berlin) wurde beschlossen, den Saaten-1 er als kleiner Kommis kaum beachtet. Nach dem markt künftig alljährlich am letzten Montag und I Agenten kommen die Angestellten, die man häufig Dienstag des Augustmonats abzuhalten. Der Markt auch alsjunge Leute" schlechtweg bezeichnen hört, ist stärker, als im Vorjahr, namentlich auch aus der! obgleich sie oft älter sind, als ihr Beherrscher. Sie Schweiz und aus Bayern besucht. I teilen sich in rein kaufmännische und mehr technische

Paris, 28. Aug. DerNational" schreibt, die Hilfskräfte. Die Angestellten haben von ihren Firmen Untersuchung wegen der vorzeitigen Veröffentlichung freie Station und Gehalt, sowie freie Passage nach öe§ Entwurfes für den Mobilmachungsversuch sei im I Kamerun und zurück. Die freie Station mag 2000 Mk. vollen Gange, es sei nahezu nachgewiesen, daß das jährlich wert sein. Hierzu gehört meistens auch Wein Bekanntwerden des Entwurfs durch einen Beamten und Bier, auch die Wäsche wird in der Regel auf

des zum Kriegsministerium gehörigen typographischen Kosten des Hauses besorgt. Das Gehalt beginnt qe-

Bur^us verschuldet worden sei. wöhnlich mit 1500 Mk., steigt nach einem Jahre

Konstantinopel, 28. Aug. Der italienische Bot- auf 1800 Mk. und nach zwei Jahren auf 2100 M.

schafter, Baron Blanc, wurde von dem Sultan in! Sind dann die drei Jahre, zu denen sich der Neu-

einer längeren Audienz empfangen, in welcher dem eintretende verpflichten mußte, abgelaufen und will Vernehmen nach auch die bulgarische Angelegenheit er einen neuen Kontrakt eingehen, so ist derselbe nach bekrochen wurde. ben mittlerweile konstatierten Fähigkeiten beschaffen.

@6100^11^ ist hiermit eine wohlverdiente Erholungs- Vermischtes. I reife nach Hause verbunden. Unter je zehn oder

. ~ .(Em Manllverwagcn für den Kaiser.) Für zwanzigjungen Leuten" bringt es schließlich einer ben Kaiser ist setzt, demB. T." zufolge, zum Ge- durch Glück und Geschick zum Agenten und damit brauche bei Manovern und Paraden em Wagen eigener zu einem für sein Alter recht staatlichen Einkommen. Konstruktion gebaut worden, welcher einen äußerst Denn als Agent erhält er neben seinem fixen Gehalt linnreichen Mechanismus birgt, der es dem Monarchen von etwa 5000 Mk. auch noch seinen Anteil am ermöglicht, sich vor größeren körperlichen Anstrengungen Reingewinn der Geschäfte und zwar je nach seinem zu bewahren. So ist u a. im Wagen ein leichtes Kontrakte bis zu 33l/s Prozent desselben. Ist der Gelander angebracht, ans das sich der Kaiser zu stützen Umsatz bedeutend, so kann seine Jahreseinnahme bis vermag , sobald er int Wagen steht, und das sofort! am 20 000 oder 30 000 Mk. emporgehen Letzteres von selbst zufammenklappt, sobald er sich wieder nieder-!soll allerdings schon lange nicht mehr d-gewesen sein, setzt. Emen Kutscherbock hat der Wagen nicht, da! Der Kamerunfürst König Bell hatte vor er vierspännig vom Sattel aus gefahren werden soll, einigen Monaten, wie s. Z. mitgeteilt, einen seiner Nur auf der Rückseite befindet sich ein Sitz für Diener I Söhne mit zwei Altersgefährten nach Hamburg ent-

, sendet, um das Zimmerhandwerk zu erlernen. Die

Sch welm, 25. Aug Ungeheueres Aufsehen schwarzen Lehrlinge haben sich in bester Weise anstellig

erregt die heute nacht erfolgte Verhaftung des hiesigen I gezeigt und /inch in den Elementarwissenschaften gute

Bürgermeisters Kruger. Die Ursache der Verhaftung Fortschritte gemacht. DerPrinz" von Kamerun liegt in einer Denunziation, welche der frühere Stadt- muß gute Berichte an seinen Vater gesendet haben, ekretar, der einige Monate nach dem Amtseintritt da demnächst noch 20 Lehrlinge von den verschiedenen des neuen Bürgermeisters von diesem plötzlich seiner Häuptlingen aus Kamerun in Hamburg eintreffen Stelle enthoben wurde, gegen Krüger bei der Staats- werden. 11

anwaltschaft und der königlichen Regierung wegen In Ostende hat am Freitag früh um 8 Uhr trafbarer Jmt»ubertretungen erhoben hat. Die De-Idas Begräbnis der Fischer stattgefunden, welche bei f$rei6t man derElbf. Ztg.",Iden Ruhestörungen erschossen sind. Taufende von vielleicht erk arlich, wenn man bedenkt, daß der aufs Menschen begleiteten den Zug, während eine große hochll erbitterte Stadtsekretär H., Vater von sechs I Volksmenge, meist Frauen und Kinder, Spalier bildete. Kindern, sich mit einem schlage außer Verdienst ge-IKein Ange blieb thränenleer. Es herrschte völliqe setzt fah. Bürgermeister Krüger soll sich vergangen Ruhe. Weder Truppen noch Polizei waren aufgeboten, haben gegen die §§ 267, 348 und 345 des Straf-! In einer Buchdruckerei in Stuttgart wurde gesetzbuches. Die Hauptrolle in der Reihe von An-1 durch einen Setzerlehrling eine eigenartige Fälschung klagepunkten bildet eine mit Fälchung der Daten ver-! begangen. Zu den Spezialitäten der betreffenden bundene rechtswidrige Bestrafung von Schulversänm-1 Offizin gehört die Herstellung von Obligationen; in W ien. Bürgermeister Krüger, vormals in gleicher! jüngster Zeit ließen namentlich Stuttgarter Aktienge- Stellnng in Pritzwalk, einem brandenburgischen Städtchen! sellschaften ihre Schuldverschreibungen dort anfertiqen an der meklenburgischen Grenze, wurde vor Jahres- Der Lehrling begab sich nun an einem Sonntage, frift uon ber hiesigen Stadtverordnetenversammlung I ohne bemerkt zn werden, in das Arbeitslokal, nahm auf Grund guter Empfehlungen emsttrnmig gewählt. I einen sogenannten Unterdrück und stellte mittels des- Aus den einfachen Verhältnissen einer kleinen Land-[selben Falsifikate von Aktien der Stuttgarter Wasch- ftadt kommend, dazu noch kränklich, fühlte er sich in anstatt her. Die Koupons entfernte er von den unferer Industriestadt den gesteigerten Anforderungen Scheinen und brachte sie in verschiedenen Geschäften nicht gewachsen und das Geschick wollte es, daß er, I an den Mann. Der Betrug wurde erst nach längerer der Reserveoffizier unb Inhaber des Roten Adler- Zeit von einem Konditor entdeckt, welchem der juaend- ordens ist, stch selbst und seiner Familie dieses Unheil liche Fälscher für ein größeres Quantum von Nasch- bereitet^. Mit dem letzten Zuge nachts l*/i Uhr werk, welches er dort kaufte, gleichfalls einen solchen wurde Kruger nach Hagen gebracht und in das dortige Koupon anbot.

Polizeigefangnis etngehefert. (Eine Taschenuhr verschluckt.) In der böhmi-

Prag, 25. Jug. Em eigentümlicher Patient scheu chirurgischen Klinik in Prag hat sich ein eigen- hat vorgestern um 3 Uhr nachmittags aus der böhmi- tümlicher Patient gemeldet, ein Handwerksbursche, der scheu chirurgische Klinik gemeldet. Der Patient heißt eine kleine blecherne Uhr verschluckt hat. Er erzählt, im Wenzel Kruanvky und ist 25 Jahre alt Derselbe Wirtshause habe ein anderer Gast die Uhr in einem e^a?lte Merzten, er sei Sonntag vor acht Tagen unbemerkten Augenblick in sein Bierglas geworfen al» Wanderburlche in das Abelmannsche Gasthaus in und er habe sie bann mit heruntergeschluckt.

München gekommen unb habe sich mit ben Gästen I [Ein Sakramenter.] ,,Feldwebel, bent Ge- unterpalten, toobet allerlei Scherz getrieben wurde. Imeinen Neubauer passen die Hosen nicht; das rechte

Em Gast habe ihm, während er auf einige Augenblicke I Hosenbein ist viel länger, als das linke." __ Be-

hinausging, eine kleine Taschenuhr aus Blech samt fehlen, Herr Leutnant, Heute ist die Löhnung aus-

-rUT» A -tte rt1- ?a§ ^worfen und es sei ihm bezahlt worden, da hat der Sakramenter gewiß das

beides beim Trinken tu den Schlund geraten. Nun I Portemonnaie in die rechte Hosentasche gesteckt" ?abe er die Uhr nicht herausziehen können und so - [Moderner Backfisch.] Sag', Lieschen, kannst |ei er in das Münchener Krankenhaus gegangen, wo I Du mir nicht ein interessantes Buch leihen, ich habe mau ihm zwar die Kette^ herausgezogeu habe, was! gar nichts zu lesen!"Geh', da darfst Du Dir

M Folge hatte, daß er nun die Uhr vollends doch nur eins von Deinem Papa geben lasten, der verschlucken mußte, darauf habe er sich auf den Weg I hat ja ganze Schränke voll."O, geh' mir weg nach Prag gemacht, um Jter von seinem Leiden be- mit den Büchern vom Papa. ®a> sind ja lauter so freit zu werden, denn die Uhr verursachte ihm im [harmlose Sachen."

Magen große Schmerzen und er habe keinen Appetit. I[Taxierung.] A.:Was ich höre! Ihr Prosestor Dr. Weiß hat den seltsamen Patienten in Fräulein Schwester will den Maier heiraten. Wohl Behandlung genommen seine Familie, was Ja, ja! Sehr feine Familie,

m [Deutsthe Kaufleute tu Kamerun.] In feinem I er hat feine 60 Ochsen im Stall."

fIÜt,ere Vertreter - [Auch eine Anschauung.] Karl,Du Mama, des Reiches daselbst, Dr. M. Buchner, über bte auf wen warten wir denn?" Mutter:Der Papa Stellung der beutschen Kaufleute:Auch das euro- ist hier nebenan auf der Börse." Karl, der öfter oastche Peponal der Fattoreien der größeren wenig- zugegen war, wenn sein Vater über Börsenangelegen- tens, hat lerne Hierarchie, und da dieselbe meist aus I heiten gesprochen:O, dann gehen wir doch hinaus, lauter lehr jungen Leuten sich zusammensetzt, mitten Ich möchte zu gern einmal den Türken steigen sehen." n merkwürdig freien und zugleich verantwortungs-1

schweren Verhältnisten, so nimmt sie nicht selten Eine Cholerarevolte in Sizilien, einen geradezu despotischen Charakter au. Zuoberst Eine ergreifenbe Schilderung der Zustande auf fte^t ber Agent als Vertreter der heimischen Firma Sizilien giebt Karl v. Roden in derW All Ztg"- mit säst nnnmschräntter Gewalt über seine Unterge- Jm Orte herrschte wie überall die wahnsinnige Ueber- £5 br +9r°$e Sander von zeugung, die Regierung habe die Cholera absichtlich

empfangt er mit würdevoller geschickt. Nichts kann das Volk von diesem Wahn Herablassung d,e Potentaten des Landes, die vielleicht befreien. Die Behörden haben desinfizieren lasten, & QUf emer Audienz zum sie haben Brunnen geschloflen, sie haben neue Aerzte

3roed der Erhöhung ihres Kredites gewartet haben, i kommen lasten. Warum, weshalb? Hier war niemand