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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und
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rusfische und italienische Handelsmarine mit der deutschen in aufsteigender Linie, die Zunahme der ersteren absolut und
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wie sie überall auf dem Kontinent durchgeführt wurde, uur die Hörigen zu freien Bauern zu machen, kann allein die Ruhe bringen. In Irland herrschen heute genau dieselben Zustände, wie in Bosnien, und das unter der Aegide Englands, dessen materielle Hilfsquellen unerschöpflich sind, das seit Jahrhunderten als ein Verfechter der Völkerfreiheit galt, für dessen Machtfülle keine Aufgabe zu schwierig ist. Der Kernpunkt der irischen Frage liegt nicht in der Schaffung politischer Sonderrechte, wie Gladstone sie vorschlägt, sondern in der Stillung des Hungers, und in der Bewilligung eines menschenwürdigen Daseins.
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Die deutsche Handelsflotte
hat sich im Jahre 1886 nicht nur auf der dritten Stelle unter den Handelsmarinen Europas behauptet, sie nähert sich der norwegischen Kausfahrteiflotte, welche die zweite Stelle einnimmt, auch so erheblich, daß deren baldige Ueberflügelung in Aussicht steht. Denn, während 1885 der Unterschied in dem Tonnengehalt beider noch rund 82000Tonnen betrug (1492 000 zu 1410 000 Tonnen), stellte sich derselbe 1886 mir noch auf 23 000 Tonnen, (1447 000 zu 1424 000 Tonnen), also auf nicht voll den dritten Teil. Bleibt daher die Bewegung in dem laufenden Jahre derjenigen in dem verflossenen auch nur annähernd gleich, so ist die Annahnie gerechtfertigt, daß Deutschlands Rhederei am Ende desselben die zweite Stelle in Europa einnimmt. Während der Tonnengehalt der norwegischen Flotte um reichlich 3 Prozent zurückging, weist derjenige der deutschen eine wenn auch nur geringe Zunahme von über lVa Prozent auf. Dies ist um so erfreulicher, als die größeren Handelsmarinen, mit denen Deutschland zu konkurrieren hat, mit der norwegischen das Schicksal eines mehr oder minder beträchtlichen Rückganges teilen. Die britische Handelsflotte ging von 11 165 000 auf 10 539 000 Tonnen, also um über 5 Prozent, die ftanzösische von 1 056 000 auf 1029 000, also über 21/* Prozent zurück. Spanien, Sch weben, Dänemark, Griechenland, Oesterreich u. s. w. weisen gleichfalls einen Rückgang auf und ebenso die Vereinigten Staaten, deren Handelsmarine die zweitgrößte der Welt ist und die deutsche noch um 50 Prozent übertrifft. Der Rückgang der letzteren betrug ziemlich genau 2 Prozent.
Für den Monat September nehmen alle Postanstalten (auf dem Lande die Landpostboten) Bestellungen auf die
Oberhessische Zeitung
mit deren Beiblätter«
entgegen.
In Kirchhain sind Bestellungen an unsere Agentur (Herrn Buchbinder Rindt) und in hiesiger Stadt an die Expedition zu richten. Von letzterer werden auch Wochen-Abonnements L 20 Pfg. angenommen.
hinter derjenigen der deutschen Flotte zurück; er beträgt bei jener nicht voll 3000 Tonnen
Unter einem Dache.
Romen von Karl Hartmann-Plön.
(Fortsetzung.)
_ Nachdruck verboten.
Er selbst mußte dann unbedingt weit entfernt vom Ott der That sein. ES ungesehen, hinterrücks zu Ersuchen, bot sich zu selten eine günstige Gelegenheit. Einmal hatte sie sich ihm geboten, der Verdacht hätte sich ans andere lenke» müssen, und da war er doch ZU sehr erregt gewesen und — hatte gefehlt. Als allerletztes Mittel blieb Flammiug freilich Eins noch immer übrig, nämlich ein Duell zu veranlasien und n bangae zu spielen — Hans oder er!
Mit solchen Gedanken beschäfttgt, war er erregt im Zimmer ans nud abgegangeu; als er nun beim geöffneten Fenster zufällig den Schritt auhiett und auf deu Gatten nab das Ufer hinabblickte, sah er plötzlich Denjenigen, dem er soeben seine Gedanken ^widmet hatte, in Beglestung seines Vttters, der Fran Johannes und ihrer Töchter aus dem Boot steigen und — daS war ein kleiner Hoffnungsstrahl — der einen der Zwilltvgsschwestern den Arm bieten. So war denn offenbar die Verlobung bereits erklärt Und Hans ihm bei Gabttele nicht mehr gefährlich.
Kaum hatte er dies flüchttg gedacht, als es laut au eine Thür klopfte und auf fein .Herein1' Frau ^SonuS, und wie erschien, in einer ungewöhnlichen Erregung über die Schwelle ttttt; ihr folgte schüchtern Md in Angst versetzt über die finsteren Blicke ihrer Mutter die kleine Melanie.
<3$ muß Sie sprechen!' stieß sie noch atemlos iwu dem rasche» Ersteige» der Treppe hervor.
Flammiug war vollständig bettoffen von einem Besuch, den er nicht im Entferntesten erwarten konnte. Der Schreck war aber ein freudiger. Eine Dame, die ihn besuchte, mußte etwas besonderes von ihm wallen, uud nichts war ihm erwünschter, als wenn er ihr dienen konnte uud sie sich dadurch ihm ver. pflichttte. Zugleich fiel ihm ein, daß fie zu keiner gelegeneren Zeit hätte eiutreteu könne», als in dieser
Nur die bewegen sich Doch bleibt relativ weit
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.
Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und «erlag von Joh. Lug. Koch.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d. Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. Cassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXII Messe m Frankfurt a.M., Berlin, München u. Köln; G. L. AAU* 'O lU)l yUUg Daube u. Co. in Frankfurt a.«., Berlin, Hannover. Pari».
■ l1/» Prozent bei dieser. Der Aufschwung von Italiens Handelsflotte übertrifft dagegen noch denjenigen Deutschlands: er betrug 42 500 Tonnen oder nahezu 5 Prozent.
Wenn bei der deutschen Rhederei die Zahl der Schiffe nicht ebenso stieg wie der Raumgehalt, so hat dies seinen Grund in dem fortschreitenden : Uebergange vom Segelschiffe zu dem Dampfschiffe und : der gleichfalls stetig sich vollziehenden Ersetzung der : kleinen Schiffsgefäße durch größere. In Deutschland hat die Zahl der Segelschiffe sich um 117 mit । einem Raumgehalt von nicht voll 37 000 Tonnen vermindert, die Dampfschiffsflotte um 20 Schiffe mit : mehr als 50 000 Tonnen - Gehalt vermehrt. An durchschnittlichem Raumgehalt übertreffen die deutschen Handelsschiffe mit mehr als 630 Tonnen diejenigen Frankreichs, der Vereinigten Staaten und Norwegens mit rund 600, 500 und 400 Tonnengehalt, bleiben aber hinter der Durchschnittstragfähigkeit der englischen Kauffahrteischiffe mit rund 800 Tonnen erheblich zurück.
So weist denn auch die deuffche Rhederei, trotz der Schwierigkeiten, welche der andauernd niedrige Stand der Seefrachten diesem Erwerbszweige bereitet, eine gesunde und vergleichsweise befriedigende Entwickelung auf und liefert aufs neue den Beweis dafür, wie unbegründet die Behauptung war, daß die Politck des Schutzes der nationalen Arbeit den internationalen Verkehr und insbesondere den überseeischen Verkehr Deutschlands schädige.
Die Unterdrückung der Landliga in Irland.
Das englische Ministerium zieht jetzt die Folgerungen aus dem neuen Zwangsgcsetz für Irland. Wie schon gemeldet, ist die Unterdrückung der Nationalliga eine beschlossene Sache. Das Ausnahmegesetz, welches die Handhabe zu dieser Maßregel bietet, ist daS siebenundachtzigste in der Reihe jener Gesetze, denen man die Widersetzlichkeit der Pächter auf der grünen Insel zu brechen versuchte. Die ersten 86 Gesetze haben nicht geholfen; von dem 87. erwartet die Regierung wenn nicht alles, so doch vieles. Der Hauptzweck des Gesetzes war von vornherein die in Aussicht genommene Unterdrückung der Landliga, womit der Widerstandskraft der Irländer der Todesstoß versetzt werden sollte. Das wußte daS Parlament, wußte das ganze Land, als das Gesetz zur Verhandlung kam, und das .bildete auch die Hauptschwierigkeit, es durchzubringen. Die Regierung motivierte ja in erster Linie mit der verderblichen Wirksamkeit der Nationalliga die Notwendigkeit des Ausnahmezustandes,
Minute, er sagte rasch: .Was Sie mir auch z» sage» haben, gnädige Frau, blicke» Sie zuvor in de» Gatten hinab — stellen Sie sich nicht zu nahe ans Neuster, Sie können ihn von hier aus überschauen.'
Er zeigte mit der Hand auf die beiden, langsam den Kiesweg heranfkommenden Paare.
,Sie sehen,' fuhr er fort, „daß ich Ihnen nicht mit erdichteten Vermutungen unter die Augen getreten bin.'
Kaum hatte Gabttele Hans v. Bela am Arm eines jungen hübschen Mädchens erkannt, als fie einen kurzen Schrei ansstieß uud krampfhaft Waldemars Arm ergriff, wobei sich die Spitzen der kleinen Finger krallenattig ihm in die Haut bohrten, so daß er einen körperlichen Schmerz empfand. Es war ein entsetzlicher Blick, der aus ihren Auge» auf das junge Paar henttedettnhr. Jede Fiber erzitterte an ihr, als fie das glückliche Brautpaar mtt den Augen ver» wlgte. Sie ließ Flammings Arm los, und je mehr Sans und Anna fich der Villa nähetten, desto weiter rückte sie Schritt um Schritt ans Fenster, als wenn ie bis zum letzten Augenblick das Gift schlürfen müsse, >as sie vernichtete. Auch Waldemar trat langsam dem Fenster näher und sah mit innerer Freude auf die Wittuug, die der Zufall hervorgebracht und die erst eiutreteu mußte, bevor feine Hoffnungen fich günstiger gestalten konnten.
Gabrieles Brust wogte heftig auf und nieder, ihr Herz klopfte zum Zerspringen, aber kein Wort l’ant über ihre Lippen. Schweigend folgte fie auch jetzt dem sich zwischen Hans und Friedrich entwickelnde» Gespräch, bis ihr der auch unten gehörte Schrei bei »er furchtbaren Ueberraschung entfuhr, daß Frau Johannes ihre Konstne Clementine sei. Erst als HanS und Friedrich ihrem Gesichtskreis entrückt waren, trat fie, bleich wie eine Leiche, ins Zimmer zurück, ; ihre Knie brachen zusammen und sie wäre, einer Ohnmacht nahe, zu Boden gesuuken, wenn Flammiug sie nicht in seinen Armen ausgefangen hätte.
den sie über Irland verhängen wollte. Sie sagte, : die Agrarverbrechen seien in Zunahme begriffen, 1770 : Personen stünden unter polizeilicher Aufsicht; die
Thätigkeit der Gerichtshöfe wäre gelähmt, weil Zeugen und Geschworene durch Drohungen eingeschüchtert würden; in einer Anzahl von Grafschaften herrschten Zustände, welche mit dem Bürgerkrieg Aehnlichkeit hätten. Und an alledem fei die Nationalliga Schuld, sie organisiere den Widerstand, zettele alle Verschwörungen an und schütze jene, welche die Regierung wegen politischer Verbrechen verfolge. Gladstone und die Irländer behaupteten dagegen, die Liga habe keinen anderen Zweck, als die Hllfeleistung für verarmte und heruntergekommene Pächter, sie habe nichts mit den planmäßigen Verschwörern in Irland zu thun. Man stritt sich hin und stritt sich her; die Ansicht der Regierung trug den Sieg davon und das Zwangsgesetz wurde mit Hilfe der von Gladstone abgefallenen liberalen Unionisten angenommen. Gesetzlich ist damit auch der Schb g gegen die Patriotenliga, und die Regierung kann, gestützt auf ihre sichere Mehrheit, mit aller Ruhe dem Endergebnis der Mitte dieser Woche beginnenden Debatte über diese Angelegenheit im Parlament entgegensehen. Sie kann es, trotzdem Gladstone einen heftigen Sturmangriff vorbereitet und ein direktes Mißtrauensvotum stellen will. Gladstone rechnet bei seinem neuen Feldzug auch vor allem nur auf eine große Wirkung desselben auf das Land. Ein halbes Dutzend Nachwahlen zum Parlament sind gegen die Regierung ausgefallen; Gladstone will den Eindruck, welche diese Thatsachen gemacht, verstärken, daher sein Frontangriff auf die Regierung. Denn Herr Gladstone denkt, trotzdem er nahe an die Achtzig heran ist, noch lange nicht an Ausruhen, hofft vielmehr bald wieder Minister-Präsident zu werden.
Die Unterdrückung der Landliga ist also verfügt, und dabei wird es bleiben; aber bei den eigenen Verhältnissen in Irland dürfte damit allein nur sehr wenig erreicht sein. Die Landliga stand bisher auf dem Boden des Gesetzes; wird sie unterdrückt, so wird an ihre Stelle eine Geheimorganisation treten, mit welcher der Irländer sehr schnell bei der Hand ist, und die Leitung dieser neuen Organisation kann dann sehr leicht den Feniern und politischen Verschwörern in die Hände fallen. Den Verschwörern kann die britische Regierung nur Halt dadurch gebieten, indem sie dem thatsüchlich fürchterlichen Elend auf der Grünen Insel ein Ende macht. So lange diesem Elend nicht gründlich gesteuert fein wird, wird auch keine Ruhe eintreten. Eine Grundentlastung,
Da lag das schöne Weib an seiner Brust, wie nne Feuerwelle stieg in ihm die Leidenschaft empor, alle feine Sinne gerieten in eine» fieberhafte» Tumult, jedoch der leise Ruf .Mama!' aus der Ecke des Zimmers dämpfte wie eine Zauberformel sofort die wilderregten Gefühle. Melanie hatte sich still auf einen Stuhl gesetzt »nd durch keinen Laut sich bemerkbar gemacht. DaS kleine, hübsche kränkliche Mädchen konnte ihre Mutter ganz genau und hatte ihre Launen schon hinlänglich studiert, da eS von diesen Launen in vielen Fällen abhing, was sie durfte und nicht durfte. In einer Laune, wie der heutigen, war es immer daS Beste, nm keine Vorwürfe zu bekommen, fich so ruhig wie möglich zu verhalle». Am liebste» war es dem Kinde, wenn es die Erlaubnis erhielt, sich ganz a»S ihrer Nähe zu entfernen. In diesem Augenblick erfaßte fie aber doch der Schreck, ihrer Mama könne etwas zugestoßen fein, weshalb sie eS wagte, leise ihre» Namen zu rufe».
Ei» Nachhall der fich plötzlich aufbäumenben Empfindungen war aber doch in Waldemar zurückgeblieben und dieses Nachempfiudeu ließ ihn die ritterliche» Worte sprechen:
.Gnädige Fra», verfügen Sie über mich, ich bin bereit, alles für Sie zu thun, anch Sie — zu räche».'
Gabrieles Bewußtsein war nicht vollständig ge- chwuudeu, fie hatte de» Sin» verstanden und hob langsam die Lider. Es war ein Blick des Dankes der ihn traf. Für wenige Sekunde» schlosse» sich »och einmal ihre Auge», dann schlug fie dieselbe» voll auf, fie ttchitte fich in seinen Arme» empor »nd sagte mit leiser Stimme: .Führe» Sie mich zu jenem Sessel.'
Als fie fich darin niedergelassen hatte, sprach fie noch matt und angegriffen: .Ich habe Ihnen viel I« sage»! — Melanie,' fuhr fie schon etwas kräftiger ort, .gehe einen Augenblick in das Nebenzimmer, ich werde Dich rufen, wenn wir gehen wollen. Sie erlaube» es doch, Herr v. Flammiug?'
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Deutsches Reich.
Berlin, 23. Aug. Das Befinden des Kaisers ist gut. Der Kaiser empfing auf Schloß Babelsberg den Vortrag des Oberhof- und Hausmarschalls Grafen Perponcher und des Chefs des Militärkabinetts Generals von Albedyll. Zum Diner sind der General der Infanterie von Strubberg und der Preußische Gesandte von Schlözer geladen. — Wie die „Post" erfährt, hat Dr. Mackenzie in einem an die Kronprinzessin gerichteten Schreiben vom 18. d. M. derselben auf Grund der neuesten Untersuchungen die feste Ueberzeugung von der völligen Gutartigkeit des Halsleidens des Kronprinzen ausgesprochen und dabei versichert, daß, soweit menschliches Ermessen reiche, dessen gänzliche Widerherstellung in absehbarer Zeit mit Sicherheit zu erwarten sei. — Prinz Heinrich hat an den Rektor der Kieler Universität, Prof. Dr. Heuser, in Anlaß des Todes des Herrn Professor A. Pansch das folgende Schreiben gerichtet: „Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, der Universität auszu- fprechen, lote ich mit warmer Teilnahme von dem Verluste Kenntnis erhalten habe, der unsere Hochschule durch das jähe Hinscheiden deS Professor Pansch betroffen hat. Der kühne Sinn, der den verewigten im Dienst der Forschung einstens in arktische Zonen führte, hat daheim einem Leben ein frühes Ziel gesetzt, dessen Wert für die Wissenschaft, für Staat und Familie ich stets gern erkannt habe. In diesem Sinne möchte ich der Chriftiania Albertina meine roarme Teilnahme am heutigen Tage kundgeben und bitte ich Ew. Magnificenz, Vorstehendes den Herren Dozenten und Studierenden zur Kenntnis gefälligst bringen zu wollen." — Zu dem Projekte der Aktiengesellschaft für Spiritusverwertung äußert die „Deutsche volkswirtschaftliche Korrespondenz": „Die Spirituskoalition ist weder undurchführbar, noch braucht sie zum Verderben auszuschlagen. Handelt es sich um Erörterungen von der Art, ob, vorbehaltlich aller
.Sie habe» hier nur zu befehlen, gnädige Frau Komm, mein Kind, sagte er da»», ergriff die Ha»d der Kleinen und geleitete dieselbe in sein Schlafgemach, Melanie folgte ihm willig und war froh, aus der Nähe der Mama z» kommen.
.Schließen Sie die Thür, Flammiug,' rief ihm Frau v. Sonns zu, .was ich Ihne» zu sagen habe, darf kein Kinderohr hören.'
Nachdem Waldemar dem Befehl nachgekommen war, sagte Gabriele, während fich ihre Stimme und zugleich ihr Körper immer mehr kräftigte: .Bitte, setzen Sie fich, unsere Beratung könnte etwas lange wahre».'
Flamming rollte einen zwttien Seflel bis nn- mtttelbar an den ihrige» heran und ließ sich darauf nieder, mit Spaonnng dem entgegenfehend, was das herrliche Weib ihm mitguteilen haben würde.
Gabttele fuhr fett: -
»Daß ich, eine Dame, den gewagten Schritt unternommen, einem jungen, ledigen Herrn auf feinem 3immer einen Besuch abzustatteu, kann nur einen chverwiegenden Grund haben. Um die übliche Nachrede zu verhindern, ihre schärfsten Waffen zu ge- »rauchen, nahm ich meine Tochter mit. Es steht aber
mich etwas Höheres auf dem Spiel, als mein Staf. Was Sie noch nicht wissen, Herr v. Flamming ist der Umstand, daß mein Onkel, der Baron von Rankendorf, kurz vor feinem Ende mit Hülfe unsere» Mullers ein zweites Testament zu Gunsten seiner Tochter gemacht hat, der Frau Professor v. Becker, »ie, Gott weiß weshalb, unter dem Namen Frau Johannes hier in dieser Villa wohnt.'
. »Wie?' rief Waldemar mtt lauter Stimme, .so wurde Hans von Bela auch noch Besitzer von Hellen- liorn?'
»Die Rechnung stimmt.'
$r wollte hinzufügen: „Und Sie find arm, bettel- arm! Er sprach es aber nicht. Diese Schluß, olgerung betäubte ihn für einen Augenblick. Mtt dem Rttchtnm der Fran von,SonnS sank seine letzte
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Feiertagen. — Quartal-AdonnementS-Preis bei der Expedition 2*/4 Mk., bei den Postämter 3 Mk 50 Pfg. (exkl.
Ä'8,Uc Donnerstag, 25. August 1887.