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Marburg, Freitag, 12. August 1887.

XXII. Jahrgang

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Illustriertes Soiintagsblatt.

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4-7,.' erhielt Vize-Admiral Hewett, einer der besten englt=

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schen Admirale. Er erhielt sieben starke Panzerschiffe

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IGO1/« . Zu seiner Freude bemerkte Roderich Barlandt, 1024 der Doktor Blinker, als es zu Tisch gehen sollte, : R mit seinem kräftigen Körper durch die dicht ge- ^"8t stehenden Herren mit Gewalt Bahn brach, «7 <?cr ®rfte Friederike zu sein und ihr den Arm

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und drei Torpedoboote. Das Angriffsgeschwader be­fehligte der Kontre-Admiral Freemantle, der sieben Panzerschiffe ohne Torpedoboote erhielt. Die Ver- tcidigungsflotte stand außerdem in Verbindung mit

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bieten. So erwartete man doch nicht mehr von 'M, daß er es thun würde. Er hatte auch keine M, eine andere Dame zu engagieren, und blieb mit W anderen Herren zurück, die fich an das untere «»de der Tafel setzten. Unter diesen Fünf waren sret Teutonen, die fich Vornahmen, eine sogenannte »scharfe Ecke* zu bilden, und sehr fleißig andern «»en .Ganzen" vorkameu. Es wurde lustig gezecht, so wenig Lust Roderich im Anfang dazu ver- Wste, so konnte er sich dem nicht entziehen, und bald mblte er, wie der genossene Wein seine düstere vriwmuug ganz bedeutend verbesserte. Inzwischen ward um zwölf Uhr die Tafel aufgehoben, man räumte Tische Mrd Stühle ans dem Speisesaale und der Tanz begann. ^Die ersten drei Tänze waren vorüber, als Frie- mnke Roderich ein Glas Bowle präsentierte und dabei

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatleS, sowie d.Annvncen-Bureaux von Haasensteiu undVogler in Frankfurt a. M-, Cassel, Magdeburg und Wienp Rudolf Messe in Frankfurt a. SR., Berlin,München und Köln; G- L. Daube und Co. in Frankfurt a. 3R., Berlin, Hannover u. Paris.

nonen- und Torpedoboote. Beide Admirale hatten völlige Freiheit in Bezug auf ihre Operation und

Süden. Abends gegen 9 Uhr bemerkte eines der Schiffe 5 große Panzer, welche auf dem Wege nach Plymouth begriffen schienen. Das war das erste sichtbare Zeichen, welches Freemantle von seinen Gegnern bekam. Er faßte nun den Enffchluß, dön Hafen von Dover zu forcieren. Die Fahrt wurde unverzüglich angetreten und die ganze Nacht hindurch fortgesetzt. Da stieß man im Morgennebel auf ein zweites feindliches Schiff, welches sofort kehrt machte, um dem Admiral Gewett die Nachricht vom Plaue seines Gegners zu bringen. Freemantle sandte ein Schiff zur Verfolgung ab, welches den feindlichen Panzer zur Flucht in den Hafen von Portland nötigte. Obgleich in Ungewißheit, ob das Vertei­digungsgeschwader nicht etwa durch Signale benach­richtigt sei, nahm Freemantle seinen Plan nunmehr mit vollem Eifer wieder auf, indem er diesen noch erweiterte und zu versuchen beschloß, in die Themse- Mündung einzudringcn und damit London selbst zu bedrohen.

Um, 11 Uhr abends wurde die Fahrt angetteten. Ohne größere Schwierigkeiten erreichte man um Mitternacht die engste Stelle des Kanals zwischen Southforeland und Kap Geisnez, wo es zu einem Zusammenstoß kam! Mehrere Torpedoboote eröffneten ein heftiges Feuer auf das Angriffsgeschwader. Sie waren aber zu weit entfernt, um gefährlich werden zu können und das Geschwader konnte an der Weiter­fahrt nicht gehindert werden. Drei weitere Stunden blieb dasselbe unbelästigt. Um ein Viertel auf vier Uhr jedoch, kurz vor Anbruch der Morgendämmerung, machten zwei Torpedoboote, von deren Anwesenheit, die Angreifer keine Idee hatten, einen plötzlichen An­griff auf die Flotte; von allen Seiten mit einem mörderischen Feuer begrüßt, mußten sich dieselben aber zurückziehen. Als jedoch der Pulverdampf ver­flog, zeigte sich plötzlich östlich eine lange Reihe von feindlichen Kriegsschiffen, darunter auch zwei Turm­schiffe. Sofort wurde das Signal zum Angriff ge­geben und von beiden Seiten wurde beinahe gleich­zeitig ein heftiges Geschützfeuer eröffnet, das eine Viertelstunde lang in der furchtbarsten Weise wütete. Der Kanonendonner, sowie das knatternde Feuer der Mitrailleusen, weckte die Bewohner der Uferorte, die zu Tausenden herbeieilten, um dem großartigen Schau­spiel beizuwohnen.

Die Streitmacht der Küstenverteidiger bestand aus den beiden erwähnten Tur.nschiffen und sechs bis acht Kanonenbooten. Gegen die mächtigen Panzer­schiffen konnten die letzteren natürlich nicht aufkommen und um 4 Uhr waren die Verteidiger kampfunfähig. Freemantles Sieg war vollkommen. Es war ihm gelungen, dem Geschwader Admiral Hewetts auszu­weichen, die Flotille, welche sich mit ihm eingelassen, zu zerstören, und der weitere Weg war frei. Morgens um 7 Uhr warf die Angriffsflotte in der Themse­mündung Anker und schnitt London vom Verkehr

Große Manöver

der englischen Flotte haben in voriger Woche im Kanal stattgefunden, deren Zweck es war, festzustellen, in \ wie weit England gegen den Angriff einer feindlichen Flotte geschützt sei. Das Resultat war ein gänzlich unerwartetes. Bisher stand es allen echten Briten mumstößlich fest, daß jeder direkte Angriff auf Albions Küste machtlos abprallen muffe. Die Manöver haben nun ergeben, daß es für einen energischen Feind recht gut möglich ist, sich der wichtigen Häfen der engli­schen Südküste und selbst Londons zu bemächtigen. Die englische Küstenverteidigung genügt mithin zur Zeit nicht. Obgleich der Krieg nur Scheinkrieg war, so war er einem wirklichen Seekriege so ähnlich und wurde unter Bedingungen ausgeführt, die so ganz einer ernsten Wirklichkeit entsprechen, daß er auch im Auslande das größte Interesse Hervorrufen muß.

Die Instruktionen, welche die Befehlshaber der Angriffs- und Verteidlgungsflotte für das Manöver erhielten, waren die folgenden: Die große Panzer- flotte erhielt Befehl, sich in zwei Teile zu teilen. Den Befehl über das Küstenverteidigungsgeschwader

Unter einem Dache.

Roman von Karl Hartmann-Plön.

(Fortsetzung.)

brach, war man bereits in die nächste Nähe der Stadt i Mgekommen, alle Lichter wurden gelöscht. Ein Panzer f der Berteidigungsflotte zog wenige Seemeilen entfernt "vorüber, bemerkte aber nichts. In der Frühe des nächsten Morgens lief dann das Geschwader mit bollern Dampf in den Hafen em. Die Stadt mit ihren Batterien und Kanonenbooten war ohne jeden Schwertstreich gefallen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß im Ernstfälle eine Landung vollständig geglückt Wäre.

Mittags dampfte das Geschwader wieder ab nach

keins der beiden Geschwader wußte, wo das'andere stand. Admiral Freemantle beschloß zunächst einen Angriff auf die Stadt Falmouth, im Süden von Cornwall. DieCurlew", sein schnellstes Schiff, war bereits, um sich unerkannt dem Feinde nähern zu können, durch eine geschickte Maskerade äußerlich

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Nachdruck verboten.

Es war gut, daß Frau Ruukel nicht hörte, was einige von der alten Garde ihrer Nachbarinuen über die aufgeblasene Mutter und den mageren Fisch, den sie gefangen, in die Ohren flüsterten, es hätte doch bstlleicht ihre heitere Laune getrübt. Sie hörte es aber nicht und nahm alle Glückwünsche und Lobes­erhebungen für baare Münze.

Nach diesem feierlichen Akt wurde Thee und eine Menge vorzüglichen Backwerks herumgereicht. Zu Sleicher Zeit wurde im Nebenzimmer ein kleines Buffet «öffnet, auf dem ein Faß Bier und verschiedene Sotten Wein standen, wohin denn auch die Herren, Mwentlich die jüngeren, schon vor dem Essen häufige Wanderungen unternahmen. Um zehn Uhr ging man M Tisch.

mit dem Meere ab. Damit ist bewiesen, daß ein IUnterricht nicht vernachlässigt werde. Es sei ost vor- Küstenangriff durchaus nicht erfolglos zu bleiben gekommen, daß Präparanden keine ausreichende musi- braucht, und die englische Admiralität wird gut thun, kalische Vorbildung in das Seminar bringen. Der die Lehren aus diesem hochinteressanten Manöver zu Minister empfiehlt daher, bei der Revision der Prä- ö'ehen. I paranden - Anstalten ein besonderes Augenmerk auch

I auf die Pflege von Gesang, Geigen- und Orgelspiel Deutsches Reich. Izu lenken, um den Seminaren einen genügend vor-

Berliu, 10. Aug. Eine Privatmeldung der gebildeten Nachwuchs zu sichern. Durch die Auf-

Kreuz-Zig." aus Gastein berichtet von einem kleinen nahmeprüfungs-Ordnung vom 15. Oktober 1872 sei

Unfall, der den Kaiser gestern getroffen und mehr- zwar ebenso wie vorher durch das Regulativ vom fache Aenderungen des Tagesprogramms, so das 2. Oktober 1854 und der infolge desselben erlassenen

Unterbleiben des letzten Bades und verschiedener Ab- Verfügungen gestattet, Zöglinge in das Seminar auf-

schiedsbesuche veranlaßt hat. Dem Kaiser entfiel zunehmen, welche überhaupt noch keinen Orgelunter- nämlich während des Lesens von Korrespondenzen ein richt genossen haben, unter Umständen sogar aus- Brief; er bückte sich rasch, um das Schriftstück auf- nahrnsweise solche, welchen musikalische Anlagen fehlen, zuheben, stieß aber an die Kante des Schreibtisches Mit Rücksicht darauf, daß noch nicht die Hälfte der

so heftig an, daß er sich eine leichte Quetschung in evangelischen Lehrerstellen mit Kantoren- oder Or­

der Hüftegegend zuzog und mehrere Minuten hin- ganistenamt verbunden ist, könne von dieser Aus- durch Schmerzen verspürte, abends war der Kaiser nahmebestimmung auch fernerhin nicht Abstand ge-

wieder wohl. Der preußische .Gesandte beim nommen werden. Aber auch den musikalisch unge-

Vatikan, Herr von Schlözer, ist gestern aus Varzin übten Zöglingen gegenüber bleibe es die Aufgabe des zurückgekehrt. Ueber die Ankunft des Fürsten Seminars, die schlummernden Kräfte zu wecken und Bismarck in Berlin verlautet auch heute noch nichts die unzureichenden zu stärken. Außerdem sei es sicheres. Die Nachricht von der nun wirklich er- selbstverständlich, daß von zwei sonst gleichbefähigten folgten Abreise des Prinzen von Koburg nach Bul-1 Aspiranten der musikalisch begabte den Vorzug hat, garien wird von sämtlichen hiesigen Blättern sehr wenn es nicht angeht, beide aufzunehmen, und daß ruh'g und kühl besprochen. Die politische Tragweite wirklich unmusikalische Aspiranten nur Aufnahme dieses Schrittes wird nicht mehr überschätzt, seitdem finden können, wenn es sonst nicht möglich ist, 4 die es keinem Zweifel mehr unterliegt, daß der Prinz etatsmäßigen Stellen sämtlich mit vorschriftsmäßig lediglich auf eigene Faust ohne die Ermunterung einer ausgebildeten Aspiranten zu besetzen. Bei dem Unter« der Großmächte und auch gegen den Willen des richte ist in erster Linie darauf zu achten, daß die Chefs seines Hauses das bulgarische Abenteuer unter- Lehrer in ihren Schulklassen Gesang leiten und lehren nimmt. Es zirkuliert hier die aus glaubwürdiger sollen. Es muß daher darauf gehalten werden, daß Quelle stammende Erzählung, daß eine sehr bekannte jeder Zögling eine bestimmte Anzahl von Chorälen politische Persönlichkeit vor kurzem in einem Privat-1 und Volksliedern auf der Geige spielen und frei

gespräche die bevorstehende Reise des Prinzen nach singen kann. Dementsprechend ist auch für das

Bulgarien mit einem zeitgemäßen Scherzwort als I Orgelspiel das Ziel die sichere Einübung einer ge-

groben Unfug bezeichnet habe. DieNat.-Ztg." | nügenben Zahl von Chorälen, damit der angehende

hat nicht Unrecht, wenn sie meint, die Spannung I Lehrer, wenn ihm die Leitung des Gottesdienstes in aller Welt sei mehr darauf gerichtet, wie der Prinz der Gemeinde übertragen wird, dieselbe ein einfacher wieder aus Bulgarien herauskommen werde, als und würdiger Weise ausführen kann. Erst wenn wie er hineinkommt. Betreffs der musikalischen diese Ziele erreicht worden sind, oder wenn wenig- Ausbildung der Volksschullehrer nimmt ein neuerer I stens ihre Erreichung sicher gestellt ist, können Weiter- Erlaß des Kuttusministers an die Provinzial-Schul- gehende ins Auge gefaßt werden. Niemals aber darf kollegien Veranlassung, von neuem die hohe Beden- die Pflege des Notwendigen im Interesse sogenannter tuug derselben zu betonen. Der Minister erkennt künstlerischer Leistungen zurückgestellt werden. an, daß sich in Bezug auf die Pflege des Volks-1 Betreffs des deutsch-spanischen Spritve^kehrs wird der und Kirchengesanges in den letzten Jahrzehnten einHamb. Börsenhalle" von ihrem Madrider Kor- stetiger Fortschritt gezeigt hat und daß hieran Seminar respondenten geschrieben:Wie ich von der kompe- und Volksschule ein wesentliches Verdienst haben. I tenteften Seite erfahre, wird hier von den leitenden Trotzdem fei noch ein weiter Weg zurückzulegen, bis Kreisen nichts geplant ober unternommen werben, das Ziel erreicht werben könne, welches sowohl beim I was irgenwie gegen ben Inhalt ober auch nur gegen Gesang, wie beim Orgelspiel überhaupt nur erreichbar ben Geist des spanisch-deutschen Handelsvertrages ver­seh wenn die Lehrerbildung von vornherein auf das- stieße. Man wird somit der weiteren Einfichr des selbe gerichtet werde. Die Aufsichtsbehörden werden deutschen Sprits keine Hindernisse bereiten, sondern demgemäß aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, daß sich mit der amtlichen Untersuchung der Qualität auch bei der Präparandenbildung der musikalische begnügen. Dagegen hat die spanische Regierung,

m und ' gegen

einer großen Zahl der an der Küste postierten Kw

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md f

Ervedition Markt 21. Redaktion, Druck und Berlaq von Joh. Ang. Koch.

leise zu ihm sagte: »Tanzen Sie, bitte, den nächsten Tanz mit mir, ich habe Ihnen etwas sehr Wichtiges zu sagen." I

»Mit Vergnügen," erwiderte Roderich, der bei diesen Worten bis ins Innerste erschrak: wenn sie in einer Tanzpause ihn in eine Ecke zöge und ihm in unzweideutiger Weise das Geständnis ihrer Liebe machte? Sie war dazu im Stande. Er schauderte bei dem Gedanken. Was sollte er ihr daraus er­widern, wie sich dabei verhalten; wäre es nicht das Belte, jetzt ein Unwohlsein auszufinnen, auf sein Zimmer zu flieheu und dort fich einzuschließen? Doch nein, eine Flucht war immer etwas Unwürdiges; mochte daraus entstehen, was das wollte; so sehr es ihm widerstrebte, irgend einem Menschen etwas Un­angenehmes zu sagen, so war in diesem Falle rück­sichtslose Offenheit das einzig Richtige.

Der Tanz begann. Mit etwas Herzklopfen näherte Roderich fich Friederike und machte seine Verbeugung. Die Paare stellten sich hinter einander auf.

»Wenn Sie eine Tour mit mir getanzt haben," lästerte sie ihm zu, »so werde ich laut über Durst klagen und Hinausgehen, um ein Glas Wasser zu trinken. Einige Minuten später verlassen auch Sie langsam den Saal. 2$e ganze Gesellschaft drängt ich in den Hinteren Zimmern, die vorderen find leer, m Zimmer meiner Mama werden wir ungestört sein, olgen Sie mir dorthin! Sie werden doch kommen?"

»Ich werde dem Befehl gehorchen," erwiderte Ro­derich etwas beklommen.

Nachdem er zweimal mit seiner Dame herum­getanzt hatte, entfernte sich Friederike in der vo her angekündigten Weise, und mit einem unangenehmen, peinlichen Gefühl folgte Roderich ihr nach kurzer Zeit.

DaS Boudoir war durch eine rote Ampel nur chwach erleuchtet; Friederike hatte die Port äeen zu- ammengezogen und erwartete Barlandt sichtlich er­regt. Als er ein trat, ging sie ihm lebhaft entgegen, ergriff seine Hand und zog ihn neben sich auf einen Sessel nieder. Aber wie erffannte er, als sich seine

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Befürchtungen als durchaus grundlos erwiesen. Frie- »Sie haben mir also etwas zu sagen, Herr Bar- d-rike gestand ihm allerdings errötend, daß sie früher I lanbt ? Doch lassen Sie daS nur, ich habe alles eine gewisse Neigung für ihn zu empfinden geglaubt k gehört'

habe, daß ste aber, nachdem sie sich über den eigen!« I »Liebe Frau Runkel"

licheu Zustand ihres H-rzens klar geworden, fich so-1 »Sagen Sie gar nichts erst, Friederike wird Ihnen eben mtt dem Doktor Emil Blinker verlobt habe. I schon gesagt haben, wie ich darüber denke."

Nachdem Roderich ihr in herilichster Weise gra-1 »34 bity Sie, Fran Runkel, hören Sie mich

tuliert, bat sie ihn, daß er ihrer Mutter es Mitteilen I >ubor." , möge, mit wem fie sich verlobt, sie getraue es fickt, »3st ja gar nicht nötig, ich bin glücklich, daß es nicht, es ihr selbst zu sagen, denn ihre Mutter, die l so wett ist. Erlauben Sie mir, daß ich mich bei ihre frühere Neigung kenne, würde ihr eine große 13hnen etwas niedersetze."

Strafpredigt über ihren Wankelmut halten, zudem Frau Runkel setzte fich neben Roderich auf einen wäre es auch deren lebhafter Wunsch, daß Roderich I Sessel und fuhr fort:Wir können nachher weiter ihr Schwiegersohn werde. I darüber sprechen, und an meinem Segen soll es nicht

Barlandt versprach ihr. diese Bitte in erfüllen feHen' ~ vorher habe ich Ihnen noch etwas anderes und in dem Augenblick, als sie den von Friederike I °ber"rn^'ne Rnb/'wieder^ Ma h vorgeschlagenenewigen Freundschaftsbund" durch I Ruhe wieder, bis ich das unselige Ding

einen Handschlag besiegelten, teilten fich die Portieren £toad)C unb Frau Runkel erschien auf der Schwelle des I ;? "n, ^-^.^^hee zum

Boudoirs. Sie hatte anfangs das Verschwinden ihrer I ®tnn *.$

Tochter und Roderichs gar nicht bemerkt, erst später I a ^lbst

iel ihr auf, daß Beide fehlten «den schwarzen Kasten gestohlen hatte! Oh, Sie

s-,, a T \ . . . Iglauben nicht, wie ich mich nach dem heutigen abend

Sollte das etwas zu bedeuten haben?" dachte I aesebut habe ich wuäte ia haft ,a ituiirfu*« Ashnwt

ffe. »Friederike hat mir aber gar keinen Wink ge- Ld Friedettke losgAn Lde % W ® 0e rein. o u u. * i c . k _ IWenn Sie mich doch einen Augenblick hören wartete ste noch, dann ging ste I möchten, liebe Frau Runkel.

§ d» such'und langte gerade in dem AugenblickGleich, gleich, lieber Roderich - jetzt darf ich b',' d-u s° auffällig dicht zusammengezogenen Por- Sie ja so neunen - lassen Sie mich erst ausreden! ' als Roderich die Worte ausrief:Für Sie gehören jetzt zu unserer Familie, ich brauche kein hltlrfl hip h», /UnrSlnan .... .(... I v. . . ü NlUUd JU ^0111611, UUb wenn ich über

®a,r?lnen und s°h nun ihre Runkel was sage, so bleibt es unter uns. Ja, ja, Tochter Hand in Hand mit dem jungen Manne. I meine Schwiegersöhne sollen mir beistehen, ihn wieder »Was sehen meine Augen!" kam es wie trium. lauf den rechten Weg zu führen er macht Geschäfte, chiereud über ihre Lippen. »Ist es benn wahr, I die mir nicht gefallen und wenn er noch soviel täusche ich mich nicht, daß* I bei dem schwarzen Kasten verdient, so darf mir dies

Friederike sprang auf, sagte halblaut zu ihrer I Sündengeld nicht ins Haus kommen. Der selige butter:Mama, Herr Barlandt hat Dir etwas zu I Baron von Rankendorf würde sich ja im Grabe um, agen," und war gleich darauf aus dem Zimmer ver-1 drehen, wenn sein letztes Testament nicht an seine chwunden. | rechtmäßige Tochter gelangte, er könnte eines nachts

tr'äeüit täglich außer an Lritaßen nach Sonn- und Vertagen. Quartal- AnnementS-PreiSbeider refbition 21/, Mk., bei Postämter 2 KL 50 fej. (epi. Bestellgeld). Uertionsgebühr für die Apsltene Zeile 10 Pfg, Namen für die Zeile 25 Pfg.

rachen. nwelr. Zeitung etteunb leiten, ch zwei rn. Pr. ährlich ) =75 hrlich

chhaxid- ® einen Handelsdampfer verwandelt. Das Gleiche geschah nun mit einem zweiten Schiff, demAncher."

z uni Hierauf wurde eiu Offizier, Mr. Wollest, in Zivil- ebition, fleidung nach Falmouth gesandt, um allerlei falsche ,'_23; Nachrichten über die Angriffsflotte auszusprengen, was P3102 ihm vorzüglich gelang. Um den Feind noch mehr

zu täuschen, zog Admiral Freemantle auch sein Admiral- -fra schiff in den Kreis der Maskerade. Mit vollem Damp: I. -9 ging es dann auf Falmouth zu. Als der Abend ein­

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