Einzelbild herunterladen
 

' I Kr. 183.

i rühm-

Marburg- Sonntag- 7. August 1887.

XXII. Jahrgang.

WerheUche Aitililg

Illustriertes Sonntagsblatt.

lung

an,

n Mk.

s steh!

für ganz Europa bedeutungsvolle Freundschaft aufs

re 4.

Unter einem Dache.

[4226

ita.

107 100*/, 109»/i 1051/« 99'/.

82'/| 961/, iG4

erstraße Ott ge- :othea [4277

Schutz- Diefelbt Hand- [4272

d ohne aulkorb Belohn. [4278

: ganzen ' ich allen f

urg, ».

i. e,u

,20 an, kk. 3 an, r. Dtzd.

neue zu dokumentieren. In Gastein wird nichts Be­sonderes beraten, was in der Folge seine Ausführung Mden soll; von dort erglänzt nur der seltene Edel­stem der treuen Kaiserfteundschaft, deren einziges Ziel die Erhaltung des Friedens Europas ist. lieber einzelne Detailfragen werden sich dann die beiden leitenden Minister noch im Laufe dieses Monats in Kissingen aussprechen, aber auch sie werden der Arbeit nicht allzuviel haben, denn bei alten Freunden brauchts nicht vieler und umständlicher Worte. Kaiser Wilhelm kann den österreichischen Herrscher auch in diesem

sind geblieben und erfahren alljährlich eine neue Be­kräftigung. So auch jetzt wieder, wo Kaiser Franz Joseph von Oesterreich zur Begrüßung seines hohen Verbündeten nach Gastein gekommen ist, um die alte,

Laufe des Gesprächs gänzlich verlor. Gabriele war zuletzt ganz heiter und glaubte auch Ursache dazu zu haben, da Hans teilnehmend, freundlich, und fast so herzlich, tote früher schien. Sie besprach mit ihm die Leicheufeierltchkeiteu, beriet mit ihm, welche Ein­ladungen fie ergehen lassen muffe, und richtete ver­schiedene Fragen au ihn. Einige konnte er ihr be­antworten, andere lagen ihm zu fern, und in Bezug auf diese riet er ihr, sich an ihren Rechtsanwalt in Schleswig zu wenden. Gabriele war in diesem Augen­blick so freudig gestimmt, wie seit langer Zeit nicht mehr. Sie war zu der Ueberzeuguug gelaugt, daß Herr von Flammiug, der bei den sich mehrenden Be­uchen auf Bellevue seine Ausfälle gegen Hans fort« -tzte und zwar in verschärfter Weise, von Eifersucht verleitet, ihr Dinge erzählt habe, die entweder rein erfunden oder doch sehr übertrieben seien. Rechnete man den Zusatz ab, so blieb ein Rückstand, der keine Bedeutung mehr hatte.

Tie hochgradige Auftegung, die sie am Morgen und am Mittag gefühlt, hatte sich gelegt.und einem behaglichen Gefühl Platz gemacht, wie mau es nach einer überstandenen Gefahr und wenn man etwas, was einem lästig und zuwider geworded, für immer öS geworden ist, empfindet. Und wie nahe war sie >em fürchterlichen Elend gewesen, eine arme Frau zu werden, die von der Gnade anderer hätte leben müssen! Nein, diese Demütigung hätte fie nickt ertragen, da wäre fie lieber freiwillig in den Tod gegangen. Ferner hatte fie energisch durchgegriffeu und einen tief unter ihr stehenden Mann aus ihrer Nähe Der« >annt, den fie, durch die Laugeweile dazu getrieben, wie ihresgleichen behandelt hatte, der ihr jetzt um so unangenehmer geworden, als sie Reue und Gewissens­bisse empfand, sich so weit erniedrigt zu haben, sich von ihm den Hof machen zu laffeu.

Daß Hans heute so freundlich war, hatte feine »esondere Ursache, er fühlte sich innerlich so glücklich, > er niemanden eine unangenehme Minute hätte bereiten können, eben so wenig der Frau, für die er

immerhin früher eine Art Zuneigung empfunden hatte. Hütete er sich auch, einen gewissen Ton anzuschlagen, wie er es vordem wohl gethau, so wurde doch die Unterhaltung geführt, wie sie zwischen guten Freunden statt zu finden pflegt.

Seine glückliche Stimmung batteite seit heute Nach­mittag, wo er im Garten der Villa eine ganze Stunde mit Frau Johannes und ihren Töchtern zusammen­gewesen war. Es hatte sich rasch ein vertraulicher licher Ton zwischen ihnen gebildet, und als er fie verließ, schied er mit der Hoffnung, daß eS ihm wohl gelingen könne, Annas Herz zu gewinnen, denn der Blick, womit fie ihn entlassen, hatte sein ganzes Innere in Aufruhr gebracht.

Greifen wir einige Stunden zurück und begleiten ihn bei diesem ihn so freudig stimmenden Besnch. 5r hatte bei seinem Vetter Wesselbach, der sich das stittagSessen auS einer Restauration kommen ließ, diniert, nach dem Essen hatte der Alte sich nieder­gelegt, um ein wenig, wie er eS immer zu thun pflegte, zu schlummern. Nach dem Schläfchen wollten sie eine Segeltour machen. Hans hatte, um den Vetter so viel wie möglich aus erster Hand die Seelust genießen zu lasten, ein Boot für mehrere Wochen gemietet, welches bereits an einer Kette am Ufer lag. Abends wollte er ihm wieder Gesellschaft leisten.

Es war sehr natürlich, daß nachdem HanS, als Wesselbach sich zur Ruhe gelegt, in den Garten gegangen und sein Erscheinen zu dieser Stunde ent- chuldigt sogleich die Rede auf den alten Vetter ich lenkte. Bela hatte den Damen erzählt, daß Jener alle feine Kinder verloren habe und jetzt allein in »er Welt dastände. Fran Johannes, von Mitleid »etoegt, fragte Hans, ob es dem Herrn v. Wesselbach, >a fie doch unter einem Dache wohnten, angenehm ein würde, wenn er ihnen denselben vorstelle, worauf »er Gefragte erwiderte, daß ihm gewiß nichts er­wünschter sein würde, als ihre Bekanntschast zn machen.

Als etwas später Hans die Bemerkung machte, daß fein Vetter grundsätzlich, weil er eS für schädlich

ilig, z»

>? sagt

Die Tage von Skierniewice, die Tage des Drei­kaiserbündnisses, sind vorüber, das letztere zerttümmert, aber die Tage von Gastein und der Zweikaiserbund

Tas weitere afghanische Gebiet, welches den Russen überlasten worden ist, bringt letztere bis auf acht deutsche Meilen vor Herat, giebt ihnen also die Stadt geradezu Preis. Wenn die englische Regierung wirklich glaubt, weiter würden die Russen nun nicht mehr vorgehen, so ist das doch furchtbar naiv. Wir wollen uns in fünf bis 6 Jahren wieder sprechen. Dann weht die russische Fahne ganz behaglich auf der Cidatelle von Herat, und John Bull steht draußen und wischt sich den Mund. Auch die Franzosen be­reiten den Rusten Aerger. Die Londoner Regierung hat in Paris abermals angefragt, wann die französi­schen Truppen denn nun endlich die widerrechtlich besetzten Neuen Hebriden-Inseln in der Südsee räumen würden. Darauf ist die Antwort gekommen, das habe gar keine Eile und Zeit bis zur Regelung der ägyptischen Angelegenheit. In Irland sind neue Ruhestörungen vorgekommen.

Aus Holland kommen böse Nachrichten über das Befinden des greifen Königs Wilhelm, der zugleich Großherzog von Luxemburg ist. Lebensgefährlich ist der Gesundheitszustand des Königs nun zwar gerade nicht, aber der Monarch ist von einer hochgradigen Schwäche befallen, die nicht gerade Günstiges be- dentet. Aus Afrika ist über das Schicksal Stanleys und seiner Expedition etwas Genaues immer noch nicht eingetroffen.

1

r billig, stellen, rren zu

<men europäischen Ruf besaß, freilich in sehr ver­schiedener Art und Weise. Dem großen Industriellen Krupp, welcher die deutsche Stahlindustrie auf der

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, sowie d.Annoncen-Bureaux von Haasensteiu undVogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin.München und Köln; G- L. Daube und Co. in Frankfurt a. 8R., Berlin, Hannover u. Paris.

ganzen Erde berühmt gemacht, haben sie eben erst den Hügel geschaufelt, da sank der hervorragendste iialienische Staatsmann der Gegenwart, der greife Ministerpräsident Depretis, ins Grab, in seinem Paterlande ein aufrichtiger Förderer der guten Be­ziehungen zu Oesterreich-Ungarn und zum Deutschen Reiche. Sein Begräbnis erfolgt auf Staatskosten. Depretis ist in einem südlichen Staatswesen auch in­sofern eine eigene Erscheinung, als er die Uneigen­nützigkeit selbst war, eine Eigenschaft, die in Italien gerade nicht besonders häufig zu tteffen ist. Der Dritte, welchen der Sensenmann traf, war einer der größten, vielleicht der größte Deutschfeind, welchen zur Zeit die Erde trägt, der Moskauer Geheimrat und Professor Michael Katkow, der seinen ganzen großen Einfluß auf den Kaiser Alexander III. nur zu dem Zwecke gebrauchte, um Rußland mehr und wehr in eine deutschfeindliche Politik hineinzutreiben. 3* der letzten Zeit ging der fanatische Vorkämpfer i des orthodoxen Russeutums dem Kaiser zu weit und erhielt einen scharfen Verweis, aber es sind genug Früchte seiner, für sein Vaterland selbst am unheil­vollsten gewesenen Thätigkeit geblieben, und es läßt sich auch noch nicht absehen, daß eine Aenderung ein« treten wird. Zu dem Rubelfeldzug hat die russische Finanzverwaltung zwar erklärt, sie denke nicht daran, ihre ausländischen Gläubiger irgendwie zu schädigen, aber bereits kommt die Ankündigung von neu bevor­stehenden Ausnahmemaßregeln gegen die Deutschen in Polen.

66'/. 77i/i 81 80*/.

94'/, 291

94 74'st 98'/.

lOl'/f

A

Jahre in frischer Rüstigkeit begrüßen, da ihm der Aufenthalt im Wildbad von Woche zu Woche bester bekommt und konnten daher beunruhigende Gerüchte auswärtiger Blätter auf das Bestimmteste dementiert werden. Nach den letzten Bestimmungen wird auch Prinz Wilhelm von Preußen der Begegnung bei­wohnen. Unter sehr großer Teilnahme beging der General der Infanterie Graf Blumenthal, einer der wenigen noch lebenden großen Heerführer aus dem letzten Kriege, sein sechszigjähriges Dienstjubiläum.

Prinz Ferdinand von Koburg hat sich ttotz allen Abratens von Seiten der Türkei nun doch entschlossen, ohne Zustimmung der Großmächte seinem getreuen bulgarischen Volke einen Besuch abznstatten. Der bulgarische Minister Natschewistch, welcher bei dem Prinzen in Wien eingetroffen ist, scheint ihn dazu bewogen zu haben. Ob der Prinz lange in Bul­garien bleibt, ist freilich eine andere Sache, die Reise bezweckt wohl hauptsächlich nur, nochmals eine Aus­söhnung mit Rußland nach Auflösung der National­versammlung und Entlastung der Regentschaft zu versuchen. Die Aussichten, daß der Zar seinen Sinn ändern wird, erscheinen indessen sehr gering. Ein etwas freundlicheres Bild zeigt sich in Belgrad. Die Königin Natalie bequemt sich zur Nachgiebigkeit und ist damit einverstanden, daß nun auch König Milan mit dem Kronprinzen eine Badereise macht. Im Lande sieht es wieder ruhig aus, und vielleicht kommt also alles doch noch wieder in Friede und Freund­schaft zusammen.

Für den nötigen Lärm haben in dieser Woche die Franzosen gesorgt. Den Anfang bildete eine fürchter­liche Prügelei zwischen Kommunisten, Anarchisten und Radikalen in einer Pariser politischen Versammlung, die alles übertroffen haben soll, was in den letzten Jahren in dieser Beziehung in Paris geleistet worden ist. Dann kam General Boulanger. Seine Staats- streichenthüllungen haben ihm nichts genützt, sondern eher noch geschadet, da er wieder mehr gelogen, als die Wahrheit gesagt hatte und da kam ihm eine heftige Rede gerade zur rechten Zeit, welche der frühere Ministerpräsident Ferry gegen ihn gehalten hatte. Und Herr Boulanger ergrimmte fürchterlich und forderte seinen Gegner auf Pistolen. Zum Knallen kommts aber nicht, da keiner der Herren ein Tröpfchen Blut vergießen möchte. Der Tod Katkows, des heftigen Deutschfeindes und enragierten Franzosen- freundes, hat in Paris natürlich Sensation hervor­gerufen. Sein Lob ist in allen Tonarten gesungen und Deputationen werden zum Leichenbegängnis nach Moskau gehen. Darunter wird auch derHans in allen Gassen, der Harlequin Tsrouläde sein, der ja schon vor Jahresfrist im Lande des Zaren feine Hetz­reden hielt.

Die englische Regierung hat, wie sich jetzt heraus­gestellt hat, bei der afghanischen Grenzregulierung einen kaum zu verantwortenden Stteich begangen.

Schädigung höchster Persönlichkeiten mit 25 Millionen Passiva eingestellt habe. Die Firma hat, wie die Staatsbürger-Zeitung" mitteilt, gegen alle Blätter, welche die Lügenberichte gedruckt haben, strafrechtliche Verfolgung beantragt. Es dürften die Prozesse recht interessant werden, da ausländische Blätter der ver­schiedensten Schattierungen, wie der PariserJn- tranfigeant", die MailänderLombardia", der vati­kanisch-offiziöseOsservatore Cattolicv", die italienisch- offieiöfeRifvrma" rc. den Berichten ihre Spalten geöff­net haben. Nachdem das Gesetz, betreffenb die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des Friedenszustandes vom 25. Juni 1868 durch Gesetz vom 21. vorigen Monats hinsichtlich der Aus­stattung der Offizier-Quartiere abgeändert, sowie in Bezug auf die Forderung von Unterkunft unter Dach und Fachenges Quartier" ergänzt worden ist, ist seitens des Ministers des Innern darauf aufmerksam gemacht worden, daß diese neuen Vorschriften auf die zu dem ersteren Gesetze ergangenen Ausführungsbe­stimmungen vom 31. Dezember 1868 keine Einwir­kung ausüben, da der in Bettacht kommende § 6 dieser Ausführungsbestimmungen bereits allgemein das Verfahren bei Inanspruchnahme von Quartieren für Kantonnements und Märsche bezw. für die Fälle regelt, wo Abweichungen von der Marschroute erfor­derlich werden. Die erwähnten Ausführungsbestim­mungen werden daher ohne jede Abänderung auf dieengen Quartiere" gleichmäßige Anwendung zu finden haben. Der Kriegsminister hat die Kom­mandobehörden in diesem Sinne verständigt und die­selben darauf aufmerksam gemacht, daß in den ge­gebenen Fällen die Quartierbillets, Quartierbescheini- gungen u. s. w. die Inanspruchnahme, bezw. stattge­habte Gewährung enger Quartiere" besonders ersichtlich zu machen haben. Auch in Ronsdorf in der Rheinprovinz hat sich der Koloradokäfer auf den Kartoffelstauden eines Gartens in der Breiten straße gefunden. Er tritt (laut der Rh.-Westf. Zig.") in großer Menge auf; es sollen sofort die nötigen Ver­nichtungsmaßregeln getroffen werden. Der Handel Deuffchlands mit Italien während des vergangenen Jahres bewertet sich, nach einem vom Statistischen Büreau in Rom veröffentlichten Ausweise, auf 129 Millionen Lire in Ausfuhr nach Italien, auf 108 Millionen in Einfuhr von dort.

Bonn, 5. Aug. Die Strafkammer des hiesigen König!. Landgerichts verurteilte heute den Freiherrn von Solemacher - Antweiler wegen Herausforderung des Freiherrn von Schorlemer zum Duell zu einer Woche Festungshaft.

Göttingen, 5. Aug. Gestern gab der Göttinger Konzert-Vereinzur Vorfeier des 150jährigen Jubi­läums der Georgia-Augusta" in der neuen städtischen Turnhalle unter Leitung des Herrn Professor Otto Freiberg ein Konzert mit folgendem Programm: .. Teil: 1. Reinecke, Festouvertüre, op. 105 : 2. Spohr

hielte, nie mehr nach Sonnenuntergang das Hans verließe, und von den immer länger toerbenben Abenbeu sprach, da sagte Georga:

»Wenn dem Herrn Vetter unsere Gesellschaft nicht unangenehm ist, da kann er ja recht häufig abends zu uns kommen. Ja, wie wäre e8, Herr v. Bela, wenn Sie ihn uns schon heute abend zufühtten und mit uns den Thee einnähmen? Für ein Glas Wein könnte auch gesorgt werden; ich setze voraus, daß Herr von Wesselbach sich in einem Badeorte keine Skrupel darüber macht, seine AutrtttSvifite zu so un­gewöhnlicher Stunde zu machen.*

«Gewiß nicht, mein Fräulein,* erwiderte HanS, «wenn er hoffen darf, daß er um diese Stunde will­kommen ist?*

Orga hatte, während fie das sagte, einen schel­mischen Seitenblick aus ihre Schwester geworfen, der n Worte übersetzt so viel bedeutete, alS: «Da hast Du auch ihu noch einmal.*

Frau Johannes, die über GeorgaS Naivetäten und elbständigeS Vorgehen schon ost den Kopf geschüttett md wieder gut zu machen suchte, wo nach ihrer ' Meinung die Form ein wenig verletzt war, sagte zu Haus:

«Ich bitte Sie, Herr v. Bela, die Aufforderuug 0 zu stellen, daß wir dem alten Herrn nicht auf- dringlich erscheinen.*

Wie wäre das möglich, gnädige Fra«, wo reine Güte und Freundlichkeit gegen einen allen Mann ob» wallen?*

Dem Vetter war eS anfänglich gar nicht sehr ge­nehm, weder die Bekanntschaft seiner Mitbewohnerinnen überhaupt zu machen, noch heute abend «ihnen ans die Bude zn rücken", wie er fich ausdrückte. Ms aber Bela dnrchblicken ließ, weshalb es ihm so sehr erwünscht sei, da war er sogleich dazu bereit. Zuletzt meinte er sogar, daß die Gesellschaft hübscher Mädchen mmerhiu auch noch das Herz eine» Greises er­freuen könne.

Deutsches Reich.

Berlin, 5. Aug. Eine Anzahl ausländischer Blätter hat während der letzten Tage beunruhigende Nachrichten über den Gesundheitszustand des Kaisers verbreitet. Auf Grund zuverlässiger Mitteilungen kann diesen Nachrichten mit Bestimmtheit entgegen­getreten werden. Der Kaiser befindet sich vortteff- lich, seine Kräfte haben seit seiner Abreise von Berlin beträchtlich zugenommen, und alles Gegenteilige, was in den Zeitungen gesagt worden, ist falsch und ent­behrt jeder, auch der geringfügigsten thatfächlisten Begründung. Die vom Kriegsministerium aus­geworfene Prämie von 5000 Mark für den besten Vorschlag zur Umänderung der Pattontaschen bis­herigen Modells in vordere Pattontaschen für Mann­schaften M/87 hat derPost" zufolge nicht zuer­kannt werden können, weil keiner der eingegangenen Vorschläge den Anforderungen völlig enssprach. In­dessen sind drei Vorschläge, welche in sich nahezu über« einstimmen, den Anforderungen am nächsten gekommen, und ist infolge dessen der obige Bettag unter die Einsender dieser Vorschläge: Theodor Stumpe in Frankfurt a. Q, H. Harbs iu Hamburg, C. Kuppe in Breslau gleichmäßig verteilt worden. Prozesse der Firma Krupp gegen Verläumdungen im Aus­land sind zu erwarten, da in Frankreich und Italien durch die Presse dieselbe schwer verläumdet worden. Die Angriffe gipfelten in der Nachricht, daß die Firma allit geworden wäre und ihre Zahlungen unter

102i'i 67*/,

Roman vo» Karl Hartmann-Plön.

(Fortsetzung.)

Nachdruck verboten.

Nur Geduld, Euch will ich die Suppe versalzen! «tb Dir, Peter Runkel, will ich einen Marsch blasen, 6 Du die Posaune» des jüngsten Gerichts zu hören glauben sollst. Aber nur keine Ueberstürzung, «mit er mir nicht vorher Skandal macht. So lange ö bte8 Ding da in seinem Schreibpult steht, bleibt er kuhig, und vor Sonntag kommt die Frau v. Sonus M wieder. Ehe er zu ihr geht, wird er sich das da wohl noch mal ansehen, und daun wird die Bombe platzen; vorher aber noch will anch ich meinen «orteil daraus ziehen.

Wenn Du Dich nicht besinnen kannst, mein lieber "Wei, fuhr fie fort, wo Du was von Weißenberg 7® einem Jrrenhansdirektor gehört hast, so kann ich «. Morgen schon kommt Blinkers Bruder, der Doktor, und Donnerstag sein Vater; Freitag abend V großes Verlobuugssest. Herr Barlaudt kommt U- Vielleicht kamt er Auskunft geben über die ittchrre Geliebte des Barons. Wenn ich mich durch 7 Vertrauen in sein Vertrauen schleiche, so kann «nnr von Nutzen sein. Er soll mir raten! Oh, "ttvkel, wärst Dn nicht der Vater von meinen Kinder, würde mich von Dir scheiden lassen. Ich gebe Wr doch noch nicht die Hoffnung auf, daß ich Dir moralischer mache, und kann ich es nicht allein, so

Laura'n ihre Geistlichkeit dabei helfen!*

Sie nahm den Schiebkasten unter den Arm, eilte * Treppe hinab, und nachdem fie das Komptoir MeS Mannes betreten, erschloß fie, wie vorhin, mit wem Nachschlüssel den Schreibtisch ihres Ehegatten W üeflte den falschen Kasten an dieselbe Stelle, 00n too fie vor zehn Minuten den echten genommen hatte. . Hans von Bela war der brieflichen Aufforderung °rr Frau von SounS gefolgt und hatte ihr gegen

einen Besuch gemacht. Sie hatte ihn mit iBiieBer Trauermiene empfangen, die sich aber im

Ische« jun.t

1! Wochenschau.

Die Sommerruhe hält zu allgemeiner Freude an, | 1 mir ben ernsten Schnitter, den Tod, hat sie nicht zu

I bannen vermocht. In kurzer Frist hat er drei be- 5aB ich - heulende Männer hinweggerissen, von denen jeder

r, in

** Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg imb Kirchhain ler Exved'tion Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. «och.

frfSeint täglich außer an ... Leckagen nach Sonn-und chentlich, Triagen. Quartal- billigem tzonnementS-Preis bei der ,ra *1 2 «i. «

[«65# &ÄÄ f &tene Zeile 10 «fg-, Ljamen für bie Zeile » 25 Pfg.