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Rr. 176

Marburg, Sonnabend, 30. Juli 1887.

XXII. Jahrgang

OberliMr jritung

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j Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

i ~ Erpwmon: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. »och.

Illustriertes Sountagsblatt.

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entgegen.

Der Wucher aus dem Lande.

Fall. DiePost" sagt gegenüber dem heutigen

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aber

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.ES rückt näher l« sprach Roderich leise, als er

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Dje Jahre waren allerdings fast, aber doch nicht ganz spurlos an dieser Fran vorübergegaugen. Bei genauerem Hinschauen konute man an den Anaen- wiukeln und auf der Stirn schwache Linien bemerken, die sich als Falteuanfäoge darstellten, sie waren aber auch die einzigen derartigen Merkmale, über alle« andern lag noch der Hauch der Jugend, die sich hier in wunderbarer Weise dauerhaft zeigte.

Diese vierzigjährige, noch so jugendlich hübsche Frau war Frau Jnuominata, die Mutter Roderich BarlaudtS.

[ Um die neunte Morgenstunde desselben Tages saß in einer Laube deS zur Jrrenaustalt Hornhetm ge- hongen Gartens eine anscheinend noch junge Frau den Kopf auf die Brust gesenkt, mit den regelmäßigen Atemzuge» einer Schlafenden. Sie schlief in der That, doch konnte sie noch nicht lauge in diesem Zu-

Arme greifen können und wollen. In der soge­nannten guten alten Zeit kam es sehr oft vor, daß ein ländlicher Grundbesitzer, der nicht wußte, woaus und woein, mit seiner Kreisbehörde ein vertrauliches Wort sprach und um guten Rat bat. Heute, wo auf dem Lande dasGenieren" auch schon aufgekommen ist, ist das mehr und mehr verschwunden. Und doch ist das gerade ein praktisches Mittel, dem Wucher zu entgehen, denn, wie früher, ist auch heute noch guter Rat Goldes wert.

ge- l.

67.

m, di.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. BlatteS, sowie d.Annoncen-Bureaux von Haasenstei» undVogler in Frankfurt a. M-, Gaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin.München und Köln; G- L. Daube und Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover u. Paris.

mann denkt, wozu große Umstände machen; der oder jener Gelbmann hilft schon aus, und die Kleinigkeit

In her politisch stillen Zeit wendet sich die-Auf­merksamkeit gern (solchen wirtschaftlichen Fragen zu, welche in der Zeit der Parlamentsidebatten weniger besprochen werden. Eine solche Angelegenheit ist her Wucher aitf dem Lande. .Diese zweifellos hochwich­tige Frage ist auch im Reichstage schon öfter gefteeift

gar nicht kennt, und nur aus Üntvissenheit tu den Wuchersumpf rennt. Deshalb muß immer wieder auf die staatlichen oder kommunalen Geldinstitute hin- gewiesen werden, welche vem Landmann unter die

s'SWäs cti, sondern schon zum Ausbruch gekommen war.

um 'i Uhr >4104

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Besiellunge« cwf die

OberhesUche Zeitung

mit deren Beiblätter

1 und gegen ischrei- Gebiet che für naben, isalter wasche l- und Hand» i Um- chnitt-- ibe der tuster« - und- reu rc. it an- hhand- i.

und bitten,

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uchere Zeitungsträger an.

Mehrsirches Wünschen ent­sprechend, hcchen wir auch ein Wochen-Abonnement zum Meise von 2 V Psg. eingerichtet, Bestel­lungen unter Beifügung des Be­ttages werden stets von Montag an bei der Unterzeichneten ent- gegengenonunen und die Bettung mit ihren Gratis-Beiblättern Hier­für ßrei ins Hlms geliefert.

Deutsches Reich.

Berlin, 28. Juli. Die bisherigen Bestimmungen betreffs der Unterstützungen für die Familien zur Fahne einberufenen Mannschaften hatten den Mangel, daß sie denjenigen Verband, welcher im einzenen Falle zur Unterstützung verpflichtet ist, nicht näher bezeichnen. Der dem Bundesrate zugegangene Gesetzentwurf hilft, wie dieB. P. N." bemerken, diesem Mangel durch die getignetfte und einfachste Lösung ab, indem er in Uebereinstimmung mit früheren Enffcheidungen, bestimmt, daß der Aufenthalt des Unterstützungsbe­dürftigen als maßgebend zu betrachten ist. Eine vor­läufige Haftbarmachung dieses Verbandes würde, worauf die Begründung des Gesetzentwurfes besonders hinweist, unter allen Umständen erforderlich sein, um! den Unterstützungsbedürftigen den rechtzeitigen Eintritt in den Genuß der Wohlthaten des Gesetzes zu sichern Das Regreßrecht dieses Verbandes gegen einen an­dere« Verband, etwa denjenigen des rechtlichen oder des iUnterstützungswohnsitzes aber würde sich nur dann aufstellen lassen, wenn gleichzeitig entweder komplizierte Vorschriften über die Geltendmachung des L. RegrMes erlassen würden oder aber eine Anlehnung I an die betreffenden Vorschriften des Unterstützungs- wohnsitz-Gesetzes stattfände. Letzterenfalls würde die Unterstützung in die Bahnen der Armenverpflegung gelenkt werden, was durchaus vermieden werden müsse. Die Vorai^setzungen für das Vorhandensein desrecht­lichen Wohnsitzes" wichen überdies in den verschie- chiedenen Teilen des Reiches so wesentlich von ein-! ander ab, daß neue Zweifel und Streitigkeiten erweckt wurden, wen« auf diesen Rechtsbegriff, eine Regreß- pflicht gegründet werden sollte. Auch könne es, selbst abgesehen von der Ausgleichung enfftehender Mehr-!

Unter einem Dache.

Roman von Karl Hartmann-Plön.

(Fortsetzung.)

«ei» Knäuel roter Wolle und mit der rechten eine Scheere, als wenn sie im Begriff gewesen, den Faden ^zerschneiden und durch den plötzlich eiutretendev Schlaf daran verhindert worden wäre. Beide Hände ruhten mit Dem, was sie hielte», auf ihrem Schooß- eine Stickerei lag auf dem in der Laube stehenden Tisch.

Beim erste» Anblick würde jeder diese Frau für ein junges Mädchen gehalten habe», und er war durch ,dieganze äußere Erscheinung zu dieser Annahme be. rechtigt. Die ingeudlich abgeruudeten Formen, die schlanke und doch üppige Figur, die frischroten Lippen und Wangen, da» starke, wellenförmig gekräuselte schwarze Haar, das alles waren Kennzeichen der Jugend. Wäre nun aber dem Beobachter gesagt worden, die Frau da vor ihm nähere sich bereits ihrem vierzigsten Lebensjahre, so hätte er ungläubig mn Kopf gcschüttelt und verwundert ausgerufen: Wie ist das möglich? Hat dieser Körper sich seit dem achtzehnten Jahre uickt weiter entwickelt, hat die Zeit, welche doch jedem Alter ihren Stempel aufdrückt, ihr sonst nie zu verleugnendes Bestreben, Runen zu zeichne» und Farben zu mischen, hier ausnahmsweise zurückgehatteu?

81 f* ®r ging wieder nach Hause, das Wandern i» der 791L S.0 ftüh morgens sehr empfindlichen Hitze hatte ihn 941/» *°°e gemacht. Er legte sich aufs Sopha uud schlief ein.

Es war etwas nach zehn Uhr, als die Magd mit

Erscheint täglich außer an ggetttagtn nach Sonn- und «etettagen. Quartal- «zgnnements-Preis bei der Spedition 2*/4 Mk.. bei kg Postämter 2 Mk. 50 Lg. (exck. Bestellgeld). Lffertionsgebühr für die ' aespaltene Zeile 10 Pfg., i »Kamen für die Zeile | 25 Pfg.

67 °r«yzuge nach Hamburg abgereist sei, um dem Der- 82 *®<bten, der heute Abend ein treff en werde, entgegen 96'/» * reisen.

, vorher eine besondere Müdigkeit zu spüren, in einen 1 stundenlangen, traumreichen Schlaf gesunken war, wo- ' uach sie dann fast jedesmal um ein Bedeutendes geistig k^rer erwachte. Fühlte sie sich auch anfangs körper, lich matt und angegriffen, so erholte sie sich immer rasch wieder und dann erzählte sie im Traumihn" Ziehen zu habe». Seit vier Jahren war dabei ihre stehende Redensart:Er ist abermals um etwas kranker und schwächer geworden, lange kann eS nicht ^^ ^ahr-n." Eine nähere Beschreibung dieser Traume gab sie uichr.

?ur Ende des Weges, der zu der Laube führte Wb", dk langsam, in einer KfteOMUHler^°Jtunr? begriffen, daherkamen. Es "°r der Direktor der Irrenanstalt und ein sehr junger Assistent. Als zufällig ihre Blicke auf die iu Schlaf '« ^beschleunigten sie ihre Schritte, traten jedoch möglichst leise auf, um die Schlafende nicht zu ^us einiger Entfernung beobachteten sie dann aufmerksam die Kranke. I

n-'D° schläft sie endlich,- sagte im Flüstertöne der ?^ektor, ,und nun bin ich begierig, ob sie uns nach I nfS s^e" wird, daßEr- gestorben ist, und ob dann der Druck um die Handgelenke uud um 1 ^srn geschwunden fein werde». Es wäre dies! f1® Gleichartigkeit in ihren Träume», die höchst! eltfam ist. Es ist überhaupt ei» Fall, wie er mir tu meiner longjä^rigen Praxis noch nicht vorgekommen ist und der mein ganzes Denkvermögen in fort,

^5?k ^keit erhält. Während die geistigen! Fähigkeiten bis auf ein kleines den normalen Zu-! stand wieder erreicht haben - ich sehe natürlich ab ihrem zerstötteu Gedächtnis und habe Haupt, ichlich^ihr logisches Denke» im Auge, so halten

Zähigkeit die fixe Idee, 1 dl® d-u Grundpfeiler ihrer Krankheit bildet, immer noch fest. Gerade diese Gleichförmigkeit, wie ich schon ji bemerft habe, ist das Wunderbare daran. Bor Hier 11

Zehn Minuten später befand Roderich sich schou mrer Droschke aus dem Wege uach der Anstatt.

Für die Besserung der.ländlichen Kreditverhältuisse, des großen, wie des Keinen Besitztums., ist sehr Wiel schon gethan worden., was freilich nicht ausschlwßt, daß noch mehr getha« weichen könnte, besonders durch leichtere Handhabung rind Kreditgewährung. Aber es wird Loch schon Viöl geholfen sein, wenn der Land- «} a «. n «1 t n < ; u ,1mann stch wirklich nur sn die Quellen wanden wollte,

Wuchers die beste Nahrung findet, urck sehr betrü-j welche ihm jetzt schon offen stehen, und alle unsauberem vsrde Vorsaüe sind da Mage getreten. Es gilt fürI'Geldwege, chie zum Wucher führen, verlaffen wollte den kleiner« Landwirt schon ffeit lange als Regel, »Falsche Schum, seine Geldverlegenheit eimmgesteben' daß er wohl« Auskommen hat, aber Men Ueber-lkann nicht rüchatten, reelle Kreditinstitute auftusuchen' an barem Gelbe Die Preise für die Feld- Kenn wenn MMand in Geldverlegenheit käme, tauchten probte find bekanntermaßen Klebrige, bas Geld solche Institute überhaupt nicht errichtet zu werden kommt und gcht, ehe man es sich Vorsicht; und I Es ist nun aber ebenfalls Thatsache, daß nicht selten da schaut bann plötzlich das GeMedürfnis mit fin-1 der Landmann die ihm zimänqttche reine Gelbauelle ßerem Gesicht zum Fenster hinein. Es handelt sich«jne wwgueue

zumeist nicht um bedeutende Summen; der Land-

I Nachdruck verboten.

Auch Roderich fühlte eine große Ermattung; er

Mein der Nacht vorher wenig geschlafen und hoffte.-,-., ,lt lluu. lllO)t ianae ,n D.£lem HU1

ta diese Nacht auf einen festen erquickenden Schlummer, stände sich befinden, denn sie hielt in der linken Hand ®r schlief auch in der That sogleich ein, aber schon toch einer Stunde erwachte er wieder, von wilden, ^ängstigenden Träumen aufgeschreckt, und nun war mtt dem Schlaf vorbei. Als es Tag geworden, - Mob er sich von feinem Lager; er versuchte zu : Miere», aber auch das ging nicht, der Kopf war j B® zu schwer. Um sechs Uhr ließ er sich schon den e«« Mfte bringen und als er diese» getrunken, verließ

?das Hans und lentte feine Schritte nach dem toisternbrooker Wege, wo er an der Villa vorüber ^rmals auf und ab ging. Er wollte bann zu Ms, denn er wollte ihm erzählen, wen er gestern Rhen. Er traf ihn aber nicht, man sagte ihm, M Herr v. Bela gestern ein Telegramm von seinem Mer erhalte» und in Folge dessen soeben mit dem Mzuge nach Hamburg abgereist sei, um dem Der-

ichku.

weit, eitung :te und iten.

) zwei it. Pr. hrlich

292 iu*vw **w $tyu uyt, ms Die anago mir 93 Manne das Zimmer betrat und ihn weckte.

1 75 war ein Bote von der Irrenanstalt, der ihm einen .miI toS't ^"gab. Hastig erbrach er ihn. Derselbe war

*Sli'j* fc dem Direktor geschrieben und enthielt bie.toenigen * .rli?. : »Kommen Sie sobald, wie möglich, nach Horn- * E?' Frau Jnuominata wünscht Sie zu sprechen,!

"to ich habe Ihne» sehr Wichttges mttzuteileu.-

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An- ifung rrn»k- n und rivat- Sende iben). ckport»

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erlich worden, aber andere Ereigikisse haben die Beachtung wieder davon abgelenL Zcht ist der-Gegenstand »an neuem in iben Kreis her Tageserörterung getreten, «nd er findet großes Interesse. Es ist Thatsache, daß auf hem platten Lande die Wstpflanze des!

t Für die Monate August Audi ist bald wieder zurückbezahlt. In diesem Glauben ! Seötcölbcr uettmen alle bei ^aupß,orteiI den Wucher; kleine

0 S' !Darlehen mit hohen Zinsen, aus denen später große

stauen, aus dem LlMde dle Land-1 Summen mit »och höheren Zinsen werden. Man Postboten, sowie M Kirchhain rmsere 'A bem Lanbmann in Geldsachen eine ziemliche KL»r (Herr Buchbinder

I Kniffe und -Pfiffe haben schon klügere Leute über- l Epelt, und wenn .hie Geldnot heiß auf den Fingern I brennt, bann geht das bischen Besonnenheit, mit der tacnt Borgen gegangen wirb, bald zum Dache hinaus. I Der Landwucher und fein Bestehen ist unabweis- ss«z»mt M«> 'hlatlftn 1 ^cr sbstgkstellt. Hier tritt er in höherem Grade auf,

BestellrMgM für hleslge Stabt Ibmt in geringerem, aber ganz fehtt er -nirgends in

nehmen unsere Expedition und lDeuffchland. Strafmaßregeln .allein rotten wnche-

~ " I rfiches Treiben nie aus; es ist Ho alt, wie der Geld-

I umlauf, und manches Volk des Altertums hat schon ^Maßnahmen gegen den Wucher ebenso ergriffen, wie bie modernen Staaten. Damals ist diese Giftpflanze I ulcht ausgerottet und heute roirb sie es ebensowenig Iwerben. Es liegt in bem Menschen, welcher sich in Geldverlegenheit befindet, sehr häufig, daß er die ge= r^en Wege, welche ihn aus her Klemme befreien I könnten, vermeidet .und die krummen Straßen ein« schlägt. Dies Gefühl erklärt sich einfach .daraus, daß es. keinem Menschen, her nicht Schuldenmacher von Pwfelfion ist. angenehm ist, jemand mit mißlichen Fiuanzverhältnrffen bekannt zu machen, von dem er I vielleicht eine Heute Ermahnung gu hören bekommen fönete, ober vor dessen persönlicher Stellung er irgend welche Scheu hat. Geldverlegenheiten sollen wicht an | bte -große Glocke geschlagen, sondern so still wie rnögüch abgemacht itoerben. Dafür giebt man bann lieber etwas mehr Zinsen. Den dunklen Ehren­männern ist das Witz recht; denn der Wucher .gleicht eiuem Spinngewebe, in hem mit erbarmungsloser Sichecheit jedes schwache Opfer gefangen wird, welches sich hweinverirrt.

I bie russischen Fonds gerichtet worden sind. Laut und ost genug wurde es bereits gesagt und fei hier zur Aufklärung des Journals wiederholt: Die Verachtung des Rechts, welche in dem Ukas vom 26. März er. liegt, hat das Vertrauen Deutschlands zur Sicherheit des russischen Besitzes, ob immobiler oder mobiler Natur, aufs tieffte erschüttert. Dies führte zu Er­örterungen, welche den russischen Kredit in seiner heutigen fragwürdigen Form erscheinen lasten. Unter I diesem Gesichtspunkte hatte der Ukas vom 26. März S?Iien' °^ne 'hn genösse der russische Kredit möglicherweise heute noch das blinde unver­diente Vertrauen, welches ihn in leider zu hohem Maße zum Schuldner Deuschlands machte.

I, , ~ berichtet, anscheinend ans amt

|lia)er Quelle:Hiesige und auswärtige Zeitungen bringen betreffs der Verhaftung des sozialdemofta- ! tiichen Zentral - Komitees aus angeblich guter Quelle Andeutungen über das eventuelle Ergebnis der Unter- suchung, wobei sie der Anschauung Raum geben, daß di« Verhaftung durchaus nicht von derjenigen Trag- I weite fern dürfte, die man ihr im ersten Augenblick | beizumessen geneigt war. Dem gegenüber können wir Ionftatieren, daß diese Andeutungen lediglich privaten Anschauungen entringen, da offiziell bei der großen Bedeutung des Falles das peinlichste Schweigen be­obachtet wurde. Die kurze Nachricht, die wir über Iden Ort der Verhaftung und die Namen der Betei­ligten zu bringen in der Sage waren, ist das einzige was bis jetzt in die Oeffeutlichkeit gelangt ist." Ueöer bas Berliner Organ ber Sozialdemokratie, ba§Berliner Volksblatt" veröffentlicht berHamb. IKorresp." eine treffenbe Stubie, in der esu a heißt - b? monarchische Grundlage des Deutschen Reichs nicht offen zu untergraben wagen darf trachtet MVolksblatt", die Liebe und Verehrung für den. Thron, d-e auch m dem beutschen Arbeiterstande zum Teck noch sehr feste Wurzeln hat, dadurch zu ersticken daß es mit unerschütterlicher Konsequenz Olles' ver­schweigt, was darauf Bezug hat Seit Jabr llnh. Sag lese ich dasVolksblatt" täglich mit Gründlich- tet'ber 'st mir nicht erinnerlich, daß ber Kaiser gefdjfoetge benn Angehörige des Kaiserlichen Hauses- oder Regenten einzelner deuffcher Staaten genannt belaftungen durchdie ^ischäd^gu^'äu^ReichsmL I lichen^ Hafberich^bringt,^ ist^nWAerras^ J bet ber vorliegenden Regelung, welche bie Erfüllung Ereignisse vmr grösiter - aber

mer patriotischen Pflicht auf Grund der für das ganze Kreisen des ßofeä bnr 9' "" fte in ben

fie'ch gememfamen Voraussetzungen zum Gegenstände des Volksblattes" böttm & ^^den dem Leser hat, nur darauf ankommen, wo der Bedürftige selbst Kaiser In Ansnnn verschwiegen. Daß der am zweckmäßigsten zu unterstützen sei, und dies sei im?z seinen ^neunziastm 2b °^'^^rjubiläuM' an bem gewöhnlichen Aufenthaltsorte desselben der bei welcher Gelegenbeit^ dip P^^^ ^ 9efeert at Fall. - DiePost" sagt gegenüber bem heutigen Weise an ber Är / ^"zstabt m glänzester Artikel (f. unten Petersburg) desJournal de St blatt" hVhJ' toQt ~ dasVolks-

Petersbourg": Das Journal hat die deutschen Zeitungen städtischen Vora?»^" .^en Teil seines Raums icht aufmertfam gelesen, wenn es L Erllämng Lw^na hat beider Tage keine

für die Angriffe findet, welche in Deuffchland gegen nach Kiel und daher and; bon^gewr^ur

\-2s demwei'.

11Fartschritt feines Leidens. Allerdinas verauickt lV?>- ?- R-- ihrer Träume ÄiÄS I -Oi*önbt3, ttber fefion ift Stron r h

$U d-^ Einsicht gelangt, baß nicht wirk- «che Stricke nm ihre Hand» und Fusiaelenk? ra 8°?"" daß sie sich diesen Umstand nm ett? gebildet hat. Trotzdem fühlt sie »och oder alaNbt

Adi-M-uich-ftSwuÄS*Ä S

I wirklich gespannt darauf, wie sich der statten wirb, wenn der /är- ihre?Träumew.?'/ lich gestorben sein wird.' Sollte sie dan° °ocht fahre», zu glauben, daß dieser

Schlagfluß erkrankt, vier Jahr/ an den^Äa?» « litt-» und schließlich mit dem Tode ff

so kann ich mit dem besten Wille» nickt den Ans. I spruch thn», daß sie vollkommen geheitt ist __Sie

fnbt? fuLeininnb2Bhhtn ^-r, lieber HerrDoktor," T»pt er fuhr, »und haben noch wenig GeleaenbeU gehabt, die Kranke selbst zu beobachte», aber die ganze Vorgeschichte derselben habe ich Ihnen bereÜL erzählt wie denken Sie über diesen Fall?* $ effe ^rmXewÄt? -in außerordenütcheS Inter- !*£5* «LL Ä-ä

scheint mir unzweifelhaft." neB'

nom,®S W lch ebenfalls von vom herein ange-