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Rr. 150.

Marburg, Donnerstag, 30. Juni 1887.

XXII. Jahrgang.

WerMche Zeitmig

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.

Exvevevim Markt 81 - Redaktion, Druck und «erlag von Joh. Sug. Loch.

Illustriertes Sountagsblatt

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Roman:

L Unter einem Dache

von Karl Hartmann-Plön

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i Abdruck, sowie im Erzähler nach Schluß der

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doch nicht, sofort nach mb die dortige Behörde

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l genannt. Derselbe besteht aus drei Hauptteilen: Aus Idem Kopf, welcher die Sprengladung enthält, aus dem Mittelstück, welches das Gleichgewicht herstellt, und aus dem Schwanz, welcher die bewegende Ma­schine in sich schließt und mit zwei Steuerrudern, einem wagerechten und einem senkrechten, versehen ist Der ganze Torpedo ist 34 Meter lang und hat I ungefähr die Form einer an beiden Enden zugespitzten I Zigarre. Er wird entweder mittelst zusammengepreßter Luft aus besonderen Torpedogeschützen oder aus einem unter Wasser in der Kielrichtung angebrachten Rohr geschossen und bewegen sich in dieser unter dem Wasser durch ihren eigenen Bewegungsmechanismus fort. Sie würden eine Waffe bilden, gegen welche ein Wider­stand fast unmöglich ist, wenn nicht ihre Wirksamkeit beeinträchtigt würde dadurch, daß sie nur auf ver- j

an ein Deutsches Reich zu denken war, war Preußen bereits für die Entwickelung seiner Marü.e thätig, und wenn auch in den Kriegen 1864, 1866 und [1870/71 die Gegner in einer Uebermacht auftraten, welche jeden Versuch, sich mit ihnen in offener See­schlacht zu messen, als aussichtslose Thorheit erscheinen ließ, so genügte doch die preußische und dann deutsche Marine der ihr zugewiesenen Aufgabe des Küsten­schutzes vollständig. Die große, 1870 in der Nordsee erschienene Flotte, welche unter dem Befehle eines der tüchtigsten französischen Seeoffiziere, des Admirals Boußt - Villauwez, stand, mußte wieder nach Hause dampfen, ohne auch nur den allergeringsten Schaden angerichtet zu haben.

! Blässe des Schreckens. Mehr und mehr vertiefte er I sich ln das für ihn verhängnißvolle Buch, mehr und «mehr sah er die Hoffnung auf eine mögliche Rettung I schwinden und dennoch saß er regungslos da und I seine Augen irrten mit wilder Leidenschaftlichkeit «zwischen den Zahlen.

I Es war spät geworden. Lange Zeit hatte der I Buchhalter unruhig und ungeduldig gewartet, bis sein Herr die Durchsicht des Geheimbuches volleudet

I habe. Er war in dem anstoßenden Nebenzimmer lauf- und abgegangen, hatte durch die Glasthüre des kleinen Zimmers geblickt, und da saß der Handelsherr «immer noch, wie er bereits stundenlang dageseffen, Imit bleichen Wangeu, finsterer Stirn und die Augen I unablässig auf das Buch geheftet.

I Ermüdet hatte er sich dann uiedcrgesetzt und war, den Kopf auf den Arm gelegt, eingeschlafen. Damken

I hörte und sah von allem nichts. Er war jetzt das «einzige Wesen in dem großen Hause, welches wachte; welches durch finstere Gedanken gebannt dasaß. @r «der stolze Herr des alten Hauses, der sich nie um! |bo8 Geschäft ernstlich gekümmert hatte. |

I Wie aus einem schweren Traume erwachend, fuhr | | Damken in die Höhe. Seine Hand ruhte noch auf | dem Buche, in dem sein Unglück deutlich geschrieben stand. Sein Auge blickte starr und unbeweglich auf! die Zahlen und die Buchstaben hüpften und sprangen! wie Kobolde wild und wirr durch einander. Sie! blickten ihn an mit verzerrten Gesichtern und grinsen- J dem Lachen und riefen ihm höhnisch entgegen: |

Ha, du stolzer und lustiocr Damken, bist Du nun! [endlich gekommen, um einen Blick in das Buch zu! thnn ? Ha, ha, es ist ein Geheimuißbuch und es stehen! geheime Dinge darin, so geheim, daß Du nicht ein-! mal eine Ahnung davon gehabt hast I Ha, ha, was! starst Du uns so finster und verzweiflungsvoll an,! was ruht Dein Blick so starr auf uns? Wir find!' lustige und unschuldige Zahlen. Ha, lustig, weil wir L n*u Dir nichts gemein haben. Denn Deine Hand!! hat uns nicht geschrieben, Dein Auge ruht heute jumjl

I nahm er längere Vorträge des Chefs der Admiralität, Generalleutnant von Caprivi, und des Generals von Albedyll entgegen. Die Nachricht, daß der Kaiser, «wie beabsichtigt, am Sonnabend nach Ems reisen I werde, bestätigt sich nicht. Eine definitive Bestimmung über die Sommerreisen des Kaisers ist überhaupt noch nicht getroffen. Wie dieKreuzztg." erfährt, hat die Kommission für die Ausarbeitung des Ent­wurfs eines deuffchen bürgerlichen Gesetzbuches ihre Arbeiten nunmehr zum Abschluß gebracht. Gegen­wärtig ist die Kommission nur noch mit der Durch­sicht und letzten Revision des Entwurfs beschäftigt, besten Fertigstellung aber in etwa acht Tagen eben- ! falls zu erwarten steht, worauf der Vorsitzende, Wirk­licher Geheimer Rat Dr. Pape, und die Mitglieder in die Ferien gehen werden. In letzterer Zeit hat die Kommission sich sehr eifrig und anstrengend mit dem letzten (fünften) Teil des Gesetzbuches beschäftigt. Dieser betrifft das Erbrecht, welcher vom königlich!

«weiter an der Vervollkommnung der Torpedoboote und jetzt kommt die Nachricht, daß Prinz Heinrich I wit einer Torpedoflotille nach Sheerneß übergesetzt ist. Damit ist in unwiderleglicher Art bewiesen, daß die deutsche Marine die von den anderen Staaten vergeblich erstrebte Manöverierfähigkeit der Torpedo­boote erreicht hat. Dies ist eine Thaffache von weit­tragendster Bedeutung, denn wenn wir an kostspieligen Panzerschiffen mit unseren Gegnern bei weitem nicht wetteifern können, so sind wir in der Lage, mit nur keinem, von manöverierfähigen Torpedobooten um­schwärmten Panzerschiff den Kampf gegen eine ganze feindliche Flotte aufzunehmen, weil diese Torpedoboote jeden sich nähernden Feind vernichten würden. Dies ist ein in aller Stille errungener Erfolg, besten wir! uns von ganzem Herzen zu freuen, volle Ursache« haben! I

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie d.Annoncen-Bureaux von Haasenstein undBogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien,. Rudolf Moffe in Frankfurt a. M., Berlin.München und Köln; G. L. Daube und Co. in Frankfurt a. SR., Berlin, Hannover u. Paris.

Ache jetzt zum Deuffchen Reiche gehören, ist Preußen Seif$eäu der einzige, dem seine natürliche Lage ge- »c-Fabsttet, mit Erfolg an die Entwickelung seiner Marine ! t a r »denken. Von Seiten der Regierung wurde richtig it echtMnt, daß die Möglichkeit Preußen zugleich die

aiie Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und

Si Feiertagen. Quartal- i Abonnements-Preis bei der Expedition 2*/t Mk.. bei den Postämter 2 Mk. 50

Deutschland zur See.

Daß Deutschland auf dem Festlande keine Gegner fürchten hat, ist eine Thaffache, welche von dm

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Deutsches Reich.

Berlin, 28. Juni. Der Kaiser machte gestern abend abermals eine Spazierfahrt und empfing heute

Im Auftrage des preußischm Kultusministe- I rmms hat ein Gymnasial-Oberlehrer drei evangelische Schullehrerseminare, welche in drei verschiedenen Gegen­den der östlichen Provinzen gelegen sind, besucht und über seine Wahrnehmungen einen Bericht an den Minister erstattet, aus dem ein Auszug amtlich zur Kenntnis der Schulbehörden gebracht wurde. Einiges daraus dürfte auch die größere Oeffentlichkeit intereffieren: In der Leitung und dem Betriebe der drei von dem Referenten besuchten Seminare herrschte eine große Gleichmäßigkeit, die den Eindruck machte, daß darin feste, allgemein anerkannte didaktische und pädagogische Grundsätze in die Erscheinung traten. Dem entsprach [ im Großen und Ganzen auch die Gleichmäßigkeit der Leistungen. Sehr wertvoll war dem Referenten die Einsicht in den Betrieb der Seminar-Uebunasschulen. Eigentlich schon die erste Stunde entkräftete' die Be­denken, welche der Referent selber gehabt oder als langlaufige hatte aussprechen hören, wenn ähnliche Einrichtungen als für das höhere Lehrfach wünschens­wert besprochen worden waren. Man erklärte die Kinder für zu wertvoll, als daß sie das Versuchs­objett abgeben dürften, an welchem junge Leute das Unterrichten lernen sollen. Dasjenige Publikum

I Patar angezeigt, und wenn er auch überzeugt war, «daß derselbe an diesem Tage nichts mehr gegen ihn unternehmen werde, so mußte er von Buchmann den- «noch das Schlimmste befürchten, wenn er am folgen- Iben Tage bie bctreffenbe Summe nicht zahlte.

_ Der-inzige Weg, der ihm offen blieb, nm bas Gelb bis bahin zu erlangen, war ber, daß er sich an «Lktzingeu toanbte. Dieser konnte ja, wie er glaubte I unmöglich von bem Vorgefallenen schon Kenntnis haben' unb an irgenb einem Vorwande, unter bem er das Selb verlangte, konnte es ihm bei ernstlichem Nach- I sinnen nicht fehlen. Auf Letzingen baute er sicher. | Der Abend war bereits herangerückt, als er zu seinem Hanse zurückkehrte. Er entließ nun bie Diener unb behielt nur den Buchführer zurück, weil er seiner beburfte, benn erst jetzt kam er bazu, einen «Blick in die Bucher zu werfen.

Er nahm das Geheimbuch aus dem Gelbschranke unb setzte sich bamit an einen Schreibtisch. Anfangs blätterte er barin unregelmäßig umher, eS fehlte ihm an ber crforberlichen Ruhe, aber halb würbe seine Aufmerksamkeit nur zu sehr gefessett. Er sah bie bebeutenben Wechsel, welche Kleuser ausgestellt hatte ! offenbar schon von vornherein in ber Absicht, welche « letzt ausgeführt hatte. Es stauben da bedeutenbe Warenposten, welche noch nickt bezahlt unb zum Teil! sogar zu einem geringere», als dem Einkaufspreise I wieder verkauft worden waren. Sie waren verfehlen-' k'rt< "ur um Geld zu machen. Und wo war all dies Geld geblieben? Wo war es? I

vielfache Verluste in Papieren! und Börsengeschäften aufr*et, konnte er aber diesen Angaben tranenk' sie wahr« War niedergeschrieben, UH^^en verdecken, welche Kleuser bereirs vor ^^ gebrockt ^"^n veruntreut! und heimlich in Fracht w trnDte

eK Älimm^ vollbracht? ' Auf b,dte ia notM des hestiasten 1 Damkens Gesicht! wechselte W ^lngpen l(ntt)jaeng der

schützend zu vertreten Ehe noch können und darum das Torpedoboot ziemlich nahe an - -----------m-~£~ ben Feind Herangehen muß. Um diesem Uebelstande

wirksam begegnen zu können, muß dos Torpedoboot in ganz besonders hohem Grade manöverierfähig sein. Die Marineverwaltungen aller Großmächte haben in dieser Richtung Versuche angestellt. In England haben dieselben zu keinem Resultate geführt, in Frankreich glaubte man bas Richtige gefunden zu haben und verkündete dieses Resultat mit großem Geschrei. Allein bei den Torpedomanövern, welche die französische Re­gierung vor einigen Wochen bei Toulon anstellte, be­währten sich die neuen Torpedoboote durchaus nicht, sie erlitten im Gegenteil eine gänzliche Niederlage. In Deuffchland dagegen arbeitete man in aller Stille

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I Schmitt redigiert worden ist. Die Beendigung ber I ersten Lesung des bürgerlichen Gesetzbuches wäre schoir einige Wochen früher erfolgt, wenn nicht Meinungs- I Verschiedenheiten in Sachen des Erbrechts und des | internationalen Rechts hervorgetreten wären. Der Gesamtentwurf dürfte, wie es heißt, nunmehr der «öffentlichen Kriffk unterbreitet werden. In welcher « Form dieses geschehen werde, soll noch unentschieden sein. Die Kommission wird ihre Ferien anfangs | September beenden und dann die Ausarbeitung des Einführungsgesetzes für die einzelnen Länder, Land- ! schäften und Rechtsgebiete vornehmen. Die infolge des neuen Branntweinsteuergesetzes notwendig werfen­den umfangreichen Kontrollen, wie sie durch die vom Bundesrate gegenwärtig in Ausarbeitung begriffenen I Ausführungsbestimmungen und die dazu ergebenden I ministeriellen Vorschriften näher festgesetzt werden, machen eine Vermehrung des Beamtenapparates nötig. Wie dieV. Z." vernimmt, wird eine Anzahl von unteren Steuerbeamtenstellen neu geschaffen werden müssen, welche mit Steueraufsehern besetzt werden, aber es ist gleichfalls eine Vermehrung von Ober- Beamtenstellen, besonders von Ober-Steuerkonttolleureu in Aussicht genommen, indem die jetzigen Bezirke der- [ selben, haupffächlich in betriebsreichen Gegenden, teil­weise zu groß erscheinen und deshalb geteilt ober boch anders organisiert werden müssen. Auch wird es notwendig werden, eine geringe Vermehrung von Stellen der Assistenten bei den Hauptzoll- und Haupt­steuerämtern eintreten zu lassen. Diese Vermehrung ist teilweise schon für den 1. Oktober d. I. in Aus­sicht genommen.

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mttiRtestoig^oIftein der Versuch gemacht, auf deutschen ro^iffen den Dänen auch zur See entgegen zu treten, , daraus kam Deutschlands damalige Seewehr unter L 2 jn Hammer des Auktionators. Von den Staaten,

lersteumalr auf uns. Ha, das ist eine luftige Ge. schichte für uns, daß uns der Herr des Hauses nicht l kennt, M, das ist lustig für uns, und Du kümmerst luns nicht?"

Damken fuhr mit der Hand über die Stirn, sie I schweiß bedeckt, seine Wangen waren bleich, bleicher noch als das Papier, auf welchem die Buch, staben hupften und sprangen. Er fuhr aus sein?» Gedanken empor. Ein schwerer Seufzer rana sich I aas seiner Brust. Noch einmal warf er einen langen tiefen Blick in das Buch, schlug es dann zu und stellte M wieder in den eisernen Gelbschrank. Er öffnete «bie Thur unb befahl bem erschrocken in bie Höhe fahrenben Buchhalter mit fester Stimme, seinen Wagen «vorfahren zu lassen. 8

| Es war bereits Mitternacht vorüber. Rasch fuhr der Wagen dahin, in dessen Ecke der Handelsherr bleich und regungslos basaß. Es war keine stür, j wffche Nacht, aber bennoch hatte sie etwas unheimlich j wubeS. Der Mond war aufgegangen, aber er wurde von duntten Wolken verhüllt, unb bie Schatten bieser «vom Winbe gejagten Wolken stürmten rasch wie Ge. Ispenster über die Erde dahin. Dies alles paßte ;u DamkenS Stimmung. Er wußte, daß er verloren war und daß er selbst sein Unglück verschuldet hatte.

keineRrue erfüllte ihn und öffnete ihm mit dem Entschlösse der Besserung zugleich die Hoffnung aus die Zukunft. Ha, Besserung! Er wollte sich nicht andern, er wollte und konnte nicht anders leben als er bisher gelebt. Sein Lebe» hatte keinen Reiz wehr für ihn, wen» er es mit Arbeit und Sorgen fristen sollte. 8

Ein unendlich bitteres Gefühl halte ihn erfaßt.

war erbittert über sein unglückseliges Geschick, über sich, über die ganze Welt. Als der Wagen in seinen Park einbog, als er die Umrisse der hohen schattigen Bäume vom Monde erhellt sich am Himmel abzeichnen sah, als er daran dachte, wie ost er diesen Weg gefahren war als der reiche unb mächtige Handels. Herr da zuckte ein spöttisches Lächeln über sei«

Pfa. (excl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reßomen für bie Zeile 25 Pfg.

itoritäten aller Nationen, wenn auch oft wider- tze; [,s anerkannt wird. Aber auch zur See reckt der

enroärtigen Novelle ein höchst interessanter Abschnitt V IIU , der

Geschichte Marburgs.

nburg [32

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f C» Im Feuilleton kommt nach dem Schluß der gegen­wärtigen Erzählung der höchst spannende Original-

Cstttladung.

Zum bevorstehenden L.nar1alswechsel fachen wir «m rechtzeitige Erneuerung «Ke. Pvstbestellungen, damit in der Uebersendung n * keine Unterbrechung stattfindet.

I Seit 1870 hat das Seewesen eine vollständige I Umgestaltung erfahren. Damals legte man den I größten Wert darauf, möglichst gewaltige Schlacht- I Panzerschiffe zu haben. Dann erkannte man, daß die Manöverierfähigkeit derselben denn doch nur eine sehr I beschränkte fei und gab leichteren Panzerfahrzeugen Iden Vorzug. Mit einem Male trat die wirksamste Waffe des Seekrieges, der Torpedo, auf. Es ist ein ) unheimlicher Gesell, dieser Torpedo! Ein einziger ge­nügt, um das größte Panzerschiff in die Luft zu sprengen und Hunderten, ja tausend ahnungslosen Menschen ben Untergang zu bringen. Kein Wunder, daß man allseitig bem neu ausgesuchten furchtbaren [ Feinde der Panzerschiffe die größte Aufrnerffarnkeit I zuwandte. Zunächst wurde der Torpedo nur zur! Verteidigung gebraucht; an Stellen, welche man vor dem Feinde schützen wollte, Flußmündungen, Hafen-1 eingängen -c. legte man Reihen sestverankerter Tor ! pedos, welche entweder von selbst explodierten, sowie! aus^mittels?^-/-^. [^^9 ^"8' aber aber vom Lande!«.»«. miu cmpjing gerne

§ Aektt,scher Batterie entzündet wurden, vormittag de» Hofmarschall Grafen Perponcher sowie

m,n Sing man zum Angriff über, und den Polizeipräsidenten Frhrn. von Richthofen; ferner

,,.. ., . - nun erst entfaltete sich der Torpedo in seiner'£" - - -

2 W chchc Reichsadler jetzt seine Schwingen und unsere« ganzen Furchtbarkeit. Man benutzt als Angriffswaffe 1 Miegs- und Handelsschiffe tragen den Ruhm des! gewöhnlich den Whitehead-Torpedo, auch Fischtorvedo ^schea Namens bis in die fernsten Zonen. --------- * ri " - -

Bist«. Ansere Kriegsflotte ist eine Schöpfung der Neuzeit. ie einmal, in den Zeiten ber stolzen Blüte der

Hmsastädte, war eine Achtung gebietende deutsche Zeewehr vorhanden, aber mit dem Verfall jenes

*jet*rfitigen Städtebundes verschwindet sie vom Schau­der Geschichte. Im Jahre 1848 wurde in

Durch eigene Schuld.

Ei» Original-Roman auS bet Handelswelt von Friedrich Friedrich.

oareHjf" (Fortsetzung)

a Kit stolzem Schritt ging Damken durch die Reihe leschästszimmer. Noch neugieriger unb gespannter n die Blicke der Diener auf ihn gerichtet, denn Hüten, wie es um das Geschäft stand, und auf Gesicht ihres Herren wollten sie die Bestätigung

-7---- Verneinung ihrer Ahnungen und Befürchtungen

)l > Aber bas Gesicht blieb kalt, streng unb stolz.

wurden irre an sich selbst unb an ben Gerüchten, rEnrrt e f*e vernommen, denn so weit reichte ihre Sennt= a® n Physiognomik nicht, baß sie bas Geheimnis, es sich hinter feiner stolzen Strenge verbarg, zu scheu im Staube gewesen wären.

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V» lA t seine Flucht reiflich zu überlegen unb bie ge« /« 97 tften Wege dazu vorzubereiten. ES lag ihm für V«101 lugeudlick auch noch eine andere Sorge näher, ch die beiden präsentierten Wechsel. Ter von ka. lvanu erhobene Protest war bereits bmch seine»

- )amke» wachte auf der Polizei von KleuserS 10 t Anzeige und testete mit größter Umsicht alle S stte ein, welche zur Entdeckung des Flüchtigen 10 m konnten. KleuserS Gattin wußte nichts von 10 Seit bem Slbenb, wo er geflohen war, hatten ein Dampfschiff, welches einen ViehtrauSport nach g brachte, und ein Ostindienführer ben Hafen ver- s « So wenig Wahrscheinlichkeit auch vorhanden c so unterließ eS Damken doch nicht, sofort nach IC telegraphieren zu lasse» und dke dortige Behörde

bem Vorgefalleut» in Kenntnis zu fetzen und 1 toaigen Verfolgung unb Festnahme des Flüchtigen k fordern.

?!rotz oller Vorsicht und Sorgfalt gelang es ihm 8 irgend eine Spur anfznfiuden. Er zweifelte

9^ an einem glücklichen Erfolg, denn er hatte sich TS er letzten Zeit viel zu wenig um Kleuser und SS Geschäft bekümmert und bieser hatte Zeit genug