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135.

Marburg, Sonntag, 12. Juni 1887.

xxil. Jahrgang.

OberWsche Nuno

Illustriertes Sonntagsblatt.

Mcntliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Md Kirchhain.

y Expedition- Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang, «och.

Wochenschau.

vnrd) Gabrielen- (Sr-Mnen

übe

lehr, dies alles hättest du i« ungestörter Ruhe unb icherh.-it genießen können, aber du selbst hast es rsLuldet, dein Leichtsinn hat die Wolke herauf- ichworeu, jetzt fürchte und dulde!"

Lauter und drohender sprach diese Stimme in »er Brust. Gr war nicht länger im Stande, seinen ichtsiuu vor sich selbst zu verbergen, aber er fühlte at Reue, denn das Leben hatte keine» Reiz und

der Frauen- und Kinderarbeit riefen eine lebhafte Diskussion hervor; im Reichstage ist eine Mehrheit für diese Anträge, doch ist es noch unsicher, wie die verbündeten Regierungen sich dazu stellen werden. Der Reichskanzler hat seine wiederholt angekündigte Abreise nach Friedrichsruhe immer wieder verschoben; er scheint den Schluß der Reichstagssession abzu­warten, wenn auch bei seinem leidenden Zustand an eine Teilnahme an den Verhandlungen kaum noch zu denken ist. In Karlsruhe trat der badische Landtag

begiebt. Die definitive Entscheidung darüber aber ruht beim Kaiser, und zwar hängt sie nicht, wie es eine Zeit lang schien, mit politischen Erwägungen zu­sammen, sondern ist abhängig vom Gesundheitszu­stände des Kaisers. So lange dieser sich nicht de­finitiv gebessert hat, kann der Kronprinz nicht abreisen.

Das Verdeutschungsprinzip in der neuen Feld­

dienstordnung ist nicht folgerichtig durchgeführt worden. Wir finden wieder das Reglement, Detachement, die Ordre Bataille, die Patrouille, die Avant- und Arrisre- garde, die Vedette, Töte, das Relais und das Kroki (so geschrieben.) Dagegen sind die Distanz in Ab­stand, die Recognoszierung in Aufklärung bezw. Ab­suchen des Geländes, der detachierte Unteroffiziers­posten, die Requisition in Anforderung, das Rendez­vous in einen Sammelplatz, das Kantonnement in Ortsunterkunft, die Barrikade in eine Sperre bet­

ten nach der Regierungsvorlage angenommen werden, st in der Frage der Nachbesteuerung setzte die Mmifsion den Regierungssatz von 60 Mk. auf 30 Mk. t 100 Liter Alkohol herab. Zum 1. Oktober d. I. I das Branntweinsteuergefetz in Kraft treten. Er- hte Steuersätze werden schon mit dem Tage der Mkattoir des Gesetzes geltend. In seinen Plenar-

subventionierten strategischen Eisenbahnen.

Nachdem lange Zeit hindurch rechts und links

zu einer außerordentlichen Session zusammen; es handelt sich in derselben um die Bewilligung der auf Baden entfallenden Gelder zum Bau der vom Reiche

Jntriguen, um die endgiltige Genehmigung der eng­lisch-türkischen Konvention über Aegypten durch den Sultan zu verhindern. Der russische Botschafter Me- lidow hat dem Sultan wahre Räubergeschichten er­zählt und wenn Abdul Hamid diese Geschichten auch bei weiten! nicht sämtlich geglaubt hat, er ist doch schwankend geworden. Weshalb die russische Diplo­matie darauf hinarbeitet, den Engländern Verlegen-

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, sowie d.Annonlen-Bureaux von Haasensteiu undVozler in Frankfurt a. M-, Caffel, Magdeburg und Wien, RudolfHoffe in Frankfurt a.1»., Berlin.München und Köln; G- L. Daube und Co. in Frankfurt a. 9t., Berlin, Hannover u. Pari-.

heile': zu bereiten, ist sehr klar. Man erachtet in Petersburg die Zeit für fehr nahe gekommen, wo

ungen genehmigte der Reichstag definitiv die Ab-

derung des Nahrungsmittelgesetzes und das Unfall- . .

sicherungsgesetz für die bei Bauten beschäftigten I mit der afghanischen Geschichte endlich reine Bahn beiter. Die Abänderung des Reichspostdampfer-1 gemacht werden kann. Ein weiterer Vormarsch der etzes wurde in recht animierter Debatte beraten; Russen ist durch Besetzung des Gebietes von Kerki Annahme in zweiter Lesung ist aber völlig sicher, I bereits erfolgt, und nun kommt Afghanistan, wo der nirgends ein ernsthafter Protest erhoben wurde. Emir sich durch einen übertriebenen Steuerdruck immer ich die Arbeiterschutzanträge über die Einschränkung I verhaßter macht, an die Reihe. An Gründen zu

Kaiser krank! Das gab der ganzen Woche Stimmung. Zwar kann man nicht von einer Itzchen Krankheit reden, es handelt sich einfach L Folgen einer Erkältung, welche sich der neunzig- L Herr bei den Nordostseekanal-Feierlichkeiten M zugezogen, wo er sich, unbekümmert um alle Langen, Wind und Wetter wie ein kräftiger Mann »fetzt, aber bei dem hohen Alter des Monarchen ß doch jedes Studium eines Unwohlseins mit L- Aufmerksamkeit verfolgt. Nicht nur Teutsch- | ganz Europa wacht über die Gesundheit des Wchen Kaisers. Erfreulicherweise lauten die ärzt- L Berichte Tag für Tag günstig, und es wird Lm Reiseplan des Kaisers, nach welchem er mit ,

ieber folgenden Woche nach Ems abzureisen ge-1 von unseren Grenzen graue Gewitterwolken den Horizont L kaum eine Aenderung einzutreten brauchen, beherrscht, giebt es nun endlich etwas Aufklärung, j schmerzlichsten wurde die Unpäßlichkeit des Kaisers Links hat der Kabinettswechsel etwas abkühlend ge- Lm überaus festlich geschmückten Liegnitz em- wirkt, und rechts ist auch eine kleine Besserung zu Len, wo er am Montag sein 70 jähriges Jubiläum I verzeichnen, wenigstens in den politischen Beziehungen, fCh'ef der Königsgrenadiere zu feiern gedachte, denn in ihren Maßregeln gegen die Deutschen in oberste Kriegsherr mußte sich durch den kom- Rußland fährt die Petersburger Regierung munter Mrenden General vertreten lassen. Leicht ist dem fort. Es ist doch aber den Haupthetzern gegen Dentsch- jer der Reiseverzicht sicher nicht geworden. Zur I land, Kalkow an der Spitze, ein energischer Rüffel tendlung des Kronprinzen ist der Londoner Spezial-1 erteilt worden. Man sprach sogar von einer neuen | Dr. Mackenzie wieder in Berlin angekommen. I Dreikaiserzusammenkunft. Zuviel ans einmal soll man ftd eine Verschlimmerung in dem Befinden des! freilich nie erwarten; aber es ist doch schon erfreulich, bn Patienten ist nicht zu konstatieren; das Leiden I wenn ein solches Ereignis überhaupt nur für möglich teHt nur sorgsame Pflege, und der geplanten Reise erachtet wird. Die Wendung in den Ansichten der s kronprinzlichen Familie nach London und der leitenden russischen Kreise schreibt Jich aus dem Ver- L Wight dürfte nichts im Wege stehen. Ter laufe der letzten französischen Ministerkrisis her. Dabei oßherzog von Hessen hat zum Beginn der Woche list denn doch Manches zu Tage getreten, waS die i neuen Hafenanlagen in Mainz persönlich eröffnet,russisch-französische Allianz" gerade nicht im strahlendsten ;Der deutsche Reichstag ist wieder zu seiner Arbeit, Licht erscheinen läßt.

i letzten Abschnitt der Session, zusammengctteten. I Ter Schwerpunkt der diplomatischen Kunststückchen ilscht nicht alles, so wird der Sessionsschluß schon list zur Zeit wieder tief nach dem Osten verlegt. Nicht, Ende der nächsten Woche erfolgen können, denn I als ob die bulgarische Thronfolgefrage nun endlich in ein die beiden wichtigsten, noch zu beratenden Gesetze, flotteres Tempo gebracht werden sollte; daran'ist bei Branntwein- und Zuckersteuer, ist durch die mit! dem russichen Eigensinn überhanpt nicht zu denken. Her Mehrheit gefaßten Kommissionsbefchlüffe die I Aber in Konstantinopel arbeitet die russische und fran- tscheidung schon gesichert. Die Zuckersteuervorlage I zösische Diplomatie mit allen möglichen Mitteln und cd fast ganz, die Branntweinsteuer doch im Weseut- m "**- °''n-

Willen dnrchgefetzt.

Er ahnte nicht wie nabe ihm Gabriele in diesem Augenblicke war. Auch sie -ritte durch den Park, nm Ruhe zu suchen für ihr aufgeregtes Herz. Mit ihrer Freundin hatte sie an diesem Tage da» Ge­heimnis ihrer Liebe vielfach durchfprochen, und Pau- line liebte selbst zu aufrichtig, als daß sie ihren Ent­schluß, Hermann treu zu bleidrv, hätte tadeln kön ien. >-L->ker Entschluß war zu neuer Festigkeit in ihr ge- wachseu, aber eS xpck ein anderes, waS ihr Herz [mit Unruh« erfüllte. Ve-chlblich hatte üe einemB iefe

von dem Geliebten entgegengesehen. Er hatte ihr t.Kowm setze Dich neben mich auf die Bank. Der auf ihren Brief, der ihm zugleich die Nachrickt gebracht Abend ist schön, Alles ist ruhig.

batte daß Letzinaen sich um ihre Hand beworben! Schwetgend nahm Gabriele neben ihm Platz.

S bkfdb. I bist D° f» W «d

nicht geantwortet. Von Tag zu Tag hatte sie gehofft, Dawken nach ewiger Zeit fort. .Ich bin nicht gc- aber stets vergebens. Besorgnis und Angst erfüllten wohnt, Dich so es°stu"dnachbenkl^zuseheu,des. sie und ließen sie keine Ruhe finden. I halb fallt es mir doppelt auf. Was fehlt Dir.

m ö . _ - , . ,, , . cmas.*,..» I .Muß mir etwas fehlen, um ernst gestimmt zr

Nur wer das Herz eines liebenden Madcben ,1. mair Gabriele ein, indem fie sich mühsam zu einer Braut kennt, weiß, was es in solchen Verhalt- ' Ich habe Dich in letzterer

nisftn duldet, wie thöricht es I Zeit auch häufiger als früher ernst und verstimmt

Befürchtungen und Sorgen quält. Es liegt in diesen* '

Sorgen um einen geliebten Gegenstand zwar etwas » .Das ist wohl möglich, Kind," entgegnete Damken,

Verführerisches und Süßes, wett sie zwingen, immer! nje »hue Grund nie ohne Sorgen."

und immer wieder au thn zu denken. Wer aber I gria8 sollten das für Sorgen fein, die Dich so

nicht stark genug ist solche Befürchtungen im Zaume! .^ stimmen können?" bemerkte Gabriele. »Tu

zu halten und stets sich selbst zu sagen, daß eS <brn I. toa§ Du Dir wünsq-a kannst." nur Befürchtungen find, Belebe ble besorgte Phan-1 ym ^en gjiunb des Handelsherrn zuckte jetzt ein taste erschaffen, wer sie zur völligen überzeugenden I&eln.

Gewißheit werden läßt, sür den werden die süßen wünsche, Du hättest die Wahrheit gesprochen," Sorgen zu einer erdrückenden Qual. Und für sich I ^^tderte er. .Ich habe mehr Sorgen, als Du ahnst, allein mußte sie diese Qual ertragen, ihr eigems bangt und schwere Sorgen, und Du vermeh'.ft Herz mußte sie überwinden, denn sie hatte niemand,

mtt dem fie darüber hätte sprechen können. 1' ^g. fragte Gabriele erstaunt.

Je wehr sie an ihren Geliebten dachte, um fo | .ga Du," entgegnete Damken. .Ich habe T ch mehr traten ihr auch die Worte ihres Vaters, daß I gebettH( Du möchtest Herrn von Letziugen freund­er nie eine Vereinigung mit ihm zugeben werde, in|[i*cr entgegenkommen, Du hast es nicht gethan." ihr Gedächtnis zurück. Diese Worte hatten ihr wehe I .Ich verdiene diesen Vorwurf nicht," entgegnete gethan, denn sie hatten zwischen ihr und ihrem Vater I Gabriele, .ich bin stets freundlich gegen ihn gewesen." eine Schranke gezogen, die sie früher nickt gekannt i gerabe in Deiner so kalten und abgemessenen hatte, und welche fich auch nicht so schnell wieder über-i A^g^ liegt die offenste Zurückweisung," rief winden ließ. I Doruk'n. .Durch sie zeigst Du ihm, daß Du ihn

Mit solchen Gedanken beschästtgt, schritt sie durchoch ststs als einen Fremden betrachtest, daß er Dir den Park und trat fast erschrocken zurück, als st/1 gleichgültig, daß er Dir noch keinen Schritt näher plötzlich von ihrem Vater stand, den fie zuvor nicht I getreten ist."

bemerkt hatte. Sie erkannte ihn sofort, aber gerade .Das ist er auch nickt, er ist mir m-hr gleich, weil fie eben an ihn gedacht, hatte sein plötzliches, gültig und kann mir nie näher treten," rief Gabriele »verwartetes Erscheinen etwas Unheimliches für fie. I nicht ohne Aufregung. _ .

^-'t. Gabriele!" unterbrach fie Damken, .kein

HjMÜlrg.f " Ben|e-nin

Auch Dar-

ptnen Wert mehr für ihn, wenn er es nicht tote «brtführen konnte. Hunderttrial lieber würde Tod vorgezogen haben, ehe er sich Stubae» ] We, sich durch Arbeit fein 83r ob zn verdienen, b>&. tzunderttaMeuvr tbnn mußten, oder Esfittch piafen und zu bei-, ebner ob er ein Ver-

Mlich außer an «Nack Sonn-und . Quartal» l,nt-»Preis bei der £ 2V* Mk-. bei ätntet 2 Mk. 50

Bestellgeld). Lgebühr für bie Se Zeile 10 $fg-, für die Zette 1*25 Pf«'

einem Einschreiten wird es den Russen nicht fehlen, I die offizielle Kriegserklärung Italiens an Abesfynien loenn nur die rechte Zeit erst da ist. Wer sucht, werde nun nicht mehr lange auf sich warten lassen, der findet, heißt es auch in der Politik.

In Paris ist die Woche ziemlich still verlaufen.! Deutsches Reich.

Die Deputiertenkammer diskutiert über Boulangers Berlin, 10. Juni. TerReichsanzeiger" mel- Militärvorlage, welche der Kriegsminister Ferron mit bet: Ter Kaiser brachte die letzten Tage, von krampf- übernommen, aber die Beratung zieht sich sehr in die haften Unterleibsbeschwerden vielfach beunruhigt, fast Länge. Es fehlt auch nicht an Leuten, welche der ausschließlich irn Bette zu. Auch hat sich eine katarrha- Ansicht sind es könnte doch nicht viel dabei heraus- lische Reizung der Augenlider hinzugesellt. Der kommen Die Regierung sucht im Schweiße ihresVoss. Ztg." zufolge ist Dr. Mackenzie gestern vom Angesichtes nach Ersparniffen beim Budget. Minister-1 Kaiser empfangen worden, der ihn wegen seiner Heiser- präsident Rouvier hat 60 Millionen Ersparnisse ver- leit konsultierte. Das schriftliche Gutachten Virchows sprachen und er wird nun sein Wort halten müssen, über die ihm gestern zur Untersuchung gegebenen von Bonlanger ruht sich in Paris selbst von den Stra-1 Dr. Mackenzie operativ aus dem Kehlkopf des Kron- pazen seiner Verwaltung aus, aber niemand spricht Prinzen entfernten Teilchen der Neubildung schließt mehr von ihm, sein Stern ist vorläufig erloschen, sich dem früher abgegebenen Gutachten an. Das Gut- Viel Skandal hat die Spekulationssucht von Grevys achten ist sehr umfangreich und wird demnächst ver- Schwregersohn, Wilson, hervorgerufen. Wilson erklärt öffentlicht werden; ttotz des reservierten Tones geht die tollen Gerüchte die über ihn in Umlauf waren, I aus demselben hervor, daß die Neubildung gutartiger für falsch, aber etwas ist an der Sache auf jeden Natur ist. Dieser Ansicht haben sich in dem Konsil, gatt gewesen. das heute nachmittag stattgefunden hat, auch die deut-

John Bull hat in dieser Woche wieder einmal scheu Aerzte, darunter Professor Bergmann, ange- zu hören bekommen, daß bei ihm lange nicht alles schlossen. Mackenzie erklärte, daß er sich von der das Gold ist, was glänzt. Der frühere Minister I weiteren Behandlung guten Erfolg verspricht. Mackenzie Churchill hat in einer großen Rede in London mit wurde in dieser Angelegenheit gestern auch vorn Reichs­unbarmherziger Offenheit gesagt, daß in der Militär- kanzler empfangen. Es ist beschlossen, daß der Kron- nnd Marineverwaltung ein ganz entsetzlicher Schien- Prinz sich zum Zwecke der^Behandlung uach^England drian herrsche, daß namentlich die Kriegstüchtigkeit ' '' ~ < .r..........

der Flotte und die Vertheidigungsfähigkeit der Festungen ungemein viel zu wünschen übrig lasse. Das wird sich der manchmal gar zu sehr übertriebene britische Nationalstolz doch wohl hinter die Ohren schreiben. Gladstone wohnte in Swanpa einer großen liberalen Versammlung bei und wurde in der üblichen Weise vergöttert. Er erhob auch gar keine Einwendungen dagegen. Im Parlament schleichen die Verhandlungen langsam vorwärts. Es geht:Kommst Du heute nicht, so kommst Du morgen!" In Irland sind die Pächterexmissionen und damit die Schlägereien wieder an der Tagesordnung.

In Oesterreich-Ungarn ist die Politik vor der entsetzlichen Wassersnot, welche das Gebiet von Szegediu in Ungarn betroffen, ganz in den Hintergrund ge­drängt. Seit zwei Wochen schon ergießt die Theiß . ungehemmt ihre Fluten in die eingebauten Felder, wandelt worden; die Vffltterpatroullle ist verschwunden, Tausende von Morgen, viele Dörfer sind vernichtet;! die Disziplin wechselt mit Mannszucht ab und das der Schaden beziffert sich jetzt schon über zwanzig Gelände überwiegt weitaus das Terrain. Die Avant- Mittionen Gulden. Dabei reisen die Abgeordneten garde ist in den Haupttrupp und den Vortrupp ge- im Lande umher und halten ihre Wahlreden. Wer gliedert, bei den Vorposten ist das Vorpostengros kümmert sich jetzt darum? geblieben. eingegangen sind beim Reichstage:

Die Verhandlungen zwischen der römischen Kurie 11. eine Einleitung zur Statistik der Krankenversiche und der italienischen Regierung zur Herbeiführung ruug der Arbeiter seit dem Jahre 1885. 2. der

einer Verständigung sind nun wirklich, wenn auch in Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Einführung verttaulicher Weise, eingeleitet worden. Es fehlt nicht der Gewerbeordnung in Elsaß-Lothringen. 3. der : an Stimmen welche der Ansicht sind, es werde fick Entwurf eines Gesetzes, betreffenb die Anwendung . eine Einigung erzielen lassen. So schnell wird das von Abänderungen reichsgesetzlicher Bestimmungen auf i allerdings nicht gehen. Verschiedentlich wird betont, | die in Elsaß-Lothringen als Landesgesetze eingefuhrten

Durch eigene Schuld. I qnügen, zu dem er Neigung fühlte, sich erlauben dürfe.

-*-*«- Ät'ÄÄ Friedrich Friedrich. schreckte.

(Fortsetzung) Nach allen Seiten hin suchten seine Gedanke»

DaS alles gewährte einen imposanten, großartigen! einen Ausweg, immer und immer wieder kehrten fie ibltck. Still ruhte deS Handelsherrn Auge daraus, auf Letzingen zurück. Er war seine einzige Rettung, e war nicht blind gegen diese Schönheiten, aber er I er mußte ihn unzertrennlich an fich fesseln. Gabriele »nie sich nicht darüber freuen, denn in ihm rief durfte ihm ihre Hand nicht verweigern, denn alles oe Stimme: »Jetzt gehört dies alles dir, aber wird! hing hiervon ab, sein und ihr ganzes Lebensglück, immer so bleiben? Kannst du auch von diesen! Ja, wo soviel auf dem Spiele stand, durfte er nicht inmen das Verderben fern halten, wenn dein Hans I ängstlich fragen, ob ihn Gabriele liebe, ob sie mit k unterliegt? Heute ist dies noch dein Eigentum, I ihm glücklich sein werde. Ein Leben ohne Gmuz t wird eS morgen und übermorgen oder später! und Reichtum erschien ihm tausendmal unglücklicher, b? Eine schwere Gewitterwolke hat sich über deinem! als ohne Liebe. Noch einmal wollte er sie bitten, topte zusammengezogen; sie kann borübergeben, I ber Bewerbung Letzingens Gehör zu geben und ihm ee einen Tropfen Regen zur Erde gesandt zu haben, I ihre Hand zu reichen. Wollte fie es nicht thnn, bann : kann sich aber auch mit aller Gewalt brechen und I blieb ihm weiter nichts übrig, als ihr seine bedrängte ch unb alles mit dir vernichten; du weißt nicht,!Lage mitzuteilen und ihr zu gestehen, daß sie allein le es kommt, und wenn du eS auch wüßtest, die I es in ihrer Hand habe, ihn zu retten. Er kannte lacht deiner Hand reicht nicht so weit, daß du die I Gabriele: er wußte, wie zärtlich sie ihn liebte, und Solle damit zerteilen und verscheuchen könntest. Oder I daß sie alles thnn werde, um einen solchen Schlag «»st du ihr vielleicht entfliehen ? Ha, fliehe, dein! von feinem Haupte fer® zu halten, er vertrante fest eilt nicht so rasch, als dir die Wolke vachflieht,! auf sie. Und sollte sie wirklich im Stande sein, ihr nn von der Gewatt des Windes wirkt fix. getrieben,! kindliches Herz zu verleugnen, so konnte er sie noch 'd der Wind ist fcknellkr Und müchttger, als du! zwingen, seinem Willen zu folgen. Sie war sein 11 - ------- ' 1 1 Kind, seine Tochter, unb er glaubte vollständig Macht

über sie zu besitze». Noch hatte niemand gewagt, ihm hartnäckig zu trotzen, noch hatte er stets seinen