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das Ereignis dadurch zu verheimlichen, daß sie die Wahl­telegramme an versteckter Stelle veröffentlichen oder als ganz unwichtig behandeln. Die „Kreuz-Ztg." warnt vor Ueberschwenglichkeit in der Beurteilung des Wahlcrfolges, den sie im übrigen mit Genugthuung begrüßt. Sie fügt hinzu: „Der Verzicht auf die Methode des „Entgegen­kommens" beginnt Früchte zu tragen. Seit die Notabeln in Elsaß - Lothringen nicht mehr verwöhnt werden, ist ihr Einfluß auf die Mafien naturgemäß gesunken; je mehr man sie beiseite schiebt, desto weiter wird man kommen. Zu gewinnen sind sie entweder gar nicht oder nur unter "bet Voraussetzung, daß sie nicht als Oppositionsmänner auf gute Behandlung zu rechnen haben; sondern nur dann, wenn sie dem Volke in Vertrauen und Liebe zur deutschen Regierung vorangehen und ihm den Uebcrgang zu dem neuen Stande der Dinge nach Kräften erleichtern."

Konstanz, 14. Juli. Für den Empfang des Kaisers war die Stadt seit Tagesanbruch in lebhaftester Bewegung. Vom Bahnhof bis zur Landebrücke zieht sich eine Via triumphalis von Laubgcwinden, Blumenschmuck und Flaggen in den Farben aller Uferstaaten, Schweiz und Oesterreich nicht ausgenommen. Die majestätischen Seedampfer sind mit den buntfarbigsten Wimpeln geschmückt. Von 7 Uhr ab stellten sich zunächst vor dem Bahnhofe das Offizier­korps, dann die Schuljugend, die Mädchen meist weiß gekleidet mit Blumensträußen, die Knaben mit Schärpen und Fähnchen, der Kriegervcrein und die Feuerwehr auf. Um 7 Uhr 50 Minuten langte von Mainau die Groß­herzogin auf dem Salondampfer Kaiser Wilhelm, der hoch oben die Kaiserflagge trug, an. Der Großherzog und die anderen Herrschaften waren bereits auf dem Bahnhofe. Der Sonderzug des Kaisers langte um 8 Uhr 5 Min. an. Nach herzlicher, kurzer Begrüßung auf dem Bahn­hofe bestieg der Kaiser, der sehr wohl aussah und kaum eine Spur von Ermüdung zeigte, den Wagen und fuhr, begeistert begrüßt, mit der Großherzogin zum Hafen. Um 8 Uhr 20 Min. fuhr der Dampfer nach Mainau, von neuen, donnernden Hochrufen der zahllosen Menge begleitet. Das Wetter war früh Morgens neblig und trüb, heiterte sich aber bei der Abfahrt des Dampfers auf. Jetzt herrscht schöner warmer Sonnenschein.

Kisstngen, 13. Juli. Soeben sind (früh 10 Uhr) die Minister Dr. Frhr. v. Lutz und Frhr. von Crailsheim nach München zurückgereist; bei ihrer Ankunft (gestern nachmittag 3 7? Uhr) wurden sie, außer vom Bade­kommissar und vom Bürgermeister, vom Geh.-Rat Dr. Rottenburg im Auftrage des Reichskanzlers empfangen, in den Kgl. Hofequipagen sofort zur oberen Saline geleitet, dort nach fast zweistündiger Konferenz zur Mittagstafel im Familienkreise zugezogen, sodaß sie erst gegen Abend 8Vr Uhr zum Grand Hotel zurückfuhren. Sowohl bei der Ankunft als bei der Abreise wurden die beiden Staats­minister am Bahnhof und bei der Fahrt von vielen der zur Zeit gewiß in der Zahl von 2500 hier weilenden Kurgäste, auch von namhaften Eingeborenen begrüßt. Hier hofft man, daß im Herbst zur Jagdzeit auch der Prinz- Regent uns tnit seinem Besuch beehren werde, da die Rhön an weidmännisch gepflegten Jagdgründen dem Spessart nicht Nachsicht.

Ausland.

Paris, 14. Juli. Trotz der großen Heftigkeit der gestrigen Kammerverhandlungen ist die Sprache der Blätter heute ziemlich ruhig und trotz der Verbreitung gegenteiliger Gerüchte wird allgemein angenommen, daß der Herzog von Aumale sogleich nach der amtlichen Mitteilung des Aus­weisungsbefehls widerstandslos Frankreich verlassen werde. Obgleich Aumale im allgemeinen nicht unbeliebt zu sein scheint, ist die Teilnahme an feinem Schicksal doch geringer, als bei der Ausweisung des Grafen von Paris, da Aumale sich die Ausweisung lediglich selbst zuzuschreiben hat. — Anläßlich des Nationalfestes ist dem Direktor der „Jndependance belge" Berardi das Offizierkreuz und dem Administrator der „Agence Havas" Houffaye das Ritter­kreuz der Ehrenlegion verliehen worden.

London, 14. Juli. Bei den gestrigen Ruhestörungen in Belfast (Irland» find 2 Gendarmen und 2 Unruhe­stifter getötet, sowie 12 Personen schwer verletzt worden. Auch in Limerik kamen Ruhestörungen vor und auch dort war die Polizei gezwungen, von der Waffe Gebrauch zu machen, da die Menge sich weigerte, auseinander zu gehe»; mehrere Personen wurden verwundet.

Belfast (Irland), 14. Juli. Anläßlich eines von den Orangisten veranstalteten Umzuges fanden in ver­gangener Nacht ernste Ruhestörungen statt. Die Orangisten, von den Gegnern mit Steinwürsen angegriffen, erwiderten die Steinwürfe und so entstand ein Kampf, der nahezu eine Stunde währte, ehe die verstärkte Polizei die Ruhe wieder herstellen konnte. Gleichzeitig kamen in einem anderen Stadtteile ähnliche Ruhestörungen vor, wobei sogar Gewehrschüsse gewechselt, mehrere Häuser fast vollständig zerstört und viele Menschen verwundet wurden; jene Straßen sind jetzt von Infanterie und Kavallerie besetzt.

Hessen-Nassau.

_ Marburg, 15. Juli. Der „Staatsanz-" meldet: Se. Majestät der König haben allergnädigst geruht: den Landrat Schreiber zu Marburg zum Ober-Regierungs- Rat zu ernennen. Ferner Bekanntmachung des Ministeriums des Innern: Dem Ober-Regierungs-Rat Schreiber ist die Leitung der Kirchen- und Schulabteilung bei der Regierung in Stettin übertragen worden.

Marburg, 14. Juli. (Strafkammer.) Der 26jährige Maurer Peter Nau zu Roßdorf stand unter der Anklage, den Maurer Karl Wilhelm daselbst durch hinterlistigen Ueberfall und mittelst einer Wagcnrunge körperlich verletzt zu haben. Der dieser Anklage zu Grunde liegende Vorgang ist kurz folgender: In der Nacht zum 10. Mai d. I., morgens gegen 2 Uhr wurden einzelne Bewohner Roßdorfs durch starke auf der Straße erschallende Schläge aus dem Schlafe geweckt und gewahrten ans Fenster tretend einen Mann, welcher in unbarmherziger Weise auf einen regungs­los unter ihm liegenden Gegenstand einschlug und dabei die Worte fallen ließ: „Kerl, jetzt sollst Du verrecken!" Sie konnten jedoch weder den schlagenden noch den am Boden liegenden Menschen in der Dunkelheit erkennen, fürchteten sich auch bei näherem Nachsehen, in „Gerichts­geschichten" verwickckt zu werden und legten sich wieder zur Ruhe. Erst gegen 4 Uhr morgens gelang es einigen die Straße herabkommenden Burschen, den Daliegenden, in dem sie den 20jährigen Maurer Karl Wilhelm erkannten, nach Hause zn schaffen. Letzterer gab an, er sei allein die Dorfstraße herabgckommen und dann unversehens durch einen von hinten nach seinem Kopfe geführten Schlag zu Boden gestreckt worden und habe nunmehr einen Mann neben sich gesehen, welcher mit den oben bezeichneten Worten auf ihn einschlug. Er habe denselben zwar nicht erkennen können, indessen aus der stimme und der Ausdrucksweise desselben die Ueberzeugung gewonnen, daß es Nau gewesen sein müsse. Den Abend jenes Tages hatten Nau und Wilhelm, welche sich gegenseitig nicht besonders wohlwollend gesinnt waren, offene Feindschaft indessen nicht zur Schau trugen, mit anderen Burschen in der Krählingschen Wirtschaft und auf der Dorfstraße zugebracht, wobei sich Wilhelm einmal weigerte, dem ihm zutrinkenden Angeklagten Bescheid zu thun und, da ersterer mit einigen Schröcker Burschen ver­kehrte, die Aenßernng fallen ließ: „Die Bürste <Nau) zieht mit den Schröcker Burschen int Dorfe herum." Nau ließ sich jedoch darüber nichts nterken, blieb bis 12 Uhr bei seinen Kaineraden und trennte sich dann von diesen mit den Worten, er wolle Schlafengehen. Etwa eine Stunde später verabschiedete sich auch Wilhelm. Nau wurde alsbald nach der That gefänglich eingezogen, verlegte sich aber aufs Leugnen und gestand erst in heutiger Ver­handlung die That begatigen zu haben, jedoch im Zustande der Notwehr, da er von Wilhelm mit einem Messer an­gegriffen worden sei. Brachte auch durchstochene Kleidungs­stücke herbei und zeigte eine Narbe auf der Brust, welche angeblich von Wilhelm herrühren sollte. Einer der Zeugen bekundete, er habe den Nau morgens gegen 4 Uhr noch auf der Straße gesehen, ein anderer, es sei ihm in jener Nacht eine Wagenrunge entwendet worden. Wilhelm, ein äußerst kräftiger Bursche, wurde in der hiesigen Klinik behandelt und nach 5 Wochen von seinen Verletzungen wieder hergestellt. Dieselben bestanden in einer großen Kopfwunde, einem Arm- und einem Rippenbruch, sowie in Verletzungen der Hüftgegend und des Oberschenkels. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten schuldig und ver­urteilte ihn zu 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis, sowie in die Kosten In der Urteilsbegründung wurde ange­führt, daß die Vorgänge vor dem ersten Schlage Nau's als nicht erwiesen dahin gestellt bleiben könnten und das Urteil nur den Teil des Vorganges in Betracht ziehe, wo der Attgeklagte auf den wehrlos am Boden liegenden Wilhelm einhieb. — Die ledige Dienstmagd Barbara Weimar ans Roth erhielt wegen Betrugs eine Geldstrafe von 50 Mark. Dieselbe hatte im November v. I von dem Vater ihres unehelichen Kindes eine endgültige Ab­findungssumme für alle noch entstehenden Alimenten- und sonstigen Forderungen angenommen, dabei aber verschwiegen, daß das Kind schon am 11. November gestorben war. — Ein starker Kaffee mag es gewesen sein, den 3 Burschen zu Wittelsberg dem Ackermann Heinrich Bender daselbst am Abend des 22. Januar d. I. bereitet hatten. Sie warfen nämlich gebrauchten Kautabak in denselben, was zur Folge hatte, daß Bender in der nächsten Nacht nicht zu schlafen vermochte und noch 8 Tage nachher ein unangenehmes Kratzen im Halse und Zwicken im Bauche verspürte. Letzterer war indessen mit diesem Spaß nicht einverstanden, sondern machte Anzeige, worauf zwei der Angeklagten wegen Körperverletzung zu 8 Tagen und der dritte, welcher den Kau­tabak geliefert hatte, zu 2 Tagen Gefängnis verurteilt wurden, trotzdem sie beteuerten, man habe an jenem Abend von Hartleibigkeit gesprochen, und sei es ihre Absicht nur gewesen, dem Bender eine Erleichterung zu verschaffen. Einer derselben, der 18jährige Gotthard Nau, appellierte gegen dieses Urteil und wurde durch heutiges Strafkammer­erkenntnis in anbetracht seiner Jugend und des Umstandes, daß ihm einer der anderen Angeklagten die That vorge­macht hatte, dessen Strafe auf 15 Mark Geldbuße, hülfs- weise 3 Tage Haft herabgesetzt. — Der Tagelöhner Heinrich Wig. Berg ans Schorbach wurde wegen Beleidigung des Försters Scherz zu Ottrau. Widerstands gegen die Staatsgewalt und Werfens mit Steinen nach Menschen, zu 6 Monaten Gefängnis und 7 Tagen Haft verurteilt, und ferner der Tagelöhner Conrad Ziegler aus Homberg zu 2 Monaten Gefängnis, weil er in diesem Frühjahr der Witwe Gottberg den Erdstock eines Apfelbaumes im Werte von 50 Pfg. aus einem Garten entwendet hatte.

— Dem Ober- und Geheimen Regierungsrat Mittler zu Cassel und dem Ober-Regierungsrat Kühne ebendaselbst ist der Königl. Kronenorden zweiter Klasse verliehen worden.

— Von der Königlichen Generalkommission zu Cassel ist vom 1. Juli d. I. ab in Rinteln, ohne Abgrenzung

eines bestimmten Bezirks, eine zweite Spezialkommission errichtet und deren Leitung oem Gerichts-Assessor Korb übertragen. Die von dem Oekonomiekommissar v. Lengerke daselbst verwaltete Spezialkommission wird die Bezeichnung „Spezialkommission I zu Rinteln", diejenige des ec. Korb die Bezeichnung „Spezialkommission II zu Rinteln" führen. Als Vermessungsbeamte bei der neuen Spezialkommissioii II werden der Vermessungsrevisor Eckhardt und bet Land­messer Trautmann zu Rinteln, und zwar neben ihrer weiteren Beschäftigung bei der Spezialkommission I daselbst, fungieren. — Der bisher als Protokollführer für die Laufbahn eines Oekonomiekommissars beschäftigte Guts­besitzer Neutze ist zum Oekonomiekommissionsgehülfen er­nannt und wird beim Kollegium der Königlichen General­kommission zu Cassel behufs seiner weiteren Ausbildung beschäftigt Bei der genannten Königl. Generalkommission sind die Bureau-Assistenten Douffainl und Schmidlkunz zu Sekretären und der Burean-Diätar Kuhn zum Bureau- Assistenten ernannt.

Wabern, 12. Juli. Aus der Generalversammlung der „Aktiengesellschaft Zuckerfabrik Wabern", welche am 8. d M. hier stattfand, wird FMendes mitgeteilt: Was die Resultate der diesmaligen Kampagne betrifft, so wurde mit allseitiger Befriedigung aufgenommen, daß dieselben ungleich günstiger als im Vorjahre sind. Bei einem Aktienkapitalkonto von 600 000 Mark wurde eilt Rein­gewinn von 48 530 Mk. erzielt, für statutenmäßige Ab­schreibungen wurden 31338 Mk. verwandt. Für Zucker und SyrUp wurde ein Erlös von 1448457 Mk. erzielt, wogegen das Fabrikationsunkostenkonw nur 1376 980 Mk. aufweist. Bei diesem günstigen Stande des Unternehmens war es möglich, an die Aktionäre für die gelieferten Rüben eine Vergütung von 1 Mk. pro Zentner zu zahlen und außerdem noch eine Dividende von 5 Prozent zur Ver­teilung zu bringen, während im Vorjahre, trotzdem der Zentner Rüben mit 95 Pfg. bezahlt wurde, eine Dividende überhaupt nicht verteilt werden konnte. Schließlich wurde noch Vorstand und Aufsichtsrat neu gewählt, und zwar in den Vorstand der Gesellschaft die Herren Oberamtmann Plaß - Mönchehof, Direktor Höpsner - Wabern, Oekonom Sinning - Dörnhagen, Gutsbesitzer Röver - Udenborn und Lederle-Fritzlar.

Homberg, 12. Juli. Gestern vormittag ereignete sich in dem zum hiesigen Kreise gehörigen Torfe Ober­beisheim ein erschütternder Unglückssall, indem das zwei­jährige Kind des Försters Gombert kopfüber in einen mit Wasser gefüllten Kübel stürzte und so den Tod fand.

Frievewald, 11. Juli. Die 2 Jahre alte Tochter Susanne des Ackermanns Anton Christoph Möller dahier fiel gestern nachmittag gegen 6 Uhr in das, in dem Garten des re. Möller befindliche, mit Wasser angefüllte Kalkloch und ertrank darin.

Aus der Rhön, 13. Juli. Heute wurde der 86 Jahre alte Auszüger Georg Gutermuth von Dalherda in das Amtsgerichtsgefängnis nach Weyhers abgeführt, weil derselbe seinen Sohn, den Bauer Johann Kaspar Gutermuth, durch einen Schuß ziemlich schwer verletzt hat. Der Sachverhalt ist folgender: Georg Gutermuth, der mit seinem Sohne in einem Hause wohnt, begab sich heute früh gegen 10 Uhr in seine Speisekammer und verschloß die­selbe. Seine Ehefrau wollte, um für die Anrichtung des Mittagessens zu sorgen, die betreffende Kammer betreten. Da sie dieselbe verschlossen fand, so ersuchte sie ihren Sohn, einmal nachzusehen. Derselbe brachte mit einem Holze eine Oeffnung der Thüre auch zu Stande. Kaum hatte er aber seinen Kops in diese gesteckt, so krachte ein Schuß aus der Kammer und der Sohn taumelte im Ge­sicht getroffen zurück. Später drangen 4 Männer in die Kammer und nahmen dem alten Gutermuth die Waffe (einen Revolver),, welche noch mit 5 Kugeln geladen war, ab. Wahrscheinlich hatte der alte Gutermuth ein Stück einer abgebrochenen Feile in den Lauf gesteckt, denn ein solches fand sich in der Wunde vor, während die betreffende Revolverkugel in der Nähe der gegenüberliegenden Thüre aufgefunden wurde. Herr Dr. Ackermann von Weyhers wurde sofort zur Untersuchung der Wunde herbeigerufen. Wie verlautet, soll dieselbe nicht lebensgefährlich sein. Be­merkt sei noch, daß die beiden Gutermuth, Vater und Sohn, infolge der Unverträglichkeit und Streitsucht des Alten fast beständig in Prozessen gegen einander ver­wickelt sind. Es ist auch die Meinung nicht ausgeschlossen, daß der alte Gutermuth sich in der verschlossenen Kammer hat entleiben wollen, da er, wie behauptet wird, in letzter Zeit Spuren von Geistesstörung gezeigt und auch vor einigen Tagen von einem seiner Nachbaren Abschied ge­nommen hat mit dem Bemerken, er gehe weit fort. Aus letzteren Gründen ist es möglich, daß der inhaftierte Guter­muth vielleicht bald wieder in Freiheit gesetzt wird. (F.Kr.)

Telegraphische Depeschen.

'Gotha, 14. Juli. Wie die „Gothaer Zeitung" meldet, haben Se. Majestät der Kaiser und Ihre K. und K. Hoheiten der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin Gustav Freytag aus Anlaß seines 70. Geburtstages tele­graphisch beglückwünscht. Se. Majestät der Kaiser ließ Gustav Freytag mitteiten, daß seinem Bilde in der National­galerie zu^Berlin ein Platz angewiesen sei

Rom, 14. Juli. Vom 13. bis 14. mittags erkrankten resp. starben an Cholera in Codigoro 3/2, in Venedig 0/1, in Brindisi 11/3, in San Vito 20/1, Ostuni 0/1, Oria 2/2, Erchie 8/2, Francavilla 44/17, Latiano 25/10, San Donati 6/2, in Triest in derselben Zeit 3/1 Personen.

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