Rottendorf mit seinen Eltern wohnhaft und arbeitete seit otwa 3 Jahren auf der Zeche „Gustav" bei Werne, Westfalen. Zu Ostern dieses Jahres machte der Angeklagte in Begleitung des Bergmanns Christoph Boßhammer eine a Sesuchsreise nach Bottendorf und logierte hier bei seinem 1 ehemaligen Hauswirte, dem Ackermann Schneider. Am
2. Feiertag nachmittag beteiligte er sich an den: Eierlesen der Dorfjugend, ging dann nach Hause, klagte über den rühlen Empfang, den ihm die Burschen hätten zuteil werden lassen und sagte zu Frau Schneider, er werde nicht wieder nach Bottendorf zu Besuch kommen und auch am abend nicht zum Tanze gehen. Er wurde dann aber von Boß- Hammer doch zum Mitgehen nach der Beilschen Wirtschaft bewogen, und geriet hier nach 10 Uhr abends etwa 20 Schritte vom Hause mit dem Zimmermann Heinrich Finger und dem Tagelöhner Adam Röse in Streit, bei welchem er von dem mitgeführten Revolver Gebrauch machte und ersterem in den Hals, letzterem in die Seite schoß. Gleich nach der That flüchtete der Angeklagte wieder nach Westfalen und wurde am 3. Mai daselbst verhaftet. Bei seiner Vernehmung gibt derselbe an, er habe an jenem abend : allein auf dem Beilschen Hofe gesessen, und sich dann dem
Finger und Röse angeschlossen, welche nach der Wirtschaft Boßhammer hätten gehen wollen. Kurz darauf seien Jie in Wortwechsel geraten, Finger und Röse hätten auf ihn eingeschlagen, sodaß er habe die Flucht ergreifen müssen. Erst im Laufeit habe er dann den Revolver hervorgezogen ; und, UM seine Verfolger abzuhalten, zwei Schüsse nach
hinten unter dem Arm hindurch auf dieselben abgegeben. Die beiden Verletzten sagten dagegen anders aus. Rach ihren Angaben saß der Angeklagte auf dem Hofe und . rief, als sie etwa 20 Schritte an ihm vorübergegangen | waren: „Comme eil“ worauf sie geantwortet hätten:
„Comme $a!“ Daraufhin sei er aufgestanden, auf sie zugekommen und hätte schon nach wenigen Worten den Revolver gezogen und mit ausgestrecktem Arme die beiden Schüsse auf sie abgegeben, ohne daß im Lause des Nach- ; mittags oder in dem'Augenblicke der That ihrerseits irgend
welche Streitveranlassung gegeben worden sei. Der Dienstknecht Ernst, welcher den ganzen Vorgang von dem Beilschen Hofe aus beobachtete, behauptet, er habe vor dem Knallen der Schüsse gehört, daß einige Ohrfeigen verabfolgt worden seien, jedoch in der Dunkelheit nicht sehen können, wer sie ausgeteilt oder bekommen habe. Der praktische Arzt Dr. Heinemann zu Frankenberg untersuchte die beiden Verletzten und fand bei Röse, daß die Kugel in der linken Unterleibsgegend eindrang, die Heilung der Wunde sehr gut von Statten ging und der Schuß aller Wahrscheinlichkeit nach, obgleich die Kugel im Körper noch vorhanden ist, weitere schlimme Folgen für den Verletzten nicht nach sich ziehen wird. Finger hatte nur eine leichte Kontusion am Halse. Die Kugel war im Halstuche und Hemdkragen stecken geblieben, nachdem sie sich nach Ansicht des Sachverständigen am Hemdknöpschen platt geschlagen hatte. Aus den übrigen Zeugenaussagen ist noch zu entnehmen, daß der Angeklagte angetrunken, der Zimmermann Finger aber sehr betrunken gewesen ist. Bezüglich des Vorlebens des Angeklagten konnte Nachteiliges nicht eruiert werden. Frau Schneider, bei welcher der Angeklagte 7 Jahre lang in Bottendorf wohnte, bezeichnet denselben f als einen stillen jungen Mann, > em sie sogar die Hand j ihrer Tochter anvertraut haben würde; über desien Be-
tragen in Werne sind dagegen keine Ermittelungen angestellt worden. (Schluß folgt.)
Homberg, 20. Juni. Am Freitag mittag fanden Kinder im Felde zwischen Unshausen und Hebel einen älteren Mann an einem Weidenbaum erhängt. Auf die Nachricht der Kinder gingen etliche Männer nach der Stelle und fanden dort den 73jährigen Joseph Rosenblatt aus l Hebel. Da sich an der linken Hand bedeutende Schnittwunden, sowie an Brust und Schultern stark mit Blut unterlaufene Stellen-vorgefunden haben sollen, so wurde heute die Leiche, sowie der Ort der That gerichtlich untersucht, indessen zweifelt man an einem Selbstmorde I nicht. (T. u. 21.)
Cassel, 22. Juni. Im Hotel du Nor, fand gestern nachmittag von 5 Uhr ab ein gemeinschaftliches Festessen der Mitglieder des Provinzial - Landtages zu Ehren des Herrn Oberpräsidenten Grafen zu Eulenburg statt.
Gieße«, 20. Juni. Nächsten Donnerstag, 24. Juni, t wird hier die vor drei Jahren gegründete theologische Konferenz für die Regierungsbezirke Wiesbaden und Cassel, den Kreis Wetzlar, das Großherzogtum Hesien und die Stadt Frankfurt ihre diesjährige Zusammenkunft halten. Sie beginnt vormittags 10 Uhr im großen Saale des Cafe Leib. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist ein Vortrag des Herrn Oberkonsistorialrats Dr. Sell in Darmstadt über die geschichtliche Entwickelung der Kirche : im 19. Jahrhundert und die ihr dadurch gestellte Aufgabe. An den Vortrag wird sich eine Diskussion anschließen Nach einer kurzen Pause wird von 1 bis 2 Uhr ein Referat des Herrn Prof. vr. Heinrici in Marburg über den Stand der Forschungen auf dem Gebiete der l paulinischen Briefe folgen. Ein gemeinsames Mittagessen (trockenes Kouvert zu 1.50 Mk.) wird um 2V- Uhr in dem obcngedachten Lokale die Teilnehmer der Konferenz vereinigen. Im vorigen Jahre war der Besuch und | Verlauf der Konferenz ein überaus befriedigender. Möge j dies auch in diesem Jahre der Fall sein!
Telegraphische Depesche«.
Hirschberg, 21. Juni. Infolge anhaltender wolkenbruchartiger Regengüsse sind der Zacken und der Bober ausgetreten. Warmbrunn, Herischdorf, Kunersdorf, die Sandvorstadt Hirschbergs, Straupitz stehen teilweise unter Wasser. Beide Flüsie steigen noch. Der Bober stieg in zwei Stunden mehr als 1 Meter.
Hirschberg, 21. Juni. Die Ueberschwemmung deS I Bobers und des Zackens hat sehr große Dimensionen angenommen. Das Wasser steigt fortwährend. Die über- fchwemmten Ortschaften sind in größter Gefahr. Die Feuerwehren der ganzen Gegend sind alarmiert. Der Schaden ist enorm. Der Pegelstand des Bobers ist 3,5 Meter.
Wie«, 21. Juni. Infolge von starken Regengüssen, welche von Sonnabend Abend bis heute vormittag andauerten und namentlich gestern abend von heftigem Sturmwind begleitet waren, sind der Wienfluß und die Bäche in der Nähe der Hauptstadt stark angeschwollen und stellenweise aus den Ufern getreten. Mehrere Ortschaften sind überschwemmt, Weinfluren und Feldfrüchte beschädigt, zwei Menschen in den Fluten des Wienflusses umgekommen. Der Bahnkörper der Franz-Josefs-Bahn ist an einigen Stellen, wenn auch nicht erheblich, beschädigt. Auch aus Böhmen, Schlesien und Ungarn werden Wasserschäden gemeldet.
Pest, 21. Juni. sUnteihaus.) Ministerpräsident Tisza erklärt, die Regierung müsse infolge wesentlicher Abänderungen des Zolltarifs seitens des österreichischen Abgeordnetenhauses, durch welche von neuem Unterhandlungen erforderlich würden, darauf verzichten, daß der Gesetzentwurf betreffend die Abänderungen des Zolltarifs noch im Laufe der jetzigen Session vorgelegt werde. Die Regierung wünsche nur die Erledigung der bereits auf die Tagesordnung gestellten Entwürfe. —Hiernach dürfte der Schluß der Session spätestens am Sonnabend eintreten. Die Eröffnung der neuen Session sindct voraussichtlich gegen den 18. September d. I. statt.
Perris, 21. Juni. Der Senat begann heute die Beratung über den Gesetzentwurf betreffend die Ausweisung der Prinzen. Jules Simon sprach gegen denselben, indem er betonte, daß nichts die Ausweisung rechtfertige. Die Republik habe nur ihre eigenen Fehler zu fürchten; nicht von den Prinzen, sondern von der Commune drohe Gefahr.
Bern, 21 Juni. Der Nationalrat ging nicht auf den Antrag Joos, betreffend Anbahnung eines staatlichen Rückkaufs der Eisenbahnen durch Entgegennahme von Verkaufsanerbietungen seitens der Bahngesellschaften ein. Bundesrat Welti erklärte, ohne die Verstaatlichung im Prinzip zu bekämpfen, den vorgeschlagenen rnoäus xroeeckenäi für zweckwidrig.
London, 21. Juni. Das Oberhaus nahm in zweiter Lesung die Bill wegen Abänderung der Alkoholscala und der Weinzölle, in dritter Lesung die internationale Autoren- rechtöbill an.
London, 21. Juni. (Unterhaus.) Howard erklärt, der Oberst Lockart sei auf einer Erforschungsreise, nachdem er Gilgit und Chitral besucht, auf seinem Rückweg nach Indien durch das Land Hindukusch in Niederbadakschau angekommen. Das Gerücht von dessen Gefangennahme sei also unbegründet. Harcourt teilt mit, der Schluß des Parlamentes werde am Freitag, die Auflösung am Sonnabend erfolgen. Bryce erklärte, er habe seinen jüngsten Mitteilungen, betreffend die Neuhebriden, nichts hinzuzufügen. England habe keinen Grund, sich über die Haltung der französischen Regierung in dieser Angelegenheit zu beklagen. Beide Regierungen anerkennen das Abkommen von 1878 und 1883 für bindend. Die dritte Lesung der Finanzbill wird angenommen.___________________________________
Vermischtes!
— lieber die boshaften Sir-.iche einer den besseren Ständen angehörenden jungen Dame in Hamburg wird der „K. Z." gemeldet: Den Beweggrund zu dem boshaften Treiben bildete die — Eifersucht. Ein junger studierter Manu, welcher in der Familie der dreiundzwanzigjährigen Dame verkehrte, wurde von derselben besonders ausgezeichnet, ohne daß et die Huldigungen, welche ihm entgegengebracht wurden, erwiderte, vielmehr schenkte er seine Zuneigung einer jungen Freundin der B. — so heißt das wegen ihrer Bosheiten in Hast genommene Fräulein. In der letzteren reifte uun der Entschluß, die ihr vorgezogene Freundin moralisch zu vernichten, um dadurch den von ihr angebetetea jungen Herrn zu bestimmen, sich von der Freundin ab- und ihr zuzuwenden. Es blieb nicht bei der Anstiftung der Teufeleien und mehr als schlechten Späße, die in der Zustellung von Totenkränzen, gefälschten Einladungsschreiben und Absagebriefen bestanden, das boshafte Weib erdichtete sogar schamlose Verdächtigungen, welche Ehegatten anonym zugestellt wurden, und welche stellenweise geradezu eine Vernichtung des häuslichen Glücks und Friedens bewirkt haben sollen. Alle die Dinge waren indeß nur Vorbereitungen von langer Hand, Den unmittelbaren und Haupt- schlag gegen ihre Neb-nbuhlerin führte die Verworfene dadurch, daß sie verdächtigende Briefe an sich selbst schrieb, diese ihrem Vater mit dem Verlangen vorzeigte, nach dem geheimnisvollen schändlichen Verfasser zu fahnden, und dabei den Verdacht gegen ihre Freundin durchblickest ließ. Die Folge davon war, daß der Vater den Mutmaßungen seiner Tochter schließlich Glauben schenkte und im Hinblick auf das zur Plage gewordene Unwesen, welches die geheime Briefschreiberei u. s. w. in der ganz n nächsten Umgebung anrichtete, Anlaß nahm, die Aufmerksamkeit der Behörden auf die besagte Freundin seiner Tochter zu lenken. Die Letztere, ein einundzwanzigjähriges, junges Mädchen, wurde denn auch zur Vernehmung vor die Staatsanwaltschaft ge
laden und hatte eine Reihe von Verhören zu bestehe», in denen ihr die schamlosen, verleumderischen Briefe vorgelegt wurden. Es fanden Schristvergletchungen statt, w lche zu dem Ergebnisse führten, daß mehrfache — es, wird behauptet, vier verschiedene — Gutachten übereinstimmend die Möglichkeit ober Wahrscheinlichkeit bekundeten, die Verdächtigte sei in der That die ihre Handschrift verstellt habende Schreiberin der Schmähbriefe. Der vernehmende Staatsanwalt sah indeß schärfer, trotz der Urteile der Sachverständigen vermochte er an eine Schuld der Verdächtigen nicht zu glauben, so daß dieselbe schließlich unbehelligt blieb. Scheinbar wurden weitere Nachforschungen eingestellt, bis vor einigen Tagen die Polizeibehörde die Gelegenheit wahrnahm, in einen Leseklub einzudringen, an welchem die Angeberin und Beschuldigerin ihrer Freundin Teil nahm. Es wurden hierbei Bücher beschlagnahmt, in welchen einzelne Briefe der Dame lagen, die sie an sich selbst gerichtet. Der Umstand, daß diese Briefe mit den Schriftzügen anderer von ihr geschriebenen große Aehnlichkeit besaßen, führte dazu, daß Fräulein B. von der Staatsanwaltschaft in ein scharfes Kreuzverhör genommen wu.de, bei welchem sie sich in solche Widersprüche verwickelte, daß genügende Gründe vorhanden waren, dieselbe in Untersuchungshaft abzuführen, worin sie sich zur Zeit noch befindet und auch bis zur Eröffnung des Hauptverfahrens verbleiben dürfte. Dies die Sachlag > deS teuflischen, aus Eifersucht geborenen Planes zur moralischen Vernichtung eines reinen, unschuldigen Lebens. Das Haapt- verfahren wird voraussichtlich wegen der vielen, als BeweiS- material dienenden schamlosen, verleumderischen Briefe unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden.
— (Romantik in Amerika.) Inder „N.-A.St.-Z." lesen wir: „Es wuchsen einst auf Hildungs Gut — zwei Pflanzen unter treuer Hut — zwei schön're nie im Nord erschienen — sie wuchsen herrlich auf im Grünen." So ungefähr beginnt Teguer seine „Frithjofs - Sage". Eine solche Frithjofs- und Jngeborg-Geschichte hat im Stadtkreis- gerichte zu Baltimore ihren Abschluß gefunden. Zu Stavanger in Norwegen, im Stift bhnstiansland, heiratete vor mehreren Jahren ein Witwer eine Witwe; eins brachte einen Sohn, das andere eine Tochter in die Ehe. Beide Kinder wuchsen zusammen auf, wie das Paar der skandinavischen Sage, und mußten sich, dem Willen der Eltern entsprechend, heiraten. Der finge Ehemann ging zur See; unterdessen aber nahte sich der Jugendgeliebte der Frau und ging mit ihr nach Amerika. Das Paar kam nach Baltimore und lebte hier ruhig zusammen, bis der verlass-ne Mann den Aufenthalt seiner Schwestergattin ausfindig gemacht hatte und ebenfalls hierher kam. Die junge Frau sagte ihm traurig ober bestimmt, daß sie nicht ferner mit ihm leben könne. Der Manu wandte sich an den Advokaten H. E. Tieck, und dieser leitete die Scheidungsklage ein. Der jungen Fran ging es m t ihrem neuen Manne nicht zum besten; vor einigen Wochen kam sie nieder, und während der Wehen geriet das Haus in Brand; der Mann trug sie mit ihrem neugeborenen Kinde aus dem brennenden Hause und rettete sie, aber das Kind starb. J i einer Unterredung, welche Herr Tieck mit ihr hatte, machte er sie darauf aufmerksam, daß der Mann, bir die Scheidung verlange, so treu an ihr hänge, während sie doch noch gar nicht wisse, was ihr mit d-m andern passieren könne. Die Frau vertraute aber felsenfest auf ihren Geliebten, und so wurde die Scheidung ausgesprochen.
— Ein H.iratsautrag durch die Zeitungs-Annonce ge hört heutzutage zu den „nicht mehr ungewöhnlichen Wegen"; neu, jedenfalls originell ist aber ein Heiratsantrag durch — eine Zigarre. Herr X. kaufte sich neulich eine Zigarre. Als er die Spitze derselben abschnitt, bemerkte er im Innern der Zigarre ein zusammengerolltes Stück Papier. Dasselbe war beschrieben und enthielt einen Heiratsantrag der Zigarrenarbeiterin an den eveut. Rancher der Zigarre. Die Heiratslustige gab an, 18 Jahre alt hübsch und gut erzogen zu sein; an Vermögen besitze sie 210 Mark. Leider konnte Herr £., da er schon vergeben war, von diesem Anträge der Heiratskandidatin, die ihre vollständige Adresse angegeben hatte, keinen G brauch machen.
Marktberichte.
Frankfurt, 21. Juni. (Fruchtbericht.) jMitgeteilt von Jakob Haarburger, Kommissions- und Agenturen - Geschäft.) Weizen, Weiterauer, Mk 173/*—18, fremder 17*/, -*/♦• Roggen M. 14'/.-*/,. Gerste M. 13 iS. Hafer M. 13'/,-14'/, RapS 22*/,—'/ 4 Weizenmehl, nordd., Nr. 00 Mk- 22'/, - 24, Nr. 0 SRI. 21'/,—22, Nr. 1 Mk. 20-21, Nr. 11 Mk 17'/,—18, Nr. III Mk. 16'/,—17. Roggenkleie ipr. 50 Kilo) Mk.4'/,—'/., Weizen» tleie (pr. 50 Silo) Mk- 4.30 Roggenmehl °/I (ab Berlin) Mk. 18*/,—19 Bei festerer Tendenz verlief der heutige
Martt ohne größere Umsätze Die Preise verstehen sich front» hier pro 100 Kilo je nach Qualität
Frankfurt 21. Juni- Auf dem heutigen Viehmarkt« waren ongetrieben 370 Ochsen, 12 Bullen, 380 Kühe Stiere u. Rinder, 80 Hämmel, 290 Kälber. 160 Schweine. Die Preise stellten sich wie folgt: Ock>sen 1 Qualität (per 100Pfund Schlachtgewicht) 64—66 Mk., 2. Qualität 58—60 Mk. Bullen 1. Qualität 44 bis 46 Mk, 2. Qualität 38—40 Mk. Kühe, Stiere und Rinder 1. Qualität 56 - 58 Mk, 2. Qual 44-50 Mk. Kälber 1. Qual. 58 -60 Pfg, L Qual. 44—50 Pfg. Hämmel 1. Qual. 58—60 Mark, 2 Qual. 43 50 Mk Schweine 50—52 Pfg., 2. Qual. 48 Pfg. per Pfund-
Lübeck, 21. Juni- (Wollmartt.) Angefahren waren 4000 Zentner. Der Verlauf war günstig, renommierte Stämme voll zu vorjährigen Preisen, auch höher vergriffen. Gröbere Wollen anfangs wegen zu hoher Forderungen wenig begehrt, später »n 90—110 Mark verkauft Feine Wollen zu 110 ä 125, selbst 130 Mark geräumt- Wäsche befriedigte, teilweift vorzüglich.
Farbige seidene Faille Franchise, Surah, Satin merveilleux, Atlasse, Damaste, Ripse und Taffete Mark 2.20 Pf. per Meter bis Mk. 12.25 Pf. vers. in eint Inen Roben u. Stück n zollfrei in’S Haus das Sci eufabrik-Depot Henne berg (Ä. u.
K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend. Bliese kosten 20 Pf. Porto.__________________________________[4672
Temperatur der Lahn 9 Uhr vormittags: 12 Grad R.