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sind. Erfreulicherweise nimmt die Anzahl der Fälle von Tag zu Tag ab; der Höhepunkt war vor 8 Tagen mit 35 Erkrankungen und 14 Toten im Tage erreicht; in den .letzten 24 Stunden wurden nur 14 Erkrankungen und 4 Todesfälle angemeldet. Sollten auch einzelne Fälle nicht angegeben werden aus Furcht vor den Maßregeln der Ge- fundheitspolizei, so lassen sich doch die Toten auf die Dauer nicht verheimlichen. Für eine Stadt von 70—80000 Ein­wohner sind oben genannte Zahlen verschwindend kleine, und hofft man allgemein auf baldiges Verschwinden des Nebels, zumal die Stadt bei früheren Choleraepidemien nur in sehr geringem Maße heimgesucht wurde. Gefähr­licher ist die Lage in den umliegenden kleinen Städten von 5—20000 Einwohnern, fast ausschließlich Bauern, welche unglaublich schmutzig sind und dichtgedrängt mit Schweinen, Eseln und Hühnern in demselben Raume Zu­sammenleben. — Die bei Beginn der Epidemie etwas auf­geregte niedere Bevölkerung unserer Stadt hat sich gänzlich beruhigt; der Aberglaube, daß die Aerzte den Kranken Gift reichen, um mit dem Befallenen die Cholera zu beseitigen, schwindet immer mehr. Die erste Erregung wurde weit mehr durch Vorurteile gegen die wohlwollende Absicht der Aerzte und Behörden, als durch Cholerafurcht hervor­gerufen. In der That sollen im Anfänge die unteren Polizeiorgane etwas brutal gegen Erkrankte und ihre An­gehörigen verfahren sein in allzu großem Pflichteifer. Mir erklärte ein Arbeiter, er werde eher den Arzt totschlagen, als in sein Haus treten lassen, man habe die Medizin der Doktoren einer Katze gegeben, und dieselbe sei alsbald ver­endet, dunque e veleno. Das arme Tier hatte den ganzen Inhalt eines Fläschchens Laudanum verschlucken müssen, daran stirbt allerdings auch ein Cristiano. Jetzt überzeugt man sich aber von dem wirklich ausgezeichneten Erfolge dieses Mittels; es sterben fast nur solche Befallene, welche die Krankheit im ersten Stadium vernachlässigen. Die Staats', Gemeinde- und Gesundbeitsbehörden zeigen sich sehr thätig und pflichteifrig, die Bürgerschaft ist hilfsbereit und opferwillig. Sofort haben sich Gesellschaften freiwilliger Krankenpflege gebildet, welche mit den verehrungswürdigen barmherzigen Schwestern an thätiger Menschenliebe wett­eifern. Der Erzbischof beauftragte den allerdings meist noch auf tiefer Bildungsstufe stehenden niederen Klerus den Aberglauben des Volkes zu bekämpfen und es zur Annahme ärztlicher Hilfe und Heilmittel zu bewegen. Aus reichlich fließenden Gaben wurden Volksküchen eingerichtet, um den unteren Schichten, welche in dieser Jahreszeit fast aus- sck'ließlich von Brot, Obst und ungekochtem Grünzeug leben, eine kräftige Suppe mit etwas Fleisch zu bieten. Fast anderthalbtausend Menschen werden dort täglich gespeist. Das Erscheinen der Cholera brachte uns ben Vorteil, daß die Stadt einmal gründlich gereinigt wird, an Karbol wird nicht gespart, auch wird nicht mehr so freisinnig gestattet, daß der Eingeborene in zwar höchst gesundheitsschädlicher und unmoralischer, aber um so ungenierteren Weise seine Bedürfnisse befriedigt, dove vuole.

Venedig, 20. Mai. Das Journal „Ladifesa" meldet, Don Carlos sei ins Ausland abgereist.

Paris, 20. Mai. Die meisten republikanischen Zeitungen fordern die Ausweisung der Prinzen; die Ansicht, die Ausweisung wäre ein unpolitisches Vorgehen, wird nur von einigen vertreten. Gegenüber der Agitation für die Ausweisung bemerken die konservativen Blätter, daß der Empfang am Sonnabend durchaus nicht den Charakter einer politischen Kundgebung hatte. Der „Moniteur" sagt, man könne die Prinzen, aber nicht die Prinzipien auswcisen.

Petersburg, 20. Mai., Der „Regierungs-Anzeiger" veröffentlicht nachstehenden kaiserlichen Befehl an die Flotte im Schwarzen Meer: Ueber 30 Jahre sind vergangen, daß die Flotte des Schwarzen Meeres Heldenthaten verrichtet hat und sich für das Wohl Rußlands opferte. Jetzt ersteht diese Flotte zur Freude des lange um sie trauernden Vater­landes wieder. Mein Wille und meine Gedanken sind auf eine friedliche Entwickelung des Volkswohls gerichtet, allein die Umstände können die Erfüllung meiner Wünsche erschweren und mich zur bewaffneten Verteidigung der Würde des Reiches zwingen. Ar werdet für dieselbe mit mir eintreten mit Ergebenheit und die Zeitgenossen in Erstaunen setzen über die Standhaftigkeit, welche Euere Vorfahren auf den Auftuf meines Großvaters bewiesen. Auf dem Wasser, dem Zeugen ihrer Heldenthaten, vertraute er Euch die Verteidigung der Ehre und Sicherheit Ruß­lands an.

Athe«, 20. Mai. Die Deputiertenkammer wählte

absichtigten sie verschiedene Richtungen einzuschlagen, denn der Eine von ihnen, ein Mann in den Dreißigern, mit verschlagener und beobachtender Miene, erteilte seinem Ge­fährten Instruktionen.

„Nun, Rode/ sagte er, „Du suchst also so schnell als möglich den Ort zu erreichen, wo Du Deine Frau treffen sollst. Ich empfehle Dir aber nochmals, bleib nüchtern und laß Dich nicht von der Versuchung hinreißen, in Wirts­häuser einzukehren. Im Uebrigen hast Du hier noch etwas für den berechtigten Durst/ — Damit händigte er ihm eine kleine Flasche ein, welche Rode mit gierigen Augen er- griff, an die Lippen setzte und einen kräftigen Zug aus ihr that. Dann sagte er in unterwürfigem Ton:

„O, Herr Rabe, verlassen Sie sich ganz auf mich — es gilt ja meine eigene Sicherheit; auch mir solls lieb sein, diese schreiende Last sobald als möglich los zu werden." Bei diesen Worten deutete er auf einen Bündel, der vor ihm auf dem Sattelknopf ruhte.

(Fortsetzung folgt.)

Stephanopulo, dessen Wähl Trikupis empfohlen hatte, mit großer Majorität zum Präsidenten. — Bei der Präsidenten­wahl für die Deputiertenkammer wurden für Stephanopulo 139 Stimmen abgegeben, für Delyannis 78. Sotiropulo, Deligeorgis und Rhali stimmten mit ihren Anhängern, obwohl sie bisher zur Gegenpartei von Trikupis gehörten, doch für dessen Kandidaten Stephanopulo. Beim Ver­lassen der Kammer hielt Trikupis an die zahlreich ver­sammelte Menschenmenge eine Rede und betonte, das Votum der Kammer zeuge von dem richtigen Verständnisse der schwierigen Lage, in der sich Griechenland zur Zeit befinde. Man dürfe nicht verzweifeln, die gegenwärtige mißliche Lage werde wieder gut gemacht werden durch eine feste und weise Politik, welche Griechenland in den Stand setzen würde, die ihm bestimmte Laufbahn weiter zu verfolgen. — Der König berief Trikupis heute zu sich; Trikupis wird dem Vernehmen nach morgen ein neues Kabinett bilden.

Cincinnati, 5. Mai. Viele der hiesigen Fabrik­besitzer haben dem Drängen ihrer Arbeiter nachgegeben und lassen dieselben gegen Weiterzahlung der bisherigen Löhne täglich nur acht Stunden arbeiten. Auch die Legis­latur des Staates Ohio hat sich dem Willen der Arbeiter gefügt und ein Gesetz erlassen, welches bestimmt, daß eine achtstündige Arbeitszeit als gesetzlicher Arbeitstag anzusehen sei. Das Gesetz enthält jedoch keine Vorschriften zwingender Natur, sondern die Bestimmungen desselben können durch besondere Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber nnd Arbeit­nehmer ausgeschlossen werden. Es findet also nur auf solche Fälle Anwendung, in denen keine besonderen Ver­einbarungen getroffen worden sind. Viele Fabrikbesitzer Hierselbst haben es für vorteilhafter gehalten, ihre Arbeiter zu entlassen und ihre Fabriken zu schließen, da sie, falls sie die Forderungen der Arbeiter bewilligt hätten, mit Verlust arbeiten würden, und zwar dies um so mehr, als die Preise noch immer sehr niedrig sind. Eine große Zahl von Arbeitern, denen eine Verkürzung der Arbeitszeit nicht zugcstanden wurde, haben die Arbeit niedergelegt und sind, fest entschlossen, dieselbe nur dann wieder aufzunehmen, wenn ihre Forderungen bewilligt werden.' Briefträger, Angestellte der Eisenbahnen und Pferdebahnen, sowie ge­wöhnliche Fuhrleute murren darüber, daß sie täglich mehr als acht Stunden zu arbeiten haben. Ja, selbst die Dienst­mädchen fangen an, sich im Interesse der Einführung des Achtstundensystems zu organisieren. Aehnlich wie in Cin­cinnati sieht es auch in den anderen Großstädten und Fabrikorten des Landes aus. Die Achtstundenbewegung greift mehr und mehr um sich und wird immer allgemeiner. Ueberall werden seitens der Fabrikbesitzer die Forderungen der Arbeiter bewilligt oder aber die Fabriken geschlossen. Ebenso häufig stellen die Arbeiter ihre Arbeit ein. Die Arbeitseinstellungen werden zahlreicher und die Forderungen der Arbeiter immer unvernünftiger. Durch das Verhalten der Arbeiter ist das diesjährige Frühjahrsgeschäft voll­ständig ruiniert worden Anfang dieses Jahres waren die Aussichten für ein Aufblühen der Geschäfte günstig, jetzt ist aber die ganze Geschäftsthätigkeit des Landes lahm-- gelegt worden. Täglich liest man in den Zeitungen, daß dieser oder jener Betrieb eingestellt worden ist. Das Ka­pital zieht sich von größeren Unternehmungen zurück. Wer bauen wollte, zögert, denn kein Unternehmer vermag zu sagen, zu welchem Preise er die Arbeit wird Herstellen können. Der Fabrikanten hat sich eine tiefe Nieder­geschlagenheit bemächtigt und sie sehen mit Sorge und Furcht in die Zukunft. Bisher war die amerikanische Industrie durch die hohen Eingangszölle vortrefflich gegen die Konkurrenz des Auslandes geschützt. Dies trifft aber nicht mehr zu, wenn sich die Fabrikationskosten und damit die Preise der Fabrikate um 20 bis 25 pZt. erhöhen.

Hessen-Nassau.

Marburg, 21. Mai. Seitens der Königl. Staats- Anwaltschaft zu Arnsberg ist der Reichsschuldenverwaltung in Berlin ein falscher Reichskassenschein der Ausgabe von 1885? über 5 Mark vorgelegt worden, der aus einer bis­her noch nicht bekannten Fabrikationsstätte stammt. Nach dem von kompetenter Seite abgegebenen Gutachten bestehen die hauptsächlichsten Fälschungsmerkmale in folgendem: 1. das zu dem fraglichen Reichskassenscheine verwendete Papier ist nicht zum Zwecke der Fälschung besonders an- gefcrtigt, sondern es besteht aus einem gewöhnlichen, schwach geleimten, weißen Schreibpapier von geringer Festigkeit. Die Nachahmung des Faserstreifens ist durch Einzeich­nung von unregelmäßigen Strichen mit der Feder, die blaue Tönung der betreffenden Stellen aber mit dem Tusch­pinsel ausgeführt. 2. Das Falschstück ist schon bei geringer Aufmerksamkeit als eine höchst ungeschickte Nachbildung zu erkennen. Abgesehen von den auffallenden Abweichungen in den Einzelheiten ist als eines der wesentlichsten Er­kennungszeichen hervorzuheben, daß bei der Datumsangabe die Jahreszahl „1882" ausgelassen ist. 3. Der mangel­hafte Druck, bei welchem überdies der Farbenton der echten Reichskassenscheine nicht getroffen ist, scheint nach einer Zeichnung durch authozraphisches Umdruckverfahren in zwei Farben, Schwarz und Blau hergestellt zu sein. 4. Die Wertbezeichnung: „Fünf Mark", der Kontrollstempel und die Nummer sind anscheinend mit roter Dinte eingezeichnet, doch ist es nicht ausgeschlossen, daß auch diese durch autho- graphischeö Druckverfahren wiedergegebcn sind. Tie Her­stellung mittels Authographie (auf Zink oder Stein) macht es wahrscheinlich, daß mehrere Falschstücke der vorliegenden Art angefertigt sind.

— Dem Oberstabsarzt a. D. und praftischer Arzt Dr.

Platner zu Witzenhausen ist der Rote Adlerorden vierter Klasse, dem evangelischen Lehrer, Kantor, Organisten und Küster Schönewolf zu Gleichen im Kreise Fritzlar ist das Allgemeine Ehrenzeichen verliehen worden.

— Der Oberlehrer am Gymnasium in Frankfurt a M., Professor Dr. Karl Fischer, ist zum Gymnasial-Direk- tor ernannt und demselben die Direktorstelle zu Dillenburg übertragen worden.

Cassel, 21. Mai. Ein die allgemeinste Teilnahme findender Todesfall ist gestern eingetreten. Der Geh. Re­gierungsrat a. D. Friedrich Bernstein ist gestorben. Als langjähriger Kurfürstlicher Residenz-Polizeidirektor und zugleich auch Landrat des Stadt- und Landkreises Cassel hat er sich durch sein gerechtes und urbanes Ver­halten bei Bürger und Landmann großes Vertrauen, Liebe und Anhänglichkeit erworben, auch nach Oben das Steuer seines diffizilen Amtes durch viele Klippen geschickt zu dirigieren verstanden. Vor zwei Jahren trat er anhaltenden Körperleidens wegen in den Ruhestand. Sein Andenken wird im besten Sinne erhalten bleiben.

A Gladenbach, 20. Mai. Im Anschluß an die in Nummer 116 d. Bl. berichtete Mordthat sind folgende Einzelheiten zu berichten. Die beiden Bruchmühlen bei Erdhaufen bilden fast eine Hofraithe. Der obere Besitzer Johannes Klingelhöfer war schon seit längeren Jahren mit seinem Nachbar, dem unteren Mühlenbesitzer Johan nesSchuppner durch gegenseitige Prozesse sehr verfeindet. Die gegenseitige Feindschaft »var so groß, daß der Müller Klingelhöfer vom königlichen Landratsamte sich die Erlaubnis erwirkte, zum Schutze gegen seinen Nachbar Schuppner einen Revolver tragen zu dürfen. Durch Straf­kammerurteil vom 21. April d. I. war Schuppner wegen Körperverletzung, die er am 22. September v. I. au seinem Nachbar Klingelhöfer begangen hatte, zu 3 Monate Ge­fängnis verurteilt worden und sollte sich am vorigen Sonn­abend, den 15. d. M., zur Verbüßung dieser Strafe stellen. Aus dieser Veranlassung nahm Schuppner sein mit starken Posten geladenes Gewehr, ging in sein Stallgebäude und feuerte von hier aus durch eine Oeffnung in einem Gefache den tätlichen Schuß auf seinen Nachbar Klingelhöfer ab, welcher sich arglos und nichts ahnend in seinem gegenüber- stehenden Stalle mit Lohschälen beschäftigte. Der Knecht des 2C. Klingelhöfer war auf seinem Hofe beschäftigt und hörte, als der Schuß krachte, einen lauten Aufschrei seines Brotherrn und sah zugleich, daß derselbe zusammenstürzte. Durch den furchtbaren Schuß anfgeschreckt, kam die Ehe­frau und die Dienstmagd des ermordeten Klingelhöfer aus dem Hause herbei, hoben den Getroffenen, der auf dem Gesichte lag, auf, und der die Seinen stumm ansah, um dann die Augen für immer zu schließen. Der Tod erfolgte sofort. Inzwischen hatte sich Müller Schuppner mit seinem Gewehr schleunigst in den nahen Wald geflüchtet und es blieben alle Nachforschungen nach demselben erfolglos. Das hiesige Gericht begab sich Sonntag, den 16. d. M., an den Ort der That und nachdem am vorigen Dienstag in Gegenwart des Ersten Staatsanwalts Herrn Bertram aus Marburg die Sezierung stattgefunden hatte, fand die Beerdigung nachmittags 4 Uhr unter zahlreicher Beteiligung des Publikums aus den nahegelegenen Orten statt. Gestern nachmittag gegen 6 Uhr kam Schuppner, den man seither vergebens suchte, ganz allein unerwartet und freiwillig, anständig gekleidet, querfeldein direkt auf das hiesige Arresthaus los, begab sich an die Thüre und begehrte Einlaß, welcher ihm dann auch sofort gewährt wurde. Er legte dem Herrn Untersuchungsrichter zugleich unum­wunden ein umfassendes Geständnis ab mit dem Bemerken, daß er sich der Behörde sofort nach vollbrachter That ge­stellt haben würde, er habe aber der Sezierung und Be­erdigung nicht beiwohnen wollen, sondern habe dieselbe erst abgewartet und derselben aus seinem Versteck zugesehen. Der Ermordete hinterläßt Frau und zwei Kinder von 7 und 4 Jahren.

Frankfurt, 20. Mai. Ein grauenhaftes Nachtbild entrollt sich vor unseren Augen mit einem Ereignis, welches heute früh bereits in der Stadt besprochen wurde. In einer Wirtschafte in der Graubengasse, einer jener engen Verbindungsgäßchen zwischen der Schnur- und Tönges- gasse, entstand heute nodjt eine wüste Rauferei, bei welcher ein Mensch durch einen Dolchstich schwer verwundet wurde, so daß er ins Spital getragen werden mußte. Der Schwerverwundete, ein Barbier namens Maier, welcher erst vor drei Tagen von Hamburg hier ankam und in der Ziegelgasse in eine neue Stellung eintreten sollte, gab beim Verbinden seiner Wunde den Geist auf. Mit der Thatsache, daß sein Mörder ein Zuhälter ist, erklärt sich der furchtbare Vorgang leicht. Der junge Mann, unbe­kannt mit den hiesigen Verhältnissen, geriet in jene Wirt­schaft, wurde in einen Streit verwickelt und fiel einem jener abscheulichen, bei jedem Anlasse nach dem Messer greifenden Individuen zum Opfer. Sein Mörder ist ver­haftet. Er versteckte das lange Dolchmesser in den Federn des Eisernen Steges und förderte es heute morgen, nach­dem er unter polizeilicher Bedeckung an jenen Ort geführt wurde, zutage. Die blutige That, in einem abgelegenen Winkel unserer Stadt nächtlicherweile verübt, bildet wieder einen redenden Beweis davon, wie notwendig es im In­teresse der Sittlichkeit wie der öffentlichen Sicherheit ist, jene unmoralischen Existenzen auf gesetzlichem Wege anS- zurotten. (Fr. B.)