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W Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Draußen wirbelten die Flocken in der feucht.
ftor sich von dem I kalten Dezemberluft und sanken, von unsichtbaren seinen Entschlüssen s Fittigen getragen, so dicht zu Boden, daß die aller-
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eine dauernde Freundschaft wird da nie möglich sein, wenn auch in der Politik Vieles gestattet ist und Vieles nachgesehen wird. DaS ganze abgelaufene Jahr hat Rußland ebensowenig die Erfüllung von naheliegenden Wünschen gebracht, wie Frankreich. Die Franzosen haben mit allen ihren kleinen Nachbaren wirtschaftliche Streitigkeiten und die Freundschaft des Zaren bietet noch nicht eine solche Stütze, daß man in Paris nun thun kann, was man will. Rußland hingegen ist in so schwerer Geldnot, wie nur je zuvor und seine Wünsche und Pläne im Orient werden einfach unbeachtet gelassen. Die dortigen kleinen Staaten, welche von den Russen als ihre Sairapiuen betrachtet wurden, entwickeln sich immer kräftiger und lernen immer besser, auf ihre Selbstständigkeit zu achten. Auf der anderen Seite find die Bündnisse politischer Natur, die vom deutschen Reiche abgeschlossen worden find, noch durch wirtschaftliche Bündnisse mit zahlreichen Staaten verstärkt. Haben dieselben auch bei der herrschenden Geschästs- lähmung keine bessere Zeiten ergeben, so haben sic doch zweifellos schlechtere verhütet.
So treten wir in das neue Jahr unter guten Bedingungen ein; wir wissen ja nicht, ob nicht die kriegslustigen Elemente in Europa vielleicht doch bald einen Völkerkrieg vom Zaun brechen werden, aber das sehen wir, daß diese Parteien am meisten verlieren werden, wenn es für sie einen unglücklichen Krieg ergeben sollte. In einem Weltkrieg wird der Dreibund noch auf weitere Verbündete rechnen können, weil er keine egoistischen Neigungen hat, dem „Zweibund" winkt nichts. Wissen das vielleicht auch die breiten Volksmassen in Rußland und Frankreich nicht oder wollen sie es nicht wissen, so wissen die Regierungen es doch genau. Und deshalb können wir ruhig ins neue Jahr eintreten. Ist der Himmel auch nicht voller Sonnenschein, Gewitterwolken find ebensowenig vorhanden.
„Glaubst Du, daß der Direktor sich von dem Verhalten eines Mädchens in s
anderes haben sie nicht gedacht, für die Seltsamkeit des geschaffenen Zustandes hatten sie kein Auge.
Nun ist das erste volle Jahr verflossen, in welchem die russisch-ftanzösische Annäherung uugeschwächt bestanden hat, die nach dem Willen ihres kaiserlichen Urhebers in Petersburg nicht nur der europäischen Politik im Orient ihre Wege vorschreiben, sondern auch die tief geleerte russische Staatskasse von Neuem füllen sollte. Beides hätte erreicht werden können, wenn Frankreich und Rußland andere Staaten gewesen wären, wie sie tatsächlich find, und wenn nicht dem Zweibunde der Dreibund gegenüber gestanden hätte. Aber die totale Verkennung des heutigen Standes der Verhältnisse in Rußland und Frankreich durch den Zaren hat hauptsächlich die Schuld dafür, daß der Zweibund nicht das geleistet hat, was er soll. Rußland hat sehr viel Soldaten, ist aber wirtschaftlich halb bankerott, und steht vor einer Revolution, wenn es einen unglücklichen Krieg führt. Frankreich ist durch die Panamaskandale zur Genüge gekennzeichnet: Auf der einen Sette entsetzlicher Fanatismus und Verfolgungssucht gegen Alles, was da Deutsch heißt, auf der anderen Seite entsetzliche Korruption, die sich bis in die höchsten Kreise erstreckt, welche die Regierung des Landes führen und seine Geschicke bestimmen. Sind das Genossen und Freunde für den stolzen Selbstherrscher aller Reußen?
Das ist der wunde Punkt in dem Zweibund, in dem sich naturgemäß viel ändern wttd, wenn auch Kaiser Alexander den einmal gehauenen Schritt nicht wieder zurückthun kann. Aber die Beziehungen zwischen beiden Staaten sind unnatürlicher, als je,
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annovcen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. fcttfiTttttlKI» Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; L. *O n !r
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Unter der Lörrigstaune.
Preisgekrönter Roman von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Wieder hielt Strehlen, eine Antwort erwartend, inne, aber der Baron schwieg noch immer. Er hatte ja seinem Freunde nicht die ganze Wahrheit gesagt.
Rotheim hatte Strehlen nicht gesagt, daß trotz allem Beschönigen immer lauter und lauter das unheilvolle Wort „Betrug" ihm in's Ohr klang, wenn er an Salberg dachte.
Der alte Baron hatte seinem Freunde nicht gesagt, daß Jellas stolzer, strenger Sinn sich unabänderlich von dem Manne gewandt habe, von dem sie sich getäuscht sah und daß seine finanzielle Lage sich wett drohender gestaltet habe, als er sich selbst einzugestehen wagte.
„Ich werde mit Siegfried sprechen; es bleibt, wie Du sagst, nichts anderes übrig, als ihn Ordnung schaffen zu lassen, das heißt, wenn er dazu noch geneigt ist," sagte Baron von Rotheim endlich mit einem tiefen Seufzer.
Strehlen nickte zuftieden. „Es war vorauszusehen, daß Du zu diesem Entschlüsse kommen würdest. Aber nimm es mir nicht übel, wenn man wm einem Menschen verlangt, daß er einem einen Dienst erweist, von dem möglicherweise in Zukunft unsere Existenz abhängt, dann behandelt man ihn doch etwas rücksichtsvoller, als Ihr es thut."
.Wie meinst Du das?" fragte Rotheim scharf. »3ch habe den Mann vorgestern zur Jagd geladen, n hat an der Tafel teil genommen und ich habe chn oft genug in das Gespräch gezogen."
. -Das heißt, er hat gesprochen und wir haben wtt lebhaftem Interesse zugehört. Ja, ja, der Mann
Die auswärtige Politik im letzten Jahre.
(Schluß.)
Der haushohe Jubel, mit welchem in Frankreich die sogenannte russisch-ftanzösische Annäherung aufgenommen wurde, entsprang vor allen Dingen der Hoffnung auf einen baldigen siegreichen Revancheftieg. Daß die Franzosm es sich in diesem Falle richtig klar gemacht haben, welche enormen Opfer selbst ein siegreicher Krieg von ihnen fordern würde, kann man nicht gut glauben, denn sie find zu überschwänglich, zu leicht enthusiasmiert, als daß sie im Stande wären, in solchen Momenten auch die Kehrseite der Medaille
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rüchte von einem Rückttitte des Kanzlers infolge einer etwaigen Ablehnung der Militärvorlage sind einfach dummes Zeug. Diejenigen, die dem Grafen Capriv neuerdings beharrlich Rücktrittsgedanken zuschreiben, scheinen doch die Rechnung ohne den beseitigen Wirt des Hauses Wilhelmstr. 77 in Berlin gemacht zu haben. Wie verlautet, hat der Reichskanzler sich noch in den jüngsten Tagen mit eingehenden Plänen zur Umgestaltung des großen Gartens des Kanzlerhauses beschäftigt, dessen alte Bäume bekanntlich vom Fürsten Bismarck besonders geschätzt und gepflegt wurden. Graf Caprivi beabsichtigt, Lauben anzulegeu und auch die Promenadenwege zu verändern; es liegt in seinem Wunsch, künftige Brunnenkuren möglichst hier abzuhalten und demgemäß den Gatten zur Kurpromenade zu benutzen, eine Absicht, die darauf schließen läßt, daß Graf Capttvi, mit oder ohne Milttärvorlage, sich auf ein längeres Ausharren ein- ttchtet, als seine Gegner voraussetzen. — Der „Reichs- anzeiger" bringt folgende Kundgebung: „Die von den „Berl. Pol. Nachr." gebrachte Nachricht, daß bei der jüngsten Anwesenheit des bayerischen Finanzministers v. Riedel in Berlin die Einführung der Tabakfabrikatsteuer zur Erörterung gelangt und eventuell zur Deckung deS aus der Heeresreform erwachsenden Aufwandes in Aussicht genommen worden sei, ist völlig aus der Luft gegriffen." — Der Pariser „Figaro" bringt folgende Mitteilung: „Ein kleiner hübscher Skandal am preußischen Hofe: Eine der höchsten Persönlichkeiten in der Verwaltung der königl. Schlösser hat sich geflüchtet, nachdem dieselbe während langer Jahre in entsetzenerregendem Umfange die Hofkasse geplündert hatte." Die ganze Allarmnachricht reduziert sich darauf, daß der Kastellan des Orangeriegebäudes in Potsdam etwa 600 Mk. unterschlagen hat. — Die amtliche Kriegervereinszeitschrift „Parole" erklätt: Die von vielen Zeitungen gebrachte Nachricht, daß die Fahnen der Kriegervereiue höheren Befehl zufolge einer umfassenden Aenderuug unterzogen werden sollen und künftig den Namenszug W. R. und die preußische Königsftone führen müssen, ist unzutreffend. — Der Hamburger Senat hat den dortigen Hotels die Aufnahme von Passagieren aus Choleragegenden verboten.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreife Marburg «nd Kirchhain.
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Hessen-Nassau.
Marburg, 29. Dezbr. Wie wir hören, wird die nächste Kammermusik in der Aula der Universität am Sonntag den 8. Januar, nachmittags 5 Uhr stattfinden. Auf dem Programm find Beethoven und Handlungen beeinflussen lassen wird?" fragte Baron Rotheim und es klang dies fast geringschätzig gegen seine eigene Tochter.
„Nein, so weit ich ihn zu beurteilen vermag, gewiß nicht. Jndeß, Menschen sind wir alle. Siegfried könnte doch finden, daß Dellas Betragen in Euerer momentanen Lage zum mindesten nicht taktvoll genannt werden kann."
„So sprich Du mit Della," sagte der Baron
„Das hieße alles verderben. Wenn Du nichts dagegen hast, so werde ich heute den Wunsch aus- sprechen, den Direktor diesen Abend bei Euch näher kennen zu lernen und Della bitten, Siegfried zum Thee zu laden. Ich glaube nicht, daß Della mir mein Ersuchen abschlagen wird.
Wenn wir dann ganz unter uns sind, will ich versuchen, für das Uebrige zu sorgen *
Es war ein eigentümlich steif stilisiertes Billet, mit welchem Baronesse Della eine Stunde nach dem Diner Direktor Siegfried für 9 Uhr abends zum Thee lud.
Da Della den Wunsch ihresPathen nicht gut unerfüllt assen konnte, so hatte sie für ihre Einladung die mindest verbindliche Form ausstudiett.
Die Baronesse war mit sich sehr zuftieden, ob sie aber auch so zufrieden gewesen wäre, wenn sie das eigentümlich mitleidige Lächeln hätte beobachten önnen, mit dem Direktor Siegfried das zierliche Billet überflog.
Nach wenigen Minuten des Nachdenkens nahm Siegfried die Einladung an und abends erschien er pünktlich im blauen Saal, wo der Thee eingenommen werden sollte.
Deutsches Reich.
W. Iierkiu, 29. Dezbr. Die kaiserlichen Majestäten leben in der gegenwärtigen Zeit sehr zurückgezogen im Neuen Palais bei Potsdam. Der Kaiser hat in den letzten Tagen mehrere, ihm persönlich nahestehende Personen empfangen. Die große Neujahrscour tut Berliner Schlosse beginnt Sonntag Vormittag 10 Uhr. — Der Reichskanzler Graf Caprivi hat von dem Kaiser ein sehr prächtiges Weihnachtsgeschenk mit einem sehr verbindlichen Handschreiben erhalten. Die neuerdings auftretenden Ge- versteht zu unterhalten, sagte Strehlen lächelnd. „Doch, ich meinte nicht eigentlich Deinen Verkehr mit ihm, denn Dir scheint Direktor Siegftied ganz gut zu gefallen. Ja, Deine Schwägerin, deren Herzensgüte ihr das Zurücksetzen irgend eines Menschen gar nicht gestattet, zeichnet den Direktor beinahe aus; aber Della war dafür schrecklich."
„Da muß ich Dir wohl Recht geben," entgegnete Rotheim und es klang fast bekümmert.
„Della hat mir auf meine Vorstellung, doch wenigstens die äußeren Rücksichten nicht zu verletzen, rundweg erklärt, Direktor Siegfried existiere für sie nicht.
Mit echt weiblicher Logik kann sie es ihm nicht verzeihen, daß er sie Salberg von einer minder günstigen Seite kennen lehrte Es war ein Wunder, daß Della sich gestern Abend nicht entschuldigen ließ, ich habe gefürchtet, sie werde gar nicht in den Speisesalon kommen."
Strehlen strich mit der Hand über sein glattrasiertes Kinn und sagte nachdenklich: „Merkwürdig! Ungerechtfertigte Vorurteile zeigte Della doch sonst nie. Uebrigens versteht es der Direktor eben so gut wie Della, die Leute als Luft zu behandeln In den Grenzen der feinsten Höflichkeit ignorierte Siegfried Dein stolzes Töchterlein vollständig, als er bemerkte, wie ungnädig sie gegen ihn war. Nur würde ich mich nicht wundern, wenn Siegftied eine zweite Einladung nicht annähme. Er hat es nicht lötig, sich ungnädig behandeln zu lassen. Fxeilich, ür die verschiedenen Liebesdienste, welche Du von ihm verlangen willst, würde die Fortsetzung von Dellas Benehmen einen gar eigentümlichen Hintergrund bilden."
mit einem seiner letzten großen Quartette sowie BrahmS und Schumann bertreten. Näheres demnächst durch die Anzeigen.
Marburg, 29. Dezember. Im Anschluß an unseren früheren Artikel die Errichtung eines Fernsprechnetzes in Marburg betteffeud, können wtt heute au8 bester Quelle mitteilen, daß diese neue Verkehrsanstalt gesichert erscheint, da die von der kaiserlichen Postbehörde geforderte Teilnehmerzahl bereits zusammengebracht ist. Alle diejenigen, welche ihren Anschluß jetzt noch wünschen, mögen denselben bis Freitag den 30. d. Mts. bei den Herren Holzhauer (Neustadt), Jakob (Kaiserhof), Roth (Bahnhofsttaße), Stengel (Roserstraße), welche die Angelegenheit in die Hand genommen haben, erklären. Am Sonnabend wird das Teilnehmerverzeichnis der hiesigen Postdirektion übergeben werden, da es Anfang Januar der kaiserlichen Postverwaltung in Berlin vorliegen muß.
Marburg, 29. Dezbr. (Einjährig-Freiwillige.) Bei dem 11. Armeekorps werden am 1. April 1893 bei folgenden Regimentern Einjährig- Freiwillige eingestellt: Frankfurt a. M. 1. hessisches Infanterie-Regiment Nr. 81 — Cassel. Infanterie- Regiment von Wittich (3. hessisches) Nr. 83 1. und 2. Bataillon. — Jena. 5. thüringisches Infanterie- Regiment Nr. 94 (Großherzog von Sachsen) 3. Bataillon. — Darmstadt. 1. Großherzlich hessisches Infanterie (Leibgarde-) Regiment Nr. 115. — Gießen. Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großherzlich hessisches) Nr. 116.
Marburg, 29. Dezember. (Sitzung d e s Bürger-AuSschusseS.) Der Bürgerausschuß hielt gestern im Rathaussaale seine letzte diesjährige öffentliche Sitzung ab. Anwesend waren 23 Mitglieder. Vor Einttitt in die bekanutgegebeue Tagesordnung legte Herr Ausschußvorsteher Siebert einige andere städtische Angelegenheiten zur Beschlußfassung resp. zur Beratung vor und zwar in nachstehender Reihenfolge:
1. Herr Ausschußvorsteher Siebert erstattete zunächst Bericht über die außerordentlich günstigen Resultate der Wehrdaer Brunnenbohruug, welche jetzt bei einer Tiefe von 28 Metern ein Wasserquantum von nahezu 800 Kubikmeter täglich liefere. Die Vorarbeiten zur Herführnng wetteren Trinkwassers nach der Stadt mittelst einer Turbinen- Anlage tu der städt. Wühle in Wehrda seien im Gange und hoffe man im kommenden Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.
2. In Sachen der Uebernahme der Schloßgrößten Hagebuttsträuche am Waldrande bedenklich unter den Schneehauben hervorlugten und dem klügsten Genossen zustimmten, der meinte:
„Wenn das so weiter schneit, so werden wir ja noch ganz in Schnee begraben und wer soll dann den Weg hüten, damit nichts unrechtes vorkommen kann?"
„Als ob dies Strauchwerk etwas hindern könnte," dachte die ernste Fichte bei sich und sah, wie die Flocken immer dichter niederfielen, eine um die andere, und wie sie einander im Fallen küßten und alle zusammen in millionenfacher Zahl das weiße Kleid der alten Wintererde woben.
Als ob man auch im blauen Saale von dem Sinken und Weben der lichten Flocken etwas vernehmen wollte, so trat plötzlich eine Pause in der Unterhaltung ein, die bisher ziemlich lebhaft geführt worden war.
Strehlen hatte sich nahezu ausschließlich mit Direktor Siegftied beschäftigt, welcher sein ganzes Herz gewonnen zu haben schien.
Bei dieser lebhaften Unterhaltung war bisher Dellas Zurückhaltung nicht aufgefallen.
Frau von Balten nickte mit ihrer liebenswürdigen mütterlichen Freundlichkeit oft von Herzen beistimmend zu den Wetten Siegfrieds und Strehlens, ja, such Baron von Rotheim vergaß bald mit echt edelmännifcher Elastizität den Kummer, der i^i drückte und nahm lebhaft an dem interessanten Gespräch teil.
„Lieber Direktor, Sie dotieren ja geschickt wie ein Akademieprofessor," rief Strehlen in halbem Scherz aus, als Siegfried mit einer Fülle von Beweisgründen die Behauptung Sttehlens widerlegt hatte, daß der Mensch bei seinem Thun sich durch ras Motiv der Nützlichkeit letten lassen müsse.
(Fottsetzung folgt.)
desgl. richtig zu würdigen. Das „Büudnis" mit Rußland,
desgl. nach dem sie sich so lauge gesehnt, war nun da, und
so zeigten sie sich bereit, sofott die russische Knute zu küssen, in der Erwartung, daß der Spaziergang nach Berlin nun bald beginnen würde. An etwas
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und
M 306. LLS Marburg,
Ä“ 8dfc Freitag, 30. Dezember 1892.