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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
tt6Ä 1016 9 'Skbaftion und ^p'edition^Mar ^21?^"^ Allustrirlcs Lomttagöblatt. $ Redaktion trab ExpedÜwn^ Äarkt"si^ 9
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Bestellgeld)^ Jnserationsgebühr für die gespaltene Zelle Donnerstag, 29. Dezember 1892. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. u
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ib daran schuld, und die Menschen dabei nicht ganz t schuldig. Aber diese äußeren Umstände waren im ftat Jahre andere alS sonst, und gerade das, was > f8 sonst am meisten zu bedrücken pflegte, ließ uns timal durchaus kaltblütig. Die Nationen haben i$ dm Unruhen des früheren Jahrzehnts etwas tat; sie lassm sich nicht mehr so leicht erschrecken, ch es ist auch vor Allem nichts da, was so zum schrecken so leicht Anlaß geben könnte. Diese hitsache ist vielleicht die beste, die wir mit ins neue ihr hinübernehmen, und wir können nur den Wunsch „ gen, mag in diesen Beziehungen alles bleiben, wie es ist.
Den wirtschaftlichen Druck, das Stocken in allem
schäftlichen Leben haben wir auch in den achtziger en toten « wiederholten Malen in sehr empfindlicher eise verspürt; ziffemmäßig ist aus den offiziellm (769$ Pen nachzuweisen, daß die Arbettslosigkeit und ich die Verdienfllosigkeit für alle Teile zeitweise
, großem 8®- ber Satz gilt aber auch für Verhältnisse, nders für üche über das Privatleben hinausreichen, und in ßhändlcr, »en sich die große Entwickelung der Zeiten und llig unter iller widerspiegelt. Kein Staat in Europa kann verkaufen ® Ablauf des Jahres 1892 sagen, daß sich in (7663 1 Alles auf das Beste und Tadelfreiste entwickelt - t. Es hat im Gegenteil während der gongen I *n b gleich verstrichenen zwölf Monate recht viel Ge- l V zmheit überall gegeben, zu erkennen, daß noch lange ht Alles so steht, wie es stehen soll. Verhältnisse
ößer war, als fie heute ist. Vielleicht waren nur manchen Puuktm die Ausgabe» geringer, als sie ' nte find. Damals war stets und ständig die [gemeine europäische Lage als der eigentliche Grund r die peinliche Zeit hingestellt, trüb war die Zeit ib trüb sah es am politischen Himmel aus. Kaum » einziges Jahr verging ohne größere oder kleinere littsche Aufregung und ohne Krtegslärm, und die kannten Wasserstrahle, welche von Berlin aus nach ais gerichtet wurden, vermochten nur für eine ißige Frist einige Beruhigung wiederherzustellen, michet, den die Schuhe heute arg drücken, hat rüber ganz und gar vergessen, was ftüher war, 6 er damals auch reichlichm Grund zur Klage tie. Beschwert er sich heute darüber, daß es ganz und gar nicht anders will, so hat er auch ran zu denkm, daß es schon eine ganze Reihe von chren her ist, daß alles nach Wunsch ging.
sie auswärtige Politik im letzten Jahre.
Am bestm ist, wovon am wenigsten gesprochen jtb. Das pflegt man häufig im Privatleben zu
Die polittsche Lage in Europa ließ fast im ganzen »origen Jahrzehnt außerordentlich viel zu wünschen übrig, und zwar war es immer Frankreich, von wo der Anreiz zu neuer Beunruhigung ausging. Als nach dem Rücktritt des Marschalls Mac Mahon von der Präsidentschaft in Patts sich die heuttge parla- mentattsche Republik in Frankreich häuslich und bequem einzuttchteu begann und von den errungenen Machtbefugnissen den uneingeschränktesten, fteilich nicht immer uneigennützigen Gebrauch machte, wie es aus dem Panamaskandal jetzt hervorgeht, da vettuchte es Fürst Bismarck noch einmal, mit den französischen Staatsmännern auf einen freundlichen Fuß zu kommen. Der deutsche Reichskanzler unterstützte die französischen Pläne in Afrika, Tunis und Asien (Tonkin und Annam) auf diplomatischem Wege in ganz offenkundiger Weise. Eine kurze Zeit hindurch traten an die Stelle der kühlen und fteifen Beziehungen auch wttklich solche von höflichem Charakter, aber dann kam das Revanchegeschrei und die Niederlage der Franzosen in Tonkin, das Ministerium Ferry brach zusammen. Und wie statt der Revancheeinfluß ist, ergießt sich daraus, daß eS diesem Mtuisterpräfidenien a. D. eben wegen seiner damaligm ttwaS fteund- licheren Haltung gegenüber Deutschland auch nach dem Rückttttt des Fürsten Bismarck nicht wieder möglich gewesen ist, eine polittsche Rolle zu spielen. Sobald JuleS Ferry einmal Miene macht, wieder in die Vorderreihen der polittschen Kreise zu treten, giebt es Geschrei, selbst nachträgliche Revanchereden, zu welchen der Exministet nachträglich sich verstanden hat, haben hieran nichts ändern können.
Seit dieser Zett schwimmt Frankrttch int Fahrwasser der Revanchepartei, und wenn die einzelnen Ministerien bisher auch sorgfältig vermieden, sich von den extremen Elementen ins Schlepptau nehmen zu lassen, sie haben doch auch nicht das Gettngste thun dürfen, was nur einen leisen Anstrich von Entgegenkommen gegen Deutschland hatte und dies hat sich ganz besonders bei dem bekannten Besuch der Kaisettn Friedrich in Paris und ftüher bei der Anwesenheit des Königs Alfonso XII. von Spanien in der Seinestadt gezeigt, die mit zahlreichen Beleidigungen überschüttet wurden, ohne daß die Regierung, im Hinblick auf die Revanchemänner, von vornherein diesen merkwürdigen Kundgebungen einer zivilisiert sein wollenden Bevölkerung mit Erfolg entgegentreten konnte. Der Franzmann haßt den Deutschen, sobald er in die Sage kommt, ein offenes politisches Glaubensbekenntnis abznlegen. Mag es sonst nicht an vernünftigen und ruhig denkenden Franzosen fehlen,
seinen Landsleuten wegen ihrer schrankenlosen Verblendung einmal tüchtig die Leviten zu lesen, das wagt doch Niemand in Patts. Er würde sofott als Vaterlandsverräter verschtteeu werden.
(Schluß folgt.)
Deutsches Reich.
W. Aerlitt, 28. Dezbr. Der Kaiser und die Kaiserin kamen am zweiten Festtage Nachmittage von Potsdam nach Berlin und statteten der Kaisettn Fttedrich einen Besuch ab. Am Dienstag Vormittag arbeitete der Monarch zunächst allein und hörte dann die Mattnevorttäge. Am Nachmittage hatte der Kaiser eine Unterredung mit dem Reichskanzler Grafen Capttvi. Der kaiserliche Geburtstag wird am 27. Januar in üblicher Wttse begangen werden. — Für die Neujahrsgratnlatton am Kaiserhofe und die damit verbundene Cour wftd der im Umbau begriffene Weiße Saal bereits wieder in Gebrauch genommen werden. Die noch nicht zum Abschluß gekommene Architektur wftd durch entsprechende Dekorationen ersetzt. — König Christian IX. von Dänemark wird, wie der „Pol. Kort." Ms Kopenhagen bestätigt wftd, sich am 22. Januar nach Berlin begeben, um am 25. Januar der Vermählung der Pttnzesfiu Margarethe von Preußen beizuwohnen. Königin Luise wird den König nicht begleiten. König Chttsttan wird auch den 27. Januar, auf welchen Tag das Gebuttstagsfest des Kaisers fällt, in Berlin verbringe«. — Eine Kundgebung der Reichsregierung zur neuenMilitärvvrlage bringt die „Nvrdd. Allg. 3tg.*, in welcher es heißt: „Wft vermögen nicht zuzugeben, daß die Regierung wegen des Zeitpunktes, in dem sie den Gesetzentwurf einbrachte, einen Vorwurf verdiente, wir mttnen vielmehr, sie würde durch Zögern eine schwere Verantwortung auf sich geladen haben. Gewinnen die verbündtten ^Regierungen, wie das thatsächlich der Fall ist, die Ueberzeugung, daß die Existenz des Deutschen Rttches auf dem Spiele steht, so würden sie gewiffenlos gehandelt haben, wenn fie sich durch irgend eine Rücksicht hätten abhalten lassen, diejenigen Maßregeln beim Reichstage zu beantragen, welche die Sicherheit des Vaterlandes forderte. — Der Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses hat im neuen Jahre die nächste Sitzung auf den 10. Januar, 12 Uhr mittags festgesetzt. Am gleichen Tage nimmt bekanntlich auch der Deutsche Reichstag feine Arbeiten wieder auf. — Dem Reichstage find soeben zugegangen: 1. Entwurf eines Gesetzes bett, die Ab
zahlungsgeschäfte; 2. Entwurf eines Gesetzes bett, die Besttmmungen über den Wucher; 3. Entwurf eines Gesetzes bett, die BegründMg der Revision ht bürgerlichen Rechtsstteitigkeiten. — Die „Schles. 3tg." versichert, daß die bayerische Regierung neuerdings dem Plane einer Tabakfabrikatsteuer geneigt sei. — Woher soll weiteres Geld kommen? Die amtliche „Leipz. Ztg." schreibt: „Man laffe Biersteuer und Branntweinsteuer einfach wie fie find. Auch das solide Lieferungsgeschäft möge man mit neuen Steuern verschonen. Aber die Steuer auf Differenzgeschäfte erhöhe man um das Ahnfache ; von einem Zehntausendstel auf ein Tausendstel, von zwei Zehntausendsteln ans zwei Tausendstel, da8 wird das sicherste Mittel fein, das Börsenspiel etwas einzuschränken und ttotz dieser Einschränkung die Mittel für Durchführung der neuen Heeresreform zu gewinnen". — Berliner Zeittmgen wollen wiffeu, daß gegen den Oberftleutnant a. D. Kühne vom preußischen Kttegsministettum eine ehrengerichtliche Untersuchung wegen seines Benehmens in der Löwe- schen Augelegenhttt eingeleitet worden sei. — Die Militärposten ziehen jetzt auch in Berlin ohne scharfe Patronen auf. Gutem Vernehmen nach hat man in militättschen Steifen längst eine solche Bestimmung für Berlin erwartet, nachdem in anderen Städten bereits eine derarttge Einrichtung getroffen worden ist. Freilich werden diejenigen Wachtposten, die vor und in Gefangenenhänsetn und an anderen besonders wichttgen Puntten stehen, nach wie vor im Besitze schattet Pattonen bleiben. — 2Rtm schreibt dem „H. C.": Die Verleihung eines TttelS und die Einführung eines neuen BefoldungSplaneS für die Lehret höherer Knabenschulen hat nicht ohne Rückwirkung auf die Verhältnisse der Lehrer an höhere» Mädchenschulen bleiben können. Zwar verlautet, daß der Kultusminister eine gesetzliche Regelung aller die höhere Mädchenschule be- treffenben Verhältnisse plane. Allein ttnzelne Städte haben daS Vorgehen des Ministers nicht abgekartet, sondern eine Gleichstellung der Lehret an höheren Mädchenschulen mit denen an höheren Knabenschulen selbständig angebahnt. Görlitz hat für sämtliche akademischen Lehret an der höheren Mädchenschule daS Prädikat „Oberlehrer" erwirkt, und Breslau macht durch Ausschteiben vom 3. Dezbr. d. I. be* könnt, daß der zum 1. April 1893 für die städtische höhere Mädchenschule zu berufende Lehret mit einem Gehalt nach den Bestimmungen deS neuen NormaletatS für die höheren Schulen angestellt werden soll.
KamSnrg, 27. Dezbr. In der Zttt vom 24.
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Anter der Königstanne.
PrriSgrkröntcr Roman von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzrmg.)
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l§9 & A
»Wenn ein junges und unschuldiges Mädchen nn Schurken und einen Wüstling heiraten soll, »te Valentin, so ist das für jeden Dritten, der nicht pade ein naher Verwandter ist, eine Privatange- »nheit, in die er sich nicht mischen darf. Wenn « die Baronesse Della in irgend einer Lebens- ßahr sehen würden, so zögerten Sie keinen Augen- ck, jeden Versuch zu ihrer Rettung zu machen, 1 würden Sie für Ihre Pflicht halten," fuhr der tttler fort.
-Das Mädchen, vor dem tausendmal größere »glücke einer Ehe mit einem moralisch verkonr «en Menschen zu bewahren, das betrachten Sie ht als Ihre Pflicht!"
Siegftied hatte bei den ersten Worten des Bett» » eine unwillkürliche Bewegung gemacht, dann Ate er wieder still zu.
t-Was Ihr für meine Pflicht erklärt, das ist Wpelt die Euere," sagte er „und ich wiederhole es, Mn Ihr Beweise habt, daß Salberg ein schlechter Ecnfä ist, so geht noch heute zum Baron von Rot- Wn und sagt ihm, was Ihr wißt."
»Daß ich ein Narr wäre! Ich will nicht mit «tschenhieben sortgejagt und am Ende noch selbst gesperrt werden. Nein, Herr, mir, dem Bettler, «wt ja doch niemand, wenn ich einen adeligen ^rn eines Verbrechens anklagen würbe. So mag 1 «nn verborgen bleiben. —'
„Eines Verbrechens anklagen?" sagte der Sektor, „bas ist ein schweres Wort und hättet es vor einem Anderen ausgesprochen, so würbe P Euerer Zunge Mäßigung antaten. Ein Ver
brechen zu enthüllen ist aber auch eine Pflicht und wenn Ihr fürchtet, bei dem Baron von Rotheim keinen Glauben zu finden, so sagt mir, was Ihr von Salberg wißt."
Aber der Alte war scheu und mißtrauisch geworden.
„Nein, heute nicht mehr, Herr; nein, es wird zu spät und ich muß noch Reisig sammeln, mein Vorrat geht zu Ende
Sie sind gut, Herr, sagte er plötzlich und faßte mit der Linken nach Siegfrieds Hand und schaute mit den tiefliegenden Augen unter den buschigen Brauen forschend in Siegfrieds Antlitz."
„Ihr Mund hat noch kein unrechtes Wort gesprochen und ich werde Ihnen alles erzählen, um meiner schönen Nichte willen! Aber heute nicht mehr, heute nicht."
Der Direktor legte eine kleine Geldsumme auf den Tisch.
„Damit Ihr Euch eine Erquickung verschaffen könnt," sagte er dabei freundlich zu dem Alten.
„Von Ihnen und dem Baron von Rotheim nehme ich keine Almosen an," entgegnete Valenttn finster und schob das Geld zurück.
„Es ist kein Almosen, nur eine Vorausbezahlung," beruhigte ihn der Direktor. „Man hat mir gesagt, daß Ihr mit der Linken noch recht gut schreiben könnt und für die Dorfleute zuweilen einen Brief anfertigt. Ich werde Euch dann bald Arbeit bringen."
Der Alte nickte und sein Gesicht glänzte vor Freude. „Ach, ja Herr, bringen Sie mir Arbeit; ich will schreiben, so viel ich nur vermag und komme» Sie bald!"
Noch einmal nahm der Direftor die kleine Photographie in die Hand und trat damit dicht an
das Fenster, daß ein heller Sonnenstrahl gerade auf die braune Fläche des Bildchens fiel. Prüfend betrachtete Siegfried das Porträt, während der alte ihn dabei scharf beobachtete. Dann legte der Direktor das Bild wieder auf den Tisch und reichte dem Bettler die Hand.
„Ich werde bald wieder kommen," sagte er ernst. „Ihr möget guten Mutes fein. Wer feine Pflicht thut, dem müsien alle Dinge zum Besten gereichen!"
Siegfried verließ die Hütte. Gedankenvoll schritt er durch den stillen Wald, von dessen fernstem Ende her die dumpfen Schläge der Holzfäller bis zu ihm herüberklangen.
Die Sonne neigte sich schon zum Untergänge, die roten Strahlen blitzten auf den beschneiten Baum- äste» und in dem Funkeln und Glitzern schaute fort und fort durch die Zweige der Fichten und Tannen ein süßes Kindergesichtchen mit ernsten, dunklen Augen und goldbraunen Locken und folgte dem einsamen Wanderet wie ein schelmisches Vögelchen von Baum zu Baum.
Witte, bunte Bildet, ein märchenhafter Wald» spuk zog im tiefen, verschneiten Forst an Rolf Sieg- fried vorüber.
Bald saß die glänzende Mädchengestalt in der elenden Waldhütte zu Füßen des Bettlers, bald sah er das Kind mitten im schäumenden, brausenden Waldbach, fortgeriffen von der tosenden Flut und oben auf dem Wasser schwamm das lange goldene Haar wie eine wundersame Wasserpflanze. Dann trug Siegftied das Mädchen in seinen Armen an das Ufer.
„Ich danke Ihnen," klang es leise wie ein Hauch an fein Ohr
Und wieder sah er das Kind, zur herrlichsten Jungftau erblüht, in dunklem Reitkleid auf schwarzem
Roß, hochmütig auf den gestürzten Bettler herab- sehend, keine Hand rührend, ihm zu helfen. Da flammte das herrliche Gesicht wieder auf in rosiger Glut, als er sie in das Schloß schickte und nun stand sie auf einmal neben ihm bei der Königstanne und ihre klare Stimme sagte:
„Das ist mein Liebling unter allen Bäumen des Forstes."
Da sprang plötzlich ein Reh erschreckt aus dem Gebüsche über den Weg in den Wald hinein. Siegfried atmete wie erwachend auf und nach einer flüchtigen Viertelstunde befand et sich in seinem Zimmer im Schlosse Rotheim, wo er eine Einladung von dem Schloßherrn zur morgigen Jagd votfand.
5.
4)ie liebe Lieb' kommt über Rächt, So sacht, so sacht.
Wie Flocken fallen in's kleine Thal,
Wie die Blume sich öffnet dem Sonnenstrahl!
So sacht, so sacht l
Die liebe Lieb' kommt über Nacht.
Die liebe Lieb' zieht in das Herz Mit herbem Schmerz!
Wie Frühlingsstnrm brausend über das Land, Brechend, zerttümmernd, was morsch er sand, Mst herbem Schmerz
Die liebe Lieb' zieht in das Herz!
„Rate mir, was ich thun soll, Strehlen," sagte Baton von Rotheim zu seinem Freunde, der neben ihm auf dem kleinen Sofa im Arbeitszimmer des Schloßherrn saß und diesem mit ernster Miene zuhörte.
„Direktor Siegftted ist feit dem Tage feiner Ankunft mit keinem Worte wieder auf meine finanziellen Angelegenheiten zurückgekommen und doch weiß ich, daß er erwartet, ich werde ihm selbst nun die Bitte stellen, die leidigen Sachen zu ordnen.