Militärvorlage-
Cassel, 30
geschlossen war, habe ich mich hingesetzt, um die
unserer Waffen gesagt hat. Klar
Unbrauchbarkeit
liegt vor Aller Augen: Unsere Waffe ist gut und
demgemi
50 Pfg.
(Telegramm der Hamburg«
Bis jetzt ist man he8 Thäters noch nicht habhaft.
echnet mm
Deutsch-konservativer Parteitag
Baron a»
Vermischtes
den Kaffer geschlossen.
im Kriege gut bewähren, wenn es ankommt. Wenn der Angeklagte in
wird sich auch einmal darauf
halbe Nacht hindurch an meiner Verteidigung zu arbeiten. Ich versichere, daß ich die bei mir gefundenen Gegenstände nicht gesehen habe. Ich muß annehmen, daß sie von einem Feinde herrührem Wer wird mir denn die Dummheit zutrauen, daß ich solche Sachen, von denen ich weiß, daß sie bei
wiederholt verschobene Parteitag der konservativen Partei tot Saale der Tivoli-Brauerei seinen Anfang genommen. Es wögen zwölfhundert Personen bei Beginn der Verhandlungen zugegen gewesen sein. Die hervorragenden Parlamentarier der Partei find! wohl vollzählig erschienen, wir sahen die Abgeordneten von Manteuffel, von Minnigerode, von Diest-Daber, Stöcker, von Frege u. a., außerdem Prof. Adolf Wagner, Prof. NathufiuL-Greifswald. Dagegm fehlte
war gut besucht.
Lutter kostete p. Pfd. anfangs
1,20, ging herab bis auf
Wirsing p. St. 10—15 Pfg.
Spinat 2 Liter 15 Pfg.
Blumenkohl Stück 30—50 Pf.
Unterkohlrabi St. 8—10 Pf.
Linsen 2 Liter 50 Pfg.
Zwiebeln p. Pfd. 10-12 Pfg.
Sellerie p. Kopf 5—8 Pfg.
Rotkraut Kopf 25—30 Pfg.
Weißkraut p. Kopf 5—10 Pfg.
Hamburg, 9. Dezbr-
klebrige» t Falle j fortfaha , daß » ie 17500 fit worix
nde Titz ird. Dtz igen alte, ten hab» »e». tzjx jeoenfM
1. Heinrich, Sohn deS Schreiners Ernst Naumann von Marbach. 2. Gertrude, Tochter des Expedienten Johann Georg Engelter- 3. Konrad Friedrich, Sohn des Senfmüllers Valentin Braumöller. 4. Anna Margarethe, Tochter des Bahnarbeiters Heinrich Höflich.
Verstorbene:
1. Förster Christoph Scherer von Roth, 69 Jahre alt.
darf««, Spanmm» oder daz
Möhren, Pack 10 Pfg.
Endivien Stück 5—6 Pfg.
Markt- m»d Aörseuöerichte.
Marburg, 10. Dezember- Der heutige Wochenmarkt
Brausewetter verliest eine Zuschrift deS Staatsministers v. Goßler, worin dessen Stammbaum ent» halten ist, und wonach seine Ururgroßeltern nachweisbar Christen waren. Ahlwarbt wurde wegen dreier strafbarer Beleidigungen zu fünf Monaten Gefängnis verurtefft. Die Beratung des Gerichthofes dauerte 51/2 Stunden.
— (Nithack's Halsleuchter.) Bei den zahlreichen Opfern, welche alljährlich die DiphterittS ganz besonders unter den Kindern fordert, und in Anbetracht deffen, daß bei rechtzeitigem Erkennen der Gefahr wohl noch häufig durch ärztliche Hülfe eine Rettung möglich gewesen wäre, bfcfte allen Eltern, I denen das Wohl ihrer Kinder am Herzen liegt, der Halsleuchter sehr willkommen sein, da mit demselben sehr leicht und äußerst genau Mund- und Rachenhöhle beobachtet werden können. In Erkranknngsfälleu bietet der Halsleuchter noch babnrch einen großen Vorteil, daß mit demselben eine einzige Person zugleich leuchten, die Zunge Niederdrücken und Halspinselungen 2C. vornehmen kann, ohne daß der Patient, wie es bisher ost der Fall war, durch mißglückte I Versuche unnötig gequält wird. Die durch dm I Reflektor hervorgerufme außerordmtlich starke Be- i leuchtung läßt im Halse die geringste Spur einer I Entzündung, Eiterung oder PUzbllduug rc. leicht i wahruehmm und ermöglicht es z. B. beim Pinseln, I stets mit dem Pinsel die richtige Stelle zu berührm. (Auch ist die Anwendung des Halslmchters Stobern I nicht so unangenehm, wie bie bisher übliche Art bes i Zungennieberbrückens mittelst eines Löffelsstiels, unb I besonders, wenn Kinder während des GesuudseiuS an Iden Gebrauch des Halsleuchters gewöhnt werden, (wird derselbe to Krankheitsfällen eine unersetzbare «Hülfe bieten. Infolge starker Vernickelung läßt fich (der Halslmchter durch Carbollösung und andere I desinfizierende Flüssigkeiten stets sauber und rein er» I halten, sodaß durch ihn jeder »eiteren Ansteckung I vorgebeugt wird; und da auch die Handhabung I ebenso einfach wie sicher ist, so ist Nithacks Hals- Ilmchter nicht nur zur Verhütung schwerer HalS» I kraukheiten em großer Schutz, sondern bietet auch in I Krankheitsfällen Pflegenden wie Patienten die größte
Aerichtigimg.
In dem im heutigen zweiten Blatte enthaltenen Ar- ttkcl über Carl Weizsäcker haben fich einige unliebsame Fehler eingeschlichen; wir bstten in Zelle 31 anstatt Lehnstuhl Lehrstuhl, in Zelle 56 anstatt die Quelle der Quelle, in Zelle 69 anstatt Gemeine Gemeinde zu lesen.
Auszug aus den Registern- des Standesamtes der Stadt Marburg, mit den Ortschaften Ockershausen unb Marbach. Vom 3. bis 10. Dezember 1892.
Makanze».
— (Vakanzen im Bezirke des ll.Arrmee- CorpS-) Arnsberg, Magistrat.Polizeisergeant, AnfangS- aehalt 1300 Mk., Helm, Säbel und Achselstücke werden » ?. . . ~ ------ <--» — iKAAsmf, _ Komgl.
noch Mitteilungen enthalten waren, wie er ben Aerzten entsprechenbe Symptome vorzureben habe, ben Gefängnisarzt mit ber Untersuchung bes Angeklagten betraut unb zwei bei vorgefundenen Pulver dem Gerichtschemiker Dr. Bischoff zugesandt, welcher Morphium-Bestandteile konstatterte. Die medizinischen Sachverständigen schließen aus dm Symptome» darauf, daß eine kleine Atropie-Vergistung vorliegt." Der Angeklagte antwortete darauf: „Mir ist vor und nach den Verhandlungen so mancherlei in die Tasche gesteckt worden, wie eS auf dem Korridor bei Idem herrschenden Gedränge sehr leicht möglich war, I baß ich zuletzt gar keine Notiz mehr davon gmommm (habe. Wer mir bie in meinen Taschen gefundenen I Gegenstände zugesteckt hat, weiß ich nicht. Es kann lein Freund, aber auch ein Feind gewesen sein. Ich «habe vorgestem dem hohen Gerichtshöfe versichert, (daß mir gar nichts daran liegen kann, das Urteil (zu verzögern, ich wünsche sehnlichst, daß die Sache
kleinlicher Furcht Gefahren und Niederlagen sieht, so antworte ich ihm im Gegenteil. Fester, als der Angeklagte eS erwähnt, steht das Gefüge unseres Reiches und das Haus unseres Herrschers. Ich beantrage gegen den Angeklagten 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, Publikationsbefugnis für die Nebenkläger, I bie beleidigten Büchsenmacher rc." — Nach den Plaidoyers ber Vertreter ber Nebenkläger spricht Ahlwardt: Nach seiner Meinung habe bie Beweisaufnahme alle in ber Broschüre enthaltenen That» fachen bestätigt, nur bie Schlußfolgerungen seien bisher unbewiesen. Er habe ursprünglich bas Buch zu antisemitischen Zwecken verfaßt, nachher aber bie nötigen Schritte gethan, um ein amtliches Einschreiten zu veranlassen. Er habe bas Vertrauen ber Sol- I baten zu ihren Gewehren nicht erschüttern, fonbern I bewirken wollen, baß unbrauchbare Gewehre aus ber I Armee ausgestoßen würben. Laubgerichtsbirektor
t sechsvy fich sm Mer, y, rat.
1 vor wnor utz von 8^ Mich deSHkr^
ler verG Rolledtz
— Der Prozeß Ahlwarbt in Berlin kommt mmmehr zum Abschluß. Nachbem am Donnerstags bie Sitzung wegm Erkrankung bes Angeklagtm cms- gefallm war, würben bie Verhanblungen am Freitag fortgesetzt. Der Erste Staatsanwalt Drescher teilte barin folgmbes mit: „Die gestrige Sitzung hat ausfallen muffen wegen Erkrankung des Angeklagtm. Daß derselbe krank gewesen ist, unterliegt wohl keinem Zweffel. Ich habe aber Veranlassung genommen, ber Ursache ber Krankheit nachzuforschen unb folgendes ermittelt: Es ftab bei bei Durchsuchung bei Kleiber . . -
des Angeklagtm in bei Paletottasche drei Pulvei|Erleichteiung. (Siehe Inserat.)
walt erklärte, baß bie von Ahlwarbt in ber Broschüre ausgestellten Behauptungen unerwiesen sinb, unb schloß seine umfangreichen Ausführungen mit ben Worten: „Die öffentliche Verhandlung war von Nutzen, ben» es hat sich herausgestellt, baß es ein Märchen, eine Unwahrheit ist, was ber Angeklagte von ber Kriegs-
Weichensteller, 800 Mk. jährlich, Höchstgehalt 1200 Mk. - König!. Eisenbahn-Bettiebsamt (Hannover-Casiel) zu Castel, 70 Bahnwärter, je 700 Mk. jährlich, Höchstgehalt 900 Mk. — Cassel, König!. Eisenbahn - Bettiebsamt Cassel (Main- .... .....
Wes« bahn), Stationsnachtwächter, 58 Mk. Monatsbesoldung, I zu Enbe geht. Als vorgestern Abenb bie Sitzung nach abgelegter Prüfung erfolgt Anstellung.I. ' ' M " " ‘
:ftö rn«| gefunden würbe. Durch sofort herbeigeholte ärztliche mf feinen mürbe ihr bie nötige Pflege zu teil, leiber war Holz aus «n£» veraeblich, bie Verunglückte ist heute Mittag,
aimmet.) 1 Borken
Ruhe, hat sich ii ens weg« September h welche« , weil et ung durch iche Ruhe itf ttchter. jedoch die der Ange- ein, und . Zweck :r Termin ihr anbe- Hartma»
iefe Post nicht nist Ende bin
Oho! und Nun aber Schluß! Der Vorsitzende muß ben Reimer wiederholt schützen.) Rechtsanwalt Kraus e- Arnswalbe: Ich halte mich für ebenso konservativ wie« ber Vorreimer. Ich habe in ber Stichwahl Ahlwardt! gewählt. Weiter habe ich Ihnen nichts zu sagen. (Minutenlanger Beifall.) Rittergutsbes. v. Waldow: Ich bin ebenfalls aus Araswalde. (Beifall.) Auch ich habe Ahlwarbt in ber Stichwahl meine Stimme gegeben. (Beifall.) Wir haben uns gesagt: bie Sozialbemokraten verbinden sich mit den National- liberalen für ben freisinnigen Kandidaten; lieber |tH #u,uu......., zehn Antisemiten, lieber zehn Ahlwardts als einens
erwiderte der andere. Freisinnigen. (Stürmischer Beifall.) Semmardirektor
Besia-Fttedeberg: Ich habe in der Stichwahl auch für Ahlwardt gestimmt, bin aber doch dafür, den Satz bezüglich der Ausschreitungen des Anttsemitis- mus beizubehaltm. Hofprediger a. D. Stöcker (stürmisch begrübt): Daß der Satz über die Ausschreitungen fallen werde, halte er bei der Stimmung des Parteitages für selbstverständlich, und wolle daher kein Wort darüber verlieren (Beifall.)
Art der Ausfühnmgsbesttmmungen darüber toie ber Angeklagte bie Pulver emzunehmeu unb wie er aus einem Fläschchen — welches nicht vorgefunbm worben ist — Tropfm ». —- — , ., einzunehmm habe. Ich habe, well in bem Kassiber Avs- ?5!auck l ausdrücklich darauf hingewiesen war, daß das Medika- ' e - •"; I ment zur Täuschung des ArzieS dienen sollte, und
Rettig per Stück 5 — 10 Pfg. Rüben p. Pfd. 10-12 Pfg. Gänse per Pfd. 45—55 Pfg. Hühner p. Stück 70—100 Pfg. Hahne p. St. 100—130 Pfg. Hähnchen p. St. 60— 65 Pfg.
Spangenberg mit Elise Henriette Ernstine Hessel, wohnhaft hier. 4. Ackermann Heinrich Weidenhausen mit Anna Katharine Muth, beide von Ockershausen. 5. Arbeiter Karl Wilhelm Kaletsch von hier mit Elisabeth Margarethe Müller von Daubringen-
Geborene:
von de« fforderwW wurde, ji . selbst aj »ffchen dar gekommen öttafbefehk »rach. 6b jrten Lär»
: — "ti tum etnem - bauentbts -nn einem L—------------- . - m
i il fand w“6ei einen Bruch deS linken Armes, und eineVer- ^raft uni 7*una der Hüfte sowie deS Oberschenkels zuzog.
x 9. Dezbr. Ein seltenes Jagd-
" fv "uz- {Ä(f wurde dem hiesigen Gastwirt Johannes Lemmer urbe bem LLtf Derselbe erlegte gestern im Hachboruer Walb gerufen.' ^i Rehböcke mit einem Schuß unb bekam heute noch bars w. v— kUH»« sttnrt 211m Sckust. Das nennt man Glück.
i geläut unb dies mzlei v« m.
der Bafl war.
n Aust» tldmögliG Jlobalitä» !ise für Jt tsschuldtff den au» g folgt.;
Verehelichte:
Elisabech J°h°u?a Sm?°g^ Fran"tott^aM° I mir vorgefunden werden müssen in meinen Taschen 2. Maurer Heimann Rink von Hartenrod mtt Sophie I behalte unb sie nicht beseitige? Ich bitte nochmals Karoliue Wilhelmine Jlck von Groß-Munzel. 3. praft. I ben hohen Gerichtshof, mir Glauben zu schenken." N Jobann ^oU PMpp Kon^d Israel, wohnhaft MI §ierauf begannen bie Plaidoyers. Der Staatsan-
Aeutschtr Weichst«-.'
Berlin, den 9. Dezember 1892.
Beraten wird die Jnterpellatton der ZentrnmSpattei, was die ReichSregiernng zur Bekämpfung der Auswüchse der Abzahlungsgeschäfte, des HaufierhandelS und der Waaren- laaer zu thun gedenke. Abg. Schadler (Ztt.) wunicht eine Einschränkung der genannten Gewerbtt>etriebe, weil dieselbe den seßhaften Geschäften großen Schaden zufugten., Staatssekretär von Bötttcher antwortet, oaß Gesetzentwürfe bett, die Abzahlungsgeschäfte und das Haufiergewerbe dem Reichs- [ tage wohl noch in dieser Session zugehen wurden- Abg-
166,00, Diskonto - Kommandit 175,70, Dresdner Bank 137,50, Bochumer Gußstahl 112,50, Dortmunder Union St.-Pr. —, Gelsenkirchen 136,00, Harpener 125,00, Hibenlia 114,70, Laurahütte 93,30, 3°/0 Portugiesen 21,40 Italienische Mittelmeerbahn , Schweizer Zentralbahr 114,90, Schweizer Nordostbahn 106,10, Schweizer Union 68,10, Italien. Meridionaux —, Schweizer Simplon- bahn 53,40, Portugiesische Tabaksobligationen 66,70 ä
67,10. Ruhig-
£en dritten Bock zum Schuß. Das nennt man Gluck.
X Mardorf (Kreis Kirchhain), 9. Dezbr. Ein hefiger Metzger hatte gestern Abend das Unglück,! Ms dem oberen Stockwerke seines Schlachthauses in! die Tiefe, zu stürzen, wobei sich derselbe schwere Ver-1 letzungeu zugezogen haben soll.
Kassel, 7. Dezbr. Gegenwärtig finden im Aus-1 ttoge der Zeche Hochstadt bei Oberkaufnngen (Landkreis Hassel) am Belgerkopf umfangreiche Tiefbohrungen I nach Kohlen statt, welche von den Sachverständigen! des hiesigen Bezirks mit großem Interesse verfolgt! werden. -Die Bohrungen - werden von der Firma! Kleiner u. Comp. in Cottbus ausgeführt. Wie wir! anS bester Quelle erfahren, ist das Resultat bis jetzt schon ein sehr erfreuliches, indem einmal eine sehr neite Ausdehnung des jetzt bereits im Bau befindlichen Flötzes koustattert wurde und ferner unterhalb destelben «och ein zweites. Lager ganz vorzüglicher Schwarzkohle von 42/» Meter Mächtigkeit angetroffen worden ist.
-Natenvurg a F., 8. Dezbr. Gestern Abend gegen Vs9 Uhr trug sich ein schwerer Unglucksfall m der auf unterlassene Treppenbeleuchtung zuruck- zn'führen ist. Die Wittwe Adelheid Greiling stürtzte nämlich in der Dunkelheit in Folge eines Fehltritts die Treppe des von ihr bewohnten Hauses so unglücklich hinunter, daß sie mit bem Kopfe unten
In 8 14 bes Entwurfs bitte er bie Worte von bei I Firma Joswich & Co., Hamburg.) Kaffee good average Bekämpfung bei Anhänger der Sozialdemokratie unb I Santos per Dezember 76'/«, per Mai 73'/«, per September bes Anarchismus „mit ben Machtmitteln der Staats-173j/^ Matt^ f & g. Dezember- Effekten-Sozietät, gemalt" zu streichen. Es würbe dieser Passus Leute I /Schluß.) Oesterr- Kredttaktien 262'/«, Franzosen —, vor ben Kopf stoßen, bie man durch Liebe gewinnen I Lombarden 80, ungar- Goldrente 95,80 Gotthardbahn könne. (Beifall.) Abg. von Rauchhaupt: Der Vor-1 staub sei bereit, ben Antrag Klasing anzunehmen. Wolle man bie Worte über bie Ausschreitungen bes!
Antisemitismus streiche« (Ja wohl!), so möge man cs mit möglichst großer Mehrheit beschließen (Einstimmig! Beifall.) Er unterschreibe nicht alle Punkte bes! antisemitische» Programms, wolle sich aber bezüglich der Streichung unterorbnen. — In der Abstimmung I wurde der Antrag Klasing, den Passus über Iben Antisemitismus zu streichen, mit , allen gegen sieben Stimmen angenommen. (Stürmischer Beifall.) Der Parteitag nahm fobann das Programm bis auf § 14 len bloc au. Dieser Paragraph würbe nach kurzer
Debatte, in ber man fich allseitig gegen ein neues> Sozialistengesetz wandte, gegen 7 Stimmen folgender I Fassung angenommen: „Die Anhänger ber Sozial-1 Ibemofratie unb bes Anarchismus, bereu Vaterlands-1 liefe unb auf ben Umsturz gerichtete Bestrebungen toeite Streife unseres Volkes gefährben, finb als Feinbe I ber staatlichen Ordnung zu bekämpfen." Die Zwischenworte „durch die Gesetzgebung zu kennzeichnen und bem» I gemäß mit ben Machtmitteln ber Staatsgewalt" (zubekämpfen) würbe gestrichen. Der Programmtell bes IPartettages war bamiterlebigt. Es folgte noch bie
Beschlußfassung über Fragen ber Patteiorganisation (unb bann würbe ber Parteitag mit einem Hoch auf
Alles vergeblich, bie Verunglückte ist heute Mittag, ohne mieber zur Besinnung gelangt zu sein, an ben Folgen bes Sturzes verschieben.
K«ra«, 9. Dezbr. Am Dienstag Abenb gegen |-7 Uhr kam ein hiesiger Metzger bie Gelnhäuser .tzhauffee herunter unb ging durch ben Lamboywald. Als er in ber Nähe ber Schießstände war, kam ein Mann aus bem Walb auf ihn zu unb frag ihn, wo er hin wolle. „Zur Stabt", war bie Antwort des Metzgers. „So, ba gehen wir zusammen,^ ich wohne auch in ber Stabt", — --------
jung wist L Saum waren sie eitrige Schritte nebeneinanber ge- nis, untaj flanflen, so rief bet Unbekannte: „Das Gelb ober waltschaft, iag £eben!« unb versetzte bem Metzger einen Stich, ergeben! i welcher zum Glück bie Uhr traf unb abprallte. Der hier untrs . — " ■ - -u
1,10 Dik.
Hühnereier 2 St-17—18 Pfg. Käse per Stück 10—13 Pfg. Käscher: per Stück 5—6 Pfg.
Kochkäse per Pfd. 40- 50 Pfg.
Kasematte per Stück 5 Pfg.
Zwetschenmus per Maßtopf 1,50-2 Mk.
Aepfelschnitzen per Pfd. 25 Pf. Nüsse 100 Stück 35-40 Pf. Aepfel 6-10 Stück 10 Pfg.
„ Korb 2,50—3,00 Mk. j Enten p. St. 1,50—1,80 Mk.
Hafergrütze per Ltter 35 Pfg. Tauben das Paar 55—65 Pfg.
Erbsen 2 Ltter 25—35 Pfg. Rehe per Pfd. 60 Pfg.
— - ----Hasen Stück 2,50—3,50 M.
Waschklammern 100 Stück
- - - l Möller (rnttlib.) flieht zu, daß der Hausierhandel mcmchesl vorgefunbm worbm, in feiner hinteren Rocktasche eitt
h der Amts anwalt Berufung Iso klein, wie sie jetzt groß Mo. | uebit mit sich gebracht habe, aber doch auch sein Gutes I Kassiber. In bem Kassiber warm Informationen
orkammer bestättgte bie Polizeisttafe in Beifall.) Rechtsanwalt Klafft»fi-^elefelb vett be. Redner tadelt die Arid..
o OTnrf „n er Miiferlenma ber Kosten! einen von ihm gestelltm Anttag, besten Hauptstelle |übtr die Sonntagsruhe m Preußen, wodurch mancher Gr.. 3 Mark unter Auferlegung 0 1 L , . «« wrmäanna daß die bmtfch-konservattve|schästsmann dem Ruin nahe gebracht sei. Abg. Ackermann!
lautet: „In Erwägung, day ote om^w »' 1 a> t bjt ^sch^ukung der Abzahlungsgeschäfte und
!. (Witterung.) Winter- Partei Ausschreitungen jeder Att bekampft.mPunl I d°zHausierbetriebessür unbedingt erforderlich. Die Waaren-1
s,t
werbe» im Bundesrat eingebracht hat. Abg. Groeber (Z.) findet die Antwort des Staatssekretärs nicht ausreichend. Aba. Geyer (Soz.) nimmt die Haufierer in Schutz und mehit, man solle die Arbeiter bester bezahlen, dann brauchten sie nicht auf Abzahlung zu kaufen. Geh. Rat Landmann betont dem Abg. Baumbach gegenüber, daß in Bayern lebhafte Klagen über den Hausierhandel herrschten. Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antrs.) außett sich über jüdische Hausierer und Abzahlungsgeschäfte- Schließlich wrrd dte Diskussion geschlosten, ein Beschluß nicht gefaßt. Sonnabend
kein FreM Unter großer Beteiligung aus allen Teilen des b ich ai t am Donnerstag bet lang geplante unb
f'scheu G " ' “ 1 " c * —Uu*"
Verkcius«
„hob jeboch bet Amts anwalt Berufung (so klein, Wieste jetzt «roß find. jidg^S g” -»1-10__1*.I<n.u„rr 1 Slafstu
Ähe von L _ . Lbtt Instanzen.
w «arvurg, 1.0. Dezbr. , li(h w der gestttge Tag, abends trat u0’ 1« <Tsi<> Timnerflhir hielt 1
1 e-kneewu toüIen 3 76o C. Kälte «Redner führt aus: Der Pattettag W «‘iwi
d'",„e Moraen 8 Uhr ist 1 25 0 0. Kälte btt Schnee- (ob weiterhin baS konservative Pttnzto
1 »Ä Smetoinb.# Barometnstanb 738 nun. tuniSmuS herrschen solle. Im Entwurf herrsche noch I (Kreis Marburg) 9. Dezbr. Vor(ber Opportunismus. Die Jubenfrage stche im Mittel- ÄS™* DSU,-- p-°« «to W*. D-- d,-
bebauerlicken Unfall betroffen, indem derselbe (vatismus stt bas Jubentum. Wir haben die Ver-
1 - - “ - ■ ’ -m- (nach Lösung ber Judenfrage Rechnung zu tragen.
Infolge der Ausschreitungen des Anttsemittsmus lechzt (das Volk danach, baß bie Konservativm bieFührung : I in ber Frage des Anttsemittsmus übernehmm. Dann »(werden naturnotwendig dieAusschrtttungen aufhoren. >(llnd da das der Fall ist, so ist der Satz überflüssig.
Steht denn tot freisinnigen Programm: „W:r ver- konservattven mit der anttsemtttschen Partei. » * - ---------
brauchen uns gewisse Persönlichkeiten deshalb nicht! an die Rockschöße hänge» zu lafim. Diese werden übrigens sofort von der Bildfläche verschwinden, wenn! die berufenen Vettreter des anttsemitischen Volkes die Führung überuehmen. Wir würdm mit gesenkten! Flügeln in unsere Heimat zurückkehren, wenn es nicht! gelänge, den Passus zu stteichm. Alle anderen Punkte treten zurück hinter die Frage, ob die Juden-! frage in das Programm auf genommen werden soll. Herr v. Manteuffel verliest eine Erklärung von (gl Mitgliedern der konservativen Partei, darunter (v. Helldorff, Flügge, Hartman», v. Holleuffer u. a.J (wonach diese Herren auf dem Boden des alten Pro- (gramms stehen. Kammerherr v. Blumenthal | wendet sich gegen den Anttsemftismns, der ein Gegner | | des Konservatismus sei. Das beweise der Umstand, (daß sich bie Antisemiten gerabe auf konservative | Wahlkreise wetten. Man kann nickt konservativ sein (unb einen Ahlwarbt wählen. (Oho! Schlußrufe.
Tumult. Ruf: Ahlwarbt lebe hoch!) Herr Stöcker (werbe auch von ber antisemitischen Pattei bekämpft, (unb Stöcker stt boch kein Schutzpatron ber Jubcn. ,Die sogenannte Reformpattei würbe selbst Herrn
Herr von Hellborff. _ I
’ ' -Ai Abg. Frhr. v. Manteuffel, der zum Vor-( bei Hell fanden „wählt wurde, erklärte, eine Abänderung )h»m i» [ be§ Parteiprogrammes fei durchaus notwendig. Herr cher richt k v. Diest-Daber flieht dies zu, er müsse sich aber gegen den Punkt des Programms bezüglich der Judraftage erklären, die konservattve Pattei müsse eine vermittelnde Stellung einnehmen. Die Haupt- frage» find heutzutage wirtschaftliche und soziale. Wtt werde» eigentlich sehr schlecht behandelt und dürfe» uns nicht noch schlechter behandeln lassen. Nach oben müssen wtt einmal energisch werden. Die Laudwittschast barf nicht länger ber Packesel sein, wir könnm nicht mehr fragen. Er verliest einige These» bie er als Programm ber Partei empfiehlt. Ulrich-Chemnitz meint, bie konservative Jbee sei »och nicht tief gering ins Volk gebrungen, es wäre gut, wenn bie Vertreter ber Partei etwas demagogischer austrete» »nb alles Har sagen, was sie wollen. In unseren Krttsen wirb erwattet, baß wtt zur Frage deS Antisemittsmns haattcharf Stellung nehmen. (Stürmischer Bttsall.) Wtt wollen bas Fähnlein des AnttsemüismuS hochhatten, so lange bis bie Juden
Briefkasten der Kedaktio».
G. 8. Nicht zu verwenden. Versuchen Sie sich kürzer zu faste», vielleicht gclingts dann besser.
Merktssel.
Sonntag, 11.Dezember, nachmittags von 3'/, Uhr ab: Konzert der städtischen Kapelle im Turnergatten- — Von nachmittags 3'/- Uhr ab: Konzert der Jäger- Kapelle im Schloßgatten. — Abends 8 Uhr: Theater im Saalbau: „Lumpaci Vagabundus“.
Mrtzgei versetzte bem Strolch einen Hieb mit einem t Sonnte, Stock auf ben Kopf, baß brr Strolch zur Erbe fiel. Knecht mit 1 £n|de fich auf ihn, und prügelte th» mit ben schickt iw Fäusten, daß er jämmerlich schrie. Der Metzger chnten Va fürchtete, daß der Stromer durch das Schreien Helfers- tttttet bid i ^lser herbettnsen könnte unb machte sich van bannen, mit ein, f Hxfixrn Morgen machte er ber Behörde Anzeige, oanbte ft welche bie Sache an Ort unb Stelle untersuchen ließ, gesprocha ;efet jtz man des Thäters »och nicht habhaft.