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XTwSki "<üSS Sonnabend. 10. Dezember 1892. Stoffe in Frankfurt cu M., Berlin, München u. Köln; G. L.
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McheMWe Bellagm: Kreis-Blatt für die Meise Marburg und Kirchhain.
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Zum Beginn der großen Militärdebatte im Reichstage.
\ Nachdem nunmehr fett mehreren Monaten die ient Militärvorlage fast ausschließlich das gesamte politische Leben und Treiben im deutschen Reiche beherrscht hat, wird jetzt die eigentliche Beratung deS »roßen Gesetzentwurfes im Reichstage ihren Anfang nehmen. Um zunächst von den äußeren Formalitäten zn sprechen, so mag erwähnt sein, daß jedes Gesetz, welches dem Reichstage zur Beschlußfassung unter» i I leitet wird, sich bekanntlich drei Beratungen zu unterziehen hat. Es ist das in diesem Falle von besonderer Bedeutung, weil auf Grund der drei Beratungen die Erörterung des Militärgesetzes nicht nur eine sehr umfangreiche werden kann, was bei der Wichttgkeit der Sacke wohl selbstverständlich ist, sondern auch eine der Zeit nach sehr ausgedehnte. Die erste Beratung des Gesetzentwurfes im Reichstage bringt keinerlei prinzipielle Entscheidung, sondern gilt . uur der Darlegung der großen Gesichtspunkte, welche von den Freunden und Gegnern der Vorlage geltend gemacht werden. Tie Ausführungen während der ersten Beratung gestatten nicht selten einen Ueberblick darüber, ob eine feste Mehrheit für den bett. Gesetzentwurf vorhanden ist oder nicht; in diesem Falle erscheint es allerdings fraglich, ob diese Klarheit schon nach der ersten Beratung gewonnen werden «ttd. ES ist nicht schwer zu erkennen, daß es nicht os solchen Abgeordneten im Reichstage fehlt, die da wünschen, erst noch das Resultat der Kommissions- verhandlungm abzuwarten, bevor sie sich binden. Rach der ersten Lesung wird also die Mlitärvorlage, wie schon angedeutet, einer großen Kommission des Reichstages überwiesen werden, in welcher Ver- : trauensleute aller Parteien fitzen. Die Spezialprüfung des Entwurfs, welche in dieser Kommission zu erfolgen hat, dürfte wie in früheren Fällen, teilweise unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt werden; jedenfalls werden diese Verhandlungen im engen Kreise, bei welchen jede Zahl der Neuforde- rnngen genau berechnet wird, den wichtigsten Tei. der gesamten Beratungen bilden. Der Beschluß der Kommission gelangt alsdann an den Reichstag zurück, der darüber in der zweiten Lesung entscheidet. Lehnt die Kommission die Vorlage ab, so bleibt im Plenum des Reichstages natürlich nichts anderes übrig,, als ein Antrag auf Wiederherstellung der Vorlage einzu- iringeu; erfolgt die Annahme oder Veränderung des | Entwurfs, so bildet natürlich dieser Beschluß die I Grundlage für die zweite Lesung im Reichstage selbst,
Unter der Lönigstanne.
PreiSgrtrönter Roman von M. Th. May.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
.Und was hat Papa mit diesen Leuten zu thun?" I fragte Baronesse Pella ein wenig hochmütig.
.Ihr Papa beabsichtigt, das Bauholz im Rot- Heim- und Fernow-Walde schlagen zu taffen,' ent» gegnete Herr v. Strehlen lächelnd.
.Ich habe keine großen Spmpathüen für solche Geschäftsleute,' bemerkte Herr von Gelmar geringschätzig.
„Natürlich, Offiziere kennen im allgemeinen nur solche Handelsleute, die sich mit der Ausstellung von Wechseln befassen,' entgegnete Herr von Strehlen mit beißendem Sarkasmus. „Geschäftshäuser wie Eonndorf und Söhne erinnern mich an die Fugger der früheren Jahrhunderte. Sonndorfs Verbindungen erstrecken sich über die alte und neue Welt. Auf ihren weiten Lagerplätzen ruhen friedlich neben : den deutschen Eichen die ungarischen Buchen, die böhmischen Fichten und Tannen der Alpen neben dem Ahorn aus Dalmatien und der Türkei, der provmtzalische Nußbaum und afrikanisches Ebenholz. Der Chef des Hauses Sonndorf, Herr Oberleut- «int, ist auch eine Art von Feldherr, der Arbeiter- i Armeen befehligt und mit ihnen stets siegreiche und Gottlob unblutige Schlachttn schlägt. Einem seiner Generale, d. h. einem Forstingenieur, welcher die vom Chef abgeschlossenen Auszahlungen leistet, ist Ähr Vater eben entgegen gegangen, Baronesse.
„Mich interessieren derartige Geschästsverbin- düngen meiner Vaters nur wenig,' sagte die An- eredete, .aber meine Taute Lona umsomehr; sie eit meine Geringschätzung für alle Sorten Handels-
und von deren Ausgang hängt es dann ab, was weiter geschieht: wird Alles abgelehnt, so ist die ganze Sache zu Ende, andernfalls wird der in zweiter Lesung gefaßte Beschluß des Reichstages und dazu die ursprüngliche Regierungsvorlage der dritten entscheidenden Erörterung unterworfen, in welcher kein Abgeordneter an sein früheres Votum gebunden ist, sondern nur auf Grund seiner bisherigen Erfahrungen entscheiden kann. Diese dritte Beratung ist die maßgebende, und es ist schon mehr als einmal dagewesen, daß das, was in der zweiten Lesung beschlossen war, in der dritten wieder umgestoßen wurde. Wie man sieht, ist der Geschäftsgang im Reichstag ein sehr langwieriger, indessen erprobter; der Zweck dieser Anordnung ist, alle Ueberstürzung, alle lieber« rumpelung zu verhindern; die etwa bei nicht gleichmäßiger Besetzung des Hauses eintreten kann. So kann man denn auch diesmal sicher sein, daß die Prüfung der Militärvorlage in der eingehendsten Weise erfolgen und weder von Seiten der Regierung, noch des Reichstages versäumt werden wird, diejenige Klarheit zu schaffen, welche allein ein festes Urteil erzeugen kann, lieber die Einzelheiten der Militärvorlage ist ja bisher schon außerordentlich viel gesprochen und geschrieben worden, der Reichstag hat schon bei der ersten Beratung des Reichshaushaltes die großen Grundgedanken der neuen Heeres- organisation eingehend gewürdigt; aber wie bei der Schaffung eines Heeres nicht bloß auf gute Generale gesehen werden kann, sondern die Ausrüstung des Soldaten bis zum Stiefelabsatz beachtet werden muß, so ist es bei Diskussionen über die neue Militärvorlage auch nicht allein mit schwungvollen Reden gethan, sondern die Kleinarbeit muß ein tüchtiges Stück mithelfen. Diese Kleinarbeit wird nun im Reichstage geliefert werden. Außerdem klingt im Reichstage vor einem so großen Kreise von kenntnisreichen und urteilsfähigen Männern so Vieles doch ganz anders, wie in einer Volksversammlung oder Zeitung. Eine Behauptung, die nicht bewiesen oder mit Zahlen belegt werden kann, hat erklärlicher Weise im Reichstage wenig Wert, und so stellen sich die Dinge dort oft ganz anders, wie es vorher scheinen wollte. Allerdings ist es für Niemanden, welcher diese Dinge ruhig verfolgt hat, zweifelhaft, daß die Reichsregierung wohl selten einen so schweren Stand gegenüber der Volksverttetung gehabt hat, wie diesmal, wo mit der Frage der Friedensstärke der Reichsarmee ein für alle Male eine prinzipielle Entscheidung getroffen »erben soll. Die Mehrbelastung von 66 Millionen Mark pro Jahr, mti welcher die Einleute nicht. Mir sind sie nur herzlose Sammler des elenden, häßlichen Geldes.'
Herr von Strehlen lächelte in feiner feinen, eigentümlichen Weise! .Das Geld an sich ist nicht häßlich, meine liebe Baronesse,' entgegnete er mit leisem Spott. „Oft wissen es die, welche es zu verachten scheinen, am wenigsten zu entbehren. Gold und Silber ist Edelmetall und nützt dem Edelmann, wenn et es nur zu beherrschen versteht und sich nicht herabwürdigt, ihm zu dienen. Doch btt fotnm: Rotheim zurück und ohne den erwarteten General," sagte er verwundert, als fein Freund allein wieder in den Wintergarten trat.
Baron Rotheim war sichtlich unangenehm erregt, so sehr, daß er nicht daran dachte, seine Erregung vor den Anwesenden, die ja allesamt gute Bekannte warm, zu verbergen
.Nun, wo ist Herr Gebhard?' rief Baron Strehlen seinem Wirte zu.
.Herr Gebhard ist nicht gekommen,' entgegnete Baron Rotheim zu Strehlen gewendet. .Da die Geschäfte des ersten Direktors des Hauses Sonn- dorf auf den Besitzungen des Fürsten Altmark be- endet warm, fo sandte Sonndorf an Stelle des mir bekannten Gebhard eben diesen ersten Direktor zu mir und derselbe ist kein anderer, als Rol Siegfried.'
Die übrige Gefellfchast war nicht sehr überrascht. Das Austreten Siegfrieds entsprach voll- kommen dieser feiner Stellung in dem Haufe Sonndorf Aber Tante Lona fugte mit etwas betont» werter Stimme halblaut zu dem Baron: ,Rol Siegfried ist ja der Mann, den Du nicht sehr höflich fortgefchickt hast, weil Dir feine Gegenwart nicht sofort paßte, das wirst Du wieder gut machen müssen.'
uhrung der zweijährigen Dienstzeit für die Infanterie nach den Vorschlägen der Reichsregierung verbunden ist, macht die Reichsboten sehr bedenklich, welchen die berechtigten Klagen über den wirtschaftlichen Niedergang und die schlechten Geschäfte aus den helfen ihrer Wähler nicht verborgen sind. Ein Ausgleich zwischen den Forderungen der Reichsregierung und zwischen dem, was der Reichstag in seiner Mehrheit geben möchte und geben könnte, wird ja angestrebt, aber ob dies Ziel erreicht wirb, ist im Moment nicht zu sagen nnb toirb jedenfalls von den speziellen Darlegungen im Reichstage abhängen. Es handelt sich in dieser ganzen Angelegenheit um eine politische Vorlage, die mtt den höchstm volkswirtschaftlichen Jntereffen verknüpft ist; schon um deswillen läßt sich der Gesetzentwurf nicht über das Knie brechen; weder der Reichstag, noch die Reichsregierung verkennt die Tragweite der zu fassenden Entscheidung, die nicht gerade eine Reichstagsauflösung ober einen Konflikt zu bringen braucht, aber boch in jedem Falle für sehr lange Zeit die Entwicklung unserer inneren Politik bestimmen wird.
Deutsches Reich.
W. Aerkiu, 9. Dezbr. Der Kaiser und die Kaiserin, welche am Mittwoch Nachmittag von Potsdam in Hannover eingetroffen und sehr herzlich begrüßt waren, hatten am Abend das dorttge Theater besucht. Am Donnerstag Morgen ließ der Kaiser die Garnison allarmieren und rückte an der Spitze derselben zu einer Felddienstübung aus. Am Nachmittage entsprach der Monarch einer Einladung des Offizierskorps des Königs Ulanenregiments (1. Hannov.) Nr. 13 zur Tafel und besuchte am Abend das Theater. Heute, Freitag, wird der Kaiser nach Springe reifen, wahrend die Kaiserin nach Potsdam zurückkehrt. Wie der „Hannoversch. Sour." mitteilt, hat der Kaiser nach seiner Ankunft in Hannover den Befehl an den Oberpräsidenten ergehen lassen, daß während seines Aufenthalts in der Residenz alle Schulen geschlossen werden. — Die Steuerkorn- mission des preußischen Abgeordnetenhauses hat in ihren letzten Sitzungen an der Vermögenssteuervorlage sehr erhebliche Aenderungen vorgenommen, durch welche der ganze Entwurf ein anderes Bild erhält. Besettigt ist vor allen Dingen die Selbsteinschätzung, welche durch Einschätzung durch einen Ausschuß ersetzt toirb. — Zur §anbtoerferfrage äußert sich bie „Norbb. Allg. Zig." über ben Standpunkt der Reichsregierung: Die auch dem Handwerkerstand
„Wer teilte Dir denn diese überraschende That- sache von der jetzigen Stellung Deines ehemaligen Forstgehilfen mit?" fragte Strehlen.
„Siegfrieds Sekretär und der Kassierer, die mit dem Wagen angekommen sind. Ich lud sie ein, an unserem Frühstück Teil zu nehmen, sie lehntm aber ab, als sie hörten, baß der Direktor fortgeritten fei."
„Sehr taktvoll," bemerkte Strehlen. „Hast Du Befehl gegeben, Rotheim, die Herren auf ihre Zimmer zu führen?'
„Ja, natürlich, Salberg hatte schon früher darauf bezügliche Aufträge gegeben, wenigstens war die Beschließerin schon unterrichtet "
„Na, Salberg hätte, wenn Ihr den Direktor erwartet, heute auch zu Hause bleiben können," bemerke Herr von Sttehlen unzufrieden und schritt, leiser sprechend, mit dem Freunde einer Ecke des Wintergartens zu, wo ein kleines, dunkelrotes Sofa zu gemütlichem Plaudern einlud.
Langsam erhob sich einer her Gratulanten nach dem Anderen, um sich von dem Baron zu verabschieden. Die Stimmung war auf einmal eine minder behagliche geworden, trotzdem die Freifrau von Balten und ihre schöne Nichte mü unveränderter Liebenswürdigkeit die Honneurs zu machen bestrebt waren.
Es dauerte nicht lange, fo befanden sich die Baronesse v. Rotheim mit ihrer Tante, der Freiin v. Baltm allein in dem prächtigen Raum, denn Baron v. Rotheim und Herr v. Sttehlen waren gegangen, die Gäste zu begleiten.
Die Baroneffe ttat schweigend zu dem Spring- brunnen, der von prachtvoll blühenden Rhododondren umgeben war und sich am Südende de» Winter- gartmS befand. Mit einer kleinen vergoldeten Hohlkugel spielte der breit aussteigende Strahl und sie
und seinen Nöten gegenüber unentwegt fortgesetzte Polittk der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881 muß sich gründen dürfen auf bas unerschütterliche Vertrauen ber bett. Erwerbsberufstteise in bas gegebene Kaiserwort unb in bie Kraft bes monarchischen Staates. Wirb bieses Verttauen baburch erschüttert, >aß man ben unheilvollen Glauben von ber allcin- eligmachenben Kraft eines einzigen Allheilmittels auf bas politische Gebiet überträgt, auf das es am allerwenigsten gehört, fo kommt das int Effekt ganz auf dasselbe hinaus, was auch bie sozialdemokratischen Apostel bezwecken, indem fie dem Handwerker Vorreden, es gebe für sie eine Rettung — überhaupt nicht mehr. — Im preußischen Sultu8minifterium ist noch ein Gesetzentwurf für ben Landtag unter dem Titel: Ergänzung zu dem Pensionsgesetz :ür Lehrer unb Lehrerinnen von 1885 vorbereitet. In bemselben wttb bie Bilbung von Kom- munalverbänben zur Erleichterung ber Gemeinheit für bie bezüglichen Lasten vorgeschlageti. Der Entwurf toirb bem ßanbtage wahrscheinlich schon beim SBieberbeginn ber Plenarsitzungen zugehen. — Zum Verweis für ben Lanbrat bes Kreises Friebe- berg wegen Unterstützung der Ahlwarbt'fchen Kandi- batur toirb noch mitgeteilt: Die milbc Form des Vorgehens gegen ben Landrat von Bornstedt erklärt sich zur Genüge daraus, daß Herr von Bornstedt bereits sein 50jährtges Dienstjubiläum gefeiert unb sich in feiner bisherigen Anttsthätigkeit vollauf bie Anerkennung unb das Vertrauen feiner Kreiseinge- feffenen erworben hat, wie er denn auch feit längeren Jahren Vorsitzender des brandenburgischen Provinziallandtages ist. — Die „Germania" bringt zur Judenfrage folgende aufsehenerregende Zeilen: „Noch sind es wenige in Deutschland, welche an bie Rückgängigmachung ber Emanzipation der Juden denken; aber ihre Zahl wächst gewalttg und kann schon bald bie Mehrheit werden, je nachdem bie Juden in diesen kritischen Zeiten sich entwickeln und verhalten. Die Judenfrage ist schärfer gestellt, wie jemals in Deutschland und Niemand kann sich ihrer ernsten Behandlung entziehen. — Die bewegten Auftritte im Prozeß Ahlwardt, die mit ber Erklärung bes Verteiblgers RechtsanwaltHertwig enbigten, baß er fein Amt nieberlegc, erregen allgemeines Aufsehen. Die links stehenbe Berliner Presse äußert sich sehr abfällig über bie Verteiblgungsweise des Herrn Hertwlg unb dessen Benehmen gegen ben Gerichtshof; einzelne Blätter behaupten sogar, es habe sich bei bem bramatischen Abgänge des Rechtsanwalts um einen wohlvorbereiteten Akt gehandelt. Anderseits wird
dann, melodisch plätschernd, in das mufchelförmige Marmorbecken zurück. Pella hielt die kleine, weiße Hand unter das Herabfallende Wasser und schleuderte die krystalklaren Tropfen von den schlanken Fingern auf die lichten Blüten.
„Tante," sagte plötzlich die junge Dame zu der Freifrau von Balten, die sich in einen Fauteul, nahe dem Eingänge, gesetzt hatte. „Tante," kannst Du Dir erklären, warum Papa und Herr von Sttehlen so viel Umstände wegen dieses Fremden machen? Ich fand es ganz in der Ordnung, daß Papa diesen ehemaligen Forstgehilfen ohne besondere Umstände wegschickte. Mein Gott, wenn mein Kammermädchen schließlich Frau Oberförster wird und ich sie bann einmal treffe, so wird sie für mich doch immer nur mein Kammermädchen bleiben. Ich bedauere ebenso wie Herr v. Sttehlen, daß Raimund nicht anwesend ist, weil er gewiß diesem Direktor gleich die rechte Stelle angewiesen haben würde. Papa ist viel zu nachsichttg gegen die Dienerschaft. Damit verdirbt er sie nur und es ist dann kein Wunder, wenn die Standesunterschiede immer weniger respektiert werden."
Die alte Dame wandte langsam die Augen von dem winterlich oben Garten, ben man von hier aus so gut übersehen konnte und schaute mit nachdenklichem Blicke die Sprecherin an.
„Wie unähnlich Du Deiner Mutter bist, Kind,' sagte fie fast wehmütig. „Ich glaube, meine gute Schwester hat chr ganze» Leben lang nicht an Standesvorrechte gedacht und doch wäre e» sicher niemanden eingefallen, Deiner Mutter gegenüber seine und ihre Stellung zu vergessen.
(Fortsetzung folgt.)