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Die Repertoirs, auch mit großem Verständnis
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Das neue Auswanderungsqesetz.
Hebei das neue Auswandermigsgesetz äußerl sich
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gewesen waren. Wenn eine derartige scharfe Musterung in gewissenhafter Weise in jeder Generation vorgenommen werden würde, was ohne alle Gefahr oder Nachteil für die betreffenden Tiere geschehen kann, so würde mit den Jahren diese heimtückische Krankheit mehr und mehr unter unseren Rinderheerden aus- slerben. Bisher hat sie in erschreckender Weise zu- 1 en Daunen, was wohl in erster Linie darauf zurückzuführen ist, daß man sich daran gewöhnt hat, bei der Auswahl zur Zucht weniger normale, ebenmäßig gebaute Figuren, als vielmehr diejenigen Individuen zu berücksichtigen, welche als vorzügliche Milchtiere bekannt oder von solchen abstammend in hohem Grade die Körperformen einer guten Milchkuh, also vor Allem eine kräftig entwickelte Hinterpartie aufweisen, deren Entwickelung durch Geschlechter hindurch auf Kosten der Brust und somit der Lunge vor sich gegangen ist. Hierdurch wird in vielen Fällen künstlich die Anlage zur Lungentuberkulose angezüchtet und von Geschlecht zu Geschlecht steigend vererbt. Denn es liegt auf der Hand, daß eine eingeengte, weniger kräftig entwickelte Lunge den Tuberkelbazillen nicht in dem Grade zu widerstehen vermag, wie eine normal entwickelte.
Wegen der Möglichkeit der Uebertragung der Tuberkulose von einem Organismus auf den anderen durch Genuß tuberkulösen Fleisches haben neuerdings, wie das „Zentralblatt der Bakteriologie" mitteilt, zahlreiche wissenschaftliche Versuche mit negativem Ergebnisse stattgefunden, woraus so lange, bis das Gegenteil erwiesen ist, gefolgert werden darf, daß die Uebertragung aller Wahrscheinlichkeit nach, wenn auch nicht ausgeschlossen ist, so doch zu den Seltenheiten gehört.
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zu Zuchtzwecken diejenigen Tiere auszuwählen, welche vollkommen gesund sind und daher in den meisten Fällen für die Krankhett überhaupt nicht veranlagt sein werden.
Professor Eggeliug impfte iat August v. I. auf einem Gute 36 Kühe und einen Bullen mit Tuber- knlin, woraus 30 Kühe und der Bulle durch Temperatm-
Marburg,
Sonntag, 4. Dezember 1892.
Landwirtschaftliches.
Ueber die Anwendung des Tuberkulins zur Fest
teigerungen reagierten. Sämtliche geimpften Tiere wurden geschlachtet und von dem genannten Herrn untersucht. Die Untersuchung ergab Tuberkelherde bei den 30 Kühen und dem Bullen, während die 6 Kühe, welche nicht reagiert hatten, sich als vollkommen gesund erwiesen. Nur dir letzteren hätten demnach zur sucht Verwendung finden dürfen, während die übrigen 30 und der Bulle von der Zucht auszuschließen
Marburg und Kirchhain.
Verantwortlicher Redakteur: Christoph Rautenh aus tu Marburg * Redaktion und Expedition: Mark 21.
Erscheint täglich «her en Werkte,en uech Sonn» and Staate,ttk — Onertel-rlbennemmU-Prei» bei da Erpe- totre 2 Mk., bei eilen PoMUan 9littM JJffr veftellpld). Jnserti-ns,ebühr für die ,esprltrne Zeile lOPfq., Reklemen für die Beile M Pf»
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Litterarisches.
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Gaffel.
Königliche Schauspiele: Vom 4. bis 11. Dezember.
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Schwert des Damokles". „Die Puppenfee". Anfang */27 Uhr. Montag den 5:: „Vardhämana“. Neu einstudiert: „Johann von Paris". Anfang 'hl Uhr. Dienstag den 6>: „Djamileh". „Cavalleria rusticana“. Mittwoch den 7.: „Columbus". Donnerstag den 8.: „Czaar und Zimmer- manu". Freitag den 9.: 3. Abonnements-Konzert. Gast: Frl. Elisabeth Leisinger vom Königlichen Opernhause in Berlin. Sonnabend den 10.: „Doppelselbstmord". Sonntag den 11.: „Adelaide". „Mein Leopold". Anfang '-7 Uhr.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition diefes Blatte»,
XXVII. Jahrgang.
Moffe in Frankfntt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
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die „Nordd. Allg. Ztg." folgendermaßen: „Das Erfordernis der ReichSangehörigkeit, des Wohnsitzes im Reichsgebiete und der Beftellung einer Kaution für den Auswanderungsagenten wurde schon in ftüheren Entwürfen ausgesprochen. Dazu würde erforderlich ' erscheinen, daß der Unternehmer tat Falle überseeischer
Beförderung seinen Wohnsitz und seine gewerbliche Niederlassung an einem deutschen Hafenplatz haben und über geeignete eigene Schiffe verfügen müßte. Gegenwärtig schließen binnenländische Gewerbtreibende ! zwar im eigenen Namen Beförderungsanträge ab, befinden fich aber ihatsächlich gar nicht im Besitz der | erforderlichen Transportmittel. Sie find vielmehr | lediglich als Inhaber sog. Auswanderungsbureaus I zu qualifizieren, von denen aus fie entweder auf- | gründ von ihrerseits mit in- oder ausländischen Schiffs- | gesellschafien bestehenden Abkommen oder aber je nach G Konjunktur und Gelegenheit die mit ihnen fich ttn- laffenden Auswanderer dieser oder jener Schiffslinie zuweisen. Auf diese Weise hat sich in Deutschland die Sache vielfach dahin gestaltet, daß neben denjenigen zwei Kategorien von Mittelspersonen, welche dem fachlichen Bedürfnis bei der Auswandererbeförderung durchaus genügen, nämlich der Transpottanstalt und den für dieselbe thätigen Agenten, als dtttter Faktor der sog. binnenländische Unternehmer, und nicht selten in der Person eines besonderen Schiffsagenten noch ei« dtttter Faktor in Betracht kommt. Hierdurch sind wiederholt Unzuttäglichkeiten hervorgerufen worden, uamentlich auch insofern, als Faktoren mitwirken, deren Thätigkeit sich der gesetzlichen Kontrolle entzieht, und als hierdurch die Gefahr nahegelegt ist, daß der heimlichen Begünstigung illegitimer Auswanderung Vorschub geleistet wird. Daß dem Reichskanzler die Möglichkeit gewahrt bleiben müsse, durch Bestimmung der Einschiffungshäfen in der Konzessions- mkunde die Unternehmer von der Beförderung von solchen Häfen auszuschließen, in denen für die Aufnahme und Einschiffung der Auswanderer geeignete Anstalten nicht vorhanden sind, ettchttnt, nach den gemachten Erfahrungen, ebenfalls erforderlich. Wenn baS Wohl des Auswanderers, welcher bei einer Besörderung durch Freunde, die nicht seine Sprache, Sitte und Eigenheiten kennen, allen möglichen Er- ttgnissen ausgesetzt ist, in der That wittsam gewahrt werden soll, so erscheint dies nur möglich bei einer Beförderung, welche sich bis zum Ausschiffungshafen im Bestimmungslande unter dem Schutze des deutschen Gesetzes vollzieht, und bei welcher imfFalle des Vorkommens von Unzuttäglichkeiten ttne unmittelbare Einwittung in der deutschen Machtsphäre liegt".
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Vermischtes.
Hamburg, 25. Novbr. Umfangreiche Jahre lang uventdeckt gebliebene Postdiebstähle auf dem Hamburger Post-Hauptamt standen gestern zur Aburteilung vor dem hiesigen Landgericht, nachdem die Untersuchung etwa l1/^ Jahre gedauert hatte. Die Diebstähle, die vermutlich bereits im Jahre 1881 begonnen haben, nahmen in den Jahren 1888 bis 1891 einen so großen Umfang an, daß eine förmliche Verkehrshinderung mit dem Auslande, namentlich mit England, chitrat. Da trotz aller Beschwerden fortgesetzt von England kommende Briefe mit sog. Postale-Ordres — Anweisungen der englischen Post- behörde — verschwanden, so wurde in England das Mißtrauen gegen die deutsche Postbchörde, insbesondere gegen die Hamburger, rege. Der Schaden, den Hamburger Bankiers, Lotterie-Kollekteure rc. erlitten haben, beträgt mindestens 20000 Mk., obgleich nur ein solcher von 4500 Mk. nachgewiesen werden konnte; insgesamt haben fich nämlich nur 150 Verluststücke nachwttsen lassen. Die Zahl mag aber das 8—lOfache betragen haben, da die meisten Postsendungen undeklariett gingen und in vielen Fällen btt Entdeckung die Sache nach dem Post- gesetz bereits verjährt war. Die Postdiebstähle begangen zu haben und ttn williger Abnehmer für die Postale-OrdreS gewesen zu sein, waren der Postschaffner Heinrich Rahner und der Zigarreuhändler Benjamin Levy angeklagt. Beide waren geständig, aber Jeder will von dem anderen verführt worden fein. Daß dem Postschaffner das Stehlen zur Gewohnheit geworden war, geht aus seinem Verhalten nach der Verhaftung Levys hervor, dessen Entdeckung in Folge scharfer Beobachtung gelange nachdem er sich hei dem wiederholten Verkauf der Anweisungen verdächtig gemacht hatte. Rahner stahl nämlich noch alles, was ihm unter die Finger kam, nachdem Levy sich schon ein ganzes Jahr in Untersuchung befunden hatte. Er scheint dann einen zweiten noch nicht entdeckten Abnehmer gefunden zu haben. Obgleich mildernd für Rahner in Bettacht gezogen wurde, daß sein Gehalt bei der Postbehörde sehr gering gewesen sei und er fich mit seiner zahlrttchen Familie in Nahrungssorgen befunden habe, erkannte das Gettcht
doch auf eine strenge Ahndung des unerhörten amtlichen Vertrauensbruchs, indem es den Postschaffner zu sechs Jahren Gefängnis und acht Jahren Ehrverlust verurteilte; der Hehler Levy, der auch Urkundenfälschungen bei der Verwertung der Anwci- ’ungen begangen hatte, wurde zu sechs Jahren Zncht- >aus, 6 Jahren Ehrverlust und Polizeiaufsicht verurteilt.
— Das Reichsgericht hat die Verurteilung des Bankiers Schröder wegen Konkursvergehen und Interschlagung bestätigt und die Revision verworfen.
— Ein Tistanzritt von 300 deutschen Meilen soll anläßlich der nächstjährigen Weltausstellung in Chicago stattfinden. Die Rivalen find die Pferdehirten von Nebraska und Dakola.
— Die Unsicherheit in Griechenland, mit der es bekanntlich recht arg bestellt ist, nimmt noch immer zu. Letzter Tage find wiederholt Postboten überfallen, die sich fteilich nur in vereinzelten Fällen verteidigten, sondern sich sofort unter Auslieferung ihres Baarbestandes und ihrer Wertsendungen salvietten.
Theater-Anzeigen.
halten die beliebtesten Melodien auf dem Gebiete der Opern, Operetten und Tanzmusik, der Lieder und Choräle. Thatsache ist ferner, daß der ^Fabrikant auf allen Ausstellungen mit ersten Preisen ausgezeichnet, Lieferant aller europäischen Höfe ist und ihm jährlich Tausende von Anerkennungsschreiben zugehen.
Die Heller'schen Spielwerke sind daher als passendstes Geschenk zuWeinachten, Geburtsoder Namenstagen, außerdem für Seelsorger, Lehrer und Kranke zu empfehlen.
Man wende sich direkt nach Bern, selbst bei kleinen Aufträgen, da die Fabttk außer in Interlaken und Nizza, keine Niederlagen hat. Es werden auch Teilzahlungen an vertrauenswürdige Personen bewilligt und illusttirte Preislisten ftanko zugesandt.
Wama, Weichnachten bekomme ich doch wieder einen Ergänzungskasten? So hören wir viele Müder fragen, und die vorsichtigen unter ihnen setzen wohl noch hinzu: Mama, aber Nummer so und so muß es fein und ein Anker muß daraus stehen, sonst kann ich ihn nicht zu meinen zwei Anker- Steinbaukasten gebrauchen. Ja, so ist es in der That, wie wir aus der sehr hübschen Preisliste der Firma F. Ad. Richter & Cie. in Rudolstadt ersehen, weshalb auch wtt den Lesern eine gewisse Vorsicht beim Einkauf eines Steinbaukastens glauben anraten zu müssen. Es wäre doch zu ärgerlich, wenn man am Festtag sich zu spät davon überzeugen müßte, daß man keinen der berühmten Anker-Stttnbaukaften, sondern eine minderwertige Nachahmung ein- gekanft hat; ein Teil der Festfreude wäre dahin!
Unter den Weihnachtsgeschenken nehmen die Anker- Steinbaukasten mit Recht nach wie vor die erste Stelle ein; wer sie bei einem Bekannten gesehen hat, kauft auch für sich einen solchen, und wer sie besitzt, vergrößert sie jedes Jahr durch einen ober mehrere Ergänzungskasten. Das ist bei keinem anderen Spiel möglich, diese find im Gegenteil fast ausnahmslos schon nach kurzer Zttt wertlos. Die Anker- Steinbaukasten dagegen bleiben viele Jahre hindurch gut und sind darum auch das auf die Dauer billigste Geschenk.
stellung der Tuberkulose bei Rindern bringen die „Mitteilungen der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft" ääm i eine Aeußerung des Professors der tterärztlichen i Hochschule zu Berlin, Eggeliug, welche von allgemeinem : Interesse sein dürste. Das Tuberkulin hat sich zu obigem Zwecke, wie bekannt, als ein wirksames Mittel erwiesen, denn regelmäßig fteigert sich unter Austtete verschiedener anderer charakterifttscher Anzeichen d Körpertemperatur, sobald das Mittel unter die Haut | gespritzt wird, wodurch die Feststellung der Tuber- r kulose mit Sicherheit erfolgen kann. Zu bemerken ist hierbei, daß das Mittel gerade bann, wenn bie Tuberkelherbe oft noch mikroskopisch klein finb, fich also bie Krankheit im allerersten Stabium befinbet nnb somit auf anbere Weise am lebenbett Tiere kaum, jedenfalls nicht annähernd mtt Sicherheit festgestellt werden könnte, eine starke Reaktion, oft stärker als bei vorgeschrittenem Stadium im Organismus hervor - rnst. Es ist demnach der Tierzüchter mit Hilfe des Tuberkulins in der Lage, aus seinem Viehbestand