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wonach jedem Jnnungsmitgliede die Einhaltung des von der Innung festgesetzten Minimaltarifs für gewerbliche Leistungen obliegt und Uebertretung dieses Tarifs mit Ordnungsstrafe bedroht ist. Die königliche Kreishauptmannschaft hat diese Beschwerde ab- g-wiesen und in der Entscheidung folgendes ausge- sührt: Die angefochtene Bestimmung dient, wie der Stadtrat zu L. in zutreffender Weise ausgeführt hat, zur möglichsten Fernhaltung der Schleuderkonkurrenz. Eine solche Konkurrenz zu beseitigen, einen solchen Geschäftsbetrieb bei den Jnnungsmitgliedern zu fördern, eine Benutzung unlauterer oder schwindelhafter Mittel seitens der Jnnuvgsmitglieder auszuschließen, ist aber eine der Hauptaufgaben der Innung, insofern als diese nach § 97 Abs. 2 Nr. 1 der Gewerbeordnung gerade zur Pflege des Gemeingeistes, sowie zur Aufrechthaltung und Stärkung der Standes- ehre unter den Mitgliedern berufen ist. — Die Zentrumsfraktion des Reichstages hat beschlossen, eine Kommission zu bilden, welche überlegen soll, wie am besten die Fragen der Handwerkerkammern, des Lehrlingswesens, des Befähigungsnachweises und des Hausierhandels wieder im Reichstage zur Verhandlung gebracht werden könne. Die Frage des Hausierhandels wird, Zentrumsblättern zufolge, wahrscheinlich die Einbringung eines besonderen , formulierten Gesetzentwurfs notwendig machen. Wegen der anderen Fragen dürfte zunächst eine Interpellation an die Reichsregierung in Frage kommen. Ebenso wird in den Kreisen des Zentrums die Frage erwogen, wie den Schwindel - Ausverkäufen und sonstigen Mißbräuchen im gewerblichen Leben wirksam entgegengetreten werden kann. — Von französischer Seite liegt bereits eine Dementierung der vom Pariser „Journal" gebrachten Aeußerungen Bismarcks vor. Herr des Houx berichtet im „Matin", Bismarck habe ihm erklärt, weder den Korrespondenten des „Journals" le Roux noch einen Mitarbeiter des „Figaro" empfangen oder gesprochen zu haben. Le Roux' Interview sei erfunden. Bismarck habe ferner erklärt, er empfange keine unbekannten Journalisten mehr, weil deren Mangel an Diskretion und Delikatesse seinen Worten eine unbeabsichtigte Bedeutung verleihe und weil diese gegen seinen Willen seine Sprechfreiheit mißbrauchten, was seine Ruhe störe. Der „Matin" kündigt für heute die Veröffentlichung des eigentlichen Interviews von des Houx an.
— (Preßstimmen zur Reichstagsersatzwahl im Friedeberg-Arnswalder Wahlkreise.) Das juden-liberale „Berliner Tage
weiß ich nicht, aber ich denke mir, daß er Ihnen auf seinem Sterbebette dieses Testament übergab, welches Sie als seine älteste Tochter zur Erbin seiner Besitztümer einsetzte.
Mein Herz sagt mir weiter, daß Sie in Ihrem hochsinnigen Edelmut, in Ihrer Opferwilligkeit, um Ihre Schwester nicht zu enterben, das Testament verbrannten, ohne ein Wort davon verlauten zu lassen. Ist es so, Veronika?"
Er war bei den letzten Worten dicht vor sie hingetreten und, jetzt ihre Hand ergreifend, blickte er ihr forschend und fragend in's schöne Antlitz.
„Ich darf Ihnen auf Ihre Fragen nicht antworten, Sir Marc," entgegnete das junge Mädchen in wehmutsvollem Tone. „Und Sie sollen es auch wissen, weshalb ich es nicht darf. Die Hände auf dem Herzen meines toten Vaters, legte ich ein Gelübde ab, das, was mich zu dem Geschehenen veranlaßte, in mir zu bewahren." Sie unterbrach sich selbst mit einem unterdrückten Aufschrei. Sie hatte sich verraten.
„Es war also Ihr Vater," sprach Sir Marc ernst, „ich wußte es ja, Veronika," fuhr er dann erregt fort, „mein Leben ist öde geworden, seit ich Dich verlor. Vergieb mir, — vergieb mir mein unsinniges Mißtrauen und meinen ungerechten Verdacht. Gieb mir den großen Schatz Deiner Liebe wieder und ick verspreche Dir das unverbrüchlichste Schweigen, — nie will ich das Geheimnis Deiner Geburt oder des Testaments verraten. Vergieb mir und alles wird wieder gut werden."
zkronika's Gestalt durchlief ein heftiges Zittern und als Sir Marc jetzt seinen Arm um ihren Nacken schlang und die sanft Widerstrebende an sich zog, da flog ein himmlischer Schein der Verklarung über chre Züge.
Neubestellungen auf die „Ober- Esche Zeitung" für den Monat Dezember gerben von allen Postanstalten, den Landbrief- trägern, in der Expedition (Markt 21), fowic von unseren Mal - Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Welter und Gladenbach entqegengenommen Neuzugehende Abonnenten erhalten die „Oberh. Ztg." bis zum 1. Dezember unentgeltlich.
Die Exped. der „Oberhess. Ztg."
Deutsches Reich.
W. Werkin, 29. Novbr. Unser Kaiser empfing am Sonntag Abend im Neuen Palais den Reichskanzler Grafen Caprivi. Am Montag Vormittag hat sich der Kaiser zur Teilnahme an den vom Fürsten von Pleß veranstalteten Jagden nach Pleß begeben, wo die Ankunft Abends erfolgte und der Monarch festlich empfangen wurde. Am Mittwoch «rsolgt sodann die Rückreise nach Potsdam. — Das preußische Staatsmini ft erium hielt am Montag unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Arafen Eulenburg eine Sitzung ab. In derselben wurde dem vom Kultusminister Dr. Bosse vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Ausbesserung der Gehälter der Volksschullehrer die Zustimmung erteilt. — Dem Reichstag ist eine Denkschrift über die Ausführung der seit dem Jahre 1875 erlassenen Anleihege- se tz e zugegangen. — Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein Gesetzentwurf zugegangen üüer die Auf - hebungder Stolgebühreninder Provinz Hannover. — In einer Mitteilung des „Hamb. Korr." über die deutsch-russischen Handelsver- tragsverhandlungen wird die Behauptung, daß die letzte russische Note jede Aussicht auf Verständigung abschneidet, den zuerst von Rußland eingenommenen Standpunkt verleugne, als übertrieben bezeichnet. Die deutsche Regierung hat nach derselben Meldung eine Rückfrage nach Petersburg gerichtet. Jedenfalls ist die Aussicht einer wirklichen Verständigung auch hiernach noch sehr unbestimmt. — Dürfen Innungen für ihre Mitglieder Minimaltarife festsetzen? Diese Frage ist kürzlich vom sächsischen Ministerium des Innern bejaht worden. Bei der Kreishauptmannschaft zu Leipzig beschwerte sich ein Barbier darüber, daß in das von der Kreishauptmannschaft genehmigte Statut seiner Innung eine Bestimmung ausgenommen sei,
Die Thüre des Bibliothekzimmers wurde langsam geöffnet und Veronika fuhr bestürzt zurück.
Lady Brandon überschritt, mit dem Ausdruck der höchsten Ueberraschung auf ihren Zügen, die Schwelle. „Veronika," sagte sie, „was ist hier ge« schehen? Wer ist bei Dir?"
Veronika wandte der Lady ihr glückliches thronen« feuchtes Auge zu und erwiderte: „Lady Brandon, Sir Marc ist hier. Er ist zurückgekehrt und wir sind wieder versöhnt."
„Wir sind mehr als versöhnt, Mylady, nahm Sir Marc das Wort, „zum zweitenmale werbe ich bei Ihnen um Veronika's Hand. Ohne sie giebt rs für mich kein Glück; ich mußte sie erst verlieren, um den Schatz ihrer Liebe ganz erlernten zu lernen."
Die Lady war anfänglich wie betäubt, doch als sie Veronika'« friedvolles Antlitz sah, beruhigte sie sich allmählich und ging fort, um Katharine von dem Vorgefallenen zu unterrichten.
„Wie glücklich bin ich, daß es so gekommen ist," sagte die herbeigeeilte Katharine, während sie beider Hände in den ihrigen hielt. „Mutter," wandte sie sich lebhaft an dieselbe, „Veronika's Hochzeit muß an demselben Tage wie die meinige stattfinden und dann wollen wir nach Italien reifen"
Die Liebenden waren damit einverstanden und so geschah alles, was Katharine vorgefchlagen hatte.
„Was bedeutet dieses Glockengeläute, Veronika?" fragte ihr Verlobter, als sie zusammen den breiten Korridor hinabschritten, „was bedeutet es? Die Töne kommen mir so bekannt vor."
Da lehnte sich Veronika's Haupt an seine Brust und während er einen langen, innigen Kuß auf ihre Stirn drückte, sagte er: „Es ist die herrlichste Musik der Welt: Friede auf Erden!"
Veronika.
Roman von Jenny Piorkowska
(Nachdruck verboten.) (Schluß.)
„Ist jemand hier, der mich zu sprechen wünscht?" fragte Veronika?" Aber weiter kam sie nicht. Eie erblickte eine Erscheinung, sah vor sich hin xnb ein leiser Schrei entrang sich ihren Lippen.
Da trat mit raschen Schritten aus dem dunkelen Teile des Zimmers die Gestalt eines Mannes auf sie zu und kam gerade rechtzeitig genug, um das junge Mädchen, welches die Kräfte zu verlassen schienen, in feinen Armen aufzufangen. Aber nur einen Augenblck währte diese Schwäche; bann raffte sie sich von neuem gewaltsam auf und ihre Hände ausstreckend, trat sie zitternd einen Schritt von ihm zurück.
Sie hatte sich nicht geirrt, — es war Sir Marc Carcill, den sie mehr liebte, als ihr Leben und dem sie hatte entsagen müssen.
Einen Augenblick standen beide in der roten Glut des Feuerscheins einander gegenüber und blickten sich schweigend an, aber sie sah, daß der Ausdruck seines Antlitzes ein ganz anderer war, als das letzte Mal, als sie ihn gesehen hatte, — xut leidenschaftliche Liebe zu ihr sprach aus seinen Zügen.
„Veronika," sprach er endlich, „können Sie mi vergeben?" Er streckte seine Arme flehend aus und das junge Mädchen wandle sich von ihm ab, um die Thränen zu verberge», die ihren Augen zu entströmen drohten.
„Veronika," nahm Sir Marc nach kurzer Pause, als sie schwig, von neuem das Wort, „ich bin ge- kommen, um Ihnen zu sagen, daß ich alles weiß «nd um Sie um Vergebung zu bitten für das Un
recht, welches ich Ihnen unbewußt zugefügt habe Ich kann es nicht fassen, wie ich Ihnen auch nur einen Augenblick mißtrauen tonnte und Ihren Worten nicht unbedingt Glauben schenkte.
Veronika wandte ihm ihr Antlitz zu und sah ihn erstaunt an. „Sie können nicht wissen, weshalb ich das Testament vernichtete," sagte sie, „selbst diejenige, welche sah, daß ich es verbrannte, wußte nicht, was mich dazu veranlaßte."
„Sie wußte es nicht, aber ich weiß es jetzt. Veronika, sehen Sie, dieses Pergament hat es mir offenbart." Er trat näher zu ihr heran und ein Papier aus seiner Tasche hervorziehend, entfaltete er dasselbe und hielt es Veronika hin.
Nur einen Augenblick sah das junge Mädchen auf das Schriftstück, dann erbleichte sie plötzlich; sie hatte die verkohlten Uebcrreste des Testamcnts von Sir Jasper erkannt.
„Hier stehen die Worte, welche mir alles enthüllt haben," sagte er.
Veronika sah den jungen Mann verwundert an, dann aber neigte sie ihr Antlitz zu dem Pergament nieder und las: „Meiner geliebten Tochter Veronika Brandon, bisher unter dem Namen Veronika di Cintha bekannt."
Ein gellender Aufschrei entrang sich ihren Lippen, als sie diese Zeilen las.
„Diese Worte hat Klara Morton nicht gelesen," sagte er. „Mich aber ließ der Himmel sie auf» finden und von dem Moment an, wo meine Blicke auf dieselben fielen, verstand ich alles. Ich weiß jetzt, daß Sir Jasper Ihr Vater war, daß er Ihre Mutter vor vielen Jahren vermullich in Venedig heiratete und daß sie in sehr jungen Jahren starb "
„Mir scheint, daß Sir Jasper seine erste Heirat mtt Erfolg geheim gehalten hat, aus welchenGründen
blatt" äußert sich über die gedachte Wahl u. a. wie folgt: _
„Wie ist so etwas möglich? werden weite,Kreye er- taunt fragen. Man mutz darauf erwidern, daß es nicht so weit hätte kommen können, wenn nicht das Gerechtig- keits- und AnstaudSgefühl gewiffer Wähler kreise, eir.es erheblichen Teiles der Bevölkerung, bedenklich herabgemmdert wäre. Daran, daß so viele unserer Mitbürger leider so tief gesunken find, daß ihnen nicht nur jede Toleranz, sondern auch jedes Gefühl für Anstand, für Schicklichkeit, für Sittlichkeit verloren gegangen ist, find jene gewissenlosen Agitatoren schuld, welche jetzt schon länger als ein Jahrzehnt tm ganzen Lande gehetzt und geschürt haben, welche statt Einig- krit Uneinigkeit zu stiften suchen, welche statt Liebe Haß säen, welche, anstatt die edlen Regungen in der Menschenbiust zu pflegen, an die niedrigsten Leidenschaften appellieren und Alles daran setzen, den Menschen einem Raubtier so ähnlich wie möglich zu machen. Neid und Mißgunst wurde systematisch im ganzen Lande durch Wort und Schrift verbreitet."
Die „Post" schreibt:
„Daß aus der Sttchwahl zwischen Rettor Ahlwardt und dem fteisinnigen Kandidaten Drawe letzterer als Sieger hervorgehen wird, ist keineswegs sicher. Dies Ergebnis wäre unzweifelhaft, wenn die Wahl nicht eine geheime wäre. Es unterliegt wohl kaum einem Zweifel, daß eine sehr große Zahl derjenigen Wähler, welche für Herrn Ahlwardt ihre Stimmzettel abgegeben haben, sich bei einer öffentlichen Stimmenabgabe geschämt haben würden, für denselben zu stimmen. Auch bei der Sttchwahl dürste die geheime Wahl nach der gleichen Richtung wirken."
Die „konservative Correspondenz" leitet eine längere Bettachtung über diese Wahl mit folgenden Worten ein:
„Das Ergebnis der Friedeberg-Arnswalder Ersatzwahl ist ein überaus bedauerliches. Nicht allein deshalb, weil ein konservatives Mandat verloren ist, auch nicht bloß aus dem Grunde, daß gerade die Antisemiten ihrer Taktik ge- tteu sdie angeblich „befteundeten" Konservativen aus ihrer Stellung geworfen haben, sondern hauptsächlich deshalb, weil wieder ein Wahltteis durch die antisemittschen Wühlereien aufgerührt und dessen Bevölkerung in Klassen- und Rassenhaß hineingehctzt worden ist. Wenn die Antisemiten auch versichern, und tote wir zugestehen wollen, aufrichtigen Herzens versichern, daß sie treu religiös und monarchisch gesonnen seien, so stehen diese Versicherungen mit den demagogischen Agitationen im schroffsten Widerspruch Denn die antisemitischen Agitationen haben gleich denen der Sozialdemokraten und Freisinnigen keine andere Wirkung, als Unzusticdenheit zu verbreiten, den Materialismus, die Begehrlichkeit zu züchten, Mißtrauen gegen die Staatsleitungen zu erregen und so die Grundlagen unseres heutigen Staatswesens zu untergraben. Mit den bewährten konser- vattven Grundsätzen haben also die anttsemitischen Agitationen nichts gemein, sie wirken darum nicht konservattv, sondern destruktiv, sind demnach gerade konservativerseits energisch zu bekämpfen. Mt den Mitteln, die die freisinnig-liberale, judenfreundliche Presse vorschlägt, läßt sich freilich ein solcher Kampf nicht durchführen. Gerade die sich vor der Macht des Judentums bewundernd beugenden liberalen Judenbeschützer haben alles gelhan, um dem Antisemittsmus noch weitere Erfolge zu sichern. Es kann also zu nichts führen,
den Antisemitismus durch donnernde Phrasen zu bekämpfen, ober — wie die Liberalen am liebsten möchten — ihn durch die Behörden unschädlich zu machen zu suchen. Das Volksgefühl, das die jüdische Ueberhebung und den schädlichen Einfluß der israelitisch-materialistischen Weltanschauung um io lebhafter empfindet, je dreister eine gewisse Presse dafür eintritt, ist nur nach zu versöhnen, wenn auf diesem Gebiet positive Arbeit geleistet wird."
— Heber den Empfang des Präsidiums desReichstags durch den Kaiser kann die „Nordd. Allg. Ztg." noch folgende Mitteilungen machen: „Das Präsidium des Reichstags, die Herren o. Levetzow, Graf Ballestrem und Dr. Baumbach, wurde am Sonntag vom Kaiser im Neuen Palais bei Potsdam in besonderer Audienz empfangen. Der Kaiser sah sehr frisch und wohl ans und hatte das jüngste Unwohlsein völlig überwunden. Se. Majestät reichte zur Begrüßung jedem der Herren die Hand und fragte Herrn Dr. Baumbach nach dem Stande der Cholera in Danzig. Oberbürgermeister Dr. Baumbach konnte unter Hinweis auf die allgemeinen dortigen hygienischen Einrichtungen und die getroffenen besonderen Vorkehrungen die Erklärung abgeben, daß in Danzig die Gefahr für überwunden gelte. Der Kaiser sprach darauf in lebhafter Weise längere Zeü über die Cholera und gab der Erwartung Ausdruck, daß das Reichs-Seuchengesetz bald vorgelegt werden könne. Es dürfe sich empfehlen, gesetzliche Maßnahmen zu treffen gegen die Verunreinigung der Flußläufe. Auf eine Anfrage des Präsidenten von Levetzow nach dem Befinden Sr. Majestät, erwiderte der Monarch, daß er sich in der Wohnung des Erbprinzen von Meiningen, deren Räume nicht genügend gegen Zug geschützt seien, zwar einen starken Schnupfen geholt, den er aber durch Anwendung seines gewöhnlichen Hausmittels, indem er 24 Stunden das Bett hüte, bereits völlig wieder verttteben habe. Er sei wieder ganz wohl und freue sich, der Einladung nach Pleß Folge geben zu können, wo er einen prächtig« Auerochsen zu erlegen hoffe. Der Kaiser schilderte dabei die Reize der Jagd. Des Weiteren wünschte Se. Majestät den Herren guten Fortgang der parlamentarischen Arbeiten. Au interessantem Stoffe fehle es ja nicht. Beim Abschied reichte der Monarch den Herren wiederum die Hand. Die vorzügliche Stimmung Sr. Majestät kam auch darin zum Ausdruck, daß er in launiger Weise die Präsidenten mit dem Gruße: „Waidmannsheil!" entließ. DieMilitär- vorlage wurde nicht erwähnt. Unmittelbar darauf wurden die drei Präsidenten von der Kaiserin ebenfalls huldvoll empfangen. Die Kaiserin unterhielt sich besonders mit Herrn v. Levetzow über Kirchen-
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Meise Mardmg und Kirchhain.
81,1,6 * Rebrttion ^rto °(iht>«bmon^lRartt*21^nidetM *” Rarf,Ut0 ZMstriertes SonntGsNatt. Redaktion und Expeditton: Markt 21.
„„ . „ Anreioen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,
Grschrint täglich «tß«^«n Werktag« nach 8,un^mld ft 1 Fi* ft „ towie die Amwneeu-Bureaur von Haafenstcin u. Vogler in YYTTn
Feiertag«^— ^>ttal-Ab»uuemeut»-Prei» bei der S^e» f Frankfurt a. M„ Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII.
bttton 2 3RL, bd dka ^eftoitt« 8 SRL 25 iPhi cmiw-Hin* Qß S|>nht»ntflPT 1R92 Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Bestellgelds JnsettiouSgeb^r für die gesp^ttue Zeile •yCltttDOu)/ vU. JCVUeHWcT LOuö« Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
10 Psg., ytetltnien sur die Zeile So Pfß. __ . ............. .___