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Fußgendarm III. Klasse, 1100 Mark und 180 Mk. Dienst' aufwandsvergütung.
Verantwortlicher Redakteur: Christoph Rauteuhau» in Marburg Redaktion und Cxpedition: Markt 21.
Kinder während des Tages, niemals aber verkürze man ihnen die Nachtruhe. Deshalb ist es ein Miß- brauch, Kinder des abends bis 10 oder 11 Uhr auf zu lassen. Eltern, welche diese Gewohnheit dulden, müssen sich nicht wundern, wenn dieselben dann auch nicht schlafen wollen, wenn sie einmal früher zur Ruhe gehen sollen. Ebensowenig sollte man Säuglinge, wenn sie abends einmal nicht schlafen wollen, wieder in das erleuchtete Wohnzimmer tragen. Freilich hilft das Mittel für den Augenblick und es ist recht interessant, zu sehen, wie sie mit ihren großen erstaunten Augen das Helle Licht betrachten, aber daß sich dieselben nachher nicht wieder gutwillig in ihr dunkles Bettchen legen lassen wollen, kann man ihnen kaum übel nehmen. Auch ältere Ander bis zu 12 Jahren sollten nicht später als um acht oder höchstens neun Uhr zu Bette gehen."
lieber Pflege und Erziehung der Kinder
in den ersten Lebensjahren hat Sanitätsrat Dr. Höber ein Werk verfaßt, welches im Verlage von F. Schick in Homburg v. d. Höhe erschienen ist. Wir entnehmen demselben das Kapitel über „Bettung und Schlaf." Der Verfasser äußert sich über dieses wichtige Thema wie folgt? „Man bemerke vor Allem die Hauptregel, daß Kinder niemals mit Erwachsenen in demselben Kette schlafen sollen. Diese Gewohnheit ist immer nngehörig und ungesund; verhängnisvoll und gefährlich kann sie werden, so lange die Mutter im Wochenbette liegt. Die eitrige Augenentzündung der Neugeborenen entsteht fast ausschließlich durch die Ausdünstungen des Wochenflusses, denen Kinder entweder im Bette der frischentbundenen Mutter oder in der mit diesem zersetzten Stoffen erfüllten Luft eines nie geöffneten Zimmers ausgesetzt werden. Ich kann mich kaum erinnern, daß je ein anderes Bild des menschlichen Elends und Leidens, Bilder, die dem
besser Buchführen" ... und Aehnliches. — Die eventuell mit einfließenden Unhöflichkeiten muß man dann wohl über sich ergehen lassen, allein man hat hierdurch doch wenigstens eine Schuldanerkennung in der Hand, auf die man sich berufen kann, man hat Veranlassungwegendes „Vergehens" um Entschuldigung zu bitten und dabei wieder an das gegebene Versprechen zu erinnern, wenn man das Geld nicht gleich erhält."
— Wie der „Frkf. Ztg." aus Sydney gemeldet wird, wurden in Chippendale in einem Hause des Ehepaares Makins, welches der Engelmacherci beschuldigt wird, fünfzehn Kinderleichen und ein Bündel blutbeschmierter langer Nadeln gefunden. Nach der Meinung der Aerzte sind diese Nadeln dazu benutzt, die Herzen der Kinder zu durchstechen.
— Die Cheroken-Jndianer. Aus Waverly (Java) wird geschrieben: Welches ist die reichste Nation? Das find die Cheroken-Jndianer! Dieser Stamm, welcher etwa 30 000 Köpfe zähl, hat kürzlich den größten Teil seines Landes, 622000000 Acker, an die Regierung für 1,42 J/2 Doll, per Acker verkauft. Die Indianer erhalten das Kapital selbst nicht ausbezahlt, sondern nur die Zinsen, vierteljährlich. Der Kapitalanteil eines jeden Cheroken-Jndianers beträgt nabe an 30 000 Doll. Oberst Boudinot, selbst ein Cherokese und der Vertreter derselben bei Abschließung des Vertrages, äußerte sich bei dieser Gelegenheit dahin: „Der Cherokese ist der kultivierteste Indianer der Welt. Wir sind stets Landbauer gewesen und wir haben die Regierung in unserer Schuld, statt daß sie uns zu unterstützen braucht. Wir haben unseren eigenen Kongreß, und unsere Gesetze werden in der englischen und Cherokensprache gedruckt. Schon seit siebzig Jahren haben wir eine umfassende geschriebene Gesetzgebung. Noch immer haben wir Ländereien genug und gerade find wir dabei, unsere Straßen vervollkommnen zu lassen."
hältnisse die äußerste Einschränkung zur zwingenden Notwendigkeit machen, möge man zwei Kinder in ein Bett legen, bester und richtiger ist es jedenfalls, wenn jedes Kind sein eigenes Bettchen hat. Ich sage mit Abficht Bettchen und nicht Wiege, denn diese zum Schaukeln eingerichteten Möbel sollten aus der Kinderstube entfernt und durch hölzerne oder noch desser eiserne Bettstellen ersetzt werden. Letztere find sehr zu empfehlen, sie find billig, lassen sich leicht «in halten, gönnen der Luft von allen Seiten Zutritt und sind doch durch einfache Polster, die man einzeln abnehmen kann, hinreichend warm zu machen. 3m Anfänge, so lange die Betten verunreinigt werden, smd Stroh- oder Seegrasmatratzen praktischer, später sind Roßhaarmatratzen vorzuziehen. Niemals aber wache man das Ugterbett und das Kopfkissen aus Federn. Letzteres sei mit Roßhaar oder Haferstroh gefüllt. Als Zudecke werden wir in unserem Klima b« Federdecke nie ganz verbannen können, man sorge aber unter allen Umständen dafür, daß sie möglichst leicht sei. Je besser und leichter die Federn sind, desto wärmer halten sie, desto leichter sind sie zu «Mßeo^uud.desto weniger helästigen sie das Kind. Die^orhänge am Bettchen müssen leicht abzunehmen sein und täglich ausgeklopft werden, es ist unzweckmäßig, dieselben sehr dunkel zu machen oder fast ganz zuzuziehen; das Auge des Neugeborenen soll dor grellem Lichte geschützt aber nicht in Finsternis Schalten werden. Vor Allem aber hüte man sich vor dem unverzeihlichen Fehler, den Kopf und das Gesicht des Kindes mit einem Tuch zu bedecken. Um es tot Zug oder vor einer Fliege zu schützen, raubt «an ihm das kostbarste und unentbehrlichste aller Lebensbedürfnisse, die reine Lust! Daß das Schaukeln Md Wiegen unzweckmäßig ist, wurde oben schon erwähnt; es stört die Verdauung, betäubt die Kinder Md macht sie und ihre Angehörigen zum Sklaven dieser Gewohnheit. Die Kinder muffen vom ersten Tage daran gewöhnt werden, ruhig im Bettchen liegend eivzuschlafm und nicht auf den Knien oder Armen ihrer Mutter oder Wärterin. Wollen die Kleinen durchaus nicht ruhen, so untersuche man sie sorgfälüg ob nicht irgend ein Teil der Kleidung sie drückt oder schmerzt. Ist Alles in Ordnung, so lasse M>n sie ruhig schreien. Etwas Konsequenz und Unterdrückung unnötiger Gutmütigkeit im Anfänge wstd für Jahre hinaus Kindern und Eltern zur Tohlthat. Das mäßige Geräusch des Hauses oder des FamilimzimmerS braucht man nicht zu scheuen, doch sollte starker Lärm, wie er von Werkstätten u. f- w. erzeugt wird, in unmittelbarer Nähe des Schlaf- Äuners vermieden werden. Niemals lege man ein Kind mit dem Kopfe hoch; ein Kissen genügt vollkommen selbst für ältere Kinder. Um das Maß des Schlafes braucht man sich nicht zu bekümmern, ge- Mlde Kinder schlafen von selbst nicht zu lange, «an verringere nach und nach den Schlummer der
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Vermischtes.
— Vor zweiJahren, so erzählt das „Jllustr. Extrablatt", trat in Wien ein junger Arzt, Dr. Senftenberg, mit einer neuen Heilmethode hervor, über die er in einer Denkschrift u. a. Folgendes sagte: „Die Httschkuh bettet ihr Junges erfahrungsgemäß in eine Unterlage von Heu, und sobald ein rauher Wind oder starker Regen kommt, zieht sie aus dieser Unterlage ein Büschel Heu hervor, nimmt es in den Mund und reibt das zarte Zier damit ein. Der Hirsch reibt sich, wenn ihn das Waldfieber durchschauert, vor der Abwurfzeit mit Heu ein, und wenn er angeschweißt wird, eilt er zuerst zum Wasser, wäscht die Wunde und bann sucht er durch Reiben mit Heu die Temperatur des Körpers zu erhöhen. Dieselbe Beobachtung, und zwar in weit höherem Maße, finden wir bei den Rehen, die fich gegenseittg mit Heu reiben. Im Ganzen und Großen ersieht man daraus, daß das Heu bestimmt ist, die Heilkraft des Wassers zu ergänzen und die hydrotherapeutische Kur zu vollenden. Der junge Arzt war Optimist, wie die meisten jungen Leute, und in feinem Traume sah er sich schon allgeachtet und allbekannt als der Erfinder eines neuen Heilsystems, nicht nur reich an Erfolgen, sondern auch an Geld; denn Senftenberg befand fich in nicht sehr glänzenden Verhältnissen, und er mußte seinen Heu-Patienten zumeist noch Unterstützungen geben, damit sie sich als Probe- ttanke verwenden ließen. Aber die Erfolge blieben aus, und so ging Dr. Senftenberg eines Tages über das große Wasser. Er siedelte sich in Brooklyn, der Schwesterstadt von Newyork, die von vielen Tausend Deutschen bewohnt ist, an und heute, nach etwas mehr als einjähttger Praxis, ist er schon Besitzer eines großen Palastes, in dem er ein Sanatorium für Leidende aller Art nach „Dr. Senftenbergs Heu- Methode" eingerichtet hat. Nicht weniger als drei Assistenzärzte hat er bereits aus Wien geholt. Sein Verfahren ist folgendes: Die Kranken liegen, nachdem sie kurz zuvor eine Uebergießung mit kaltem Wasser erhalten haben und mit Heu abgerieben sind, in Verschlügen ganz mit Heu bedeckt, nur das Gesicht ist frei, und so müssen fie je nach der Verordnung des Arztes ein oder zwei Stunden liegen bleiben. Dann dürfen fie fich ankleiden, erhalten Milch und Brot, machen einen Spaziergang und können ihrem Geschäfte nachgehen. Die Besuchszeit bei Dr' Senftenberg beginnt um 5 Uhr morgens; der Andrang ist so groß, daß der Arzt täglich Pattenten wegschicken muß. Vor einigen Tagen haben fich Dr. Senftenbergs Vater und Mutter nach Amerika begeben, um an der Seite ihres glückliche» Sohnes die letzten Lebenstage zu verbringen.
— Ein Roman aus dem Leben macht gegenwärttg in Künstlerkreisen von sich reden. Mitte der 80er Jahre arbeitete her Vater der Frau, um die es sich handelt, als Buchhalter in einer Fabrik zu Berlin. Er lebte mit seiner Familie in dürftigen Verhältnissen, und starb zuletzt nach längerem Siech- nm. Das älteste Kind, ein Mädchen von 18 Jahren, and eine Stellung als Arbeiterin in der Fabrik, n deren Bureaus der Vater gearbeitet hatte. Bei einem Gange des Fabttkherrn durch dis Arbeitssäle iel diesem die Schönheit und dasjsanfte Wesen des jungen Mädchens auf. Sich hinwegfetzend über Vorurteile, bot er ihr feine Hand. Sie mochte wohl kaum Neigung haben für den alternden Wittwer und deffen Kinder, aber das Zureden ihrer Mutter und die Aussicht, für diese und die Geschwister sorgen zu können, bewog
sie, den Anttag anzunehmen. Herr L. war stolz auf seine junge Frau und gab Gesellschaften und Bälle, um alle Welt ihre Schönheit zu zeigen. Zu einem solchen Ball wurde auch ein junger Künstler geladen, der in heißester Liebe zu ihr entbrannte. Auch sie fühlte sich rnächttg von ihm angezogen, aber das Pflichtgefühl siegte bei ihr über die Leidenschaft. Der junge Künstler fiedelte dann nach Italien über. Seitdem waren sieben Jahre vergangen. Beide suchten einander zu vergessen, vermochten es aber nicht. Da kam vor Jahresfrist dem in Rom weilenden Künstler zufällig eine Zeitung in die Hände, in welcher er die Todesanzeige des Fabrikherrn las. Er eilte nach Berlin zurück, suchte die junge Wittwe auf und hat vor wenigen Tagen sich jetzt mit ihr vermählt.
— Wie veranlaßt man säumige Schuldner zum Zahlen? Hierüber giebt die Verbandszeitung „Credittesonn" folgenden Aufschluß: Als Beitrag zu den Anregungen, wie man säumige Schuldner zum Zahlen veranlaßt, schreibt man dem „Deutschen Kaufmann" Nachstehendes: „Der Kaufmann, der lange Zeit von seinem Schuldner au' alle Mahnungen keine Antwort, viel weniger Bezahlung erhalten kann, soll es nur einmal versuchen, den Schuldner um einen unrichtigen, und zwar höheren Betrag, als dieser wirklich schuldig ist zu mahnen. Damit ist keineswegs beabsichtigt, den Schuldner zu veranlassen, je eine höhere Summe zu bezahlen, allein fast immer folgt daraufhin ein geharnischter Brief, der die Mitteilung enthält: „Ich schulde Ihnen nur so und so viel und das bezahle ich Ihnen . . . heute, morgen ober in 8 Tagen — bie frühere Fattura
Kanarienvogel, Amsel, Drossel, Fink und Staar und die ganze Vogelschaar singt am besten, lebt am längsten bei Fütterung mtt Vohmschem Vogelfutter. Hier nur zu haben bei Earl Ley - poldt, Martt 3. Der große Prachtkatalog der Vogel - Handlung Voß Köln ist daselbst einzusehen. Kurze Schüft über Vogelpflege umsonst.
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Amtliche Nachrichten.
Ernannt: der Oberförster Söllig zum Regierungsund Forstrat bei der Regierung in Cassel, der außerordentliche Pfarrer Lautemann zum Gehülfen des Metropolitans Lautemann in Allendorf a. W. im Pfarramt. — der bisherige Hülfspfarrer Koch in Wehlheiden zum Verweser der Pfarrstelle in Ermschwerds — Beauftragt: der außerordentliche Pfarrer Löwer mit Versetzung der erledigten Hülfspfarrstelle in Fritzlar. — Versetzt: der Kataster- Kontrolleur Gitzen in Fritzlar zum 1. Januar 1893 in gleicher Diensteigenschast nach Fulda. — Pensioniert: der Kreisbote Kohl in Homberg zum 1. Januar k. I. — Erworben: von dem Apotheker Kasttop die Engel- Apotheke in Fulda.
Erscheint täglich auper en Werktagen nach Soun- und Feiert«gen. — Ouartal-AbouuemottS-Prei» bei der Sxpe- diti»u 9 Mk., bei eilen Postämtern 2 SRL 25 Sfg. (etfl für die gespaltene Zelle die Zelle 25 Pf,.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham L$ertg 8 ^tdxdfan *uttb l^editton^MarvÄ^'^ ” aRar6ur9, Illustriertes SonntagMatt.
Litterarisches.
— Eine Flugschrift für das Volk, wenn epidemische Krankheiten herrschen oder im Anzuge sind, ist die kleine Broschüre des Lehrers H. Metschcr: „Ueber ansteckende Krankheiten und deren Verhütung und Bekämpfung". Der geringe Preis — 30 Pfg. pro Exemplar — und ihre ganze Anlage machen sie zur Massenverbreitung, in dringenden Fällen zur Massenverteilung geeignet.
— Den Freunden des Kegelspiels bietet die neueste Nummer VderModernenKunst (Berlin W. 57, Verlag von Rich. Bong) eine fröhliche Plauderei über das edle Spiel aus der Feder I. Trojans. „Ich bin fein Kegelspieler von Passion", bekennt der humoristische Autor, aber daß der Verfasser eine gewisse Vorliebe für das Spiel, das ein besserer Zeitvertteib ist als Skat, Würfelspiel, Taubenschießen ober gar Raufen, ist dem Artikel anzumerkerii Trojan's feinsinnige, schalkhafte Darstellungsmanier ist vor» ttefflich geeignet, dem Thema neue und reizvolle Seiten abzugewinnen, und wir sind sicher, daß Niemand den Artikel ohne Vergnügen lesen wird. Lustige Jllustrattonen, ebenfalls humoristisch gefärbt, begleiten den Text. Ein weiterer Artikel desselben Heftes behandelt dieColurnbus- Feier; dem Attikel von Max Lortzing geben die prachtvollen Reproduttionen der von dem Italiener Barabino im Rathause zu Genua gemalten allegorischen Bilder einen sttmmungsvollen Hintergrund. Der modernen Kunst trägt ein Artikel „Aus dernElbflorentinerTheater- leben" Rechnung; der Artikel ist mit einem Porträt der beliebten Dresdener Hoffchauspielettn Clara Salbach geschmückt. Auch sonst finden sich interessante Berichte über Kunst und Theater vor. Einen sehr hübschen poetischen Beittag hat Detlev von Lilieneron geliefert, und die malerische Einrahmung des Gedichtes „Ich und die Rose warten" zeigt den gewohnten künstlerischen Geschmack. Die Kunstbeilagen enthalten zum Teil Anklänge an den Tett, so das Brozik'sche Columbusbild und Henningsen: Kegeln auf dem Lande. Ein intereflantes Blatt ist Piglheiu's „Schwerttänzerin". Romane von W. Urban und W. Wolters er» Ben den reichen Inhalt der Nummer, die für den billigen
s von 60 Pfg. durch jede Buch- und Kolpottagehand- lung zu beziehen ist.
— Die Gartenlaube schreibt über die neuen Cotta'schen Original - Ausgaben von Uhlands Schriften: Uhlands Werke in neuen Ausgaben. Neben Schiller und Goethe ist Uhland noch heute der volkstümlichste unserer Dichter. Die ungekünstelte Innigkeit und die poetische Tiefe seiner Empfindung, die ihn Lieder voll schlichter Größe finden ließen, dieses Leben und Aufgehen in der Natur, die ihm doch sofort wieder zum Spiegel des eigenen Innern wird, die Kraft seiner Balladen, der edle Mannesstolz seiner „Vaterländischen Gedichte" — das alles hat dem deuffchen Volke das Herz abgewonnen und Uhland zu seinem Liebling gemachtt Um nun den Schriften des Dichters, entsprechend solcher Wettschätzung, die allgemeinste Verbreitung zu geben, hat der Verlag der I. G. Cotta'schen Buchhandlung Nachfolger nicht weniger als sieben neue billige Ausgaben der Werke veranstaltet. Die erste davon — die „Gesammelten Werke" in sechs Bänden — Bringt neben den Gedichten und Dramen zugleich eine Auswahl aus den wisienschastlichen Forschungen vor allem über deutsche Litteratur- und Sagengcschichtc; drei weitere Ausgaben bieten in verschiedenem Format und zu verschiedenem Preise (bis herab zu einer Mark) die „Gedichte und Dramen" gesondert, und endlich liegen die „Gedichtt" allein ebenfalls in dreifacher Gestalt vor. Es kann also jeder Geschmack und Wunsch hier seine Rechnung finden, vollends da aus der reichen Auswahl jeder Band auch einzeln zu haben ist, und so darf man hoffen, daß durch diese neuen Darbietungen, die sich zugleich durch hübsche Ausstattung empfehlen, die Kenntnis und Verehrung Ludwig Uhlands in immer weitere Kreise getragen werde.
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Die zweite Schulstelle in Friedewald Kreis Hersfeld wkd infolge Pensionierung des sestherigm Inhabers mit dem 1. Dezember d. I. vakantt — Die mit einem Einkommen von ca. 1670 Mk. (einschließlich Entschädigung für Wohnungsmiete und Feuerung) verbundene vierte Lehrerstelle der Stadtschule zu Schlüchtern soll zum 1. Februar k. I. »nderweittg besetzt werden.
— (Vakante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armeekorps.) Frankfurt (Main), König!. Polizeipräsidium, Auffeher beim P-lizeigefängnis, jährlich 900 Mk. Gehalt und 240 Mark Wohnungsgeldzuschuß. — Gedern, Kaiser!. Postamt, Land- briesttäger, 600 Mk, Gehalt und 60 Mk. WohnungSgeld- ufchuß. —• Neuwied, Gerichtsgefängnis, etatsmäßiger Ge- angenaufseher, 900 Mk. jährliches Gehalt und 160 Matt ährliche Mietsentschädigung. — Oberlahnstcin, Magistrat, 2 Nachtwächter, 600 Mk. pro Jahr. — Saalfeld (Saale), Realgymnasium, Schuldiener, 460 Matt, daneben freie Wohnung. — Weimar, Großherzogl. Gendarmeriekommando,
Erzte so oft zu Gesichte kommen, einen so tiefen und u schmerzlichen Eindruck auf mich gemacht hätte, als das glanzlose Ange eines unglücklichen Kindes, bas HI 1# lediglich durch sträfliche Nachlässigleit nnb Unwisien- heit für immer bes Lichtes beraubt wird! Wo Ver-
«tlß ««zeigen ntmmt entgegen die Erpeditton dieses Blattes,
WlMWIlVwle sowie dieAnnoncen-Bureaux vonHaasenstein u. Vogler in ,
x no cvx 7 . Frankfurt a. M., Caflel, Magdeburg und Wien; kudos XXVII. ftanraana.
Sonntag, 20. November 1892. M-ffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G.L. • *7 B »
Daube il Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.