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Serontwortlicher Redakteur: Christoph Rauteahau« in Marbura Redaktion und Expedition: Markt 21. *

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Wöchmüiche Beilage«: Kreis-Blatt für dir Kreise Marburg und Kirchhain.

M 266.

Erscheint täglich außer en Werktagen nach Sonn- nnd Keiertagen. Onartal-Abonnemmtr-Preir bei der Expe­dition 9 Mk., bei allen PostLmtem 2 Mk. 86 Pf,, (cxkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfgi

Marburg,

Sonnabend, 12. November 1892.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in _

Frankfutt a. M., Easiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. rrabraana. Moste in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.x) ö »

Daube n. Eo. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Patts.

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Die neuen Steuervorlagen

stlld dem preußischen Abgeordnetenhause am Donnerstag Megangen. Hervorzuheben sind aus den sehr um­fangreichen Gesetzentwürfen vor Allem die Bestini- MNgen über die neue Vermögenssteuer. Es wird darnach ein Vermögenskataster für die ganze Nation ausgestellt. Alle Personen, die 6000 Mark oder ehr Vermögen haben, sind verpflichtet, eine Ver­mögens-Nachweisung einzureichen, aber auch alle an­deren Steuerzahler können auf besondere amtliche Aufforderung zu der Erklärung über ihr Vermögen angehalren werden. Als Vermögen gilt wesentlich alles, was zur Zeit der Vermögenserklärung Wert hat; frei sind Möbel und Hausrat, und die Renten, welche Witwen und Waisen aufgrund der Reichs- verficherungsgesetze zustehen. Dagegen wird die Ver­mögenssteuer auch von Lebensversicherungsprämien erhoben, desgleichen von allem Kapital, welches in einen Gewerbebetrieb gesteckt ist. Im Einzelnen wird die Ermittelung zu manchen Schwierigkeiten führen, namentlich bezüglich der Häuser. Schwer wird es auch sein, das Vermögen bezüglich zweifelhafter Forderungen darzustellen, die vielleicht nie ent- ttchtet werden. Die Steuer soll bei 6000 Mark vermögen 2 Mark pro Jahr betragen, dann für je weitere 3000 Mark um eine Mark steigen, bei 10000 Mark Vermögen 20 Mark erreichen und darüber hinaus in größeren Stufen derart steigen, daß sie im Allgemeinen rund ein halbes Prozent vom Ver­mögen bettägt. Eine Steigerung des Steuersatzes bei den großen Vermögen findet sich nicht in der Vorlage. Dagegen soll, ohne daß die Veranlagungs- bmmisfion an die Angaben der Steuerpflichtigen ge- bnnden wäre, die eidliche Bekräfttgung des Zeug- risses oder Gutachtens der vernommenen Zeugen ge­fordert werden können. Der Eindruck der Vorlage ist im Allgemeinen der, daß sie eine dem Steuer- zcchler wirksam bemerkbar werdende Ergänzung zur Einkommensteuer bilden wird. Auch scheint die Ver- »ögensdeklaration viel komplizierter zu toerben, als die bei der Selbsteinschätzung. Der Steuersatz von höchstens einem halben Prozent vom Tausend fällt weniger ins Gewicht, da als Gegenleistung des Staates die Aufhebung der Realsteuern gegenüberfieht.

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Deutsches Reich.

W. Aerlitt, 11. Novbr. Der Kaiser und bie Kaiserin sind von ihrer Reise nach Stettin und Lei in der Nacht zum Donnerstag wieder im Neuen

Veronika.

Roman von Jenny Piorkowska

(Nachdruck verboten.] (Fortsetzung.)

Die Gesichter der beiden Mädchen waren reizend, h«ch gänzlich verschieden von einander. Veronika sch mit einem gereiften Ausdruck des Entzückens zu Mharine auf. In ihr erblickte sie eine ihr neue Schönheit.

Erzähle mir von Deiner Heimat," sagte M)arine.Der schönste Traum meines Lebens ist, »ach Italien zu gehen, aber mein Vater mag nichts hllvon hören."

Veronika warf einen raschen Blick auf den schönen, ernsten Mann, der einen so großen Einfluß tf sie hatte. Und eingedenk ihres Versprechens, mviderte sie:Frage mich, was Du willst, nur »icht über meine Heimat. Ich kann von ihr nicht hrechen."

Katharine sah in das erregte Antlitz und in Meinung, es sei das ein zu trauriges Thema, I pugte sie sich zu ihr nieder und küßte sie.Ich Dich über nichts fragen, was Dich bekümmern ♦fomte, Veronika," sprach sie.Es muß sehr traurig m«, Alles und Jeden, der einem teuer ist, zu ver- «eren. Aber Du wirst bald glücklich bei uns sein. Du sollst meine Schwester sein, ich habe mich stets xch iner Schwester gesehnt und Du wirst meinen «Üer lieben lernen. Jeder hat ihn lieb, der ihn kennt."

Es war seltsam, doch bere chnend, daß sie nicht ihrer Mutter sprach. Diese zu lieben, da- sagte sie nichts, das.roar für sie selbstverständlich. »Küsse mich, Veronika," sagte sie,nicht kalt, nein, örtlich, als ob Du wirklich meine Schwester wärest, solche will ich Dich auch lieben." Veronika's »unkele Augen füllten sich mit Thränen.

Palais wohlbehalten eingettoffen. Am Donnerstag Vormittag hatte der Kaiser eine Konferenz mit dem Kriegsminister v. Kaltenborn und arbeitete darauf mit dem Chef des Militärkabinetts. Am Nachmittag kam der Monarch von Potsdam nach Berlin und reiste vom Bahnhofe Friedrichstraße aus nach Königs- Wusterhausen, wo die Ankunft gleich nach 6 Uhr erfolgte. Vom Bahnhofe in Wusterhausen begab sich Se. Majestät mit den geladenen Jagdgästen zu Wagen nach dem königlichen Schlosse, woselbst um 7 Uhr Abendtafel stattfand. Heute, Freitag, werden in den Forstrevieren von Wusterhausen größere Jagden abgehalten, an welchen außer dem König Albert und dem Prinz Georg von Sachsen, welche am Donnerstag Abend eingetroffen waren, auch einige andere fürstliche und hochgestellte Personen teilnehmen. Nach Schluß der Jagden findet stn Schlosse Tafel statt und sodann erfolgt die Abreise nach Potsdam. Der Ober - Bürgermeister Adickes von Frank­furt a. M. hat mit mehreren anderen Ober-Bürger­meistern des Westens im Herrenhause einen Gesetz­entwurf eingebracht, welcher bezweckt, die zwangs­weise Zusammenlegung von Baublöcken oder ganzer Teile der Gemarkung behufs Durch­führung festgestellter Baufluchtpläne, sowie die Ent­eignung der an feststehenden aber noch nicht be­bauten Straßenzügen angrenzenden Gelände behufs Herstellung, bebauungsfähiger Grundstücke zu ermög­lichen. DemVolk" zufolge erhielt der ehemalige Kultusminister Graf Zedlitz ttotz seinem kundge­gebenen Wunsche keine Einladung zu der Witten­berger Feier. Der Gedanke, deutsch-öster­reichische Armee-Wettrennen zu veranstalten, an denen sich auch italienische Offiziere beteiligen können, hat festere Gestalt angenommen und darf wohl heute als sicher gelten. In Deutschland ist es besonders Generalleutnant v. Rosenberg, der Vater des deutschen Hindernissports, und der zweite Vor­sitzende des Vereins für Hindernisrennen, General­major v. Podbielski, die sich lebhaft für diesen Plan interessieren. Eine große Anzahl Geldpreise soll ausgesetzt werden; der Sieger würde einen Ehrenpreis erhalten, der erste Geldpreis nicht übermäßig hoch bemessen sein. In Aussicht genommen dürfte auch eine Art Reiseunterstützung für alle Pferde sein, welche am Start erscheinen.

Kamvurg, 11. Novbr. In Hamburg scheint man jetzt mit der Wohnungsftage Ernst machen zu wollen. Die gesundheitsschädlichen Massenquarttere der Hafengegend, die sich als Brutstätten der Cholera erwiesen haben, sollen nunmehr niedergerissen werden.

Du willst mich lieben?" sagte sie.Das scheint mir unmöglich; es wäre zu schön, es kann nicht wahr fein? Du willst mich wirklich lieben?"

Weßhalb nicht?" fragte Katharine, , erstaunt Über des Mädchens Erregung.

Weßhalb?" versetzte diese,Du bist so ganz anders als ich. Du kommst mir wie eine Prinzessin aus tausend und einer Nacht vor. Du bist von Schönheit und Pracht umgeben, Jedermann liebt Dich, selbst die Dienerschaft scheint Dich saft zu verehren. Die Sonne leuchtet stets über Dir. Sieh, diese glänzenden Goldfäden! Du erscheinst mir herrlicher, als der Traum eines Dichters."

Katharine lachte. Schmeicheleien hörte sie stets gern. Schön genannt zu werden, erfüllte sie mit einer mädchenhaften, natürlichen Freude. Dann strich sie mit ihren zarten Fingern leicht über Veronikas gesenkten Kopf.Hat Dir noch niemand gesagt, daß auch Du schön seist?"

Nein, so hat nie jemand zu mir gesprochen," versetzte Veronika.

So laß' es mich Dir sagen," sprach Katharine. Du bist tausendmal schöner als ich. Aber ich bin nicht eifersüchtig auf Dich, ich liebe Dich."

Ich gleiche einer Rosenknospe, Du ähnelst eher einer geheimnisvollen Passionsblume. Es giebt hunderte von Mädchen, die mir ähnlich sind, aber nur wenige werden sich mit Dir vergleichen können."

Ist das wirklich wahr?" fragte Veronika, bin ich wirklich schön? Sage mir, Katharine, ob ich jemanden, der mich zum erstenmale sieht, ge­fallen könnte?"

Ich bin überzeugt, daß jeder Dich bewundern muß und alle, die Dich kmnen, Dich auch lieben müften."

Zugleich will man außerhalb der Stadt zur Er­bauung von Arbeiterhäusern schretten. Eine gemein­nützige Baugesellschaft ist in der Bildung begttffen, die mit einem Kapital von 6 Mill. Mk. sofott das Werk beginnen will. Man hofft, schon im künftigen Frühjahr einige hundert Arbeiterwohnungen fertig zu haben.

München, 11. Novbr. Eine große Münchener sozialdemokratische Volksversammlung hat sich dahin ausgesprochen, daß sie in dem Standpunkte deS Herrn von Vollmar in der Frage des Staatssozialismus eine Verletzung der Prinzipien der Partei nicht er­kennen könne.

Ausland.

Hesterreich. Der Erzherzog Franz Ferdinand d'Este wird am 15. Dezember seine Weltreise von Pola aus beginnen. Zu diesem Zweck wird der österreichisch-ungarische RammkreuzerKaiserin Eli­sabeth" bereits vollständig und so komfortabel als möglich ausgerüstet. Das sehr stark gebaute Schiff hat einen Ä onnengehalt von 4100, eine indizierte Maschinenkraft von 9800 Pferden, führt 23 größere und kleinere Geschütze und hat elektrische Beleuchtung innerhalb und außerhalb des Schiffes, die Be­mannung besteht aus 10 Offizieren und 320 Mann. Die interessante Weltreise geht durch den Suezkanal nach Ceylon, Colombo, Java, Ostindien, Austtalien, verschiedene Südseeinseln, China und Japan und von da über San Franzisco und New-Jork zurück.

Araukreich. Die Angaben eines Pattser Blattes, daß ein Deutscher der letzte Dynamitattentäter ge­wesen ist, scheint bei der dortigen Polizei Glauben gefunden zu haben. Es liegt darüber nämlich fol­gendes Pariser Telegramm vor: Am Mittwoch Abend 11 Uhr verhaftete die Polizei einen gewissen Viktor Rabbe. Derselbe ist ein Kürschner, 24 Jahre alt und in Leipzig geboren. Vor etwa einem Monat kam er zum ersten Male nach Patts und wohnte auf der Place Maubert. Von der Polizei wurde er gesucht, wttl er mit Anarchisten verkehrte, die im Besitze von Dynamit gewesen waren. Er stand in Verbindung mit den Anarchisten Francis und Meunier und war seit einigen Tagen von einer Reise nach London zurückgekehrt. Seine Effekten und Papiere wurden bei der Haussuchung beschlagnahmt. Man vermutet, der Verhaftete fei identisch mit der Person eines jungen Mannes mit starkem deutschen Accent, dessen Anwesenheit in dem Geschäftsgebäude der Bergwerksgesellschaft von Carmaux am Abend vor

Wie seltsam," sagte Veronika und Katharine sah, wie ein freudiger Ausdruck über ihr Gesicht glitt,wie seltsam! In dieser Weise habe ich nie über mich nachgedacht. Aber oftmals habe ich ge­fragt, ob mich wohl jemand lieben würde?"

Hat man Dich daheim nicht geliebt?" fragte Katharine verwundert.

Wir wollen nicht von meiner Heimat sprechen," lautete die traurige Antwort.Nein, Du bist die Erste auf der Welt, die zu mir sagt: Ich liebe Dich!"

Das freut mich, es tijut mir andererseits aber auch wieder leid," entgegnete Katharine langsam.

Ein seltsames Feuer zeigte sich in Veronika's Antlitz: ihre Augen verdunkelten sich, ihre Lippen bebten.Ja, Du bist die Erste," wiederholte sie und weil Du in meinem ganzen Leben die Erste bist, die zu mir sagt:Ich liebe Dich," so schwöre ich Dir Treue, ich will Dir treu fein bis in den Tod, ich will Dir mehr Freundin sein, als nur dem Namen nach. Wenn je die Zeit kämmen sollte, wo ich mit meinem Leben das Deinige retten kann, will ich es thun. Wenn je die Zeit kommen sollte, wo ich Dir eine Last abnehmen, oder durch eigene Leiden Dich von Schmerzen befreien kann, will ich es thun."

Katharine war von den ernsten, leidenschaftlichen Motten gerührt.Wie viel Du auf freundliche Wotte giebst, Veronika!" sagte sie ruhig.

Ach, wenn Du wüßtest! Ich habe sie mein ganzes Leben hindurch entbehren müssen. Jahrelang habe ich nur eine Stimme gehört und diese sprach nie freundlich zu mir. Es war wohl niemand in der Welt, der so einsam und verlassen war, wie ich."

Das ist jetzt alles vorbei," sagte Katharine, jetzt hast Du uns, um uns zu lieben."

der Explosion durch Zeugen festgestellt ist. Uebrigens ist die Auskunft, welche der Hauswirt über den verhafteten Mieter giebt, eine vorzügliche. Man glaubt in den Kreisen der Pariser Deutschen nicht an die Schuld des Verhafteten.

Hessen - Nassau.

Marburg, 11. Novbr. (Missionsfest.) In der hiesigen reformierten Kirche wird am nächsten Sonntag das jährliche Missionsfest gefeiert werden, bei welchem im Vormittagsgottesdienst Herr Pfarrer Seeger aus Koblenz die Festpredigt über­nommen hat. In dem um 5 Uhr abends stattfindenden Gottesdienst werden Herr Missionar Müller aus Cassel, Vertteter der Baseler Missionsgesellschast, und Herr Professor Achelis Ansprachen halten.

Marburg, 11. Novbr. (Verbindungsweg zwischen den neuen Kliniken und dem Pilgrimstein.) Wie wir hören, ist in diesen Tagen zwischen der Stadt und Universität einerseits und Herrn Gutsbesitzer Hoffmann andererseits ein Vertrag zustande gekommen, nach welchem letzterer unter gewissen Bedingungen die Ueberbrückung des Mühlgrabens hinter dem Deutschen Haus und zwar oberhalb seines Schäfereigebäudes gestattet. Danach würde die jetzige Rosensttaße bis zu jenem Punkte des Mühlgrabens fottgefühtt und letzterer mit einer auf Kosten der Stadt zu erbauenden 3,30 Meter breiten Holzbrücke überspannt werden. Ein der Fort­setzung dieses Weges in den Deutschhaushof im Wege stehendes Stallgebäude wird Herr Hoffmann auf Kosten der Universität beseittgen lassen, sodaß nunmehr eine direkte Verbindung der Rosensttaße mit dem Pilgrimstein über den Deutschhaushof hinweg er­reicht wäre. i

Marburg, 11. Novbr. (Neuer Aichmeister.) Anstelle des infolge seines hohen Alters zurückge- ttetenen Aichmeisters Herrn Kupferschmiedemeister Meckel 86»., ist nach bestandenem Examen Herr Me­chaniker Carl Klee hiettelbst zum Aichmeister für den diesseitigen, die Kreise Marburg, Kirchhain und Frankenberg umfassenden Aichbezirk bestellt worden.

Marburg, 11. Nov. (EineWohlthäterin.) Wie wir bereits mitteilten, hat sich Frl. Spannagel, welche 16 Jahre lang außerordentlich segensreich in der freiwilligen Armenpflege unserer Stadt gewirkt hat, entschlossen, Marburg zu verlassen, um an die Spitze des Diakonissenhauses in Darmstadt zu tteten. Aus diesem Anlasse begaben sich gestern die Mit­glieder der Armendeputation, die Herren Oberbürger-

Ja, es ist vorbei," erwiderte Veronika.Weißt Du, Katharine, daß ich mir die Welt gar nicht so schön und froh vorstellen konnte? Das schien mir unmöglich. Ich wußte, daß der Himmel blau und der Sonnenschein golden roar, aber ich hatte keine Ahnung von der Pracht und Lieblichkeit. Einst vor langer Zeit fand ich ein altes Gedichtbuch; die Ge­dichte handelten alle von der Schönheit, Liebe und Wonne des Lebens.

Ich hielt den unbekannten Verfasser derselben für wahnsinnig; doch jetzt glaube ich, daß eine ge­wisse Methode in seinem Wahn ist. Weißt Du, Katharine, daß ich viele Jahre lang nur immer den einen Gedanken gehabt habe; wie bald der Himmel mich wohl sterben lassen werde?"

Katharine strich liebkosend über Veronika's dunkles glänzendes Haar.Solche Gedanken haben die geheimnisvollen Schatten in Deine Augen ge­bracht, wir dürfen ihnen nicht mehr nachhängen," sagte sie.

Selbst mein Name," bemerkte das Mädchen, hat einen traurigen Klang. Also, Du liebst mich, Katharine? Sage mir, was ich für Dich thun, wie ich Dir danken, wie ich Dir dienen kann. Ich will mit Deinen Augen sehen, will mit Deinen Ohren hören. Ich werde glücklich einschlafen, ich werde glücklich erwachen bei dem Gedanken, daß mich jemand liebt. Du hast mit Deiner Güte mein ganzes Leben erheitett."

Es ist nicht Güte von mir," erwiderte Kathattne, ich kann einfach nicht anders."

O hoch," antwortete Veronika.Du hättest böse fein können, daß eine Fremde in Dein Haus, in Deine Familie kommt, Du hättest mich kühl empfangen, hättest mich unfreundlich behandeln, ja, Du hättest über meine wunderliche Tracht und mein