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Gricheua täglich «afeer «n Strftagen u«y tooun» *nt> Anzeigen nimmt entgegen die Erpedirion dieses Blattes.

M» 6)sq Feiertagen. p«art«I»»bBnneiitent8»JM» bei der Sxpe- »VKUTvllTQ, sowie die»nnoncen-Bureaur von Haasensttin u.Vogler in ,

i^r tidO EÜev PöstäMteru 2 8RL 25 (tjfL . orxr> Frankfurt a. M., Tafsel, Magdeburg und Wien; Zindols XXVII. Iahraana.

8eüe Donnerstag, 3. November 1892. Mosse in Frankfurt a. M.. Berlin, München u. Köln; G.L. ' v " 8 3

1° PiS-' Reklamen für die Zeile LS Pfg, or Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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Wöchenlliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Lutherfeier in Wittenberg.

Die Stadt Wittenberg prangte schon am Sonntag hn reichsten Festschmuck, an dessen Vollendung aller- wärts die letzte Hand angelegt wurde. Von dem mit Fahnen und Wappen aller evangelischen Fürsten­häuser festlich geschmückten Bahnhof bis zur Luther­kirche bezeichneten hohe, mit Tannengrün umwundene Masten, von denen Fahnen in allen Farben, ab­wechselnd mit dem schwarz-gelben Banner der Stadt Wittenberg, wehten, die Feststrche. Vor dem Rat- hause, der Lutherkinhe und dem Lutherhause waren mst Baldachinen überdeckte Estraden errichtet. Der Fremdenzufluß war ein sehr großer. Am Montag früh wurde von allen Kirchtürmen zur Einweihung des Festes das Lutherlied:' feste Burg ist nufer Gott" geblasen. Die Straßen der Stadt waren herrlich geschmückt. Gegen 8 xk Uhr hielten die Torgauer Geharnischtm in ihren prächtigen mittel­alterlichen Rüstungen ihren Einzug. Die mit Ein­ladungskarten versehenen Personen versammelten sich von 10 Uhr auf dem durch MMär abgesperrten Platz vor dem Rathause, wo auf einer bedeckten Estrade die etngetroffeuen Fürstlichketten die Ankunft des Kaisers und der Kaiserin erwarteten. Der kaiser­liche Sonderzug fuhr kurz nach 11 Uhr im Bahnhofe rin, von dem sich der Kaiser in offenem Vierspänner «st Spitzretter, auf dem ganzen Wege enthusiastisch begrüßt, nach dem Rathause begab, während die Kaiserin mit der Prinzessin Friedrich Leopold und der Erbprinzesfin von Meiningen unmittelbar vor dem Südportal der Lutherkirche vorfuhren, um in derselben die für sie berettgehalteuen Plätze einzu­nehmen. Bei seiner Ankunst vor dem Rathause wurde der Kaiser von dem Bürgermeister Schild, sowie von den Mitgliedern des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung ehrfurchtsvoll begrüßt. Auf die Begrüßungsansprache des Bürgermeisters erwiderte der Kaiser ungefähr:Er wolle hatten, was sein hochseliger Großvater Kaiser Wilhelm und was Kaiser Friedrich gelobt, und freue sich, das ausgeführt zu sehen, was sein hochseliger Vater mtt besonderer Liebe erstrebte. Weiter gab er seiner .Freude Ausdruck, die Stadt Wittenberg aus so be­deutungsvollem Anlaß besuchen zu können und sie so reich geschmückt zu finden." Sodann setzte sich der Festzug zur Kttche unter Leitung der Festordner in Bewegung. Festliches Glockengeläute von den Türmen der Stadtkirche wie von dem der Schloßkirche be­gleitete denselben. Bei Annähern des Zuges an die Schloßkirche erklang von der Gallerte des Turmes

Auf Wronkermühle.

Original-Roman von E. D. H. Brandrup. . (Nachdruck verboten j

(Fortsetzung.)

Dann band ich den beiden Schurken, noch ehe sie zur Besinnung kamen, Hände und Füße, um sie vorerst unschädlich zu machen. Als dies ge­schehen, versicherte ich mich auch des fremden Pferdes, inbem ich dasselbe mit dem meinigen zusammen an einem Baum befestigte, erzählte Ernst weüer.

Hiernach erst beugte ich mich zu dem armen Opfer der Schurken nieder, welches indeffen die Besinnung verloren hatte. Es war ein schon be­jahrter Mann, der die Kleider der Goldgräber trug. Meinen Bemühungen gelang er, ihn wieder zum Bewußtsein zu bringen. 3fr abgebrochenen Sätzen «Zählte er mir, daß ihm die beiden Strolche hier aufgelauert hätten, um ihn zu berauben. Ehe er sich noch recht hätte zur Wehr setzen können, habe er bereits eine Äugel im Leibe gefühlt. Mit der äußersten Anstrengung nur vermochte ich nun den Verwundeten wieder auf fein Pferd zu heben. Ich selbst fchritt neben dem Bedauernswerten her, um ihn in dem Sattel zu erhalten. Nach einigen müh­seligen Stunden erreichten wir die Stadt. Mehreren ans dort begegnenden Polizisten machte ich sofort von dem UeberfaB Mitteilung und bezeichnete ihnen «n Ort, wo sie die Räuber finden würden. Sie begaben sich denn auch gleich auf den Weg dorthin, jun die Galgenstricke in sicheres Gewahrsam zu bringen.

Den Verwundeten aber nahm ich auf seinen ausdrücklichen Wunsch in meine Wohnung. Nachdem jr mir hier noch dringend an'S Herz gelegt hatte, tonen Mantelsack ebenfalls in das Zimmer zu bringen, streckte er sich mit meiner Hülfe auf dem Ruhebette aus

der von dem Trompeterkorps des 7. Kürasfierregiments geblasene Choral:Ein' feste Burg ist unser Gott." Der Kaiser bettat nach Ankunft des Zuges an der bcnfinürbigen Thesenthür die Estrade des vor der­selben errichteten, kaiserlichen Adlern reich ge­schmückten Zeltes, wo nunmehr die Uebergabe des Schlstffels stattfand. Der Geh. Rat Adler über­reichte den Schlüssel auf einem Sammetkiffen. Der Kaiser übergab ihn mit einigen weihevollen Worten dem Präsidenten des evangelischen Oberkirchenrats, Dr. Barkhausen. Der Letztere übergab den Schlüffe! dem Superintendenten Quandt etwa mti folgenden Worten:Aus Befehl Sr. Majestät des deutschen Kaisers und Königs von Preußen, des Schirmherrn und Bauherrn dieses Gotteshauses und Kraft des mir übertragenen Amtes als Vorsteher der höchsten kirchenregimentlichen Behörde dieser Lande übergebe ich Ihnen als dem berufenen Diener am Worte diesen Schlüffel, um die Thür des erneuerten Gotteshauses zu öffnen. Möge diese Pforte Allen, welche durch dieselbe Eintreten, werden zur Thüre zum Himmelsreich. Amen." Unter Vorantritt der Zeugen der Schlüsselübergabe bettaten die Fürstlich- keiten und nach denselben der Kaiser mit glänzendem Gefolge die Kirche, von den mächtig durch das Gotteshaus schallenden Klängen einer Hymne em­pfangen. Der Kaiser nahm auf dem erhöhten Kaiser­stuhl, die deuffchen Fürstlichkeiten auf dem von ihnen gestifteten Gestühle Platz. Sodann intonierte die Orgel mit vollen Registern den altkirchlichen Gesang Komm' heiliger Geist", auf welchen der durch Generalsuperintendent Schulze vollzogende Weiheakt folgte. Nach Beendigung des Festgottesdienstes be- gaben sich der Kaiser, die Kaiserin und die fürstlichen Gäste nebst Gefolge, von der auf dem ganzen Wege zu Tausenden und Abertausendeu anfgestellten Menge mit endlosem Jubel und Hurrah begrüßt, zu Wagen nach dem Lutherhanse. In den oberen s. Z. von Luther bewohnten Räumen verlaß Se. Majestät mit lauter Stimme die urkundliche Aufzeichnung über den stattgehabten Weiheakt, die demnächst vom Kaiser und den anwesenden Fürstlichkeiten, sowie von den Vertretern der abwesenden Fürstlichkeiten und der freien Städte eigenhändig unterzeichnet wurde. Nach der Unterzeichnung nahmen die kaiserlichen Majestäten, sowie deren Gäste nebst den kaiserlichen Prinzen von der vor dem Lutherhause erbauten Tribüne die Huldigung des historischen Festzuges entgegen, der von Bewohnern Wittenbergs und der Umgegend ver­anstaltet war. Derselbe stellte bekanntttch Episoden der Stadt Wittenberg bar. Hieraus sand in Refektorium

Ich hatte inzwischen meiner Wirtin den Auftrag gegeben, sofort nach einem Arzt zu schicken. Jetzt aber machte ich mich auch daran, den Wunsch des Verwundeten zu erfüllen.

Wie erstaunte ich aber, als ich das Gepäck vom Pferde heben wolle. Ich glaubte mich desselben ohne besondere Kraftanstrengungen versichern zu önnen und hatte zuerst nur lose die Hände an den Mantelsack gelegt, der quer über dem Pferde hinter dem Sattel befestigt war. Jetzt mußte ich aber meine ganze Kraft anwenden, um das fast unnatür» ich schwere Gepäckstück zu mir herab zu heben und dann in das Haus hinein zu tragen.

Als ich hernach aber wieder die Thüre meines Zimmers hinter mir zugezogen, bat mich der Patient mit zitternder Stimme, den Mantelsack nun auch sofort zu verschließen.Da es nicht nötig sei," setzte er hinzu,daß ihn andere Hände als die meinen auf seine Schwere prüften." Und mich zu sich niederziehend, flüsterte er mir in geheimnis­vollem Tone ins Ohr:

_Master, ich will es Ihnen nur gestehen, der Sack enthält pures Gold. Es ist die Errungen- chaft jahrelanger rastloser Thätigkeit in den Grübe­leien. Werde ich gesund, so will ich meinen Schatz mtt Ihnen teilen. Sterbe ich aber dann >ann sollen Sie allein in den Besitz dieses Reichtums ommen. Ich habe weder Weib noch Kind und so eht mir der am nächsten, welcher sein eigenes

Leben für das meine gewagt."

Der Eintritt des Arztes setzte dm überraschenden Mittettungen meines Schützlings ein Ziel.

Nachdem Doktor Brown die Wunde des Patientm besichtigt und versucht hatte, den Sitz der Kugel rstzustellm, wandte er sich mit ernstem Gesicht zu mir und flüsterte:Dem Armen ist nicht mehr zu

und in den oberen Sälen des Lutherhauses Tafel zu 450 Gedecken statt, bei welcher der Kaiser nach­stehende Rede hielt:

3m dankbaren Aufblick zu Gott dem Herrn, der uns in seiner Gnade das heutige Fest bereitet, erhebe -ich dm Pokal, den die Stadt Wittenberg dem Reformator Dr. Martin Luther zu seiner Hochzeit im Jahre 1525 dargebracht hat. Es war dies die Zeit, zu welcher die Reformation in den deutschen Landen bereits festen Fuß gefaßt hatte. Wittenberg, die Wiege und Werkstatt der deutschen Reformation, ward reich an Ruhm und Ehre. Kein Wunder, daß bei dem Herannahen der 400jährigen Wiederkehr des Geburtstags Luthers die Augen der evangelischen Welt sich abermals nach Wittenberg lenften und der Gedanke Gestalt gewann, die Schloßkirche, welche die Stätte der ersten reformatorischen That gewesen und in der neben dm ttdischcn Ueberreften der ersten Schirmherren der evangelischen Kirche die Gebeine Luthers und Melanchthvns ruhen, würdig wiederher­zustellen. Dieser Gedanke fand vvllm Anklang in dm Herzen meiner in Gott ruhenden Vorfahren, des Kaisers und Königs Wilhelm I. und des Kaisers und Königs Friedrich in. Majestäten. Aber in ihrer hochherzigen Weise erweiterten sie dm Plan dahin, durch den Ernmemngsbau zugleich ein Dmkmal der deutschen Reformation zu stiften. Nachdem mein hochseliger Herr Großvater die Bereitstellung de hierzu erforderlichen Mittel angeordnet hatte, ergri mein verewigter Herr Vater das Projekt mit der ganzen Wärme seines tiefen Gemüts. Seiner un­mittelbaren Anregung und Einwttkung verdanken wir bis in die kleinsten Ausgestaltungen das hehre Bau­werk, welches wir heute kirchlich geweiht habm. Fanden doch in dieser Ausgabe sein echt evangelischer Sinn und seine hohe künstlerische Begabung die schönste Befriedigung. Gott hat es nicht gewollt, daß mein unvergeßlicher Herr Vater das vollendete Werk hat schaue« sollen. Nie aber wird die dank­bare Nachwelt es vergeffen, daß fein Name mit diesem Denkmal der Reformation unzertrennlich ver­bunden ist. Uns aber, dem lebenden Geschlechte, soll die erneute Schloßkirche nicht nur ein Zeichen der Erinnerung sein an vergangene Zeiten, sondern sie ist und bleibt uns eine ernfte Mahnung für Gegmwar und Zukunft. Denn sie ist uns der beredte Ausdruck des Segens, den Gott uns durch die evangelische Kirche geschenkt hat und täglich aufs Nene darreicht. Diesen Segen nicht verkümmem zu lassen, ihn banfaren und gläubigen Herzens zu bewahren und zu pflegen, das ist unsere höchste Ausgabe.

helfen denn das Geschoß verletzte sein Rückgrat." So leise diese Worte auch gesprochen, hatte der Verwundete sie doch vernommen. Und sich mit Aufwand seiner ganzen Kraft im Bette aufrichtend, rief er dem Arzte zu:

Sprechen Sie die Wahrheit, Doktor ist meine Lebensuhr wirklich abgelaufen?" Und als der Mediziner mitleidig mit der Achsel zuckte, faßte er krampfhaft beide Hände desselbenwarum antworten Sie mir nicht," sagte er jetzto, ich kann auch »em Tode mutig in's Antlitz sehen, ttotzdem es mir leid thut, nicht noch ein paar Jahre hindurch ge­nießen zu können, was ich mir mit Arbeit, Mühe und tausend Entbehrungen errungen habe!"

Nun denn," erwiderte der Doktor jetzt,so sei es Ihnen gesagt: Es ist Zeit für Sie, daß Sie Ihr Haus bestellen."

Der Verwundete atmete schwer. Und einen Moment zuckte es schmerzhaft in seinem Gesicht, dann aber gebot er auch schon gefaßt einen Advokaten -erbeizurufen.

»Doch was soll ich Dir noch weiter berichten, mein Lieb," unterbrach sich der Erzähler hier und setzte in seiner lebhaften Weise hinzu:Zwei Tage nach der Stunde, in der mich der Patient zu seinem rechtmäßigen erben eingesetzt schloß er die Augen ür immer. Ich aber war mit einem Schlage zum reichen Mann geworden, denn das Gold, welches »er Tote mir hinterlassen hatte, repräsentierte einen Wert von dreihunderttausend Dollar.

Das waren die letzten Worte dieser ebenso wahrhaftigen als abenteuerlichen Erzählung. Mit -neu zugleich zog Ernst Brenner die Geliebte an eine Brust. Noch aber hatte er nicht ihre Lippen berührt, als sich die Thür des Nebenzimmers öffnete und Herr Wald zu dem Pärchen trat.

Denn auf dem gläubigen Festhalten an der ewigen Wahrheit des Evangeliums ruht unsere Hoffnung im Leben und im Sterben. Wir haben unseren Glauben heute vor Gottes Angesicht aufs Nene be­kannt, und wir vergessen es nicht, daß dieses Be­kenntnis uns auch heute noch mtt der gesamten Christenheit verbindet. Es giebt in Glaubenssachen keinen Zwang. Hier entscheidet allein die freie Ueber- zeugung des Herzens, und die Erkenntnis, daß sie allein entscheidet, ist die gesegnete Frucht der Refor­mation. Wir Evangelischen befehden Niemand um seines Glaubens willen. Aber wtt halten fest an dem Bekenntnisse des Evangeliums bis in den Tod. Das ist meine Zuversicht, mein Gebet und meine Hoffnung. Darin beftärft mich der Geist, welcher diese Festversammlung sichtlich durchweht. Auf dem festen Grunde unseres evangelischen Glaubens haben wir das heutige Fest feiern dürfen. Daß dies in so erhebender Weise hat geschehen können, verdanke ich vor allen Dingen den Allerhöchsten und Höchsten Fürsten, sowie den Regierungen der freien und Hanse­städte des deutschen Reiches. Es drängt mich, Ihnen dafür meinen tiefen Dank zu entbieten. Der gleiche Dank erfüllt mich gegen die Allerhöchsten Souveräne befteundeter Reiche, welche mit uns durch das Band des evangelischen Glaubens verknüpft sind und welche ihre Teilnahme an der heutigen Feier durch Ent­sendung erlauchter und hoher Vertreter so bereitwillig bekundet haben. Mein Dank und meine Anerkennung gebühren endlich den Männern, welche den herrlichen Bau geschaffen, ihn so reich und sinnreich geschmückt und dazu beigetragen haben, das heutige Fest so schön zu gestalten. Dieser Pokal aber, den einst Luthers Lippen berührten, soll mir dazu dienen, das Wohl meiner Durchlauchtigsten Gäste zu trinken. Deutschlands evangelische Fürsten und die Regierungen der deutschen freien Städte, sie leben hoch!"

Den Schluß der Feier bildete die Aufführung des Herrig'schen Lutherfestspiels, während dessen eine glänzende Illumination begann. Unter berauschenden Ovationen erfolgte die Abreise des Kaisers und der fürstlichen Gäste.

Deutsches Reich.

W. A erlitt, 2. November. Unser Kaiser begab sich am Dienstag Vormittag mit dem Herzog von York vom Neuen Palais aus nach Potsdam, wo der Kaiser seinen Gast zu einer Besichtigung der Kaserne des Leib-Garde-Husarenregiments geleitete, worauf sich der Herzog von Jork verabschiedete.

Donnerwetter, was muß ich sehen," rief der Alte nun.Sag' 'mal Ernst, trösten auch die Menschenfresser in Australien junge Witwen auf riefe Weise. Na, sie scheint mir ober nicht die Rechteste zu fein, denn solch ein Gesicht hat meine Kleine feit Jahr und Tag nicht gemacht, wie sie er uns jetzt zum Besten giebt."

Ernst war errötend in die Höhe gefahren. Mit iwei Schritten stand er nun neben dem Mlonecker. tob dem guten Meister beide Arme auf die Schulter legend, entgegnete er bann mit bewegter Stimme:

Lieber, teuerster Herr Wald wir Ihre Tochter und ich lieben uns ja schon seit ter Kinderzeit her. Nur die lügnerische Verlobungs- Anzeige aus London war schuld, daß Lieschen, an meine Untreue glaubend Euch zu Liebe Fritz jeiratete und.

Uns zur Siebe und nicht sich selbst Mr Freude?"

Mit offenem Munde starrte Herr Wald bald seine inzwischen ebenfalls dicht an ihn herangetretene Tochter, bald wieder den stattlichen Mann neben ihr n. Dann aber faßte er mit seinen Händen das Jactr bei den Köpfen und jedem der jungen Leute einen schallenden Kuß aufdrückend, setzte er hinzu: Kinder, wenn die Sachen so stehen, bann kann ich natürlich nichts gegen Eure Verlobung haben. Hei­ratet Euch unb seid glücklich. Nur thut mir den mzigen Gefallen unb laßt einevernünftige" Zett ris zur Hochzeit vergehen ja verheimlicht sogar onfequent Euren Herzensbund vor den Leuten. Die Rücksicht seid ihr den ttrmen WronkerS schuldig, welche ja nach wie vor glauben können, daß Du ihren Sohn wirklich geliebt hast und vorerst wirklich noch den Verlust desselben betrauerst" (Forts, folgt