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Wöchnttliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham
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(Fortsetzung folgt)
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9unb (^pebition^Warft M. rg. Illustriertes Sonntagsblatt.
Verantwortlicher Rebakteur: Christi-ph Rautenhau» in Marburg Rebaktion und Expedition: Marit 21.
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auch die gemäßigten Blätter der freistnnigeu Partei sind der Ansicht, daß die Vorlage eine Mehrheit im Reichstage nicht finden werde und daß man fich mf eine Auflösung des Reichstages und Neuwahlen schon jetzt vorbereiten müffe. Noch absprechender als die fteifinnige Presse, äußert sich die „Germania". An sachlichen, gegen die Vorlage gerichteten Ausstellungen ist namentlich zu erwähnen, daß die gesetzliche Beibehaltung der dreijährigen Dienstzeit keine Billigung findet. Man hält es für unbedingt geboten, daß hierin eine endgilfige Abmachung geschaffen werden müsse, die die Möglichkeit ausschließe, daß fich der Kampf um die Dienstzeit nach fünf Jahren wieder eröffnen könne. Auch die freisinnige Presse bezeichnet diese Bestimmung der Vorlage als höchst bedenklich, da mit ihr der Wiederkehr der dreijährigen Dienstzeit nicht Thür und Thor verschlossen sei. In der Vermehrung der Offizier- und Unteroffizierstellen will man an verschiedenen Stellen besonders große Schwierigkeiten erblicken und giebl der Ansicht Ausdruck, sie werde überhaupt nicht durchzuführen sein, da man schon jetzt bei dem niedriger« Stande weder Offiziere noch Unteroffiziere auf die volle Etatshöhe bringen könne. — Von verschiedenen Seiten, insbesondere den „Hamb. Nachr.", ist behauptet worden, daß Herr von Schlözer wegen seines Ansehens beim Papste dem Zentrum unbequem geworden und darum als Gesandter beim Vatikan beseittgt sei. Nach der „Krmzztg." hat es mit dem Rücktritt folgende Bewandtnis: „Die Encyklika vom 16. Februar 1892, durch die der Papst fich thatsächlich in die Arme der französischen Republik warf, indem er dem Klerus befahl, sich ihr anzuschließen, überraschte Herrn von Schlözer vollkommen, der in seinem angenehmen Austausch von Höflichkeiten mit den päpstlichen Würdenttägern keine Ahnung von dieser entscheidenden Wendung hatte, noch weniger derselben vorzubauen gewußt hatte. Unsere Regierung mußte hiervon peinlich überrascht sein, und als ein aus Rom zurück- kehrender deutscher Professor der Theologie Sr. Majestät dem Kaiser über diese Thatsachen Gewißheit gegeben hatte, wurde die Abberufung des Herrn von Schlözer beschlossen. Das ist die genaue Geschichte der Motive der Abberufung Schlözers. Unseren Quellen nach find wir vollkommen sicher, daß die Richttgkeit unserer Darlegung auch offiziös nicht be- stritten werden wird. Ebenso gewiß ist es, daß bei der ganzen Sache weder das Zentrum noch die Rücksicht des Grafen Caprivi auf dasselbe das Mindeste zu thun hatten." — Die am Festtage der Reformation (31. Oktober d. I.) stattfindende Einweihung der
Wittenberger Schloßkirche hat den Evangelischen Oberttrchenrat veranlaßt, zu bestimmen, daß in dem Gottesdienste am Sonntag, den 30. Oüober d. Js., alle Gemeinden in den altpreußischen Provinzen auf die Bedeutung der bevorstehenden Festfeier hingewiesen und zu gemeinsamer Danksagung und Fürbitte aufgefordert werden, sowie daß am Montag, den 31. d. M., in der Weihestunde von 12 bis 1 Uhr in alle, Kirchen des Landes mit den Glocken geläutet werden soll. — Sicherem Vernehmen nach beginnen die Pläne auf Wiedereinführung der Berufung im Strafprozeß greifbare Gestalt zu gewinnen. Wie der „Magd. Ztg." aus Berlin berichtet wird, stehen die eingeforderten Gutachten der Landgerichte rc. einem Bedürfnis der Wiedereinführung durchaus zur Seite. Dennoch ist ein Abschluß der Frage so bald noch nicht zu erwarten. — Die preußischen Generalsuperintenden werden am 8. November in Berlin zusammentteten und sich mit den Angriffen des Professors Harnack auf das Apostolikum befassen. — Wie die Publikation der Militärvorlage erfolgte. Gegenüber der Bemerkung deS „Deutschen Reichsanzeigers", daß die Veröffentlichung der Militärvorlage in der „Köln. Ztg." in unrechtmäßiger Weise erfolgte, schreibt das genannte Blatt: „Wir haben in der Sache überhaupt keinen Schritt gethan und find ganz unschuldig an dem sogenannten journalistischen Erfolg. Die gebratene Taube ist uns in den Mund geflogen, den freundlichen Spmder kennen wir nicht. Die Vorlage ist im Bundesrat eingebracht, sie ist also einem weiten Kreise von hochstehenden Personen bekannt geworden, die bei der Gleichberechtigung der deutschen Bundesstaaten durch keine gesetzliche Bestimmung zur Geheimhaltung verpflichtet sind, und denen man ein besonnenes Urteil darüber zutrauen darf, was sie im Interesse des Vaterlandes mitteilen dürfen, und was nicht. Der Wert der Veröffentlichung besteht auch nicht etwa in neuen Angaben über den Inhalt der Militärvorlage, sondern nur in der Feststellung der ihatsächlichen Bestimmungen." Ob diese Ausführungen nicht etwa Ausreden sind, dürfte ja die auf Anweisung des Reichskanzlers eingeleüete Untersuchung ergeben.
Speyekj 26. Oktober. 52 Bürgermeister von tabakbauenden Gemeinden und mehrere Reichstagsabgeordnete faßten eine Resolutton gegen die Erhöhung der Tabaksteuer und sprachen sich für die Erhöhung des Eingangszolles auf fremden Tabak um 30 Mk. aus.
er nun die schützende Stange — eine kraftvolle Bewegung — ein Ruck — und sie lag zerbrochen im Wasser. Fritz aber griff nun nach dem Gift in seiner Tasche und dicht an die Kante des Brückleins tretend, dessen Schutzwehr er zerstört, beendete er die furchtbare Thal. Einen Moment noch stand der Bedauernswerte hoch aufgerichtet. Dann zuckte der kraftvolle Körper jäh zusammen und, als hätte ihn ein Blitzstrahl getroffen, so taumelet er nun über den Bord des schmalen Brettes und versank gleich darauf in dem Wasser. —
Der Hut ward dem Selbstmörder dabei natürlich vom Kopfe geschwemmt. Er drehte sich auf der wirbelnden Oberfläche des Beckens einigemale herum. Jetzt trieb er langsam dem Ufer zu, woselbst er an einem überhängenden Erlenzweig haften blieb.
Bergmann hatte sich in einiger Entfernung an einem frischen Maulwurfshaufen zu thun gemacht. Bei dem klatschenden Laute, der dem Sturze seines Herrn folgte, kam er aber, so rasch ihn seine krummen Beinchen nur sortbringen konnten, herangestürmt. Ganz verdutzt schaute sich nun das kluge Tier um, als es Fritz nicht badend an der gewohnten Stelle erblickte. Dann aber hatte Bergmann auch schon die Spur seines Herrn ausgenommen und folgte dieser eifrig bis auf den Steg In der Mitte desselben angekommen, stutzte er plötzlich und stierte in das krystallhelle Wasser. Der brave Hund hatte ja auch unmittelbar vor sich auf dem weißlichen Sandgrunde des Beckens die ihm so wohlbekannte Gestalt Fritz Wronker» erblickt. Jetzt setzte fich der Teckel auf die Hinterbeine und stieß ein langanhaltende» klägliche» Geheul au» — nur von kurzen Momenten unterbrochen, in denen das Tier jämmerlich winselte. —
Als Fritz Wronker durch den Gemüsegarten an
Hessen Nassau.
Marburg, 27. Oktober. Zu der am Montag stattgehabten Sitzung des Provinzial-Ausschusses für die Provinz Heffen-Nassau wurde u. a. in den Bezirksausschuß neu gewählt: Oberbürgermeister Rang zu Fulda, und wiedergewählt Bürgermeister Lotz zu Melsungen; als Stellvertreter wurden gewählt von Stockhausen (wieder), Oberbürgermeister S ch ü l e r zu Marburg und Bürgermeister Schöffer zu Gelnhausen.
Marburg, 27. Oktober. (Beförderung.) Der Vizefeldwebel Keßler vom Landw. Bezirk Marburg ist zum Sekonde-Leutnant der Reserve des 1. Nass. Inf. Regis. Nr. 87, und der Vizefeldwebel Schütz vom Landw. Bezirk II. Braunschweig, zum Sekonde - Leutnant der Reserve des Hess. Jäger- Bataillons Nr. II befördert worden.
Marburg, 27. Oktober. (Milderung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe.) Der Vorstand einer Bäckettnnung hatte sich an den zuständigen Minister mit dem Anträge gewendet, den Verkauf von Backwaren für die Nachmittage der Sonntage fteizugeben. Hierauf ist, der „Schles. Ztg." zufolge, ein Ministerialbescheid ergangen, wonach die königlichen Regierungspräsidenten ermächttgt worden find, für den Handel mit Back- und Konditorwaren außer den im Allgemeinen für den Verkauf zugelassenen 5 Stunden gemäß § 105 a der Gewerbeordnung ferner noch fteizugeben: 1. die frühen Morgenstunden von 5 Uhr ab; 2. eine wettere, nach den örtlichen Verhältnissen festzusetzende Nachmittagsstunde.
Marburg, 27. Oktober. (Warnung.) Die Warnung der Eisenbahnbehörden, sich während der Fahrt aus dem Koupeefenster herauszulehnen, wttd noch nicht genug beachtet, wie dies die vielen Unglücksfälle beweisen, denn vor Kurzem ist wieder durch seinen Leichtsinn ein junger Mann aus Potsdam, welcher täglich nach Berlin fuhr, jetzt plötzlich erblindet. Auf der Rückreise nach Potsdam trat die Krankheit plötzlich ein, so daß der junge Mann sofort in eine Heilanstalt gebracht werden mußte, woselbst die Aerzte erklärten, daß das gewohnheitsmäßige Hinauslehnen aus dem Fenster des Eisenbahnwagens wegen der damit verbundenen starken Zugluft lediglich die Erblindung bewirkt habe.
Marburg, 27. Oktober. Zu der in Nr. 251 d. Bl. veröffentlichten Nottz über einen Kirmesstteit in Wehrda, wird uns von glaubhafter Seite folgende Ergänzung zugesandt: „Zwischen Wehrdaer Burschen haben keine Stteüigkeiten stattgefunden, dagegen hat
dem Karpfenteich vorübergegangen war, hatte Schmied Raddatz in seinem Hinterstübchen am Fenster gestanden. Zufällig, wie immer, war ihm auch heute wieder die Kornbranntweinflasche in die Hand gekommen. Ehe er nach dem genehmigten Schlückc^n aber den kleinen Raum wieder verließ, um zu seiner Arbeit in die Schmiede zurückzukehren, warf er noch einen Blick durch die Scheiben nach dem Teich hinüber Es geschah dies in dem Moment, in welchem der junge Gutsherr nach dem Flüßchen zu abbog.
„Was wahr ist, bleibt wahr," brummte Raddatz nun — „mag Fritz sonst sein, wie er will — aber auf dem Posten ist er. Vernahm seinen Wagen doch erst spät in der Nacht vorüberklappern — und trotzdem ist er jetzt schon wieder auf den Beinen."
Damit hörte aber auch schon das Selbstgespräch des braven Mannes auf und zwei Minuten später umsprühten ihn wieder die Funken an seinem Amboß. Eine Stunde mochte ihm dann in fleißiger Arbeit vergangen sein, al» der Schmied, um die Eisenstange abzukühlen, vor die Werkstatt treten mußte. Kaum aber hatte er den Fuß in's Freie gesetzt, als er betrogen nach der Badestelle hinhorchte, die in gerader Luftlinie nur drei- bis vierhundert Schritte entfernt, während der Fußweg dorthin freilich ungleich weiter war.
„Erbarm' fich, was ist denn das für ein jämmerliche» Hundegeheul?" brummte Raddatz vor ich hin und schüttelte den Kopf — „Gott steh mir rei — und da — schon wieder! Herr Jesus, das hört sich ja ganz graulich an. So heult das Viehzeug nur, wenn —."
Er lieh seinen Gedanken aber keine weiteren
Diesen jedoch links liegen lassend, näherte er sich dem weiter rechts dahinrauschenden Mühlwasser- Abflußgraben, der in hundert natürlichen Windungen dem B—flusse, einem größeren Nebengewässer der Weichsel zufloß.
Bald hatte Fritz denn auch, immer gefolgt von dem treuen Dachshund — den Fußpfad erreicht, auf dem er an jenem denkwürdigen Tage vor wenigen Wochen Lieschen gesucht. Der Unselige hielt sich jedoch nicht an der Stelle auf, wo er fein Weib damals gefunden und auch für ewig verloren hatte, sondern eilte, einen scheuen Blick auf das stille lauschige Plätzchen werfend, hastig an ihm vorüber, jenem anderen zu, an dem das Mühlenfließ ein Becken bildete. Der sandige Untergrund desselben bot den besten Badeplatz und wurde auch von den Wronkermüllern sett undenklichen Zeiten bis spät in den Herbst hinein als solcher benutzt. . .
Bis hierher lief der Fußsteig auf den linken Ufer des Baches dahin Dicht vor der Badestelle jedoch galt es, das Wasser auf einem einfachen Brettersteig zu überfdjreiten, an dessen einer Seite eine Stange als Geländer fungierte —
Auf dieser primttiven Brücke hemmte Fritz nun ne Schritte. Ein tiefer qualvoller Atemzug entrang ich feiner Brust, während die Augen des zum Tode Gerüsteten noch einen langen Blick um »fich warfen. Vielleicht nahm er Abschied von der lieben Wronker- mühle und den Stätten, an denen er als Knabe und Jüngling so glücklich gewesen — „bi» mich die unselige Leidenschaft faßte!" — kam e» nun auch wie ein Hauch über feine Lippen. Noch einmal atmete er tief und schwer, dann machte er fich jedoch auch schon daran — dem vorgefaßten Plane zu folgen — ein Leben von fich zu werfen, das ihm unerträglich dünkte. Mit beiden Händen faßte
Neubestellungen auf die „Ober- hessische Zeitung" für die Monate November und Dezember werden von allen Postanstalten, den Landbriesträqern, in der Expedition (Markt 21), sowie von unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain, Neustadt, Wetter und Gladenbach entgegengenommen
Die Exped. der „Oberheff. Ztg."
Auf Wronkermühle.
Original-Roman von E. D. H. Brandrup.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Fritz wandte fich wieder dem Schreibtisch zu Nachdem er das furchtbare Gift in die Tasche gesteckt, verschloß er denselben und trat aus dem klemm Gemach in den Saal. Hier ließ er fich müde in einen Sessel finkm.
Da der überangestrengte Körper endlich doch seine Ruhe verlangte, dauerte es auch nicht lange, st war Fritz, ohne daß er es gewollt, entschlummert. E» mochte etwa 5 Uhr morgens sein, als ihn das stute Bellen Bergmanns wieder weckte. Erschrocken W: Fritz in die Höhe, im ersten Augenblick kaum «lssend, wo er sich befand und was chm passiert. Doch bald verkündete ein schmerzliches, um seine «ppm zuckendes Lächeln, daß er sich erneuert feines Unglücks bewußt war.
„Schon Tag," murmelte er jetzt und setzte mit «sem Schaudern hinzu: „Dann ist es auch Zeit für mich."
Gleich darauf hatte der Unglückliche Zimmer
Haus verlassen. Der Teckelhund, von jeher «ran gewöhnt, ihn zu begleiten, watschelte auf stmen schiefen Beinen immer dicht hinter chm her. Wie gewöhnlich begab fich der junge Landwirt auch w»te zuerst auf dm Wirtschaftshof und erteilte nm Knechten seine Befehle für den Tag. Dann Mckte er einen Burschen in das Haus zurück mtt «m Auftrag, ihm fein Sabejeug zu holen. Es Nfchah dies nicht das erstemal und Lieschen konnte Naher auch nichts Absonderliches darin finden, um st weniger, al» der Morgen sommerlich warm war. jW erst entfernte fich Fritz von dem Gutshofe und ichritt durch dm Gemüfegarten dem Karpfenteich zu
Marburg,
Freitag, 28. Oktober 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», sowie die Amwncen-Bnreaur von Haasenstein u. Vogler in _, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. H-abraana Moffe in Frankfurt a.M>, Berlin, München u. Köln; G.L. x) / » »
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
Deutsches Reich.
W. Berlin, 27. Oktober. Unser Kaiser ist am Dienstag Abend von seinem Ausfluge zur Abhaltung von Hofjagden wohlbehaltm von Blanken- dmg wieder in Potsdam eingettoffen. Am Mittwoch Lormittag empfing der Kaiser den Reichskanzler zu dem erbetenen Jmmediatvortrage und arbeitete längere Zeit mit dem Ches des Zivilkabinetts. — Heute, Donnerstag, Nachmittag gedenkt der Kaiser nach Berlin zu kommen und an dem alljährlich an diesem Tage im „Kaiserhof" stattfindmden Diner zum An- dmkeu an den Generalfeldmarschall Prinzen Friedrich Karl von Preußen teilzunehmen. Am Abend wird fich der Monarch sodann vom Stettiner Bahnhofe ans nach Liebenberg begeben, um einer Einladung des preußischen Gesandten in München, Grafm Eulenburg, an den von demselben veranstalteten großen Jagden teilzunehmen. — Bei der Hofjagd in Blankenburg erlegte der Kaiser 8 Stück Rotwild, 70 Stück Schwarzwild und fing 2 Sauen eigenhändig ab. — Der Kronprinz von Schweden wird, dem Bernehmen nach, am Sonntag zum Besuch am Kaiserhofe ein treffen und in Potsdam Wohnung nehmen. — Das preußische Staatsministerium hat am Mittwoch unter dem Vorsitz des Minister- Präsidenten Grasen Eulenburg eine Sitzung abgehalten, welcher auch der Reichskanzler und der von seiner jüngsten Erftankung wiederhergestellte Finanz- »inister Miquel beiwohnten. Wie verlautet, standen Landtagsvorlagen zur Beratung, insbesondere erhielten die Steuerreformgesetze, die in ihrer revidierten Redaktion mtt ausführlicher Begründung fertiggestellt sind, die Zustimmung des Gesamtministeriums. — Die ge- smnte Presse beschäftigt fich eingehend mit der Militärvorlage. Soweit man bisher urteilen kann, hat die Vorlage durch das Bekanntwerden ihrer Einzelhetten alte Gegner nicht bekehrt. Die Richtersche Presse erklärt, die Vorlage sei nach ihrem Bekannt- merden noch unannehmbarer, als schon vorher, und
Lr,qeint täglich außer an Werktagen nach Soun- und M/N a- i Feiertagen. — Onartal-AbonuemeutS-Prei» bei der Ecve-
-Mö, 2t)*fc. ditto» 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 86 Pfg. (ertt.
Bestellgeld). JnsertiouSgebübr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 86 Pfg.