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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Grtchrmt täglich außer an Werktagen nach Soun» und Feiertagen. Quartal-LlbonnementS-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfgi (exkl. Vrstrllgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Psg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 13. Oktober 1892.

Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, iowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in w .-r < Frankfurt a. M., Casicl, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. 5>alrraana Moise io Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. u

Daube lu Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Eine politische Nervosität

herrscht heute in der That im weitesten Umfange- Daß wir in einemnervösen Zeitalter" leben, haben Aerzte und Sachverständige schon lange gesagt; nun hat sich dies Leiden, das nicht greifbar ist und doch so viel Unruhe schafft, auch auf die Politik erstreckt. Daß die Politik bisher von der Nervosität verschont blieb, war mehr ein Zufall; der bestimmte Wille Fürst Bismarcks, welcher sich früher in allen Ange­legenheiten der deutschen Politik geltend machte, konnte nid)t die alleinige Ursache sein, denn auch Fürst Bismarck liebte es nicht, seine Karten auf den Tisch zu legen, bevor nicht das Spiel gewonnen war. Wie dem nun auch sein mag, heute herrscht Nervosität in der Politik, es scheint unmöglich, das Einfachste ruhig zu nehmen, nicht hinter jeder Kleinigkeit etwas Be­sonderes zu suchen, das Harmloseste nicht zu ent­stellen. Und auf den von nervöser Reizbarkeit ein- gegebenen Anschauungen wird dann so lange wie mir irgend möglich bestanden, um schließlich, wenn die Position gar nicht mehr zu halten ist, von Neuem in den alten Fehler zu fallen. Der Zustand ist ein unerquicklicher; im Reichstage ist die Schuld hieran einmal in einem Scherzwort demBeunruhigungs­bacillus" in die Schuhe geschoben; aber es ist dieser Scherz nicht so zutreffend, wie eben die Annahme von dem Auftauchen einer politischen Nervosität. Dermaßen hat man sich in nervöse Unruhe hinein­gelebt, daß überhaupt kein politisches Faktum mehr kaltblütig betrachtet werdm kann. Sogar die Reise Kaiser Wilhelms nach Wien, die weiter gar nichts bedeutet, als einen freundschaftlich-nachbarlichen Besuch des deutschen Reichsoberhauptes bei dem eng ver­bündeten Kaiser Franz Joseph ist durch die nervöse Brille betrachtet. Der Herzog von Cumberland mußte ins Feld rücken, und die Dinge wurden ziemlich so dargestellt, als ob Herzog Ernst August in zwei »der drei Wochen seinen feierlichen (Anzug in Braunschweig oder gar in Hannover halten würde. Und dabei liegt die Sache so unendlich einfach: der deutsche Kaiser kann mit dem Herzog von Cumber­land, mag dieser sonst auch ein herzensguter Mensch sein, keinerlei Unterredung haben, so lange der Sohn des letzten Königs von Hannover nicht den klaren, unzweideutigen Verzicht auf Hannover ausgesprochen hat, den er bisher unterlassen hat. So lange hierin keine Klarheit herrscht, giebt es keinerlei Begegnung zwischen dem deutschen Kaiser und dem Herzog von Cumberland, und am allerwenigsten auf außerdeutschem Boden. Niemand fürchtet von dem Herzog Ernst

Auf Wronkermühle.

"Original-Roman von D. H. Brandrup.

sRachdruck »erboten.] (Fortsetzung.)

Wir würden eine weitere Frist gewinnen, Herr Wald, sagte der Justizrat, und diese thut jetzt doch vor allen Dingen nötig. Doch, wie wäre es," unter- brach er sich plötzlichwenn Sie sich einmal an Ihren Freund, den Rittergutsbesitzer Stelzer auf Brylowo wendeten? Wie ich bestimmt weiß, hat der jetzt gerade größere Kapitalien liegen und ist vielleicht bereit, Ihnen zu helfen."

Donnerwetter, das war ein guter Gedanke, bester Herr Justizrat! Ich will auch gleich direkt von hier aus nach Brylowo fahren."

Damit nahm Herr Wald auch schon seinen Hut, empfahl sich und verließ das Gemach. Eilig stieg er die breite Treppe hinunter und trat auf die Straße. Immer den Hut in weiten Bogen von sich schwenkend, bog er links um die nächste Ecke in die Danzigerstraße, wo die Gutsbesitzer der nörd­lichen Umgegend BS im HotelZum schwarzen Adler" zumeist ihr Absteige-Quartier nahmen. Schon von weitem bemerkte er nun vor dem Portal eine mit vier Pferden bespannte Kutsche. Herr Wald stutzte einen Augenblick. Dann aber mur­melte er freudig vor sich hin:Donnerwetter, ich glaube wahrhaftig gar nicht nötig zu haben, erst nach Brylowo zu fahren, denn wenn das nicht der Stelzer'sche Viererzug ist, laß ich mich aufhängen. Ach und kommt da nicht Fedchen direkt auf mich losgeschoffm?" Der kluge Sohn des reichen Be- sitzers steuerte wirklich dem Ankommenden entgegen nnd ihn nach Polenart nun <mf beide Wangen küssend, bezeugte er seine Freude, so unvermutet den lieben Herrn Wald in B zu treffen.

August eine Gefahr für den Bestand des deutschen Reiches, aber was des Reiches Würde erfordert, muß ihr werden, auch gegenüber dem Herzog von Cumberland.

Unsere inneren Verhältnisse werden noch weit mehr durch die nervöse Brille angesehen. Wenn alles wahr wäre, was seit Wochen und Monaten erzählt ist, müßten heute alle Minister in Berlin, den Reichs­kanzler an der Spitze, von Herzen das Amtteren satt haben. Vielleicht hätten die beiden Grafen Caprivi und Eulenburg sich auch schon übers Schnupftuch geschossen, bis sie Beide tot gewesen wären, wozu Exzellenz Miquel freudestrahlenden Gesichtes die Pistolen geladen hätte. Darauf kommt es ja heraus, wenn erzählt wird, die Minister hätten nicht mehr zu thun, als sich gegenwärtig das Leben sauer zu machen, und ein Bein zu stellen.

Fürst Bismarck war ein Realpolitiker, wie es selten einen gab, ein Staatsmann, der mit That- sachen rechnete, durch allen ihm vorgemachten blauen Dunst auf den Kern sah.- Diese Eigenschaft wird dem ersten Kanzler des deutschen Reiches Niemand bestreiten, denn ihr verdanken wir das deutsche Reich. Es wäre gut, wenn das heuttge politische Deutsch­land seinem Beispiel folgte und die Dinge nähme, wie sie find, nicht wie sie durch die Brille der Ner­vosität erscheinen. Heute wird ein ganz fürchterlicher Federkrieg nur zu häufig gegen Dinge geführt, die in Wahrheit gar nicht bestehen, es werden unter ge­heimnisvollen, dunklen Andeutungen Dinge in Aus­ficht gestellt, als solle jeder Deutsche geköpft und obendrein noch gevierteilt werden. Und was ist ge­schehen? Nichts, gar nichts, als was die verfaffungs- mäßig gewählte Volksvertretung des Reiches be­schlossen und bewilligt hat. Alles andere beruhte auf Illusionen. Das deutsche Volk ist eine Macht, mit welchem jedes Reichsregiment unbedingt zu rechnen hat; es wird nichts für die Dauer erhalten bleiben, was nicht die volle Beistimmung der Natton findet. Und dies wird der Fall sein, mag die Reichsregierung planen, was sie will, und der Reichstag beschließen was er will. Aber welchen Zweck es haben soll, sich um Dinge aufzuregen, die zum guten Teil Hirn- gespinsten entspringen, ist nicht abzusehen. Fürst Bismarck sagte einmal ungefähr:Aus der Suppen­schüssel, aus welcher die Reichsregierung ist, möchte Mancher gern mitessen!" Das war damals so und erklärte damals Vieles. Es erklärt manches vielleicht auch heute.

Papa ist auch hier!" rief das große Kind dann und den Mlonecker an den Knöpfen seines Oberrockes fassend, setzte Feodor fast in einem Atem hinzu:Wollen Sie auch in die Affenbude gehen und zu den Zwergen? Menschenftesser sind ebenfalls in der großen Bude auf dem neuen Markt möchten Sie sich nicht wenigstens die beschauen? Nein? Das ist schade! Aber da machen Sie es gerade so, wie mein Papa der sagte auch nur: Ich soll' in Gottesnamen allein gehen. Na und das werde ich nun auch. . . . Adieu, adieu, lieber Herr Wald, adieu!"

Damit lief der junge, bedauernswerte Mensch auch schon die Straße hinab, als brenne es hinter ihm. Herr Wald aber atmete erleichtert auf. Nicht blos, weil er so leichten Kaufes von Fedchen losge­kommen, sondern auch in der Gewißheit, den Bry- lower wirklich in dem Hotel zu treffen und ungestört mit chm reden zu können.

Ich scheine doch noch bei allem Unglück auch ein bischen Glück zu haben," flüsterte der korpulente Mühlenbefitzer und wischte sich den Schweiß von Gesicht und Kopf. Dann aber schritt er eilig weiter und war bald darauf im Portal desSchwarzen Adlers" verschwunden.

In der Restaurationsstube angekommen, erkun­digte er sich bei dem ihm entgegenkommenden Kellner, wo er Herrn Stelzer zu suchen hätte.

Im Weinftübchen, Herr Wald er fitzt dort ganz allein und wird fich gewiß sehr freuen"

Schon gut schon gut," unterbrach der Mlonecker hier die Worte des Befrackten, drehte ihm den Rücken und watschelte nun dem ihm wohl­bekannten Raume zu.

Hier fand er denn auch den, nach welchem ihn seit einer Viertelstunde so sehnsüchtig verlangte. Beide

Deutsches Reich.

W. Berlin, 12. Oktober. Kaiser Wilhelm ist am Dienstag Mittag in Wien, wohin sich der­selbe am Montag Abend von Potsdam aus begeben hatte, eingetroffen und vom Kaiser Franz Joseph auf das Herzlichste empfangen worden. Zur Be­grüßung waren außerdem auf dem Bahnhofe die Erzherzoge, der Prinz Friedrich Leopold von Preußen, der deutsche Botschafter Prinz Reuß, sowie andere Fürstlichkeiten anwesend. Seit den srühen Morgen­stunden waren die Straßen zum Nordbahnhofe von dichten Volksmassen gefüllt, welche den Kaiser Franz Joseph, als derselbe zum Empfange Kaiser Wilhelms nach dem Bahnhofe fuhr, stürmisch begrüßten. Auf dem Bahnhofe hatten sich eingefunden: die Erzherzoge, Prinz Friedrich Leopold von Preußen, Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein, Herzog Philipp von Koburg, Prinz zu Schaumburg - Lippe, Prinz Reuß und die deutschen Distanzreiter. Kaiser Franz Joseph trug die Uniform des preußischen Kaiser Franz-Grenadierregiments mit dem Großkreuz des Schwarzen Adlerordens, die Erzherzoge, welche In­haber deutscher Regimenter sind, trugen die bezüglichen Uniformen mit den preußischen Orden. Kurz vor 12 Uhr fuhr der Hofzug mit Kaiser Wilhelm in die Bahnhofshalle. Der Kaiser trug die Uniform seines österreichischen Husarenregiments. Bei der Einfahrt des Zuges intonierte die Musikkapelle der aufge- stellten Ehrenkompagnie die deutsche Hymne. Die Begrüßung der beiden Monarchen war eine herzliche, dieselben umarmten sich wiederholt und verblieben in längerer Unterredung, worauf Kaiser Wilhelm an der Seite des Kaisers Franz Joseph nach Abschreitung der Ehrenkompagnie sich zu den anwesenden Erz­herzogen wendete. Der Kaiser begrüßte die Erzherzoge Karl Ludwig und Albrecht durch Umarmung, die anderen Erzherzoge durch Handschlag. Von den Distanzreitern zeichnete der Monarch mehrere durch Ansprachen aus, worauf sich beide Majestäten zu Wagen nach Schönbrunn begaben, auf dem ganzen Wege von der Bevölkerung mit mthufiastischm Jubel- rufen begrüßt. Am Nachmittag fand in Schönbrunn ein größeres Diner statt. Am Mittwoch und Donnerstag finden Hofjagden statt, an welchen beide Kaiser teilnehmen, worauf die Rückreise Kaiser Wilhelms erfolgt. Die Militärvorlage hat ohne Widerspruch die letzte Sitzung des preußischen Staatsministeriums passiett; das ist heute eine allge­mein eingestandene Thatsache und eine drastische Jllusttatton zn den vielen Erzählungen von neuen

Herren begrüßten sich auch auf das Freundlichste und bald faßen sie vertraulich hinter einer Flasche trefflichen Ungarweins Ohne lange Vorrede, die nicht in der Art Wilhelm Wald'» lag, schüttete der arme bedrängte Mann nun dem reichen Freunde fein Herz aus, ohne daß er dabei direkt die Bitte um Hilfe ausgesprochen hätte-

Herr Stelzer hatte auch mit der größten Aus- merksamkeit der Erzählung des Mloneckers gelauscht. Es war ersichtlich, daß er fich durch dieselbe in hohem Grade interesfiert fühlte. Aber auch noch andere Gedanken schienen ihm, während er jedes Wort des Freundes in sich aufnahm, im Kopfe herumzu­gehen, denn das an sich nicht unschöne Gesicht Stelzers wechselte fortwährend den Ausdruck. Und als Herr Wilhelm endlich geendet, senfte er das Auge zu Boden und blickte lange sinnend vor sich hin. Jetzt aber räusperte er sich und in die Augen des Freundes schauend, die erwartungsvoll und sichtlich in tausend Aengsten an seinen Lippen hingen, sagte er:

Hör' mal, Brüderchen, jetzt werde ich Dir einmal in aller Freundschaft einen Vorschlag machen. Also gieb acht! Zwanzigtausend Thaler stehen be­reits auf Mloneck, nicht wahr? Nun gut Du brauchst jetzt aber weitere zwanzigtausend Thaler zur Abfindung Deines, wie aus den Wolken ge­fallenen Bruders und"

Ja, ja und das so rasch als möglich!" rief Herr Wald mit fieberischer Hast.

Der Brylower achtete kaum auf den mit bebender Stimme gemachten Einwurf des Unglück­lichen, sondern fuhr in geschäftsmäßigem Ton fort, während er den Bedrängten so ruhig ansah, als handele es fich um eine Bagatelle von wenigen Groschen und nicht um die ganze Existenz einer ehrenhaften Familie.

Ministerkrisen und neuen Demissionsgesuchen der leitenden Staatsmänner in Berlin. Bei der Er- örierung im preußischen Staatsministerium hat es sich auch vor allen Dingen dämm gehanoelt, festzu­stellen, daß die preußische Finanzlage keine derartige ist, daß ohne Schwierigkeiten erhöhte direkte Zuschüsse zur Reichskasse geleistet werdm können. Die Mittel für die Neuforderungen in der Militärvorlage werden also im Reiche selbständig und ohne Inanspruchnahme der Kassen der Einzelstaaten aufgebracht werden müssm. Der preußische Landtag wird Mitte November die Beratung der neuen Steueroorlagen beginnen, der Reichstag vierzehn Tage später seine Verhandlungen aufnehmen. An den Prozeß des Berliner Börsenschwindlers Bankiers Löwy, der vor Gericht noch sehr mit einem blauen Auge davonge­kommen ist, knüpfen sich allerlei Erörterungen. Mit Recht wird hervorgehoben, daß eine Verschärfung der Bestimmungen des Sttafgesetzbuches für solche Patrone stattfinden muß, welche den sauer erworbenen Spar­groschen kleiner Leute im Handumdrehen verschwinden machen. Diese großen Spitzbuben verdienen keine nachstchttgere Behandlung, als ein gemeiner Dieb, sondern eine schonungslose Strafe. Am weitesten in ihren Sortierungen geht, wie stets, die streng konser- vattveKrenzztg.":Die Verhandlungen int Prozeß Löwy haben uns einen düsteren Blick in die Börsen- moral thuen lassen. Nur ein Mittel giebt es, zu verhindern, daß diese zur allgemein herrschenden wird. Das ist eine Gesetzgebung, welche von dem Gmndsatz ausgeht, daß unser Staat ein christlicher ist, und daß er nicht nötig hat, einer jüdischen Minderheit wegen sich seines christlichen Charakters zu entkleiden. Sobald diese Ueberzeugung in den leitenden Kreisen prakttsch bethätigt wird, wird auch die soziale Frage der Lösung näher geführt werden." Zur Ein­reichung von ^Petitionen gegen Bestimmungen der Sonntagsruhe wird darauf aufmerksam gemacht, daß allgemein gehaltenen Eingaben nicht den ge­ringsten Erfolg zu erwarten haben. Zur Berück­sichtigung gehört ziffernmäßiger Nachweis des be­haupteten Rückganges der bett. Geschästslmte. Die Behörden werden hiervon natürlich keinen weiteren Gebrauch machen, es muß dem also entsprochen werdm. Darum find auch die Massenpettttonen viel weniger wirksam, als die Lokalpettttonen aus ein­zelnen Orten, bei welchen die detaillierten Angabm, wenn nicht für alle, so doch für eine größere Zahl von Petenten gemacht werdm können.

Zwanzigtaufend plus zwanzigtaufend macht nach Adam Riefe vierzigtausend. Ein hübsches Sümmchen! Nun ist aber Mloneck höchstens fünf# undvierzigtausend Thaler wert verstehe mich wohl ich sagehöchstens" und das auch nur, wenn sich ein Liebhaber dazu findet, dem e» auf einige Taufend mehr ober weniger nicht ankommt."

Und Du*

Ruhig, Bruder immer erst ausreden lassen," rief der Brylower.Ich habe nun die notwendigen zwanzigtaufend Thaler," sagte er bann unb noch ein Kapitälchen barüber gerabe dis# penibel. Erhielt nämlich vor einigen Tagen beit Kaufpreis für bas Stück Brachland, das ich neulich dem Fiskus abgetreten und habe zufällig sogar das ganze Geld bei mir."

Schlag Donnerwetter! Aber warum trägft Du dich mit solch einem Kapital bis nach B hinein?" fragte Wald verblüfft.

Der Brylower zog eine sehr großartige Miene. Nur," erwiderte er,weit ich es auf der König­lichen Bank deponieren wollte. Sie ist mir immer am liebsten, trotz ihres niedrigen Zinsfußes. Dm Privatbanken ttaue ich nicht. Aber ich denke jetzt nicht mehr daran, auf biefe Weise über das Geld zu verfügen, denn Du sollst die Dir notwendigen zwanzigtausend Thaler erhalten."

Mensch Du wolltest?"

Gewiß will ich jedoch unter bestimmten Voraussetzungen?" von denen Du eine oder die andere wählm magst.

Bestimmte Voraussetzungen?" stotterte Herr Wilhelm und blickte gespannt in das Gesicht seines Gegenüber.

Ja wohl, bestimmte Voraussetzungm! Und die erste derselben wäre vor allen Singen, daß