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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Dr«k 8 Reaktion ^und ^ptditton^Markt 21. Illustriertes Sonnlagsblatt. Redaktion und Expedition: Markt 21. ' 8

Jto 236.

Erscheint täglich außer tn Werktagen nach Komi- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgcbühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Freitag, 7. Oktober 1892.

Anzeigm nimmt entgegen die Erpedition dieses BlatteS, sowie die Annoncen-Bnreaux von Haasenstein u. Vogler in wttii rv c Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXV11. .fftufflOIKL Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube u. Co. in Frankfurt tu M., Berlin, Hannover, Paris.

Bestellungen auf dieOb er hessische Zeitung" nebst ihren unentgeltlich gelieferten BeilagenKreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain" sowieIllustriertes Sonntags­blatt" werden von allen Postanstalten, Land­briesträgern und unserer Expedition noch entgegengenommen. Auch wird den Neube­stellern der mit dem 1. Oktoberinkrast getretene Fahrplan der Main-Weser, Marburg-Laaspher und Sarnau-Frankenberger Eisenbahn nachge­liefert.

Die Exped. derOberhess. Ztg."

Frieden und Krieg.

Seit längerer Zeit ist zum ersten Male wieder von berufener Stelle ein Wort über die allgemeine politische Lage in Europa gesprochen: Kaiser Franz Joseph hat bei der Eröffnung des österreichisch- nngarischen Reichsparlaments, der sogenannten Dele­gattonen, sich in der ihm eigenen ruhigen und be­stimmten Weise über die Verhältnisse in Europa ge­äußert, und was er gesagt, dürfte mit geringen Aenderungen auch für die beiden anderen Staaten des großen FriedenSbundeS, für Deutschland und Italien, gelten. Der Kaiser hat die Beziehungen der habsburgischen Monarchie zu allen übrigen als er- steuliche, die Friedensaussichtm als die besten be­zeichnet und hierbei namentlich die Thättgkcit hervor­gehoben , welche der Dreibund im Interesse des Friedens und zum Besten des Friedens entwickelt hat. Weiter wird in den Kaiserworten noch betont, daß die Völker um so mehr dem Frieden sich zu- ueigen, als sie bett furchtbaren Ernst des künftigen Krieges erkennen, wissend, welche Zeche der unter­liegende Teil zu bezahlen haben wird. Der Monarch hätte hinzufügen können, daß diese Erkenntnis auch bei den Staatshäuptern in hohem Grade vorhanden ist, in höherem sogar, als bei einigen Völkern, nicht eben bei allen. Der Kaiser von Rußland ist ent­schieden friedlicher gestimmt, als ein Teil seiner Russen, und die Männer der Regierung der ftanzösischen Republik wissen zweifellos viel genauer, als die Chauvinisten im Lande, was für die Republik Frank­reich bei einem unglücklichen Kriege auf dem Spiele steht. Die Herren in Paris sagen allerdings, die Republik sei in Frankreich so tief eingewurzelt, daß ste durch nichts wieder befettigt werden könne. Sie würden aber nicht viel weniger schnell verschwinden,

Auf Wronkermühle.

Original-Roman von E. D. H. B r andrup.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Emsig fuhr der Finger Fritz Wronkers über die langen Spalten, in denen sich Personen beiderlei Geschlechtes zu allen möglichen Leistungen anboten. Endlich blieb das suchende Auge des jungen Mannes jedoch auf einer Stelle haften und halb­laut las es das natürlich in englischer Sprache gedruckte Inserat:

Zur Anfertigung jeder schriftlichen Arbeit em­pfiehlt sich William Howe *

Das wäre ja der rechte Mann für mich," flüsterte Fritz Wronker. Dann zog er sein Notiz­buch aus der Tasche und schrieb sich die Adresse auf. Hastig trank er jetzt den ihm vorhin gebrachten Porter und winkte hernach dem Kellner, um das Genossene zu bezahlen.

Nachdem auch dies geschehen, verließ er unver­züglich dos Lokal. Vor der Thür desselben aber rief Fritz einen vorüberfahrenden Mietswagen heran und in das Gefährt springend, gab er dem Kutscher die Adresse.

Ein weiter Weg," erwiderte der greise Roflelenker. Dann knallte er mit der Peitsche, der alte Gaul zog an und fort klapperte der Wagen durch die Stadt.

Fritz hatte sich in die Polster zurückgelehnt und blickte in das Menschengedränge um sich herum. Er sah in jenem Tumult, der nie stille ist, jene Thätig- keit, welche sich niemals erschöpft und Auge und Ohr des Fremden mit Verwunderung erfüllt Unseren Bekannten aber ließ das alles gleichgiltig. Außer­dem waren momentan aber auch all' seine Gedanken nur aus einen Punkt gerichtet- Und doch ein-

als das napoleonische Kaiserthum im Jahre 1871, wenn sie, statt einen Sieg zu erfechten, dem Lande eine Niederlage brächten. Denn diese Niederlage würde die schwerste, opferreichste sein, die die Franzosen jemals erlitten haben.

In der österreichisch-ungarischen Thronrede wird noch eine neue Notwendigkeit hervorgehoben, die zur weiteren Verstärkung der Armee führt. Zur Begründung wird aber nicht gesagt, daß der heutige Zustand der Dinge diese Verstärkung gebieterisch erheische, dieselbe ist vielmehr schon ftüher notwendig gewesen und aus Rücksicht lediglich auf die finanziellen Verhältnisse vertagt. Die österreichisch-ungattschen Mehrforderungen halten sich noch in bescheidenen Grenzen, wenn sie auch bei dem bekannten, nie sehr glänzenden Stand der österreichisch-ungarischen Finanzen sich bemerkbar machen, aber es besteht doch kein besonderer Zweifel an der schließlichen Bewilligung durch die Volksver- tretung. Im deutschen Reichstage werden sich bei der kommenden großen Militärdebatte die Dinge viel weniger einfach stellen, dort kommen erhebliche Summen: 65 Millionen Mark Jahresausgabe in Bettacht. Dott kommt aber auch in Bettacht die große Frage Frieden und Krieg. Lassen wir einmal den Reichskanzler und Vertreter der Militärverwaltung sich mit Vertrauens­männern des Reichstages unter vier Augen besprechen und warten wir ab, was sich dann ergiebt.

Deutsches Reich.

W. etftit, 6. Oktober. Unser Kaiser ist am Mittwoch Vormittag von seinem Jagdausflug nach Rominten wohlbehalten wieder in Potsdam eingetroffen. Auf dem Bahnhof wurde der Kaiser von seinen drei ältesten Söhnen empfangen. Nach der Begrüßung begab sich Se. Majestät sowie die kaiserlichen Prinzen zu Wagen nach dem Marmor­palais und stattete später der Prinzessin Friednch Leopold im Jagdschlösse Glienicke einen Besuch ab. Im Laufe des Vormittags arbeitete der Kaiser im Marmorpalais längere Zeit allein, hatte Mittags eine Konferenz mit dem Reichskanzler und empfing den kommandierenden General des 1. Armeekorps, von Werder. In Weimar wird der Monarch am Freitag Nachmittag erwartet. Wie aus Spandau gemeldet wird, wird der Kaiser der am 18. d. Mts. stattfindenden Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denk­mals beiwohnen. Für den Aufenthalt des Kaisers in Wien ist folgendes Programm auf­gestellt: Kaiser Wilhelm trifft nächsten Dienstag 11 Uhr 55 Min. mittags mittels Sonderzuges in

mal zuckte es auch in seinem Auge vor Bewunderung auf. Und die Schulter des Kutschers mit dem Finger berührend, fragte er in gebrochenem Englisch: Wie heißt die Kirche dort hinter der Brücke? Bei Gott, ein gewaltiger, ehrfurchtgebietender Bau."

Ueber das verwitterte Gesicht des alten Lon­doner Kutschers glitt ein stolzes Lächeln:das ist auch unsere Westminster abtei," erwiderte erund die Brücke dort heißt die Westminsterbrücke."

Das dachte ich mir," sagte Fritz, während das gebrechliche Gefährt von neuem über das Pflaster rasselte. Endlich aber hatten sie doch ihr Ziel er­reicht: ein baufälliges, schmutziges Haus in einer elenden Seitengasse.

Fritz Wronker bedeutete den Kutscher hier, seiner Rückkehr zu harren. Dann sprang er hastig aus dem Wagen und verschwand auch gleich darauf in dem Eingänge des Gebäudes.

Auch an diesem Orte schien das Geschäft des jungen Deutschen nicht so viel Zeit beansprucht zu haben, denn bald sehen wir ihn wieder auf der Straße und den Wagen von neuem besteigen. Jetzt hielt Fritz aber einen Brief in der Hand und bedeutete den ihn fragend anschauenden Kutscher, nun vorerst nach irgend einer Postoffice zu fahren. Eine solche war denn auch bald erreicht. Fritz verließ noch einmal das Gefährt und kehrte noch einmal wieder zu demselben zurück, während er eine Em­pfangsbescheinigung der Expedition in seine Brief­tasche steckte.

So. das ging ja alles glatter, als ich mir vorstellte," flüsterte er dabei.Kaum drei Stunden in dieser Riesenstadt und schon ist der Plan, welcher mich hergeführt, vollständig durchgeführt. Jetzt will ich mich aber auch keine Minute länger, als um­gehend nötig ist, in London aufhalten, so gern ich

Wien ein und fähtt unmittelbar nach Schloß Schön­brunn, woselbst Nachmtttags ein Galadiner statt­findet. Abends besuchen beide Kaiser die Oper, wo Rancu" mit Van Dyk und Fräulein Renard auf­geführt wird. Am 12. Oktober ist Festmahl bei Hofe, abends besuchen beide Monarchen das Burg­theater, wo das LustspielUmkehr" aufgeführt wird. Im Lainzer Tiergatten finden zwei Jagden statt. DieKreuzztg." setzt ihren Widerstand gegen die neue Militärvorlage fort. Das genannte Blatt bttngt folgende Ausführungen:Aus militärischen Gesichtspunkten ist die Einführung der zweijähttgen Dienstzeit ein Rückschritt und deshalb zu verwerfen. Wir würden nicht wagen, diesen apodikttsch klingenden Satz auszusprechen, wenn er nicht lediglich die Meinung unserer großen Heerführer wiedergäbe, welche über­dies dnrch weltbewegende Thaten bewiesen haben, daß sie ihr Handwerk aus dem Grunde verstanden, und wenn nicht hohe Stimmen in unserer Armee, ja, selbst Führer der bestm Milizarmee dieses Jahr­hunderts in den schwersten Krisen des amettkanischen Bürgerkrieges wiederholt den Wunsch ausgesprochen, ihren Truppen auchpreußische Durchbildung" ein­atmen zu können, jenen reichen Schatz, den wir jetzt selbst auf den Martt tragen wollen. Denn es drängt sich unwillkürlich die Ueberzengnng immer mehr auf, daß es hauptsächlich politische Motive sein müssen, welche dieses Kleinod auf den Kaustisch der Parteien schieben. An der Konferenz, welche am Dienstag im Reichsschatzamt in der Tabaksteuerfrage ftattgefunbee hat, haben, außer bent Staatssekretär von Maltzahn unb einigen höheren Beamten, neun Vertreter ber Tabakindustrie, nämlich drei Tabak- Händler aus Bremen, ein Tabakpflanzer aus Speyer, ein Tabakhändler aus Mannheim, ein Fabrikant aus Heidelberg, ein Tabakpflanzer aus der Uckermark, ein Fabrikant aus Berlin und ein Fabrikant aus Stettin teilgenommen. DieV. Z." glaubt nach den Mitteilungen, die ihr über die Verhandlungen gemacht worden sind, die Regierung werde den Ein­druck gewonnen haben, daß die Tabakinteressenten wünschen, es möge an dem Gesetz von 1879 nichts geändert werden, wie andererseits auch die Vertreter der Tabakinteressenten den Eindruck gewonnen haben, daß die Regierung keine Neigung hat, die Form der Besteuerung zu ändern. Es würde demnach nur, wenn die Regierung eine höhere Belastung des Tabaks erstrebt, eine Erhöhung der Zoll- und Steuersätze übrig bleiben, wobei eS sich dann darum handeln würde, ob bei dieser Gelegenhett der bestehende Schutz­zoll erhöht werden soll oder nicht. Der Rechnungs-

mir auch diese Weltstadt eingehender angesehen hätte." Und sich wieder an seinen Roflelenker wendend, rief er ihm zu, nach demDeutschen Hause" zu fahren, dem Hotel, in welchem Fritz in der vergangenen Nacht Quartter genommen.

Nach längerer Zeit war der Gasthof erreicht. Fritz lohnte den Kutscher ab und begab sich dann in das Innere des Hauses. Nach all' den Auf­regungen der vergangenen Stunden fühlte unser Reisende auch einen tüchtigen Appetst. Er bestellte sich daher ein kräftiges Frühstück. Und als ihm dieses binnen kurzem serviert wurde, erkundigte er sich, wann der nächste Zug nach Dover abgehe, gleichzeitig aber auch, ob er dott sofott nach Calais über dm Kanal fahren könne und dann bal­digen Eisenbahn-Anschluß nach Amsterdam fände. Der Kellner entschuldigte sich, dies nicht zu wiflen, doch würde er sofort im Hotel-Comptoir die nötigen Erkundigungen einziehen. Schon nach zehn Minuten kehrte er dann auch zu dem Gaste zurück, der indessen den ausgezeichneten Speisen tapfer zugesprochen.

Der höfliche Ganimed berichtete nun, daß der Reisende um 3 Uhr Nachmittags mit dem Expreß­zuge fahren könne. In zwei Stunden hätte der Herr dann Dover erreicht fände dott gleich ein Dampfboot zur Ueberfahrt nach Calais bereit und in dem französischen Hafenstädtchen angelangt, auch sofort Gelegenheit, mit der Eisenbahn nach Amster­dam weiter zu reism. Ein gutes Trinkgeld belohnte den eifrigen Kellner für diese Information. Dann beauftragte Fritz den höflich dankenden, zu rechter Zeit einen Wagen für ihn besorgen zu lassen. Er selbst wollte sich jetzt auf sein Zimmer begeben, um vor seiner Abreise noch ein Schläfchen zu machen, da er während der beiden letzten Nächte nicht geschlafen habe.

führerder Wißmannexpedition, v.Tippelskirch, der Wißmann bis Quilimane begleitete, kehrte, dem Hamb. Korr." zufolge, zur Bettchterstattung an das Koblenzer Anttsklavereikomiiee zurück. Er be­zeichnet die Aussichten auf ein Gelingen des Unter­nehmens als durchaus gut.

(Liebknechts Vaterlandsliebe.) An­läßlich der Liebknechtschen Expedition nach Fransteich und der von diesemPatttoten" sttnenFreunden", den Franzosen, eröffneten Perspestive darf man sich wohl daran erinnern, was Fürst Bismarck am 26. März 1886 im Reichstage über die Rolle bemerkte, welche der Sozialismus in dem nächsten Kttege event. spielen möchte.

Die ersten ftanzösischen Kttege im Jahre 1792," so führte der damalige leitende Staatsmann aus, waren von einer polittschen Idee getragen, von ber man zu Unrecht gesagt hat aber man hat es doch gesagt, sie hätte le tour de monde gemacht, ste habe sich der Bewegung der ganzen Welt mitge­teilt. Immerhin ist aber so viel richttg, daß die bewegenden Ideen, welche die ftanzösischen Fahnen von 1792 ins Land brachten, der Kamps gegen Monarchie, gegen Geistlichkeit und gegen Adel, der Kampf für den dtttten Stand, ein mächtiger geistiger Hebel der Siege der Franzosen waren. Wer steht uns dafür, daß, falls wir wiederum einen Krieg mit demselben Lande haben sollten, nicht die Fortsetzung, gewissermaßen der viette Teil desselben Werkes uns dargeboten werden würde, daß wir nicht an den Fahnen der feindlichen Armee, die roten Fahnen der sozialistischen Ideen angebracht sehen würden?"

Die Reise des Herrn Liebknecht nach dem ge» lobten Lande der Zukunstsstaaller hat in Verbindung mit den (Saftreben dieses Hauptvettreters ber deutschen Sozialdemokratie sicherlich dazu beigetragen, der Ver­wirklichung der Bismarckschen Voraussage die Wege zu bereiten. Denn wenn sich den Franzosen die Aussicht eröffnen möchte, sie könnten mit Hilfe ber sozialistischen Fahne leichter zum Ziele ihrer Revanche­lust kommen, als auf irgenb einem anbern Wege, würben auch bie antisozialistischen Elemente im ent- scheibenben Augenblick wenig bagegen einzuwenden haben, daß man sich dieses Mittels zum Zweck be­diene. Die Reden des Abg. Liebknecht haben den Franzosen dieses Mittel um so angenehmer erscheinen lassen muffen, als ber genannteFreund" Frank­reichs als die natürlichsten Verbündeten ber Sozia­listen jenseits ber Vogesen bie deutschen Sozial­demokraten bezeichnet hat.

Kiek, 5. Oktober. Am Dienstag Nachmittag ist

Ob der junge Deutsche jetzt die ersehnte Ruhe sand? Wir glauben es kaum: Von braven ehrlichen Eltern erzogen, von Hause aus gewiß nicht daran gewöhnt, zu schwindeln und zu betrügen, regte das Bewußtsein, nun unwiderruflich eine vollendet gesetz­widrige Handlung begangen zu haben ein Ver­brechen sogar gegen zwei junge Herzen, d e ihr ganzes Vertrauen in ihn setzten, sein Nervensystem derart auf, daß er thatsächlich die Zeit, welche noch bis zu seiner Abreise fehlte, rastlos auf- und nieder­gehend verbrachte, anstatt auf dem Sopha zu liegen und zu schlafen. . . .

Aber auch diese Qual erreichte chr, wenn auch nur vorläufiges Ende und das Dampftoß führte den jungen deutschen Landwirt dem Meeresstrande zu. Die Ueber­fahrt nach Frankreich aber ging ebenfalls glücklich von Statten. Um zwölf Stunden später verließ der Reisende das Coupee des Schnellzuges, der ihn von Calais nach Amsterdam gebracht.

Hier ließ sich Fritz Wronker sofort nach einem guten Hotel fahren. Die so sehr überhastete Reise hatte ihn trotz seiner Jugendkraft und inneren Er­regung doch ein bischen mitgenommen und die Natur forderte energisch chr Recht. Er beschloß daher, sich erst einmal wieder gehörig auszuruhen, ehe er an seine Geschäfte ging. Dies that er denn auch gründ­lich und der betreffende Kellner, welchem er Auf­trag gegeben, ihn um die Mittagszeit zu wecken, hatte alle Mühe, den Reisenden munter zu bekommen. Der Uebermübete hatte somit sechs Stunben un­unterbrochen geschlafen unb fühlte sich nun zu neuen Unternehmungen gekräftigt.

Nachbem er feine Toilette beendet, bestellte er sich vorerst ein exquisites Mahl, welches er bann mit gutem Appetit auf feiner Stube einnahm. Dann begab sich Fritz Wronker in das gemein»