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Wöchentliche Beilage»: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
® ^Uteattion*unb ^prdilion^Morv M. Illustriertes Sonntagsblatt.
Lerantwortlicher Redakteur: Thr,st^ph Rautenhaui in Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21.
JE 235
Erscheint täglich außer <n Werktagen nach Sonn« und Feiertagen. Ouartal-AbonnenrentS-Prets bei der Expedition 2 Ml., bei alle« Postämtern 2 Mi. 25 Psg. (exkl. Bestellgeld). JusertionSgebühr für die geipaltene Zeile 10 Mg., Reklamen für die Zeile 35 Pfg.
Marburg,
Donnerstag, 6. Oktober 1892.
Anzeig-nl nimmt entgegen die Erpeditton dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in VVTT1t - , Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXV11.
Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Bestellungen auf die „Ob er hessische Zeitung" nebst ihren unentgeltlich gelieferten Beilagen „Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain" sowie „Illustriertes Sonntagsblatt" werden von allen Post mstalten, Landbriesträgern unv unserer Expedition noch entgegengenommen. Auch wird den Neubestellern der mit dem 1. Oktoberinkraft getretene Fahrplan der Main-Weser, Marburg-Laaspher und Sarnau-Frankenberger Eisenbahn nachgeliefert.
Die Erped. der „Oberbess. Ztg."
Zur Handwerkerfrage.
In Köln fand in diesen Tagen eine Delegierten- Bersammlung des Rheinischen Handwerkerstandes statt, mn zu einzelnen schwebenden Fragen Stellung zu nehmen. Zunächst wurde die Notwendigkeit des genossenschaftlichen Zusammenschlusses erörtert und der Plan, in Anschluß an den Rheinischen Genossenschaftsverband, der bereits 90 Genossenschaften umfaßt, eine Handwerkergenossenschaft zu begründen, in Erwägung gezogen. Das zu diesem Zwecke ausgear- beitete Statut stellt folgende Ziele auf: Ankauf von Rohmaterialien, Maschinen, Werkzeugen 2c.; Kreditgewährung und Einziehung von Außenständen der Genossen; außergerichtliche Regulierung in Not geratener Geschäftsbetriebe; Erteilung von Auskünften über Kredit suchende Kunden; Einrichtungen zu vorteilhaftem Absatz der Erzeugnisse der Genossenschaft. Zur Mitgliedschaft soll nur derjenige zugelassen werden, der die Befähigung als Meister besitzt oder nachweist. Erstrebenswert sind die in dem Statut vorgezeichneten Ziele jedenfalls; aber ob sie auf dem Boden der freien Vereinigung erreichbar sind, ist eine andere Frage. Der rheinische Delegiertentag sprach sich im übrigen gegen die Errichtung von Gewerbekammern aus, weil dadurch eine gewisse Sorte von Kapitalisten erst recht in die Lage käme, daS kleine Handwerk lebensunfähig zu machen. In demselben Sinne Dotierte auch der schlesische Verein zum Schutze des Handels und Gewerbes zu Schweidnitz, der eine Eingabe an das preußische Staatsministerium gerichtet hat, in der es heißt: „Wenn ferner es als zweckmäßig hingestellt wird, die Handwerker und Detailhändler zu einer gemeinsamen Interessenvertretung zu vereinigen, so vermögen wir einem solchen Gedanken nicht das Wort zu reden. Wohl trifft es zu, daß der gesamte ge-
Auf Wronkermühle.
Original-Roman von E- D. H. Brandrup.
, (Nachdruck verboten.]
(Fortsetzung.)
„Du willst nach Berlin, Vater?" rief Fritz hier höchlichst überrascht- „Nun, das lobe ich mir! Da könnten wir es ja einrichten," setzte er lebhaft hinzu, „daß wir zu gleicher Zeit dort einträfen."
„Das ist's ja eben, was auch ich will, mein Junge! Nimmst mir das Wort vom Munde weg, rief Herr Wronker und schlug seinem Sohn so derb auf die Schulter, daß es knallte, gleich einem
I Pistolenschuß. „Also wir werden uns in Berlin treffen! Gut! Weißt Du dort einen vernünftigen Gasthof?"
„O, gewiß! In der Klosterstraße „Zum grünen Baum" kann man gut und billig logieren. Auch befinden wir uns dort sozusagen gleich mitten in der Stadt und —"
I „Nun, das sollte mich nicht bestimmen," unterbrach Herr Gottlieb hier jedoch den Sohn. „Denn, wenn wir erst in dem gewaltigen „Sodom" sind, gilt uns keine Entfernung. Für solche sind Droschken da und wir haben's ja, sie bezahlen zu können. Trotzdem wollen wir es aber bei Deinem „grünen Baum" belaffen: Die Frage gilt jetzt nur: Wie verständigen mir uns über das beiderseitige Eintreffen?"
„O, das ist sehr einfach! Sobald ich in Holland die Geschäfte besorgt und mich dann noch etwas unter Land und Leuten umgesehen habe, telegraphiere ; ich Dir sofort, daß ich an dem und dem Tage — zu der und der Stunde in Berlin eintreffen werde. Die Depesche muß nach hier durch einen Expreffen besorgt werden. Hast Du sie aber in Händen, dann —"
werbliche Mittelstand unter ein und denselben Uebelständen leidet, allein für die Bekämpfung derselben und für die Hebung der Lage wird getrenntes Maschieren das wünschenswerte Ziel sein müssen, wenn anders nicht unfruchtbare Arbeit geschaffen werden soll. In Erwägung aller dieser Momente können wir es nur als zweckmäßig erachten, wenn für die Großindustrie und den Großhandel ausschließlich die Handelskammern bleiben, während für den Handwerkerstand besondere Handwerkerkammern und für die Interessenten des Detailhandels und der Kleinindustrie besondere Gewerbekammern zur Vertretung ihrer Interessen und zur beratenden Mitwirkung bei der Königlichen Staatsregierung errichtet werden."
Das ist so ziemlich die Ansicht aller Handwerker und Kleingewerbetreibenden, und es ist zu hoffen, daß diesen Wünschen Rechnung getragen werde.
Deutsches Reich.
W. Berlin, 5. Oktober. Unser Kaiser hat nunmehr seinen Jagdaufenthalt in der Nominier Heide in Ostpreußen beendet und am Dienstag die Rückreise mittels Sonderzuges über Trakehneu nach Potsdam angetreten, wo derselbe am Mittwoch Vormittag erwartet wird. Im Marmorpalais gedenkt der Kaiser die nächsten Tage alsdann bis zu seiner Abreise nach Weimar zu verbleiben. Am 10. Oktober wird Sc. Majestät wieder in Potsdam eintreffen und am Nachmittag im Neuen Palais die eingetroffenen österreichisch-ungarischen Distanzreiter empfangen, denen zu Ehren eine größere Festtafel stattfindet. Hieran soll sich sodann dem Vernehmen nach, ein von sämtlichen Mnsikkorps der in Potsdam garnisonierenden Regimenter ausgeführter Zapfenstreich anschließen. — Der Kaiser hat, nach der von Maximilian Harden herausgegebenen „Zukunft", die glückliche Entbindung der Kaiserin telegraphisch dem Fürsten Bismarck angezeigt. — Das Marine - Verordnungsblatt veröffentlicht folgende kaiserliche Kabinettsordre betreffs der Maschinengewehre: „Auf den Mir gehaltenen Vortrag genehmige Ich die Einstellung des 8 mm Maxim - Maschinengewehrs in die Marineartillerie. Sie haben hiernach das Erforderliche zu veranlassen. Marmor-Palais, den 19. September 1892. Wilhelm. In Vertretung des Reichskanzlers: Hollmann. An den Reichskanzler (Reichs-Marine- amt)." — Die Tabak st euer- Untersuchungskommission ist am Dienstag Vormittag im Reichsschatzamt zusammengetreten. Der Schatzsekretär Frhr.
„Dann mache ich mich sofort auf und reise Dir entgegen. Na, ja aber dabei bleibt es. Jetzt laß uns in das Haus zurückkehren, um die Mutter mit unseren Beschlüssen bekannt zu machen. Da Du morgen früh schon um drei von hier abfahren mußt, um den Anschluß zum Kourierzug nach Berlin rechtzeitig zu erreichen, so wird sie sich gleich jetzt daran machen müssen, die notwendige Wäsche u. s. w. in den Reisekoffer zu packen."
Fritz nickte zustimmend mit dem Kopfe, denn die Lohnliste hatte er jetzt vollständig vergessen. So schritten Vater und Sohn dem Hause zu und wenige Minuten später traten beide in die Wohnstube, in welcher sie Frau Wronker und Lieschen in eifriger Unterhaltung antrafen.
Herr Gottlieb begrüßte das junge Mädchen herzlich. Dann aber machte er seine Frau mit dem gefaßten Reiseobjekt bekannt. Und diese war natürlich als gute Hausfrau auch sofort bereit, für Fritz das Notwendige zu besorgen.
Lieschen Wald war bei der Nachricht von der Abreise ihres Vertrauten erschrocken zusammengefahren und blickte wie fragend in das Gesicht des jungen Mannes hinüber. Dieser abev blinzelte ihr beruhigend zu. Trotzdem erhob sich das arme verängstigte Mädchen doch schon nach kurzer Zeit und entschuldigte seinen raschen Aufbruch, indem es vorgab, versprochen zu haben, heute schon besonders zeitig zu „Hause" sein zu wollen.
Fritz Wronker aber machte sich bereit, Lieschen auf dem Heimweg zu begleiten. Die beiden Alten bemerkten dies natürlich und nickten sich verständnisinnig zu. Als dann die jungen Leute gleich daraus Stube und Haus verlasst n hatten, eilte Herr und Frau Wronker an das Fenster und den sich eilig Entfernenden nachsehend, meinte Mann und Frau fast
v. Maltzahn führt den Vorsitz in der Konferenz. — Die internationale Münzkonferenz tritt, wie ein Telegramm ans Washington meldet, am 22. November d. I. zusammen. Als Sitz der Konferenz ist Brüssel gewählt worden. 18 Länder haben die Teilnahme an der Konferenz zugesagt. — Nach einer Entscheidung der preußischen Minister des Innern und der geistlichen Angelegenheiten beziehen sich die Regierungserlasse, welche die unentgeltliche Aufnahme der ohne besondere Vergütung in Kost und Pflege genommenen Kinder in die öffentlichen Volksschulen anordnen, lediglich auf die von einzelnen Personen angenommenen Kinder, und dürfen nicht auf diejenigen Kinder ausgedehnt werden, welche in Rettungs-, Waisen- oder ähnlichen Anstalten unentgeltlich ausgenommen sind, weil eine derartige Belastung denjenigen Gemeinden, in welchen zufällig eine solche Anstalt errichtet wird, ganz unbillige Lasten aufbürden würde. — Wegen Beleidigung des Berliner Magistrats und der Lehrerschaft wurde bekanntlich vor einiger Zeit der Rektor Ahlwardt vorn Landgericht in Berlin zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Gegen dieses Urteil legte Ahlwardt beim Reichsgericht in Leipzig Revision ein, welches dieselbe jedoch am Dienstag als völlig unbegründet verwarf. — Aus Dar-es-Salaarn in Deutsch-Ostafrika ist feinen Angehörigen erst jetzt die Kunde vorn Tode des am 8. Mai d. I. verstorbenen Regierungs-Bauführers Hermann Nieuhausen aus Rotthausen bei Gelsenkirchen in Westfalen zugegangen. Nien- hausen, der im Alter von etwa 43 Jahren stand, und schon seit langer Zeit den Staatsdienst verlassen hatte, hatte im November d. I. mit einem befreundeten Trappistenpater eine Reise nach Südafrika angetreten. Auf der Rückreise, die er allein ausführte, tarn er fieberkrank nach Dar-es-Salaam, wo er dann starb. — Von Dr. Karl Peters ist aus dem Kili- mandscharo-Gebiete in Deutsch-Ostafrika ein Schreiben eingegangen, nach welchem dort vollständige Ruhe herrscht. Die Niederlage des Freiherrn von Bülow im Moschilande ist also faktisch von keinerlei besonderer Bedeutung gewesen.
— (Das Ohrenleiden unseres Kaisers.) Den französischen Skandalnachrichten über den Gesundheitszustand unseres Kaisers tritt die „Köln. Zig." energisch in folgenden Ausführungen entgegen: „Die französische Presse und obenan der durch seine er- ttagreiche Entenzucht berühmte „Figaro" halten aus naheliegenden polittschen und geschäftlichen Beweggründen es nahezu alle Vierteljahre für zeitgemäß, ihren Lesern Neuigkeiten über ein angebliches Ohren-
zn gleicher Zeit: „Ein passenderes Paar giebt es weit und breit nicht "
Das Ehepaar Wronker ging jedes von ihnen feiner Beschäftigung nach. Frau Louise an die Wäsche- spinde — Herr Gottlieb aber zum Geldkasten, um für seinen Fritz ein hübsches Sümmchen für die Reise abzuzählen, das er ihm noch heute einzuhändigen gedachte.
Lieschen und ihr Begleiter aber schritten unterdessen rüstig auf Mloneck zu Anfangs schweigend — jedes von Beiden mit frinen eigenen Gedanken beschäftigt Dann aber fragte das junge Mädchen mit fast von Thränen erstickter Stimme:
„Und nun — und nun reisen auch Sie auf unbestimmte Zett von uns fort. Wer wird jetzt in der Stadt nachfragen, ob Briefe aus England angelangt sind." —
„O, Fräulein Lieschen, darüber bin ich eben mit mir in's Klare gekommen "
„Aber — ich verstehe nicht," warf das junge Mädchen ein.
„Lassen Sie mich nur ausreden, liebes Fräulein, bann werden Sie bald begriffen haben," sagte der Heuchler.
„Wenn ich also nicht hier bin, so denke ich, wird der Schmied meine Stelle vertreten Er ist verschwiegen und Ihnen gewogen. Roch heute also werde ich ihn sprechen und eine Vollmacht geben, welche er auf der B—er Postexpedition noch vorzuzeigen braucht, um etwaige an mich adressierte Schreiben unbeanstandet ausgehändigt zu erhalten."
„3a, ja, so wird es gehen," rief das junge Mädchen wie von einer schweren Sorge befreit. Dann aber senkte es den Blick und flüsterte errötend:
leiden deS deutschen Kaisers aufzubinden und die Gefahren dieses Leidens recht schwarz zu schildern. Thatsache ist allein, daß der Kaiser vor Jahren als Prinz Wilhelm infolge einer Erkältung auf einer Jagdreife und nicht genügender Sorgfalt der Behandlung unmittelbar nach dem Eintritt dieser Erkältung sich ein Ohrenleiden zugezogen hatte, das möglicherweise eine bedenkliche Wendung hätte nehmen können, wenn nicht alsbald ärztliche Kunst und achtsame Pflege eingeschritten wären. Diese Erkrankung ist indessen schon längst und seit Jahren völlig überwunden. Wir können aufgrund bester Erkundigungen versichern, daß der Kaiser seit mehr als drei Jahren überhaupt keinen Ohrenarzt mehr gebraucht, noch überhaupt gesehen hat. Das letzte Mal, daß der Kaiser einen Ohrenarzt zugezogen hat, war kurz vor der ersten Nordlandfahrt im Sommer 1889. Der Leibarzt, welcher die Reise für sehr empfehlenswert hielt, erachtete es für vorsichtig, zuvor auch den früheren behandelnden Ohrenarzt gutachtlich zu hören, ob derselbe von seinem Standpunkt ans gegen die Seefahrt zum Nordkap etwas einzuwenden hätte. Das war nicht der Fall, und seitdem hat der Kaiser, wie gesagt, nie mehr einen Ohrenarzt zu Rate gezogen. Wer seitdem die großen Sttapazen verfolgt, denen der Kaiser sich jederzeit ohne Bedenken auf hoher See und Eisenbahnfahrten, auf weiten scharfen Ritten, auf frühen Pürschjagden ausgesetzt hat, wer andererseits die endlosen Erfindungen beobachtet, die seit der Thronbesteigung mit steter Regelmäßigkeit über schlimme Erkrankungen des Kaisers verbreitet worden sind, der wird nicht zweifelhaft sein, welche Ziele solche hartnäckigen Lügen verfolgen.
Kiil», 4. Oktober. Der in Köln a. Rh. bestehende Verein zur Milderung der Sonntagsruhe hat an den Kaiser eine Immediateingabe gerichtet, in welcher er unter Hinweis auf eine von 3005 Inhabern offener Geschäfte in Köln an den Bundesrat gerichtete Petition um eine gründliche Durchsicht des SonntagsrnhegesetzeS bittet.
Hessen-Nassau.
Marvurg, 5. Oktober. (Viehseuchen- Bekämpfung.) Der Regierungspräsident in Cassel, i. V. von Pawel, erläßt folgende Verordnung: „Zur wirksameren Bekämpfung der in letzterer Zeit int Regierungsbezirk wieder stärker auf- getretenen Maul- und Klauenseuche wird gemäß einer unter dem 15. d. Mts. mir erteilten Ermächtigung „Doch noch eins, Herr Fritz — Sie — wollen sich ja auf diesem Wege darüber auslassen, was zu thun sei, um mir Gewißheit über die Ursache des langen Schweigens zu verschaffen, in welches Ernst sich jetzt hüllt "
Einen Moment zuckte es wie leichte Verlegenheiten über das Gesicht des jungen Mannes. Nun aber faßte er sich und erwiderte in ruhigem Ton: „Ich würde auch von selbst hiervon angefangen haben, Fräulein Lieschen — Sie kamen mir nur zuvor. Leider weiß ich aber keinen anderen Weg mehr uns zu informieren — als den — mich — an die deutsche Gesandtschaft in London zu wenden. Wünschen Sie, daß ich an diese schreibe?" —
Das Mädchen besann sich eine Weile — „Ja," sagte es dann, „aber — aber ich denke, Sie thun es erst, falls Ernst auch während Ihrer Abwesenheit nichts von sich hören ließ."
„Ich bin ganz Ihrer Meinung," — erwiderte Fritz und beide schritten wieder wortkarg neben einander dahin. Zwei Minuten später hatten sie Mloneck erreicht, welches der junge Mann indessen bereits nach einer halben Stunde verließ.
Am anderen Morgen trat Fritz Wronker die verabredete Reise wirklich an. Merkwürdigerweise sehen wir ihn zwei Tage später jedoch nicht in irgend einem holländischen Landstädtchen wieder, sondern treffen ihn in London — gerade in dem Moment, als er aus einem Hotel untergeordneten Ranges tritt und sich — den Plan der Metropole Englands in der Hand — zu Fuße einer Seitenstraße zu- wendet. Das Aussehen des jungen Mannes war genau das eines Menschen, der auf unrechten Wegen geht und trotzdem bewußt seine Schritte thut. Ihm war auch durchaus nicht behaglich zu Mute. Im Gegenteil, er hörte fortwährend eine innere Stimme