Einzelbild herunterladen
 

MerMch MW

Wöchnttliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Redaktion ^und ^peditton^Markt A. MustrierleS Sonntagsblatt. Redaktion und Expedition^ Markt"21°^^ 3Rflt6urB

M 234.

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Expe­dition 8 Mk., bei allen Postämtern 8 Mk. 88 Pfg. (extt. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 88 Pfg.

Marburg,

Mittwoch, 5. Oktober 1892.

Anzrtgcn nimmt entgegen die Eipedition dieses BlatteS, sowie die Annoncen-Bureaur von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXVII. Jahrgang.

Bestellungen auf dieOb er hessische Zeitung" nebst ihren unentgeltlich gelieferten Beilage i Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain" sowieJllustri.rtcs Sonntags­blatt" werden von allen Postinstalten, Land­briesträgern und unserer Expedition noch entgegengenommen. Auch wiro den Neube­stellern der mit dem 1. Oktoberinkrast getretene Fahrplan der Main-Weser, Marburg-Laaspher und Sarnau-Frankenberger Eisenbahn nachge- 'liefert.

Die Erped. derOberhess. Ztg."

Gerade durch!

Wenn nicht Alles täuscht, sind wir nun auf dem Punkte angckommen, an welchem sich in unseren deutschen Parteiverhältnissen viel ändern muß. Das Interesse an streng politischen Dingen ist in den sttzten Jahren nicht etwa gewachsen, hat im Gegen­teil recht erheblich abgenommen. An Stelle hitziger Erörterungen politischer Zeit- und Streitftagen ist eine ruhige und nüchterne Erwägung getreten, und was die breiten Bolksklassen, Bürger- und Arbeiter­stand, heute vor Allem beschäftigt, daß ist eine sichere und vorteilhafte Gestaltung ihrer Existenz. Fragen des praktischen Lebens, aber nicht Fragen der hohen Politik beschäftigen die weiten Volkskreise und wenn man vermeint, politische Machtfragen könnten die gesamten Volksleidenschaften wachrufen, so ist das ein Irrtum. Ein bestimmter Teil mag sich für solche Dinge begeistern, die Mehrheit bleibt kühl. Von allen wirklich großen (Streitfragen, welche früher unser Parteileben bewegten, ist heute nur eine einzige geblieben: die Armeefrage. Den weiten Lolksklassen, welche bei den Reichstagswahlen doch nun einmal den Ausschlag geben, ist es nicht gleich- giltig und kann es auch nicht gleichgiltig sein, wie viele Millionen im Jahre für militärische Zwecke ge­zahlt werden sollen. Das Heute und Morgen interessiert weite Kreise mehr, als alle Militärvor­lagen, und ein kluger Gesetzentwurf, der nicht über Maß und Ziel hinausschießt, würde auch später nicht allzuviel Stufregung verursachen, wenn nur die ge­samte Politik im Innern eine Volksftenndliche ist. Alle Welt sehnt sich nach einer Belebung des Ge­schäftes, alle Welt wünscht lohnende Arbeit, und Maßnahmen, welche diese zu verbürgen geeignet sind, ja selbst eine thatsächlich eintretende wirtschaftliche

Aufbesserung wird Über manches andere fortsehen lassen. Die große Menge der Bevölkerung wünscht heute keine wohlverklausulierten Parteiprogramme zu hören, sie wünscht Sicherung ihrer Existenz, und dieses Ziel will sie ohne Umschweife erreichen, dazu geht sie gerade durch.

Man darf nicht glauben, daß in der Bevölkerung die Neigung besteht, sich zu irgend welchen exzen­trischen Streichen mißbrauchen zu lassen. Früher waren, um uns so auszudrücken, die Parteien kühl, die Bevölkerung nervös. Heute ist es umgekehrt. Man hört die Frage innerhalb der Parteien heute aufwerfen: Welchen Kurs steuert die Reichsregierung jetzt, welches ist ihr Programm? Diese Fragen finden in den breiten Volkskreisen wenig Widerhall. Dort sagt man, was kümmert uns ein papiernes Programm, laßt uns Thaten sehen! Thateu, das ists! Wir brauchen heute, um einen Vergleich zu gebrauchen, zum Ausbau des Reichshauses keine stolzen Zinnen und Türme mehr, wir find bei der Kleinarbeit an­gekommen, welche das Reichshaus für die große Menge bequem machen soll. Solche Arbeit erscheint manchem Parlamentarier, der im großen Prinzipien- ftreit im Vordertreffen gestanden, kleinlich, nnd er hat deshalb hierüber die notwendige enge Fühlung mit der Volksseele unterlassen. Aber gerade das, was manchem geistvollen und berühmten Politiker nebensächlich erscheint, das ist heute die Hauptsache. Ueber so Manches, was die unteren Zehntausend heute so eifrig beschäftigt, lassen sich keine stolzen Reden halten, es ist dabei gar kein Parteistreit erforderlich. Wohl aber muß dabei gearbeitet werden, und diese Arbeit verlangt man.

Die große Wählerschaft kümmert sich blutwenig um Programm- undKursstreitigkeiten" zwischen Parteien und Reichsregiment. Sie verlangt die Be­rücksichtigung ihrer Interessen, die doch auch die eines bedentendm Volksteils genannt werden können. Es wäre wünschenswert, wenn die Parlamentarier aus­nahmslos sich mit den breiten Kreisen der Wähler­schaft wieder mehr beschäftigen und von ihnen ein kräfttges Wort hören wollten. Es trifft auch hier das Wort zu: Vox populi, vox dei!

Deutsches Reich.

W. Zlerkir», 4. Oktober. Unser Kaiser gedenkt bereits heute, Dienstag, Jagdschloß Rominten wieder zu verlassen, um direkt nach Potsdam znrück- znkehren. Dem Vernehmen nach ist die in Aussicht genommene Hofjagd in Hubertnsstock in der Schorf­

Auf Wronkermühle.

Original-Roman von E. D. H. Brandrup.

^Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

Fritz war stehen geblieben. Er hatte den Schreibsekretär wieder erreicht und blickte nur starr Mtf die auf der Platte liegenden Briefschaften. Reg-und bewegungslos verharrte er so eine ganze Weile. Dann stampfte er heftig mit dem Fuße auf den veißgescheuerten, mit Sand bestreuten Boden.

Ich kann nicht ich kann nicht! E' ist mir wimöglich, dieses Mädchen in den Armen eines Anderen zu sehen. Ich ich allein will es be- fitzen und müßte ich meine Seele darüber vollends «m Teufel verschreiben. Aber wie wie fange *4 es an, Lieschen den Glauben an den Geliebten gi nehmen." Er drückte die Hände gegen die steberisch zuckenden Schläfen:Ob ich ihr die Eifer­sucht in das Herz rede," flüsterte er dann,sie ge» Mckt an jene schöne Tochter Master Fly'S in «onfcon erinnere, von der Ernst in so beredten Sorten gleich in dem ersten Brief geschrieben, den « an Lieschen gerichtet? Er erzählte dem holden Mädchen damals, daß ihm die Erscheinung Miß Ellens mit der er fast täglich im Hause ihres «aters zusammen träfe, um so mehr frappiert hätte, sie ihn auf das lebhafteste an fein teueres

«eschen erinnere.---

»Auch in diesem mit Lamentationen über Lieschens Schweigen gespicktem Briese erwähnt er «er jungen Dame wieder, wenn auch beiläufig, neben ®er großen Neuigkeit, daß er im Auftrage seiner Ehefs nach Australien reifen würde, um dort eine «ommandite einzurichten.Leider," fo schreibt er vier, fetzte Fritz hinzu, in dem er den letzten Bries seines Vetters entfaltete,würde durch diesen Umstand

mein Besuch in der Heimat auf unbestimmte Zeit hinausg-schoben und"

Der junge Landwirt unterbrach sich feine Augen nahmen plötzlich einen wilden dämonischen Ausdruck an: . Ha, welch' ein Gedanke kommt mir da!" rief er nun, den Brief auf die Schreibplatte legend, welche glückliche Idee, mit einem Hiebe den Knoten zu durchhauen, vor dessen Lösung ich fünfzehn Monate hindurch ratlos gestanden habe." Er rieb die Hände; fein ganzes Wesen zeugte dabei von innerem Triumph, der Hoffnung, ein lange vorge­stecktes Ziel auch zu erreichen. Dann aber faßte feine Rechte wieder nach den Papieren, die er den Eltern, Lieschen und Ernst unterschlagen und den Kopf neigend, sagte er:Euch aber will ich vor allen Dingen unschädlich machen, denn ihr könntet leicht meine Pläne vernichten." Sein Auge suchte nach den Streichhölzern neben dem Licht auf dem Nachttischchen Sie standen jedoch heute nicht an ihrem gewohnten Platz. Eben wollte er sie dann von einem andern nehmen, als ein Schatten durch ras Fenster in das Gemach fiel. Herr Gottlieb 'tand draußen. Er war gerade vom Fefde gekommen und rief nun feinem Sohne zu:

Komm doch 'mal raus, mein Junge! Ich möchte ungestört über eine Geschäftsangelegenheit mit Dir sprechen."

Bin sofort bei Dir, Vater," entgegnete Fritz. Dabei warf er auch schon die auf diese Weise vor dem Feuertode bewahrten Briefschaften hastig in ihren früheren Aufbewahrungsort zurück Dann verschloß er den Sekretär und den Schlüssel zu sich leckend, verließ er dasStübchen," um sich zu dem seiner Harrenden in den Garten zu begeben. Eine Minute später schritten dann auch beide Männer langsam den Weg hinab, der zum Backhause führte.

Heide für spätere Zeit verschoben worden. Die Kaiserin erfreut sich andauernd des allerbesten Wohlbefindens. Auch das Befinden der jüngstge- borenen Prinzessin ist vorzüglich. Am Sonntag Vor­mittag wohnte die Kaiserin mit ihrer Umgebung dem vom Hofprediger Wendlandt abgehaltenen Gottesdienste in der Kapelle im Orangeriegebäude des Marmor- palais bei.Zur Einschränkung des Eisen­bahnbetriebes bringt der preußischeStaats­anzeiger" folgende Mitteilungen:Auf mehreren Strecken des Staatseisenbahnnetzes hat nach dem am 1. d. M. inkraft getretenen Winterfahrplan eine Ver­minderung der Personenzüge ftattgefunben. Diese Maßregel erschien geboten, da die aufgehobenen Züge selbst während der lebhaften Reifezeit des Sommers nur von einer sehr geringen Anzahl von Personen benutzt wurden. Hiernach mußte angenommen werden, daß ein allgemeines Bedürfnis des öffentlichen Verkehrs für die dauernde Beibehaltung dieser Züge nicht vor­liegt, so daß die Aufwendung erheblicher Kosten für die fernere Beförderung so gering benutzter Züge nicht zu rechtfertigen gewesen wäre. Die vorüber­gehende Einschränkung des Zugdienstes, welche durch die außerordentliche Verminderung des Reiseverkehrs auf einzelnen Strecken nach dem Ausbruch der Cholera geboten war, wird angesichts der erfteulichen Abnahme der Epidemie, wie zu hoffen, demnächst ganz ober doch zum größten Teil wieder rückgängig gemacht werden können". Auf dem platten Lande ist es ein verhängnisvoller Mißstand, daß Leichen von Personen, die an ansteckenden Krankheiten gestorben sind, in den allermeisten Fällen viele Stunden bis zur Beerdigung im Sterbehause verbleiben müssen. Es wird dadurch die Gefahr der Ansteckung für die Hausbewohner bedenklich vermehrt. Unter Hinweis auf die gegenwärtigen Gesundheitsverhältnisse fordert nunmehr das Kieler Konsistorium die Geistlichen auf, dahin zu wirken, daß die Kirchenvorstände den B a u von Leichenhallen ins Auge fassen. Dadurch würde einem großen Uebelstande abgeholfen werden, der sich namentlich in den kinderreichen Familien ländlicher Arbeiter, die auf sehr knapp beschränkte Wohnverhältnisse angewiesen find, fühlbar macht. Der Unterrichts-Minister hat sich veranlaßt gesehen, die Verfügung vom 16. Juni d. I. über das Ans- setzen des Nachmittagsunterrichts durch folgende Bemerkungen zu erläutern: Wenn festgesetzt worden ist, daß bei einer Temperatur von 25° C um 10 Uhr Vormittags der Nachmittagsunterricht und unter Umständen auch die letzte Stunde des Vor­mittagsunterrichts fortfallen sollen, so ist dies ge-

Nun, Vater, was ist's, was Du mir zu sagen hast?" fragte Fritz nach einer Weile.

Bist neugierig, mein Junge?" schmunzelte Herr Gottlieb. Dann legte er plötzlich die Hand auf den Arm des Sohnes und fragte:Sag' mal, hättest Du Lust, eine Reise ich meine eine weite, zu machen?"

Eine weite Reise ich?"

Na. reiß die Augen nur nicht gar zu weit auf, Fritz. Eine Reise ist doch nicht so etwas Ge­fährliches."

Keineswegs, aber ich wüßte nicht"

Weshalb ich eine solche antreten sollte, willst Du sagen? Nun, desto besser weiß ich es." Und sich räuspernd, fuhr Herr Wronker fort:Du wirst Dich erinnern, wie es mich neulich ärgerte, als der aufgeblasene Brylower immer und immer wieder auf feine paar Stück holländischen Viehs zu reden kam. Erbarm sich der Kerl that auch gerade, als könne er sich allein so etwas leisten. Um ihm aber zu zeigen, baß auf Wronkermühle auch noch Leute wohnen, die ihre gehörige Anzahl dop­pelte Kronen im Säckel haben, bin ich entschlossen, mir ebenfalls einige holländische Kühe und einen Bullen anzuschaffen. Da man nun aber durch Zwischenhändler leicht betrogen werben kann (ich glaube nämlich, dem Brylower sein Viehzeug ist gar nicht mal ganz echt)" warf hier Herr Wronker mit pfiffiger Miene ein,so habe ich mich ent­schlossen, Dich direkt nach Holland zu schicken"

, Ah!" rief Fritz unwillkürlich und ein trium­phierendes Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht War ihm doch bei dem WorteHolland" zugleich England" wieder in den Sinn gekommen. Damit aber auch die Jnirigue, welche er sich vorhin er­dacht, um Lieschen endgiltig von seinem Vetter zu

scheheu einmal um die Direktoren auf rechtzeitige Beob­achtung der Temperatur, woran es oft gefehlt hat, hinzuweisen, sodann aber um jede Unsicherheit über die Grenze ansznschließen, mit deren Erreichung jedes persönliche Befinden bei der zu treffenden Maßnahme aufzuhören hat. Selbstverständlich aber haben die Leiter der höheren Schulen nicht der pflichtmäßigen Prüfung überhoben werden sollen, ob ungewöhnliche Temperaturverhältnisie mit Rücksicht auf abspannende Hitze der vorangegangenen Tage, auf fortbestehende Schwüle in den Klassen, auf die Länge des von den Schülern zurückzulegenden Weges zur Schule u. s. w. nicht den Ausfall eines Teils des Unterrichts rötlich erscheinen lassen, auch ohne daß ftüh um 10 Uhr die am angegebenen Orte bezeichnete Temperatur erreicht worden ist. Die Verfügung vom 16. Juni d. I. ist darauf berechnet, groben Mißgriffen für die Zukunft nach Möglichkeit vorzubeugen; aber eine erziehlich und gesundheitlich die Jugend schonende und fördernde Behandlung der Angelegenheit bleibt selbst­verständlich von der aufmerksamen Fürsorge und der tattvollen Beurteilung der Männer abhängig, denen die Leitung unserer höheren Schulen anvertraut ist. Die allgemein bekannt gewordene Thatsache, daß in neuester Zeit auch von Allerhöchster Stelle eine ver­ständige Einschränkung des Unterrichts bei ungewöhn­licher Hitze anbefohlen worden ist, steigert die Ver­pflichtung, die in dieser Hinsicht den Leitern unserer höheren Lehranstalten obliegt.

Ilochn«, 3. Oktober. Der neue Bochumer Prozeß hat ein rasches, aber erftenliches Ende ge­funden. Es wird darüber aus Essen berichtet: Der Präsident Landgerichtsrat Thöne eröffnete den Be­leidigungsprozeß Baare-Fnsangel mit der Anfforde- rung an die Parteien, im Interesse des öffentlichen Friedens einen Vergleich herbeizuführen, der beiden Parteien nur zur Ehre gereichen könne. Der sogen. Stempelfälschungsprozeß habe einen ehrenvollen Ver­gleich ermöglicht. Aus diesem sei insbesondere die Person des Kommerzienrats Baare intakt hervorge­gangen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien völlig widerlegt und das Ansehen des Bochumer Vereins sei nicht nur wiederhergestellt, sondern noch befestigt worden. Aber auch bezüglich Fusangels habe diese Verhandlung ergeben, daß er kein Ver­leumder im Sinne des Gesetzes fei, sondern daß er nur im guten Glauben gehandelt habe. Die Parteien seien daher in der Lage, einen für beide Teile ehren­vollen Vergleich zu schließen. Der Präsident fügt hinzu, daß er diese Worte aus eigener Initiative, ohne von Jemandem dazu aufgefordert zu fein, an

trennen, der schändliche Plan, zu dessen Verwirk­lichung er gerade auf dieser Reise so unendlich viel tSjun konnte.

Na, Du scheinst Dich ja meiner Idee zu freuen," sagte Herr Gottlieb jetzt wieder. Ver­meinte er doch nicht anders, als daß sich das frohe Ah seines Sohnes nur auf die ihm selbst im Kopfe herumgehendenKühe und Bullen" beziehen könnte. Doch was ich noch sagen wollte," setzte der alte Herr gleich darauf hinzu,ich weiß ja, daß Du einen richtigen Viehverstand" besitzest und Dir beim Einkauf nichts Schlechtes auffchwindeln lassen wirst."

Gewiß nicht, Vater", nickte Fritzdenn ich kenne die Abzeichen der holländischen Rasse ganz genau."

Na, gut und wann gedenkst Du denn zu reifen ?"

Wenn Du es haben willst, Vater schon morgen."

Bist ein guter, gehorsamer Sohn, Fritz Zur Belohnung aber soll es Dir auch an einem ver­nünftigen Reisegeld nicht fehlen. Kannst Dich dann n Holland gleich ein bischen aufmerksamer um» eben. Denn was Land- und Viehwirtschaft anbe­trifft, sollen uns die dortigen Bauern doch wirklich über fein.* . .

Da Fritz zu den letzten Worten des Vaters nur den Kopf neigte, fuhr der Alte fort:

Uebrigens gedenke ich in nächster Zeit ebenfalls einen kleinen Ausflug zu machen. Ich will nämlich über Stettin, wo ich unseren alten Geschäftsfreund Walter besuchen werde, nach Berlin reisen. Möchte mir das große Dorf auch 'mal ansehen. Um so ieber, als wir in der letzten Zeit verschiedentlich Holz auch dort verkauft haben." (Forts, folgt.)