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Wöchenlliche BeUagm: Kreis-Matt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.

Sebtrttion 8«nb ^pedition^Markt M."bu' Illustriertes SonntagsSlatt. Redaktion und Expedition^ Markt"si° *" 3Wai6rfl

frfättat *n akrft9L** Somi-mld Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blatte».

^a,rnti=8fl7°^e^CHt8o^on«6 or mF ®E,e/ sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in _

bition 2 SRI., bei allen Postämtern 2 Ml. 28 Psg. (exkl. , Frankfurt a. M., Cassel, Maadebnra und Wien- Rudolk XXVII

h?Pr9,ir,8ÄtnC 8eiIe Freitag, 16. September 1892. Moss- iu Frankfurt M., Berlin, Dlunchen?Köl'nL. ' ^ayrgang.

10 Pfg., Reklamen für die Zeile 28 Psg,_____________" __Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, PariSi

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Fritz, um ihr einen Schlüssel abzuliefern, den ich gemacht hatte. Aber die gute Dame ließ sich kaum Zeit, mir ein paar Worte zu sagen, so sehr saß sie in der Arbeit.*

Es gilt für den Empfang unserer Jungen zu sorgen!* rief sie mir nur zu,denn daß Jhr's nur wißt, Raddatz, übermorgen haben wir Fritz und Ernst wieder daheim.* Dabei glitt es wie lichter Sonnenschein über das Gesicht Frau Wronkers in ihren Augen glänzten Thränen und

Doch ich will Sie nicht aufhalten, junge Herren,* unterbrach sich Raddatz hier, als er bemertte, wie der Ausdruck leichter Ungeduld über das Gesicht Fritz Wronkers glitt.

Der Letztere hatte denn auch nur ein paar flüchtige Worte für die treue Seele, dann nickte er mit dem Kopf und schritt wieder fürbaß. Ernst dagegen legte freundlich seine Hand auf die Schulter des Schmieds und sagte in herzlichem Ton:

Jetzt drängt es uns wirklich, vor allen Dingen unsere Lieben zu umarmen. Am Abend aber kommen wir gewiß auch noch auf ein Stündchen zu Ihnen in den Krug, alter Freund, da Sie auch äußerlich noch immer der gute Raddatz von ehemals sind. Die Zeit geht eben spurlos an Ihnen vorüber, Schmied.* Dann wandte sich auch der junge Maschinenbauer grüßend von Meister Raddatz ab und hatte in wenigen Sätzen den Vetter erreicht. Der Schmied aber stand noch lange an seinem Platze und schaute den beiden jugendlichen Gestalten nach bis sich hinter ihnen die grüngestrichene Haus- thür des herrschaftlichen Wohngebäudes geschlossen.

Dann erst wandte auch Raddatz sich jedoch nicht wieder der Schmiede, sondern dem Gasthause u, dessen Pächter er ja ebenfalls war. Während >es Gehens aber murmelte er vor sich hin:

(Fortsetzung.)

Wronkermühle, mein liebes Wronkermühle!* nef jetzt mit tiefer Bewegung der Sohn des Besitzers. Und welche Scrupel er auch vorhin gehegt, schon heute bei den Seinen einzutreffen, so stürmte er jetzt förmlich die Straße hinab, welche ihm Vater und Mutter in die Arme führen sollte....

Prächtige Jungen, alle Beide. Aber der Ernst ist doch noch der Bessere, denn er kennt keinen Hoch­mut und hat mich noch immer lieb. Ra, die Freude des Wiedersehens ist mir denn auch so in die alten Knochen gefahren, daß sie ordentlich das Zittern bekommen haben. Dafür weiß ich jedoch ein gutes Mittel,* setzte der Schmied hinzu. Und nun rasch die Schwelle seines Hauses überschreitend, stand er bald in der Gaststube hinter dem Schanktisch. Hier griff er hastig nach einer Flasche Kornbranntwein. Schnell füllte er sich ein großes Glas mit dem starken Getränk. Nachdem er dasselbe auf einen Zug hinuntergestürzt, schwenkte er das geleerte Glas über die Schütter weg aus wie es so im Posen- scheu bei den Landleuten Sitte oder vielmehr Unsitte ist. Geschieht es doch oft, daß ein hinter dem Trinker stehender Fremder, der in diesem Gebrauch uneingeweiht ist hierbei eine Quantität Brannt­wein in das Gesicht bekommt. Sich ein zweites Glas vollschenkend, murmelte er:Auf das Wohl Ernst Brenners trinke ich dieses Glas der mir in >as Herz gewachsen ist, als wäre er mein eigen Fleisch und Blüh vielleicht, weil ich ihm einst das Leben gerettet habe. Brr, wenn ich noch daran denke, wie mir zu Mute war, als ich vor fünfzehn Jahren am ersten Weihnachtsfeiertage genau von ieser Stelle aus auf den Karpfenteich hinüberschaute. Der Zufall hatte es gewollt, daß ich den Wunsch gehegt, einmal einenKleinen* abzubeißen und da sah ich*

Zufall Zufall, na, den Zufall kennt man schon!* ließ sich in diesem Augenblick eine kräf­tige Frauenstimme von der geöffneten Küchenthür aus hören.Also wirklich, der reine Zufall setzt Dir die Branntweinflasche immer wieder an die Lippen.* Dabei stand auch schon Frau Katharine,

Deutsches Reich.

W. Z8erlin, 15. Sept. Unser Kaiser begab sich am Mittwoch Morgen vom Marmorpalais be Potsdam zum Plantagenhause, um von dort aus an einer Anjagd mit der Meute teilzunehmen. Später arbeitete der Kaiser mit dem Chef des Zivilkabinets. Heber das Befinden der Kaiserin ist am Mittwoch folgendes Bulletin ausgegeben worden: Die Kaiserin befindet sich nach einer befriedigenden Nacht recht wohl, desgleichen die neugeborene Prin­zessin. Marmorpalais, den 14. September 1892. Dr. Olshausen. Dr. Zumber.* Unmittelbar nach der Enthüllungsfeier des Kaiser Wilhelm-Denk­mals in Metz, die am Sonntag stattfand, hatte der Statthalter Fürst Hohenlohe dem Kaiser einen Drahtbericht erstattet, welchen der Kaiser auf dem gleichen Wege beantworten ließ; je weniger es ihm möglich gewesen sei, der Enthüllung gerade dieses Denkmals seines Großvaters beizuwohnen, um so freudiger habe ihn der würdige Verlauf der Feier und die zahlreiche patriottsche Beteiligung an derselben berührt. DieNat.-Ztg.* erfährt von zuverlässiger Seite über die Unterredung des Kaisers mit dem New-Aorker Piano - Fabrikanten S t e i n w a y: Auf die Bemerkung Steinways, die Deutschen würden dem Kaiser, falls derselbe die Weltausstellung in Chicago besuchte, den wärmsten Empfang bereiten, antwortete der Kaiser:That is not at all impos= sible 1" Im Fortgänge der Unterredung wurde diese Frage jedoch nicht weiter berührt, namentlich ein Besuch des Kaisers in Chicago nicht in Aussicht ge­stellt. Zu der Meldung der in Magdeburg er­scheinendenIsrael. Wochschr." von der Kundgebung des Kaisers gegen die antisemitischen

irol. chwarz-, ahrt mit Königs-

Auf Wronkermühle.

Original-Roman von E. D. H. Brandrup.

(Nachdruck verboten, j

Wühlereien wird derBerl. Börsenztg.", also einem sicherlich nicht als antisemitisch zu bezeichnenden Blatte, geschrieben:An dieser Aeußerung Seiner Majestät auch nicht ein wahres Wort. Se. Majestät kennen den Oberstleutnant von Moßner damals Leutnant Moßner im 7. Husaren - Regiment aus der Bonner Zeit, mögen ihn von daher gerne und machten ihn zum Kommandeur des Garde­husaren - Regiments. In der Garde erwartete man die Ernennung zum Flügeladjutanten schon im vorigen Jahr, aus einem besonderen Grunde unterblieb sie damals. Mit dem Antisemittsmus hat diese Er­nennung absolut nichts zu thun.* Die jetzt durch die Blätter gehende Mitteilung, daß die Bestimmungen über die Sonntagsruhe in Industrie und Gewerbe keinesfalls schon mit dem ersten Oktober in Kraft treten, ist lediglich eine Wiederholung und Bestätigung dessen, was man längst wußte. Der erste Januar 1893 gilt für den frühesten Termin, an welchem dieser Teil der Sonntagsruhe eingeführt werden kann, denn die Ausführnngsbestimmungen machen ganz un­gewöhnliche Schwierigkeiten und wie die Beteiligten versichern, weit größere, als seiner Zeit die Sonntags­ruhe im Handelsgewerbe. Erhebungen über die Arbeitszeit im Bäckerei- und Konditorei-, sowie im Handelsgewerbe finden gegenwärttg im ganzen deutschen Reiche, derN. A. Z.* zufolge, statt. DerReichsanzeiger" meldet: Laut Bekanntmachung des neuernannten Reichskommissars für Ge­sundheitspflege im Sttomgebiet der Elbe wurden zunächst sieben ärztliche Konttollstationen und zwar in Altona, Hamburg, Lanenburg, Wittenberg, Rathenow, Potsdam und Berlin errichtet. Es sind Zweifel darüber entstanden, wie bei Fest­setzung der Pensionen von Lehrern an höheren U n t e r r i ch t s an st a l t e n das von den ersteren abgeleistete Probejahr im Sinne des § 14 Nr. 5 des Pensionsgesetzes vom 27. März 1872 zu berechnen ist, insbesondere welcher Tag bei den allgemein zur Bezeichnung des Beginns des Probejahres gebräuchlichen ZeitbenennungenOstern u. s. w." der Berechnung der pensionsfähigen Dienst­zeit zugrunde zu legen ist. Zur Herbeiführung eines gleichmäßigen Verfahrens hat der Unterrichts-Minister im Einverständnis mit dem Finanz-Minister bestimmt, daß bei Feststellung der pensionsfähigen Dienstzeit der Lehrer an höheren Unterrichtsanstalten das mit einem Schuljahr zusammenfallende Probejahr unab­hängig von seiner thatsächlichen Dauer als volles Dienstjahr anzurechnen ist, gleichviel, ob dasselbe je nach der Lage zweier aufeinander folgender Oster-

wie.

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feste einige Tage mehr oder weniger als den Zeitraum eines Kalenderjahres umfaßt hat. Da es nach Nr. 16 der Erläuterungen und Ansführungsbe- stimmungen zu den Lehrplänen und Lehraufgaben für die höheren Schulen vom 6. Januar d. Is. in der Absicht der Unterrichtsverwaltnug liegt, neue Lehrbücher für den Unterricht an höheren Schulen aus der Praxis heraus erwachsen zu lassen, so ist, wie der Unterrichts - Minister auf eine Eingabe er­widert hat, vorläufig der Zeitpuntt, wann zu einer Aenderung in dem Bestände der bisher gebrauchten Bücher geschritten werden kann, noch nicht zu be­stimmen. Aus der neuesten Lebensmittel­preis-Tabelle der ©tat. Korr. ergiebt sich, daß die Getteidepretse im August einen Absturz er­litten haben, welcher in der Preisstattstik der Neuzeit geradezu beispiellos ist. Auch die Mehlpreise find sehr gesunken, jedoch nicht in demselben Verhältnis tote die Getreidepreise. Die Kartoffelpreise zeigen an den meisten Marktorten erhebliche Preisrückgänge, wogegen die Fleischpreise eher eine Neigung zum Steigen bekunden. Nach derVoss. Ztg." be­stätigt es sich, daß die französische Regierung in Berlin darüber Beschwerde erhoben hat, daß deutsche Handelshäuser in Westafrika den König von Dahomey mit Waffen und Muuitton versorgt haben. Man hat in Berlin zunächst eingehendere und greif­barere Beweise dafür verlangt, daß und inwieweit die Beschuldigung begründet ist. Nur wenn solche zu erbringen sind, hat die Reichsregierung sich bereit erklärt, in vollem Umfange die Uebelstände, über welche Beschwerde geführt worden ist, zu befeitigen. Zu demselben Thema bemerfte auch schon dieNordd. Allg. Zig.*, daß die Meldungen, dem Könige von Dahomey sei bei dem gegenwärtigen Kampfe mit Frankreich Kriegsmaterial vom deutschen Togogebiet zugeführt worden, jeder Gmndlage entbehren, da die kaiserlichen Behörden in Togo angewiesen sind, mit allen Mitteln die Zufuhr von Waffen und Munition nach Dahomey zu verhindern. Diese Angelegenheit ist übrigens schon zur fixen Idee der Pariser Journale geworden. Allemal, wenn die ftanzösischen Soldaten gegen die Dahomeykrieger nichts ausrichten können, kommt die Geschichte von den deutschen Waffen­lieferungen. Ein Sündenbock muß doch sein. Durch die vereinte Kraft der Reichsregierung und des reutschen Frauenvereins für Krankenpflege in >en Kolouieeu hat nun auch Kamerun ein Krankenhaus erhalten. Nur Deuffch-Togo entbehrt noch einer solchen Anstatt, obwohl sie gerade dort am notwendigsten ist.

eubestellungen auf das 4. Quarta i derOb er hessisch en Zeitung" nebst ihren BeiblätternKreisblatt für die Kreise Marburg und Kirch­hain" sowieIllustriertes Sonn­tagsblatt" werden schon vom heutigen Tage ab entgegengenommen. Neuzugehende Abonnenten in hiesiger Stadt erhalten die Zeitung vom Tage der Bestellung ab zuge­sandt, ebenso die Abonnenten außerhalb, so­bald sie die Postquittung nebst genauer Adresse an uns einsenden.

Die Exped. d. Oberh. Ztg.

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20 Pf., 2 M., 18 Mk., Mk.

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kündiget ranziger, üchttge» Jahren f. unter e Exped. iche.

. Vor der Schmiede wartete der Ankommenden ledoch ein kleiner Aufenthalt. Der Schmied, in »eldjem wir zugleich den Krüger des Dorfes, Mrurgen und Tausendkünstler kennen lernen, hatte «e beiden jungen Leute schon längst von seiner Werkstatt aus durch ein kleines Fenster bemerkt, An. dem aus er gern hin und wieder auf die Land­straße blickte. Neugierig, wie nun einmal 2anb- «Hte find, war er auch nicht mehr von seinem Veobachterposten gewichen. Dabei zerbrach er sich «n Kopf, wer denn die Stadtherren eigentlich sein Möchten, die bei dieser großen Hitze den Weg nach «r abgelegenen Wronkermühle zu Fuß machten, «ange währte die Unwissenheit hierüber jedoch bei chm nicht. Als sein scharfes Auge dann aber die Ankömmlinge erkannte, flog ein freudiges Leuchten wer das volle gute Gesicht des Mannes. Eilig «at er nun aus der Schmiede hinaus und stellte sich breit mitten auf den Weg:

(5078Grüß' Gott, junge Herren !* rief er den Heim- Werben jetzt mit mächtiger Stimme entgegen.

. «Nb mit der gewaltigen Rechten die Hände der tereL Ottern schüttelnd, daß sie in allen Gelenken knackten, ywwNe er noch:Wird das aber eine Freude werden!

War erst vorhin bei Ihrem Mütterchen, Herr

Ein Allerhöchster Erlaß vom 28. Juli 1892 über dir Titel und Rangverhältnisse der Leiter und Lehrer an den höheren Un terrich tsanst alten führt Aenderungen der bisherigen Vorschriften herbei. Es wird darin be­stimmt, daß:

1. die Letter der dem Unterrichts-Ministerium unterstellten höheren Lehranstalten von geringerer als neunjähriger Kursusdauer d. h. der Progymuasien, Real-Progymnasien, Realschulen und höheren Bürger­schulen künftig die AmtsbezeichnungDirektor" führen und zur fünften Rcmgklasse der höheren Provinzial­beamten gehören, aber gegebenenfalls zur Verleihung des persönlichen Ranges als Räte vierter Klaffe in Vorschlag gebracht werden können, sofern sie eine zwölfjährige Schuldienstzeit von der Beendigung des Probejahres ab zurückgelegt haben; 2. daß die wissen­schaftlichen Lehrer aller nachbenannten höheren Unter­richtsanftalten: der Gymnasien, Realgymnasien, Ober- Realschulen, Progymuasien, Real - Progymuasien, Realschulen und höheren Bürgerschulen die Amtsbe­zeichnungOberlehrer" führen und der fünften Raugklasse der höheren Provinzialbeamten angehören, daß ferner einem Teil derselben bis zu einem Dritteil der Gesamtzahl der Charatter Professor und der Hälfte der Professoren der Rang der Räte vierter Klasse verliehen werden kann, fofern sie eine zwölf­jährige Schuldienstzeit von der Beendigung des Probejahres ab zurückgelegt haben; 3. die Ernennung und bei nichtstaatlichen oder nicht vom Staat ver­walteten höheren Lehranstalten die Bestätigung der zu 1 bezeichneten Leiter höherer Unterrichtsanftalten, desgleichen die Verleihung der vierten Rangklaffe an dieselben sowie an die zu 2 bezeichneten Professoren Seiner Majestät Vorbehalten bleibt; 4. die Ernennung und Bestätigung der Professoren an den höheren Unterrichtsanstalten soweit dieselbe nicht in geeigneten Fällen von Seiner Majestät erfolgt, dem Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegen- heiten zusteht; 5. die Ernennung und Bestätigung der Oberlehrer durch die Provinzial-Schnlkollegien erfolgt.

Abgesehen davon, daß diese Verhältnisse für alle Lehrer an den öffentlichen höheren Unterrichtsanftalten, die dem Unterrichts-Ministerium unterstellt find, also auch für die Lehrer an den nichtstaatlichen Schulen, geregelt werden, wird durch die Verleihung der Amts­bezeichnungOberlehrer" an die wissenschaftlichen Lehrer eine angemessene Unterscheidung derselben von den Elementarlehrern und ein für den Verkehr mit den Schülern und deren Eltern brauchbarer und ein­heitlicher Titel für jene Lehrer gewonnen; es wttd

des durstigen Raddatz energische Hausfrau, welche nur die letzten Worte des Schmiedes gehört neben dem Gatten. Der aber ließ sich nicht im geringsten außer Fassung bringen sondern sagte ruhig:

Nun, wenn e» nicht der Zufall war, so nennen wir es Gottes Fügung."

Gottes Fügung, Du Lästermaul!des Teufels Fügung, willst Du wohl sagen. Alter, schäme Dich, ö dm Namen des Herrn mit Deinem Durst in Verbindung zu bringen."

Scheinst gar nicht zu wissen, von was ich rede, Katharine!* erwiderte der Schmied.Auch Du nanntest es ja damals vor jenm fünfzehn Jahren Bottes Fügung, daß ich gerade in dem MomeM jinausehen mußte, als der Ernst beim Schlittschuh. aufen einbrach und"

Sprichst Du davon, Atter?* fragte Frau Katharine.Nun fteilich, das war auch Gottes Fügung! Herr, Du meine Güte, wenn ich noch an )en Tag an die Stunde denke! Ohne ein Wort zu sprechen, setztest Du die Flasche, die Du doch eben erst ergriffen, wieder auf den Tisch zurück. Dann uhrst Du wie der Wind zur Thür hinaus, daß ich »achte, Du wärst plötzlich übergeschnappt Mit einem s stuck hattest Du nun die lange Feuerleiter von dem Haken am Wagenschuppen heruntergerissen und liefst wrnit dem Karpfenteich zu, als wär's nur ein Feder- äckchen, das Du auf den Schultern trugst. Jetzt )örte ich aber ein jämmerliches Geschrei und an das Fenster tretend, sah ich nun ebenfalls trotz meiner umsichtigen Augen auf der weißen Decke des Teiches einen dunklen Fleck, in dem ich den Oberkörper eines Kindes erkannte. Du aber hattest schon die Leiter auf das Eis geschoben und krochst auf den Sprossen derselben wie eine Katze auf allen