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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und (WU**♦!*■•♦*♦ * Auzeigm nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,
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vestälgeld)^ JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile DuUNkrAlllll, 15. SCtitCöluCr 1892. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
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Wöchenüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
und Verlag: Job, Ang. Koch, UniverfitätS-Buchdruckerei in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg
Redaktion und Expedition: Markt 21. wVmHUyVlllllil* Redaktion und Expedition: Markt 21.
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«Neubestellungen auf das 4. Quartal *V der „Ob er hessisch en Zeitung" nebst ihren Beiblättern „Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain" sowie „Illustriertes Sonntagsblatt" werden schon vom heutigen Tage ab entgegengenommen. Neuzugehende Abonnenten in hiesiger Stadt erhalten die
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Die Exped. d. Oberh. Ztg.
Die Geburt einer kaiserlichen
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Prinzessin.
Das offizielle Bulletin, welches anläßlich der Ent
bindung der Kaiserin am Dienstag stütz ausgegeben
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wurde, lautet: Ihre Majestät die Kaiserin und Königin sind heute 3'/2 Uhr früh von einer gesunden, stäftigen Prinzessin entbunden worden. Ihre Majestät und dir Prinzessin befinden sich wohl. Marmorpalais, den 13. September 1892. Dr. Olshausen. Dr. Juncker. — Der Kaiser weilte während der Niederkunft der Kaiserin im Marmorpalais. Die Mitglieder der königl. Familie, die verwandten und befreundeten Höfe wurden vom Kaiser sofort telegraphisch von dem freudigen Familieuereignis in Kenntnis gesetzt. Im Laufe des Tages trafen alsdann die Glückwunschtelegramme von sämtlichen Höfen, den Mitgliedern der kgl. Familie, von fürstlichen Höfen rc. im Marmorpalais ein. Der Bevölkerung wurde das steudige Ereignis um 8 Uhr morgens durch die Salutschüsse der 2. reitenden Batterie des 2. Garde-Feldartillerie-
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regiments mitgeteilt, welche im Potsdamer Lustgarten 36 Schuß abgab. Die Einwohnerschaft Potsdams «ahm den fteudigsten Anteil. Ueberall war an den Häusern schon in der Frühe Flaggenschmuck angebracht. — Aus Anlaß der Geburt der kaiserlichen Prinzessin trugen alle öffentlichen und viele private Gebäude Berlins festlichen Fahnen- und Flaggen- fchmuck. Auf dem kaiserlichen Schlosse war außer der purpurnen Königsstandarte noch die gelbe Kaiserstandarte und der rote kurbrandenburgische Adler in weißem Felde gehißt. Das Wehen und Flattem allerhand Freudenzeichen, unter denen auch die fchleswig-holsteinischen blau-gelb-rot-weißen Farben
ich zeigten, in dem frischen Winde und bei dem »errlichen Wetter gab der Reichshauptstadt ein überaus festliches Gepräge. Von den Kindern unseres Kaiserpaares sind im Marmorpalais geboren: Kron- ninz Friedrich Wilhelm am 6. Mai 1882, Prinz Eitel Friedrich am 7. Juli 1883, Prinz Adalbert am 14. Juli 1884, Prinz Oskar am 27. Juli 1887, und die heute dem Kaiserpaar bcscheerte erste Prinzessin. Hier war es, wo Kaiser Wilhelm I. bei der Geburt deS Kronprinzen rief: „Hurrah, vier Kaiser!"
Die neugeborene Tochter des Kaisers ist diesünf- zehnte der jetzt lebenden weiblichen Hohenzollern neben den fünfundzwanzig männlichen Sprößlingen des Herrscherhauses, das jetzt vierzig Mitglieder zählt. Der Kindersegen der Hohenzollern ist im Allgemeinen stets reich gewesen. Kurfürst Albrecht Achilles wurde in seinen beiden Ehen mit nicht weniger als 21 Kindern beschenkt, unter denen sich 10 Söhne und 11 Töchter befanden. Joachim Friedrich und Joachim II. waren ebenfalls reich gesegnet, jeder von ihnen besaß zehn Kinder. Dem Kurfürsten Johann Georg wurden in drei Ehen sogar 22 Kinder bescheert. Der Große Kurfürst erhielt in der ersten Ehe mit Luise von Oranien fünf Söhne und eine Tochter und in seiner zweiten Ehe mit Dorothea von Holstein-Glücksburg vier Söhne und drei Töchter. Obwohl König Friedrich I. dreimal vermählt war, erhielt er in erster Ehe nur eine Tochter und in zweiter Ehe nur zwei Söhne, von welchen der älteste schon im Alter von 4 Monaten verstarb. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm I., erfreute sich in seiner langen Ehe mit Königin Sophie Dorothea einer Zahl von vierzehn Kindern (sieben Söhnen und sieben Töchtern). Friedrich der Große und Friedrich Wilhelm IV. waren die einzigen Regenten, welchen -Kinder nicht beschieden waren. Dagegen hatte Friedrich Wilhelm II. in erster Ehe eine Tochter, in zweiter Ehe vier Söhne und drei Töchter. Sein Sohn Friedrich Wilhelm HI. wurde von der Königin Luise mit zehn Andern, 5 Söhnen und Töchtern, beschenkt, von welchen Prinzeß Friederike im Alter von 4 Monaten und Prinz Ferdinand im Alter von 11/2 Jahren verschieden. Dem Kaiser Friedrich wurden acht Ander geboren, von denen zwei Prinzen schon im jugendliche« Alter verstarben.
Deutsches Reich.
W. Aerli«, 14. Sept. Unser Kaiser unternahm am Dienstag Vormittag einen längeren Spazierritt in die Umgebung von Potsdam und arbeitete
nach der Rückkehr ins Marmorpalais mit den Chefs )es Zivil- und Militärkabinetts. Alsdann nahm der Kaiser die regelmäßigen Marinevorträge entgegen und empfing den Reichskanzler Grafen Caprivi, sowie den Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg. Zahlreiche hochgestellte Personen statteten aus Anlaß der Entbindung der Kaiserin Gratulationsbesuche im Marmorpalais ab. Das Befinden der Kaiserin, owie der neugeborenen Prinzessin sind durchaus be- riedigend. — 30 000 Mark hat unser Kaiser für )ie Notleidenden in Hamburg gespendet. Es rürfte in den nächsten Tagen sich ein großes Zentralkomitee für Hamburg bilden und zu Sammlungen auffordern. — Der Reichskanzler hat in der Frage der S e u ch e n a b w e h r die Initiative ergriffen und das Reichsgesundheitsamt mit der Ausarbeitung eines Reichsseuchengesetzes beauftragt. — Der preußische Landtag wird Anfangs, der Reichstag in der zweiten Hälfte des November zusammentreten. — Das preußische Staatsministerium tritt am Donnerstag zusammen, um über die Einzelheiten der Steuerreform zu beraten. In der Sitzung dürfte auch über andere Fragen beraten werden und der gesamte Arbeitsplan für den Landtag festgestellt werden. — Ueber den Wachstum der Militärausgaben im deutschen Reiche bringen einige Zeitungen bemerkenswerte Ziffern. Seit 1872 ist der Militär- Etat von 309 auf 510 Millionen Mark pro Jahr gestiegen; insgesamt sind an laufenden und einmaligen Ausgaben seit dem letzten Stiege in Deutschland 11597 Millionen für Wehrzwecke aufgewendet. Die verzinsliche Reichsschuld ist seit 1877 von 16,3 Millionen Mark auf 1684 Millionen angeschwollen. Die Summe ist sicher bedeutend, aber doch nur etwa halb so groß, wie die, welche Frankreich seit dem NationaMege für Mlitär und Marine gezahlt hat. — Der zehnte bayerische Handwerkertag nahm außer einer Resolution, die dahin geht, an die handwerkerfreundlichen Parteien im Reichstag die Bitte zu richten, auch fernerhin mit Entschiedenheit und Thatkraft für den Befähigungsnachweis und die obligatorische Innung einzutreten, eine solche an, in der es heißt: Der Handwerkertag beschließt, inanbetracht der Erklärung des Staatssekretärs von Bötticher in der Reichstagssitzung vom 24. November vorigen Jahres den Entwurf der Organisation des Handwerks zunächst abwarten und in der Zwischenzeit den Reichskanzler bitten zu wollen, daß die in Aussicht gestellte Organisation dem Reichstage in dieser Session vorgelegt werde, damit die berufenen Vertreter des Handwerks hierzu Stellung nehmen
können. — Gelegentlich der letzten Versammlung des westfälischen Bauernvereins führte Frhr. v. Schorlemer-Alst aus, die Notwendigkeit, daß für die Landwirtschaft etwas geschehen müsse, ergebe sich auch aus der großen Verschuldung des Grundbesitzes, welche etwa für ganz Deutschland 50 Milliarden Mk. betrage, die Schulden nehmen allein für Preußen noch um 800 Mill. Mk. jährlich zu. Der Redner warnte vor Ueberschätzung des Grundbesitzes bei Vererbungen u. s. w. Ferner sei dringend die Eintragung der Höfe in die Landgüterrolle zu empfehlen, eine äußerst nützliche Einrichtung, von der leider noch o wenig Gebrauch gemacht werde. — Der preußische Minister des Innern hat Erhebungen über die Sterbekassen angeordnet. Er empfindet vor allem Bedenken gegen solche Sterbekassen, die weder Jahresbeiträge erheben, noch im Voraus festbestimmte Sterbegelder gewähren, sondern im Todesfälle eines Mitgliedes eine Umlage auf die klebrigen veranstalten, deren Ertrag nach Abzug eines gewissen Satzes für Verwaltungskosten als Sterbegeld an die Hinterbliebenen zur Auszahlung gelangt. — Der durch seine hervorragende Thätigkeit bei den Kämpfen in Ostafrika bekannte Feldwebel der ostafrikanischen Schutztruppe, Kühne, ist dieser Tage in Beuthen an Lungenentzündung plötzlich gestorben, ehe er an einem der ihm zu Ehren von seinen oberschlestschen Landsleuten geplanten Feste hat teilnehmen können. Er hat nur 2 Wochen in der Heimat gelebt, in der er sich aufgrund seiner militärischen Dienstzeit eine Zivilversorgung zu verschaffen gedachte.
Hessen -Nassau.
Warvnrg, 14. Septbr. (Ministerialver- fügung.) Der Kultusminister hat an die Königlichen Regierungen folgende Verfügung erlassen: „Bis znm Ablauf des Rechnungsjahres 1891/92 konnten die staatlichen Dienstalterszulagen den Volksschullehrern und Lehrerinnen nach der Bezeichnung der hierzu ausgesetzten Mittel im Staatshaushalt und nach der bei ihrer Bereitstellung maßgebend gewesenen Absicht nur als jederzeit widerrufliche Zulage gewährt werden. Durch den am 1. April in Kraft getretenen Staatshaushaltsetat ist eine Trennung des Fonds zu Dienstalterszulagen für Volksschullehrer und Lehrerinnen von dem Fonds zu sonstigen persönlichen Zulagen und Unterstützungen für Elementarlehrer herbeigeführt und für die Dienstaltersznlagen der Vorbehalt des Widerrufs beseitigt. Die nach den Bestimmungen des Runderlasses vom 28. Juni 1890
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Auf Wroukermühle.
Original-Roman von E. D. H. Brandrup.
[Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Von neuem holte Herr Michel tief Atem. Die Erinnerung an diese Stunde vor neunundzwanzig Jahren schien ihm mehr als qualvoll zu sein. Es «ar totenstill in dem traulichen Gemach. Wie ein Alp lag e» ja auf dem Auditorium des alten Herrn. Lieschen nur hatte sich dicht an den Großvater geschmiegt und seine Wange kosend, blickte sie feuchten Auges zu ihm auf.
So vergingen bange Sekunden. Dann begann Herr Michel wieder: „Mit bebenben Händen hatte ich die Schublade herausgezogen, in der ich stets die Gelder aufbewahrte, welche ich im Haufe behielt. Gleich der erste Blick zeigte mir, wie hier unbefugte Hände thätig gewesen. Und bald sah ich denn auch, daß mir fünfhundert Thaler in doppelten Friedrichs- boren fehlten Ich stand wie gelähmt. Ein wehes, überwältigendes Gefühl hatte sich meiner Seele bemächtigt. Wie in einer Offenbarung klang mir ja der Name deffen in die Ohren, der den Diebstah begangen.
„Der eigene Sohn!" stöhnte ich dann und rang die Hände. „Aber nein, nein, es konnte, es durfte nicht fein: So tief war Karl doch noch nicht gesunken!" — Und nun glitten meine Blicke im Gemach umher. An einem dunklen Gegenstand, nahe der Thür, der sich deutlich von dem blendend weißen Fußboden abhob —. blieben sie endlich hasten. Rasch erhob ich mich von dem Stuhl und nach der Stelle hineilend, hob ich — ein Stöhnen entrang sich der Brust des Greises bei diesen Worten — „hob ich meines Sohnes wildlederne Handschuhe auf — die ich selbst ihm erst vor
wenigen Tagen aus der Stadt mitgebracht. Jetzt mar kein Zweifel mehr darüber möglich, wer den Diebstahl begangen.
Vollständig gebrochen verließ ich erst nach einer langen entsetzlichen Stunde das Gemach und begab mich in mein Schlafzimmer, sagte Herr Michel. Aber meine Augen schloffen sich in dieser Nacht nicht für eine Sekunde und ich dankte Gott, als es Tag zu werden begann und ich nach Karl forschen konnte. Der war aber nirgends zu finden.
„Es mochte um die neunte Morgenstunde fein. Um mich ein wenig von den marternden Gedanken abzuwenden, hatte ich mich auf den Weg gemacht, nach den Leuten auf dem Felde zu sehen, die bei der Kartoffelernte waren. Da hörte ich plötzlich, wie sich ein Gefährt näherte. Jetzt sah ich dasselbe auch und erkannte den Wagen Förster Grunow's. Mein alter Freund saß darauf. Schon eine Minute später stand er an meiner Seite. Ohne ein Wort zu sprechen, faßte er mich unter den Arm und zog mich den Weg zurück, den ich eben erst gekommen. Schon auf der Schwelle des Hauses sagte er endlich mit gepreßter Stimme: „Du wunderst Dich über mein Gebühren, Michel? Nur rasch in Deine vier Wände und die Erklärung für dasselbe soll Dir werden."
Ein Schauer überlief meinen Körper: „Was war geschehen — was sollte ich hören — zu allem Schrecklichen noch, das bereits über mich gekommen"
„Als wir in meiner Wohnstube angelangt, schloß Grünow sämtliche Thüren. Dann wandte er sich wieder zu mir unb flüsterte: „Noch in dieser Stunde muß Karl die Gegend verlassen!"
„Ja, ja," wiederholte der Förster. „O, dieses
Unglück — dieses Unglück!" setzte er dann hinzu, dabei mit hastigen Schritten das Zimmer durch- meffend.
„Aber so sag' mir doch um Gotteswillen, was weißt Du denn wieder von dem ungeratenen Buben, rief ich jetzt Und starrte angstvoll in das Gesicht des Freundes, der in diesem Augenblick vor mir stehen geblieben war.
„Wald," erwiderte er nun schmerzlich, „alter Freund — Du bist ein bedauernswerter Vater: Dein Sohn hat gestern Abend auf den Hilfsjäger geschaffen und . *
„Den Aermsten getötet," stammelte ich.
„Nein, nein, nicht getötet. Der Arzt hat Hoffnung, den Blessierten vielleicht noch durchzubringen. . . . Aber jetzt — wo ist Karl? Er muß, wie ich schon gesagt habe — augenblicklich fort. Denn schon in einer Stunde dürste es zu spät sein."
„Karl ist jedenfalls bereits auf der Flucht," erwiderte ich jetzt tonlos. Und dann erzählte ich dem treuen Freunde, was ich in der Nacht entdeckt hatte." —
Wieder machte Herr Michel Wald hier eine Pause.
„Und blieb der Hilfsjäger am Leben?" fragte Lieschen, blickte aber unter Thränen zu dem Großvater auf.
„Ja, Kind — er blieb am Leben — zum Mörder wurde mein Sohn wenigstens nicht. Auch war es meinem Freunde gelungen, den großherzigen jungen Mann zu bestimmen, auszufagen, daß er den Attentäter nicht erkannt habe So blieb die Schande unserem Namen fern — einen der Unseren in contumaciam von dem Gericht verurteilt zu hören."
„Wohin aber hatte sich Onkel Karl inzwischen gewendet," fragte Lieschen von neuem.
„Kind, das habe ich nie erfahren. Alle meine Bemühungen, irgend welche Kunde über seinen Aufenthalt zu erfahren, waren erfolglos. Er muß sich einen anderen Namen beigelegt haben und unter diesem nach Amerika oder Australien geflohen sein."
„So und jetzt wißt Ihr," fetzte der alte Herr dann hinzu, „was ich Euch schon längst hätte mit- teilen sollen. Doch ich hoffte immer noch, der verschwundene Sohn werde dereinst gebeffert und vom quälenden Gewissen getrieben reuig in das Vaterhaus zurückkehren. War es ihm doch ein Leichtes, sich nach den hiesigen Verhältnissen zu erkundigen und damit zu erfaßen, wie er nichts mehr zu befürchten habe. In diesem Fall aber wollte ich ihm die Demütigung ersparen, daß seine nächsten Verwandten wüßten, was ihn fortgetrieben.
„Jetzt, nen ich endlich zu der Ueberzeugung gekommen, wie an eine Wiedervereinigung nicht mehr zu denken — mein ältester Sohn verdorben und gestorben ist —."
„Daß es so langer Zeit bedurfte, Dich zu dieser Ueberzeugung zu bringen!" unterbrach Herr Wilhelm hier die Worte des Greises. „Schockmillionenelement meiner Ansicht nach," setzte er dann hinzu, „ist Karl schon seit Decennien nicht mehr am Leben Er und ich," fuhr der Sprechende wie erklärend fort — haben immer auf gutem Fuß gestanden, trotz feiner schlechten Eigenschaften «ar Karl mir stets ein freundlicher und gefälliger Bruder. Ich bin daher auch des unbedingten Glaubens, daß er mir wenigsten', lebte er noch — in diesen langen neunundzwanzig Jahren irgend welche Kunde gegeben hätte — wenn auch nur — seines eigenen Vorteils wegen."
Herr Michel neigte zustimmend das Haupt. „Ja,