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„Nichts" von einem Mann — Deine puppe wird Dich wohl nicht vor und —"
„Vater, ich verbiete es Dir, in
Vertragsverhandlungen zwischen Rußland und dem deutschen Reiche scheint es noch recht gute Wege zu haben. Die Petersburger Regierung hat ihre Forderungen recht hoch gestellt, so hoch, daß Deutschland erst recht keinen Anlaß zu besonderer Bescheidenheit hat. Die Führung der Zollverhandlungen wird auf russischer Seite der Verkehrsminister Witte übernehmen, dem das bisher zum Finanzministerium gehörige Ressort der Zollverwaltung unterstellt ist. — Die Cholera hat in einzelnen Städten nachgelassen, aber im Großen und Ganzen ist die Zahl der täglichen Todesfälle noch eine recht hohe. Ueberaus schlimm scheint es in Persien zu stehen, wo außer der Cholera noch die Pest wütet.
Die Franzosen hatten in voriger Woche in Paris ein großes russisches Fest, das aber auf das kläglichste verkracht ist. Man wollte von dem Ettrage der im Tuillerieengarten stattfindenden Festtvitäten die Notleidenden im Zarenreiche unterstützen und hat nun nichts Anderes erreicht, als ein riesiges Defizit von fast 10 000 Frks. Selbstredend ist infolge davon die Stimmung gedrückt. — Die Cholera geht langsam ihren Weg in Frankreich weiter. Alle paar Tage verkünden die Behörden das völlige Erlöschen der Epidemie, aber regelmäßig folgt dieser Verkündigung eine Anzahl neuer Krankheitsfälle. In Nordftank- reich finden hefttge Schlägereien zwischen französischen und belgischen Arbeitern statt. Brodneid ist das Motiv. Die Belgier haben darauf in ihrem eigenen Lande durch ftanzosenfeindliche Kundgebungen geantwortet. Die Politik ruht in Paris fast ganz; dasselbe gilt von London, wo man nur argwöhnisch nach den Bewegungen der Russen in Zentralasien schaut. Die neueste Petersburger Erklärung der Märsche russischer Truppen auf dem Pamir-Plateau lautet, man erforsche dort Land und Leute. Das kennt man.
In Italien sorgen Räuber und Banditen, die zu einem neuen Leben erwacht scheinen, für die Sommerunterhaltung. Besonders arg ist es auf Sizilien, wo keine Woche mehr vergeht, in welcher nicht wohlhabende Personen von Räubern fortgeschleppt wurden, um Lösegeld zu erpressen.
Auf der Balkanhalbinsel steht alles ruhig. In Serbien ist allerdings das Ministerium Pasitsch, das ebenso russenfteundlich, wie willkürlich war, gestürzt, aber das Faktum scheint zunächst keine bedeutenderen Folgen nach sich ziehen zu sollen.
Der Gründer der brasilianischen Republik, Marschall Fonseca, der im letzten Herbst durch eine Militärrevolution beseitigt und verbannt wurde, hat seinen Sturz nicht lange überlebt. Er ist soeben gestorben.
lich die auf Gehaltserhöhung. Hoffentlich wttd auch etwas daraus. Eine Ersatzwahl zum Reichstag hat im Wahlkreise Sagan - Sprottau stattgefunden, den zuletzt, der freisinnige Herr von Forckenbeck verttat. Bei dieser Wahl sind die Wähler der Zentrumspartei, die früher für den freisinnigen Kandidaten stimmten, sofort für den deutsch-konservativen Kandidaten eingetreten und haben dem Letzteren zur größten Stimmenzahl verhülfen. Da aber noch eine sozialdemokra- ttsche Zählkandidatur aufgestellt war, wird eine Stichwahl stattfinden müssen. Begonnen haben die großen Scemanöver, über welche der kommandierende Admiral Frhr. v. d. Golz persönlich den Befehl übernommen hat.
Aus unserem deutschostafrikanischen Schutzgebiete waren wiederum allerlei Räubergeschichten in englischen Zeitungen verbreitet. Vornehmlich hieß es, daß eine Anzahl Mitglieder der nach dem Kilimand- scharogebirge bestimmten deutschen Strafexpedition von den Eingeborenen ermordet worden sei. Die Nachricht hat sich als eine fette Ente erwiesen. Günstig lauten auch die Berichte von der Dampfer-Expedition des Major von Wißmann nach dem Kanganyka-See. Unverändert stehen die Dinge in dem unserem Schutzgebiet benachbarten Kongostaat. Der Araberaufstand am Ober-Kongo erhält sich ununterbrochen. Die Kongo-Regierung versucht der unliebsamen Thatsache ein besänftigendes Mäntelchen umzuhängen, allein das Vertuschen Hilst nichts mehr. Ein großes zenttal- afrikanisches Gebiet, das der europäischen Kultur errungen zu sein schien, ist wieder verloren. Wenig angenehm sind die Meldungen auch aus Kamerun. Sind in dieser unserer westafrikanischen Kolonie auch keine dttekten Unruhen ausgebrochen, so ist doch das notwendige Vordringen von der Küste ins Innere ganz und gar lahm gelegt, und das ist keine erfreuliche Erscheinung. Die Beschaffung von geeignetem Trägermaterial scheint auf unüberwindliche Hindernisse zu stoßen.
Der Bergarbeiterkrawall in Nordamerika, der entstand, weil die Bergleute die Beschäfttgung von Gefangenen in den Gruben nicht dulden wollten, ist zu Ende, aber das Nachspiel wird noch längere Zeit von sich reden machen.
Die schon länger angekündigte Aufhebung des noch bestehenden russischen Roggenausfuhrverbotes ist jetzt erfolgt; freilich droht in einer ganzen Reihe von russischen Gouvernements ein neuer Notstand, aber der Landwittschaft im Zarenreiche mangelt es dermaßen an Geld, daß das Ausfuhrverbot nicht mehr austecht zu halten war. Mit den neuen Handels-
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sohn nicht fähig ist, den Werkführer zu machen und noch dazu aus der Arbeit entlassen worden ist? Knall und Fall, wie Leute fortgejagt werden, die eben zu nichts nutze sind. Na, es war aber auch eine unbegreifliche Schwäche von Euch, daß Ihr Eurem Mädel schließlich doch nachgegeben und es an den Waschlappen von Kerl gehängt habt. Weil der Fritz Euch sozusagen einen Dienst geleistet, hattet Ihr es noch immer nicht nötig, Euch so tief zu erniedrigen, daß Ihr dem Mann —"
Weiter kam der alte Schulmeister aber nicht mit der Wiedergabe der Worte des vorurteilsvollen Bauern. Denn hatte Mutter Golden bisher nur schweigend mit verhüllten Augen und leise vor sich hinweinend der häßlichen zänkischen Scene zwischen Vater und Tochter beigewohnt, so fuhr sie bei dem letzten Teil der rücksichtslosen Rede Michels doch ebenfalls mit allen Zeichen des Zornes von ihrem Stuhl in die Höhe.
„Nun aber ist's auch genug, Schulmeister!" rief sie „weiter kein Wort mehr. Ihr seid hier auch in meinen vier Wänden und dürft Euch nicht erlauben, in Gegenwart der Mutter das Kind zu beschmutzen. Uebrigens habt Ihr Euch nicht erniedrigt, als Ihr Lotte meinem Sohne zum Weibe gabt. Fritz ist kein ordinärer Bursche — er hat ein gutes Herz — Manieren und versteht seine Arbeit aus dem Grunde.
Wenn der Schulze meinte, daß Fritz aus der sabrik gejagt worden, weil er ein Stümper sei, so l der Mann ein Lügenmaul — das sagt ihm im Namen Mutter Goldens. — Ihr aber solltet Euch chämen, auch nur das Geringste auf solch ein Ge- trutsche zu geben. Habt's ja gesehen, was mein Fritz versteht. Oder war die Schatulle etwa nicht schön, die er auf Bestellung für den gnädigen Herrn ge«
Der Arbeit Segen.
Novelle von M- Widdern.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Aber Gott sei Dank, sagte der Schulmeister, ich lebe noch — und ich lebe noch so sehr, daß ich meine Tochter zwingen werde, sofort wieder zu mir zurückzukehren. Wäre mir was, Dich hier zu lassen, damit Du dir die Augen blind siehst — für den Cujon, der nicht versteht, ein Weib zu ernähren — und" —
Schon bei den ersten heftigen Worten, die über die Lippen des aufgeregten Mannes gekommen, hatte Lotte sich totenbleich von ihrem Stuhl erhoben, «ährend Mutter Golden bitterlich schluchzend die arbeitsharten Hände vor das Gesicht drückte. Jetzt aber stand das junge Weib hochaufgerichtet vor dem Vater.
„Du vergißt Dich," sagte es dann bebend vor Entrüstung. „Was Du da gesagt hast, kann übrigens «Möglich Dein Ernst sein. Ich — ich sollte meinen Mann verlassen, weil er das Unglück gehabt, seine Arbeit zu verlieren? Vater — wenn ich einer solchen Handlung fähig wäre, hätten die Kinder auf der Dorfstraße das Recht, mich anzuspeien. Aber Du denkst ja auch gar nicht daran, mir in Wirklichkeit etwas derartiges zuzumuten — Du —"
Ter Schulmeister stampfte wieder wie ein Rasender «ft den Füßen.
„Wohl — wohl denke ich daran," schrie er. »Ich will keinen solchen Lump vou Schwiegersohn. Ich will —"
„Vater!"
Das Wort klang fast drohend von den Lippen «r jungen Frau und einen Moment blickte der Alte befremdet — erschrocken fast in das schöne, jäh
als tüchtiger General gilt, hat eine Jnspettionsrei'e durch Brandenburg und die Provinz Sachsen unternommen. Tie Armeekorps beider preußischen Provinzen unterstehen der vierten deutschen Armee-Inspektion, deren Chef eben der bayerische Prinz ist.
So groß auch die Stille in der Politik war, so ungemütlich ist doch in jeder Beziehung die letzte Woche gewesen. Die entsetzliche Hitze, welche Tag für Tag das Szepter schwang, hat recht betrübende Erscheinungen gezeitigt. Eine ganze Anzahl von Menschen ist dem furchtbaren Sonnenbrand zum Opfer gefallen und die im Manöverterrain befindlichen Truppenteile haben schwere Tage gehabt Unter der sengenden Glut sind Feldftüchte und Lau verdorrt, Wassermangel ist vielfach eingetreten, und noch nie war die Zahl heftiger, umfangreicher Brände so groß, wie in diesen Tagen, in welchen die ganze Luft ein Feuermeer zu sein schien, vor welchem selbst das tiesste Innere der Wohnungen keinen Schutz bot. Und diese Hitze, die direkt aus der Sahara importiert erschien, hat auch dem unheimlichen Gaste, der so lange vergeblich an das Reichsthor angepocht hatte, der Cholera, Thür und Thor geöffnet. Die Seuche ist in Hamburg, wohin sie offenbar durch russische Schiffe verschleppt ist, plötzlich mit erschreckender Heftigkeit aufgetreten und unter dem Einfluß der hohen Temperatur haben die Todesfälle ganz reißend zugenommen. Die Leitung der sofort getroffenen umfassenden Abwehrmaßregeln hat an Ort und Stelle der bekannte Choleraforscher Professor Koch selbst übernommen. Hoffentlich wird die Epidemie ihre Wanderung im deutschen Reiche nicht weiter fortsetzen, aber offen steht ihr der Weg, und dieser Thatsache wird gewiß Publikum und Behörden veranlassen, das Aeußerste zu thun, der Epidemie den Weg zu verlegen. Reinlichkeit und Mäßigkeit sind die Hauptmittel in ber Bekämpfung der Seuche.
Recht rege war die Agitation, welche auf eine Abänderung der neuen Bestimmungen über die Sonntagsruhe hinzielte. Es scheint auch, als ob in zwei Punkten eine Abänderung auf dem Verwaltungswege zugestanden werden wird. Vor allem soll den bitteren Klagen der Geschäftswelt in den kleinen Städten, welcher das ganze Geschäft mit der an den Sonntags- Einkauf gewöhnten Landbevölkerung verdorben ist, Rechnung getragen und alsdann auch verhütet werden, daß unnötige Vexationen der Gewerbetreibenden durch die Polizei unterbleiben. Damit ist in der That ein gutes Stück gewonnen. Eine freudige Nachricht ist den preußischen Volksschullehrern geworden, näm-
Anzcigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, sowie die Amwneen-Bnreaux von Haasenstein u. Vogler m ~ ,
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. ffatiraanfl. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. M ® B
Daube u. Co. in Frauksutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Wochenschau.
Verstummt ist mit einem Schlage der große Stteit, welcher feit Wochen schon über die neue Militärvorlage und über die Ausbringung der daraus entstehenden Kosten geführt wurde. Zweijährige Dienstzeit, Erhöhung der Tabacks- und Biersteuer Md sonst noch dies und jenes waren Punkte, die im Mittelpunkte der Tageserörterung standen, und bereit Wert unb Verwirklichung schon hitzige Feber- Schlachten geschlagen würben. Dabei ist bie Vorsicht außer Acht gelassen, nach welcher es sehr müßig ist, sich über Dinge zu streiten, von welchen noch gar nicht feststeht, ob sie sich beim auch wirklich so verhalten, wie alle Welt glaubt, unb wie alle Welt behauptet, unb biefer Mangel an Vorsicht hat sich recht bitter gerächt. In einer Ansprache, welche ber Kaiser nach bem Schluß ber großen Berliner Herbst- parade an bie bortige Generalität gehalten hat, hat ber Monarch kurz unb bünbig gesagt, daß hinsichtlich ber Neuregelung ber Militärverhältnisse beim doch noch ganz unb gor nichts feststeht, unb bie Entscheidung einer späteren Zukunft Vorbehalten bleiben soll. Der stattgehabte Tagesstteit über diese Frage ist also lediglich ein Stteit um des Kaisers Bart gewesen. Erfreulich ist es, aus den Ausführungen des Kaisers zu vernehmen, daß die künftige Lösung der Armeeftage nicht zu einem neuen schwerwiegenden Konflikt zwischen Reichsregierung und Reichstag werden soll, wie es im Jahre 1887 aus Anlaß des Septennates ber Fall «ar. Unser Kaiser wttb bis zum Anfang bes September bei ber Kaiserin im Marmor - Palais zu Potsbam verbleiben unb sich bann nach Beiwohnung ber Laub- unb Seemanöver in Pommern, resp. an ber pommerschen Küste zu kurzem Aufenthalte nach Schweben begeben. Diesem Jagdausfluge folgen alsbann, wie alljährlich, bie großen Kaisermanöver. Zum ersten Male hat in biefen Tagen auch ein bayerischer Prinz in feiner Eigenschaft als Armee- Kommandeur des Reiches preußische Truppen be- sichttgt. Prinz Leopold von Bayern, ber allgemein
schnitzt hat — he? Habt Ihr nicht selbst gesagt, sie sei ein kleines Kunstwerk?'"
„Was schmäht Ihr überhaupt fortwährend auf den Arbeiterstand," fuhr die Alte, einmal in Fluß gekommen, fort: „Ich sage Euch, der Arbeiterstand ist ein trefflicher Stand und Eure Lotte hat Recht, wenn sie meint: „Auch durch Arbeit könnte man sich frei und groß machen." Ich bin älter als Ihr, Schulmeister, und vermöchte Euch durch manch ein Beispiel zu beweisen, wozu es der Arbeiter bringen kann bei Fleiß und anständigem Lebenswandel. Aber Ihr seid ja heut' ganz aus dem Häuschen heraus und es lohnt sich kaum, ein vernünftiges Word an Euch zu richten. Das „Eine" aber sei Euch doch noch wiederholt: „Meinen Sohn laß ich nicht länger in seinem Hause" schelten — lieber —"
„Lieber?" fragte der Schulmeister und blickte die Alte hochmüttg an.
„Lieber — bitte ich den Vater meiner Schwiegertochter — die Thüre hinter sich in's Schloß zu drücken."
„Das heißt: Ihr verbietet mir das Haus."
.Nicht doch — ich möchte nur, daß Ihr uns besucht, wenn Ihr ruhiger geworden seid, Schulmeister."
„Sie will mir Vorschriften machen — Sie?"
„Ende diese Scene, Vater, um Gotteswillen," bat Lotte hier, indem sie versuchte, die Hand des aufgeregten Mannes zu erfassen.
„So komm mit mir — verlaß die Lumpenbagage."
„Schulmeister!"
Keuchend vor Zorn, an jedem ©liebe bebend tand Mutter Golden jetzt ganz dicht vor dem unvernünftigen Vater. Nach der Thür deutend, rief sie:
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BeKeUttttgeu auf die „OberhelMe Zeitung" für den Monat September werden entgegengenommen von allen Post- anftalten, den Landbriefträgern, sowie von unserer Expedition in Marburg, Mar Nr. 21, und unserer Vertretung in Kirchhain, Herrn B. Rindt.
„Du meinst, ich darf Dich nicht mehr anfaffen, eit Du verheiratet bist?" rief er.
erglühte Gesicht seines Kindes. Dann aber packte er wütend Lottens Arm und schrie thr zu: „Ja, ja, ich will keinen solchen Lump zum Schwiegersohn! Pack Deine Sachen wieder und komm nach Haus! Hörst Du — und komm nach Haus!"
Das junge Weib löste die Hand des Vaters von ihrem Arm. Dann streifte Lotte den Aermel ihres schlichten Kattunkleides hinauf und zeigte dem Vater den breiten roten Ring, den er ihr in )as Fleisch gedrückt. Sie sprach dabei kein Wort. Gerade dieser schweigende Vorwurf empörte aber den Alten noch mehr.
so von meinem Manne zu sprechen — nur weil er der elenden Rache des Inspektors zum Opfer fallen mußte. Uebrigens meine ich, daß gerade Du auch sonst noch alle Veranlassung hast, Fritz zu schonen. Wenn dieses „Nichts" von einem Manne — diese Jahrmarktspuppe nicht gewesen wäre, so lägst Du heute wahrscheinlich auf dem Kirchhof."
„Und es wäre gut so!" knirschte der Alte wischen den Zähnen. „Besser tot, als erleben, daß mein eigen Fleisch und Blut Schmach und Schande über mich bringt."
„Von welcher Schmach — von welcher Schande wichst Du?" rief jetzt auch Lotte in voller Leidenschaft.
„Das ftägst Du noch? — Ist es etwa keine Schande, wenn da heute der Schulze an mich herantritt und hämisch zu mir sagt: „Hat Euch wohl chwer gettoffen, Schulmeister, daß Euer Schwieger-
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt. " ”"6"«
Erscheint täglich außer an Werktagen na» Sonn- und mp» .
Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- iXJlUVvlTFu •
bitten 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (exkl. «V
“ftÄS ff Ä "ÄT 3"“ Sonntag, 28. August 1892.