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Wöchmüiche Beilagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
9 RedaMonaRatbur0- ©Dlltttllß§Bl(ltt» B-rantwortlich-r^R-dakteur^Eh^nst^vh Raut^n^auL in Marburg
Unsere Flotte. 3"Qr mit der viel älteren und umfang-1 erhielt. Kaiser Wilhelm I. stand der Marine ruhig I Minister Lerrmrtb n..a
Die nahen großen Manöverübungen der deutschen schließlich nich?°würde imssen^?önnen^^ aber^ unftre Stchjund "(5avr?v? tücktiae Nnanzministers auch für einen Ausgleich der
Kriegsmarine, welche zwischen Wilhelmshaven und Einricht?ngeü sind so getroffen, daß 'mit den noch Leitung fanb ablr tmfuraemto bHe^bie6 £2e Ueberwchnng der Grund- und Gebäudesteuer gesorgt Cuxhaven demnächst vor dem Kaiser stattfinden werden, I in Aussicht stehenden Ergänzungen unsere Rotte eine I immer nnA in «omiffen T;<>r£r„ ” 2 <2 ^ann^ I und zwar m der Vermögenssteuer, deren Ertrag lenken die allgemeine Aufmerksamkeit wieder auf Zu- nach menschlichem Ermessen genügende Garantie für seit der Thronbesteigung ÄiserWilbelm^II ^,sÄ! welchen die Staatskasse durch die
,ammensetzung, Kraft und Leistungsfähigkeit unserer den Schutz unserer Küste bietet. ' st ESS,™„„TS?‘"iE/'cfS Ufb^rtoeifnng ber notvenbigeimeife erleibm
Flotte. Die Zahl der Schiffe, welche unter der Nach der Ferrigstellung bes Nordostseekanals s nie bebnnt ^fn £,rnf " S J wstb, ersetzen helfen soll. Die neue Vermögenssteuer schwarz-weiß-roten Flagge fahren, ist in den letzten werden wir selbst einer sta/ken feindlichen Angriffs- baben unb^'ie $U PDf?e alIc Objekte in gleicher Weise treffen, sie wird
Zähren erheblich vermehrt worden, entsprechend den flotte furchtbar sein können und die Äohteste Stelle Marineoffizier unterfcrffaÄetaT mam man in^^^k/A Saf£n fär - gewaltigen Anstrengungen zur See, welche in allen der deutschen Küste, eben die Strecke zwischen I WirJnJ.di-aSK. : £ ? ^I die man in der Entlastung von Gemeindeabgaben Großmächten gemacht worden sind. Der Anlaß zur Wilhelmshaven und Kuxhaven, erhält einneues an d?rSvi^ede?Mattne' Mt tom. n b? Ueberweisung der Grund- und Gebäude-
Vermehrung der Kriegsschiffe ist in gewissem Sinne I starkes Bollwerk durch die Befestigungen von Helgoland. I ausganzanberenG^ck^n SMitand^t I Aegmvalent erblicken kann. Ob auf ber von xitahen ausgegangen. Dies Land mit seinen I Unser Hauptkriegshafen Kiel ist uneinnehmbar und les in der Entmint Ji,ni-r-r sm* jStiHftanb grebt leinen (Seite ber Vorteil ein größerer ober gelanggestreckten Küsten bebarf selbstverstänblich einer Inn jeder L-such to s-inde« in da-Jnm« L -tt‘"aut’Ä Ä.’ÄJ»-lch--b-i einer starken Kriegsflotte, unb bie italienische Marine- Kieler Hafens echzubrechen würbe nur den Un^ergana Geist tbätia Sb > umfaffenben Reform kein besonderes Gewicht gelegt
Verwaltung ist denn auch mit dem Bau von Riesen- der ganzen AngttffsflotteoberbmbI bttfe I toerben bmrf. Die Praxis wird das Nähere ergeben.-
p-nzern vorgegangen, die von keinen Panzerschiffm Teiles berferben^r unbebTnS siAren FoW Wt: „Wenn wir heute uns
irgend einer Kriegsmarine übertroffen werden. Diel Der deutschen Marine wird^heute von keiner Seitel der Sicberbeit m^sTnn^n orff Schutzes und thatsachlich ber Einsicht nicht verschließen können, baß
^lienischen Anstrengungen haben natürlich die mehr btt Achtog «g ■*” Irt Sürsieu »iSm.r-
i Franzosen nicht ruhen lassen, und in den französischenldieselbe gerechten Anspruch erheben kann und ----- - |ein ^"6 der Unmöglichkeit ist, so ist es eine Pflicht
Seehafen werden neue Schiffe mit einem wahren vor zwanzig Jahren aus englischem Seemannsmunde Deutsches Reick der Gerechtigkeit, bet der Beurteilung jeder folgenden
k Feuereifer gebaut. Der leicht erregbaren Pariser löst genug es spöttisch hiess die Deuticken müssen! W »«n. a mL.,.» an • a-x - ! Regierung nicht den Vergleich mit dem Fürsten Deputiertenkammer genügt die Zahl der im Bau erst lernen, auf dem Wasser sich zu bewegen nun Ä a i f er ^nriim” ai? Sh .unser Brsmarck zum entscheidenden Maßstab zu machen,
^griffenen Schiffe freilich noch lange nicht, und es so haben wir das gelernt. Dst iwicklung unserer Osborne das Diner ein zu welch m anch Lorb"und Son ^T"9 ^Regierung vielmehr
? wiederholt vorgekommen b°8 bas Parlament deutschen Kriegsmarine hat nicht geringe Kosten ver- Lady Salisburyzu« bie ? Regiernngspolittk
bem Marineminister wett mehr Gelb zur Vermehrung ursacht, bie komplizierten Erfindungen im Gebiete Köniain an M Yr B ™Eri„ ber Grunbanschauung nach ben Jnteres en bes Vater-
d-r Kriegsflotte zur Verfügung stellte, als bkierlbeä Sd)iff8baiie§ inm JJrie Million e!-! unbAlbett" D ! ^"b^ spricht ober nicht.' - Die „Post' be-
überhaupt verlangte. Ja der Marineminister mußte.fordert, aber das Geld ist gern gegeben und auchIdie Köniain hnrrfi hcn J ™'r^ welchemImerkt: „Soll anstelle der heuttgen Partei- himmelhoch bitten, von diesen übermäßigen Geldbe-1 heute wird Niemand bereuen, willigungen Abstand zu nehmen, weil es unmöglich wie es verwendet ist Dutschlands hatnicktnur Nrin Y^i^ J b ene geschlossene Mehrheit treten, welche der Re-
sein werde, auf den Wersten mehr Schiffe herzu- sicheren Schirmfür seine roß^ 6?L”9 eine fest- unb zuverlässige Stütze bietet,
sttllen, als cs thatsächlich ber Fall schon war. Der und für seinen überseeische/Handel der Hundert- australischen Becker tei2ebmen 1Wmmnten aber aud) naturgemäß von Einfluß auf die
Franzose kennt eben, sobald Armee- oder Mattne- tausende ernährt, erhalte <die umfangreichen Schiffs- des gje^ CavrÄ ?emerkle^be?^ c?r ist, so wird eine Aus-
Ausgaben in Bettacht kommen, die geeignet er- bauten haben auch Taüsenden unb Ab^taustnben Taae inhem ,r m?,in l L ?? «leichung der Parteiunterschiebe von innen heraus
W«™. S-.--rnch ri« ,«,1» »am «4 »e”* «*«»»»». in b.r B-. 2esCrITb? ^?Ere Machte zu gewähren, Spezialwaffen unserer Knegsmarine ist ganz sicher I Reichskanzleramt 7n einem länge?en ^ IS2 btC Parteiunterschiebe sich ab.
2e'2!'<..U'tt bas AusbnngenIbas Torpebowesen. Wir werben hierin sicher von.wurden, lächelnd: Mr wärs schon reckt Aber ick!fflni*1”14 Me gemeinsame national - deutsche
Rillitar-Ausgabm besteht in Pans nie eine.keiner Seemacht übertroffen, auch von den Engländern fürchte, ich werde noch länger in Berlin bleiben müllet " 7 uber bic trennenden Partei-
Metnungsverschtedenh^ unter ben Parteien Die nicht, währenb bie Franzosen erfahrungsmäßig weit alsb^Blattbameint' -Wo^nbieMein7nas n Ste9 davontragen müssen.' - Die ET Rüstungen zur See die von gegen uns zurückstehen. Unübertroffen sind auch verschiedenhett n impreuß schenMini- ?hn, r l'18L verlaust im Allgemeinen
gleichen Anstrengungen in Rußland begleitet sind, Pflichteifer und Energie der deutschen @cf)iffäbe= I ft e r i n m mLY tr ™ J' I 9r°Bere Storung; wird der Ertrag im Durch-
i rbCU ®n9Ianb ^d Deutsch- satzungen und diese guten Charaktereigenschaften fallen stehen. Der Minister des Innern ist vof Allem ein SLY’ Y# 9^adc als ein ganz ausgezeichneter
l land nicht gleichgilüg fern können. England hat um so mehr ins Gewicht als unsere Kriegsflotte die Keaner X..!?1° kann die Landwirtschaft doch recht
feine zahllosen Kolonieen, aus welchen sein Reichtum jüngste in Europa isst Wenn die englffchen See- Ueberweisnna der ,etn" Stellenweise, namentlich im Osten,
”W und Irin -rdlüht. ,n Man, kni“ geriiNt Mrdo,. fa Ist to i«, Kto” ton 4“ X °l."?^t--m°ng-l gelingt. DI- MM-ld.:
; D-»->chl-»d h-t mit Irinm Nachbarn M R-cht-a dl- Grichicht- to br»Isch!n Natt- mit chr-n glän,-»dm Srnnd-n- lr Ml bnrin rin““» I b« «-snch-n. S°ld-t-n für di- Er>tt,,-it
Md sinken zu rechnen, und die Bewohner und die.Ruhmesthaten spomt allein schon zur Nacheiferung. des Großaruudbesives Wäre hiefe^tnfirfit LLm9 I Landarbeiten herzugeben, vielfach wenig zugängig. Fluren se ner Küstenlandschaften gegen ftemde An- an. Deutschland hat seine Liegsmarine au§ fo müfete Tn 6errn SrrfurL unbeS t Ä ?°mmt toie e8 b-n Anschein hat, zur Einführung * uud Z-rslö-tmg ,u »ch-ra. DattfchlM^s s-lb« h-r« g-bilda und l-ng-r'^3ahr° Sat es toh’to,^^to„^X ÄÄÄft »K1 '° wttd to-rttg-n
zi-tt, ist Mt-r di-l-n Erwaguag-n |° v-rstarlt. dai finrtt. b-vor nar -in S,-mMn das -b-ch- K-mmand-S g-slr-bt w-rto fall, bar, -to Irin- '-ias-ilig- fein. |Än" »Ä ffinn“1 3“««! Ston'iT
1R9 i^CTtaflen.Ouartal.AboimMcnts9^e?sLi^dn'Erp7 wwü Y-AnYfc En>editton dieses Blattes,
8*,W,«Ä.,Ä ff3*= ’Ä Freitag, 5. August 1892. MU.Jahrgang.
° Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Panik
Dir Marsch^KWrMÄtN. Ifinden. Hören Sie zu, Fräulein Dörner, was.mit brennenden Küssen bedeckte Sie erretten ,IN« Lt, 7 .. ..—, —
Bon Waldemar Urban. .ich Ihnen sagen will. Es ist mir sehr gle'chgiltig,! mich und Mama vom Tode' ' " , I ihrer merkwürdig bescheidenen, fast ängstlichen Weise,
sRachdrnck verboten. 1 .ob Sie mir denCharfreitagszauber aus dem Parsisal, Im Uebermaß ihres Dankqeftihls fiel sie oor hLStY ""77 berbehalten hatte, nicht nur die (Fortsetzung.) oder irgend eine schwülstige Symphonie, bie Sie.der Greisin aufdieKnie undLra weinend das sondern auch
„Ich werde gern thun, was in meinen firäften ^ verstehen, Vorspielen können oder nicht. Aber Gesichtchen^im^Schoße ihrer"Gönnettn.^Mese fS bis ®uJbe
W, Frau Gräfin,' sagte Cäcilie. H wohl, ich muß jemand um nachdenklich und sinnend übT6äcmenr$S nienn^ ? bejfer'
„So?' .wlch haben, der mich durch feines Gefühl und. hin, als wie wenn sie sich auf eine länast länoss L-^ lenes unterbliebe, hatten auf Hoheneck
„Frau Gräfin, ich habe bisher trotz affer 21r6eit | ®em6t' durch Frische und Lebendigkeit fesselt, ab-
«nb Muhe mit meiner Mama - gehungert unb.^ht von Formen und Gedanken, die alt, überlebt,. lich ihre Hand zurück, richtete sich wild in ihrem Iwiesen!LaL-n7n°« b J ®r,a^ JeIb?' ber er” um einem Tag zum anderen gehofft, daß es mir H“Ib Jot ^"b, 3$ muß jemand haben, der mich Sessel auf und schrie wie irr unb gestört auf: kJ aSÄ mnr' paffiertc'
«dlich gelingen werde, ein Unterkommen zu finden, »»t dem Leben von Heute verbindet, so daß ich „Weg, weg, Sge ich. Fort, fort rühre mich AnLen der Famttie MZ* k "-?^-n das das mich und vielleicht auch ein wenig die Mutter.vergessen kann, was hinter mir liegt, jemand,dessen.nicht an." 9 Ia£t ier°,ber bet Herrschaft zu Der»
Wr dringendsten Sorgen überhebt. Wenn Sie mir.Tritt »ch im Leben an meiner Seite höre, der mit Bestürzt erhob sich Cäcilie rasch. L iS e8 ÄlIirn oft ran' bafe
W eine Zuflucht bieten, Frau Gräfin, glauben Sie |™r W» mit mir die gleiche Marschroute hat, mit „Frau Gräfin!' sagte sie erstaunt. verursachte, in
W, daß ich alles, was nur in meinen Kräften.'"" fühlt, denkt, wünscht. Können Sie das?' I Diese atmete einige Male tief auf: dann sagte sie -1 der GutsväckS -^ffen. Wenn
sieht, aufbieten würde, um mich Ihnen dankbar zu »34 hoffe es, Frau Gräfin.' „Ach so, Sie sind'-- Ich dachte^ - - m r mnam Verbeffe.
erweisen?' „Wir werden es sehen. Sie essen mit an.war, als ob ich Ihre Haare, Ihre Stimme - -' 12. Qmiftinf^n^ I^\$etaonberun^nf fptac$
Fräulein Dörner dachte an all das entsetzliche meinem Tische, wohnen in meinen Zimmern, werden ^Wessen - —?' ftunbenSe? ober ™ hbenraSe.uten. .'eIbil ent-
®enb der letzten Jahre, das wie ein Zorn des Im meinem Hause mein anderes Ich; aber ich muß „Kommen Sie, mein Fräulein. Lassen Sie es .haltloses Vertrouen->H?-»JJ^^^ -te .^r.5u<fj femmels über ihre Mutter hereingebrochen war.. Ihren Schritt neben mir hören, wie die Mutter, gut sein. Ich will Sie dem Gesinde vor stellen., Liebebsdürfnis faft «Kä?6
Ke Stimme zitterte und m ihren Augen glänzten ihr Kmd, ich muß wissen, daß Sie auf der Lebens. Führen Sie mich in den Park. Ich muß ftische mit bemlEsamLn % den Verkehr
Kranen. straße mit mir gehen nach einem Ziele, nicht aus Lust---Ah! Kommen Sie«' tr mT Tlt dem Banqmer über-
„Hm, ja,' meinte die Greisin Hoheneck wieder, persönlichem Interesse, sondern aus Zuneigung. TT | wußte fie nn naL ®Q§
.das ist das Gewöhnliche, aber es will mir doch Können Sie das?' » roILft m£„ . S'j alledem? Sie schreckte vor der Vereinen, als ob das Leben Sie hart ^genommen .3«, Frau Gräfin, ich kann das,' rief Cäcilie Lobeneck S abSSäbZSU^n^m'JUrÜ£ Schließet. mein Kind, und als ob Sie klug dadurch ge- mit leuchtenden Augen. Und sie übertrieb nicht. Stosses wS^ ubnge Gesinde des 14' abngab sie ini ihrer Weise die Entscheidung
worden sind. Trotzdem bin ich überzeugt, daß Ci- Sie hatte die Ueberzeugung, daß sie der Äamerab l£e ' eSnten SShnfJ" JfL.^hnb Hua f Der'lönbi9
««es Tages wieder unklug sein und mich verlassen der alten ehrwürdigen Greisin, die so wunderbar, Hoheneck rooreJ übro iS ÄSfa
Werden, um sich von neuem den ungetreuen Wellen so befremdlich sprach und ihr doch so tief ins Herz | Lücken - kr?^ L »Die verstehts,' sagte Frau Gurlt zur Pächters-
i? Lebens anzuvertrauem Sagen Sie nichts, mein gegriffen hatte, fein könne, deren Marschkamerad auf Läfin w e auch LftckenÄer m undL-n Sckloü" e6en auS b-m Schlosse kam, „das ist keine Kind, denn das ist das Gewöhnliche; ich weiß bas.der Lebensstraße werden könne. ^""ch zwischen ersterem und den Schloß-1von Denen, wie wir fo viele schon hier aebaktt
i«ch -chl'Lich'f-m. .Gul, so bl-iben «rilio „b Ä"Ä4*«
^es alleso machen. .werfen Sie dann die übrigen Briese dort in den. scheinbaren Mädchen bas vor nun $ bald ' fünt I unheimlich fanden und davon
„Ich wurde eine solche Undankbarkeit stets unJÄamin." .Monat-n in ?A3^-rbalb -T“nr|Mgen. bie die alte Gräfin wie ein halbesGesvenst
“2 . g , J - ■$” rief bas jung, Mid-Hm und Schloß g,fommm g&T»ei'fe ah SÄä»? ■!* fc- f4.k* auch nur
-6” fase' b,i S“ " eb,n E-l>chI,atz- Manisch nach d°r H-nb ba: Strifin, bi, fi-Ijolu,-H-rri» auf chohÄ uub hmmSitoe T
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