Einzelbild herunterladen
 

id- en, uk- 57

ram tem, fiel.

»eit war E. «.]

in Gens Murmel- fich vier t dadurch e herrwv Jlan Der- rend das orden fei. :m Keller Diebe im öffnende 9 sogleich sah man tthaufen, und ent» »ar, dort »st, und « sich so wall vor n einem Murmel- >ehn Zoll - Stroh Flaschen t. Um in it gestört eschenen hig halb»

[6. T.s er Paul überaus rartigen der viel großer je unter» iglingen. bas Ra- er einen len und werden ett 6er» ! Händ­ler wes» Du denn - .34 kleinen Garnison sen, da» e," ant» Kaiser!" der Be- Wenige Kadetten der Pe- M. ß.] i« der ldi hin- bie sehr ist, daß i stehen ic seiner l-l.]

Paul ff

>14»

AWM Bettung.

I Wöchenlliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

** *** °,hnt Jllustriettes Sonntagsblatt.

I M 172.

Lrichktnt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-Preir bei der Expe­dition L M., bei allen Postämtern L Mk. 26 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgeböhr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 24. Juli 1892.

Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blatter, sowie die Annoncen-Büreaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. To. ht Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

XXVII. Jahrgang.

Wochenschau.

sommerstille trotz Cholera und aller sonstigen borgen! Das ist es, was sich vom Verlauf der letzten Woche allein sagen läßt. Kaiser Alexander, der von Kopenhagen nach Petersburg zurückgekehrt ist, hat gleich nach seiner Ankunft das gesamte Be­amtentum mobil gemacht, es find nun endlich Ab- sperrungs- und Desinfektionsmaßregcln gegen die Cholera angeordnet, Spezialkommissare sind ausge- sondt, cs ist auch amtlich erklärt, daß die bisherigen Choleraberichte sehr übertrieben gewesen sein und verschiedene Zeitungen sind deshalb gemaßregelt, aber die Seuche kümmert sich um den Willen des Zaren und den ganzen, viel zu spät in Aktion ge­setzten offiziellen Apparat nur noch blutwenig und schreitet rastlos ihren unheimlichen Weg weiter. Die Zahl der Choleratodcsfällc ist sehr erheblich, und der Charakter der Krankheit augenscheinlich bösartig. Der Tod tritt ziemlich rasch nach dem Auftauchcn der Krankheit ein. Von den deutschen Grenzen ist die Epidemie noch recht weit entfernt, und hoffentlich kommt sie auch nicht hinüber. In Paris wehren sich die Franzosen mit Hand und Fuß gegen die Behauptung, daß die dort und in der Umgebung herrschende Cholerinc die asiatische Cholera sei. Die spanische und die portugiesische Regierung haben den Ausbruch der Seuche in der ftanzösischen Hauptstadt als gewiß angenommen und halten trotz aller Proteste an den deshalb getroffenen Abspcrrungsmaßnahmen fest. So harmlos, wie die Franzosen sie machen wollen, ist auch die Epidemie in Paris in keinem Fall.

Bei uns im deutschen Reiche verlebte der fried­liche Bürger, der noch nicht auf die hohe Politik unbedingt eingeschworen ist, seine Tage zu Hause F oder in der Sommerfrische recht still. Da war wirk- Üch nichts, was geeignet war, ihn aus der Fassung zu bringen. Der Zeitungskrieg in den Spalten der »Hamburger Nachrichten" ist schon beim Kleingewehr­feuer angekommen und die nachträglichen Erörterungen ? über das Urteil im Xantener Knabenmordprozeß werden nachgerade auch ein graues Einerlei. Allerlei Andeutungen über neue gesetzgeberische Vorbereitungen für das Reichsparlament und den preußischen Land­tag können den Sommerschlaf auch nicht stören, die praktische Verwirklichung dieser mehr oder minder - »nbestimmten Ktindgebungen liegt noch zu weit im Felde, als daß man darüber sich echauffieren könnte. Unser Kaiser wird in kommender Woche seine Nord- landrcise beenden und dann für einige Tage nach Potsdam zurückkehren. Anfang August soll sich

Doppeltes Spiel.

Novelle von Friedrich Meister.

sNachdruck verboten.ff (Fortsetzung.)

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, Herr Haupt- «ann, wie erfreut ich war, als ich heute früh Ihren Namen im Fremdenbuch las!" sagte Asta mit er­regter Stimme.Ich nahm's gleich für eine Fügung des Himmels, denn Sie glauben nicht, wie ich mich gesehnt habe, Sie wiederzusehm! Aber Sie scheinen wirklich recht leidend zu sein! Ich hoffe innigst, daß keine Gefahr vorliegen möge!"

Heinrich war thatsächlich ganz bleich geworden. Er fühlte und drückte eine kleine behandschuhte Hand m der seinen, ohne zu reiften, wie dieselbe dorthin gekommen war.

Auch ich freue mich, Ihnen wieder begegnet ' to sein, gnädigste Frau Baronin," versetzte er un­sicher.Meine Gesundheit läßt zu wünschen übrig, da« aber ist mit uns beurlaubten Afrikanern nie- »als anders. Ich habe von Ihrem schmerzlichen Verlust gehört, als ich draußen war und Sie auf­richtig bedauert. Darf ich einen Gang durch den Park vorschlagen?"

Damit bin ich gern einverstanden," sagte sie, Und beide schritten dem Ausgang zu.

Nachdem Asta durch den Schreiber ihres Vetters eine Abschrift des Testaments des Stadtkämmerers «halten und so alles erfahren hatte, was sie wünschte, -hatte sie ihren ganzen Scharssinn aufgewendet, üm Ambergs gegenwärtigen Aufenthalt und seine \ Verhältnisse zu erforschen. Sie kam bald zu der Keberzeugung, daß niemand ihr besseren Aufschluß herüber geben könnte, als die Pastorin Marsch; die Adresse derselben war bald gesunden und schon «ei ihrem ersten Besuch erfuhr sie von der alten

daran der Privatausflug nach England zur Bei­wohnung einer dortigen Regatta schließen. Fürst Bismarck nimmt am kommenden Sonntag in Kissingen wieder eine Huldigung süddeutscher Verehrer entgegen und reist dann über Jena, wo ebenfalls großer Empfang stattfindet, nach seinem Landsitz Varzin in Pommern, um dort, wie alljährlich, der Ernte beizu­wohnen. Wegen der Weltausstellung steht die Ent­scheidung noch aus.

In Afrika ist die Zeit der unblutigen Eroberungen, wie es scheint, ein für alle Male vorüber. Große, kriegerische und von der Kultur noch wenig beleckte Völkerstämme erscheinen mit einem Male im Innern und lassen sich auf die übliche Annektion durch mit allerlei Zeichen unterkritzelten Schutzverträge absolut nicht ein. Namentlich in der Gegend des Tschad- See, zu welchem auch deutscherseits von Kamerun aus hingestrebt wurde, scheint dem Vordringen der deutschen, englischen und französischen Pioniere für geraume Zeit ein Ende bereitet zu sein. Die deutschen Expeditionen im Hinterlande von Kamerun unter dem erprobten Dr. Zintgraff und dem Hauptmann Ramsay haben nicht weiter vordringen können, da ihnen über­mächtige Massen von kriegerischen Eingeborenen den Weg verlegten. In Teutsch-Ostaftika haben Gefechte mit dem unruhigen Arabcrhäuptling Sicki in der Gegend von Tabora stattgcfunden, der schon zu wiederholten Malen Spektakel angefangen hatte. Da in Tabora immer nur eine schwache deutsche Gar­nison war, konnte wenig gegen Herrn Sicki ausge­richtet werden. Jetzt ist nun das Zusammentreffen mehrerer deutscher Kolonnen bemüth, um dem Bieder­mann einmal gehörig die Jacke auszuklopfen, was auch geschehen ist, und nach den wiederholten Nieder­lagen von Teilen der Schutztruppe m Zukunft hoffent­lich seine guten Folgen haben wird.

Die Parlamentsverhandlungen in Oesterreich- Ungarn sind jetzt zum Abschluß mit der Annahme der neuen Währungsvorlagen gekommen. Oesterreich- Ungarn wird seine Gulden und seine Kreuzer ver­lieren und dafür Kronen und Heller bekommen. Hinterher wird es freilich wohl bei der Krone, wie beim Gulden kommen, nämlich wenig Silber, noch weniger Gold, aber unmenschlich viel Papier. Ver­schiedene Krawalle haben in der letzten Woche statt­gefunden, so in Böhmen von streikenden Gruben­arbeitern, in Ungarn von aufsässigen Landarbeitern. In beiden Fällen hat leider erst Pulver und Blei die Ruhe wieder herstellen können. In Turin hat der italienische Ministerpräsident Giolitti seine erste große Wahlrede gehalten, die zugleich eine imposante

Dame, oaß er demnächst auf Urlaub in Berlin ein­treffen müsse und daß er noch immer ledig sei. Sie wiederholte ihre Besuche bei der harmlosen Frau, die niemals recht verstanden hatte, weswegen damals der Bruch zwischen ihrem geliebten Pflege­sohn und seiner Verlobten erfolgt war, auch nicht, was denselben zur Aufgabe des schönen Besitztums veranlaßt hatte. Asta vermochte ihr darüber keine Aufklärung zu geben, denn auch ihr war jene Aftaire der Hauptsache nach ein Geheimnis geblieben.

Auf der Baronin Bitte verschwieg die Pastorin riese Besuche vor dem Hauptmann; die gute Dame wünschte nämlich von Herzen, daß ihr Heinrich sein einsames Leben aufgeben und eine Hausftau nehmen möchte; die reizende Witwe aber hätte sie ihm am liebsten gegönnt, nach der Ansicht, daß eine alte Liebe immer die beste ist und so war sie entschlossen, die Sache nach Kräften zu einem guten Ende führen zu helfen.

Der Hauptmann und die Baronin spazierten langsam neben einander hin, dem dichteren Teil des Parks zu. Wieder, wie damals im Park zu Birken- elde, suchte er vergeblich nach Worten. Endlich kam Asta ihm zu Hilfe.

Wie lange dauert Ihr Urlaub?" begann sie. Ein Jahr," sagte er aufatmend.

Und dann?"

Dann kehre ich zur Truppe zurück; vielleicht auch chon früher, wenn mir's hier zu langweilig wird."

Aber Herr Hauptmann!"

Warum nicht? Was hält, was fesselt mich fier? Nichts. _ Zwar habe ich einen lieben, treuen Freund, aber selbst Freunde können nicht immer »ei einander sein und unser Händedruck reicht auch »ir über's Meer."

Herr Hauptmann," nahm Asta nach einer

Friedensrede war. Der frühere Finanzminister Ellena, einer der tüchtigsten Finanzmänner Italiens, ist ge­storben.

Die englischen Neuwahlen zum Parlament haben definitiv mit einer mäßigen Mehrheit für Gladstone geendet. Das heuttge Ministerium Salisbury wird aber noch nicht aus dem Amte scheiden, sondern ab­warten, ob Gladstone seine Gefolgschaft zu einem entschiedenen Mißttauensvotum vereinigen kann. Uebrigeus haben die Engländer heute alle Ursache, die Ohren steif zu halten und den großen Friedens­bund im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen, nicht vor den Kopf zu stoßen, denn Frankreich und Rußland wühlen mit Erfolg gegen die britische Position. Französischen Jntriguen ist es gelungen, in letzter Stunde noch einen schon vereinbarten Handelsvertrag zwischen England und dem Sultan von Marokko zu hintertreiben, und den Russen scheint es gelungen zu sein, den in Folge der Unzufrieden­heit seiner lieben Untcrthanen arg in der Klemme sitzenden Emir von Afghanistan für sich zu gewinnen. Wenigstens hat der Beherrscher dieses zenttalasiatischen Grenzlandes zwischen Rußland und England der englisch-indischen Regierung auf eine fteundschaftliche Vorstellung eine unglaublich schnoddrige Antwort ge­geben, was tief blicken läßt. Wenn die Kosacken nächstens plötzlich ins Land Afghanistan hineinreiten, braucht Memand überrascht zu sein.

Die Cholera ist für Rußland schon arg, aber noch peinlicher wird die Situation durch den entsetz­lichen Geldmangel. Der Boden des Staatsschatzes muß ziemlich so blank sein, wie eine Tonne, in welcher die Mäuse Hausen und der auf Urlaub be­findliche Finanzutinister Wyschnegradski ist schleunigst nach Petersburg zitiert, um Geld herbeizuschaffen. Das wird aber wohl gerade so schwer sein, wie, die Cholera wieder aus dem Lande herauszubringen. Selbst in Paris, wo man nun doch allmählich hinter die Schwäche des Revanche-Bundesbruders Rußland gekommen ist, ist die Ehrfurcht vor dem Namen des Zaren geschwunden und man verlangt erst be­stimmte Verpflichtungen vom moskowitischen Selbst­herrscher, bevor man Geld herausgiebt. Das wird in den Zeitungen, die früher vor dem russischen Namen nur so katzenbuckelten, jetzt sehr deutlich aus­gesprochen. Ein Spezialvergnügen haben die Pariser in der stillen Sommerszeit auch wieder gehabt; sie haben nämlich einen veritablen Spion erwischt; aber leider war der vermaledeite Lump ein echter Franzose, sogar ein früherer Staatsbeamter.

Der große politische Prozeß in der bulgarischen

kleinen Panse wieder leise das Wort,werden Sie mir verzeihen, trenn ich ein wenig von der Ver­gangenheit rede? Mir liegt etwas schwer auf dem Herzen."

Sie schaute ihn an und ihre Augen drückten viel mehr aus, als ihre Worte.

Ich wüßte nichts, was ich Ihnen nicht ver­zeihen könnte, Frau Baronin."

Innigsten Dank. Ich wollte Ihnen nur der Wahrheit gemäß erklären, daß nicht durch meine Schuld unsere Verlobung damals ein so schnelles und trauriges Ende gefunden hat und daß es auch nicht meine Schuld war, daß ich Birkenfelde ohne ein Wort des Abschieds verließ. Ich war beinahe noch ein Kind und hatte keinen eigenen Willen. Ich habe schwer gelitten, glauben Sie mir, am meisten bei dem Gedanken, daß Sie mich verkennen und verächtlich von mir denken würden."

Sie drückte das duftende Taschentuch an die Augen.

Ich schwöre Ihnen, Frau Baronin, daß ich jene Wendung der Dinge niemals Ihnen zur Last gelegt habe," entgegnete Amberg in tiefer Bewegung. Ich wußte sehr wohl, daß Sie unter einem Druck standen, daß Sie dem Antrieb Ihres Herzens nicht tilgen durften. Wie hätte ich Sie jemals des­wegen verachten können?"

Sie sind ein wahrhaft guter Mann, Herr Hauptmann!" rief sie mit ungeheuchelter Wärme. Tiefer Impuls aber währte nicht lange, bald ge­wann ihre kühle Berechnung wieder die Oberhand.

Ich habe mich oft gefragt, was Sie wohl ge­dacht haben, als Sie von meiner Verheiratung )örten," fuhr sie langsam und zögernd fort, ihn dabei seitwärts anblickend.

Zuerst meinte ich, daß man Sie gegen Ihren

Hauptstadt, in welcher den Russen zur Genüge nach- gewiesen war, daß alle bulgarischen Verschwörungen und hochverräterische Pläne mit ihrem Gelde bezahlt waren, ist jetzt zum Abschluß gekommen. Vier An­geklagte sind wegen Hoch- und Landesverrates zum Tode bei urteilt, ebensoviel sind freigesprochen und der Rest erhielt Gefängnis bis zu fünfzehn Jahren. In Lüttich in Belgien wird gegen die Anarchisten verhandelt, welche im Frühjahr d. I. die bekannten großen Attentate daselbst verübten. Die Kerle be­schuldigen sich gegenseitig in feiger Weise, der Eine scheint aber des Anderen in der That würdig zu sein. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika, die in der vorigen Woche der Schauplatz großer Arbeiterunruhen waren, sind weitere Krawalle seitdem nicht vorgekommen. In den beteiligten Bezirken herrscht aber doch noch eine recht starke Gährung, so daß Truppen dort verblieben sind.

Deutsches Reich.

W. Jerkiu, 23. Juli. Ueber den Aufenthalt des Monarchen in Drontheim wird von dort berichtet: Der Kaiser ist am Mittwoch Morgen hier angekommen, und stieg am Vormittag an Land. In dem Drontheimer Dom verweilte et anderthalb Stunden und sprach sich sehr befriedigt über das Gesehene aus. Für die durch den Brand in Christiansand Geschädigten spendete er abermals 1000 Kronen. Später begab sich der Kaiser mit größerem Gefolge zum Besuch des deutschen Konsuls Jenssen nach dessen VillaGälstäd", wo das Diner eingenommen wurde. Auch den Abend brachte er daselbst zu und machte einen Spaziergang im dortigen schönen Park. Am Donnerstag wurde die Weiterreise nach Christiansand angetreten, wo das Zusammentreffen mit der deutschen Manöverflotte erfolgen wird. Wie aus Lissabon gemeldet wird, Hal der deutsche Gesandte unter dem 12. d. M. eine zweite Note an die portugiesische Regierung ge- richlet, worin er neben dem Hinweis auf die will­kürliche Schädigung vertragsmäßig zugestandener Rechte besonders noch Einspruch bagegwt erhoben wird, daß die deutschen Inhaber portugiesischer Staatspapiere erheblich ungünstiger behandelt würden, als die portugiesischen Inhaber der inneren Schuld. Des Weiteren weist die Note die Behauptung des portugiesischen Ministers der auswärtigen Angelegen­heiten, die portugiesische Regierung hätte vor der Zwangslage gestanden. Alles oder Nichts zu bezahlen, entschieden zurück, indem hervorgehoben wird, daß

Willen dazu gezwungen hätte, dann aber erschien mir dieser Gedanke doch etwas anmaßend. Es waren zwei Jahre verflossen und in solcher Zeit vergißt man manches; jedenfalls konnten Ihre Er­innerungen nicht mehr allzu schmerzliche fein. Sie waren jung, die Sache lag hinter Ihnen warum sollten Sie nicht von neuem lieben und glücklich sein?"

Die Baronin stieß einen tiefen Seufzer aus

Ihr erster Gedanke war der richtige," sagte fie.Ich heiratete den Baron von Tattenbach, weil man mir keine Wahl lieft. Meine Ehe war unglücklich nicht, daß er mich ungehörig behan­delt hätte, o nein; aber o, es ist mir unmöglich darüber zu reden!"

Das ist auch nicht nötig, gnädigste Frau," ver­setzte er sanft.Gewisse Dinge sind auch ohne Worte verständlich. Dennoch aber uiuft Ihres Gatten Tod Sie hart getroffen haben."

Ja, er erschütterte mich... Aber er brachte mir auch Erlösung."

Heinrich Amberg ging schweigend neben ihr.

Nach einer Weile fuhr sie fort:

Zuweilen, in meiner Einsamkeit, kommt mir die Erinnerung an das Glück, das ich einst befeffen das eigentlich jetzt noch mein sein müßte ..."

Aber sagten Sie denn nicht, daß Ihre Ehe keine glückliche gewesen sei?" wendete Amberg ein.

Die meinte ich auch nicht sondern eine längst vergangene Zeit..."

Sie sprach diese Wotte so leise, daß Amberg's Ohr dieselben kaum noch auffing. Er holte tief Atem, fand aber nicht sogleich eine Erwiderung.

In diesem Augenblick kamen ihnen einige Damen entgegen, von denen eine der Baronin bekannt war. Sie war über diese rechtzeitige Unterbrechung herz-