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Wöchmütche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

Redaktion 8unb Spedition? Markt 21. Illustriertes SonntagMatt. Redaktion und Expedition^ Marti"sti" * ®flrburfl

Ein Nachwort zum Prozeß I" 8eftrel8ert iu?e";l WmA |wd)ung des Prozesses und der Vorgänge, die sich

v ° p I feindliche Strömung macht einen folchen Verdacht! Cellis cyLS Ntelky. L« ibn 6riihte7 t. (2 m

enbet; der Angek agte Buschhoff, dessen Unschuld sich Tageslicht gekommen sein. der Hofbericht meldet, Ende dieses Monats wieder Lragm Wirsah« dastan Ä

in Verhandlungen heraus- Aber anstatt, daß die Juden und ihre Freunde nach Potsdam zurückkehren und demnächst er seine wirklich, im G gensatze zu Blättnn zu stehen deren

gestellt hat ist fteigesprochen. Begreiflich ist es also, mit den Thatsachen gerechnet hätten, traten sie sofort Reise nach England antreten, um daselbst einige Tage wicbtiafteAitiaab-n^t

daß die indenfreundliche Presse ihrer hohen Genug- solidarisch für Buschhoff auf. Sie leugneten über- zum Besuch der englischen Königsfamil e zu verweilen Jntereffen fonbem bk XritiJto5h

unbe- Haupt bie Möglichkeit des Blutaberglaubens bei - ni Verlautet?Wte au^ bte HeiigriflTÄ SaSSmJ feta flS?

Sre-flich aber ist das überschwängliche Triumph- Juden, sie erklärten prinzipiell - ohne erst die landsreise unseres Kaisers durch vr. Güßfeldt in Wir Zn' "

gehret. Unbegreiflich und widerspruchsvoll; denn richterliche Untersuchung abzuwarten - Buschhoff einem Buch beschrieben und von diesem herausgegeben daß biefeS Serben n ttr Sn Bte

Z?'« .Ä ^nerr ^'enf-st an die fur em unschuldiges Opfer christlichen Aberglaubens werden. Bekanntlich befindet sich vr. Güßfeldt neben schärfste Mißb lligung stRdtiDieMlu VoWzta"

Un'chudBuschhoffs glaubte wie dies von Anfang oder noch schlimmerer Triebe. Das war Oel ins dem Marinemaler Saltzmann im Gefolge des Kaisers; die nochkürzlichÄfe m ¥ beK?^h9ere^r E-mitischen Bewegung. der letztere wird während der Reise verschiedene Zeich- veruE chE 22? » Intener

ö f x3?d ±r bLTrei,Prechnng des Ange- Der Verdacht gegen Buschhoff war einmal vor- Lungen anfertigen, die vervielfältigt dem Buch?bti- Prozeß- Schon das Gu achtmderGelehrten tet schuldigten doch gewiß recht eigentümlich aus., Händen. Ob der Angeschuldigte Jude war oder nicht, gegeben werden sollen. - Die K a i s e r i n machte für die iubenfXtotiX «S S»SK K

ift .8 daß M. /»«fmmbl» M< UntegritotoM, dr« Bedacht« tonte um a.f " Suite.« 0|M>toftet M

Presse die Frage auswirst, wie es möglich gewesen nchterlichem Wege ermittelt werden. Es lag also hohen Frau ist vortrefflich. Die Uebersiedelung nach als Verleun,der Hetz?r «ügner ^n als ' dst sei, daß em unbescholtener Mann dem seine Mit- nahe daß die Freunde Buschhoffs auf schleunigste dem Marmor-Palais steht in den nächsten Tagen schlechtesten allr'Menschen Hinzufellen Die Fre burger das beste Leumundszeugnis ausstellten, m gerichtliche Untersuchung des Falles hätten dringen bevor. Die jüngsten kaiserlichen Prinzenreifen beute »

d-nV-rd°cht eines Mordes überhaupt kommen konnte, und auf diese Weise dem Verdächtigen Gelegenheit nach Wilhelmshök - « b« Ä Lfisch X? f eta Unbegreiflich aber ist die Beantwortung, dre diese geben sollen, seine Unschuld evident zu erweisen.Münch. Allg 3tg " behandelt die Stelluna bed startete sLK »T* u Srnge auf philosemistscher Seite findet. Unbegreiflich Statt dessen mischten sich Rabbiner und andere Glaubens- Grafen Eulenburg als MinisterSsident ohnewird- litten sZdneS»ÄÄ

unklug; denn nichts Geringeres wird von den genossen Buschhoffs in die Sache, statt dessen ver- Portefeuille in einer Weise, welche den Emdruck macht, fähig halten ift Wen sTutm iefet toon fo ?Llto

Juden und Judenfreunden aus jenen Prozeßver- suchten Semiten und Philosemiten das gerichtliche als tauche, vorläufig freilich noch in weiter Ferne der aSr W

Handlungen abgeleitet, als das Verlangen, daß die Verfahren zn hintertreiben und warfen mit unerhörter I und unsicheren Umrissen, estieReichskanzle^Kandidatur I dann Me^St ,fcn

iniitPTi ntrf jtftnftmth* rmrft h», »isxaUm. __P, d. . .1 Eulenburg am politischen_Horizont auf. Der!wegen aller^anderu^erbrechen s^w ^vrivileastrt

sollten auf Juden überhaupt auch nur den Schatten Sehen denn die e guten Freunde Buschhofs nicht preußische Kultusminister Dr. Bosse gedenkt feine Lein " Die Köln Va« LLi »S ^V»dachts werfen Gegenüber der von der em, daß sie ihrem Schützlinge nicht nur nicht genütz!, JnStionsreism noch for^usetzen Nachdem « ^emiX/XN'^rd Kt rl ^cschildertenRemheit der Juden-1 sondern, daß sie ihm empfindlich geschadet haben?! vor Kurzem die Provinz Posen bereist hatte, um sich! wahrhaftig kein Anlaß vor auf emeVersckärfuna

schaft nimmt sich die anderseits an die Wand ge- Wir fürchten, dieser besseren Einsicht sind die Juden mit dem dorstge« Stande des Volksschulwesens 6? bet rat&Sen «Sa&iSwi «alte Orthodoxie und Finsternis der Christen ganz und Judenfteunde aber nicht zugänglich, sonst würden kannt zu machen wird er im August zum selben! iüditoe

bedrohlich aus. Wollen die Juden und Juden- sie auch das Unkluge ihres gegenwärtigen Verhaltens Zwecke nachSchlesienreisen ®er K a 2? ? *Me

st-unde durch solches Verhalten die anstsemistschen einsehen. Denn trotzdem fie^fOe6en^erieTlK M ta Ä ftr » Äfta ??"

Hetzereien, die auch wir verurteilen, provozieren? daß die christliche Bevölkerung sich von Juden und panischen Sprachgebiet Oberschlesiens zu unter-1"d das, was uns theuer

Fast hat es diesen Anschein; aber dann müssen sich Judenfreunden nicht brüssteren lassen will, daß die richtem- Eine vom deutschen^ u d w i r t s ch a f t s - sonders au/deu guten Mmen^degFürstegBismarck

Aufteizungen auch auf neue I Aufregung und die Abneigung gegen das Judentum rat an den Reichskanzler und die deutschen Staats- WirIfftoffXSÄJS

Cpfer der Volkslechenschaft gefaßt machen. Iwachst, jemehr dessen Anmaßung zunimmt, tro^bemLegierungen gerichtete Eingabe enthältals Korrelat!zu verbitten- wir han'belu aber auch in dem Bewuüt- Denn gerade derartige Preßtreibereien haben es dauern die Provokationen fort. zu den in dm Handelsverstaam feftaefetiten qon- L Z """ auch m dem Bewußt,

veychuldet, daß dos Unheil über Buschhoff und dessen I Das Triumphgeschrei über die Frstsprechung sätzen" die Forderunga^ Festlegung der Effew Fnedeus i^d^erMg^

Familie heraufbejchworen worden ist, und derartige Bufchhoffs,des Märtyrers für seinen Glaubens I bahntarife und der Tanke auf den aroken Mer- ET01 T k-T P

^erdm werben noch weiteres schlimmeres Unheil würde man der jüdischen Presse gewiß lächelnd gönnen; sttaßen durch besondme Konvmstonen zwischm den Mm uichts o

Araufbefchworen. Betrachten wir kurz den Xantener laber die daran geknüpften Nutzanwendungen sinddurch Handelsverträge verbündeten Staaten" Hamönra §1 Juli

Fall, 1» nehnwn wir wahr, daß bald nach Bekannt-1faust und sonders Herausforderungen der gläubigen! Der Fall Buschhoff ist zunächst dankbX' ® bu 8 ba8

Bewobncrtoaf^dabin'^ auÄvrack Amtoboff ^^n! Chststmheit. Mögen die Juden und Judenfteunde!den antisemitischen Anschuldigungen, sodann aber in dortigm Bahnhöfen zm Verhütung der Einschleppung dm» s «a. gg ~ *'

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Dsppelte» Spiel. jedenfalls aber ist sie, seit sie « dort fand, ganz Stelle an. Wohl trat Was Bild noch ost vor Seit dem ersten Tage der Bekanntschaft fühlte

Novelle von Friedrich Meister. I Unglücklich. Wenn Sie nur daher freundlichst sein inneres Auge, ohne jedoch die alte Bitterkeit Heinrich Amberg sich fast unwiderstehlich zu biete

sNechdrnck verboten.) |3(te .Adresse angeben wollen, so sollen Sie morgen I wieder wach zu rufen. Noch immer erschien sie ihm Lungen Dame hinaeroqen. In seiner Brust erwachte

(Fortfetzung.) Iganz m der Frühe wieder im Besitz Ihres Eigen-!als die süße, liebliche Blume, die er einst sein ge-!wieder eine Empfindung, die er seit Was Verlust

» Ich danke Ihnen," Herr Hauptmann, entgegnete I iums ten. nannt, die Flamme der Liebe aber war erloschen! längst erstorben geglaubt hatte Der langen Nacht

Fräulein Mehring.Das ist eine Artigkeit, die ich! »Warum aber soll fich grauten Winkler diese! und auf ihrem Altar lag nichts mehr als erkaltete! folgte ein neu« Morgenrot, schöner glühender und

niemals annehmt. Meine Droschke wartet dort an|Um,]a^ ""chen? Isis nicht einfacher, wenn ,ch!Asche. Er zweifelte nicht daran, daß sie damals!verheißungsvoller, als^das erste gewesen war der Ecke " persönlich vorspreche?" ebenso gelitten habe, wie er selber, und als er erfte geroeien nxxr

Er biß sich Ms die Lippen. Fräulein Mehring schien zu überlegen. später die Nachricht von ihrer Verheiratung erhielt, End? und in

Ihre geschätzte Tante das Fräulein Winkler. L sehe nicht ein, Herr Hauptmann," sagte da glaubte er steif und fest, daß sie nur dem mültter. Mt aV er^ön teuer der befindet sich hoffentlich wohl," nahm er wieder N? dann,was Sw hindern sollte, meiner Tante lichen Zwange folgend in dieselbe gewilligt tebe. Storen «r« ^b da« Wort. Ihr- Aufwartung zu machen. Sie wird sich gewiß Auch ihre Witwenschast wurde ihm gemeldet, aber L^M^» »'.,/ 1 ? "-4-migen Tagen

Ganz wohl, Gott sei Dank. Sie redete übrigens recht von Herzen freuen, Sie wiederzusehen." obgleich sie nun St frei war, naAien seine Ge- K«WßZLlLUtben-

sehr oft von Ihnen" I -Und Sie, gnädiges Fräulein?" wagte er an-«danken dennoch keine andere Richttmg. Er kehrteImiMen - S- trennen zu

Dem Hartmann drang es warm zum Herzen hauten in die Heimat zurück, Asta aber nL Sb iU roiffen' ob er Fie ^s wieder-

"Das »st sehr freundlich von ihr," sagte er.| ^Natürlich werde auch «h Sie mit Vergnügen I ihm nichts, als eine halb zärtliche, halb wehmütige, V Diele letzt, smnAe Wrtr di- tarmR, »Es lhut wohl, wenn man erfährt, daß man nicht begrüßen, antwortete sie,vorausgesetzt, daß ich,Erinnerung. ILebens Frönten "u eneS

vergeßen ist." , daheim bin. Sie muffen aber schon morgen kommen,, Wie toon ermähnt tette gimhern bi, »WnnntfAnft I^aU^in^C^rJn8'r .sogte -r, als er zum

.Sie wirb fich sehr freuen, nenn Ich chr n-fere wenn Sie meine Jante treffen moaen, kenn ter. L gnS, S Zank,1 RrSÜ Ä& M n" «ra& & ' Begegnung erzähle und ihre erste Frage wird sein,, mor9en reffen wir wieder von hier ab , Winkler, auf dem öftetretoitoen Llovd - Damnfer I ^fm-n «den- .^, ^rgesien. Dars ich teffen,

«b ich mft auch Jtzpr Adreffe geben lftß." I Me nannte ihm ihre Wohnung, während ,-r ^turm" gemacht uto zSwährmd ber S I J ^ber zu begegnen?"

Meine Adreffe?" rief Amberg überrascht. L-y Wagenfchlag für sie öffnete unb ihr beim Ein-1Don Alexandrien nach Triest Die Damen befanbenIn- "®U ^hrcksal es fügt; ists unsere Be- -Jawohl Meine arme Tante ist nämlich sestlst-ig-n behilflich war. Istch aus der Rückkehr von einer kurzen Orientreise! ^""wung, bami finden wir uns auch wieder."

dem Moment, wo sie ihren Reisekoffer auspackte, Noch einmal reichte sie ihm die Hand, bann bie sie zu ihrer Erholung unternommen Wen L-J'C Jpra^ bt$ 'hr-m lieblichsten

bas unglücklichste Frauenzimmer unter ber Sonne rollte der Wagen davon unb ber Hauptmann blieb Si «n 6 { imh hnA' nfrJ2a^In' b5"n rocnbete Re sich und war fernen Micken

gewesen. Haben Sie nach Ihrer Rückkunft etwas °uf der Straße stehen. L*? -"i-yrmg war eine schlanke und doch volle enffchwunden.

don Ihren Reiseutensilien vermißt?" | VIII ' SSien^Ihia,0? uPnb^«teDff,n 1 -aber hatte er fie wiedergefunden. Es

.Ah i» -rlnn-r- 3» n-rmißt- ata, m« H-inri« Merg im« Schreiben verbrannte, Jugend eteÄ ISifÄ M m Mttg

dmgs meinen XrlMfiecher, beruhigte Mich aber bei Iwelches sein Abschiedsaesuch entbielt da batte er,Wefen -in- <tnrn, d-1- h-rtz-n keiner Silbe ihrer gedacht, das Geheimnis

f S-donlen, daß irgend jemand ein »ahlgefollenlfich in feinem Setyn getobt? daß fortin da« Schwert unter innen Ito aufaewachfen war ein SiSterlfrin»?18 ,, 6*t mit taan gefunden und da« Via« -I- ein Andenlen a7 feine, Linie? feine atanige Geliebte fetafaOe. Ädfc^SwÄ&Zte V®ün2Ä.'ÄS..>.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und £m .

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Bestellgeld). JnfertionSgebühr für die gespaltene Zeile Stretfflfl 22 1RQ9

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Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, sowie dieAmwncen-Bureaur vonHaasenstein ».Vogler in .

Sranffnrt a. M., Caflel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. 51abraaNK.

Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.