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Berantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21.
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sie sich von selbst. Aber im Allgemeinen sind Fachschulen und Lehrwerkstätten spärlich in Deutschland gesät, und so hat man die Organisation von Lehrlingsprüfungen gleichfalls noch nicht ausreichend erwogen. Die Innungen haben sich dafür interessiert, meist aber begnügt man sich mit Empfehlung der Ausstellung von Lehrlingsarbeiten und hofft au: diesem Wege dasselbe zu erreichen. So in Preußen, in Bayern und Hessen. In Baden, wo man diesem System gleichfalls huldigte und es durch Einführung von Preisbewerbungen und gemeinsame Aufgaben zu vervollkommnen sich angelegen sein ließ, hat im Dezember 1882 die Regierung den Gewerbevereinen empfohlen, mit den Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten Lehrlingsprüfungen zu verbinden. Demgemäß hat der Ausschuß der Landesgewerbehalle eine Lehrlingsprüfungsordnung aufgestellt. Sehr gute Erfahrungen hat man mit den — ebenfalls nicht obligatorischen — Lehrlingsprüfungen in Württemberg gemacht. Die jetzige Prüfungsordnung datiert aus dem Jahre 1862. Man zieht die Bestellung einer Prüfungskommission durch die Fortbildungsschule und den Gewerbeverein, der die Prüfung veranstalten will, vor und zieht die Gemeinde mit dem Staate zusammen zur Deckung der Unkosten heran. Die Prüfung selbst ist eine freiwillige und erstreckt sich sowohl auf Schulfächer als auf die Kenntnisse in der Werkstätte. Alle jungen Leute, welche sich melden, müssen zur Prüfung vorgelaffen werden und dürfen die Fächer, in denen sie geprüft sein wollen, sich selbst wählen. Die Resultate, die mit dieser Prüfungsordnung erzielt werden, sind sehr erfteulich. Bon Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Lehrlinge, die sich der Prüfung unterwerfen, zu. Außerhalb Deutschlands hat man sich neuerdings, besonders in der Schweiz, um die Ausdehnung der Lehrlingsprüfungen bemüht und ihre zweckdienliche Organisation angestrebt.
ßkeve, 18. Juli. Die Kosten des Prozesses Buschhoff werden aus 150 000 Mark veranschlagt, die selbstverständlich von der Staatskasse zu tragen sind. — Ein Generalkomitee für die von mehreren Seiten angeregten Sammlungen zu Gunsten der Familie des fteigesprochenen Buschhoff ist in Berlin in der Bildung begriffen. — Wie es heißt, bereitet die Staatsanwaltschaft in Cleve Strafanträge wegen Meineides gegen Zeugen in dem Buschhoff-Prozesse vor. Da verschiedene Aussagen direkt entgegengesetzt lauten, muß also Jemand einen Meineid geschworen haben.
Kissingen, 18. Juli. Daß Fürst Bismarck
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zu Grünau seine letzte Ruhestätte gefunden. Auch die Geheimrätin Piraly hatte eher, als sie geglaubt, der Marschordre ins Jenseits folgen müssen, gegen Die es keinen Einspruch giebt.
Vorher aber war ihr noch der Triumph be- schieden gewesen, die Tochter, für deren Heil sie so lange gesorgt, geplant und intriquiert hatte, unter die Haube gebracht zu sehen. Der erwählte Schwiegersohn war diesmal kein geringerer, als der Baron von Tattenbach, ein Lebemann von mäßigem Einkommen, aber großen Aussichten, denn nach dem Tode eines bereits steinalten Onkels sollte ihm ein Vermögen von vielen Hunderttaufenden zufallen.
Die Baronin von Tattenbach begann sogleich nach ihrer Heirat mit Energie und Geschick ein durchaus standesgemäßes Leben zu führen, so daß die Berliner vornehmen Kreise gar bald viel von ihr zu erzählen wußten. Ihr Gatte, der kaum etwas Besseres war als ein elegant gekleideter Stallknecht, ließ sie nach Herzenslust gewähren und wurde ihr nicht im mindesten unbequem. Diese glückliche Zeit dauerte zwei Jahre. Da brach der Baron von Tattenbach sich eines Tages bei einem Rennen zu Hoppegarten das Genick und ließ feine Gemahlin als junge Witwe von fünfundzwanzig Jahren und mit dem kärglichen Einkommen von zwölfhundert Mark in dieser Welt zurück. Aus Gründen, die unaufgeklärt geblieben sind, hatte der steinalte Onkel ehr bald nach der Verheiratung seines Reffen einen Widerwillen gegen dessen jugendliche Gattin gefaßt und jetzt kehrte er ihr vollständig den Rücken.
Es giebt jedoch schlimmere Schicksale, als das einer jungen und schönen Witwe mit einem Jahreseinkommen von zwölfhundert Mark; Asta war sich dessen wohl bewußt und sah daher der Zukunft ohne allzu große Beunruhigung entgegen. Sie
nach Jena kommt, steht nunmehr fest. Der Tag ist noch nicht genau besttmmt, wahrscheinlich trifft der Fürst schon nächsten Sonntag dort ein. (Für den nächsten Sonntag ist aber der Massenbesuch der badischen Nationalliberalen in Kissingen anberaumt.) Professor Häckel hat särnliche Vereinsvorstände zu einer Sitzung behufs Feststellung des Empfangs-Programms eingeladen. — Die „Hamb. Nachr." erklären, daß die „Versehmung" des Fürsten Bismarck ihren Eindruck auf die öffentliche Meinung verfehlt habe: „Eine analoge Bettachtung könnte man über die Ovattonen anstellen, die dem Fürsten Bismarck zur Zeit in Kissingen in immer zunehmender Zahl und Stärke von der Bevölkerung aus nah und fern, von den Badegästen, wo er sich nur zeigt, bereitet werden. Tagtäglich wird das Erscheinen von neuen, ähnlichen Deputattonen, wie die aus Jena und Württemberg, aus anderen Bundesstaaten angemeldet, und daneben beweist die ungeheure Anzahl von Huldigungsbriefen, -Telegrammen und -Sendungen, die in Kissingen unausgesetzt eintrifft und fast nicht bewältigt werden kann, daß die Begeisterung für den Fürften Bismarck in den deutschen Länderir nach Bekanntwerden der Erlasse nicht nur nicht abgenommen, sondern unter dem Eindruck der amtlichen Absage an den Fürsten Bismarck an Umfang und Jtensität erheblich zugenommen hat."
Marburg,
Mittwoch, 20. Juli 1892.
Gegen Robert Dornbusch, den erprobten Freund, hatte Heinrich nicht schweigen wollen, außer diesem aber war nur noch der alte Stadtkämmerer Burghalter, als der rechtmäßige Erbe des Herrn Gottfried Amberg, von der wahren Sachlage in Kentnis gesetzt worden. Aus Roberts Rat hatte Heinrich sich direkt mit diesem ihm bisher unbekannten Manne in Verbindung gefetzt Derselbe war bereits im Besitz großer Glücksgüter, dabei aber ein Sonderling und halber Menschenfeind und daher ohne Freunde. Er nahm die Gabe, die ihm fein junger Verwandter so unerwartet ins Haus brachte, als etwas ganz Selbstverständliches auf, was weder Dank noch sonstige Anerkennung verdiente. Immerhin aber übte er soviel Rücksicht auf den guten Namen seines verstorbenen Vetters, daß er den Irrtum desselben, der ihm zu so unerwartetem Vorteil aus- geschlagen war, gewissenhaft für sich behielt
Heinrich kehrte an den Rhein zu seinem Regiment zurück, fand aber nach einigen Jahren Gelegenheit, sich nach Afrika beurlauben zu lassen und hier in die deutsche Schutztruppe einzutreten. Eine lange Zeit blieb er dem Vaterlande fern. Der Dienst in Deutsch-Afrika war anstrengend und gefährlich und bot ihm daher Gelegenheit, sich tms- zuzeichnen In einem Gefecht mit den aufrührerischen Negerstämmen trug er endlich eine schwere Verwundung davon, die er zwar überstand, deren Folgen aber eine Rückkehr nach Deutschland und einen längeren Aufenthalt hierselbst sehr notwendig machten. Er begab sich daher zu Schiffe, um während eines zwölfmonatlichen Urlaubs in der Heimat die geschwächte Gesundheit wieder zu kräftigen.
Hier hatte sich inzwischen manches verändert, i n sieben Jahren ereignet sich viel Der Amtmann Bredow «ar gestorben und hatte auf dem Kirchhose
Der preußische Staatsanzeigcr publiziert die Abberufung des Gesandten v. S ch l ö z e r beim Vatikan aus Rom unter Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens. — Die Veröffentlichung der neuen Landgemeindeordnung für Schleswig- Holstein ist in den nächsten Tagen zu erwarten. — Wie aus Spandau verlautet, hat die dortige Königliche Artillerie - Werkstatt 400 Schlosser entlassen. — Die deutsch-ostafrikanischeMinen- gesellschaft hat mit der deutschen Kolonialgesellschaft für Südwestafrika ein Abkommen getroffen, wodurch sie bercchttgt ist, auf einer zusammenhängenden, von ihr zu bestimmenden Fläche von 5 Mill. Quadratmeilen auf alle Mineralien Bergbau zu treiben. — Aus Zanzibar wird offiziell berichtet, daß die bekannten Meldungen vom Tode Emin Pascha's sich als unbegründet herausgestellt haben. — Der deutsche Aftikaforscher Dr. Oskar Baumann, der mit seiner Expeditton bereits am Viktoria-See angekommen ist, hat der Ausführungskommission der deutschen Koloniallotterie einen längeren Bericht über seinen Marsch vom Kilimandscharo-Gebirge nach dem erwähnten See gesandt. Hervorzuheben ist, daß Baumann auf dieser Tour einen bisher ganz unbekannten neuen großen See entdeckt hat, den Eiassisee. Der See ist etwa 150 Kilometer lang und 30—50 Silometer breit, bildet also ein ungeheures Wasserbecken. — Nachdem Rektor Ahlwardt in verschiedenen Brochuren „Enthüllungen" veröffentlicht hat, werden nun solche gegen ihn publiziert. Es geschieht das in einer in Berlin erschienenen Brochüre „Ahlwardt'8 Ende." In derselben werden besonders von den Hauptzeugen Ahlwardts in Sachen der „Judenflinten", den entlassenen Arbeitern aus der Löweschen Fabrik, Krähhahn und Bantschneider, Erklärungen veröffentlicht des Inhalts, daß die Ahlwardtschen Enthüllungen fast durchweg eigene Erfindungen Ahlwardts und nicht die Aussagen dieser Zeugen gewesen sind, resp. daß Ahlwardt deren Bekundungen durch eigene Zusätze stark entstellt habe. Rektor Ahlwardt bestreitet die Richttgkeit dieser neuen Enthüllungen. Die gerichtliche Verhandlung in Sachen der „Judenflinten" wird ja über dieses und alles andere Klarheit bringen.
— (Lehrlingsausbildung.) Mit der Lehrlingsausbildung beschäftigen sich die „Preuß. Jahrb." in längerer Ausführung, der wir entnehmen: „Sieht man sich um, wie weit in der Gegenwart Lehrlingsprüfungen durchgedrungen find, so ist mit Ausnahme von Württemberg aus Deutschland nicht viel Erhebliches zu melden. Wo Fachschulen und Lehrwerkstätten vorkommen, verstehen
Hessen-Nassau.
Marburg, 19. Juli. Am Sonnabend, den 16. Juli, unternahm Herr Professor D. Achelis mit 13 Studierenden einen Ausflug nach Frankfurt, um die dort befindlichen Einrichtungen und Anstalten der Inneren Mission kennen zu lernen. Durch die freundliche Zuvorkommenheit des Vereinsgeistlichen Herrn Pfarrer Naumann, des Herrn Vikar Müller, des Herrn de Neufville und deS Herrn Pfarrer Leydhecker war es möglich, die zu einem guten Teil sehr schönen und interessanten Einrichtungen unter sicherer und fachkundiger Führung des Näheren zu besichttgen. Am Sonnabend wurde die Mägdebildungsanstalt Marthahaus, die Herberge zur Heimat, das schöne Vereinshaus Nord-Ost, die Der- sammlungshäuser des Evangelischen Arbeiter-Vereins, des Jünglingsvereins, die Diakonen - Anstalt, die Volksküche, das Evangelische Vereinshaus Westend, die Haushaltungsschule u. s. w., am Sonntag morgens das schöne Diakonissenhaus mit den damit verbundenen Kranken- und Siechenhäusern besucht. Am Sonntag abends kehrten die Teilnehmer an der
Sricheim täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnementr-Prets vei der Expedition L Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Psg. (exkl. Bestellgeld). JnserttonSgebühr für die gespaltene Zelle 10 Psg., Reklamen für die Zeile 26 Psg.
mietete sich in einem der in Berlin so zahlreichen schäbig-gentilen Pensionate ein, um hier, wie sie sagte, zunächst in Zurückgezogenheit dem Gedächtnis des teueren Verstorbenen zu leben.
, Außer anderen näheren und entfernteren Verwandten befaß sie auch einen Vetter, den Sohn des Bruders ihrer Mutter, der bei einem angesehenen Rechtsanwalt die Stellung eines Bureauchefs bekleidete. Rach dem Tode des Barons hatte dieser Vetter sich der Interessen feiner schönen Kousine eifrig angenommen und pflegte sie zu diesem Zweck auch gelegentlich zu besuchen. Bei einer solchen Zusammenkunft brachte er die Unterhaltung auch auf längst »ergangene Zeiten.
„Da fällt mir ein," sagte er im Laufe des Geplauders, „hast Du denn nie wieder etwas von jenem Amberg gehört, den Du vor Jahren heiraten solltest?"
Diese Frage kam so überraschend, daß Asta unwillkürlich errötete.
„Nein," antwortete sie. „Mama erzählte mir einmal, daß er nach Afrika gegangen sei. Das ist aber schon viele Jahre her. Wie kommst Du auf ihn Georg?"
Der Vetter überhörte diese letzte Frage.
„Es ist doch eigentlich recht schade, daß Du ihn xnnals nicht genommen hast," fuhr er fort. „Deine butter pries das zwar immer als ein besonderes Glück, aber vielleicht wärst Du mit ihm doch besser gefahren, als mit Tattenbach."
„Wieso? Und warum ist's schade?"
Sie hatte sich in ihrem Sessel aufgerichtet und chaute den Vetter mit gespannter Aufmerksamkeit an.
„Weil es sich ereignen könnte" — antwortete er, „versteh mich recht, ich sage, es könnte sich möglicherweise ereignen — daß der Hauptmann Amberg
Finsteren Blickes zog er fein Feuerzeug hervor Kn” verbrannte den Brief zu Asche.
VI.
Doppeltes Spiel.
Novelle von Friedrich Meister.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
_ „Beruhige Dich, Heinrich," sagte Dornbusch, ge- Nen in feine Tasche greifend „Hier ist der Brief. •16 ich dem Kutscher heute Morgen meine Kor-
hrclangt" ofigkeits- I ein tte1 pfohlcoeö dasselbe iinhaft 5" (433$ 'ter a. D-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes,
sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
gankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. Iahraana osse in Frankfurt a. M., Berlin, Dmnchen u. Köln; G. L. " u “
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Parisi
Deutsches Reich.
W. Berkin, 19. Juli. Unser Kaiser hat on Freitag von der Insel Skaarö aus einem Walfisch- fangc beigewohnt. Es gelang, einen der riesigen Keeresbewohner zu erlegen. Am Sonnabend früh erfticg der Monarch mit seinen Begleitern eine Anhöhe auf der Insel Skaarö, die eine prächttge Aussicht bot. Sonnabend Nacht ist die Dacht „Kaiser- abler" in Tromging, von der norwegischen Bevölkerung 'N der ihr eigenen biederen und herzlichen Weise begrüßt worden. — Die drei ältesten Söhne des Kaisers sind Sonnabend Abend aus Schloß Wilhelmshöhe bei Cassel angekommen und von der Bevölkerung herzlich begrüßt worden. — In Schloß Kamenz in Schlesien hat die Großjährigkeits- aklärung des am 15. Juli 1874 geborenen Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, ältesten Sohn des Prinzen Albrecht, Regenten von Braunschweig, statt- gesunden. — Der Reichsanzeiger veröffentlich beu Wortlaut des von der preußischen Regierung an die Großindustrie erlassenen Rundschreibens in S«ben der Berliner Weltausstellung. Dirett gegen die Ausstellung hat sich, soweit bisher bekannt, keine ttldusttielle Vereinigung geäußert. Auch da, wo »an dem Weltausstellungsprojekt kühl gegenüber- fteht, wird erklärt, man werde die Ausstellung ttäfttg Mterstützen, wenn die Reichsregierung ernstlich zu einer solchen entschlossen sei. Der Bundesrat wird sich erst im September mit der Sache zu befassen haben. — Die „Nordd. 211 Ig. Ztg." bestätigt, daß dem Reichstage der Entwurf einer neuen Militär- ßrafvrozeßordnung in der kommenden Session noch nicht zugehen kann, weil die Vorstädten des Ent- mrfes noch nicht abgeschlossen sind. — Verschiedentlich war mitgeteilt, der Bundesrat habe das in der letzten Reichstagssession beschlossene Elektrizitätsgesetz bis auf Weiteres zurückgestellt. Die Sache verhält sich aber so, daß die Entscheidung wegen der zeitigen Abwesenheit des Staatssettetärs von Stephan aus Berlin vertagt ist. — Die große Herbstparade des Berliner Gardekorps findet am 18. August auf dem Tempelhofer Felde statt. Am 19. August ist Ruhetag und am folgenden Tage rücken die Truppen z« ben großen Hebungen aus. — Ein Berliner Brief der „N.Allg.Ztg." überdieWeltausstellungs- ftage berichtet, als Organisator der Ausstellung güte Geh. Rat Rauleanx, der, wie verlautete, einen ganz besonderen Plan für das Unternehmen vorbereite und auch die Platzftage in einer dem Interesse d« Sache entsprechenden Weise zu lösen hoffe. —
r Jahre waren vergangen, seit Heinrich »berg freiwillig dem Erbe seines Vaters entsagt ■‘-e, weil der Besitz desselben seinem Rechtsgefühl ^weriprach.
Er hatte damals seinen Entschluß buchstäblich aus- 6/?rt. Wohl redete die Welt und zerbrach sich den 5vvf und stellte allerlei Mutmaßungen auf über eine so tiame Handlungsweise, allein das Geheimnis blieb
| und so gab man sich endlich zuftieden.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
801 9 Redaktton 9unb Expedition^ Markt 21. JMMertes Sonntagsblatt.
^pondenz einhändigte, gewahrte ich, daß er auch «wen Bries an das Kommando in der Mappe Wte: Vorsichtig, wie ich bin, und außerdem von dunklen Ahnung getrieben, behielt ich ihn iE — schließlich wäre er ja noch immer zeitig Mlg an sein Ziel gelangt. Aber Du siehst, daß 6 i» besser war."
Heinrich langte mit einem Seufzer der Erleich- «rung nach dem Schreiben. Rur wenige Stunden varen vergangen, seit er dasselbe verfaßt hatte, wie- aber hatte sich in dieser Spanne Zeit ver- ®®ett! Ihm war zu Mute, als stände er einsam U*1 Ruinen. Nie wieder im Leben, so sagte er r,p'h 8 i rj’ würde er so empfinden, wie in dem Moment, wo er den Brief in die Mappe legte mit den ^>en Worten: „Run gchöre ich meiner Asta ganz