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verfahren nicht eingeführt. — Ein Blatt hatte geteilt, im preußischen Kultusministerium sei neue Volksschulvorlage ousgcarbeitet, die Landtage in nächster Session zugchcn solle.
Notwendigkeit, ihr zu antworten. Sie verließ schnell das Zimmer.
Angabe ist unbegründet, eine solche Vorlage ist noch nicht ausgearbeitet. — Der deutsche „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Aktenstücke über die weitere provisorische Regelung der Handelsbeziehungen zwischen dem deutschen Reiche und Spanien. — Die gemischte Deputatton zur Förderung des Projetts der Weltausstellung in Berlin hat am Mittwoch unter Vorsitz des Bürgermeisters Zelbe
nommen hatten. Ein Rangverhältnis zwischen den Botschaftern bestehe nicht, das pensionsfähige Gehalt sei überall dasselbe, nur die Repräsentationskosten verschieden nach den lokalen Verhältnissen. Herr von Radowitz soll in Madrid hauptsächlich den Abschluß der Handelsvertragsverhandlungen zwischen den beiden Staaten betteiben. — Der Rücktritt des bisherigen deutschen Botschafters in Madrid, des Frei- herrn von Stumm, erfolgte wegen eines Augenübels. An den sogenannten Versöhnungsversuchen in Friedrichsruhe, welche von ihm ausgegangen sein sollten, ist derselbe ganz unbeteiligt geblieben. — Die deutschen Armee-Inspektionen sind nunmehr sämtlich wieder besetzt: An der Spitze der ersten (Hauptquartier: Hannover) steht der General- fcldmarschall Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig; an der Spitze der zweiten Inspektion (Hauptquartier: Dresden) steht der Generalfeldmarschall Pttnz Georg von Sachsen; an der Spitze der dritten Armeeinspektion (Hauptquartier bisher: Darmstadt) steht der Generalfeldmarschall Graf Blumenthal; die vierte Armeeinspektion (Hauptquartier: München) hat der Prinz Leopold von Bayern und die fünfte (Hauptquartier: Karlsruhe) der Großherzog Friedrich von Baden. — Wie die „Voss. Ztg." erfahren haben will, ist die neue Militär-Strafgerichtsordnung für das Deuffche Reich, an deren Ausarbeitung auch höhere Offiziere und Militär-Justizbeamte der Bundesstaaten Bayern, Sachsen und Württemberg teilge- nommen haben, nunmehr soweit fertiggcstellt, daß sie dem Reichstag in der nächsten Session wird vorgelegt werden können. Tie Redaktionskommission, an deren Spitze der General der Infanterie von Leszczynski, ftüherer kommandierender General des IX. Armeekorps, stand, erhielt ihre Anweisungen unmittelbar von dem Kaiser. Im Wesentlichen sollen die Grundzüge der jetzigen preußischen Militär- Strafgerichtsordnung zur Richtschnur gedient haben. Darnach wäre also das öffentliche Militär-Sttaf-
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Hochwohlgeboren und den Mitunterzeichneten der mir gewidnieten Adresse danke ich herzlich für diesen Beweis freundlicher Gesinnung. In dem Jahre, in welchem cs mir vergönnt war, an der Spitze der Unterrichtsverwaltung zu stehen, ist es mein aufrichtiges Bestreben gewesen, dem hochbedeutsamen Interesse der Volkserziehung zu dienen. Damit untrennbar Verbünde» erschien mir eine gesetzlich geregelte Neuorganisation der Schule und eine Verbesserung nicht nur der äußeren Lage, sondern auch der Gesamtstellung des Lehrerstandes. Jene kann nach der historischen Entwickelung, welche das Schulwesen in Preußen genommen, und nach dem machtvollen Bewußtsein in den weiten, an der Volksschule interessierten Kreisen meiner Ueberzeugung nach in lebensttäftiger Weise nur unter Anlehnung an die" Faktoren geschehen, welche in gleichem Maße berufen sind, für die Erziehung der Kinder zu sorgen. Diese Faktoren sind: Lehrer, Eltern, Kirche, Gemeinde. Sie in ein richtiges Verhältnis zur Schule und zu einander zu bringen, war mein Ziel. Ich mag im Einzelnen fehlgegriffen haben. Gegen Abänderungen, welche das Grundprinzip nicht verletzt hätten, würde ich nicht ablehnend gewesen sein. Gleich bedeutsam ist die Ordnung der äußern Verhältnisse des Lehrerstandes. Neben auskömmlicher Bemessung des Gehalts und der Pension sehe ich das Ziel in einer hoffnungsreichem und minder abgeschlossenen Stellung innerhalb und außerhalb des Berufslebens. Mitwirkung bei Verwaltung der Schulangelegenheiten und damit vollberechtigtes Eintreten des Lehrers als solchen in jene Aussicht auf Auftücken in höhere Stellungen des Schul- und Schulaufsichtsdienstes und die selbständige Gliederung größerer Lehrkörper erscheinen mir im Interesse der Schule ein ebenso notwendiges, wie für die Lehrerschaft berechttgtes Ziel. Wenn es mir nicht gelungen ist, für jene Grundsätze Erfolg zu finden, so muß ich mich mit dem Bewußtsein bescheiden, das meiner ehrlichen, von keinem Sonderinteresse beeinflußten Ueberzeugung entsprechende erstrebt zu haben. Tief schmerzlich aber war es für mich, so vielfach auch gerade in Lehrertteisen in meinen Zielen verkannt zu sein. Um so dankbarer empfinde ich Aeußerungen aus diesen, welche mich die Ueberzeugung gewinnen lassen, daß ich nicht auf falschem Wege war. Seien Sie versichert, daß ihre Ansprache mir stets eine besonders wertvolle Erinnerung an die arbeitsvolle Zeit des Vorjahres bleiben wird. Mit dem Ausdruck vollkommener Hochachtung Euer Hochwohlgeboren ganz ergebenster Zedlitz, Staatsminister.
Der deutsche Reichsanzeiger gegen den Fürsten Bismarck.
In der neuesten Nummer des amtlichen Blattes ist zu lesen:
Einige Zeitungen fahren fort, Aeußerungen zu bringen, welche durch den Umstand, daß sie au' den Fürsten Bismarck zurückgeführt werden, Interesse erregen, bereit sachlicher Wert aber der Regierung keinen Anlaß giebt, sich mit ihnen zu beschäftigen. Nur folgende Aeußerung der „Hamb. Nachr." kann, weil sie geeignet ist, den ersten Beamten des Reiches zu verdächtigen, und weil sie jeder thatsächlichen Begründung entbehrt, nicht ohne Widerlegung bleiben. Dies Blatt sagt in Nr. 158 vom 5. Juli d. I.: „Es ist ein Irrtum, daß Fürst Bismarck die Vermutung ausgesprochen habe, Windthorst habe die Kunde von der Kandidatur Caprivis aus dem Munde des Kaisers gehabt. Der Fürst hält eher das Umgekehrte für möglich und glaubt, daß Caprivi der Kandidat des Zenttums weit früher gewesen sei als der des Kaisers, da die antibismarckschen Beziehungen des jetzigen Reichskanzlers zum Zentrum bis in die Zeil der „Reichsglocke" zurückreichen und uns nichts darüber bekannt ist, daß ihre Fortsetzung später unterbrochen worden ist". Der Reichskanzler General der Infanterie Graf v. Caprivi hat bis zu dem Augenblick, in welchem Se. Majestät der Kaiser ihn zum Reichskanzler ernannte, nie nach einer politischen Wirksamkeit gestrebt und nie Beziehungen — auch nicht amibismarcksche — zu irgend einer politischen Partei gehabt oder gesucht.
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Marburg,
Freitag, 8. Juli 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ,
Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. Jabraana. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. v ° 3
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
gegenseitig mit einer Liebe, wie man ihr vielleicht nur einmal im ganzen Leben begegnet. Des Kindes Leben war nach der Trennung nur ein Trauern und Schmachten nach dem Vater gewesen und dem Vater das Dasein seitdem freudeleer.
Mir kam es sonderbar vor, daß ich hier trösten sollte und doch war es so; er lehnte seine Stirn an meine Schulter, kaum vermögend zu sehen oder zu sprechen, seine Hand war kalt und kraftlos. Ich raffte mich auf und sagte: „Verzweifle nicht; ich joffe noch."
„Wenn er stirbt, so soll er in meinen Armen terben," sagte Eugen, und als dieser Gedanke ihm eine Art traurigen Trostes gewährte, stand er auf, süllte Siegmund in eine Decke, nahm ihn in die Irme und bettete seinen Kopf an die Arust.
Ob durch die Bewegung aufgeweckt oder ob in- olge der eintretenden Krisis, Siegmund öffnete die Augen, richtete sie auf das Gesicht, das sich über ihn »engte und nach einigen Augenblicken des Nachdenkens lüsterte er mit einer Stimme, aus der das höchste Glück klang: „Mein Vater!" Gleichzeitig machte er die abgezehrten Aermchen aus der Decke los, chlang sie um Eugens Hals und küßte ihn, als ob er nie wieder aufhören wollte.
Als Eugen so dastand in der Mitte des Zimmers, den Kopf niedergebeugt und mit einem Lächeln aus dem Gesicht, welches für den Augenblick durch keine Besorgnis gedämpft werden konnte, trat die Gräfin ein
Die Art und Weise, wie sie nach sechsjähriger Trennung, während welcher Zeit sie stets an Eugens Ehrlosigkeit geglaubt hatte, ihn jetzt begrüßte, mußte Befremden erregen. Sie eilte auf ihn zu und sagte, ihre Hand auf seinen Arm legend: .Eugen, es ist ürchtbar ansteckend! Küsse das Kind nicht so, wenn Du nicht auch krank werden willst!"
beschlossen, den Kommunalbehörden die Bewilligung einer Summe von 10 Millionen Mark für den Garantiefonds zu empfehlen. Als Ausstellungsjahr wurde spätestens das Jahr 1898 in Aussicht genommen. Von diesen Beschlüssen soll dem Reichskanzler, dem deutschen Handelstag, sowie den Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft Kenntnis gegeben werden. — In München fand am Dienstag Abend eine Versammlung von Industriellen behufs Besprechung einer Weltausstellung in Berlin statt. Alle Anwesenden waren darin einig, daß das Deutsche Reich ohne Rücksicht auf Frankreich eine Ausstellung im Jahre 1898 abhaltcn müsse. Ein Zurückwcichen würde in Süddeutschland keinen guten Eindruck machen. — Die „Köln. Ztg." bringt folgende Mitteilung: Die neuen Bestimmungen über die Sonntagsruhe, welche am letzten Sonntag zum erstenmal ins Leben getreten sind, haben vielfach materielle Schädigungen Gewerbetreibender herausgestellt. Regierungsseitig sind zuverlässige Berichte über die Wahrnehmungen über die Sonntagsfeier eingefordert worden. Es liegt die Vermutung nahe, daß dieses Vorgehen bezweckt, eine thatsächliche Unterlage für die Beant- wottung bezw. Abhilfe von Beschwerden zu gewinnen, welche schon jetzt ziemlich umfangreich eingegangen sind. — Aus Kissingen berichtet die „Frkf. Ztg.": „Vor dem Fürsten Bismarck sang am 3. Juli, dem Jahrestage der Schlacht bei Köuiggrätz, ein Männerquartett einige Lieder, worauf eine Frühstückstafel stattfand. Einer der Gäste gedachte der Schlacht bei Königgrätz. Der Fürst äußerte darauf: „Einen Tag von Königgrätz werden wir wohl nicht mehr erleben, aber auf ein zweites Sedan werden wir wohl noch gefaßt sein müssen." — Die „Hamburger Nachrichten" setzen ihre Philippika gegen die „Nordd. Allg. Ztg." fort, indem sie dabei bleiben, daß die bekannten Arrikel der Norddeutschen nichts weiter auf sich hätten. Die Norddeutsche hebt demgegenüber unverblümt hervor, daß ihre Ausführungen von einer höheren Stelle kommen. Konstatiert wird in den Hamburger Nachrichten, daß der Prinz-Regent von Bayern und der König von Sachsen dem Fürsten Bismarck sehr gnädige Handschreiben übermittelt haben, nachdem der Fürst sich brieflich entschuldigt, ihnen bei der Kürze seines Aufenthaltes in den betreffenden Städten seine Aufwartung nicht haben machen zu können.
— (Graf Zedlitz und die Volks sch ul- lehrcr.) Auf eine Adresse Berliner Volksschullehrer hat Graf Zedlitz an den Absender der Adresse, Rettor A. Berndt, folgendes Antwortschreiben gerichtet: „Großenborau, den 2. Juni 1892. Euer
Im Kann -er Loire.
Roman von F. Fothergill.
Autorisierte de Äsche Übertragung.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Ich sah Eugen seine Hand auf die Stirn des Kleinen legen, ließ seine Hand los und trat zur deite, erfüllt von einer unendlichen Dankbarkeit Segen Gott, daß er hier war und ich hoffen durste, baß der Jammer nun in Gutem enden würde.
Doch das war eine Täuschung. Das Gesicht, über welches mein Geliebter sich beugte, erhellte sich !"cht> der Knabe erkannte den Vater nicht, nach dem Km kleines Herz so innig verlangte — er hörte W die halb wahnsinnigen Worte des trostlosen f c;anne6- der sich über ihn warf, ihn küßte und mit zärtlichsten Schmeichelworten bat und beschwor, -u sprechen, zu antworten, nur, nur ein einzigesmal huschen.
Da überkam den sonst so festen Mann Angst ilnd Entsetzen; ich sah ihn wie verzweifelnd erbleichen.
„Richt diesen Kelch — nicht diesen!" ächzte er. ’a r- Himmel! Alles, nur nicht dieses . . . uh will ihm entsagen .... ihn verlassen .... 611,6 ■ • • nur laß ihn leben !"j
_ Er hatte sich zsttcrnd in einen Stuhl neben dem geworfen und verbarg fein Gesicht in die Hände.
sah Schweißtropfen auf seiner Stirn und konnte mchts thun, um ihm zu helfen — nichts als wünschen, Duzend ein Wunder mich an Stelle des Knaben svtkrank aus das Bett werfen und ihn dafür gesund 01 Anes Vaters Arme legen möchte
.$u Vater, der Du viele Kinder hast, ist cs Bi* Eines derselben zu verlieren? Machst Du dem Tode seine Beute streitig? . . Uvd dieser ann hatte nur das eine; und sie liebten sich
Es war am Nachmittage, der auf diesen, mir unvergeßlichen Abend folgte. Eugen faß an Siegmunds Bett, der sich etwas besser befand und selbst im Schlafe mit eifersüchtiger Siebe zwei Finger seines Vaters umklammert hielt. Ich beabsichttgte, bei Frau Doktor Mittendorf vorzusprechen, um sie :,u benachrichtigen, daß ich noch nicht wieder zu ihr kommen könne. Als ich mich deshalb von Eugen verabschiedete, sagte er, bei meiner Rückkehr werde er mir etwas mitzuteilen haben, da er seinen Bruder von unserer Verlobung in Kenntnis setzen und, wie er mit festem Entschlüsse hinzufügte, Siegmunds wegen mit ihm sprechen wolle. „Ich darf es nicht nochmals so darauf ankommen lassen. Wärest Du nicht hier gewesen, so wäre er gestorben, ohne daß ich darum gewußt hätte. Ich betrachte mich jeder Verpflichtung, ihn hier zu lassen, jetzt für entbunden; das Glück meines Kindes soll nicht ferner geopfert werden."
„Bevor ich ging, suchte ich die Gräfin auf, um ihr über Siegmunds Befinden zu berichten. Ehe ich sie Thür ihres Zimmers öffnete, vernahm ich Stimmen im Innern und als ich eintrat, blieb ich wie gebannt stehen und eine krankhafte Furcht krampfte sich um mein Herz; denn im Zimmer stand mein und meines Verlobten böser Genius — Anna Suylen! Bei ihr waren der Graf und die Gräfin, welche anscheinend auf den Beginn des Gespräches ihrerseits matteten.
„Da sind Sie ja," sagte die Gräfin zu mir. „Ich wollte Sie eben ersuchen lassen, hierher zu kommen. Diese Dame hier behauptet, Sie zu kennen."
„Das ist richtig," sagte ich zögernd. (Forts, folgt.)
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Er sah aus — sie fuhr bei seinem Blick zusammen und sah ihn mit erbleichenden Wangen und geöffneten Lippen sprachlos an.
Auch sein Geist schien die Kluft zu überbrücken, denn er antwortete mit seltsamem Tone: „Ach, Hildegard! Was liegt daran, was aus mir wird! Laß mich!"
„Nein, Eugen, laß es," sagte ich, auf ihn zutretend. In meinen Augen mußte wohl etwas liegen, was ihn bestimmte, denn er legte schweigend den Kleinen an seinen Platz.
Die Gräfin stand vor ihm, keinen Blick von seinem Antlitz abwendend; vergeblich rang sie nach Fassung, vergeblich suchte sie ihre kalte Selbstbeherrschung wieder zu gewinnen. „Eugen!" sagte sie endlich, näher tretend und ihn genau betrachtend. ,O Gott! Wie hast Du Dich verändert! Welch' ein Wiedersehen! Ach — find es denn schon sechs Jahre? . . . und jetzt . . . o!" Ihre Stimme verlor sich in Wehklagen „Wir liebten Dich so sehr . . . warum hast Du uns getäuscht?"
Mein Herzschlag stockte. Konnte er dieser Prüfung, der härtesten von allen, wiederstehen? Die Gräfin war ihm teuer gewesen und war es noch und daß sie ihn liebte, daß sie mit jeder Faser ihres Herzens an dieser Liebe hing, das lag deutlich in diesem: „Warum hast Du uns getäuscht?" Es klang mehr wie: „Sage, daß wir Dir trauen dürfen; mach' uns wieder glücklich!" Ein Wort von ihm und die fo tief um ihn Trauernde hätte den so lange geduldeten, umwillkommenen Gast — den Glauben an feine Falschheit — für immer aus ihrem Herzen verbannt.
Ein schüchternes Klopfen an die Thür und die Mitteilung des Mädchens, daß der Graf seine Gattin zu sprechen wünsche, Überhob ihn der schrecklichen
Deutsches Reich.
W. Iierkin, 7. Juli. Aus Berliner Hofkreisen wird bekannt, daß der Kaiser auf seiner Nordlands- rcise bislang sich außerordentlich gut befindet und eine erfolgreiche Erholung des Monarchen durch die Reise erwattet werden darf. Für den Spätsommer ist, wie bekannt, ein Besuch des Kaisers bei seiner Großmutter, der Königin von England, geplant. Cl'_ der Kaiser in diesem Jahre eine Reise nach Oesterreich unternimmt, steht einstweilen noch nicht fest; dagegen gilt als sicher eine Herbstteise des Kaisers nach den Reichslanden mit Aufenthalt auf btt neuerworbenen Besitzung Urvillc. Auf seiner Nordlandsreise ist jetzt der Kaiser in Bodo ange- kommcn. — Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt hervor, daß die Versetzung des Botschafters von Radowitz von Konstantinopel nach Madrid für denselben keinen Rückschritt bedeute, wie verschiedene Zeitungen ange-
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
$rU 6 »itbattwn9unb Spedition Markt 21. Illustriertes Sonntagsblatt. Redaktion und Expedition: Mark 21. ®
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