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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-AbonnementS-PrriS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkll Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für dir Zeile 26 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 30. Juni 1892.

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Wöchenüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Reaktion ^und ^pedition^Markt 21. Illustriertes Sountagsblatt. Redaktion und Expeditton: Markt 21. * SWot6ur8

Anzttgen nimmt entgegen die Erpeditton dieses Blattes,

iowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in vvmi - , Frankfurt a. M Casiel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. fcflDtfldltfl. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. x> *) a ö

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, PattSi

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i Die vorstehend angegebenen Aeußerungen und

Mitteln. Der Graf sei überhaupt vom Zaren in fast auffallender Weise ausgezeichnet worden; auch Graf Schuwalow habe in Kiel fast ausschließlich mit dem Grasen Waldersee verkehrt. Der Prediger des Kaisers, vr. Dry ander, ist jetzt auch zum Generalsuperintendenten der Kurmark an Stelle des früheren Oberhofpredigers Dr. Kögel ernannt worden. Das unter dem 15. d. Mts. vollzogene königliche Dekret ist dem Dr. Dryander in diesen Tagen zu­gegangen. Die Ueberweisungen auf Grund des sogenannten Verwendungsgesetzes an die Kreise der preußischen Monarchie, die im letzten Etatsjahre 57 Millionen Mark betrugen, dürften in absehbarer Zest angesichts der weichenden Staats­einnahmen ihr Ende erreichen. Wie der Finanz- minister Dr. Miquel vor Kurzem im Berliner Ab­geordnetenhause mitteilte, beträgt die Mindereinnahme bei den Staatsbahnen 58 Millionen Mark. Selbst­verständlich können aus der Staatskasse keine Ueber­weisungen mehr fortdauern, während keine Mittel vorhanden find, das bestehende Defizit zu decken. Von einer Vorlage wegen Kommunalbe­steuerung des Reichsfiskus ist wiederholt die Rede gewesen. Es gilt als zweifellos, daß ein solcher Entwurf an den nächsten Reichstag gelangen wird. Der gegenwärtige Stand der Vorarbeiten indessen läßt annehmen, daß der Gegenstand den Bundesrat erst im Herbst beschäfttgen wird. Einst­weilen finden noch, wie dieVoss. Ztg." erfährt, in umfassender Weise Erhebungen statt, und auch Eingaben und Vorstellungen zunächst beteiligter Kreise erweitern den Stoff, auf welchen die Regierung sich bei den Vorlagen zu stützen gedenkt. Die Re­gierung hat erklären lassen, daß ihr Kundgebungen aus den beteiligten Kreisen willkommen seien. Die Ausführung des Rentengütergesetzes in Preußen. Nach dem Geschäftsbericht der General­kommission zu Frankfurt a. Oder sind bis jetzt scho» 71 Rentengüter nach Maßgabe des Gesetzes vom 7. Juli 1891 errichtet. Davon liegen 49 in Pommern und 22 in Brandenburg. Wie verlautet, wird von einer Seite, welche finanzielle und industrielle Beziehungen zu Rußland hat, bei der Reichsregierung darauf hingewirkt, daß den russischen Staats- papirren die ihnen seiner Zeit vom Fürsten Bismarck entzogene Beleihungsfähigkeit durch die Reichsbank wieder gewährt werden möge. Diese Wiedcrzulassung, an welcher gewisse Bankfteise wohl in erster Linie interessiert sein mögen, dürfte als nächste Wirkung zur Folge haben, daß die von der 500 Millionen-Anleihe in Frankreich nicht abge-

j bk Wiener Interview machen ferner solche Zweifel i unmöglich. Wir beklagen dies aufs Tiefste, nicht -nur um der Angegriffenen willen, die das auf sich zu nehmen haben wie manche andere Amtslast, sondern wegen der Trübung, die die große historische Gestalt des Angreifers dadurch erfahren muß, und wegen der Schädigung, die Staat und Reich dabei erleiden können. Daß fortgesetzte Angriffe gegen die höchsten Beamten das Ansehen, die Kraft der Staatsgewalt nach innen wie nach außen schwächen, ist eine Wahrheit, die Fürst Bismarck nie verkannt hat. Wir haben, wenn er, so lange er im Amte war, politische Gegner mit allen ihm erreichbaren und von der öffentlichen Meinung nicht immer ge­billigten Mitteln verfolgte, den Grund dafür gern darin gesucht, daß er einer Schwächung der Re­gierung vorbeugen wollte. Jetzt scheint er das Gegenteil für richttg zu halten. Warum aber? Wollen wir nicht annehmen, daß cs dem ersten Reichskanzler nur darum zu thun sei, seiner persön­lichen Verstimmung Luft zu machen, so bleibt nur die andere Erklärung, daß er einen Wechsel in den Personen der Regierung herbetführcn wolle. Wir

wissen nicht, wie er sich den Ersatz für die gegen­wärtige Regierung denkt, aber wir besorgen, daß die Mittel, welche er in Bewegung setzt, wenn sie über­haupt Erfolg haben, noch weiter wirken und eine viel tiefere Erschütterung unseres Staatslebens zur Folge haben könnten. Fürst Bismarck hat wieder­holt ausgesprochen, politische Krittk sei sein gutes Recht. Gewiß! Aber jedes Recht kann mißbraucht werden, und nur darum, ob dies geschehen, handelt es sich hier. Wir erinnern uns keines ähnlichen Verhaltens eines abgetretenen Staatsmannes in der Geschichte anderer Reiche, geschweige denn in der Deutschlands. Eine Aeußerung des Fürsten Bismarck, welche den Kaiser mittelbar beschuldigt, bereits im Herbst 1889 von der Absicht, den Fürsten Bismarck zu entlassen, den Kaiser von Rußland unterrichtet zu haben, widerstrebt so sehr dem monarchischen Gefühl, daß wir dabei nicht verweilen mögen. Aber alles, was der Fürst in dem Wiener Gespräch gesagt, wird überboten durch einen Artikel derWestd. Allg. Ztg." vom 26. Juni. Wiederum wird der Für hier redend eingeführt gegenüber einem seiner Gäste in Friedrichsruh, der weiter nicht bezeichnet wird. Die abfälligen Urteile über den gegenwärttgen Reichs­kanzler sind so wenig unerwartet, daß sie uns hier nicht zu beschästtgen brauchen. Aber wiederum wird die Ehrfurcht vor dem Kaiser durch die vollkommen willkürliche Behauptung verletzt, der verstorbene Windt- horst könne seine vor der Entlassungskrise gethane Aeußerung, daß General v. Caprivi der Nachfolger sein werde, nur aus dem Munde des Kaisers gehabt haben. Die Aeußerung Windthorsts ist unbeglaubigt. Wenn dann sogar behauptet wird, der Kaiser habe den Fürsten unter Gründen der Gesundheitsschonung von Berlin und von dem lebendigen Zusammenhänge der Dinge ferngehalten, so werden Alle, die diesen Dingen nahe gestanden, mit Schrecken erkennen, daß die Er­innerungen des Fürsten bereits anfangen, sich völlig zu verwirren. Auf einmal behauptet der Fürst, es sei keineswegs sein Bedürfnis und sein Wunsch ge­wesen, daß er so oft und so lange von Berlin ab­wesend war. Wie oft Hal er nicht öffentlich und vor aller Welt diese Abwesenheit mit seinem Gesundheits­zustand begründet. Es ist ein Anblick ohne Beispiel, daß ein Staatsmann und Held den größten Beitrag leistet zur Erfüllung der teuersten, aber für uner­reichbar gehaltenen Wünsche seines Volkes, daß er dann aber, weil er nicht der Führer seines Werkes geblieben, Alles thut, um die Führung zu vereiteln und das Werk der Zerstörung auszusetzen. Ein Mann, der solches unternimmt, kann allerdings sich

man es kaum für möglich gehalten habe, daß der Fürst in solcher Weise bemüht sein werde, zu zerstören, was er selbst geschaffen, und alle Autorität zu unter­graben. Kein Staatsmann habe jemals, wie er ge­handelt. Wenn Fürst Bismarck die Regierung zwingen sollte, den Kampf wider ihn aufzunehmen, müsse auch das geschehen. Ausdrücklich wird hervorgehoben, daß keine Verschlechterung in den auswättigen Be­ziehungen eingetreten sei seit Bismarcks Rücktritt, > ja, daß man annehmen müsse, daß, nach manchen

Aeußerungen des Fürsten, seine (Erinnerungen fit zu verwirren begännen. Im Einzelnen heißt es dann:ES ist einem großen Teil der Nation schwer geworden zu glauben, daß die seit zwei Jahren in der Presse des In- und Auslandes aufeinander folgenden mehr oder weniger erbitterten Angriffe gegen die gegenwärtige Regierung, gegen einzelne Mitglieder berftlben, ja selbst gegen eine noch höhere Stelle, in der That auf den Fürsten Bismarck

Hber au, ärztlich

der geroaltigen Starke seiner Stellung bewußt sein. Ihn angreifen in seinen Fehlem und seinem verderb­lichen Beginnen, heißt einen großen Nationalbesitz, den eine bis zum Ende bewährte Meisterschaft dar­stellen würde, antasten und vielleichl der Vemichtung preisgeben. Denn die Mehrheit der Völker, vor Allem die uns nicht wohlwollenden Nationen würden in dem Angriff auf den Thäter mit einem Schein von Recht auch die Preisgebung feiner Schöpfung sehen. So stehen die Männer, denen die ehrenvolle Be­rufung zu Teil geworden, das Werk des Fürsten Bismarck fortzuführen, vor der Aufgabe, ihre Arbeit vor Allem zu schützen vor dem Mann, dessen Schöpfun sie erhalten sollen. Es ist eine peinliche Wahl für einen Zugführer, entweder den Zug über die Hinder­nisse brausen zu lassen, die von dem früheren Führer auf die Schienen geworfen werden, damit aber den Zug der Zerschellung auszusetzen, oder die Hindemisse fortzuschleudern, und damit einen Mann zu treffen, der die lenkbare Kraft erst geschaffen. Diese Wahl zu vermeiden, ist der Selbstbeherrschung der leitenden Männer bereits gelungen. Es scheint, daß der Fürst durch eine immer weiter getriebene Rücksichtslosigkeit die leitenden Männer dazu zwingen will, den Kampf gegen^ihn aufzunehmen. Memand kann den Umfang des Schadens ermessen, den der Fürst dem eigenen Vaterlande zuzufügen willens ist. Memand kennt die Waffen, die er glauben mag, bereit zu haben; aber die Pflicht, die höchsten Güter der deutschen Nation auch gegen den Mann zu verteidigen, der diese Güter einst am meisten gefördert, darf von den Führem des Staates weder verkannt, noch zurück­gewiesen werden."

strenge, mit vielen Falten durchzogene Stirn, ein farbloses Gesicht mit kräftigen, nicht unschönen Zügen; ein strenger Mund, glanzlose, ernste Augen, eine Würde, ja eine Majestät in der Miene, welche sie nicht zu Wohlwollen zu mindern versuchte so stand die Gräfin Hildegard von Rothenfels vor mir. Der erste Eindruck, den diese, in jeder Linie aristo­kratische, in ein schwarzes Schleppkleid gehüllte Ge­stalt auf mich machte, war der des Stolzes. Sie schien von mir allem, was ich fühlte, durch eine unübersteigliche Schranke getrennt.

Ein zarter Blick aber belehrte mich eines anderen. Traurig waren die Augen, traurig der Mund, traurig die ganze Erscheinung und nicht ohne Grund, wie ich später erfuhr.

Eine strenge Katholikin, hatte sie mit achtzehn Jahren den Grafen Bruno von Rothenfels ge­heiratet, der ein gut Teil älter al« sie war und dessen große Besitzungen und alter Name ihr eine hohe soziale Stellung verschafften Aber er war Protestant durch Geburt und Erziehung und in seiner gesamten Lebensanschauung Nationalist. Dies war ein bitterer Kummer für sie. Ein anderer war ihre Kinderlosigkeit. Sie war vierundzwanzig Jahre verheiratet und kein Kind war dieser Ehe entsprossen.

Ich habe später ein Porträt von ihr aus ihrem wanzigsten Jahre gesehen eine strahlende Brünette, Runterfeit, Entschlossenheit und edle Schönheit in jeder Linie. Ach, was kann das Leben aus uns machen! Traurigkeit, Bitterkett und stolze Zurück­haltung lagen jetzt in dem Benehmen der Gräfin von Rothenfels.

Sie verneigte sich gegen uns, als Frau von Mettendorf uns vorstellte und während sie Stella weiter nicht beachtete, warf sie noch einen zweiten

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Als ich ihm den Brief zurückgab, standen meine Augen voll Thränen. Gleichzeitig fuhr der Zug in den Düsseldorfer Bahnhof ein

Auf dem Wege zu Doktor Mittendorf faßte ich den Entschluß, weder mit Stella noch mit sonst je­manden über das Vorgefallene zu sprechen, aber so bald wie möglich an meine Eltern zu schreiben und ihnen die Wahrheit zu sagen.

II.

Es begann zu dunkeln, als wir am folgenden Tage auf der kleinen Station Lahnburg ausstiegen, um in des Doktors Wagen auf das Schloß zu fahren Ich unterlasse es, den Empfang zu be- chreiben. Der Doktor und seine Frau waren sehr freundlich; mir war alles recht, ich freute mich über alles.

Frau Mittendorf pflegte freundschaftlichen Um. gang mit der altadeligen Familie von Rothenfels, dessen großes, finsteres, altes Schloß man von ihrem Salon aus über den Wald herüberragen sah Ich betrachtete das ernste, imponierende Gebäude mit einiger Neugier, da Eugen dessen erwähnt hatte. Es war von roten Steinen auf rotem Felsen er­baut und daher rührte wohl sein Name Finstere Wälder, die aber jetzt in den letzten grellen Farben des Herbstes leuchteten, umgaben es von einer Seite und auf der anderen Seite befand sich, wie Frau Mittmdorf sagte, ein weite«, mit mächtigen Bäumen »edeckte« und von langen, geraden Alleen durch- chnittenes Plateau.

Am Morgen nach unserer Ankunft öffnete ein lSedienter die Thür und meldete die Gräfin von Rothenfel« Frau Mittendorf erhob sich, um ihren Gast zu begrüßen und stellte uns die Gräfin vor

Sie war eine Frau, welche an der Grenze des mittleren Alters stand, mit stahlgrauem Haar. Eine

Die Reichsregierung

geht gegen den Fürsten Bismarck vor. DieNordd. Allg. Ztg." flieht die scharfen Angriffe, welche Für! Bismarck während seiner letzten Reise wider die Reichsregierung, den Grafen Caprivi und auch gegen den Kaiser erhoben hat, wieder, und betont, daß

Du bist also zwölf Jahre älter als ich und ging*: schon in die Schule, al« ich geboren wurde. Was warst Du für ein Junge "

Ich denke ein regelrechter Schlingel, wie alle anderen"

Wenn wir verheiratet sind, kann ich vielleicht mein Singen fortsetzen und etwas Geld damit ver­dienen. Dann wird meine Stimme für mich einigen Wert haben"

Ich dachte, Du hättest die Kunst aufgegeben.*

Vielleicht werde ich Adelaide sehen ober viel­mehr, ich will sie besuchen," fuhr ich fort, indem ich ihn forschend betrachtete.

Zu meinem Tröste, sagte er:Hast Du sie lange nicht gesehen?"

Nun, ich habe nur aus den Zeitungen ersehen, daß ihre Ehe geschieden ist; sie hat mir auf einen früheren Brief sehr kurz geantwortet, daß ich nicht wagte, nochmals an sie zu schreiben."

Sie hat mich wie ein Engel gepflegt, als ich im Hospital lag. Hast Du gehört, daß sie eine Auszeichnung durch die Kaiserin erhalten hat. Keine hat es besser verdient."

Weißt Du, wo sie jetzt ist?" fragte ich bewegt.

Sie lebt in 3E, feit kurzem verheiratet mit Herrn v. Forli Von ihr erfuhr ich, daß Du in England warst. Sie gab mir die«.

Drbei überreichte er mir ein jufammengefaltene«, Selbe«, abgerissenes Blatt Papier, in welchem ich «im Oeffnen meinen eigenen Brief erkannte, den ich während des Krieges an Adelaide geschrieben und den sie fo kurz beantwortet hatte

Es wurde mir nicht leicht, ihn von ihr zu er­bitten," sagte er;aber ich stellte ihr vor, daß sie noch mehr Briese von Dir bekommen könne, während ich . . ." Er brach ab.

Deutsches Reich.

W. Aerki«, 29. Juni. Unser Kaiser ist am Dienstag Vormittag aus Stettin wieder in Siel eingetroffen und hat dort verschiedene Personen em­pfangen. Darauf wohnte der Monarch an Bord »er AachtKaiseradler" der Segelregatte des kaiser­lichen Jachtklubs im Kieler Hafen bei und ging dann unter dem Donner der Geschütze in See. Von der Nordlandreife erfolgt die Rückkehr zu Ende Juli nach Wilhelmshaven. Daß G r a f W a l d e r- see vom Kaiser von Rußland mit der Ueberbringung von Grüßen an den Fürsten Bismarck beauf­tragt worden fei, bestätigt der Kieler Gewährsmann desHamb. Korr."; der Zar habe bei der Ver­abschiedung Dom Grafen Waldersee denselben wieder­holt gebeten, seine Grüße an den Fürsten zu übcr-

Im Kann -er«e.

Roman von F Fothergill.

Autorisierte deutsche Uebertragung.

(Nachdruck verboten.j (Fortsezung.)

Kurze Zeit daraus tagen die Böte der Schiff­brücke, auf welcher wir diese bedeutungsvolle Reise i gemacht, fest verankert am Ufer und wir betraten i das Land. Nachdem wir uns gestärkt und mit j neuen Hüten versehen halten, fuhren wir mit der Eisenbahn nach Düsseldorf zurück. Als ich Eugen erzählte, daß wir am folgenden Tage nach Lahn- bürg gehen würden, um dort kurze Zeit zu bleiben, sah er mich überrascht an.

Höre ich recht Du gehst nach Lahnburg?"

Ja. Warum nicht?"

Wenn Du nach Schloß Rochenfels kommst, wirst Du erfahren, warum ich frage. Frage nicht weiter, liebe May! Ich habe gesehen, daß dieser schöne Kops unter schwierigen Verhältnissen klug zu denken verstand und überlasse es Dir, Deine eigenen Schlüsse zu ziehen. Aber ich freue mich, daß Du nach Lahnburg gehst"

Uno wirst Du, wenn ich zurückkomme, noch in Düsseldorf fein.

Ich kann es nicht sagen, e« wird am Besten sein, wenn wir uns unsere Adressen mitteilen. Ich bin wieder in meiner alten Wohnung Ich weiß wicht, wann und wie wir uns wieder treffen werden. Ich muß zu Friedhelm und Du wenn Du Deinen Angehörigen unser Verhältnis mitteilst, wirst Du wahrscheinlich sofort jeden Verkehr mit mir ab- brechen müssen "

Nun, ein Jahr geht bald dahin. Wie alt bist Du, Eugen?"

Zweiuntchreißig.

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