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Wöchenlliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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auswärtige Besteller gegen Einsendung der Postquittung.
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Marburg und den umliegenden Kreisen nachweisbar die verbreitetste hiesige Tageszeitung und sichert Anzeigen jeder Art die lohnendste Wirkung.
Neuzugehende 'Abonnenten aus hiesiger Stadt erhalten die „Oberhessische Zeitung"
ernen des vom Tage der Bestellung bis zum Schluß I be5 Monats unentgeltlich zugesandt, desgl.
und die dabei von ihr als maßgebend erachteten Grundsätze festgestellt.
dieselbe früh und Zuverlässig.
Die „Oberhessische Zeitung"
alte Bedürfnisse aufs neue befestigen konnten. Fassen wir schließlich unser Urteil über den Verlauf der heutigen Kreiskonferenz zusammen, so glauben wir, dem allergrößten Teile derjenigen, welche derselben beiwohnten, aus dem Herzen zu sprechen, wenn wir sagen: „Es waren schöne Stunden." Darum Dank allen denen, welche dazu beigetragen haben.
Marburg, 20. Juni. Das von den städtischen Behörden am 22. Februar und 9. März d. I. beschlossene Ortsstatut über die Erhebung von Gemeinde-Umlagen in der Stadt Marburg ist von dem Bezirks-Ausschuß in Cassel am 28. Mai d. I. genehmigt worden.
Marburg, 20. Juni. Gestern waren mehrere Lehrer und Schüler der oberen Klasse des Real- Gymnasiums in Cassel hier anwesend, um ihrem Schüler, resp. Mitschüler Otto Rau das Geleite zur letzten Ruhestätte zu geben und Blumenspenden auf dessen Grab niederzulegen. Der Verblichene, ein begabter und fleißiger Schüler, soll an den Folgen einer Darmverschlingung verschieden sein.
Marburg, 20. Juni. Heute Abend 8’/a Uhr findet im Saale des Turnergartens die General- Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt, in welcher unter anderem auch die Statuten der Unterstützungskasse für im Dienst Verunglückte zur Verlesung kommen, wir verfehlen nicht hierauf Noch besonders aufmerksam zu machen.
Marburg, 20. Juni. Der Aerzteverein für den Regierungsbezirk Cassel hielt gestern hier in Marburg seine X. Generalversammlung ab. In der Vormittags um 11 Uhr im neuen Auditorium der chirurgischen Klinik anberaumten Sitzung berichtete der Vorsitzende, Herr Geh. Med.-Rat Wild- Cassel, zunächst über die Vorgänge des letzten Jahres, wonach 4 Kollegen gestorben sind. Der hiernach erstattete Kassenbericht zeigte infolge er- hoher Ausgaben kein günstiges Ergebnis und wurde deshalb von Bewilligungen besonderer Art abgesehen. Zugleich wurde der Wunsch ausgesprochen, daß die Kollegen der Harnierschen Stiftung für hilfsbedürftige Hinterlassene hessischer Zivilärzte einen größeren Zuschuß geben möchten. Bei der Neuwahl zweier Vorstandsmitglieder a) für den nach dem Turnus ausscheidenden Geh. Med.-Rat von Wild, d) für den verstorbenen Sanitäts-Rat Dr. Schmeißer wurde ersterer wieder- und für letzterenDr. Hartmann- Hanau neugewählt. Die Wahl eines Stellvertreters für das Ehrengericht anstelle des aus dem Regierungsbezirk verzogenen Herrn Prof. Rumpf fiel auf Herrn Geh. Med.-Rat Küster-Marburg und
Deutsches Reich.
W. Berlin, 20. Juni. Unser Kaiser wohnte am Freitag dem Adlerschießen des Offizierkorps des 1. Garde-Regimentes im Katharinenholz bei Potsdani bei und that den ersten und letzten Schuß. Am Sonnabend Vormittag wohnte der Monarch dem llebungsschießen auf dem Artillerieschießplätze in Kummersdorf bei, kam um 3 Uhr Nachmittags nach Berlin und begab sich sofort ins Schloß, um eine Reihe von Vorträgen zu hören. Zur Tafel war der Kaiser bei dem Kriegsminister von Kaltenborn- Stachau und wohnte Abends der Vorstellung im Schauspielhause bei. Nach derselben erfolgte die
Hessen-Nassau.
Marburg, 20. Juni. Gestern fand hier die Versammlung der mitteldeutschen Archivare statt, zu welcher Teilnehmer von nah und fern eingetroffen waren. Seit einer Reihe von Jahren finden diese Vereinigungen statt und hatte man diesmal Marburg dazu gewählt. Sowohl die Sehenswürdigkeiten unserer Stadt als auch unser Archiv befriedigte die Teilnehmer in hohem Grade. Auch das von Herrn Restaurateur Jean Weitzel gelieferte Festmahl machte den Ansprüchen, welche man an eine gute Küche zu stellen hat, alle Ehre.
Marvurg, 18. Juni. Zu der am heutigen Tage im Hotel zum „Deutschen Haus" dahier abgehaltenen Kreislehrerkonferenz hatten sich circa 50 Lehrer, darunter auch viele Herren aus dem Kreise Kirchhain, eingefunden. Nachdem der Vorsitzende, Herr Lehrer Schneider von hier, die Versammlung durch eine kernige Ansprache eröffnet, hielt Herr Lehrer Born dahier einen Vortrag über „Die Behandlung poetischer Stücke in der Volksschule." Referent konzentrierte seinen von schöner Hingebung und wahrer Wärme für hohe Ziele getragenen Vortrag in zahlreiche Thesen über Ziel, Auswahl poetischer Stücke, Vorbereitung des Lehrers und unterrichtliche Behandlung der Poesie in der Volksschule, welchen im allgemeinen zugestimmt wurde. Hierauf referierte Herr Lehrer Schneider von hier als Delegierter über den 9. deutschen Lehrertag zu Halle. In fesselnder Weise schilderte derselbe den Verlauf jener Versammlung und gab selbst ins Detail ausführlich Auskunft. Lehrer Heinrich Trusheim dahier, welcher während dieses Referats den Vorsitz der Versammlung führte, sprach Herrn Schneider für seine interessanten Ausführungen im Namen der Versammlung den wohlverdienten Dank aus. Auf Anregung des Herrn Wolf aus Kernbach, welcher nebenbei dem Bezirksverein Marburg für das Zustandekommen der heutigen Kreiskonferenz dankte, wurde beschlossen, jährlich zwei solcher Konferenzen abzuhalten und als nächster Versammlungsort der auf den 17. September c. festgesetzten Kreislehrerkonferenz wieder Marburg gewählt. Nach Schluß der Beratung folgte ein gemeinschaftliches Essen, an dem etwa 40 Personen teilnahmen und das durch niancherlei Tischreden gewürzt ward. Hieran schloß sich noch ein gemütliches Zusamnien- sein, worin Freunde und Bekannte sich sprechen und
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2 Ml., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pfg. (exkl. Bestellgelds JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.
Im Kait« der Töne.
Roman von F Fothergill. Autorisierte deutsche Uebertragung.
(Nachdruck verboten.j
(Forts« tzung.)
Eugen sah auf und dieser Blick ging mir in's Herz Aber er schwieg. So verharrten wir einige Augenblicke — es war keine halbe Minute; aber es schienen Jahre langsamer Todesqual zu sein. Und während dieser Zeit versuchte ich es zu fasscn, daß mein Freund mit den hellen, klaren Augen und dem offenen furchtlosen Blick, der mir stets als die verkörperte Ehre, als das Ideal der Ritterlichkeit erschienen war, dastand und unseren Augen, die an ihm hingen, nicht begegnen konnte: bleich und niedergeschlagen, eines gemeinen Verbrechens angeklagt, chne es zu leugnen! Karl, der unglückliche Ver- anlaffer dieser Szene kam näher und flüsterte, seine Hand ergreifend, in heiserem Ton: „Um Gotteswillen, Eugen, leugne es! Du kannst — Du mußt er leugnen!"
Endlich sah er mit einem Blick voll Qual auf, sah Karl, mich und die übrigen Gesichter umher an Seine bleichen Lippen zitterten schwach; aber er schwieg Und doch schien es mir, daß auf seinem Gesichte der Ausdruck des Ekels ausgeprägt war, des Ekels eines Menschen, der genötigt wird, eingehend mit einer unreinen Sache sich zu befaffen, des Ekels, den ein Mensch empfindet, der eine Leiche mit sich Herumschleppen muß.
„Sage, daß es eine Lüge ist, Eugen!" beschwor Karl ihn.
Endlich kam ein Laut, eine Antwort, langsam, leise u'.ib bebend, aber unmöglich mißzuverstehen ober anders zu deuten: „Nein, das kann ich nicht!" Und dann ließ er den Kopf — den stolzen Kops
wieder sinken, als ob er gern unsere Äugen vermeiden möchte.
Karl richtete sich auf. Auch sein Gesicht war bleich und wie von einem tötlichen Streiche getroffen, ging er fort Einige, welche um uns gestanden hatten, wandten sich zur Seite und flüsterten mit einander hinter ihren Notenheften. Forli bewahrte sein undurchdringliches Aussehen; May Wedderburn war totenblaß. Im Saale ertönte das Geräusch und der Lärm allenthalben noch lauter als vorher. Das Drama hatte nicht drei Minuten in Anspruch genommen.
Eugen ließ' einen Augenblick seine Stirn in der Hand ruhen, so daß sein Gesicht verborgen war. Als er wieder aufsah, erhob er sich gleichzeitig; dabei begegneten seine Augen der Miß Wedderburn Nie habe ich einen so traurigen tiefen Blick gesehen. ES war mir aber ein Zeichen, daß er ihre Augen nicht zu fürchten brauchte.
Das Konzert nahm seinen Fortgang. Als es zu Ende war, suchte ich so schnell wie möglich fortzukommen, um Eugen auszusuchen. Da hielt Karl Linders mich an, zog mich in einen einsamen Winkel und sagte: „Friedel, ich bin ein fürchterlicher Narr."
„Ich kann Dir lcider nicht widersprechen."
, Höre mich an," sagte er. „Ich hatte mir vorgenommen, durchaus keine Reden gegen ihn mehr anzuhören; als ich aber nach dem Solo zu Klara ging, steckten sie beide, sie und diese verwünschte Anna Suylen die Köpfe zusammen und letztere sagte, es sei sehr fein von solchen Schuften, ihre Sünden hinter die Musik zu verstecken. Da sie immer in solchem Tone von Eugen spricht, so fragte ich sie ziemlich heftig, was sie damit meine. $)ar auf antwortete sie, sie meine damit, daß er ein echter Spitzbube, ein Fälscher und noch schlimmeres
ich aber würde bleiten, wo ich wäre? Und hast Du hier nicht auf alles die Antwort? Ich weiß, Du bist eine großmütige Seele, wie wenig andere. Es macht mir jetzt den größten Kummer, daß ich Dir nicht schon lange erzählt habe, wie die Sachen standen; doch das hätte mir Deine Freundschaft gekostet und ich habe so wenig, was mir das Leben erträglich macht."
„Ich will Dir sagen, Eugen, weßhalb Du es mir nicht früher gesagt hast: aus demselben Grunde, der Dich jetzt abhält, mir in die Augen zu sehen und zu sagen: „Ich bin schuldig, ich that das, dessen man mich anklagt," weil es nicht wahr ist Ich fordere Dich auf: sieh' mir in die Augen und sage, daß Du schuldig bist."
Er sah mich mit vor innerer Qual trüben Augen an und sagte: „Friedel, ich - - . kann nicht sagen, daß ich unschuldig bin."
„Darum habe ich Dich nicht gefragt. Du sollst mir sagen, ob Du schuldig bist und es komme auf Deine Seele, trenn Du mich belügst; das würde ich nie vergeben."
Wieder sah er mich an, wollte sprechen, brachte aber kein Wort hervor. Ich wandte meine Augen nicht von den {einigen; Minuten vergingen, da ließ ich endliv seine Hände los und wandte mich ab. „Laß hundert geschäftige Zungen sich gegen Dich erheben, sie können uns nie scheiden. Wenn es nicht beleidigend wäre, würde ich Dich bitten, zu glauben, daß in meinen Gefühlen für Dich nicht das geringste sich geändert hat und daß sie, so lange ich lebe, die nämlichen bleiben werden."
„Es ist unglaublich Solche Treue, solch . . . Friedel!" Die Stimme versagte ihm.
„Ich wollte, Du hättest Miß Wedderburn ihr englisches Lied fingen hören: „What would you
AM- Unsere geehrten Leser ersuchen ttir freundlichst, ihre Bestellung für das dritte Vierteljahr 1892 bei den betreffenden Postanstalten oder Zeitungsgeschäften baldmöglichst bewirken zu wollen, da unsererseits nur in diesem Falle eine pünktliche Zusendung der „OberheMchen Zeitung" vom 1. Juli 1892 ab gewährleistet werden kann.
Erscheinungsweise und Bezugspreis bleiben unverändert.
Durch ihr tägliches Erscheinen, den Bezug telegraphischer Depeschen und eigene Korrespondenz aus der Hauptstadt ist die „Oberhessische Zeitung" in den Stand gesetzt, schnell und reichhaltig ihre Leser über die Tagesereignisse zu unterrichten. Auch die Provinzial- und Lokalnachrichten bringt
Marburg,
Dienstag, 21. Juni 1892.
wäre. Ich sagte ihr, daß ich das für eine Lüge hielte. „Fragen Sie ihn," erwiderte sie, und da mich beibe quälten, so versprach ich endlich, um Ruhe zu haben, ihrem Wunsche zu willfahren."
Ich machte mich von ihm los und ging nach Hause; beinahe zitternd betrat ich das Zimmer.
Eugen saß am Tisch und starrte mich an. Dann sagte er mit einem Gesicht, aus welchem ein seltsames Gemisch von Milde und Bitterkeit sprach: „Kommst Du zurück? Ich werde Dir nicht mehr lange beschwerlich fallen. Gieb mir nur diese Nacht ein Unterkommen; morgen früh reis' ich ab."
Ich ging zu ihm, schob das Schreibgerät, welches vor ihm lag, bei Seite und ergriff feine Hand, war aber nicht im Stande, ein Wort zu sprechen.
„Nun, Friedhelm," fragte er nach einer Pause, während welcher der gespannte Ausdruck seines Gesichtes sich etwas gemildert hatte, „was sagst Du zu einem solchen Menschen, der sich Dir gegenüber drei Jahre lang für ehrlich ausgegeben hat?"
„Den ich als Ehrenmann kenne und stets gekannt habe."
Er lachte „Es giebt bei der Ehrlichkeit auch Grade und Stufen; die eine Art steht niedriger als die andere. Ich bin jetzt ehrlich, weil meine Sünde mich ausfindig gemacht hat und ich den Schein nicht länger aufrecht erhalten kann."
„Ach was! Glaubst Du mich damit zu täuschen?" sagte ich veräcktlich. „Mich, der ich Dich seit drei Jahren kenne!"
Ein Ausdruck unaussprechlicher Freude schimmerte einen Augenblick aus feinem Gesichte, wurde aber sofort unterdrückt; dann sagte er: „Du mußt aus die Vernunft hören. Habe ich Dir nicht gesagt, daß ich mich unfähig gemacht hätte, einen leitenden Posten einzunehmen, — daß Andere avancieren möchten,
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,
sowie die Annonecn-Bureaux von Haasenstein n. Vogler in VVT>lf - , Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. JllUPUtlNü Masse in Frankfntt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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Rückfahrt nach Potsdam. Am Sonntag empfing der Kaiser den japanischen Gesandten Toki zur Entgegennahme seiner Beglaubigung. Heute Montag erfolgt die Ankunst des italienischen Königspaares. — Am Sonnabend Vormittag hat unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Graf Eulenburg eine Sitzung des preußi scheu Staatsmini st eriums stattgefunden, an welcher Reichskanzler Graf Caprivi teiluahm. Wie verlautet, sollen Anträge Preußens an den Bundesrat, u. a. auch eine Gesetzvorlage betr. die Kommunalbesteuerung des Reichsfiskus, zur Verhandlung gestanden haben. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das dem Bundesrate vorgelegte Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz über gegenseitigen Patent-, Muster- und Markenschutz nebst der beigefügten Denkschrift. — Eine unter dem 11. Juni d. Js. erlassene neue Postordnung für das Deutsche Reich ist durch das Zeutralblatt für das Deutsche Reich publiziert worden. — Nach einer Entscheidung des preußischen Kultusministers können die den königlichen Regierungen für sachliche Schulbedürfnisse überwiesenen Mittel auch zur Gewährung von Beihilfen an bedürfttge Schulverbände behufs Gründung und Unterhaltung von Schülerbibliotheken verwendet werden. — In den „Hamb. Nachr." läßt Fürst Bismarck nunmehr Über die Aussöhnung schreiben: „Wir haben uns über die ganzen sogen. „Aus- söhnungs"-Artikel der Blätter in der Hauptsache des Urteils enthalten und beschränken uns auf die Wiederholung unserer Ansicht, daß bei uns zu Lande das Wort „Aussöhnung" für das Verhältnis des Kaisers zu seinem früheren Minister ein ungeschickt gewähltes ist. Wir wissen nicht, ob Fürst Bismarck bei Sr. Majestät in Ungnade ist, aber wenn er es wäre, so wird er eben ruhig abzuwarten haben, ob und wann diese Situation aufhört. Das Verhältnis ist fein zweiseitiges gleichstehender Beteiligter, sondern, soweit es existiert, notwendig ein einseitiges." — Der Vorsitzende des Wahlvereins der deutschen Konservativen ladet soeben den ans 48 Mitgliedern bestehenden Gesamtvorstand des Vereins zu einer Sitzung ein, die am Mittwoch stattfinden soll. Die Tagesordnung weist u. a. folgende Nummer auf: „Besprechung der vorliegenden Anträge bezüglich der Aenderung des Parteiprogramms, sowie der Einberufung eines Parteitages." — Wie die „Kreuzztg." schreibt, hat die konservative Fraktion des preußischen Herrenhauses in ihrer Sonnabendsitzung nahezu mit Einstimmigkeit sich für Abänderung des konservativen Parteiprogramms ausgesprochen
»nid unfc «erlag: Joh. Ang. Koch, UniverfitätS-Buchdruderei in Marburg. AÄ ArtäftlrtH Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg
Redaktion und Expeditton: Martt 21. wU Redaktion und Expedition: Markt 21. “