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Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21.
und) Maßgabe der von uns genehmigten Zeichnungen zu versehen ist. Urkundlich unter unserer Allerhöchst eigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem königlichen Jnsiegcl. Gegeben Neues Palais, den 12. Juni 1892. Wilhelm K. Gegengezcichnct vom gesamten Staaisministcrium. — Tie e n g l i s ch - o st afrikanische Gesellschaft sitzt in der Geldklemme! Ein Artikel der Londoner „Times" enthält die Meldung, die britisch - ostafrikanische Gesellschaft habe ihren Agenten befohlen, Uganda zu räumen. Es sei jedoch die Frage, ob die bezüglichen Instruktionen den Kapitän Lugard rechtzeitig erreichen würden. Die brilisch - ostafrikanische Gesellschaft erkläre, daß ihre Fonds erschöpft seien. Wenn nicht England selbst eingreift, so würden diese Landstriche von Anderen besetzt werden. Die „Times" weist sodann darauf hin, wie der deutsche Besitz in Ostafrika aufblühe, seitdem sich die Reichsrcgicrung um denselben kümmere, und betont, es würde England wenig Kosten verursachen, die englischen Interessen gehörig wahrzu- nehnien. — Die Kommunalkommission des Herrenhauses trat heute in die nochmalige Beratung des Gesetzentwurfs, betreffend die Besetzung der Subaltern- u tt d U n t e r b c a m t e n st e l l e n in der Lcrwaltung der Kommunalverbände mit Militäranwärtern, ein, und debattierte bis Nachmittag über die §§ 1 bis 2. Das Abgeordnetenhaus hat in § 2 beschlossen, daß die Subaltern- und Unlcrbcamten- stellcn in denjenigen Landgemeinden und Kommunal- verbünden, welche weniger als 3000 Einwohner haben, vom Gesetz nicht betroffen werden sollen, ©nie Strömung in der Kommission ging dahin, den § 2 ganz zu streichen. Der Minister des Innern Herrfnrth beteiligte sich lebhaft an der Debatte und sprach sich dafür aus, dem andern Hause die Konzession zu machen, daß Landgemeindcli und ländliche Kommunalverbände unter 2000 Seelen dem Bereiche dieses Gesetzes entzogen werden sollen.
Aus Friedrichs ruh ist den „Hamb. Nachr." wieder eine reichhaltige Postsendung von Artikeln zugegangen, ans denen wir das Bemerkenswerteste hcrvorheben. Bezüglich des Verhaltens der russischen Presse gegenüber Deutschland wird wiederholt betont, „daß in der europäischen Politik und in den russischen Interessen an derselben das Hauptmotiv für die feindliche Haltung der russischen Presse gegen Deutschland nicht liegt, sondern daß dieselbe durch künstliche Zuthalen und, abgesehen von der baltischen Frage, durch bewußte Mache und Hetzerei von nichtrussischer Seite beeinflußt wird."
Die „Hamb. Nachr." hatten neulich geäußert,
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Deutsches Reich.
W. Berlin, 14. Juni. Am Montag früh kam der Kaiser von Potsdam nach Berlin und begab sich zu Pferde nach dem Tempelhofer Felde. Dort besichtigte der Kaiser im Beisein einer zahlte icke t Generalität und vieler ftemdherrlicher Offiziere das Karde-Kürassierregiment und das 2. Gardc-Ulanen- regiment. Darauf nahm Se. Majestät einige persönliche Meldungen höherer Offiziere entgegen und entsprach einer Einladung des Offizierkorvs des Garde- Kürassierregiments zur Tafel. Hierauf begab sich der Monarch in das Berliner Schloß, um die Marincvorträge entgegenzunehmen. Nachmittags wohnte der Kaiser dem Armee - Jagdrennen in Hoppegattcn bei. Am Abend traf der König von Schweden von Weimar über Berlin in Potsdam ein und nahm im Reuen Palais Wohnung. Tic Begrüßung der kaiserlichen Majestäten mit dem Gaste war eine überaus herzliche. Heute Dienstag wird wahrscheinlich die Abreise des Königs erfolgen. — In Sigmaringen wurde die Verlobung des rumänischen Kronprinzen in Gegenwart des Königs Karl gefriert. — Nach verläßlichen, der ,,V. Z." aus Bcrlner Hofkrciscn zu- gchcnden Nachrichten ist der Besuch des italienischen Königspaarcs am Kaiserhofe einstweilen bis zum Herbst vertagt; vielleicht werde er in diesem Jahre überhaupt nicht mehr erfolgen. Es hat über den Besuch und seine Vertagung ein überaus herzlicher Briefwechsel zwischen beiden Monarchen siattgefunden. Man ist in Berlin vollständig darüber sicher, daß die Dreibuudspolitik von den inneren Vorgängen i.t Italien, welchen Verlauf dieselben auch nehmen mög n, durchaus unberührt bleiben wird. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Kabinetts- srdre: Urkunde betr. die Ausstattung des Roten Adlerordcus mit te: königlichen Krone. Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen tc. haben beschlossen, an dem heutigen Tage, an welchem Dor hundert Jahren un'cr in Gott ruhender Ahn, des Königs Friedrich Wilhelm II. Majestät, den Brandenburgischen Roten Adlerorven erneuerte und zum zweiten Ritterorden seines königlichen Hauses erhob, zugleich aber sich und seine Nachfolger an der Krone für dessen Oberhaupt und Großmeister erklärte, diesen -Orden in t der königlichen Krone, welche ihm damals beigefügt wurde, wiederum auszustatten. Zu dem ' Ende wollen wir als besondere Auszeichnung in geeigneten Fällen das Ordenskreuz mit der Krone verleihen und bestimmen, daß dasselbe für diese Fälle Bin allen seinen Klassen mit der königlichen Krone
„Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, und zwar im Widerspruch zu verschiedenen amtlichen Registern, daß Fürst Bismarck unserer Ansicht nach beute noch Mitglied des Staatsrats ist, da er solches nicht in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident war, sondern bereits 1854 als Bundestagsgesaudter zum permanenten Mitgliede des Staatsrats ernannt worden und in dessen Abteilung für auswärtige Polittk klassifiziert worden ist. Fürst Bismarck ist also viel früher Staatsrat, als Minister geworden, und wenn elftere Eigenschaft somit nicht an letztere geknüpft war, so kann sie mit dieser auch nicht erloschen sein. . . . Die Mitgliedschaft am Staatsrat ist übrigens praktich ganz gleichgiltig und eine rein theoretische Frage des Staatsrechts, da zu Staatsratssitzungen nur diejenigen Mitglieder erscheinen, welche ausdrücklich dazu berufen werden."
Herr Ludwig Bamberger, der unlängst in einer Wählervcrsammlung in Alzey in bestimmtester Weise schilderte wie Fürst Bismarck unmittelbar vor seinem Abgang den Plan fertig hatte, der Verfassung zur Not mit Gewalt beizukommen, wird von den „Hamb. Nachr." scharf zurechtgewiesen. Seine Anzapfung gehöre in die Kategorie der Gehässigkeiten, welche Unterlagen zu Verleumdungen gegen den Fürsten Bismarck willkürlich Herstellen, wenn sie sich thatsäch- lich nicht darbieten.
Die Mitteilungen des „N.-I. Herold" über Unterredungen zwischen Bismarck und Schuwalow vor dem Berliner Kongreß sind nach dem Hamburger Kanzlerblatt „von Anfang bis zu Ende vollständig aus der Luft gegriffen und zwar nicht nur in Bezug auf die Begegnung des Grafen Peter Schuwalow und des Fürsten Bismarck, sondern auch in Betreff eines jeden der den beiden Staatsmännern in den Mund gelegten Worte und in Betteff aller Schriftstücke, welche erwähnt und mit derselben Dreistigkeit fingiert sind, wie wir sie früher aus der Thätigkeit der Pariser Fälschungsbureaus behufs Verhetzung zwischen Deutschland und Rußland in weitverzweigten Falsifikaten kennen gelernt haben.
Dresden, 13. Juni. Eine Landesversammlung der Konservativen des Königreiches Sachsen hat in Dresden stattgefunden. Hauptgegenstand der Tagesordnung waren Anträge des Frhrn. von Friesen, in welchem zur Bekämpfung der Sozialdemottatie, zur Einschränkung der Macht des Judentums und zur Pflege des christlichen Volkslebens aufgefordert wird. Das konservative Parteiprogramm soll auf die Judenfrage ausdrücklich Bezug nehmen und zu diesem Zweck ein allgemeiner Parteitag der konservativen
Erscheint täglich außer an Weltlagen nach Sonn- und Fetertagem — Quartal-Abe Mcmcnts-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämteni 2 Mk. 25 Psg. (c$fl. Bestellgeld)! JnsertionSg buln für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklaw n für die Zeile 26 Psg.
Jeusen's Wanderbildern: „Das Kreuz am Wege." „Ich habe es erst einmal versucht," äußerte ich „und bin ein elender Stümper."
„Bitte sehr!" entgegnete ier lächelnd, seine Noten auf eines der Pulte stellend und die Geige zur Hand nehmend: „Jetzt bin ich so weit."
Meine Hände zitterten so sehr, daß ich kaum spielen konnte. Wirklich, dieser Mann, welcher einmal schweigsam, ein andercsmal redselig, einmal ironisch und dann wieder herzlich fein fern te, war mir ein Rätsel
Der Vortrag war von meiner Seile ziemlich mittelmäßig und ich äußerte mich dahin, als wir zu Ende waren.
„Ich meine, wir versuchen es noch einmal," schlug er vor und wir begannen von neuem. Aber meine Finger versagten mir den Dienst, weil ich seinem rührend schönen Spiel zubörte '
„Nun, zu etwas Heiterem Gingen Sie gestern Abend früh von dem Balle fort?"
„Nein, nicht eben früh."
„Haben Sie sich amüsiert?"
„Es war für mich alles neu — und sehr
Ich verneigte mich einfach und begann in dem Haufen von Noten, welche auf dem Piano lagen, zu suchen. Um meiner Anwesenheit einen Grund za geben, wollte ich einige Noten mitnehmen Ich nahm ein beliebiges Heft, ohne zu wissen, was es war, rollte es zusammen und wollte wieder gehen.
„Haben Sie es so eilig, Miß Wedderburn?"
„Nein."
„Wäre e zu viel verlangt, wenn ich Sie bäte, mich auf dem Klavier zu begleiten?"
„Ich werde es versuchen," sagte ich kurz und zog langsam die Handschuhe aus.
„Mein Fräulein, an jenem Abend war ich verbittert und wußte kaum, was ich sprach "
„Ich will Sie begleiten," unterbrach ich ihn. Mein Herz klopfte. „Aber wie soll ich anfangen, wenn Sie nicht spielen oder mir sagen, was Sie spielen wollen?"
„Richtig," sagte er lachend, ohne sich indeß von der Stelle zu rühren. Er saß neben dem Piano, hatte seinen Arm darauf gelegt und sah mich jetzt mit genau demselben freundlichen, munteren Blick an, wie damals an dem kleinen Tisch im Restaurant zu Köln. Und doch war es wieder ein ganz anderer Blick, welchen ich nicht für jenen ersten umgetauscht haben würde.
Wenn er nur anfangen wollte, zu spielen! Die Situation wurde mir peinlich, als er noch immer dasaß und mich halb lächelnd ansah, ohne den Anfang zu machen.
Da wurde die Thür am anderen Ende des Saales geöffnet und er sah auf.
„Ah, da ist Friedhelm!" sagte er; „der wird uns jetzt sekundieren."
„Dann will ich nicht weiter stören."
„Im Gegenteil," erwiderte er, seine Hand auf die meine legend. Mein Traum vom Morgen fiel mir ein.
„Sie sollten bleiben, dann hätten wir ein Trio. Höre Friedel! Du kommst gerade zur rechten Zeit. Fräulein Wedderburn wird so gut sein, uns zu begleiten; wir können also die vierte Sinfonie spielen."
„Deine sogenannte Frühlings-Sinfonie?" fragte Helsen lebhaft näher kommend. „Ich bin von ganzem Herzen einverstanden. Wo ist die Partitur?"
„Bei dem Namen „Frühlings - Sinfonie" fiel mir wieder mein Traum von der vergangenen Nacht
daß sic sich gefreut haben würden, wenn die Angabe, die Eckardtsche Schrift „Berlin-Wien-Rom" solle vor ihrer Publikation eine Anerkennung von hoher amtlicher Stelle erfahren haben, autoritativ widerlegt worden wäre; es würde dadurch der bedauerlichen Pudlikatton wenigstens jeder Anspruch auf offiziöse Ermächtigung entzogen worden fein. Dazu bemerkte die „Nat.-Ztg.": „Eine solche Erklärung ist allerdings nicht erfolgt; wir wissen aber zufällig genau, daß noch unmittelbar vor der Ausgabe der Schrift im hiesigen Auswärtigen Amt nichts von derselben und ihrem bevorstehenden Erscheinen bekannt war." Dazu bemerkt jetzt das Hamburger Blatt: „Wir glauben überhaupt nicht, daß im Auswärtigen Amte alles bekannt ist, was in unserer auswärtigen Politik geschieht. Wir haben auch nicht behauptet, daß das Auswärtige Amt die Schrift gekannt habe, wir haben nur die Frage zu erörtern versucht, ob die Eckardtsche Schrift in irgendeinem Stadium vor oder nach ihrer Drucklegung eine Anerkennung von hoher amtlicher Stelle erfahren haben solle. Das Auswärtige Amt haben wir als diese hohe amtliche Stelle nicht bezeichnet. Außerdem wird aber das Auswärtige Amt ein gewisses Maß von Verantwortlichkeit für eine politische Veröffentlichung eines im auswärtigen Dienste befindlichen Beamten doch nur dann mit Erfolg ablehnen können, wenn es dieser Ablehnung einen öffentlichen und autoritativen Ausdruck giebt."
Anknüpfend an eine Bemerkung der „Daily News", alle vernünftigen Menschen müßten für den gegenwärtigen Zustand Europas dankbar fein; unter den bestehenden Verhältnissen sei er der beste, den man wahrscheinlicherweise erlangen könne, weist das Kanzlerblatt darauf hin, daß der Dreibund, der den Frieden verbürge, das Werk der Politik Kaiser Wilhelms I. und seines Kanzlers sei. „Der Dreibund ist nicht das Werk der heutigen Regierung, sondern letztere hat denselben vorgefunden; wir können nur hoffen und wünschen, daß sie ihn erhalten möge."
Die Mitteilung, daß Fürst Bismarck zum Präsidenten des preußischen Staatsrats ernannt werden solle, veranlaßt die „Hamb. Nachr.", das Dichterwort anzuführen: „Denn eben wo Begriffe fehlen, da stellt ein Won zur rechten Zeit sich ein." Dieses Wort sei das „Präsidium des Staatsrates." „Wenn die Urheber dieser Nachricht etwas näher über die Tragweite ihrer Angabe nachdenken, sich die staatsrechtliche Lage und die Stellung des Staatsrates in derselben vergegenwärtigen, so glauben wir, daß sie selbst das Zutreffende unseres dichterischen Zitates anerkennen werden." Dann heißt es weiter:
Marburg,
MiltwoK, 15. Juni 1892.
3m Sann -er Lörre.
Roman von F Fothergill.
Autorisierte deutsche Uebertragung.
jNachdruck verboten.!
(Fortietzuna.)
Infolge des Regens und schlechten Wetters war ■ jede Spur des Karnevals verschwunden Die Tonhalle war verlassen; nur ein Mädchen war in dem Restaurant Ich fragte, ob der Rittersaal geöffnet wäre und sie bejahte. Als ich auf die Thür zn- Mg, hörte ich, daß bereits jemand auf dem Piano spielte. Sollte cs Forli sein? Das glaubte ich nicht; es war nicht sein Anschlag — er war nicht so fertig, glänzend und sicher.
Nachdem ich esiicn Augenblick zugehört hatte «nd darüber beruhigt war, daß er es nicht fei, entschloß ich mich, hineinzugehen War es jemand, den ich fortschicken konnte, so wollte ich das thun; wenn nicht, so konnte ich wieder geben.
Es war ziemlich dunkel im Saal und ich war ^inahe bis zum Piano gekommen, ehe ich den Spieler erkannte: es war Olivier. Aergerlich und verwirrt über dieses Zusammentr ffen zögerte ich einen Augenblick, unentschlossen, ob ich den Saal verlassen sollte. Er wandte mir den Rücken zu Und spielte weiter; ein Notenhest stand vor ihm
Vielleicht konnte ich noch umkehren, oh e bemerkt zu werden; das wollte ich thun, da fiel mein dlick in einen Spiegel, welcher gerade hinter dem Piano hing und ich sah nun daß er mich erkannt W>en mußte. Das bestimmte mich Jetzt umkehren, ®äre albern gewesen und hätte schlimmer auSgesehen ols wenn ich blieb Als ich auf das Piano zn- Smg, wandte er sich, ohne fein Spiel zu unterbrechen, nach mir um
»Guten Tag, mein Fräulein "
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes»
sowie die Aunoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvinl - r Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXV11. 5c(11)1(1(111(1.
Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. v D
Daube u. Co. in Frankfutt a. M„ Berlin, Hannover, Paris!
interessant — aber ich habe mich nicht besonders amüsiert."
„O, Sie sollten einmal die Bälle in Florenz, Venedig oder Wien sehen!"
Er lehnte sich nachdenklich zurück, als ob er an vergangene Szenen dächte.
„Ach," sagte ich unsicher, „ich glaube nicht, daß ich viel nach dergleichen frage, obgleich es interessant ist, das kleine Drama um uns her zu beobachten ... und darin mitzuspielen," dachte ich zugleich bei der Erinnerung an Anna Suylen und ihre Worte: „Nicht rechtschaffen, nicht ehrenhaft. Verbirgt sich aus Scham und Schande." Ich sah ihn an und glaubte es nicht, der peinigende Gedanke verließ mich für den Augenblick.
„Wollten Sie üben?" fragte er. „Ich fürchte, ich störe Sie."
„O nein! Tas thut nichts Ich werde jetzt nicht üben."
„Ich wollte einige andere Sachen versuchen," sagte er „und unser Piano war mir nicht gut genug. Kennen Sie das?"
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„Aber ich fürchte mich die Bitte auszusprechen, mich zu begleiten."
„Warum?"
„ -ie scheinen abgeneigt zu sein." *
„Das bin ich nicht; aber ich hätte gedacht, wenn ich abgeneigt wäre, so wäre das gerade ein Grund für Sie mich aufzufordern "
„fl'ie so?"
„Da Sie doch das Gelübde gethan haben, gegen mich so abstoßend zu sein, daß ich Sie hassen muß "
lieber sein Gesicht flog ein leichtes Erröten, indem er einen Moment schwieg und sich auf die Lippen biß.
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Ädxdtwn *unb l^pedition^Markt 21. Illustriertes Sonntagsblatt.