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Wüchmüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. «eMfitm 9unb (^pedition^ Markt 21. "s t“'“ Illustriertes Sonntagsblatt.
JUL 126.
Er cheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-Preis bei btr Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Dienstag, 31. Mai 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,
iowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Boalcr in „„„„ - , Frankfutt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. ftttöTQntKl. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. v ' D 3
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
gehöre für immer der deutschen Geschichte an. —
hier aus in alle Lande gehen. Ich wünsche das auch Namens der preußischen Untcrrichtsverwaltung. Ich danke den Vorstehern, Lehrern und Leitern der Slnstalt von ganzem Herzen für alles, was sie gethan haben; unsererseits aber versichere ich Sie, daß wir mit allem Ernst Ihnen helfen werden, wo wir können, um Hand in Hand mit Ihnen den Geist der Jugend zu beleben und zu haben. Ich bin tief davon durch-
Deutsches Reich.
W. Werkin, 30. Mai. Unser Kaiser ist am Sonntag Abend von seinen Jagdrcisen im Osten nach Potsdam zurückgekehrt, woselbst heute Montag Abend der feierliche Empfang der beiden Königinnen von Holland erfolgt. Mittwoch oder Donnerstag dieser Woche wird voraussichtlich der Besuch .des Kaisers Alexander von Rußland und seines ältesten Sohnes stattfindcn. Mitte Juni, wenn keine weiteren Zwischenfälle eintieten, die Ankunft des Königs Humbert und der Königin Margarethe von Italien. Am 29. Juni tritt dann der Kaiser von Kiel aus an Bord der Jacht „Hohenzollern" seine diesjährige Nordlandreise an, von welcher am 4. August die Heimkehr nach Wilhelmshaven erfolgt. Alsdann beginnen die militärischen Besichtigungsreisen. — Dem Laudesdirektor Frhrn. von Hammerstein in Hannover ist vom Kaiser sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift verehrt worden. — Das Begräbnis des verstorbenen Oberbürgermeister von Forckeubeck in Berlin wird heute Vormittag 10 Uhr vom Festsaale des Rathauses aus, woselbst die Leiche am Sonnabend Abend ausgebahrt ist, unter großen städtischen Ehren erfolgen. Nicht weniger als 4 Musikkorps werden im Zuge vertreten sein, zu welchcni zahlreiche Deputationen ihr Erscheinen zugesagt haben. Im Gefolge wird sich als Vertreter der Kaiserin Friedrich auch der Generaladjutant Mischke befinden. Forckenbcck war bekanntlich katholisch, wird aber au dein evangelischen Nikolaikirchhof bestattet werden. Die Grabrede wird der protestantische Prediger Hoß- bach halten. Die katholische Geistlichkeit hat au' Anweis'.ing des Fürstbischofs Dr. Kopp in Breslau den Beistand bei der Beerdigung versagt, weil der Verstorbene seit langer Zeit der katholischen Kirche ferngestanden und auch vor seinem Hinscheiden nicht die Sakramente begehrt habe. Ferner war Forcken- beck in den siebziger Jahren Präsident des Gerichtshofes für kirchliche Angelegenheiten, der bekanntlich aufgrund der Maigcsetze die Absetzung mehrerer ka- cholischer Bischöfe beschloß. Die Kaiserin Friedrich, der Reichskanzler Graf Caprivi, der Minister von Bötticher und der Obcrpräsident Dr. von Achenbach haben den Hinterbliebenen ihr Beileid ausgesprochen. Das Schreiben des Reichskanzlers hat einen besonders herzlichen Charakter. Es heißt in demselben: Weit über die Grenzen der Städte, welchen der Dahin- gegangcne unvergeßliche Dienste geleistet, werde der Verlust des edlen Mannes empfunden werden. Seine Thätigkeit als Präsident des Reichstages
Im La«« -er Töne.
Roman von F Fothergill.
Autorisierte deutsche Uebertragung.
jNachdruck verboten ] (Fortsetzung.)
Ich fühlte mich elend und erbärmlich, die Kleider klebten mir am Körper; eisige Kälte durchschauerte »ich vom Kopf bis zu den Füßen, daß ich fürchtete, mich nicht länger aufrecht halten zu können. Ich hörte nocb, daß er sagte: „So, das wäre glücklich gelungen," dann verließ mich meine Kraft und ich sank vor ihm in die Kni«.
„Er beugte sich über mich und richtete mich halb auf. „Ich sehe, was da zu thun ist. Lasien Sie «ich Ihre Schlittschuhe abschnallen, sonst geht «» nicht."
Ich setzte mich auf'S Eis, halb ohnmächtig durch Has Bewußtsein der komischen Lage, in welcher ich «ich befand, aber auch im Uebermaße schmerzlicher Freude, daß ich so wieder bei ihm war, ein Wieder- «rkennen in seinen Augen sah und etwas herzliches in seiner Stimme hörte.
Er löste schnell und gewandt meine Schlittschuhe hängte sie über den Arm und hals mir wieder aus, Ich wachte einen schwachen Versuch, zu gehen; aber «eine Glieder waren so starr vor Kälte, daß ich keinen Fuß vor den andern setzen konnte und mich schweigend an einen Arm klammerte.
„so!“ sagte er und konnte ein kurzes Lachen »ichi ganz unterdrücken. „Wir sind allein übrig geblieben! Eine schöne Gelegenheit zu einer Schlitt - ichuhfahrt im Mondschein.“
„Ach ja!" entgegnete ich matt; „aber ich kann »ich nicht bewegen “
„Das haben Sie nicht npttg,“ sagte er. „Ich
Als künftigerOberbürgermeister von Berlin wird der Abg. Prinz Heinrich von Schon- aich-Carolath genannt. Der Prinz hat durch , seine bekannten Reichslagsreden, in welchen er die sozialen Mißverhältnisse unserer Zeit nach allen Richtungen hin, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, in schonungsloser, aber streng gerechter Weise geißelte, sich einen sehr geachteten Namen errungen. Er war srüher Landrat in Guben und gehörte der freikonservativen Partei an, aus welcher er aber ausgeschieden ist. — Aus verschiedenen Städten wird berichtet, daß die Besitzer größerer Uuterrichtsinstitute, Erziehungs- pensionate und ähnlicher Anstalten infolge der sehr verschärften Steuerheranziehung ihr Domizil wechseln und nach anderen deutschen Bundesstaaten übersiedeln wollen, unter denen ja mehr als einer wegen seiner geringen Abgaben bekannt ist. Auch eine Rentier-Auswanderung kündigt sich hier und da in gewissen Anzeichen an. Es fehlt eben noch die Gewohnheit bei der neuen Einschätzung. — Dem Jnnungsverband „Bund d c ut s ch c r S a t t l er-, Riemer - und Täschner-Jnnungen" zu Berlin wurde voni Bundesrat des deutschen Reiches auf seinen Antrag auf Grund des § 104 h. der Gewerbeordnung Korporationsrechte verliehen. — Aus Kairo ist der „Kolonial-Ztg." unter dem 10. Mai von Major v. Wißmann Folgendes zugegangen: „Da ich nicht mehr im Stande bin, die vielen Anmeldungen, Anfragen, Offerten und Vorschläge einzeln zu beantworten und für die freundlichen Wünsche zu danken, so mache ich hiermit bekannt, daß meine Expedition komplett ist, daß Anfragen, Anerbietungea und Vorschläge bei der Redaktion der „Deutschen Kolonial-Zeitung", Berlin, Linkstraße 35, und Bewerbungen um die Stellungen im Kriegsdienst bei der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in Berlin eingereicht werden müssen. Für die gütigen Wünsche und Zeichen der regen Anteilnahme an meiner Arbeit sage ich hiermit meinen herzlichen Dank. H. v. Wißmann."
— Der neue preußische Kultusminister über die Schule. In der jetzt in Wortlaut vorliegenden Rede des preußischen Kultusministers bei einer Schulfeierlichkeit heißt es: „Die Zukunft wird uns noch heftigere Stürme bringen, als wir sie bereits erlebt haben. Und in diesen Stürmen wird wahre Religiosität die Stütze sein, die allein den Sieg verbirgt. Ja, wenn es gelingt, auf dieser Grundlage eine frische, fröhliche, thatkräftige Jugend hier heranzubilden, dann wird reicher Segen von
Er legte seinen Ann um meine Taille und befahl mir, mich an seinen Schultern fest zu halten Ich gehorchte und fühlte mich schnell und angenehm fortgetragen, so daß es mir in meiner tätlichen Mattigkeit vorkam, als ob ich mit Windesschnelle und sanft, wie mit dein Fluge einer Schwalbe dahinschwebte. Er war ein Meister in der Kunst des Schlittschuhlaufens, das war klar. Ein starker, sicherer Arm hielt mich und ich dachte nicht an Gefahr. Es kam mir nicht in den Sinn, daß er straucheln oder fallen könnte.
Es war eine weite Strecke von einem Ende des großen Schwanenspiegels zum anderen Trotz der schnellen Bewegung überfiel mich eine Betäubung; ich schloß die Augen und mein Kops sank auf meine Hände, mit denen ich feine Schulter umfaßt hielt Ein Schluchzen stieg mir in die Kehle und mitten in der Erstarrung, die sich über mich legte, durchlief mich hin und wieder ein Schauer des Entzückens so heftig, daß ich fast vor mir selbst erschrak Aber auch das hörte auf; alles schien sich um mich zu drehen — die Wiesen und Bäume, die steifen Binsen auf der großen dunkelen Eisfläche und der weiße Mond am schwarzen Himmel schwammen im Traume wirr durcheinander War es Schlafsucht oder Ohnmacht, was meine Sinne ebenso unem« psindlich und schwerfällig machte wie meine Glieder? Ich fühlte die Bewegung kaum, als er mich vom Eise auf das Ufer hob und seine Ruse um Hilfe vernahm ich nur ganz dumpf, obgleich er die ganze Gewalt seiner Stimme nach den Gebäuden unserer Linken hin erschallen ließ
drungen: Nur auf diesem Grunde wird es möglich werden, unsere Jugend mit den Idealen zu erfüllen, welche in Wahrheit sich als die wirklichen Realitäten des Lebens erweisen. 9iur auf diesem Grunde wird es gelingen, dem Ansturm der materialistischen Ideen erfolgreich entgegen zu treten. Unsere Ideale sind keine leeren Träume, es sind wirkliche Realitäten, welche die Jugend kennen und hochhalten und lieben muß, um den Kampf des Lebens siegreich bestehen zu können. Möge Gottes Segen auch ferner au dieser Anstalt ruhen. Ich wünsche dieses von ganzem Herzen, auch Namens der preußischen Unterrichtsverwaltung. Ich hoffe, daß die Wünsche, die heute für diese Anstalt zum Himmel steigen werden, Er- hörung finden mögen. Das walte Gott!"
— Der Zug Emin Paschas, lieber Emin Paschas Zug jenseits der Grenzen des deutsch- ostafrikanischeu Schutzgebietes liegt jetzt ein Schreiben Dr. Stuhlmamis, des Begleiters Emin Paschas, an Professor Supan in Gotha vor. Es heißt darin, daß Emin Pascha zunächst nur die Absicht hatte, die geographischen Verhältnisse am deutsch-englischen Grenzparalel (10 S.) zu erforschen, namentlich auch, das Südende des Albert-Edwards-Sees festzustellen. Am 22. März 1891 erfolgte der Abmarsch von Kafuro und man zog südlich von Stanleys Route durch unbekannte Gebiete zum Südufer des genannten Sees, das Anfang Mai erreicht wurde. Auf dem Wege dorthin hörte man schon, daß Emins Leute aus der Aequatorialprovinz sich im Norden des Albert-Edwards-Sees niedergelassen hätten; es war dies aber, wie sich später herausstellte, ein falsches Gerücht. Vom Südufer des Sees brach Emin den 15. Mai auf und zog nun im W. desselben und der nördlich davon belegenen Schneeberge, nach Norden, und bei dieser Gelegenheit gelang es auch Emin, mit seinen ehemaligen Leuten, die sich be Kavalli am Albert-Nyanza aufhielten, in Verbindung z» treten und einige interessante Nachrichten über das traurige Schicksal seiner Provinz zu erhalten. 182 Sudanesen schlossen sich ihm an. Dann ging es weiter nach dem Norden zum Jturi; 2 Gr. 13 Min. nördl. Breite scheint der nördlichste Punkt zu
mich in einem großen kahlen Zimmer, vor einem dunkelen Ofen, dessen Thür geöffnet war, befand Ich lag auf einem Sopha und eine Frau beugte sich über mich Am Fußende des Sopha's lehnte Olivier mit gekreuzten Armen, nachdenklich auf mich herunterfehend, an der Wand
„O!" rief ich auffahrend, was bedeutet das?
Ich muß nach Hause."
„Das sollen Sie — wenn Sie können," sagte Olivier mit demselben Lächeln, welches ich damals bei ihm sah, als ich ihn kennen lernte — ehe alle diese Mißverständnisse zwischen uns getreten waren.
Meine Furcht war beschwichtigt. Es that mir wohl, erwärmte mein Herz und lockte mir Thronen in die Augen, als ich gewahrte, daß seine Stimme nicht jenen eisigen Thon hatte und seine Augen mich nicht mehr mit dem erkältenden fremden Blick ansahen, wie in den letzten Wochen.
„Trinken Sie einmal, Fräulein," faßte die Frau, mir ein dampfendes Glas Grog an den Mund haltend.
„Puh!" entgegnete ich, mich abwendend.
„Nein, nein!" wiederholte sie „Sie müssen trinken, Fräulein *
Ich stieß es mit Absch u zurück; aber Olivier nahm der Frau das Glas auö der Hand und hielt es mir hin
„Seien Sie nicht so kindisch: denken Sie an Ihre Stimme," sagte er, freundlich lächelnd. Mit einer sonderbaren Empfindung hielt ich meine Thränen zurückund trank. Trotz meines Wunsches, ihm gefällig zu ein, fand ich den Inhalt des Glases sehr schlecht.
„Ja, ich begreife," sagte er mit einem teil nehmenden Blick, als ich ihm das Glas zurückgab und das Gesicht verzog „Und jetzt wird Ihnen diese Frau einige trockene Kleider leihen Soll ich direkt nach der Stadt gehen und Ihnen eine Droschke herschicken oder »ollen Sie versuchen, noch Haufe zu gehen?“
lein, den die Expedition erreichte. Nach Wadelai zurückzukehren, lag offenbar niemals im Plane Emins, feine Absicht war vielmehr, durch den großen Urwald nach Westen zu ziehen, lieber das Endziel der Reise läßt uns freilich auch Stuhlmamis Schreiben noch völlig im Dunkeln. Mangel an Nahrungsmitteln und an Trägern in den von arabischen Sklavenjägern verwüsteten Ländern nötigten aber Emin, sein Vorhaben aufzugcben. Am 30. Septbr. wurde der Rückzug angetreten und man verfolgte dabei so ziemlich den gleichen Weg wie auf dem Hinmärsche. Krankheiten, Hungersnot und feindliche Angriffe setzten der Expedition hart zu, auch Emin selbst erkrankte und verlor fast vollständig das Augenlicht. Der Ausbruch einer heftigen Pockenepidemie nötigte Emin zur Teilung der Karawane; am 10. Dezember wurde Stuhlmann mit der gefunden Mannschaft vorausgeschickt. In Kinjawanga wartete er einige Zeit auf Emin; als aber bis zum 15. Januar d. I. keine Nachrichten eingetroffen waren, mußte er, den Befehlen zufolge, nach der deutschen Station am Viktoriasee, Bukoba, eilen, wo er am 15. Februar eintraf. Aus den reichen Kssen- schaftlichen Ergebnissen der Expedition sei nur hervor- gehobeu, daß der vielberufene Mfumbiro, den Stanley für England rettete, aller Wahrscheinlichkeit nach jenfeit des 30. Meridians liegt, also zum Kongostaat gehört. Er besteht ans einer Gruppe von Vulkanbergen, von denen einer nach den Aussagen der Eingeborenen noch thätig ist — ein wissenschaftlich höchst interessantes Resultat.
München, 29. Mai. Der bayerische Thronfolger Prinz Ludwig äußerte bei einem Besuch in Kulmbach zur Beantwortung der Begrüßungsansprache des dortigen Bürgermeisters folgendes: „Der Herr Bürgermeister hat den Lobgesang auf mich, den ich, seitdem ich München verlassen, in ganz Franken ans den verschiedensten Munden und in den verschiedensten Tonarten immer wieder gehört habe, weiter ausge- sponnen. Glauben die Herren nicht, daß ich infolge dieses Lobes mir einbildete, daß ich schon viel geleistet hätte. Ich habe nicht mehr geleistet, als mir möglich war. Wenn ich speziell in der Landwirtschaft etwas geleistet habe, so liegt das in den Verhältnissen. In einem monarchischen Staate ist immer nur Einer der Herr und ist Einer, der zu entscheiden hat, und derjenige, der ihm noch so nahe steht, muß ebenso sein Unterthan sein, wie der geringste Tagc- löh er. Sie werden also begreifen, daß ich in der äußeren Politik einer mir durch die Pflicht auferlegten Zurückhaltung mich befleißige." Prinz Ludwig
„O, ich will gehen. Das roirb das Beste sein — glauben Sie nicht auch?"
„Fühlen Sie sich stark genug dazu?" entgegnete er und ich bemerkte zu meiner Ueberraschung, daß er es vermied, mich anzusehen und in das Glas blickte, welches er in der Hand hielt.
„Ja," antwortete ich. „Man sagt, daß Leute, welche in Gefahr waren, zu ertrinken, immer gehen müßten."
„Ich halte es auch für bester, wenn Sie es versuchen. Aber machen Sie, bitte, raich, daß Sie das nasse Zeug los werden, sonst mochten Sie sich noch ernstlich Schaden zuziehen."
„Es soll so schnell wie möglich geschehen."
„Nur keine lieberstürmung," antwortete er, indem er sich setzte und eines der Kinder der Frau zu sich heranzog. „Komm, mein Junge, sag' mir, wie alt bist Du?"
Ich folgte der Frau in ein anderes Zimmer, wo sie mir meine tropfenden Kleider auszog und mich in ein anderes Kostüm hüllte, welches aus einem weiten, kurzen, braunen Unterrock, blauer wollener Jacke, dicken, gestrikten blauen Strümpfen und einem Paar weiter niedriger Schuhe bestand. E« war nes die Kleidung für die Zöglinge des Waisen- -ause», besten Vorsteherin sie war und gehörte ihrer Nichte. Sie Idbte den warmen Anzug, dem sie weiter kein Tuch oder sonst etwas hinzusügt'. Ich machte keine Einwendung, da ich ängstlich sortzn- ommen wünschte, steckte mein aufgelöste« Haar zusammen und ging in das große Zimmer zurück, aus dem seit einiger Zeit ein ziemlicher Lärm er- choll. Ich sah beim Eintreten Olivier inmitten einer Kinderschar, zu denen noch zwei Hunde sich zesellt hatten: alle — die Kinder, die Hunde und ter Herr Konzertmeister an der Spitze — machte
und um mich her vorging, wußte ich nichts, bis ich
Mit dem letzten Echo seiner Stimme verlor ich da« Bewußtsein, gänzlich. Von dem, was mit mir
*rbe Sie tragen. Sie. mögen wollen oder nicht." ^endlich mstt die Augen öffnete und sah, daß ich