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Wöchmtltche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
9 Reaktion 9und Expedition^ Markt 21. Illustriertes Sonntagsblatt.
Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg Redaktion und Expedition: Markt 21.
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Marburg,
Mittwoch, 18. Mai 1892.
XXVII. Jahrgang.
Der deutsche Kaiser in Danzig.
Kaiser Wilhelm, welcher am Sonntag Abend von Stettin im Danziger Hafen eingetroffen war und die Nacht zum Montag an Bord der Kaiseryacht »Hohcnzollern" verbracht hatte, hat Montag Vormittag unter deut Geläut aller Glocken seinen Einzug in die festlich geschmückte Stadt gehalten. An der Landungsstelle vor dem Langen Markt hatte das Lffizierkorps Aufstellung genommen, an der Spitze der Kriegsminister von Kaltenborn und der kommandierende General Lentze. Ehrenkompagnieen waren an der Landungsstelle, sowie am alten Artushofe ausgestellt, wo großer Empsang der Behörden stattfand, an deren Spitze der Ministerpräsident Graf Eulenburg, sowie der Oberpräsidcul von Goßler getreten waren. Der Kaiser, in der Uniform seines Husarenregimenles, wurde vom Publikum mit brausenden Hochrufen begrüßt. Nach der Vorstellung der Behörden begrüßte der zum Oberbürgermeister ernannte Bürgermeister Dr. Baumbach den Kaiser und reichte dem Monarchen im goldenen Pokal, aus dem schon König Friedrich Wilhelm IV., Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich getrunken haben, den Ehrentrunk. Der Kaiser trank, für den freundlichen Empfang dankend, auf das Wohlergehen der Stadt Danzig, die stets blühen und ihm gleiche Treue, wie seinen Vorfahren bewahren möge. Alsdann folgte die Besichtigung des Rathauses, woselbst junge Damen im Namen des Danziger Rates einen Strauß überreichten, sowie die Besichtigung der Marienkirche, wo der hohe Ga mit einem Festgesang begrüßt wurde. Bei dieser Gelegenheit teilte der Kaiser der Geistlichkeit mit, daß er die Absicht habe, das Gotteshaus, ebenso wie dies Friedrich Wilhelm IV. gethan, durch ein farbiges Glasfettster zu verschönen. Von der Kirche begab sich der Kaiser, fortwährend von einer ihm zujubelnden Menschenmenge umwogt, nach der Kaserne des ersten Leibhusaren-Regimentes, wo im Offizier- kasino das Frühstück eingenommen wurde. Nach dem Mahle kehrte der Kaiser unter erneuten Kundgebungen an Bord der Nacht Hohenzollern zurück und erledigte dort Regienmgs - Angelegenheiten. Abends 7 Uhr gab die Provinz Westpreußen dem Monarchen ein Festmahl, wobei derselbe in kräftigen Worten das Wohl der Provinz ansbrachte. Daran sollte sich großer Zapfenstreich schließen. Heute Dienstag Vormittag wird eine Parade der Garnison abgehalten werden.
Zur Steuereinschätzung.
Der preußische Staatsanzeiger bringt zu der neuen Steuereinschätzung folgende wichtige Mitteilung: „Wie durch Beschwerden au» verschiedenen Landesteilen und durch anderweite Mitteilungen zur Kenntnis des Finanzminister gelaugt ist, haben bei der diesjährigen Veranlagung zur Einkommensteuer Veran- lagtingskommissionen nicht selten das Einkommen der Sleuerpfiichligen, abweichend von deren Angaben in den Steuererklärungen, festgesetzt, ohne daß zuvor die im § 38 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes und in den Artikeln 55 und 57 der Anweisung vom 5. August v. I. vorgeschriebene Beanstandung der betr. Steuererklärung stattgefunden hatte. Zur Entschuldigung wird von den beteiligten Vorsitzenden der Veranlagungskommissionen geltend gemacht, daß mit Rücksicht auf die rechtzeitige Beendigung des Vcran- lagnngsgeschäfts eine derartige Abkürzung des Verfahrens unvermeidlich gewesen sei. Wenn auch nicht zu verkennen ist, daß bei der ersten Veranlagung nach dem neuen Gesetze große Schwierigkeiten zu überwinden waren, welche zum Teil auf die unter den Steuerpflichtigen verbreiteten irrigen Auffassungen des Gesetzes und die Mangelhaftigkeit zahlreicher Steuererklärungen zurückzuführen sind, daß ferner der außergewöhnliche Geschäftsandrang au einzelnen Stellen eine unverschuldete Verzögerung der Veranlagungsarbeiten verursacht haben mag, so können doch Umstände dieser Art in Zukunst eine Außerachtlassung gesetzlicher Bestimmnngen in keinem Falle rechtfertigen. Demgemäß hat der Finanzminister in einer Verfügung vom 13. Mai die Vorsitzenden der Einkommensteuer - Berufungskommissionen ersucht, die Vorsitzenden der Veranlagungskommissionen hierauf hinzuweisen und ihnen bemerklich zu machen, daß sie auf die genaueste Befolgung der oben bezeichneten Vorschriften bei eigener Verantwortung hinzuwirken haben. Auch soll dafür Sorge getragen werden, daß die bei Erörterung der Berufungen wahrge- nommenen Mängel des Veranlagungsverfahrens soweit als thunlich ausgeglichen, insbesondere die von Steuerpflichtigen bei Erörterung der Steuererklärungen etwa beantragten, aber ohne genügenden Grund unterbliebenen Beweisaufnahmen nachgeholt werden."
Deutsches Reich.
W. ^Setftn, 17. Mai. Dem Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses, von Köller, ist anläßlich des Besuches des Kaisers in Stettin der
Rote Adlerorden erster Klasse verliehen worden. — Der Erbprinz und die E r b p r i u z e s s i n von Meiningen sind auf ihrer Orientreise in Bukarest angekommen und vom Könige Karl mit großen Ehren empfangen worden. Der Aufenthalt in Bukarest wird zehn Tage dauern, eine ganze Reihe von Festlichkeiten ist vorbereitet. — An Abschiedsgesuchen vonGeneralen liegen dem Militärkabinett noch die folgenden vor: das Abschiedsgesuch des Kommandanten von Posen, Generalleutnant v. Henniges (Nachfolger voraussichtlich Generalmajor Graf Wartensleben), ferner der Kommandeure der 2. und 35. Division, Generalleutnants John v. Freyend und v. Kezewski, endlich der Kommandeure der 2. Garde-Kavalleriebrigade, der 2. und 4. Infanterie-Brigaden, Generalmajors v. Kleist, Köring und v. Treskow. Es werden also in diesem Monate allein 4 Divisionen zur Neubesetzung kommen, da außer den beiden oben genannten und der bereits früher mitgeteilten 6. Division auch die 30. Division durch Ernennung des General - Leutnants Frciherrn Schott von Schottenstein zum württem bergischen Kriegsniinister vakant geworden ist. — Zur Aussöhnung zwischen Berlin und Fried- r i ch s r u h schreibt die Münchener „Allg. Ztg. „In Friedrichsruh hat nie der Wunsch oder gar die „Bedingung" bestanden, daß Graf Herbert einen Botschafterposten erhalten müsse. Im Gegenteil hat der Graf sich noch in den letzten Monaten privaten Anregungen gegenüber mit aller Bestimmtheit dahin ausgesprochen, daß er gar nicht daran denke, wieder in den Dienst zu treten, was ihm nach Lage der Dinge auch gar nicht möglich fei. Sein Wiedereintritt in den Dienst würde somit nicht eine Bedingung, sondern nur die Folge einer Aussöhnung des Kaisers mit dem Fürsten Bismarck sein können, an welche indeß während der Amtsdauer des Grafen Caprivi wohl nicht zu denken ist. Daß einflußreiche Mitglieder des preußischen Staatsministeriums diese Aussöhnung nicht nur für wünschenswert, sondern für absolut notwendig halten, ist eine feststehende That- sache." — Die neue Stellung eines Chefs der gesamten Militärgerichtsbarkeit zu schaffen, soll beabsichtigt sein. In diese Stellung soll kein Jurist, sondern ein General berufen werden. Dem Vernehmen nach ist eine geeignete Persönlichkeit bereits in einem derjenigen Divisionskommandeure gefunden, bereit Abschiedsgesuche dem Kabinett vorliegen. — Das allerschärfste Urteil über die neuste Broschüre des Herrn Ahlwardt fällt das „Konservative Wochenblatt" des Abg. von Helldorf. Das Blatt
schreibt wörtlich: „Man ist unter verständigen Leuten, soviel wir sehen, einstimmig der Ansicht, daß das Vorgehen Ahlwardts objektiv alle Merkmale des Landesverrates an sich trägt." Dasselbe Blatt schreibt dann weiter: „Man entschließe sich doch endlich, das liebel, in dem wir stecken, in seiner wahren Gestalt zu sehen. Es ist bekannt, daß in den niederen Volksschichten auch die abenteuerlichsten Legenden Eingang finden und alsdann unausrottbar festsitzen. Nun, die Signatur der Gegenwart ist die, daß die Rezeptionsfähigkeit für grotesken Unsinn sich auch zum Teil auf die gebildeteren politisierenden Kreise ausgedehnt hat — ober baß man in biefen Kreisen boch keinen Anstanb nimmt, von bem Köhlerglauben unb bem Ammenmärchen als Waffe zu taktischen Zwecken Gebrauch zu machen, unb sich an dem ins Land gesetzten Braud die Hände wärmt. Dieser Wahnsinn der Scrupellosigkeit in der Wahl der Mittel, der nie nach dem Ende fragt, der an jedem Pfeiler rüttelt, unb keinen Tragbalken unangetastet läßt, vielleicht nur um einen Haß zu sättigen unb einen Rachedurst zu kühlen, ober um einen großen Haufen hinter sich zu sammeln, auf bett gestützt man ber Krone feinen Willen biktiercn kann, — bas ist bie Tollheit, bie immer weitere Kreise ergreift, unb mit ber wir in unser Verberben hineintreiben." — Auf bie Beschuldigungen französischer Journale, daß deutsche Kaufleute in letzter Zeit in dem westafrikanischen Negerreiche Dahomey 500 Sklaven gekauft hätten, erwidert die „N. A. Z.", daß im Ganzen (bis zum vorigen Oktober) 380 Träger für Kamerun angeworben seien. Von einem Sklavenkauf fei überhaupt keine Rede. — Nach einer Meldung der „Times" aus Kairo wird Major von Wißmann heute, Dienstag, Kairo verlassen, um sich nach Zanzibar zu begeben. In Zanzibar wird sich Wißmaun mit 20 Europäern auf einem gemieteten Dampfer nach Ouilimane einschiffen. Die Expedition WißrnannS wird aus 200 Kriegern verschiedener Stämme bestehen und mit mehreren Marimkauonen und anderen Geschützen ausgerüstet sein. Die Expedifion wird den Zambesi und den Schire-Fluß entlang nach dem Nyassa- und dem Tanganyka - See ziehen, wo befestigte Stationen angelegt werden. Es handelt sich habet um ein vollkommen privates Unternehmen zur Bekämpfung der Sklaverei. In einem Jahre würden die Seendampfer auf die Seen gebracht und in ber gleichen Zeit bie Stationen errichtet fein. Das Bc- finben Wißmanus ist ein vorzügliches. — Der kaiserliche Gouverneur von Dentsch-Ostafrika hat in einem Runberlaß bie Vorsteher ber verschiedenen
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Roman von F. Fothergill.
Sutorifierte deutsche Uebertragung.
(Nachdruck verboten, j (Fortsetzung.)
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An jenem Tag war ich einmal wieder in dieser
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»Alle Wetter!" rief Linders ungeduldig, „was «ill denn Forli? Er spielt ihm wahrscheinlich zu gut und er wird ihm ab und zu ein Solo geben muffen, anstatt sie alle zu behalten."
„Weiß nicht," sagte ein Anderer, die Schultern jichend; „ich habe nur gehört daß Forli mit der Direktion in Kollision geraten ist und überstimmt wurde.
„Um welche Zeit kommt er?" fragte einer der Hautboi'ien.
„Weiß nicht; vielleicht erscheint er heute Abend vn „Tannhäuser."
Einige vorbeipassierende Damen vom Chor und Ballet lenkten die Aufmerksamkeit meiner Kollegen «uf sich und ich wandte mich meinem Heimwege zu.
Ich war damals ein Menschenhaffer von zwei- unbzwanzig Jahren, so absurd es auck klingen mag. 0$ stand ganz allein in der Welt, ohne Verwandte und ohne jemand, der auch nur den geringsten ®runb gehabt hätte, für mich sich zu interessieren. Auch mit meiner Gesundheit stand es schlecht. Des Nachts, wenn der freudlose Tag vorüber, die Arbeit 8ethan, wenn ich den Dunst der Gasflammen und "kn Staub der Bühne eingeatmet hatte, überkam ?"ch eine geistige Müdigkeit, eine unendliche Apathie; meiner Einsamkeit wurde ich ber Spielball meiner ‘Xönfbüften Gedanken. Es war so weit gekommen, ich zu mir fade: „Friedhelm Helsen, Du bist u alt, ijjwetflüffig. Das Leben ist ein großes Nichts und Du bist ein Null "
Stimmung, als ich im Regen durch die Schadow- straße nach meiner Wohnung ging. In meinem Zimmer angekommen, horte ich traurig auf das Geräusch des gegen die Scheiben schlagenden Regens Ilm mich herum lagen Notenblätter, welche größere ober kleinere musikalische Notizen enthielten, aber alle ihren Reiz für mich verloren hatten; hatte doch den Abend vorher Beethoven mich nicht bewegt In einer Stunde war es Zeit, zum Essen zu gehen, das ich in einem auch von meinen Kollegen besuchten Restaurant einzunehmen pflegte.
Dann kam der Nachmittag — der traurige, nasse Nachmittag, der Gang nach dem Theater durch die aufgeweichten Straßen, in deren Pfützen das Licht ber Laternen sich wiederspiegelte; die Lichter, die bemalten Ballet-Tänzerinnen, die bekannten Gesichter unb Stimmen des Publikums unb ber Mit- wirkenden und dasselbe Stück, das ich schon so oft durchgefpielt hatte unb noch, wer weiß wie oft, wiederholen sollte.
Ich ging an jenem Tage nicht in das Restaurant, sondern blieb zu Haus. Einmal dachte ich daran, wie angenehm es fein müßte, wenn irgend ein Bekannter sich um mich bekümmert, die Treppe herauskomme, den Kopf durch bie Thür gesteckt unb mir etwas von seinen Angelegenheiten erzählt hätte. Langsam schlichen die Stunden dahin. Da wurde gegen 5 Uhr an meine Thür geklopft, sie öffnete sich unb ein schmutziges Dienstmädchen erschien in derselben.
„Was wollen Sie?" fragte ich.
„Ein Herr wünscht Sie zu sprechen "
„So führen Sie ihn doch herein," sagte ich etwas mürrisch. Cie wandte sich um und ersuchte jemand, einzutreten. Ein großer stattlicher Mann erschien, mit einem jener seltenen, schönen und aus
drucksvollen Gesichter, die man, wenn man sie einmal gesehen hat, nie wieder vergißt. Er trug, wie es mir zuerst schien, ein in ein dunkelgrünes Plaid gewickeltes Bündel; als ich aber aufftanb, bemerkte ich, daß in das Plaid ein Kind gehüllt war. Voll Erstaunen sah ich ihn schweigend an.
„Ich bitte um Entschuldigung, daß ich so bei Ihnen einbringe," sagte er. Er sprach nicht den Dialekt der Gegend und seine Aussprache war schon und vornehm.
„Womit kann ich Ihnen dienen?" fragte ich, angenehm berührt von seiner Stimme unb Erscheinung. Er sah allerdings etwas herrisch unb befehlend aus, aber nicht unnahbar unb nicht unangenehm stolz.
„Sie würben mir durch einige Auskunft sehr dienen Aber erst erlauben Sie, daß ich mich vor- stelle. — Sie sind, wie ich annehme, Herr Helsen ?" Ich verbeugte mich. Mein Name ist Eugen Olivier. Ich bin das neue Mitglied Ihres städtischen Orchesters."
„Unser erster Geiger!" dachte ich bei mir.
„Und dies hier ist mein Sohn," fügte er hinzu, auf das Plaid blickend, welches er im Arm hielt. „Sie sagen mir wohl, wann die Oper beginnt, was )cute Abend gegeben wird und ob ein Zimmer zu laben ist, vielleicht hier im Hause, wenn auch nur für eine Nacht. Ich muß so bald wie möglich ein Nest für dies Vöglein finden"
„Tie Oper beginnt um sieben," sagte ick, ihn noch immer erstaunt und mit ungläubigen Augen anblickend. Neben diesem Manne kam ich mir tölpelhaft, plump unb ungeschliffen vor. Er befaß eine natürliche Grazie des Benehmens; aber das Natürliche war in hohem Grade kultiviert. „Heute Abend wird „Tannhäuser" gegeben. Ich glaube,
baß hier im Hause noch Zimmer zu haben sind."
„Ah, dann werde ich mich erkundigen," sagte er mit einem offenen Lächeln „Ich danke Ihnen. Adieu, mein Herr."
„Schläft er?" fragte ich, aus bas Bündel zeigend. „Ja, er schläft," antwortete ber junge Mann. „Ich mochte ihn gerne sehen," sagte ich höflich, einem unwiderstehlichen Antrieb folgend, dessen ich mich aber sofort schämte. Er schob das Plaid ein wenig zurück unb ich sah ein hilfloses Kind mit geschloffenen Augen, langen schwarzen Wimpern und seinen schwarzen Brauen. Das kleine, liebliche Gesicht war rot angehaucht, hatte aber selbst im Schlafe einen melancholischen Ausdruck; es war schön und rührend anzusehen.
Ich betrachtete schweifend das Kind und empfand den lebhaften Wunsch, es wieder und wieder zu sehen. Wie ungleich waren die beiden Gesichter! Jetzt, wo ich den Mann genau betrachtete, fand ich ihn anders, als ich ihn anfänglich gehalten hatte; er erschien mir älter unb hatte schärfer ausgeprägte Züge. Des Kindes Augen konnte ich nicht sehen; die des Vaters waren offen und klar, streng und durch- iringenb, wie ber Blick des Ablers Aus dnn Gesicht sprach Kummer; es zeugte von einem bewegten inneren Leben.
„Er ist sehr schön," sagte ich.
„Nicht wahr?" entgegnete der Vater weich.
„Können wir ihn hier hinlegen unb uns bie Zimmer ansehen?" fuhr ich fort, indem ich auf das mit Papieren und Büchern bedeckte Sopha hinging.
Ich entfernte die Sachen vom Sopha, klopfte >en Staub ab und ging zu meinem Bett um ein Kiffen zu holen. Beim Anblick des Bettes fiel mir