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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für Die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg,
Sonnabend, 14. Mai 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Ccpcdiüon dieses BlancS. ■'trroic bie Annoncen-Bureaux von Haaicnstein u. Vogler in Frankfurt a. M„ Caffel, Magdeburg und Wien; Rudols Mossc in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M.. Berlin, Hannover, Paris.
XXVII. Jahrgang.
Zur Frage der Stärkung der deutschen Wehrkraft.
11.
Tie statistischen Uebcrsichten über das Verhältnis der waffenfähigen Männer der ländlichen zu dem der städtischen, der industriellen Bevölkerung ergeben eine beträchtlich größere militärische Brauchbarkeit für die erstere.
Auf Grund derselben ergaben sich von einer Gruppe «in ländlicher Bezirke im Osten und Südosten der Monarchie von 1,2 pCt. zur Vorstellung gelangenden Mannschaften 1,1 pEt. waffenfähige, von einer zweiten Gruppe rein ländlicher Bezirke im nordwestlichen Teil derselben von 1,1 pEt. zur Vorstellung gelangenden 0,98 pCt. Waffcntüchtige; von einer dritten Gruppe industrieller Bezirke, in denen die Bevölkerung jedoch unter sehr ähnlichen Bedingungen lebt, wie die ackerbautreibende: von 1,0 pCt. zur Vorstellung gelangenden 0,8 pEt. Waffentüchtige; von einer vierten Gruppe rein städtischer Bezirke mit wenig Industrie von 0,97 pEt. zur Vorstellung gelangenden 0,38 pEt. Waffentüchtige, von einer fünften Gruppe städtischer Bezirke mit überwiegend industrieller Bevölkerung von 0,91 pEt. zur Vorstellung gelangender 0,31 pCt Waffentüchtige.
Diese Zahlen besagen mit Sicherheit, daß der Wehrkraftswert einer Bcvölkcrungsgruppe um so geringer ist, je mehr die (Kruppe mit städtischen und industriellen Elementen durchsetzt ist, und daß gegenwärtig z. B. der Wehrkraftswert der rein ländlichen ackerbautreibenden Bezirke zu denen der städtischen industriereichcn wie 1,1: 0,03 sich verhält, das Land also reichlich dreimal, fast viermal wertvoller für die Wehrkraft der Nation ist als die Stadt.
Eine gleichmäßige Zählung aller Stammrollcn- bezirke des Heeresergänzungsgeschäfts dürfte die Geltung dieser Zahlen für die Gesamtmonarchie und Deutschland bestätigen.
Vor dreißig Jahren betrug das Verhältnis des Wchrkraftwertes der städtischen znr ländlichen Bevölkerung noch 1:2, es hat sich daher in diesem kurzen Zeiträume um das Doppelte verringert, und cs werde sich bei der immer mehr zunehmenden Entvölkerung des platten Landes, dem immer wachsenden llmsichgreifen der industriellen Thnligkeit, immer rascher verschlechtern.
Teulf für die Beurteilung der Kriegstüchtigkeit eines Volkes lassen sich die Gesichtspunkte aufstellen, daß die Bevölkerung eines Landes sich um so kräftiger und rascher entwickelt und um so kriegsbrauch-
Im Kann -er Töne.
Äoman von F. Fothergill. Autorisierte deutsche Uebertragung.
(Nachdruck verboten.] (Fortsetzung.)
Welch' schreckliche Rache, dachte ich und sagte immer leiser und schüchterner, während der junge Geigenspieler mit dem Kinde auf den Knieen mich verwundert mit den milden braunen Augen ansah: „Ich glaube, Sie müßen sich meiner erinnern Sie halfen mir in Köln und bezahlten mein Billet nach Düßeldors und das, was ich im Hotel genoßen hatte. Dantals sagten Sie, so viel sei ich Ihnen schuldig "
Dabei bot ich ihm nochmals das Geld au und wieder nahm er es nicht, sondern sagte: „Es ttjut mir leid, aber ich verstehe Sie nicht, ivas Sie meinen. Ich weiß nur, daß ich Ihnen unmöglic) jemals gesagt haben kann, daß Sie mir drei Thaler ober sonst etwas schuldig wären und daß ich durchaus keine Geldangelegenheit mit Ihnen habe. Ich glaube, die Sache ist damit erledigt."
Eine solch eisige Stimme und ein derartiges Benehmen war mir bis dahin noch nicht begegnet. Seine kalte, unaussprechliche Verachtung vernichtete mich
„Sie haben kein Recht, das Geld zurückzuweisen," sagte ich verzweifelt „Sie haben fein Recht, mich zu beleidigen durch — durch" Ich konnte keinen paßenden Ausdruck sinden.
Wieder das freundliche, stolze, höfliche Lächeln; wieder das eisige Steigen des Hauptes, welches einem beleidigten Prinzen Ehre gemacht hätte, aber nicht die Ehrerbietung verletzte, die ein Herr einer Dame schuldig ist.
„Sie werden entschuldigen, wenn cs grob sein
barer wird, je mehr der Wohlstand allgemein verbreitet ist, je besser Nahrung, Wohnung und Kleidung, je geringer die Not, Anstrengungen und Entbehrungen ind, die die Bevölkerung in der Kindheit der Jugend ertragen mußte. Insbesondere kommt bei der ausgehobenen Mannschaft die Berufsart — Industrie oder Landwirtschast — in Betracht, und nicht minder wichtig ist der Gegensatz von Stadt und plattem Lande. Die Verhältnisse der kleineren Städte ähneln dabei den ländlichen. Je mehr ackerbautreibende Landbevölkerung vorhanden, je mehr kräftige, gesunde, kriegsbrauchbare Männer werden vorhanden sein, je mehr der Industriebetrieb vorherrscht, je weniger kriegsbrauchbare.
Preußen hatte am 1. Dezember 1890 59927 302 Einwohner, von denen 11783427 der städtischen, 18773875 der ländlichen Bevölkerung angehören. Tie städtische Bevölkerung verhält sich daher zur ländlichen etwa wie 1,2:1,9. Die gegenwärtigen Vermehrungsverhältnifle zu Grunde gelegt, wird Preußen in 20 Jahren überhaupt 38 Millionen Einwohner, davon 18 Millionen städtische und 20 Millionen ländliche Einwohner — das Verhältnis der Letzteren beträgt dann 1,80:2,0 — in 30 Jahren 43 Millionen bezw. 27 Millionen und 21 Millionen Einwohner — 2,2:2,1 — besitzen. Diese Zahlen sprächen deutlich genug für die in Aussicht stehende Abnahme der Wehrkraft.
Doch nicht nur der Zahl nach ist der ländliche Ersatz dem städtischen entschieden überlegen. Der großstädtische Ersatz und derjenige aus industriellen Gegenden übertrifft den ländlichen zwar an Intelligenz und rascherer formeller Ausbildungsfähigkeit; allein er ist körperlich schwächer, weniger energisch und ausdauernd, der erstere übertrifft den letzteren überdies durchschnittlich an Hingebung und Achtung vor den Vorgesetzten, vielleicht selbst an Pflichttreue.
Der städtische Heeresersatz ist bei seiner Rückkehr zur Stadl den die Resultate der militärischen Erziehung an Mannszucht, Gehorsam, Pflichttreue zersetzendeu Einflüssen des städtischen Lebens und seiner Elemcilte ausgesetzt, Einflüsse, die bei der ländlichen Bevölkerung sortfallen. Derselbe gehört nach Ansicht des Autors bereits jetzt zu den zersetzenden umstürzenden Parteien. So lange das Gefüge, die Mannszucht, der Gehorsam des deutschen Heeres Stand halten, bemerkt Johannes Scherr, wird das Verderben aufzuhalten sein; nach Ansicht des Autors jedoch bann nicht mehr, wenn die revolutionären Elemente im Heere die Oberhand haben, sobald der städtische Heeresersatz ebenso zahlreich fein wird als der ländliche.
sollte, was ich Ihnen sage. Ich habe einen entschiedenen Charakter, wie Sie ihn vielleicht nicht besitzen. Es ist mir unmöglich, je nur im gringften wieder mit einer Dame in Beziehung zu treten, die einmal meine Bekannlfchast unzweideutig verleugnet hat. Die Dame mag mich dadurch ehren, daß sie ihre Meinung ändert — ich kann das leider nicht erwidern, ich ändere meine Meinung nicht."
„Wir müßen uns aber verständigen, ehe ich gehe," entgegnete ich. „Es ist unrecht —"
„Sie selbst, mein Fräulein, haben jede Möglichkeit einer ferneren Bekanntschaft vernichtet Die Sache ist erledigt "
„Herr Olivier, ich —"
„Tie Sache ist erledigt," wiederholte er ruhig und vornehm. Er sah mich dabei mit einem vernichtenden und erkältenden Blick an, dem ich seit der Vorstellung von „Lohengrin" so häufig begegnet war
„Ich möchte mich entschuldigen —"
„Weshalb?" fragte er mit kaum merklichem, gleichgiltigem Eröaunen.
„Wegen meiner Unart — meiner Ueberraschnng — ich —"
„Sie meinen an jenem Abend in der Oper ? Sie übten Ihr Privilegium als, Dame, indem Sie eine Bekanntschaft abbrachen, die' Sie nicht erneuern wollten. Ich übe jetzt mein Recht aus, indem ich sage, daß ich mich jetzt und für immer an jene Entscheidung halten werde."
Trotz der demütigen Stimmung, in der ich mich befand, überraschte mich seine Härte. Ich begriff nicht, wie er so engherzig und so wenig edelmütig sein konnte, einer solch' kleinlauten Büßerin, wie ich war, so bestimmt die Thüre zu weisen. Er mußte doch sehen, daß ich den Fehler, welchen ich
Tie den niederen städtischen Schichten entstaimneu- bcu Rekruten würden alsdann als zur llmstnrzpartei gehörig zu rechnen, der Zusammenbruch unseres Heerwesens itnoermeidlich sein."
Wenn wir auch die Schwarzseherei des Verfassers nicht tu diesem Umfange teilen können, so läßt sich andererseits nicht verkennen, daß in seinen Aus- ührnngen vieles Wahre und Beherzigenswerte liegt, und daß die materielle, ideelle und nnnierische Kräftigung des deutschen Bauernstandes im Interesse der Erhöhung der Wehrkraft der Nation und ihrer sonstigen Aufgaben liegt.
Deutsches Reich.
\V. 2erttn, 13. Mai. Den preußischen Bußtag, Mittwoch, haben die kaiserlichen Majestäten in stiller Zurückgezogenheit verbracht. Am Donnerstag Morgen kam der Kaiser von Potsdam, nach Berlin und begab sich zu Wagen nach dem Atelier des Bildhauers Pros. Pfuel zu Charlottenburg und besichtigte dort das Modell zu einem für Görlitz bestimmten Reiterstandbilde Kaiser Wilhelni I. Dann fuhr Se. Majestät nach dem Ausstelluugsgebäube, woselbst derselbe sich durch den General der Infanterie v. Mischke die Modelle zu dem Kaiser Friedrich- Denkmal bei Wörth vorstellen ließ und später nach dem Zeughause, wo Staatssekretär v. Bötticher dem Kaiser einige Pläne zum Ausbau des neuen Berliner Reichstagsgebäudes vorlegte. Im Schlosse konferierte Se. Majestät mit dem Kriegsminister und nahm einige Vorträge entgegen. Nachmittags entsprachen der Kaiser nnd die Kaiserin, welche kurz zuvor in Berlin eingetroffen war, einer Einladung des Herzogs und der Herzogin von Sagau zur Tafel. Später begab sich der Monarch nach Mablitz zur Abhaltung von Pürschjagden beim Grasen Finckeustein-Madlitz. Am Abend erfolgte die Rückkehr nach Berlin. Heute, Freitag, wird der Kaiser auf dem Tempelhofer Felde das 2. Garderegiinent z. F. besichtigen. Am Nach- mittag erfolgt dann die Abreise der kaiserlichen Majestäten nach Stettin. — Die Laudräte sollen zu ihrer Dienstaufwandsentschädigung einen Zuschuß erhalten mit Rücksicht auf die Mehrkosten der Veranlagung zur Einkomniensteuer an Porto und Schreibwerk aller Art. Für einen mittleren Kreis soll dieser Zuschuß etwa 500 Mk. betragen. — Die Erklärung des „Reichsanz." über die Gewehre d c r Firma Löwe hat, so schreiben die „Hamb. Nachr.", den Angaben der Ahlwardtschen Schrift noch nicht allen Boden entzogen; davon könne
in meiner Dummheit begangen hatte, bereute und wieder gut machen wollte. Es war doch kein unverzeihlicher Fehler und dennoch behandelte er mich mit Blicken und Worten so abstoßend, als ob ich ein Verbrechen begangen hätte. War er so selbstbewußt und eitel, daß er diese geringe Vernachlässigung seiner Persönlichkeit von Seiten eines verwirrten, unerfahrenen Mädchens nicht vergessen konnte?
Er war zur Thür gegangen, stand jetzt neben ihr und hielt sie geöffnet. Dabei sah er mich so höflich und ehrerbietig an, wie ein feiner Mann, der stets in feiner Gesellschaft verkehrt hat, aber doch in einer Weise, die durchaus nicht mißzuv r- stehen war, sondern mich klar und deutlich zum Gehen aufforderte.
Ich konnte diese verächtliche Höflichkeit nicht ertragen und ging auf die Thur zu. Dabei spielte ich aber durchaus keine Heldin, sondern sah nur, ohne den Kopf zurückzuwerfen oder eine Herausforderung zu murmeln, ohne mich überhaupt als eine Person von Geist zu bekunden, bittend in fein Gesicht. „Bitte, wollen Sie es nicht nehmen?" fragte ich mit zitternder Stimme und bebenden Lippen
„Unmöglich, mein Fräulein," erwiderte er mit derselben kalten Verbeugung wie vorher.
Mich bemühend, die Thränen zurück uhalten, sagte ich nichts weiter, sondern ging hinaus. Ich fühlte mich ivie vernichtet Als die Thüre sich Himer mir geschloffen hatte, war es mir, als ob ich einen Teil meines schönen, jugendlichen Vertrauens zurück- gelassen hätte. Ich lehnte mich einen Augenblick gegen die Wand und drückte die Hände vor die Augen. Aus dem Zimmer hörte ich eine Kinderstimme „Papa" mfen und vernahm das weiche, tiefe Gemurmel von Olivier's Antwort. Als ic;
erst nach Abschluß der gerichtlichen Untersuchung die Rede sein. Das Blatt hält es für wünschenswert, zu erfahren, was die Erklärung hu „Reichsanzeiger" unter den „besonderen" Mängeln ver- 'teht, die beim Löweschen Gewehr nicht hervor- gelrcten sein sollen. „Diese Beschränkung des Zeugnisses könnte insofern zu irrigen Aunahnien führen, als man von dem Kriegsgewehr der deutschen Infanterie verlangen kann, daß es nicht nur keine „besonderen", sondern überhaupt keine Mängel der Herstellung answeist." An anderer Stelle bespricht das Blatt den Unterschied, den die freisinnige Presse in der Besprechung der Fälle Baare und Löwe zeige: „Im ersten Falle wurden selbst ersichtlich gehässige und unhaltbare Beschuldigungen Fusangels gegen Baare sofort ohne Rücksicht auf das schwebende Verfahren als gerichtlich erhärtete Thatsache behandelt, im Falle Löwe werden umgekehrt, ohne den Spruch des Gerichts abzuwarten, alle Beschuldigungen als ftivole Ehrabschneidereien behandelt und das „Kreuziget ihn!" ertönt gegen den Urheber auf ber gairze» Linie. Wir glauben, daß diese Probe fortschrittlicher Gerechtigkeitsliebe in weiten Kreisen und zwar auch in solchen, denen Herr Ahlwardt nicht sympathisch ist, die Erkenntnis fördern wird, welche terroristisch-einseitige Parteiherrschaft über den Staat- hereinbrechen würde, wenn der Berliner Fortschrittsring zur Regierung gelangte.
Werkin, 12. Mai. Der Minister der geistlichen 2C. Angelegenheiten hat sich genötigt gesehen, nachstehende Verfügung an sämtliche Königlichen Provinzial-Schulkollegien zu erlassen:
Aus mehreren in neuester Zeit zu meiner Kenntnis gebrachten Fällen der Teilnahme von Schülern höherer Lehranstalten an verbotenen Verbindungen hat sich mit Gewißheit ergeben, daß die Rädelsführer bet diesem Unwesen bemüht sind, nicht allein in einzelnen Provinzen möglichst viele Schülerverbindungen ins Leben zu rufen, sondern diese auch unter einander in engste Beziehung zu setzen und von Zeit zu Zeit zu gemeinsame» Festen, sog. Conleurs-Verbandstagen, zu vereinigen.
Indem ich ans den erwähnten Vorkommnissen Anlaß nehme, dem Königlichen Provinzial-Schul- tollegium -die fortgesetzte Ueberwachnng der Seiner Aufsicht unterstellten Anstalten nach dieser Richtung hin aufs neue dringend zu empfehlen, beauftrage ich Dasselbe zugleich, den Direktoren und Lehrerkollegien die genaueste Beachtung des Zirkular-Erlasses vom 29. Mai 1880 (Wiese-Kübler, I. S. 339 ff.) wieder- hilt einzuschärfen. Um aber auch die Eluru der
auf die Straße kam, hielt ich die verhaßten drei Thaler zehn Groschen noch in der Hand. Was sollte ich damit iiiachen? Sollte ich sie in den Rhein ober in die Goffe werfen, sollte ich sie einem Armen geben oder dieselben dem stolzen Manne durch die Post senden? — Aber ich verwarf alle diese Gedanken als unwürdig. Rein, ich wollte ihm gehorchen ; aber das Geld, gerade dieselben Münzen, ausheben. Wenn, ich dann einmal zu Stolz oder Dünkel versucht oder geneigt sein sollte, einem Anderen übermenschliche Vollkommenheiten beizulegen, dann wollte ich sie hervorholen, damit ihr Anblick in beredten Worten zu mir spräche.
Als ich die Treppe zu meinem Zimmer hinaufging, öffnete sich die Straßenthür wieder und Anna Suylen überholte mich.
„Ich dachte, Sie wären aus der Probe fortgegangen?" sagte ich stutzend.
„Das bin ich auch, Herzchen," antwortete sie; „aber ich brauche nicht wie ein artiges Sckulmädchen direkt von der Tonhalle nach Hause zu gehen. Ich habe eine Freundin besucht. Wo sind Sie aber so lange gewesen die Probe ist doch schon eine,ziemliche Zeit zu Ende. Haben Sie eine Mondschein- Promenade gemacht?"
„Gute Nacht," sagte ich, zu müde und gleich- gUtig, um auf ihre Frage zu antworten.
„Es muß ein ermüdender Spaziergang gewesen sein; Sie sehen ganz angegriffen aus," bemerkte sie spöttisch, ohne daß ich daraus antwortete.
„Solch eine Hauptprobe ist schrecklich," rief sie mir von der obersten Stufe aus noch nach und ich stimmte ihr von Herzen bei.
VII.
Einige Tage darauf, es war Ende Juni, war ich auf Einladung der Frau Steinmann mit einer