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WöchenMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Drrck und «erlag: Joh. Aug. Ksoch, UmversitätS-Buckidruckerei in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg
Redaktion und Expedition: Markt 21. Redaktion und Expedition: Markt 21.
Jti 109.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. sexkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Dienstag, 10. Mai 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpcdiüon dieses Blattes, sowie die Aimoncen-Burcaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXVII. Jahrgang.
Unsere Gewehre.
Als vor einer Reihe von Jahren in England konstatiert wurde, daß zahlreiche Bajonnelte von Jnfanteriegewehren sich beim Gebrauch krumm bogen, daß die Säbel alles andere eher waren, als eine Waffe, und sogar deutsche Werkmeister und Arbeiter aus Solingen verschrieben wurden, um eine gediegene Säbelfabrikation wieder einzuführen, wurde in deutschen Zeitungen nur eine Stimme der Genug- thuuug darüber laut, daß solche Vorkommnisse in der deutschen Heeresverwaltung denn doch ganz und gar unmöglich seien. Dieselbe Genugthuung wurde erneut ausgesprochen, als in Frankreich die Dynamit- ftage auftauchte, als sich herausstellte, daß diese Bomben, für welche s. Z. 50 Millionen Frcs. ausgegeben worden waren, nur geringen Wert hätten. Man konstatierte, daß, wenn auch im deutschen Reiche große Summen für Militärzwecke ausgegeben würden, doch keine Mark davon vergeudet ist. Um so größeres Aufsehen hat natürlich die Ahlwardt'sche Brochüre über die von der Löwe'schen Fabrik in Berlin hergestellten 425 000 Gewehre gemacht, in welcher Reselben als im Wesentlichen unbrauchbar für den Ernstzweck bezeichnet wurden. Es liegt auf der Hand, daß diese Behauptungen den tiefgehendsten Eindruck machen mußten, im Auslande, in dem wir nicht übermäßig viele wahre Freunde haben, einen noch viel tieferen, als im Jnlaude, wo mau sich doch nicht so leicht ins Bockshorn jagen läßt. Es fft ganz gewiß richtig, daß Vorkommnisse dieser Art, wenn sie begründet sind, schonungslos an das Licht gezogen werden müssen, denn mit Bemänteleien heilt man fein derartiges Leiden, aber die ganze Art, der Charakter des Gegenstandes gebietet zu sprechen nur bann, wenn ein unumstößlicher Beweis für solche schwerwiegeubeu Behauptungen vorhanden ist. Etwas bleibt bei solchen Veröffentlichungen, wenn sie selbst sich als nicht begründet erweisen, immer hängen; es leidet darunter ebenso sehr der gute Ruf der Verwaltung, wie der Industrie, vor Allem aber das Ansehen, welches die Schlagfertigkeit der Armee bisher an richtiger Stelle einflößte. Leider liegt eine amtliche Darstellung im deutschen „Reichsanzeiger" noch nicht vor; man muß deshalb mit den Auslassungen zufrieden fein, welche die „Nordd. Allg. Ztg." an hervorragender Stelle bringt. Das genannte Blatt publiziert zunächst folgendes Attest: „Ulartinifenfelbe, den 24. Dezember 1891. Abnahme-Kommando I. Berlin. An die Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, Ludw. Loewe u. Comp. hier. In Erwiderung des
Im Kann der Töne.
Roman von F. Fothergill.
Autorisierte deutsche Uebertragung.
(Nachdruck verboten.j (Fortsetzung.)
„Ist 'hier im Hause ein Piano?" fragte er „Ja, richtig, Fräulein Suhlen hat eins; sie wird es uns auf eine halbe Stunde zur Verfügung stellen. Wenn Sie augenblicklich frei sind, mein Fräulein —"
„Gewiß," sagte ich
Er sagte zu Miß Hallam, baß er nachher noch mit ihr sprechen würde und ich folgte ihm
Als wir an Annas Thür klopften, kam sie uns im Ausgehanzuge entgegen.
„Fräulein, dürfen wir Ihr Piano einige Minuten benutzen?"
„Bitte!" sagte sie, uns in's Zimmer führend. „Ich habe leider anderswo zugesagt und muß Sie allein lassen."
„Lassen Sie sich durch uns in feiner Weise ab> halten," erwiderte er höflich. Dann ging sie fort »Desto besser!" bemerkte er, die Achseln zuckend. Er zog hastig die Handschuhe aus, setzte sich an's Piano und schlug einige Akkorde an Er schien ärgerlich zu fein
„Was ist das für eine alte Dame?" fragte er, mich anschend „Eine Verwandte von Ihnen?"
„Nein, ich bin Ihre Gesellschafterin."
„So! Und Sie wollen sich durch sie von einer Laufbahn abhalten lassen, für welche Sie offenbar Talent haben "
„Wenn ich mich nicht nach Miß Hallam's Wünschen richte, habe ich überhaupt keine Aussicht, irgend eine Laufbahn einzuschlagen," sagte ich. „Und woher wissen Sie außerdem, daß ich Talent für — für das habe, wovon Sie sprachen?"
gefälligen Schreibens vom 16. November 1891 teilt bas Kommando Wohldcrselben mit, daß die von der Firma gelieferten 425 000 Gewehre 88 in jeder Beziehung den an sie gestellten Anforderungen entsprochen haben. Klopsch." Hieran werden nachfolgende Bemerkuitgeu geknüpft: „Wir wollen hiuzu- fügeu, daß der unterzeichnete Herr Hauptmann Klopsch Präses der beseitigen Abnahmekommission gewesen unb Subbirektor ber königlichen Gewehrfabrik zu Danzig ist. Mit Wiedergabe ber in anberen Blättern ben Behauptungen ber Ahlwardt'schen Brochüre unb ben aus denselben in antisemitischen Journalen gezogenen Folgerungen entgegengestellten Angaben glauben wir ben offiziellen Sunbgebungen nicht vorgreifen zu sollen; bie gesamte Preßerörterung hat in unserem öffentlichen Leben bereits so vergiftend gewirkt und für unsere Industrie, die gerade in der Erzeugung von Kriegsmaterial mit Fleiß ntnb Mühe ben ersten Platz ber Welt erreicht hat, so unübersehbaren Schaden angerichtet, daß schon die Rücksicht auf die in ihrer Zukunft so schwer bedrohte Arbeiterschaft auf diesem Produktionsgebiete bie äußerste Zurückhaltung zur patriotischen Pflicht macht. Aus den Konsequenzen dieses Zwischenfalles wird man aber am empfindlichsten gewahr werden, daß es eine sehr bedenkliche Lücke in unserem gesamten Rechtsleben verrat, wenn einseitige Behauptungen wochenlang ungestört in weitestem Umfange verbreitet werden können, während die Berichtigung unb Widerlegung solcher Behauptungen nach einem umständlichen und schwierigen Belveisverfahren erst viel später nachzuhumpeln vermag. Enorme Schädigungen an öffentlichen! und an privatem Interesse sind dann überhaupt nicht mehr gut zu machen." Weiter erkürt die angegriffene Firma in einem Schreiben an die National-Zeitnng, daß das militärische Abnahmc- kommando während der ganzen Dauer der Fabrikation der Gewehre behufs lleberwachung der Herstellung und behufs Revision und Abnahme ber fertigen Gewehre in ihren Fabriken stationiert gewesen unb baß sänttliche Gewehre, bevor sie bie Fabrik verließen, burch das königliche Abnahme-Kommanbo beschossen worben seien, unb zwar seien durchschnittlich aus jebem Gewehre zwölf scharfe Patronen abgegeben worden, wobei in den Fabriken bei den gesamten 425000 Gewehren nur ein einziger Lauf gesprungen sei.
Es ist zutreffend, wenn die „N. A. Z.", wie oben angeführt, sagt, daß genaue Unterfuchungen in solchen Fällen geraunte Zeit in Anspruch nehmen und der Verbreitung solcher Mitteilungen einen weiten
„Ich weiß cs und deshalb sage ich es. Ich wollte, ich könnte die alte Dame zu meiner Ansicht überreden und wünschte, Sie wären anstatt in ihren Händen in den meinigen. Nun, wir werden ja sehen
Die Probe dauerte nicht lange; er stand bald wieder vom Piano auf.
„Morgen um 11 Uhr komme ich zum Unterricht," sagte er. „Jetzt will ich mit Miß Hallam sprechen Gehen Sie, bitte, nicht mit; ich möchte sie gern allein sprechen und denke, daß ich sie dann besser bearbeiten kann, nicht wahr? — Sie müssen auch ein Piano haben," fügte er hinzu „unb ein besonderes Zimmer; ich dulde bei solchem Unterricht keine dritte Person."
Damit öffnete er mir bie Thür unb ehe ich nach meinem Simmer ging, schüttelte er mir freundschaftlich die Hand unb bat mich, ihn am anberen Morgen zu erwarten.
Mein Urteil über ihn lautete dahin, daß er keinem meiner bisherigen Bekannten ähnlich sei. Unb wie kaltblütig unb besonnen benahm er sich Ja, jetzt gefiel er mir.
Am folgenben Morgen gab mir Herr v. Forli bie erste Stunde und danach hatte ich fast jeden Tag Unterricht. Als Lehrer war er ganz anders, als im gesellschaftlichen Umgänge Er war ernst und streng, tadelte oft und lobte selten; aber wenn er einmal lobte, so dachte ich noch Tage lang daran So verflossen mir die Tage in reichlicher Beschäftigung.
V.
Im Laufe ber Zeit war bie Erinnerung an meinen Freunb, Über ben ich nicht sprechen unb mich blos in Verinutungen ergehen konnte, nicht verblaßt. Jin Gegenteil, Jein Bild prägte sich immer
Vorsprung geben. Aber die 425000 Gewehre sind doch schon seit längerer Zeit in Gebrauch und es müßten doch während desselben schon bestimmte Anzeichen bezüglich der Qualität aufgetreten fein, die zu einer vorläufigen amtlichen Erwiderung das Material bieten könnten. Jedenfalls ist es sehr begreiflich, wenn durch die Ahlwardtschen Ausführungen gerade die breiten Volkskreise, welche doch zur Armee das Hauptkontingent stellen, gewaltig aufgeregt werden. Wenn der Soldat sich nicht auf sein Gewehr verlassen kann, worauf soll er sich denn dann verlassen! Darum ist es dringend erforderlich, daß recht, recht bald eine bestimmte amtliche Kundmachung ergeht, damit Jeder klar sehen kann, so ober so muß die Wahrheit zu Tage treten.
Deutsches Reich.
W. ZierN«, 9. Mai. Am Sonnabend kam der Kaiser von Potsdam nach Berlin, begab sich nach dem Tempelhofer Felde und besichtigte dort das Kaiser Franz-Gardegrenadier-Regiment Nr. 2. Im Schlosse empfing der Monarch den Wirkt. Geh. Rat de la Croix und den tu Berlin eingetroffenen Senator Burchardt ans Hamburg. Später wohnte Se. Majestät ber Grundsteinlegung der Anserstehungs- kirche in der Friedensstraße bei. Die vierspännige kaiserliche Equipage wurde von einer Eskorte von Gardckürassieren begleitet. Nachmittags nahm der Kaiser an einem Diner im Offizierkasino des obengenannten Regiments teil. Am Sonntag Vormittag wohnte Se. Majestät in Potsdam dem Gottesdienste bei und unternahm später bei schönem Wetter eine Spazierfahrt. — Nach einem Gerüchte kommt der Kaiser am Montag nach Hohenfiitow bet Eberswalde zur Jagd. — Aus Friedrichsruhe wird jetzt ebenfalls bestätigt, daß sich Fürst Bismarcks ältester Sohn Gras Herbert mit der österreichischen Gräfin Margarethe Hoyos in Fiume am adriatischeu Meere verlobt hat. Der Kaiser hat dem Grasen Herbert ein in den herzlichsten Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt Fürst Bismarck sandte seinem Sohn unb seiner künftigen Schwiegertochter ebenfalls telegraphisch feinen Glückwunsch unb seinen Segen; er hofft, bie junge Dame 6alb kennen zu lernen unb ber Hochzeit persönlich beiwohnen zu können, bie schon in einigen Monaten ftattfinben wirb. — In bezug auf äußere Vorgänge bezüglich bes Abschlusses ber S t e u e r r e f o r m für Preußen verlautet, daß ber Finanzminister eine vollständige Ausarbeitung ber Entwürfe angeorbnet hat unb daß
deutlicher meinem Gedächtnisse ein. Es verging kein Tag, daß ich nicht an ihn dachte. So oft ich ausging, hoffte ich ihn zu sehen, kehrte aber immer enttäuscht heim Ich trug stets drei Thaler zehn Groschen gesondert in meiner Börse, so daß sie mir sofort zur Hand waren.
Der Gedanke, daß diese Episode zu Ende sei, kam mir häufig unb machte mich traurig Er wohnte jedenfalls nicht in Düsseldorf und es fiel mir nun ein, daß er mir das überhaupt nie gesagt hatte Er hatte hier wahrscheinlich nur Geschäfte gehabt und die Verirrte, deren er an einem Frühlingsnachmittag sich angenommen, längst vergessen Ich sollte ihn wohl nie wiedersehen
Als ich eines Tages müde von einem Gange in die Stadt nach Hause kam, begegnete mir Anna Suylen auf der Treppe Sie war in ihrer Weise stets artig gegen mich gewesen; dennoch hatte meine Abneigung gegen sie sich nicht vermindert
„Dies ist bie letzte Oper in ber Saison," sagte sie, einen Zettel auseinander faltend „Es freut mich, daß Sie noch eine zu sehen bekommen, ehe das Theater geschlossen wird."
„Aber ich gehe ja gar nicht hin "
„Doch, Sie gehen hin. Miß Hallam hat ein Billet für Sie und ich werde Sie begleiten "
„Davon muß ich mich gleich überzeugen," sagte ich, rasch die Treppe hinausgehend.
So unmöglich es mir auch schien, es war wirklich wahr. Da lag das Billet. Meine Begleitung bestand aus dem Engländer Vincent, Anna Suylen unb bem jungen Holländer Brinks.
Es war an einem Freitag Abend; Wagners „Lohengrin" sollte gegeben werden.
Wir saßen im Parquet in ber ersten Reihe, so daß nur das Orchester uns von der Bühne trennte
diese erst innerhalb seines Ressorts beraten und festgestellt werden sollen, bevor sie in weitere Stadien gefördert würden. Zweifellos wird man den Sommer unb ben Herbst bafür benutzen. — Die Nach- revisio n ber Erhebung ber Einkommensteuer in Preußen auf Gruub bes neuen Gesetzes wirb, wie bie „V. Z." hört, mit peinlichster Sorgfalt geführt werben. Die ganze Anorbnung beruht teils auf bireften Wahrnehmungen ber Behörden, teils auf unmittelbaren Vorstellungen, welche an das Finanzministerium über mancherlei Unzuträglichkeiten bei ber Steuererhebung gelangten, welche teils lästig für bie Besteuerten, teils beeinträchtigend für die Zwecke der Regierung erscheinen mußten. Eine veränderte Wirkung auf die erfolgte Steuererhebung wird die Revision keineswegs haben. — Dem preußischen A b g e ordne t e n h a u s e ist ber Entwurf eines Gesetzes betr. bie Geheimhaltung ber Ergebnisse ber Veranlagung zur Staatseinkommensteuer zugegangen, ber folgendes bestimmt: § 1. Wo die Steuerliften (Heberollen) über bie ganz ober zum Teil nach bem Maßstabe ber Staatseinkommensteuer verteilten Steuern ber kommunalen unb sonstigen öffentlichen Verbände öffentlich ausgelegt werden, ist das Recht ber Einsichtnahme für jeben Beteiligten auf bie Befugnis beschränkt, von ber eigenen Veranlagung Kenntnis zu nehmen. §. 2. In Wahllisten ber kommunalen unb sonstigen öffentlichen Verbände, welche u. A. nach Maßgabe der von den Wählern zu entrichtenden Einkommensteuer aufgestellt und öffentlich ausgelegt werden, darf, was die Angabe der steuerlichen Verhältnisse betrifft, nur der für die betr. Wahl maßgebende Gesamtbetrag der von jebem Wähler zu entrichteubeu Steuern eingetragen werben. § 3. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit bem Tage seiner Verküubigung in Kraft. Der Minister bes Innern, ber Finanzminister unb ber Minister ber geistlichen, Unterrichts- unb Medizinal - Angelegenheiten werben mit ber Ausführung desselben beauftragt. — lieber die Dispositionen bezüglich ber preußischen Lanbtagssession sinb jetzt bestimmte Entschließungen gefaßt. DasAbgeorbnetenhanssollaufDonners- tag, 2. Juni vertagt werben unb, nach einwöchiger Panse währenb ber Pfingstfeiertage, Donnerstag, 9. Juni, zu möglichst kurzer Thätigkeit roieber zu- fammeutreteii. Es erscheint nicht möglich, ben vorliegenden Arbeitsstoff vor Pfingsten vollständig zu erledigen, namentlich da auch das Herrenhaus noch stark zu arbeiten haben wirb. Anbererseits legt bie Regierung ben größten Wert barauf, möglichst wenig Reste übrig zu lassen. — Die konservative
Ich hatte genug zu Ihn», alles um mich her zu betrachten und befand mich in einem Zustand stets wachsender Erwartung.
„Wir sind ziemlich früh gekommen," sagte Vincent, der an meiner Seite saß. „Unb wir sitzen sehr nahe," fügte er hinzu, ohne daß er sich indeß darüber zu ärgern schien.
Da wurde das Gas plötzlich höher geschraubt und der Lärm nahm zu. Die alten und jungen Damen im ersten Rang, die jeden Abend während der achtmonatlichen Saison das Theater besuchten, unterhielten sich lebhaft und nickten sich gegenseitig zu.
Der Orchesterraum füllte sich allmählich mit Musikern. Ich war überrascht, darunter ein bekanntes Gesicht zu sehen. Dort der heitere junge Violinspieler mit den braunen Augen war Friedhelm Helfen, dessen Namen ich im Wartezimmer der Augenklinik gehört hatte.
lFottsetzung folgt.)
Erwache« -es Frühli«gswal-es.
Sieh'st Du den grünen Schimmer, Der auf dem Walde liegt Und wie ein leichter Schleier Sich leis im Winde wiegt? Spürst Du des Geistes Walten, Der ob den Gipfeln schwebt? Hörst Du den Odem Gottes, Der in den Wipfeln webt? „Ich seh' den grünen Schimmer, Ich hör des Geistes Weh'n, Mich saßt ein banges Ahnen, Sag mir, was wird gescheh'n? —" Hörst Du den fernen Donner? Jetzt merke, was geschieht, Jetzt falte Deine Hände