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Er wollte ihr nach, er wagte es aber nicht. Er blieb noch eine Weile auf dieser Stätte. Er wieder­holte ihre Worte und ahnte sein höchstes Glück in denselben, und noch mehr in dem seelenvollen Klange der Stimme, womit die Worte ausgesprochen waren.

Noch eine Stunde lang schwärmte er in den Straßen von Potsdam umher. Seine Augen lammten, seine Wangen brannten. Seine Brust war voller Jünglingsseligkeit Er dachte nicht mehr an Abreise oder Flucht, sondern an den Augenblick, wo er die kleine Wunderliebliche wiederfinden könnte. Er schwor sich's: er sei das glücklichste Wesen und könnte nie wieder unglücklich werden.

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haft vor einer Verbindung mit demselben warnt. In dem Artikel wird die antisemitische Bewegung in ihren Anfängen als eine sittliche Reaktion gegen das Treiben der Börse, die Gründungen, gegen einen Teil der Presse und der öffentlichen Vergnügungen als erfreuliche Erscheinung gerechtfertigt und als eine Empörung des deutschen Volksgemüts hingestellt. Dann aber heißt es weiter:Leider mischten sich der aus so berechtigten Ursprüngen hervorgegangenen Bewegung alsbald Elemente bei, welche auf das Prädikat einer gerechten, humanen und vorurteils­freien Gesinnung nur sehr bescheidenen Anspruch hatten. . Unter dem Einfluß derselben verkehrte sich die sittliche Reaktion gegen vereinzelt hervortretende Untugenden in eine Hetze gegen die Staatsbürger mosaischen Glaubens oder israeliüscher Herkunft. Unter ihrem Einfluß artete eine Bewegung, welche, wenn sie als eine wirksame und fruchtbare sich er­weisen sollte, an das apelliercn mußte, was aristo- kratisch ist im deutschen Charakter, an Tapferkeit, Gcradsinn, Uneigennützigkeit, Vornehmheit der Ge­sinnung in eine Demagogie aus, welche auch den pöbelhaftesten Mitteln gegenüber sich nicht allzu wählerisch zeigte. Wie man immer den Begriff des Konservativen definieren möge, jedenfalls gicbt es zwei Merkmale, die von diesem Begriff nicht zu trennen und dabei für denselben so wesentlich sind, daß, wo diese Merkmale nicht zutreffen, auch jegliche Spur eines konservativen Verhaltens verschwindet. Der Antisemitismus, wie er sich heutzutage gestaltet hat, verletzt. in stärkerem Maße als irgend eine andere Parteiagitation, auch die sozialdemokratische nicht ausgenommen, die beiden fundamentalsten Grundsätze einer konservativen Politik."

Greifswald, 19. April. Die theologische Fakultät zu Greifswald, deren Dekan zur Zeit der ordentliche Professor D. Viktor Schultze ist, hat zum Osterfeste den bisherigen Kultusminister Grafen Zedlitz- Trützschler aus Grund einsttmmigen Beschlusses zum Ehrendoktor der Theologie ernannt. Das Diplom bezeichnet den so Geehrten alsvirüm amplissimum, omnium nee non adversariorum judicio vere christianum probum honestum fidei confessorem sincerum ecclesiae evangelicae amicum integrum in omnibus a sacra regis et imperatoris majestate muneribus ei commissis pium fidelem.

Iarmstadt, 19. April. Die Königin Viktoria von Großbritannien mit der Prinzessin Beactrice und dem Prinzen Heinrich von Battenberg werden am 26. d. M. in Darmstadt eintreffen und voraussicht­lich bis zum 2. Mai daselbst bleiben wird.

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Anzeigen nimmt entgegen die Erpedirion dieses Blattes, wwie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in ~

tfranffurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XaVu. 5^00X0000. Mosie in Frankfurl a. M., Berlin, München u. Köln: G. Li ) ö b

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and Mes Unglücks; aber sie vergaß bald ihres eigenen, W der junge Wilmson an die Erzählung des "7 pW11' an die Schilderung seines ehemaligen glück-

Wöchmüiche Bellagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Was den letzten Punkt betrifft, so irrte er sich, ivie sich voreilige Jünglinge oft zu irren pflegen. Hätte er ein wenig Lebenserfahrung mehr gehabt, so würde er eher vermutet haben, daß nach dem glücklichsten der Tage, die er in Potsdam verlebt, nelleicht ein eben so unglücklicher nahe stehe. Wirk, ich schwebte am andern Morgen, als er noch mit roher Seele in seinem Zimmer unter den schönen Erinnerungen des gestrigen Abends umhertanzte, die unerwartetste Gefahr über seinem Haupte.

Der König nämlich machte an diesem Morgen, in Begleitung einiger seiner Generale, einen Lustritt in's Freie. Sie waren noch nicht weit vom Thore, als fie den Weg, daher ein städtisch gekleidetes S Mädchen kommen sahen, welches wegen seiner un­gewöhnlichen Größe allen auffiel.

Woher die junge Riesin?" fragte der König eine Begleiter.

Ich erinnere mich," sagte einer derselben,diese

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und

Feiertagen. Ouartal-Abonnements-Preis bei der Erve- ZviurDlWd.

dttion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg sexkl * 41^

" Donnerstag, 21. April 1892.

Der Fel-rveöel. lernen, daß Ich Ihr Vertrauen gewinne, daß Sie mehr. Ich kann arbeiten, und Arbeitsamkeit und

Humoristische Novelle von Heinrich gschokke I s 1016 »ne Schwester Ihrem Bruder, glauben;!Redlichkeit werden mich emporhalten."

(Fortuna unb"ur er|\ Sie. diese Stadt, diese GegendenTeure Clementine, Sie verkennen mich. Sie

wßerst gottesfürchtige, andächtige Frau, dem armen gr» Lj, grrrmf U' erst dann fliehe ich IPfui, daß Sie nur das sagen können!" rief Mädchen erst die Sünde des Schielens nach Soldaten liwe'tt?^sie^chrÄ^ ^ roa§ 79en @ie " >ie mit einiger Heftigkeit und drückte dabei unwill- ernstlich vorhielt, Clementinens Selbstverteidigung wor/en sollte b Un9eroi6' 1008 ,ie ant- kürlich seinen Arm fester an sich, als wolle sie ihm

zar nicht anhörte, sondern kurz und bündig erklärte: Macken Sie flcknrrm.fi« * vom Gegenteil Versicherung geben.

.fie werde die Mamsell ohne Barmherzigkeit auf m v = Herr- Nun ging Wilmson schwelgend neben ihr. Sie

st Straße hinauswerfen lassen, sobald man ioZ S S ^d! redete ihn cmigemale vergebens an. Seine Stille

leiseste Einverständnis mit einem' Soldaten aus- Lenina'L.'stlbst. auf die Frage nicht spüren könne." JV1* ®eIb ?u Emer Per- antwortete:Zürnen Sie mir, Herr Wilmson?"

. Clementine weinte bitterlich bei der Erzählung bedürfen glaub n 1° öle[ @ieu 9eriet fie 7 Verlegenheit. Lange schwieg sie und

- r- ' - ^rzapiung|oevuisen giauoen. »immer verlegener und gekränkter. Endlich zog sie

.Das werde ich nimmermehr, Herr Wilmson!"!ihren Arm aus dem seinen und flüsterte leise- .Hegen Sie so viel Mißtrauen?" !Gute Nacht, Herr Wilmson!"

Eichen' 2WItnlfferj^ I b in . Sie fühlte ihre Hand ergriffen, an seine Lippen

«id Abhängigkeit geriet. ttaum^^^^ L?' emer warmen Thräne seiner Augen

$ taJST @£:@e&funb rnäeÄ1 Iief . "Allerdings mehr, wenn Sie nur einen Blick inWas machen Sie, lieber Herr Wilmson I" qZ oaD?n- ,"n iseld und Mitteln dazu fehlt es | mein reines, redliches Herz qethan hätten Dock! laste sie ritternd v '

Ä V-Kr ff'Mn&OTten «nd.7^. »-ig-n Md Jh-m *.<Le lief» «ementin,!- mtoortrte er. ir9mi tiniL-Ätor* «**« « E-n

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U8 U; M S Um mich Ihrer »chinng .Ich p,.spreche es. »ber mehr als die- Ver.

8B. nicht verlassenchlanaSiebier Äien E er^a[ten' er^uben P« mir, nichts von sprechen fordern Sie nicht. Gute Nacht, lieber

hier hr»,f- 'cJ5 r? k £ ^ich werde Ihnen anzunehmen. Machen Sie, wenn ich mein! Freund!"

bleiben. Ich will, daß eie mich naher kennen j Vertrauen zu Ihnen bewahren soll, keine Anträge! Damit war sie in der Finsternis verschwunden.

Deutsches Reich. ISbft7rf^bIi<^ ba6 ^6^ ift.lmif und zog sich weit auseinander. Die Wagoqo

W sBerfitt 90 91, I , bet,d,cr Staatsmann, der diese Bestrebungen erlitten bedeutende Verluste; bei jeder der circa 80

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f7,erIt?n «ornuttagS dem! So lange in Rußland keine vollständige Umkehr außerdem wurde der UnterhäuMna geianam ae- ®, " '"s. Dome bei. Am Nachmittage unter-! erfolgt, sind sämtliche deutschen Parteien in diesem I nommen Noch am selben Nackmittaa marickierte

UnH? ÄaiICrin Punkte einig. - Am Hose in Koburg fanb amXaxm? 1? etXiSÄlßSto

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Ev ist Illch wegen des Bufches in eine Reche Einzelgefechtc Antisemitismus nimmt, und die Konservattven ernst-