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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
8 ^ikdalti.Jund ^pkditio JMarkt A. Mustriertes Sonntagsblatt.
Berantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg Redaktion und Expedition: Markr 21.
Jts. 75
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Marburg,
Dienstag, 29. März 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstcin u. Vogler in Frankfurt a. M„ Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
XXVII. Jahrgang.
Johann Amos Comenius.
Heute, am 28. März sind 300 Jahre seit der Geburt des großen Pädagogen Johann Amos Comenius verflossen. Die Lehrerwelt und alle, die sich für Schule und Pädagogik wie für die Verdienste Comenius' interessieren, begehen diesen Tag festlich, und insbesondere sind auch von dem Minister der geistlichen Angelegenheiten die Seminare veranlaßt, sich in angemessener Weise an einer entsprechenden Feier zu beteiligen. Auch in Marburg findet heute Montag Nachmittag von 3 Uhr ab in der Aula der hiesige» städtischen Schulen eine Feier des Marburger Lehrcrvercins statt, zu welcher die Einwohnerschaft eingeladen ist. Es wird daher für weite Kreise von Wert sein, heute an die Bedeutung des großen Pädagogen erinnert zu werden.
Zwei kürzlich erschienene Schriften über Comenius (I. A. Comenius, sein Leben und seine Werke, von W. Kayser, Hannover-Linden, Verlag von Manz und Lange, 1892, und die Festschrift von Anton Vrbka: Leben und Schicksale des I. A. Comenius, Znaim, Verlag von Fournier und Haberler (Karl Bornemann), 1892) enthalten über die äußeren Lebensumstände wie über das Wirken Comenius' reiches Material, das auf gründlichen Studien und teilweise neuen Ergebnissen der Forschung beruht; namentlich gilt dies von dem letztgedachten Werke, welches ein mährischer Lehrer verfaßt hat und das nmnche bisher noch unbekannte Einzelheiten mitteilt, während das erstgedachte Werk gute Handhabe für die Beurteilung der Bedeutung bietet, welche Comenius für seine Zeit wie auch noch für die Gegenwart hat. Indem wir auf diese Schriften verweisen, wollen wir in Kürze an der Hand dieser Bücher ein Lebensbild von dem Gefeierten zu geben versuchen.
In Niwnitz bei Ungarisch-Brod in Mähren am 28. März 1592 geboren, gehörte Comenius zu der Gemeinde der „mährischen Brüder", die sich aus den Ueberresten der Anhänger des Johann Huß gebildet hatte. Er studierte Theologie an der ehemaligen nassauischen Universität Herborn (1611) und dann in Heidelberg (1613). Nach Mähren zurückgekehrt und noch zu jung, um zum Priester ordiniert zu werden, leitete er die Schule in Prerau, wo er nach zwei Jahren auch als Prediger Anstellung fand. Später nach Fulneck berufen, wurde er infolge der Wirren des dreißigjährigen Krieges unter Verlust seiner Habe (1624) aus Mähren und Böhmen vertrieben. Nach einem kürzeren Aufenthalt in Görlitz, Sprottau, Berlin kam er 1628 nach Poln. Lissa,
(Nachdruck »ciboter.]
In der Bsren-Apothrkr.
Original-Roman von Marie Widdern.
(Fortsetzung.)
Minuten vergingen so. Da zuckte der Baron jäh zusammen. Die schwanke Gestalt hob sich aus dem Sessel. Behutsam näherte sie sich der Thür. Hier drückte der Greis aus die Klinke unb offnere unhörbar einen schmalen Spalt hinter der schweren Sammetportiöre, die den Eingang vom Empsangs- gemach aus verhüllte. Da stand er nun mit zusammengepreßten Knieen und horchte auf den weiteren Verlauf einer Rede, welche ihn so tief betroffen gemacht.
„Ja, Herr Kreisrichter," sagte Johannes Gröll in diesem Augenblick, „Sie sollen alles wiffen! Wenn ich vorhin sagte: Sie, ein Wahlburg, dürsten Frau Martha Trautenjahn nicht zum Weibe begehren, so ist es ja selbstverständlich, daß ich diese Forderung auch motiviere"
„Thun Sie das, lieber Herr Gröll," erwiderte der Richter und setzte dann leise mit einem kleinen Seufzer hinzu: „obgleich mein Wunsch in Betreff FrauTrautenjahn's bereits ad acta gelegt worden ist
Johannes Gröll war etwas schwerhörig und hatte fraglos die Worte des Herrn von Wahlburg jnn. gar nicht verstanden, den» sonst würde er wohl noch im letzten Augenblick gezögert haben, ein Geheimnis zu offenbaren, das er doch ein halbes Menschenalter hindurch gewahrt.
Ein paar Augenblicke herrschte vollkommenes Schweigen im Nebenzimmer. Dann aber begann der Fabrikant, anscheinend mit einiger Verlegenheit:
„Sie wiffen, Herr Baron, daß ich nicht immer ein wohlhabender Mann gewesen. Man sagte Ihnen
wo er im Jahre 1632 die Leitung und Aufsicht sämtlicher Schulen der Brüder-Unität auch für die Umgegend erhielt und zugleich Bischof der zerstreuten Gemeinden wurde. Sein Ruf als Lehrer, den er namentlich auch feinen Schriften zu verdanken hatte, führte ihn 1641 nach England und von da 1642 nach Schweden. Im weiteren in Elbing, in Ungarn, dann wieder in Lissa thätig, wandle er sich über Stettin und Hamburg im Jahre 1656 nach Amsterdam, wo er sein an Erfahrungen und Erfolgen reiches Leben am 15. November 1670 (nach anderen 1671) beschloß.
Comenius ist ein äußerst fruchtbarer Schriftsteller gewesen; die Zahl seiner Schriften betrug etwa hundert; sie waren teils in seiner Muttersprache, der ! öhmischen, teils in der lateinischen Sprache abgefaßt. Von seinen pädagogischen Werken veranstaltete er im Jahre 1657 eine Gesamtausgabe in lateinischer Sprache; die wichtigsten hiervon wnrden ins Deutsche übertragen.
Comenius war der erste und einzige, welcher die Mängel des Erziehungs- und Unterrichtssystems seiner Zeit erkannte nnd zn bereit Abstellung die umfassendste» Ratschläge gab. Von den Wirren des dreißigjährigen Krieges hin und her verschlagen und unter den Folgen des Krieges auch unmittelbar vielfach persönlich in feinen Verhältnissen leidend, wurde sein Blick für die Bedürfnisse seiner Zeit freier und feine Erkenntnis der Mängel und ihrer Abhilfe tiefer. Comenius erkannte in dem lateinischen Sprachunterricht die beste Grundlage für die formale Bildung, und deshalb war sein Augenmerk zuerst auf Verbesserung des lateinischen Sprachunterrichts gerichtet. Sein erstes Werk war die Janua linguarum reserata, welche in den Jahren 1628—1631 entstand und in Lissa erschien. In dieser gab er eine Unterrichtsmethode der lateinischen Sprache. Ergänzt wurde die „Janua" durch das im Jahre 1632 erschienene „Vestibulum", welches in sieben Kapiteln 427 Sätze mit etwa 1000 der gebräuchlichsten Wörter bot und die Declination und Conjugation einübte. Auf das „Vesttbulum" folgten die „Anfangsgründe in der lateinischen Grammatik"; ferner gab er ein Lexikon, ein „Atrium" und eine „Palatia" heraus, welche eine Anleitung zum Lesen der Klassiker in den höheren Schulen enthielt.
Nicht minder waren Comenius' Bemühungen aus den Unterricht in der Muttersprache gerichtet, die er in den Kreis der Unterrichtsgegenstände einführte. Für die Verbreitung des Unterrichts in der Muttersprache wirkte er in seinem Hauptwerk, der „großen
vielleicht auch, wie ich als schlichter Webergeselle in diese Stadt gekommen und mich dann emporgearbeitet habe bis zu der gesellschaftlichen Stellung, welche ich heute einnehme. Was Ihnen aber jedenfalls niemand erzählt hat, ans dem einfachen Grunde weil dieses Faktum hier keiner Seele bekannt ist, bleibt der Umstand, daß ich — vor vielen Jahren freilich, da ich meine militärische Dienstzeit abzulösen hatte, bei Ihrem Herrn Vater — als Bursche kommandiert war."
Ah — ? In der That, das höre ich heute zum erstenmal!"
„Ich dachte es mir wohl," erwiderte der Fabrikant, während sich der Lauscher hinter der Thür mit beiden Händen an die Stirn fuhr.
„Der Baron Alfred von Wahlburg, Ihr Herr Vater," so begann Johann Gröll dann wieder, „war damals Witwer, lebte aber mit Ihnen und Ihrer Schwester, der jetzigen Frau von Gorderoff, in derselben eleganten Villa, in welcher er, wie ich erfahren, noch heute wohnt. Eine Tante, die Schwester seiner Mutter, repräsentierte im Hause die fehlende Herrin, und alles ging darin seinen geregelten Gang. Trotzdem drängten die Verwandten des Herrn BaronS, der zur Zeit erst den Rang eines Premierleutnants einnahm, daraus, daß et sich wieder verheirate. Vielleicht wollten sie damit dem leicht- fertigen Leben, das der noch junge, schöne Mann führte, ein Ziel setzen.
„Ich bin offen, Herr Kreisrichter," unterbrach sich der Fabrikant in diesem Augenblick. Vielleicht bemerkte er, daß sein Zuhörer betroffen zusammenfuhr und einen ängstlichen Blick nach der Thür zitm Nebenzimmer warf. Jedenfalls dachte der Richter an die Nähe seines Vaters Er drängte jedoch die Befürchtung, daß dieser die Erzählung des Fabri-
Unterrichtslehre" (1627/1628); dasselbe Ziel verfolgten das „Jnsormatorium der Mutterschule" (1628), sowie sechs Bücher für die sechs Klassen der Volksschule. In dem „Jnformatorium der Mutterschule" wendet er sich an die Mütter, denen die Erziehung der Kinder in den ersten sechs Jahren allein zufällt. In der „großen Unterrichtslehre" bezeichnet er es als Ziel der Volksschule, daß die gesamte Jugend vom 6. bis 12. Lebensjahre in dem unterrichtet werde, dessen Verwendung für das ganze Leben nötig ist. In der Muttersprache sollen die Schüler alles, was ihnen gedruckt oder geschrieben vorgelegt wird, zunächst fertig lesen können; dann sollen sie »ach den Gesetzen der Grammatik anfänglich gefällig, darauf schnell und schließlich selbständig ihre Gedanken niederschreiben. Die Schule teilte er in die soeben genannte Mutterschule, in die Volksschule, in die Lateinschule und in die Universität. Die Volksschule sollte sechs Klassen enthalten, ebensoviel Klassen die Lateinschule, in die er außer de» Realien auch Mathematik, Astronomie, Musik und Gymnastik einführte. De» Realien (Naturgeschichte, Naturlehre, Chemie, Geographie und Geschichte) wies er auch schon in der Volksschule einen Platz an.
Von besonderer Bedeutung für die allgemeine Bildung seiner Zeit waren seine pansophischen Schriften, in denen das gesamte menschliche Wissen über den Kreis der Schule hinaus in seinen Grundzügen dargestellt werden sollte; doch waren die Arbeiten auf diesem Gebiete zu umfassend, als daß er sie zum Abschluß bringen konnte. Von diese» Schriften wurden die pansophischen Vorbereitungsschriften und die pansophischen Schulschriften ins Deutsche übertragen. Sie enthalten mannigfache Anregung für die Begründung von Schule». Namentlich wird darin auch der Forderung Ausdruck gegeben, daß der gesamte Unterricht von christlichem Geiste durchdrungen sein müsse.
Die Grundsätze, von welchen sich Comenius in Unterricht und Erziehung leiten ließ, sind in der erwähnten „Unterrichtslehre" enthalten; sie zeigen zugleich den Gegensatz, in welchen er sich mit der bis dahin üblichen Lehr- und Lernmethode stellte. Bis dahin suchten die Lehrer, „ein Gemengsel von Worten, Phrasen, Sentenzen und Meinungen, die aus Schriftstellern zusammengelesen waren, der Jugend einzupfropfen", ohne daß diese eine klare Erkenntnis der Dinge selbst erhielt; die Lehrer zeigten den Kindern „die Sachen nicht selbst, wie sie an sich sind, sondern sagten ihnen nur, was andere darüber gedacht und geschrieben hatten"; die Schulen lehrten
kante» nicht anhören könnte, wieder zurück, weil er sich sagte, daß ja die Verbindung thür hinter der Portiere geschloffen sei.
„Berichten Sie nur ohne Rücksicht, was Sie mir berichten muffen," meinte er denn auch. Herr Johannes aber nahm den Faden seiner Erzählung wieder auf.
„In Wahrheit trieb der Herr Leutnant es manchmal auch ein bischen zu arg, bezüglich seiner — Tonjuanereien wenigstens. Das letztere wurde ihm freilich recht leicht gemacht, denn die ganze Frauenwelt schwärmte ja für den schönen Baron von Wahlburg. Manch' eine drängte sich ihm auch förmlich auf, so daß auch ein anderer nicht Anstand genommen hätte, sich so ein lustig Blümlein — für wenig kurze Tage — an die Brust zu stecken, länger währten die Liaisons nämlich nie, und in bunter Reihe folgte die Blonde der Braunen, die Schwarze der Blonde». Auch Rote waren unter den Schönen, mit denen der Herr Leutnant spielte, wie die Katze mit der Maus. Trotzdem zeigte er sich aber doch den Wünschen der Seinen geneigt. Ja, als ihm die Tante Comteffe Ruth Sparwalde» zur Gemahlin Vorschlag, folgte er diesem Rat sofort. Er suchte die Bekanntschaft der reichen Erbin zu machen, welche zur Zeit auf der Herrschaft Spar- malden residierte,' und war in wenig Wochen der Verlobte der vielumworbenen Dame im Umkreise von Meilen. Entgegen der Verpflichtung, welche Ihr Herr Vater damit übernahm, machte er aber durchaus keine Anstalten dazu, seine Lebensweise zu ändern. Nur betrieb er jetzt heimlich, was er früher ziemlich offen ausführte, wobei er mir oft genug eine Rolle zumutete, gegen die sich meine Seele geradezu empörte"
Wieder unterbrach sich Herr Johannes hier und
die Kinder, „mit fremdem Verstände weise zu sein", niemand lehrte „Physik durch Anschauung und Versuche, alle durch Vortrag eines aristotelischen oder anderen Werkes". Comenius dagegen forderte, daß „der Jugend das Verständnis für die Dinge selbst eröffnet werde" ; die Menschen sollten „so viel als möglich angeleitet werden, nicht aus den Büchern zu schöpfe», sonder» aus Himmel und Erde, ans Eichen und Buchen, d. h. sie sollten die Dinge selbst kennen lernen und erforschen und nicht nur fremde Beobachtungen und Meinungen".
Diese Gedanken sind auch heute noch die maßgebenden, und streben nach Verwirklichung auch in der neuen Unterrichtsreform. Der Anschauungsunterricht stammt nicht erst von Pestalozzi, sondern von Comenius, wenngleich Pestalozzi, wie er versichert, aus eigener Ueberzeugung und ohne Comenius zu kennen, zu demselben Ziel gelangte. Jenem Grundsatz trug Comenius Rechnung in der Volksschule wie in der Zuführung der Realien in die höheren Schulen wie auch dadurch, daß er den Orbis pictus — die erste Bilderfibel (in Nürnberg im Jahre 1657 erschienen) — herausgab. Auch diese wurde ins Deutsche übertragen.
Comenius' Forderungen für die Reform von- Unterricht und Erziehung wurden in alle» Ländern zu verwirklichen gesucht. Bald aber geriethen sie in Vergessenheit, bis sie in diesem Jahrhundert wieder von allen Seiten anerkannt worden sind. Wissenschaftliche Bildung, Tugend, Sittlichkeit, Religiosität und Frömmigkeit verlangte er für den Menschen, und seine Schriften wie seine praktische Lehrthätig- keit legen davon Zeugnis ab, daß er diese Ziele namentlich bei der Erziehung und dem Unterricht verfolgte. Sind heute auch diese Ideen allgemein anerkannt und verbreitet, so darf doch nicht vergessen werden, daß er hierzu praktisch und theoretisch die Grundlage gelegt und diejenigen Unterrichtsmethoden neu erfunden hat, welche heute Gesamtgut aller gebildeten Völker sind.
Deutsches Reich.
W. Merlin, 28. März. Unser Kaiser ist Sonnabend Abend von Jagdschloß Hubertusstock im besten Wohlbefinden wieder in Berlin eingetroffen und während der im offenen Wagen stattfindenden Fahri ins Schloß von dem sehr zahlreich versammelten Publikum mit lauten Hochrufen begrüßt worden. Abends um sieben Uhr entsprachen die kaiserlichen Majestäten einer Einladung des österreichischen Bot-
bat um Entschuldigung seines rücksichtslosen Ausdrucks wegen. Aber wieder drängte der Richter jedes Bedenken in ihm zurück, so daß er erneuert fortfuhr:
„So war ein Vierteljahr nach der Verlobung mit Komteffe Ruth vergangen, die sich übrigens in der liebenswürdigsten Weise Ihrer und Ihres Schwesterchens angenommen Sie werden sich auch vielleicht noch selbst daran erinnern, wie die künftige Mama sie Beide nach ihrem Schlöffe geholt und daß sie dann fast den ganzen Lommer hindurch bei der jungen Gnädigen geblieben "
„Ich erinnere mich thatsächlich daran. Mama war uns auch stets eine wirkliche Mutter."
„Glaub's, Herr Richter, glaub's Doch hören Sie weiter: Es war also ein Vierteljahr vergangen, als mein Herr, einer Erbschaftsangelegenheit halber, auf einige Zeit nach einem kleinen, entfernt liegenden Städtchen reiste. Natürlich mußte ich ihn begleiten; denn Ihr Herr Vater brauchte allezeit viel Bedienung, und ich verstand es, pünktlich und gehorsam zu sein.
In R, so hieß der Ort, in welchem Herr Leutnant zu thun hatte, mietete er sofort auf acht Wochen ein großes, gut ausgestattetes Quartier. War es ihm doch ein Gräuel, sich in beschränkten Raumverhältnissen zu bewegen. Er hatte es ja auch nicht nötig, besonders sparsam zu fein.
Ein erschreckend einförmiges Leben begann nun jedoch für den verwöhnten Großstädter. R. hatte kein Militär. Adelige Familien gab es auch nicht am Ort. Die wenigen Gerichtsbeamten aber, deren Rang hoch genug war, um dem Baron einen geselligen Verkehr mit ihnen zu gestatten, waren fast lächerlich philiströse Menschen.
Was Wunder also, das Ihr Herr Vater täglich,