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Steines Bruders in den Staub zu zerren, indem ich die Schwester des — „Mörders" wollte er sagen, besann sich aber und setzte an Stelle der grausamen Bezeichnung die Worte: „indem ich die. Schwester des Mannes, der durch unverantwortliche Rücksichts-
Blumem rostreichr : Bern- Ehren- en tieft [1561
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Chauvinismus und geben Sie sich ganz ftiedlicher Arbeit hin, dann wird auch bald die Abrüstung folgen. Adolph Wilbrandt erinnert daran, daß Elsaß-Lothringen unser Fleisch und Blut war und uns zur Zeit unserer Schmach und Schwäche geraubt wurde. Nur um den Preis unserer Vernichtung können Sie es wieder haben. Sie wissen, was Ehre ist, warum fragen Sie uns, ob auch wir es wissen? Vollmar schreibt einen langen Brief, der in dem seltsamen Schlüsse gipfelt, vielleicht ist die Lösung diese: Eine Bevölkerung, die politisch fr« geworden ist und gesellschaftlich je nach ihrer Abstammung unseren beiden Sündern angehört. Lujo Brentano bedauert, daß die Franzosen aus falscher Romantik sich nicht in die vollzogenen That- sachen finden, und ihre hohe Begabung an einen unmöglichen Plan vergeuden. Oskar Blumenthal träumt eine Verschmelzung aller Menschen (!) und predigt Versöhnung. Helmholtz lehnt es ab, über Dinge zu sprechen, die nicht in sein Fach schlagen. Bebel möchte seine oft ausgesprochenen Meinungen nicht wiederholen, betrachte übrigens den Austausch des Reichslandes gegen Tonkin für ein Hirngespinst. Ludwig Pfau wäre bereit, Lothringen zurückzugeben, nimmermehr aber Elsaß. Lamey beweist, daß der Besitz von Elsaß-Lothringen namentlich für Süddeutschland eine Lebensnotwendigkeit ist, und daß die Rückgabe Frankreich nicht zufrieden stellen würde. Tümmler belächelt die Rückgabe, Neutralisierung und den Tausch, und ruft: Wir bleiben kriegsbereit, so lange Sie es bleiben, alles Uebrige ist zwecklos.
Kiek, 8. März. Von deutschen Kriegsschiffen befinden sich augenblicklich 32 Schiffe und Fahrzeuge im Dienst. Davon befinden fich 14 in Kiel, 5 in Wilhelmshaven und 13 im Auslande.
Leipzig, 8. März. Am Dienstag fanden auf dem Marktplatz in Leipzig größere Ansammlungen von Arbeitslosen statt. Dieselben wurden alsdann durch die Schutzmannschaft auseinandergetrieben.
Kasse, 8. März. Die Stadt Halle beschloß eine außerordentliche Bewilligung von 1OOOO Mk. zur Verteilung von Brot und Speisemarken unter die Notleidenden.
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sobald ich ein Unterkommen gefunden habe," flüsterte sie mit fast versagender Stimme.
In der ganzen Stadt gab es wohl keine wunderlichere Häuslichkeit, als die, welche sich Fräulein Wilhelmine Werner bereitet hatte. Schon seit einer Reihe von Jahren bewohnte die alte Dame in Gesellschaft ihrer ebenfalls bejahrten Magd und einer nunmehr beträchtlichen Hundeschaar ein kleines Häuschen, welches inmitten eines Rasenplatzes gelegen war. Auf diesem konnten sich die Lieblinge der Greisin, tummeln, so lange es ihnen gefiel, ohne dabei irgend einer fremden Person lästig zu fallen, die nicht Hundeliebhaber war, wie Fräulein Minchen und die alte Magd.
Die Ausstattung der drei winzigen Stübchen m Parterre des Liliputaner-Häuschens war eine 'ast altertümliche zu nennen Jedes Gerät, welches die Greisin umgab, stammte ja noch von ihren Eltern her und hatte zu der Ausstattung der ver- torbenen Mutter gehört. So fühlte sich denn auch eber, der zum erstenmal die Behausung Tante Minchens betrat, gleichsam in eine fremde Welt, n Moden und Gewohnheiten versetzt, wie sie vor junbert Jahren geherrscht haben. Dabei zeigte sich aber auch selbst bas geringste Gerät auf bas vorzüglichste erhalten. Alles blitzte unb blinkte vor Sauberkeit. Im Wohnzimmer mit seinem kleinen gerabelehnigen Sopha, dem verschnörkelten Tisch mit den spindeldürren Beinen und der weichbauchigen Kommode stand dazu noch das Zelt, in dem zur Nachtzeit Amie und ihre Jungen residierten. Tagsiber mußte sich aber die ganze vierbeinige Gesell- chaft im Freien aufhalten. Selbst der alte Hektor >urste hiervon keine Ausnahme machen. Im Gegenteil, auf ihren eigenen Armen trug Fräulein Minchen das schwache Tier hinaus auf den sonnigen Rasen.
gemacht. Wie es heißt, soll sich der Kaiser vor einigen Tagen bet einem Abendempfang, den Persönlichkeiten aus Kolonialkreisen beiwohnten, ähnlich geäußert, und ein lebhaftes Interesse für deutsche Kolonialbestrebungen kundgegeben haben. Dem Monarchen wird über die Entwicklung der Schutzgebiete schon seit lange sehr ausführlicher Bericht erstattet. — Aus Tanga in Deutschostafrika wird berichtet, daß die umwohnenden Häuptlinge zahlreich dort eintreffen, um ihren Gehorsam gegen die deutsche Regierung zu erklären. Sie beklagen sich auch darüber, daß die Träger der Expedition des Dr. Baumann in ihren Dörfern gestohlen hätten und fordern Bestrafung der Spitzbuben. Das Trägerkorps der genannten Expedition ist allerdings sehr bunt zusammengesetzt und sind Ausschreitungen daher wohl möglich. — Die Fraktionen des preußischen Abgeordnetenhauses traten am Dienstag Vormittag zusammen, um die D o m b a u f r a g e aufgrund der ausführlich borgetragenen Ministerialvorschläge zu beraten. Das Zentrum hat sich, sicherem Vernehmen nach, bereit erklärt, die ganze Bausumme von 10 Millionen Mk. zu bewilligen, falls damit die Leistung des Landtags erschöpft ist. Die Konservativen scheinen Vorbehalte bezüglich der Ausführung des Projekts machen zu wollen. Die Nationalliberalen haben ihre Stellungnahme noch nicht fortgesetzt und werden heute Mittwoch ihre Beratung fortsetzeu.
— (Deutsche Antworten auf französische Anfragen.) Der Pariser „ Figaro “ bringt monatlich eine Beilage, in welcher die Antworten auf Fragen veröffentlicht, welche er einen Monat vorher gestellt. Seine jetzt erschienene Nummer bringt die Antworten mehrerer deutscher Politiker und Gelehrten auf die Frage, wie sie über die friedliche Rückgabe Elsaß-Lothringens an Frankreich gegen eine entsprechende Entschädigung denken. Der „Voss. Zig." zufolge, der ein Bericht über diese Nummer vorliegt, verweist Herr v. Levetzow einfach auf Artikel I der Friedensprälimiuarien, welcher die Abtretung Elsaß- Lothringens an Deutschland auf ewige Zeiten enthält. Reichensperger erklärt, daß Niemand in Deutschland auch nur den Gedanken einer Abtretung oder Neutralisierung' des Reichslandes ertragen würde, ■ auch das Bündnis Frankreichs mit dem Moskowiter- tum schüchtert uns nicht ein, denn wir haben keine ernste Besorgnis um den Ausgang des Riesenkampfes und tritt der erwartete Ausgang ein, so werden wir ■ ohne neue Eroberungen Frankreich in die Unmöglich- 1 feit zu versetzen wissen, den Frieden von Neuem zu ■ brechen. Also brechen Sie mit Ihrem unheilvollen '
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Kalbs-
Thränen erstickten die Stimme des jungen Mannes. Noch einmal nickte er der Geliebten traurig zu. Dann lüftete er seinen Hut und verließ nun auch das Haus, um an die Leiche des Heißbetrauerteu zu eilen.
Gertrud hatte ihm nachgesehen mit starrem, ^Elllchem Blick. Jetzt schlich sie sich nach ihrem Stübchen zurück Trotzdem die Stunde geschlagen, in der sie wieder in den Gemächern der Prinzipalin erscheinen sollte, wagte sie es nach der traurigen Neuigkeit der letzten Minuten doch nicht, Madame vor die Augen zu treten. Was das junge Mädchen bisher als seinen höchsten Stolz empfunden: die nahen Beziehungen zu dem Verwalter — schienen ja mit einem Male wie ein Kainszeichen auf sie zu drücken. Denn wenn schon Leopold sprechen konnte, wie er es gethan, auf welche Weise würde dann erst die verzweifelte Mutter des Toten den Gedanken Luft machen, die sie bei dem Anblick der „Schwester Horst Gilbens" ergreifen mußten? Und doch — durste Gertrud dieser Kalamität ohne Weiteres aus dem Wege gehen? War es nicht im Gegenteil ihre Pflicht, vor die Eltern des Selbstmörders zu treten, um ihnen mit aller Entschiedenheit die Erklärung abzugeben, „daß Horst Gilden unmöglich die Schuld an diesem Unglück tragen könne."
Unmöglich! Es war das auch ihre tiefinnerfte Überzeugung. Trotzdem aber vermochte das arme Kind es nicht, wieder umzukehren, khaksächlich die Pflicht gegen Horst zu erfüllen. Es graute ihm vor der Herrin. Dazu wühlte auch der Schmerz gar zu heftig in dem jungen Herzen — der tiefe, tiefe Schmerz über das verlorene Lebensglück.
So von taufend marternden Empfindungen Zerrissen, erreilte Gertrud ihr stilles Heim. Nachdem te die Thür hinter sich geschloffen, warf sich die
froh wären, ihre Verlegenheiten auf einen Dritten abzuwälzen und die Streitfragen, welche die augenblicklichen Verlegenheiten verursachen, in einen Kamp: zwischen dem alten und dem neuen Kurse überzuführen, um auf diese Weise der Unannehmlichkeit zu entgehen, daß Jeder seinerseits ansißt, was er sich eingebrockt hat. — Der „Hannov. Sur." veröffentlicht folgende Zuschrift: In Anlaß des 25jährigen Bestehens der nationalliberalen Parte- habe ich eine so große Anzahl von Telegrammen und Zuschriften erhalten, daß es mir nicht möglich gewesen ist, dieselben einzeln zu beantworten. Ich gestatte mir daher hierdurch meinem Danke für die mir durch Versammlungen und durch Einzelne ausgesprochenen, mir sehr wohlthuenden Beweise von Wohlwollen und Anerkennung öffentlich Ausdruck zu geben. Hannover, am 7. März 1892. R. v. Bennigsen. — Der Berliner Ordenshandelprozeß vor dem Reichsgericht in Leipzig. Das Reichsgericht hat am Dienstag die in dem Prozeß gegen den Hofrat Manchs und Aron Meyer wegen Unterschlagung von den Angeklagten eingelegte Revision verworfen. Die der Revision zugrunde gelegte Behauptung, daß die Unterschlagung und der Dolus der Angeklagten nicht genügend nachgewiesen und die Verteidigung von dem ersten Richter beschränkt worden sei, wurde für nicht erwiesen und nicht zutreffend erachtet. — Es wird darüber geklagt, daß in den E isenb a hn- Personenwagen sich nicht selten amtliche Anschläge und Bekanntmachungen beschmutzt und mit ungehörigen, auch unsittlichen Bemerkungen versehen vorfinden. Unter Hinweis auf den Erlaß vom 26. Juni 1889 hat der preußische Mnister der öffentlichen Arbeiten in einer Verfügung an die königlichen EisenbahndirekUonen der Erwartung Ausdruck gegeben, daß dem sauberen Zustand der Personenwagen ein sorgfältiges Augenmerk auch in dieser Beziehung zugewendet werde, daß beschmutzte und mit Bemerkungen irgend welcher Art versehene Aushänge alsbald entfernt und Personen, welche bei dem Beschmutzen der Wände und Anschläge betroffen werden ober desselben verdächtig erscheinen, nach Maßgabe der Bestimmungen der §§ 62 und 63 des Bahnpvlizeireglements für die Eisenbahnen Deutschlands zur Verantwortung gezogen werden. — Die Erklärung der Reichsregierung vor dem Reichstage, daß Deutschland seinen Besitz in Südwestafrika unter allen Umständen aufrecht erhalten werde, hat auch im Auslande die Aufmerksamkeit gefesselt und entgegengesetzten Angaben ein Ende
Hessen-Nassau.
Marburg, 9. März. Gestern Nachmittag um 4 Uhr wurde die zeitliche Hülle des verstorbenen Geh. Reg.-Rates Professor Dr. L. V. Schmidt zu Grabe getragen. Vorher fand in der Wohnung des Verblichenen eine Hausandacht statt. Nachdem
[Nachdruck Betteten.]
In -er Bären-Apolheke.
Original-Roman von Marie Widdern.
(Fortsetzung.)
Jedoch erst in dem Vestibül des Vorderhauses erreichte sie den jungen Mann „Leopold", flüsterte sie nun, und legte ihm die zitternde Hand auf die Schulter. Er wandte fein sieberlich zuckendes Gesicht sofort nach ihr um. Einen Moment war es auch, Äs wollte er sie zärtlich in seine Arme schließen. Dann aber entrang sich ein leises Stöhnen feiner Brust:
„Daß wir uns so Wiedersehen müssen!" sagte er nun, „unseren süßen Hoffnungen dieses Ende bereitet wird!"
Dieses Ende!" wiederholte Gertrnd tonlos und unwillkürlich drückte sie die Hand auf das qualvoll hämmernde Herz. „Leopold", hauchte das arme Kind bann, während es dem Geliebten angstvoll in bas Gesicht sah — „was willst Du mit solchen Worten sagen? Soll das unheilvolle Sterben Deines Bruders vielleicht unserem ganzen Lebensglück ein Ziel zu fetzen?"
Aermste -laut aufschluchzend vor dem Kanapee in die Kniee. Lange, lange verharrte sie so in maßloser Verzweiflung. Dann aber begannen die heißen Thränen allmählich den Alp zu lösen, welcher sich auf die unschuldige Mädchenstele gelegt hatte, jene wehe Stimmung, in der Gertrud auch im Stande war, über ihre äußere Sage nachzudenken, welche sich jedenfalls auch zu einer durchaus veränderten gestalten würde.
Auf diese Weise vergingen Stunden. Da riß ein heftiges Klopfen an der Thür das junge Wesen aus feinen Sinnen. Es war das Stubenmädchen aus dem Vorderhaufe, dem Gertrud alsbald den Eintritt erschloß. Mit schnippischer Geberde betrat das freche Ding den kleinen Raum. Musternd glitten seine Blicke über jeden Gegenstand in demselben Hernach aber teilte es der jungen Gesellschafterin in augenscheinlicher Schadenfreude mit, daß es im Auftrage der gnädigen Frau gekommen fei; diese aber lasse Fräulein Gilden sagen, sie möge sich in Gottes Namen im Komptoir den Gehalt für ba§ ganze laufende Jahr auszahlen lassen, und dann den Staub von ihren Schuhen schütteln.
„Die gnädige Frau hat infolge des schrecklichen Unglücks mit Herrn Hans wieder einmal heftige Nervenzufälle gehabt," setzte die Magd hinzu, „und würde Ihren Geist aufgeben, Fräulem, wenn sie rch noch durch Ihren Anblick an den Verwalter unb fein schändliches Vergehen erinnert sähe."
Gertrub erhob wie abwehrenb bie Hände. Totenblaß stand sie jetzt mitten im Stübchen: »3ch will sofort meine Sachen packen," sagte sie rann und wandte sich nach dem Schlafzimmer, auf der Schwelle drehte sie sich jedoch noch einmal um "Die verschlossenen Koffer werde ich abholen lassen,
Anzeigen nimmt entgegen die Erpcdition dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in „„„„ Ä „ grantfurt o. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII.
Müsse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover,PariS^
Deutsches Reich.
W. Wertin, 9. März. Im Berliner Schlosse fand am Montag Abend eine glänzende Soiree und Maskerade statt, welcher die gesamte kaiserliche Familie beiwohnte. Heute, Mittwoch Vormittag arbeitete der Kaiser mit dem Reichskanzler Grafen Caprivi, dem Staatssekretär Frhr. von Marschall, dem Minister von Wedell und dem General von Hahnke. Zur Tafel waren keine Einladungen ergangen. — Der „Krenzztg." geht die sehr bemerkenswerte Nachricht zu, daß noch am Montag Abend in letzter Stunde die Verhandlungen mit dem Herzog von Cumberland einen erwünschten Abschluß gefunden haben. In denselben soll auch die event. Thronfolge des Sohnes des Herzogs in Braunschweig mit einbezogen sein. Man bringt die Anwesenheit des Großherzogs von Oldenburg in Berlin mit diesem günstigen Erfolg in Beziehung. (Wir geben diese Nachricht, obgleich s ans in der Regel sehr intim unterrichteter Quelle stammt, mit allem Vorbehalt. Die Red.) — Dem Bundesrat ist der Entwurf eines Gesetzes, bett, den Schutz der Brieftauben und den Brieftaubenverkehr im Kriege, vom Reichskanzler zugegangen. — Der deutsche Landwirtschaftsrat ist am Dienstag in Berlin zusammengetreten, um Vorschläge wegen Abänderung des Unterstützungswohnsitzgesetzes zu machen. Der Vorsitzende teilte im Auftrage des Reichskanzlers Grafen Caprivi mit, daß derselbe besonderen Anteil an dem Wohlergehen der deutschen Landwirtschaft nehme; der Reichskanzler habe ihn zu der Erklärung ermächtigt, daß eine Herabsetzung der Getteidezölle unter das durch die deutsch-österreichischen Handelsverttäge festgesetzte Maß nicht in der Absicht liege und daß er sich einem Versuche einer solchen Herabsetzung kräftig widersetzen würde. — In den „Hamb. Nachr." wird beftätigt, daß Fürst Bismarck zwar bei guter Gesundheit fei, sich aber den politischen Geschäften fern halten werde. Der Fürst habe auch politische Bedenken, bei der augenblicklichen Sage in Berlin zu erscheinen. Es wird darüber in witziger Weise weiter ausgeführt: Der Fürst wird die Besorgnis hegen, durch einen solchen Zusatz zu der chemischen Mischung der Parteien eine politische schädliche Einwirkung zu üben, was, aus der Chemie in die Physik übersetzt, heißt: er wird sich hüten wollen, gewitterscheuen Seuten als Blitzableiter zu dienen, oder nach dem bekannten Sprichwort, die Hand zwischen Thür und Angel zu stecken in einer Situation, in welcher beide Teile
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marvurg «nd Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt. *• -*-•
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und .
Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-Preis bei der Erpe- flrDUru .
dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl iV
“"‘lo'wÄÄ L'L gÄT Donnerstag, 10. März 1892.
Er neigte zustimmend den Kopf: „Wir sehr ich tu Sittlich auch liebe, Gertrud", erwiderte er mit bebender Stimme, „wie innig auch meine Seele nach einer nie endenden Gemeinschaft mit Dir verlangt.