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Anzeigen nimmt entgegen die Erpcdition dieses Blattes,
wwte dieAnnoncen-Bureaux vonHaasenstein u.Vogler in „ .... Ä , yrantfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. AahraaNK. Mossc tn Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln: G. L. f u »
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
(Nachdruck verboten.)
H els.
Novelle von Jenny Schwabe^
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und rernrw -<
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10 Pfg., Reklamen für die Zeile Sonnabend, 13. Februar 1892.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Matt für die Kreise Marvurg und Kirchhain.
Redalt,on und Expeditton i Markt 2, ljUU|invUCÖ öDlttttHfllSMfltL ' f Entenhaus in Marburg.
Ä ,in a* *1* M-d.bmchä°m-nd- LÄ-nsch-ft -IN---N.
° w y 1 I iagi ^ean Pam., I edlen Natur den Abgrund, an dem ich gewandelt:
. , "—'a$ ssehen^ mich die alten Wenden an?!" | Zitternd hörte sie seine leidenschaftlichen Worte;Ientsetzt schauderte ich zurück, ein grelles Acht ging
Deutsches Reich. |^nro\f^nks\D1ö^ce^^ng• bSe^et^ 494284701!über beabsichtigte Beteiligung des Fürsten Bis-Ivoy Jazdzewski (Pole) beantragt die Anfügung
s.V. Aerkin, 12. Febr. Am Donnerstag Vor-IPersonen, damnter 432271 Ausländer und 519984 dos^Nnikssrbitt be!’ ^£rre"6au,c3 überifolgenden Absatzes: „In denjenigen Landesteilcn,
mittag arbeitete der Kaiser längere Zeit allein. Militärpersonen. — Der Vorstand des vreußiscken Nervenu ^^fnijerung von wo neben der deutschen noch eine andere Nationalität
Tann unternahm Se. Majestät eine Spazierfahrt L e h r e r v e r e i n s wird am 20 und 21 d M I^Ll naherstehen, auch I einheimisch ist, soll der Religionsunterricht in der
nach dem Tiergarten und eine Promenade daselbst! in Berlin zusammentreten um" über Scki-itte in I ^^chüche Unterlage. Die Aerzte 1 Muttersprache der Kinder erteilt und dieselbe als
und sprach auf dem Rückwege im Reichskanzlerpalais Bezug auf den Volksschulgesctzentwurf zu beraten — I hnrmtf nfa<^ ®ie ,?°r I Unterrichtsgegenstand in den Lehrplan ausgenommen
vor, um einen Vortrag entgegcnzunehmen. Nach dem Der Erlaß der königlichen Regierung zuFrankfurta n I b7^. parlamentarische werden." Demgegenüber beantragen, die National-
Schlosse zurückgekehrt, nahm der Kaiser den Vortrag die S tellungnahme d er Mehrer ru dIS ib“,e?“ emstweilen 1 liberalen, hinzuzufügen 8« § 5: „Der Unterricht des Chefs des Militärkabinetts entgegen und empfing IV o l k s s ch u l g e s e tz betreffend lautet- $ ift LrhnHrr te‘ < Konststorialrat D. I wird in allen Unterrichtsgegenständen in deutscher
später den Besuch des Kronprinzen von Schweden, erklärlich, daß dem Entwürfe eines Volksschulaeset?es ist wie b*r Dreifaltigkeitsürche, Sprache erteilt." Dr. von Jazdzewski berief sich in
Üta Abend fand im Weißen Saale des Schlosses!der dem Landtaae der M-wm-cki» nnn sZ- ,ber »Kreuzztg. verlautet, nunmehr!der Begründung seines Antrags auf das den Polen
\ eine größere Ballfestlichkeit statt, 3u toelc^ gelU «2^^^ (b“r£ bcnbc8 D.Sögd kon Friedrich Wilhelm III gegebene Versprechen
1500 Einladungen ergangen waren. Zur Ausführung! lebhafte Aufmerksamkeit zugewendet wird Nack Kurmark in’gLardW ®encraf='S3UP'ril^enbenten Erlauf Pflege ihrer Muttersprache. Man müsse die der Ballmusik ist die Kapelle des 2. Gardcrcgiments, öffentlichen Kundaebunaen 2abstckttaen <2$ ß“nnarf m au3ftd)ti genommen. D. Dryander wird I Nationalität berücksichtigen, wolle man nicht den Zweck
i- 8. befodta. - Di- K-is-.In. w-lch- D-r tote«,
einem leichten Jnfluenzaanfall erkrankt ist, mußte!zu dem Entwürfe Stellung zu nehmen % So mental22 h wird benchtet, daß!wurde von Mitgliedern des Zentrums warm befür-
wch Donnerstag noch das Zimmer hüten, doch hat|hierin etwas Befremdliches liegt so finden wir dock191nt Dr' Adjutanten undIwortet. Es sei ihnen nicht um das Polentum zu
sich der Zustand erheblich gebessert. — Am Sonn- bei der Erregung welche die öffentliche Befvreckwna! ist ’ a v9^« "Nllekommen thun, sondern darum, daß die Kinder Religion
abend findet ein parlamentarisches Diner |Mefcx ftat He IWadi - Halfa, der letzten lernten, was nur der Unterricht in einer ihnen ver-
!«n Minister v. Bötticher statt, bei welchem bet ™g^ ""2^3 1 stündlichen Sprache möglich mache. Die jüngste
Kaiser sein Erscheinen in Aussicht gestellt hat. — I mit Vorsicht und Besonnenheit aefübrt und ftJna I acftom 111- S?ommi)ftou des Reichstags beriet I Verfügung des Ministers, welche die Erteilung des Der preußische Eisenbahnminister Thielen empfing | jn den Grenzen sachlicher Erörteruna sowie der 21 mlio hnm ^stündiger Sitzung den ihr zum zweiten I Religionsunterrichts in der polnischen Sprache ge- --- Deputation, welche er län«°r° »ttellum,,!, Sita„Sn* »-H- auf d-m B-d-n dies.« Ant-a«-. Der über die von der Staatsbahnverwaltung vorge-1gleichwohl Ausschreitungen zu unserer Kenntnis ae-lwHcfia ^2^122^" V? Deuts chen 1 Minister Graf Zedlitz bekämpfte diesen Antrag, den nommenen Arbeiterentlassungen machte. Darnach langen, die wir mit den angebeuteten RücksichtenIanaennmm<2 t", sinder Fassung er für ganz undurchführbar halte. In politischer
find dieselben nur burch Mangel an Arbeit veranlaßt | und der Amtspflicht der Lehrer als mittHhrm-r I hip9 9iprmteMnn"^n8 •a,69’'0*^611™,!^9611 ! Beziehung sei doch nur die Bestimmung der Ver-
md sollten nur junge und unverheiratete Leute be-1 Staatsbeamten nicht vereinbar erkennen müßten ,'o ku betreiben sichten und fassung maßgebend. Wenn der Antragsteller sich auf
troffen werden. Sind die unteren Behörden etwas würden wir uns zu unserem Bedauern ru nackdrück-! 3U- Unter »die Bekämpfung der Sozialdemokratie berufe, so müsse
»eiter gegangen, so entspricht das nicht dem Wunsche lichem disziplinarischen Einschreiten aenötia^fi-2 | f2i2^ S9 «pI“'0 2 Fernsprechanlagen mit I er darauf Hinweisen, daß er (der Minister) das des Ministers. UebrigenS nimmt die Arbeit bereits | Schließlich machen wir zur allgemeinen Nackacktuna keines f™, ?ur$ bu,eg | Unterrichtsgesetz niemals als zur Bekämpfung derselben
meder zu und ist mit der Neueinstellung von Ent- darauf^^ aufmerksam ^daß^ von Vettammtt^^ über bestimmt hingestellt habe. Jn pädagogischer Be-
lrssenen wieder begonnen worden. — Jn Königsberg | Lehrervereine in denen wie im vorlieaenden Falle ! LentriAeTm^ »Unb ^^esondere uber die ziehung müsse er darauf aufmerksam machen, daß »erden in diesen Tagen die Supettntendenten der | öffentliche Angelegenheiten erörtert oder braten 12 StLa^en’ 8 2 (Verleihung Schüler der höheren Schulen nur in verschwindender
Provinz Preußen sich versammeln, nm unter bem Zen foKe«,^ 2^ feien, eine ber frentben Sprachen
dorsitzc des Präsidenten des Evangelischen Ober-1 Anzeige zu machen ist" — Im viprrpnbnHf? ^innl^-.-r6 nb^n2 ™u,rbe *n ber fruherenFassung der Kom-1 beherrschen zu lernen. Sollten also die Kinder in kirchenrats, Wirkl. Geh. Rates Dr. Barkhausen, über ein Gesetzentwurf ein wonach die' S n bal^t e r n'- lunTbK N 3,<r4, ber Volksschule die deutsche Sprache gründlich lernen, Maßregeln gegen das Sektenwesen p be- kn b Unter be amt ^n ft e l len In d e V er 1 ^inn2 knb. b°n Deutsch- so könne das nur durch das System des Gebrauchs
raten. Jn jener Provinz nimmt die Sektirerei in Lattung der Kommunalverbände 9!3iidpr7na7b ? Sozialdemokraten beauttagieu der Sprache als Lehrsprache geschehen. Er könne
Mgewöhnlichem Maße überhand; schon seit Jahren ausschließlich die der Forstverwaltung, mit Militär- Mission bestättat U"9 K°m- versichern, daß ein tüchtiger Lehrer in Posen bei dem
^at man sich in den berufenen Kreisen mit dieserIanwärtem zu besetzen sind und zwar D die föMfpnl <r>L ® . Iletzigen System imstande sei, den Kindern ein ge-
Angelegenheit beschäftigt. Jetzt soll ernstlich vorge- im Kanzleidienst, einschließlich der Lohnschreiber des Lau fe°§ p n r h ° ”2 ’V ° J nüfenbe§ Verständnis für die deutsche Sprache bei-
- D-r 0std-u,sch- H--dm-rk„. d-r-° 3*6mi di- ”„„g L ISS * -- 8 V7CH-r-»Ech fei, daß In gE«
tund will, wie aus Breslau mitgeteilt wird, auf! und die damit zusammenhängenden Dienstve^ickttinaen! NnkP^Ai8^p2ft" ® we^er lautet. I Distrikten die evangelischen polnischen Kinder in der
dem bevorstehenden Handwerkertage in Berlin den obliegen; 2) sämtliche Stellen deren Obliemenbeiten «p(iai2 ’a^ ®°rfS*^u[c st^b' Kenntnis der deutschen Sprache mehr leisteten, als
«ittrag einbringen, eine selbständige Handwerkerpartei wesentlich in mechanischen Dienstleistungen bestehen Sckrttbenl Reckmn Jfprerf)ert' s~e,ett'bie katholischen polnischen Kinder. Das liege nicht gründen und dementsprechend bei den Wahlen Mindestens äUr Ste ft„b m St IT “ h® &5wn- sondern an dem Widerstreben der
Anlichst eigene Kandidaten aufzustellen, in jedem Bureaudienst zu beschäftigen ausaenommen die Naturkunde, katholischen polnischen Bevölkerung, die in der Kon-
Kalle aber nur einem Kandidaten die Stimmen zu! Stellen, für die eine wissenschaftliche ^der tecknücke I «2 Lond^Pttt :JDei6= I ,erhierun9 der polnischen Sprache eine Befesttgung
g-ben, der sich bindend auf das Handwerker-Programm | Vorbildung erforderlich ist und Stellen von Rendanten I fickidp^2272 M?tC anderer Gegen-1 der katholischen Konfession erblicke. Die vierzehn
ym - S°-b°n ift dl- Mg» -«1.».- dl. N.ch»»n, M«v°l. - All- G-Illcht!\8m»ml9«na ‘g fd.n M
IFortsetzung statt Schluß.) Ptei er- »^ir sind Sie auf alle Fälle eine glück-1 ihr Äuge wich seinen beredten Blicken aus. „Sie! mir auf und nach langem Ringen und stillem
„Ja, das ist ein aller Fehler von mir", meinte 1^"ttin geworden und mein Herz nannte I thun mir weh", sagte sie leise; „Ihre Liebe verlangt I Nachdenken, nach sorgenvollem Wachen um ein ^trocken; „ich habe beispielsweise in jungen Jahren 1 "Eerdar Hela. Ihr Erscheinen markiert den! ein ganzes Herz, das meine ist nur noch ein Bruch-1 Leben, das, wäre es erloschen, wie ein ewiger Fluch »bend für Abend stundenlang an der Villa einer I Wendepunkt in meinem Leben Nicht Caritas — I sti-ck, ist starr und tot. Wohl habe auch ich Ihnen I aus mir gelegen hätte, kam ich endlich zur Arbeit — Hönm Dame gestanden, die sie die indische Prinzessin 1 ^kayietz meine Muse, die mit mir ging, wohin 1 ein treues Andenken bewahrt — wäre es anders 1 sie sog alle Qual ein ... O, Lothar!" rief sie Knuten, .um nur einen flüchtigen Schatten am l» Flun der Phantasie mich auch trug. Warumlmöglich? — aber Liebe? — Liebe, so wie ich lieben!plötzlich aus und bedeckte das Gesicht mit den Wen Fenster zu erspähen!'" izumen Lie mir? fuhr er fort, als sie sich rasch!konnte, ehe die dunklen Tage kamen, so wie Sie es!Händen, „was thaten Sie! Wie war ich so glücklich
„Aber Lothar!" rief der alte Herr erschrocken!^^ wandte, umkehrte und wieder näher aus! wert sind?" — Sie schüttelte trübe den Kops. „Sehenlin meiner starren Ruhe, wie glaubte ich abge- i»d schaute ihn groß und vorwurfsvoll an. Iw a • "”arum zürnen Sie mir? — I Sie", fuhr sie müde, das Haupt an den Stamm der I schlossen zu haben mit der Vergangenheit, mit dem
„Offenheit ist ein ebenso großer Fehler »on KL Jahre ein völlig veränderte 1 nächsten Buche lehnend, fort, „es war eine Zeit, da Leben überhaupt, und nun kommen Sie wie ein
*«*, erwiderte er lachend, „das sollten Sie bocb miph»rfnh ol^ xd> Sie heute endlich!hatte ich em großes, reiches, glühendes Herz; wohl 1 lebendiges Erinnerungszeichen und alles ist wieder
wissen, mein verehrter Erzieher • ab r nun aeben I '^boeriay , da empwnd ich nichts von der Ewigkeit | batte ich ein Leid erfahren, bitteres Leid, aber vielleicht!wach und auferstanden!"
kie ins Haus", drängte er, „ich verspreche Sbnen, uJcS1 ia ^eil' 1prur[o8 roar ftc mir Lerabe deshalb sehnte sich mein Herz nach Liebe. „Auch die Liebe, Hela?" fragte er bebend und
Mulein Caritas nach Kräften bei der Mondschein-1 ^ 22 ^8 ,rotcber der begeisterte Jüngling! Da begegnete mir em Mann, groß, herrlich, ein in feiner Stimme klang es wie verhaltene Angst, toe unterhalten zu wollen, d. h. wenn sie mir nufbrirft n',m?rL9La7^ F fTr .Schicksalsgöttin Halbgott erschien er mir, mein Herz flog ihm zu „Die Liebe?' gab sie tonlos zurück, „nein, die W geflattel, fi! mitjum«*. und « nicht »E-’Ä &”’b * ES T •eTtm, M “ "*” " “** e- i» * Ein. P^,-. d-, man «te Mng «b
Ä allein mit den Blumen und Sternen zu reden, ? leuchtenden Auges angeJ batte daheim eine zarte liebliche-Blume, die er be- zieht, muß sterben, und ich nahm sie ihr konseguent. ’
* Eigenschaft, die ich ihr gar nicht zugetraut hätte. e Jh/tzer- 2 s» 22? ' F Tupt5en F n ? pflegt und die ihn liebte - wie ich- Ich habe seit Jahren kein Gedicht gelesen, kein Lied
Mo viel Wissen, so viel Ernst und Kraft doch sEat Alltt es ibm fUt das Wohl Anderer vielleicht, und der er sein Wort gegeben; die Pflicht gesungen, keine Taste eines Instrumentes berührt,
^ Körnchen Sentimentalität! Seien Sie gut, mein ? dem Daie n ei2 roerbtn' Gluck wog ihm schwerer als die Liebe - wir schieden, für mich gab es kein Sehnen, kein Träumen mehr;
Sbn alte fiÄ ruruckzuweisen. . Gestalt mit dem dunklen, rätselhaften Blick warnend wirfte, so stülpe ich mich in einen Strudel von selbst"^ warf Lot^r 'ei? Sie sch
■ter alte Herr hatte sich inzwischen zuruckge- an ferner Sette. Wollen Sie ihm zürnen daß er Vergnügungen, um zu vergessen ' “ V 7°Tr, „Sie haben es sich so
*n und stumm schritten Caritas und Landeck eine | gleich, fast im Moment des Wiederfebens nnn ! n„h , .,9 . . | „ß.e Dor9«iagt, daß Ihr Herz starr und tot sein
> Weile durch den Garten und den mondbe- Gefühl n spricht? Nur in ^r Mnute d^W^? ^6e fi chn wiedergesehen und das muffe, bts sie fest daran geglaubt, daß es nun auch
«Nzten Waldpfad entlang Ifibensundder 2™ m Weib an seiner Seite, und mein Herz so sei - Niemand aber, der Sie hier so selbstlos
,Hela!' begann endlich Lothar. ! welche Fülle von Liebe in ihrem Busen nenbn^"'l ^^"on neuem Ms und doch memte ich, ich muffe I so großherzig schalten und walten sieht, wird Ihnen
■X6""Sl-«b-°n Nich. NN dl- **.!* KÜUtÄÄte"" *** - *—*• ***L,,
-7 0-ni (ecglug folgt.)