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Verantwortlicher Redakteur: Christoph Rautenhaus in Marburg. Redaktion und Expedition: Markt 21.
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zu sorgen, daß Volksschulen beständen. Der Abg. Freiherr von Zedlitz (fteikons.) bezeugte, daß aucj unter den Konservativen Auftegung gegen das Gesez vorhanden sei, die sich auf volle Kenntnis der Vorlage gründe. Auch er müsse in gegenwärtiger Zeit vorziehen, sich mit der Regelung der Schuldotation zu begnügen. Das Zentrum habe im vorigen Jahre fortwährend behauptet, die Goßler'sche Vorlage werde einen Sturm in der Bevölkerung Hervorrufen. Er behaupte, dies werde bei der diesjährigen Vorlage in erhöhtem Maße zutreffen. Auch er werde an der Ausgestaltung des ganzen Gesetzes mit allem Ernst und Eifer Mitarbeiten, seine Abstimmungen seien jedoch für die Schlußabstimmung nicht präjudicirlich. Auch er lege großen Wert darauf, die Schulgesetz- gebuug der anderen deutschen Staaten event. zu benutzen. Staats-Minister Graf von Zedlitz: Dem Wunsche, die Schulgesetzgebung der anderen deutschen Staaten vorzulegen, werde er gern nachkommen. Die Frage des Abg. Rickert, ob er vor Einbringung des Gesetzentwurfs mit Vertretern der katholischen Kirche, mit Bischöfen, verhandelt habe, müsse er positiv vereinen. Es seien ihm nur zwei Fälle bekannt, wo sein Amtsvorgänger dies gethan habe, nämlich bezüglich der Verlegung des Bußtages und in Bezug auf die Feststellung der Lehrpläne für die höheren Unterrichtsanstalten. Er selbst habe allerdings mit einzelnen Herren von den verschiedenen Parteien Unterredungen gepflogen, er lehne es aber ab, darüber etwas mitzuteilen. Er erkenne an, daß eine Beschränkung des Entwurfs auf ein Dotationsgesetz technisch durchzuführen fei, er halte es aber für einen Fehler, jetzt stückweise vorzugehen. Alle anderen Materien müßten doch auch geordnet werden. Er habe den dringenden Wunsch, weitere Kreise der Bevölkerung an der Volksschule zu beteiligen. Er erkenne auch an, daß die Kommunen auf dem Gebiet der Volksschule viel geleistet hätten, insbesondere die Stadt Berlin. Es sei aber nicht zu übersehen, daß dies keineswegs überall der Fall sei. Die großen Fragen des Schulgesetzes müßten jetzt endlich gelöst werden. Im weiteren Verlauf der Debatte, an welcher sich noch die Abgg. Hansen (fteikons.), Dr. Virchow (bfr.), Rickert (dft.), Dr. Friedberg (nl.), Freiherr von Huene (Zentt.) u. a. beteiligten, hob Staats-Minister Graf von Zedlitz noch hervor, daß der Gesetzentwurf nichts Neues schaffen, fonbem im wesentlichen alles das gesetzlich festlegen wolle, was heute im Wege der Verwaltung Praxis geworden sei, wobei den Gemeinden bei der Ausbildung des Schulwesens ein höheres Maß der Mitwirkung einge-
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Ausland.
Spanien. Eine eigentliche Szene hat es in den spanischen Cortes gegeben. Mit Bezug darauf, daß in Portugal der König wegen der herrschenden Finanznot auf ein Fünftel seiner Zivilliste verzichtet hat, ist nämlich auch die Krone von Spanien zu gleichem Verzicht aufgefordert. Allzuweit vom Bankerott entfernt ist Spanien gerade auch nicht. — Die portugiesische Regiemng hat sich nun definitiv dahin entschieden, von ihren Kolonien nichts zum Zweck der Schuldentilgung zu verkaufen.
Knglaud. Das englische Parlament ist am Dienstag eröffnet worden. Wie aus London mitgeteilt wird, betont die Thronrede die vorzüglichen Beziehungen zu allen Mächten und giebt der besonderen Befriedigung über die gegenwärttge Lage in Aegypten und das Fortschreiten der dorttgen Reformen Ausdruck. Weiter gedenkt das Schrist-
frei zu machen. „Wenn ein Tag wie der andere dahin geht mit seinen stets wiederkehrenden harmlosen Freuden, mit seinen sich meist ebenso sehr gleichenden Leiden, — hier Not und Sorge, dort ein Sterbebett, dort beides zusammen, — mit welchen allem man aber doch nur durch tiefes Mitgefühl verbunden ist; — wenn kein Ereignis, das ändernd, bestimmend in unser persönliches Dasein greift, eintritt, da spannen sich die Tage zu Wochen, die Wochen zu Monden und so meine ich oft: die wenigen Jahre, die ich hier in dieser Einsamkeit zugebracht, machten ein ganzes langes Leben aus — ich bin eben uralt geworden ."
Ein ganz leises humoristisches Lächeln huschte wie ein Sonnenstrahl über ihr ernstes Gesicht.
„Und nun laffen wir die tolle Hela ruhen, nicht wahr? Sie war es gar nicht wert, daß Sie so viel Interesse an sie verschwendeten, denn sie hat gar nichts davon bemerkt. Sie quälte vielmehr sich und ihr Herz mit ganz dummen, verzweifeltem Seufzen und Sehnen, das durchaus nicht Ihnen galt, bis endlich die Arbeit ihr bester Arzt wurde und' mit der Zeit auch die Vernunft von ihrem Kopf und Herzen Besitz ergriff. — Wenn es Sie indes wirklich interessiert, will ich Ihnen noch verraten, daß sie mit Aufbietung aller moralischen Kraft, mit ungeheurer Selbstüberwindung drei Jahre regelrecht Medizin studiert hat, was ihrer Unweiblichkeit sicher die Krone aufsetzte; sie that es aber nicht, um aufzufallen, sondern aus Mitleid mit einer großen Klasse leidender Mitschwestern, denen sie, durch ihre reichen Mittel unterstützt, ein Segen zu werden hoffte"
„Und dies Glück ist ihr geworden; sie ist der j;ute Engel des Dorfes, wie ich schon bei meiner lnkunst hörte." Sie errötete leicht
Deutsches Reich.
W. Derkiu, 10. Febr. Unser Kaiser besuchte am Dienstag Vormittag das Atelier des Malers Wimmer. Von dort aus begab sich der Kaiser zu Fuß nach beni Auswärtigen Amte und ließ sich darauf im Schlosse die regelmäßigen Vorträge halten. Nachmittags fuhr Se. Majestät nach Potsdam, um einer Einladung des Offizierkorps des 1. Garde- Regiments z. F. zu einem Mahle im Kasino zu entsprechen. Auch Prinz Heinrich nahm an dem Mahle Test. — Der Reichsanzeiger widmet dem verstorbenen italienischen Botschafter Grafen Launay in Berlin folgenden Nachruf: Die kaiserliche Regierung beklagt auftichtig das Scheiden dieses ausgezeichneten Staatsmannes, der während einer mehr als 36- jähngen Thätigkeit überall, aber bei uns vor Allen, das Andenken einer edlen Persönlichkeit, den Eindruck eines scharfblickenden Politikers zurückläßt. — Die Budgetkommission des Reichstags hat am Dienstag die Beratung des Militäretats beendet und die große Forderung von 61 Millionen Mark für Zwecke der Arttllerie einftimmig und unverändert angenommen. Nunmehr beginnt die Beratung des Marineetats. — Eisenbahn-Arbeiterausschüsse sollen in Preußen bekanntlich eingerichtet werden. Hauptzweck der neuen Einrichtungen soll sein, die Behörden über Wünsche und Interessen der Arbeiter auf dem Laufenden zu halten. — Die Regiemng in Frankfurt a. O. hat, wie Berliner Zei- wngen melden, an die Lehrer die Verwarnung erlassen, sie würde die Disziplinamntersuchung gegen die Lehrer, welche mittelbare Staatsbeamte sind, einleiten, falls dieselben gegen das neue preußische Lolksschulgesetz Opposition machen. Die Regiemng ermahnt die Lehrervereine, ftreng in den Grenzen sachlicher Erörtemng und gebotener Disziplin zu bleiben. — Beschlüsse gegen das neue Volksschul- gefee sind in Thorn, Wiesbaden, Franksutt a. O., Cassel u. s. w. gefaßt worden. — In der Eingabe der Universität Halle-Wittenberg gegen das Volksschnl- üesctz heißt es: „Wir schicken unseren Bedenken die Erklärung voraus, daß wir mit der Vorlage in der Ausstellung des religiösen, sittlichen und vaterländischen Bildungszieles, sowie in der Voranstellung der religiösen (Srunblage einig sind. Ebenso sind vir damit einverstanden, daß die „möglichste Bettick- stchrigung der konfessionellen Verhältnisse", wie die Verfassung sie vorschreibt, der gewiesene Weg ist, die so gestellte Aufgabe der Volksschule zu lösen. Wir halten, sei es aus prinzipiellen, sei es aus prak-
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Illustriertes Sonntagsblatt.
räumt werden solle. Auch nach dem neuen Entwurf sollten die vorhandenen Simultanschulen bestehen bleiben; die Ausschulung von Kindern einer Konfession aus einer Simultanschule, im Falle die Zahl dieser Ander 30 betrage, und die Einrichtung einer Konfessionsschule für diese dürfe der Regiemngs- Präsident ja nur unter Zustimmung der Gemeinde anordnen. Gegen die ausgesprochene Idee einer Beschränkung der Gesetzgebung auf eij/ bloßes Dotattonsgesetz muffe er noch anführen, daß auch ein solches nur aufgebaut werden könne auf dem Kommunalprinzip und der Voraussetzung, daß die Schule konfessionell eingerichtet werde. — Schließlich wurde der Antrag Rickert mit allen gegen die Stimmen des Zenttums und der Polen angenommen, und mit diesem Anträge der § 1, welcher nunmehr lautet: „Die öffentliche Volksschule ist eine Veranstaltung des Staats und steht unter seiner Aufsicht. Aufgabe der Volksschule ist die religiöse, sittliche und vaterländische Bildung der Jugend durch Erziehung und Unterricht, sowie die Unterweisung derselben in den für das bürgerliche Leben nötigen allgemeinen Kenntnissen und Fertigkeiten." Die Beratungen der Kommission werden am Donnerstag Abend fortgesetzt werden.
Jauzig, 9. Februar. In einer Sitzung des Magistrats in Danzig teilte der erste Bürgermeister Dr. Baumbach mit, er sei von dem Kaiser zu der Mitteilung an die Bürgerschaft ermächtigt, daß Se. Majestät im Laufe des kommenden Sommers die Provinz Westpreußen und Danzig besuchen werde.
tischen Gründen, die konfessionelle Volksschule für das unseren gegentoärtigen Verhältnissen Angemessene und folgen dem Entwürfe gern in allen Befttmmnngen, welche zur Sicherung derselben, als der für Preußen gütigen Regel, wirklich notwendig sind. Aber wir können uns dem Eindruck nicht entziehen, daß der Entwurf den Gesichtspunkt der Konftssionalität mit einer Einseitigkeit verfolgt und überspannt, welche das vaterländische Interesse, die sittliche Freiheit des Lehrerstandes und eine gedeihliche Wirksamkeit des Religionsunterrichts selbst beeinträchtigt und gefährdet. Gewiß thut der Staat wohl daran, zu seinem Volksschulwesen die dienende Hilfe der Archen, soweit sie ihür aufrichtig dienen wollen, heranzuziehen: aber alleiniger Herr und Regent muß er in der Volksschule bleiben, wenn die Einheit des Unterrichts und mit ihm die Einheit des geistigen Volkslebens gewahrt werden soll." — In einer Resolution gegen das neue Volksschulgesetz, welche in einer Berliner sozialdemokratischen Versammlung angenommen wurde, findet sich folgender erbauliche Satz: I, Die Versammlung kann das Heil der Volkserziehung nur von gesetzlichen Einrichtungen erwarten, durch welche die Religion zur Privatsache erklärt, die Abschaffung aller Aufwendungen aus öffentlichen Mitteln zu kirchlichen und religiösen Zwecken ausgesprochen und die Weltlichkeit der Schule durchgeführt wird." —’ Die von der deutschen Kolonial-Lotterie ausgesendete Expedition Dr. Baumanns ist am 15. Januar von Tanga ins Innere aufgebrochen. Dieselbe besteht aus dem Leiter der Expedition als einzigem Europäer, aus 50 Soldaten und 200 Trägern und wird sich vorerst nach dem Alimandscharo begeben. Von dort will Dr. Baumann in die unerforschten Massaigebiete einzudringen und womöglich den Viktoria-See zu erreichen suchen. — Die B o r ch e r t s ch e Expedition, welche dstekt zum Viktoria-See zieht, wird von der Küste demnächst abgehen.
— In der Schulgesetzkommission des Hauses der Abgeordneten nahm, im weiteren Verlauf der gestrigen Verhandlungen der Abg. Rintelen (Zentrum) das Wort: Er wolle die Aufregung im Lande nicht bestreiten, sie beruhe auf Unkenntnis über den Inhalt des Gesetzentwurfs, der doch im großen und ganzen die gegenwärtige Verwaltungspraxis toiebergebe. Er werbe dem wesentlichen Inhalt der Vorlage zuftimmen, erkläre sich also gegen Einzelregelungen. Der Anttag Rickerl, der die Schule als eine Veranstaltung des Staats hinstelle, sei gegen die Verfassung und gegen das Allgemeine Landrecht. Der Staat habe nur dafür
zur Seite, sah sich einen Moment nach allen Seiten hin um und lehnte sich bann leicht an den Stamm der nächsten Fichte, ruhig wartend.
Ihre Geduld wurde auf keine allzu lange Probe gestellt Als hätte er ihre Nähe geahnt, schlug er plötzlich die leuchtenden blauen Augen auf und schaute sie, die ruhig stehen blieb und ihm nur traurig ernst in die Augen sah, erst groß und verwundert wie ein Rätsel an.
Hela!" rief er endlich und stand im nächsten Moment dicht vor chr. „Sagen Sie mir, daß Sie es find, daß kein Traum mich neckt! Sie müssen es sein; solch Gesicht giebt es nicht jum zweiten Male! O, täuschen Sie mich nicht! Ich habe nach Ihnen gesucht lange Jahre. Hela — Schwester ßaritaS sind Sie nicht beides in einer Person 2 Warum verleugnen Sie sich vor mir?"
,34 verleugne mich nicht, Herr Baron", sagte sie in wehmütigem Ernst. „Hela aber, die Wilde, das unbändige Kind, mit dem glühenden nach Glück dürstenden Herzen, das für einen Moment die Seligkeit des Himmels zu kosten meinte, und bartn tief elend im Strom des Vergnügens Vergessen suchte; Hela, die llebermütige, mit dem Herzen der Männer spielende, für deren Ehre Sie Ihr Leben wagten — Hela von Hilgenstein ist nicht mehr. Vor Ihnen steht Caritas Lindner, ein ernstes, ruhiges, zufriedenes Mädchen, das gelernt hat, das Glück des Lebens im stillen Wirken für andere zu finden, das wunschlos für sich selbst, sein Leben in diesem abgeschlossenen Thale verbringen will, auch wenn die freundlich stützende Hand des alten Vaters, «n sie so innig verehrt, dereinst von chr genommen ein wird — Nehmen Sie Caritas Lindner wie ie ist, seien Sie —" sie sagte es mit halbem Lächeln — „nachsichtig gegen eine etwas wunder-
(Nachdruck verboten.)
Hela.
Novelle von Jenny Schwabs
(Fortsetzung.)
V.
Die Sonne brannte heiß vom Himmel herab. Lvchar stand am Fenster und schaute in die im wimmernden Lichte vor ihm liegende Landschaft. Überall diese Ruhe! Verlockend winkte der nahe Wald mit feiner Kühle.
.. Ruhe! Auch ihm hatte der Herr Pfarrer geraten, Ito einige Stunden die Ruhe zu suchen nach dem Veiten Marsche am frühen Morgen, aber es war M unmöglich, in ihm war quälende Unruhe. Das steundliche Stübchen dünkte ihm zu enge, und leise, tonit es niemand höre, schlich er sich hinaus und W weiteres in den Wald hinein.
i Mächtige dunkle Tannen rauschten ihm würzige Kühlung zu, schwellendes Moos breitete feinen sast- fünen Teppich verführerisch vor ihm aus und bald «g er lang ausgestreckt auf dem weichen Grunde, *4t neben üppigem Heidelbeergesträuch, das ver- vaend seine erftischenden blauen Beeren bot.
Träumend, sinnend lag er lange und schaute ? die rauschenden Wipfel über sich, bis endlich doch * Natur ihr Recht verlangte und süßer Schlaf M umfing.
Nicht lange daraus kam Caritas Lindner von andern Seite des Weges daher. Tief ernst *®ttn ihre schönen Züge, sie schien nichts von der ^acht umher zu bemerken, ihr Auge hing am Boden
®a bemerkte sie den Schläfer im Moose. Eine Bewegung spiegelte sich in ihrem offenen Antlitz, Krnd wie überlegend machte sie nur noch ein paar ^Mitte vorwärts, dann trat sie rasch entschlossen
liche alte Jungfer, so lange Sie unter unserem Dache weilen und sprechen Sie nie mehr von Hela von Hilgenstein, um des alten Vaters willen, dem ich sonst noch eine ganz lange traurige Geschichte erzählen müßte, die er nicht ahnt und die ihn nur aufregen würde. Nicht wahr, Sie versprechen es mir?" — sie hielt ihm freundlich die Hand hin — ich habe einzig darum hier gestanden und auf Ihr
Erwachen gewartet."
Er nahm die Hand, die sie ihm gereicht, fest in die feine, und ihr tief in die Augen schauend, sagte er mit bewegter Stimme:
„Nein, nicht die Wilde, Uebermütige, mit dem Herzen der Männer spielende, wie die Welt sie sah, aber Hela, die sinnende, denkende, die große Seele, die ich in tiefen, ausdrucksvollen, selbstverloren blickenden Augen sah, wenn alle Welt von Scherz und Neckerei gefesselt wurde. Hela, an deren Reinheit ich glaubte, als die indische Prinzessin von allen Zungen verlästert wurde; die um mich war, als dumpfe Bewußtlosigkeit mich umfing, deren Nähe ich ahnte, als schon der Tod seine kalte Hand nach mir ausstreckte; diese Hela, die ich liebte mit aller Kraft meines Herzens, die so spurlos verschwunden, als mein Blick nach langem Krankenager wieder klar um mich sah — daß diese Hela nicht mehr sei, können Sie unmöglich behaupten, denn sie steht nun vor mir in aller Schönheit und Jugend..."
„Jugend?" unterbrach sie ihn wehmütig, „die Jugend ist dahin, der Dust zerstob."
„Der Dust blieb", meinte er, „und die Jugend? Es sind nur wenige Jahre her, feit wir uns nicht ähen. Sind Sie in den paar Jahren gar so alt geworden?"
„Uralt", versetzte sie rasch und suchte ihre Hand
Erschein! täglich außer an Werktagen nach Sonn-und a Anzeigen nimmt entgegen, die Erpedition dieses Blattes,
WHnnTsrof bFata sowie dieAnnoncen-Bureaux vonHaasenstcin u.Vogler in VVVTf rv L
2 Ml" km allenPostamtern LMk.25Psg. (exkl. „ ___ Franksutt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. 5^ahraana
d^l^geld- Jnietttonsgebuhr für dre gespaltene Zeile DoNNkrstUg, 11. FebrUUk 1892. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. M M 9
10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg. D' u Daube u. Co. in Franksutt a. M., Berlin, Hannover, Patts.