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Wöchmüiche Bellagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marvmg und Kirchhain.

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©rfc^eint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,

"wr* Feiertagen. Ouartal-2lbonnemcnls-PrerS der der Expe- sowie dieAnnoncen-Bureaux vonHaasenstein ».Vogler in wirrt rv c

Öl bthOB 2 ®t, bet allen Postämtern 2Mk. 25 Pfg. sexN. ~ Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVII. JahrgllNg

Bestellgeld). Jniertwnsgeb^r für die gespcsttene Zerle S0NNU0eNd, 6. ^66111(11 1892. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G.L.

lO Plg-> Reklamen für die Zeile 2S Pfg. O Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Kaiser Wilhelm und die Soldaten­mißhandlungen.

Infolge des Erlasses des kommandierenden Ge­nerals des 12. sächsischen Armeekorps, Prinz Georg von Sachsen, gegen die Soldatenmißhandlungen veröffentlicht dieNordd. Allg. Ztg." nachträglich folgenden kaiserlichen Erlaß, welcher sich gegen die Soldatenmißhandlungen in der Armee wendet:Ich habe aus den Mir von den kommandierenden Ge­neralen eingereichten Nachweisungen über die Be­strafung wegen Mißhandlung Untergebener ersehen, daß die Bestimmungen der Ordre vom 1. Februar 1843 noch nicht durchweg in dem Geiste aufgefaßt und gehandhabt werden, in dem sie gegeben worden sind. In Meiner Armee soll jedem Soldaten eine gesetzliche, gerechte und würdige Behandlung zuteil werden, weil eine solche die wesentlichste Grundlage blldet, um in demselben Dienstfteudigkeit und Hin­gebung an den Beruf, Liebe und Vertrauen zu den Vorgesetzten zu wecken und zu fördern. Treten Fälle von fortgesetzten systematischen Mißhandlungen Unter­gebener hervor, so haben Mir die kommandierenden Generale bei Einreichung der Nachweisungen zu be­richten, welchen Vorgesetzten die Verantwortung mangelhafter Beaufsichtigung trifft und was ihrerseits gegen denselben veranlaßt worden ist. Sie haben hiernach das Erforderliche zu veranlassen und den kommandierenden Generalen auch die Bemerkungen, zu welchen Mir die letzten Nachweisungen Anlaß gegeben haben, zugehen zu lassen. Berlin, den 6. Februar 1890. Wilhelm. An den Kriegsminister.

Deutsches Reich.

W. Derlitt, 5. Febr. Am Donnerstag Vor­mittag arbeitete der Kaiser mit dem Chef des Militärkabinetts, hatte eine Konferenz mit dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode, erteilte dem Geh. Kommerzienrat Krupp Audienz, nahm die persönliche Meldung des Majors v. Gumbkow entgegen und empfing den Erbprinzen Reuß j. L.. Zur Früh­stückstafel waren die Majestäten mit der Großherzogin von Baden, dem Prinzen und der Prinzessin Heinrich von Preußen und dem Erbgroßherzog und der Erb- großherzogin von Baden vereint. Für Mittwoch Abend waren durch den Reichskanzler Grafen von Caprivi an eine Reihe von Mitgliedem des Reichstages Einladungen zu einem Diner ergangen. Der Einladung entsprechend waren Punkt 6 Uhr folgende Herren erschienen: Graf Schlieben, Frhr.

(Nachdruck verboten.)!

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Novelle von Jenny Schwabe: (Fortsetzung.)

Sie vergaß darüber, daß sie auch ein Herz habe, ein großes, leicht entzündliches, leidenschaftliches Herz, so lange, bis die Erkenntnis urplötzlich, gleich dem Schein eines hellen Blitzes, über sie hinfuhr.

Und er ahnte, daß er geliebt werde. Das Lied, das sie eben gesungen, fand mächtigen Widerhall in seinem Herzen. &a, wer sie lieben dürfte! Wer zu ihr sagen dürfte:Entflieh' mit mir und sei mein Weib!" Wie paßte sie hierher auf den einsamen Felsen, aus dem sie stand, herrlich, groß, einer Walküre gleich! Es war unmöglich, sie sich im duftigen Ballkleide, im glänzenden Gesellschaftssalon M denken, umringt von faden Herrchen im Frack. Es überlief ihn ein Frösteln, als er sich das vorstellte

Und wenn er nun nicht heimkehrte? Wenn er mit ihr im Arm das nächste Schiff bestieg, das an der Insel anlegte und in ein schönes, fernes Land segelte? Niemand würde sie dort erreichen, niemand nach ihnen fragen.

Eine mächtige Bewegung durchzuckte ihn, er wollte die Arme ausbreiten, um sie an sich zu zichen, -- da plötzlich stand ein kleines, blondes Wesen m>r seiner Seele, ein paar große, kindlich ver­dauende, blaue Augen schauten ihn an und ein glockenhelles Stimmchen sagte:Ich lasse, dich ruhig siehen, mein Felix, du wirst mir treu bleiben "

Knd er sah sich an einem Sterbebette, auf dem me zärtlichste Mutter lag und er hörte die brechende stimme, welche sagte:Du wirst Melitta nicht Erlassen, Felix. Sie hat es um mich verdient und Uk liebt dich."

v, Manteuffel, v. Helldorff, Graf Mirbach, Prinz Kraft zu Hohenlohe (k.); Fürst Hatzfeldt, Grcri Behr, Lucius, Grumbt, Graf Arnim (Reichspariei); Lewa, Mooren, von Strombeck, Graf Ballestrem, Frhr. v Hüne, Bödiker (Ztr.); v. Bennigsen, Dr. Buhl, Dr. Bürklin, Siegle, Götz-Leipzig, Möller (natlib.); Dr. Baumbach, Dr. Barth, Brömel (freis.); o. Cegielski (Pole). Unter den Geladenen befand sich auch Präsident v. Levetzow. Im Ganzen waren 54 Personen an einer langen Tafel plaziert. Dem Abg. Grumbt gegenüber äußerte sich Se. Majestät mit Befriedigung über eine Reihe von Wohlfahrts­einrichtungen, die in sächsischen Fabriken getroffen worden sind. Alsdann wandte sich der Monarch an Herrn v. Bennigsen, mit welchen er wohl an 20 Minuten in längerem ernsten Gespräch verweilte. Auf eine Bemerkung des Abg. Dr. Baumbach, daß die Sozialdemokratie im Einschlummerw sei, erklärte der Kaiser mit Nachdruck diese Annahme als eine verkehrte. Wenn die Sozialdemokratie sich erst im Besitze der notwendigen Machtmittel wisse, werde sie keinen Augenblick mit einem energischen Vor­stoß gegen die bestehende Gesellschaftsordnung zögern. Der Kaiser widersprach auch entschieden der Auffassung, daß mit Humanität und allge­meiner Menschlichkeit gegen die Umsturzbewegung was ausgerichtet werden könne, nur eine auf ein entschiedenes Bekenntnis gestützte Religiosität könne heutzutage hier wirksam und helfend eingreifen. Die Verhandlun gegen den freikonservativen Abge­ordneten Grafen Limburg-Stirum wegen seines bekannten Artikels über die neuen Handels­verträge findet am 6. d. M. vor dem Disziplinar­gerichtshofe in Berlin statt. Der italienische Bot­schafter L a u n a y in Berlin liegt im Sterben. Nach derSchles. Ztg." wäre das preußische Staats­ministerium bereit, in der Frage der P r i v ät­sch u l e n den Mitttelparteien erhebliche Konzessionen zu machen. Es handelt sich aber bei den Differenzen ja vor allem um die Ueberwachung des Religions­unterrichts durch die Geistlichen. Gegen das Gesetz erläßt auch der Vorstand des deutschen Protestanten­vereins einen sehr scharfen Aufruf. In Berlin sind zahlreiche weitere Proteste eingegangen. Zum Militäretat ist vom Abg. Richter und der freisinnigen Partei folgender Antrag, betr. die Landwehr- übungen der früheren Einjährigfteiwilligen, einge­bracht worden: Der Reichstag wolle beschließen, zu erklären:Einjährigfreiwilligen, welchen über das vollendete 23. Lebensjahr hinaus von den Ersatz­behörden in Gemäßheit des § 14 des Reichsmilitär­

Felix atmete tief und schwer; seine Angen wagten nicht zu der aufzublicken, die mit ihrer weichen sympathischen Stimme besorgt fragte:

Was ist Ihnen? Sie zittern, Sie sind blaß wie der Tod!"

Es giebt Augenblicke, die bitterer sind als der Tod," entgegnete er.Können Sie sich denken wie einem Vogel zu Mut ist, der zur Sonne hinauf fliegen möchte und den ein Band am Fuße in der Hand eines Kindes daran hindert? Sobald das Kind das Band anzieht, muß er zurück in Nebel und Schatten."

Sie sah ihn groß an und sagte dann rasch:Nur der Adler steigt zur Sonne und ein Adler ist stark genug, solch Band zu zerreißen und sich frei in den Aether zu schwingen."

Und kann man glücklich sein im Glanz der Sonne, wenn man weiß, daß unser Glück auf dem Schutte eines andern erbaut ist?"

Sie begriff ihn noch nicht, aber es durchzuckte sie wie ein dumpfer SchmerzEs wird Zeit heim- zukehren," sagte sie hastig;der Sturm kommt heftiger."

Lieben Sie nicht den Sturm?" fragte er, sagten Sie nicht jüngst, Sie liebten den Kampf mit ihm, er erfrische Sie?"

Ja," bekannte sie,ich liÄe den Sturm. Es ist viel Kraft in mir und ich meine oft, ich müsse ie bethätigen, und da laufe ich denn hinaus, wenn )er Sturm heult und das Meer braust, und ich reue mich, wenn meine Stimme das Brausen zu übertönen vermag, wenn der Sturm mich nicht zur Erde wirft."

Es ist viel Kraft in Ihnen," wiederholte der Professor,auch Kraft zum Dulden, zum Entsagen?" Zögernd, stockend sprach es feine Stimme es mußte ja doch gesagt fein!

gesetzes Aufschub für den Dienstantritt bewilligt ist, sind nicht denjenigen Dienstpflichtigen gleich zu er­achten, welche im Sinne des § 4 des Kontrollgesetzes vom 15. Februar 1875infolge eigenen Verschul­dens verspätet in den aktiven Dienst eingetreten sind." Demgemäß verstößt eine Einberufung solcher früheren Einjährigfteiwilligen nach Ueberschreitung des 32. Lebensjahres zu Landwehrübungen, wie solche in der letzten Zeit mehrfach vorgekommen ist, gegen die Be­stimmungen des § 4 des Kontrollgesetzes vom 15. Februar 1875, wonach solche Einberufungen nur ausnahmsweise aufgrund besonderer kaiserlicher Ver­ordnung gestattet sind.

Hessen-Nassau.

Marburg, 5. Februar. Dem ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Uni­versität zu Bonn Dr. KarlIusti ist der Charakter als Geheimer Regierungsrat verliehen worden.

Marburg, 5. Febr. Die Subskription auf die neue Reichsanleihe und preußischen Konsols wird am 9. Februar eröffnet werden. Der Subskripttonspreis, der übrigens schon seit längerer Zeit ftststand, ist auf 83,60 Prozent normiert und diese Bemessung desselben eröffnet den Zeichnern hinreichend günstige Chancen, um eine zahlreiche Beteiligung weiterer Kreise wahrscheinlich zu machen. In der That, wenn man der überaus trüben Erfahrungen gedenkt, welche unser Kapitalistenpublikum mit den exotischen Werten, in denen es Gelder so vielfach anlegte, blos des höheren Zinsgenusses willen, gemacht hat, sollte man es fast für gewiß betrachten, daß es seine aus­ländischen Liebhabereien gerade teuer genug bezahlt hat, um künftig dem heimischen Anleihebedarf das­jenige Maß von Sympathie und thalftäftiger Be­teiligung zuzuwenden, welche den Erfolg der neuen preußischen und Reichsanleihe sichern werde.

Marburg, 5. Febr Nach den am 1. April inkraft tretenden Besttmmnngen des neuen Arbeiter­schutzgesetzes werden von da ab schriftliche Lehr­verträge stempelftei sein.

Marburg, 5. Febr. (Fortsetzung des Berichtes über die Sitzung desLandwirtschaftlichen Kreisvereins Marburg am 3. d. M. im Caf« Quentin.) Nach beendigter Wahl der Depu- tterien zur 38. Generalversammlung des Zenttal- vereins nahm Herr Direktor Dr. Hesse das Wort zu einem Vorirage über die Zuckerrübe und ihre Kultur. Als Veranlassung zu diesem Thema bezeichnete der Vorttagende die jüngst wieder auf­

Dulden entsagen?" Sie sah ihn angstvoll fragend an.Drüben" sie zeigte mit dem Finger nach der Stellesank das Schiff, das mich und meine tber alles geliebten Eltern trug; die Eltern ertranken vor meinen Augen, ich wurde gerettet. Ich ging nach Deutschland, um bei Ver­wandten Aufnahme zu suchen; ich fand engherzige, kleine, feige Seelen, die da fürchteten, das Kind des einst ausgewanderten Bruders ernähren zu müssen, weil es in einfachem Kleide zu ihnen kam o, der Ekel! Schließlich entdeckte ich eine arme, alte Tante, eine Cousine meines Vaters, die ihn in ihrer Jugend schwärmerisch geliebt. Die nahm trotz ihrer Armut die Verwaiste freundlich auf; sie fragte nicht, wieviel mir mein Vater hinterlassen, sie nahm mich an ihr großes, reiches, duldendes Herz und sie ging fort mit mir von den kleinlichen Seelen aus diese Insel, wo man der großen, mächtigen Natur voll ins Auge sieht und wo ich täglich das ewig bewegte, unendliche Grab )er geliebten Eltern vor mir habe Ob ich ertragen kann?" Es zuckte um den feinen Mund, die dunklen Augen wurden seucbt und blickten ins Weite.

O, lieber den Dolch in die eigene Brust, als ihr wehe thun!" schrie es in ihm auf.

Und doch, sie würde es ertragen! Er konnte Melitta nicht verlassen, diese liebte ihn auch und es war keine Kraft in ihrer Seele

Einen Moment noch kämpfte er. Nur die Wahrheit vermochte ihn und sie zu retten vor dem Zauber, der ihre Seelen umsponnen hielt, sagte er ich dann; sie sollte alles wissen, mochte sie ihn >ann verdammen.

Und als sie nun den Rückweg antraten, da erzählte er ihr von der kleinen Melitta, die an der Mutter Sterbebett seine Braut geworden, ohne daß

geworfene Frage:ob sich der Anbau der Zucker­rübe und die Einrichtung einer Zuckerfabrik auch für die hiesige Gegend empfehle." Er, Redner, habe diese Frage bereits vor längeren Jahren im hiesigen Kreise angeregt, damals aber wenig oder gar kein Interesse dafür gefunden, letzteres von neuem zu wecken sei der Zweck des heutigen Vorttages. Zum Thema selbst übergehend hob Redner dann folgende Hanptpuntte hervor: Das Stammland der Stube ist die Küste des Mittelländischen Meeres und Persien. Die dort wildwachsende Stammpflanze wurde in Kultur ge­nommen und nach 3 Richtungen hin veredelt, näm­lich hinsichtlich der Blätter, des Fleisches und des Zuckerreichtums. So entstanden die Mangold-, die rote und die Runkelrübe. Was die Beschaffenheit einer guten Zuckerrübe anbelangt, so darf dieselbe nicht zu schwer sein (etwa 1 Klgr.), sie muß ein zartes Fleisch, ebensolche Zellenwände und Zucker­reichtum besitzen, sie darf nicht hohl werden, an der Wurzel nicht gabeln und nicht über den Boden herauswachsen. Bezüglich der Auswahl der Sorte galt lange Zeit Wilmorings Zuckerrübe als die vor­trefflichste, weil sie alle Eigenschaften einer guten Zuckerrübe besaß. Letztere befriedigte jedoch den deutschenLandwiri, welcher neben der Qualität der Rübe Ech die Quantität, das heißt die reichliche Futter­gewinnung zu berücksichtigen hat, nicht ganz. Nach vielfachen Verbesserungs-Versuchen hat man sich nun gegenwärtig für den Anbau der weißen schlesischen, der kleinen Magdeburger und der Wil­morings verbesserten Zuckerrübe entschieden. Die Auswahl der Sorte erfolgt in der Regel durch die Zuckerfabrik selbst. Was den Anbau der Zuckerrübe anbelangt, so ist zu beachten, daß kein Gewächs eine solch' aufmerksame Kultur und Auswahl des Bodens verlangt als gerade die Zuckerrübe. Der beste Zuckerrübenboden ist ein Gerstenboden erster Güte, ein sandiger Lehmboden, tiefgründig, kalk­haltig, humusreich, steinftei, mild, in guter Höhen­lage, das ist ein sogenannter geborener Zuckerriiben- boden und wer einen solchen besitzt, hat auch von vornherein gewonnenes Spiel. Schwere, sauere und ganz leichte Böden sind ungeeignet. Im hiesigen Kreise würde sich der Ebsdörfer Grund und ähnliche Lagen sehr gut zum Rübenbau eignen. Man ver­wendet in der Regel 1 <Ve des Gesamt-Areals für den Anbau der Zuckerrübe. Die Vorbereitung und Behandlung des Bodens muß eine äußerst sorgfältige sein und setzt eine geeignete Fruchtfolge voraus. Hat man den Boden ausgewählt, so be­stellt man ihn im ersten Jahre mit einer gutgedüngten

er sie geliebt. Er sagte ihr, wie sie ihn liebe und daß sie sterben würde, wenn er sie verließe und er sprach ihr auch von dem Zauber, den die ftemde, duftende Wunderblume auf ihn übe, und wie er doch diesem Zauber entfliehen müsse um jeden Preis.

Sie aber hörte kaum noch seine letzten Worte; wie vom Sturm getragen war sie von seiner Seite weg, kein Laut antwortete feiner Rede, als der heulende Wind, der wütend daherfuhr.

Nachtschwarz wurde es ringsum; Blitz um Blitz zuckte herab, und in ihrem flammenden Schein stand die schwarze Hela hart am Rande des Felsens und starrte mit dem totenblassen Gesicht hinaus in die tobende See und in stummer, wilder Verzweiflung hinauf zum gewitterfchweren Himmel, die weißen Arme fest um den rauhen Stamm einer einsamen Kiefer geschlungen.

Und der Mann unten sah nichts von der Qual in dem schönen Gesicht, er sah nur einmal, wie sie bittend, wie beschwörend die Hände rang, und seiner Brust entrang sich ein tiefer, stöhnender Laut und von seinen Lippen kam es in ergreifenden Tönen:

Und elend bist du auch, Elend wie ich!"---

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Das feenhaft erleuchtete Opernhaus füllte sich Kopf an Kopf; Gallerie und Parterre waren schon dicht besetzt, in den Logen wurde geplaudert, gelacht, ökettiert, und dann und wann wandte sich der neugierig das einströmende Publikum musternde Blick erwartungsvoll nach dem noch geschlossenen Vorhänge.

Eine Logenthür im ersten Rang öffnete sich und einAh!" der Bewunderung ging durch das weite HauS; in Begleitung einer alten Dame trat ein