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Wöchmütche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

r«»-.»»«i.«.,»MEriertes Sonntagsblatt. »«-»«««■

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-Abonneinents-Preis bei der Erpe- dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfq. Urkl. Bestellgeld). Jnscrtionsgebühr fiir die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes,

sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvm. - , Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XXVU. 2x0111(10110. Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. J ö o

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Gärtner iußerte s UD* [522 1892.

ruuk- tg nach irobirter abifolti ne Vor- Berufs- Briefe» zufügea- lt»UU n.u 519

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Marburg,

Dienstag, 26. Januar 1892.

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Verzug» ntridjten täglich

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(Nachdruck verboten.!

Abend sonne.

Novelle von H. Seite;

(Fortsetzung.)

Er sprang auf. Akten und Feder fielen zur «rde und bet in demselben Zimmer arbeitende, respektvoll sich räuspernde Sekretär brachte ihm wieder ins Bewußtsein, wo er sich eigentlich befand

Deutsches Reich. ff ff™ ?9£n über bevor-«ländischen Tonkunst knüpft. Wechselnd hat man «Hervorragende Solisten, sowie ein gut eingeschulter

IV. Werkin, 25. Januar. Unser S a i f e 11 ffmihmff ti ffff M ff ff ff ffff ffff1 ba[b Bach, bald Händel die Palme gereicht und dem «Chor und ein ebensolches Orchester, verbürgen uns wohnte am Sonnabend den Artillerieschießübunaen I der „nh s ff ffff1 ,b“ Bestimmtheit I Auserwahlten unbedenklich das höhere oder auch dieses unter der bewährten Leitung unseres Vereins-

üf dem Stehplätze bei ^Kurnmersdorff beffund I Fassimff aeff nei ff b A» fast autontattve höchste Maß musikalischen Könnens zugesprochen. Dirigenten des Herrn Professor Richard Barth, arbeitete nach der Rückkehr in das Berliner Schloß alS ob^tz ^ um s^ ?ff ffffffff erwecken, Die am 29 b. M. hier stattfindende Aufführung Mögen die Mühen die das Einstudieren eines so mit den Chefs des Militär- und ZivilkabinE ficktet ftandff emlffffff ff °" ff? Ab- von Handels hervorragendstem Oratorium „Messias" großartigen Stückes erfordert, auch von einem recht Zur Abendtafelwaren der württernberaische Minister-«rff veröffentticksn hrmfftntff a b^restcnden Zeltungen I veranlaßt uns, hierüber, wie über den Kom-1 zahlreichen Publikum gewürdigt werden. Bemerkt sei Präsident von Mittnacht und der Kultusminister Graf!aeseüt s^ien ^Raeb den StandIpomsten iselbst Einiges hier folgen zu lassen.«noch, daß im Interesse auswärtiger Besucher die am

sted itz aeladem - ffElXZr'* 'Ti ff4 ben ff Zuständiger Stelle emge- Georg Friedrich Händel geb. den 23. Februar 1685 Donnerstag den 28. d. M. stattfindende ©enera^ Mbe^SRaje^ten im berliner %ome ber fenfübrung I Ii°ÄSna^n^^ÄtS a&-er a6"6 I ®ar ,d,On aIS Knabe ausgezeichneter probe abends 7 Uhr im Saalbau beginnt. In der­bes neuen Hofpredigers Dr $iereqge bei $ Im ne^ftänblitfiS hiinnerr sii“110 Selbst- Orgelspieler, dann Schuler Attilio Ariostis in Berlin, selben gelangt das Oratorium zur vollständigen Auf-

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Dragoner-Regiment Nr. 2 und dem Ulanen-Regiment kein Entschluß' gefaßt Wenn aar ein "Usschließlich zuzuwenden; I vermochte das zahlreich erschienene Publikum kaum

Hofe in Gegenwart zahlreicher Fürsten in gewohnter der Abaä ffff ^gegenkommen daß es em «tuck ethischer wie künstlenscher Bildung das gewählte klassische Programm eine meisterhafte

Weise m «ÄÄ ÄJSSltf, « ?,.dEi± l ? ft ft1“ ft“*"h»“"«* -fuhr, b-wi-s de, ouß-rardEch risch.

N-ichö. und prmstlfch-n Bchörd-n ftnden di- üblichen undSrX, J ’ 1*ita ijr "S **.* <8, » ft U«°nU,m, Nch g-spend-ie B-isall. Md«- n»S n°ch manchmal

Diners statt. — Der König Karl und die kübrer fall keine m^ei i«" . bff das hier zur Erscheinung kommt. Seiner Form m diesen Räumen ein solcher Genuß geboten werden. Königin Ch°rlo7te vonWürttemberg sind ff” ’Hff? Fff ffff 'VW in brei Teile. Der Der zweit- Kammermusik-Abend wird wie wir hören

am Sonntag Abend auf dem Anhalter Bahnhof in jff„S a ,ff ffff ffb~ffe bcffnbcI* blc Berheitzung der Ankunft des Sonntag den 14. Februar Nachmittags

Berlin eingetroffen und»amki?„nbb« r •nbof? Wirken auf Erden. 5 Uhr wieder in der Aula stattfinden. Hoffent-

sowic den Spitzen der Behörden in feierlicher Weis Lrteienbe bcib ffffC Jfftbert [em Leiden, seine Auferstehung lich wird es möglich sein, daß auch die in den Cyklus

empfangen. Auf dem Wege vornBahnhof HS ffum fffij ÄSftSSÄ heff X “ffff? *?bre ff ff Seff Der dritte endlich der Konzerte des Akademischen Konzertvereins schlosse bildete Militär Spalier, auf dem Bahnhofs- preußischen Volksickulaeieves des neuen redet von den letzten Dingen. Die wunderherrlichen I fallenden Kammermusikabende femerhin in der Aula

perron war eine Ehrenwache ausgestellt Die Be-IuZernsen Zi-„Se ttZSa^^ .^^ ^"den national-1 Ancn und Chöre, die innerhalb dieses weiten abgehalten werden können.

*» »t.VSÄE?Ä RS,-J* 25. Jan. Dem Herrn Rentmeister

herzliche, wiederholt umarmten sich dieselben. Der schäft" zwischest Nationalliberalen und Konie^ff,, s ff Äff. ff ff ff »ns Sommer in Frankenberg, ist die durch den Tot

Kaiser trug württembergiscke, der König preußische vorbei fei wenn iSffffXffffL? ff ?ff S •? Fff bDr anderen lieft gemacht, des Rentmeisters Lutter erledigte Steuerkassel hier- Unisorm. Nach a&f<^reiten ber ff t bnlff ff ff1 ff ff berbff ÖZ” selbst vom 1. März d. Js. übertragen woiden.

Vorstellung des Gefolges wurde die Fahrt $um I fteralen fick vereinigen mUte„9 ' ,-Jr- Ll' I berühmtesten unter seinen einzelnen Sätzen ist das! Marburg, 25. Jan. Wie uns von der hiesigen Schlosse unter Eskorte von Garde-Kavallerie ange- Heftel, dem Muckertum das sich setzt ftr’e’itffff ffffrLff abschließende „Halleluja" geworben. Kgl. Staatsanwaltschaft mitgeteilt wird, bestätigt sich neren. Im Schloßhofe war eine zweite Ehrenwache I das Landwerk in lenen gr„ff Handel selber bekannte spater vertrauten Freunden, I die von einzelnen hessischen Zeitungen gebrachte und

aufgestellt. Abends um 9 Uhr waren die gejammten noch weit schärftr aus ' drucken sich er^ habe: stch' wahrend der Komposition desselben in auch in unser Blatt übernommene Nachricht von der

fürstlichen Herrschaften zur Familientafel vereint. I «einem Zustande befunden, den er in diesem GradeIVerhaftung der beiden Strolche, welche im Kreis-

Di- bet dieser Gelegenheit wiederum beliebten etwas! ’ -1 meff bor- noch nachher erfahren, von dem «Homberg ein Mädchen überfielen und schwer miß­gar zu weitgehenden polizeilichen Absperrungsmaß-1 Hessen-Nassau. ? jedoch keme Rechenschaft zu geben vermöge. Er I handelten, nicht. Man soll im Gegenteil von den

regeln haben wieder Gelegenheit zu recht lebhafter! 2Sntßitr» 95 <rnt,imr /fsa„x»ra Ibatte wohl recht, sein „Halleluja" für ein Erzeugnis! Verbrechem bisher noch keine Spur gefunden haften,

Unzufriedenheit gegeben. In sehr wichtigen ff Man jeher‘oM bariihfr ffrff a3e9eifteruns «u halt-m während das geschändete Mädchen in bedenklicher

kehrsadern stockte der Verkehr total X» 1 w darüber gesttttten, wer der Hallt es nicht frommen Klanges durch di- Jahr- Weise erkrankt darniederliegt.

.R-ichsanzeiger" schreibt? „Mehrere Berttnlr Namen sich dst elfte h oft vff ffffrn Daß die Aufführung in unserer Stadt Warburg, 25. Jan. Im Deutschhaushofe

’ berliner ^men sich die erste hohe Blütezeit unserer vater- \ eine würdige wird, bedarf kaum erwähnt zu werden., gingen geftem Morgen zwei in einen Wagen ge-

ftarff rftpff 'S6"- Lasminduft, der dem Haltnisse, die er, als junger Richter, ihr bieten konnte, und Wärme überall hin mitbringt. Hier im Zimmer S mit ff?« t, in ?,Cr ffomte. Alles, Genuß- und putzsüchtig, wie fie war, quälte sie ihn ist es seit Ihrem Eintritt ganz hell geworden," sagte ffffff Berührung kam, war damit mit Ansprüchen, die er nie erfüllen konnte. Mann, Wolf, b.r kein Auge von dem reizenden, lachenden « rx • r r o . I r’ Haushalt kamen natürlich zu kurz. Einige! Mädchengesicht abwenden konnte.

trübftliae Ge^iff? m^ SÄ’. . «ach des kleinen Paul Geburt besuchte sie, „Das macht nur, weil ich stets fröhlich bin, vor

der die enaen nkbrinen ^>?Ln „ff „ff". Regentag, ttotz brtngenber Abmahnung des Arztes, m eisiger! mir laufen die grauen, häßlichen Sorgen davon." ft“Ä 6 .D°» E n bi. U mit -iE ,„ st- rniE, bi.,-, w, uww\ LL sÄ.!"b SÄ ra<

«arte? Oder schmeichelte es nur seiner Eitelkeit, „Sie liebt mich wirklich," murmelte Wolf, indem Marte'" entfuftr es nnwillkürkick srnrnr nrs , "Tante Marie sieht wie immer auch hier wieder

sie ihm ihre Neigung so schnell verraten, auf «ihm das Blut wie ein Lavastrom rum Seren drana Innr d-r ».mn« unwillkürlich Wolf, als er|OTe[ zu schwarz. Papa ist ja noch in den besten

Kb-m Wege ihm entgegenkam? ' „Ein Grund mehr Ä schien, Jahren, er müßte sich herausreißen. Dieses Brüten

s Vor drei Wochen war Neumann hier gewesen muß ich, wie der Sache ein Ende zu machff ist" ff ?\ k m w m x st ja unnatürlich."

wd hatte mit ihm einen höchst genußreichen Sonntag Das Resultat dieser reiflichen Ueberleauna war daß -k. rl o oT' *“ x der Mutter zum Verwechseln „Freilich du wirst niemals das Wort .Selbst- «dem gastlichen Winklerschen Hause verlebt. Marte, er am Nackmittag, im feinsten Gesellschaftsa'nrua !"?"" ) Leid-r auch in jeder anderen Beziehung I vorwurf' kennen," sagte die Tante, in ihrem Schlüsiel- v ihrem duftigen Spitzenkleid, di- Perlschnur der die Glocke an des Gerichtsrats Hausthür zog KUe6 ??lff , ,.L L körbchen suchend.

verstorbenen Mutter in den dunkeln Haaren sah! Im Wobnrimmer fnnh • l<™ Wolf wandte sich jählings ab, wahrend Tante! „Nein," gestand Marte offen. „Geschehene Dinge

N«ck-»b =». .Wi- bi. »»„tafü’Lit TrmS’aZV ”1’ " M 3)1“tt ®’ne?' Wann, «.griff nm bi- i-ff-n stch nicht rn-hr -nb-m. J-.M nnd r-HI-n

M »°hl °°rft-llt," Hw. dir Frkund mit .Mir schnürt ,« d-z H-rz -.ufamm.n, rn-nn ii> Eta ^°psilnm-n auf b-m z-nst-rbr«tt »"- » Mmsch-n-rbt-ll. Warum atfo da- In„-, schön.

^elsagendem Lächeln gemeint. „(Stimmer Hagen, |den Bruder ansehe," klagte sie Die Befferüna« Cs „ ff .r, . c -< m | Leben sich selbst vergällen?

Schönste aller Schönen will dich mit ihrer | war, wie ich fürchtete, nur scheinbar Von ff in Lnffffffff Werte sie trübe „Ganz! Wolfs Brust hob sich unter einem tiefen Atemzug.

Jtn|t beglücken." Neumann, der Beneidenswerte, Tag wird er hinfälliger. Und dann dstse qMvolle nickt laffen ^ffheben' ’’ra^tlflVt Menschen Trotz des kalten, regnerischen Herbsttages draußen — ' 5nn e mtt feiern Gewissen, ein Ehrenmann, vor Gemütsunruhe, di- der Kunst der Aerzffspottet" aeworden" 28 6 ® tt' S l,t mir ^roer genug war es ihm so schwül zu Mut. Liebte ihn Marte? idlichtt *5 ^treten die seinen Ring am Finger trug. Sie brach ak 3 P 9 aba aIfn ,in f-f. . ... , , .. Konnte sie überhaupt lieben? Da traf ihn einer

' hatte der alte Doktor doch gesagt? „Ein „Was bedrückt denn den Kranken?" kanteffiarie unb rmit ^reT ^mclienben Blicke, ihr süßläch-lnd-r Mund

Abrochener Treuschwur fei eine Kleinigkeit, doch er „Das ist eine alte Geschichte, die stets wie ein | lff aweilen Tie fa2en Peff „„ ? allem oben schien ibm zu sagen: „Was zweifelst du, dich liebe

Er stöhnt». S-rnist bas Spmnmb-n-b, in btmlssitnti^ fpäter • ‘ 1,6 ™ I. „ •?“ solltest dem- U-bnngrn vornchm-n. Wi- „Aller Zante, wo bt-ibt bet Saffet?" mahnt-

fidj gefangen, ließ sich noch zerreißen. Heute! Sie stockte, aber Wolf verstand sie. Man hielt IL„. benkn .l.n ^P3l9 werden, wenn du so «Marte. „Ich habe einen sogenannten Wolfshunger

Wte erdenAnfang machen, indem er dort nicht l-s hier für selbstverständlich, daß er einst Sohn l9 ffff ^^>e gekommen bist." I und weiß ganz genau, daß du am Vormittag Spritzkuchen

gewöhnlich zum Kaffee erschien. des Hauses würde. 9 I /'Vlelleicht brauche ich gar nicht mehr dorthin gebacken hast."

„Ein Briefchen für den Herrn Assessor," meldete | Mein armer Bruder war nickt alücklick in I ff ffmte ff Wolf mit einem langen! Ich dachte auf Käthchen zu warten, sie ist in

Zchmitzt der alte Gerichtsbote, indem er das zierliche seimw übereilt geschlossenen Ehe Martina paßte I Glückssällff ff i"ck snülff'" manchmal im Leben der Strickstunde und bringt heute den ersten, fertigen ^'«'---«llaksböf-mbm^br-hri^r für STÄ ** * * ““