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kann. Die Verschärfung der Strafe soll darin be­stehen, daß der Verurteilte eine harte Lagerstätte und als Nahrung Wasser und Brod erhält. Die ange­ordneten Verschärfungen sollen an jedem dritten Tage

Strafverschärfungen sollen dann ausgesetzt werden önncn, wenn der körperliche Zustand des Verurteilten den Vollzug nicht zuläßt. Von dieser Bestimmung

Jahr freier langt,

1898 Italien in seiner Willensbestimmung werde. Was die Schiedsgerichtsklausel an- so sollen nach einem Kammerbeschluß von

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1890 Streitigkeiten, die aus den Verträgen resul­tieren, durch internationalen Schiedsspruch gelöst werden. Der Ministerpräsident Rudini erklärt darauf, er nehme die Schiedsgerichtsklausel an und ver­pflichte sich mit den befreundeten Regierungen wegen bereit Festsetzung zu verhandeln. Er ersucht Crispi von seinem Antrag betreffend die Vertragsdauer abzustehen, da dessen Annahme der Verwerfung der Verträge gleich käme. Italien wäre dann wirtschaft­lich isoliert. Die Dauer von 12 Jahren wurde vereinbart, weil man ein wirtschaftliches Faktum

1892 93 die Summe von 80 Millionen übersteigt und zur Ueberweisung von Grund- und Gebäude­steuer an die Kommune verwendet bezw. zunächst thesauriert und später zum Erlaß von Monatsraten der Einkommensteuer benutzt werden soll, verkürzt werden. In dem vom Minister von Goßler ein­gebrachten Volksschulgesetzentwurf waren 7 z Mil­lionen zur Durchführung in Aussicht genommen. Dieselben sollten den nach der lex Huene zu ver­wendenden Fonds entnommen werden.

Leipzig, 20. Jan. Die Leipziger Studenten­schaft hielt dieser Tage einen allgemeinen großen Kommers ab. Auf demselben wurde besonders Fürst Bismarck als unvergleichlicher erster Reichskanzler jubelnd gefeiert.

Bestimmungen des Gerichtsverfassungsgesetzes unter Strafe.

bar von werden nicht bloß Zuhälter betroffen werden, sondern 1 in di beispielsweise auch die Raufbolde, welche auf offener

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Straße rohe Schlägereien beginnen, Passanten be­schimpfen, Frauen angreifen, ferner die sog. Messer­helden, diejenigen, welche Schaufenster einschlagen, um im Gefängnis ein Unterkommen zu finden und andere mehr, auf deren That die Merkmale der besonderen Rohheit und Sittenlosigkeit zutreffen. Senter soll eine Aenderung dahin getroffen werden, daß die Strafverschärfungen auch auf Landstreicher, rückfällige Bettler, herabgekommene Spieler, Trinker ober Müßiggänger angewandt werden können. Schließ­lich soll die Landespolizeibehörde ermächtigt werden, Prostituierte, welche den polizeilichen Vorschriften zuwiderhandeln und Weibspersonen, welche, ohne polizeilicher Aufsicht unterstellt zu sein, gewerbsmäßig Unzucht treiben, statt in ein Arbeitshaus in eine Besserungs- oder Erziehungsanstalt oder in ein Asyl unierzubrittgeu. Das Gerichtsverfassungsgesetz soll eine Ergänzung nach der Richtung erfahren, daß, soweit die Oeffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen nicht ausgeschlossen wurde, dann, wenn eine Gefährdung der Sittlichkeit zu besorgen ist, durch Beschluß die öffentliche Mitteilung ans den Verhandlungen ober Ms einzelnen Teilen berselben untersagt werben tarnt Die Aenberung des Gesetzes, betr. bie unter Ausschluß ber Öffentlichkeit ftattfinbenben Gerichts- verhanblungen, enblich stellt bie Verletzung ber neuen

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auf. Wußte ich doch, daß er von Kindheit an zum Priester bestimmt war und die Zeit heranrückte, wo er eine Freistelle im geistlichen Seminar beziehen sollte.

Als er endlich kurzen, unfreundlichen Abschied von uns genommen, blieb feine Lücke in meinem Leben. Nur in unserem Gärtlein, in dessen wilder Caprifoliumlaube er zwischen Folianten vergraben zu studieren pflegte, wurde ich flüchtig an ihn erinnert. Daß er sich hinaussehnen könnte aus dem finsteren Hause, zurück nach dem dürftigen Giebelstübchen, vor dessen Fenster die Linde ge­heimnisvoll im Nachtwind rauschte, kam mir nicht in den Sinn. Hielt ich ihn doch ganz ausgefüllt von den Kirchenvätergeschichten und Heiligenlegenden, die er von dem schmalen Bücherbrett mit hinüber­genommen Ich machte mir weiter keine Gedanken, obgleich der Vater von den seltenen, kurzen Besuchen, die er ihm machen durste, stets niedergedrückt zurück­kehrte, und Doktor Walter, der sich gerade von einem schlimmen Tropenfieber bei uns erholte, von hochgradiger Nervenüberreizung sprach.

Jahre vergingen. Ich tanzte, kokettierte, trieb allerlei Dilettantismus, mit einem Wort führte das zwecklose Leben unserer höheren Töchter. Da, an einem wonnevollen Sommermorgen durchlief un­heimliche Kunde die Stadt. Ein Alumne, hieß es, habe sich in die Oder gestürzt. Erkannte die Weihen nicht nehmen, weil er fein Herz in irdischer Liebe an des Professor Bertrams Kind verloren Es war kein ^Zweifel, nur Vetter Franz konnte jener Unselige fein. Nachbarn, die die Leiche gesehen, bestätigten es.

Trotz der heißen Julisonue fühlte ich mein Blut in den Adern langfam zu Eis erstarren und ver­mochte das Fürchterliche nicht zu fassen. War ich

In ihrem schwarzen Kleid und dem dunkeln Hut sah sie so zart und unscheinbar wie immer aus, doch der Doktor, der mit zärtlicher Sorge in ihrem Gesichte forschte, mußte wohl befriedigt fein, denn «r sagte:Wenn Sie immer dafür sorgen, daß ihre Xugen wie heute blicken, dann sind Sie ein Ehrenmann, »ein Herr Assessor Hagen "

sNachdruck verboten.!

Abend sonne.

Novelle von H. Rene.

(Fortsetzung.)

Daß mich die Göttin mit den verbundenen Augen schon in allernächster Zeit in die Provinz ruft, um dort mit ihr auf ihrer Waage Recht und

Anzeigen nimmt entgegen die Erpedition dieses Blattes, sowie die Annonccn-Bureanx von Haascnstein u. Vogler in vvm. - ___

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄÄVli. . cCttltQQltÜ Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Ausland.

Italien. (Kammer.) Crispi begründet den von ihm beantragten Zusatzartikel und erinnert an die Debatte von 1890 und behauptet, es sei nichts geschehen, um das Ziel zu erreichen, welche man sich steckte. Crispi giebt zu, daß die Wittschaft sich nicht von der Polittk trennen lasse, wie das Beispiel Frankreichs und Deutschland beweise. Wenn die Regierung auf eine Verständigung mit Frankreich hoffte, hätte sie vor Erneuerung des polittschen Vertrags den Ausgang der kommerziellen Verhand­lungen abwarten sollen. Die Regierung fing im Gegenteil dort an, wo sie hätte aufhören sollen. Daraus resultiere, daß Frankreich sich abschloß und die Schweiz sich vielleicht abschließen wird. Er werde für die Verträge stimmen, obwohl er sie nicht für gut halte, fordere jedoch die Herabminderung ihrer Dauer auf sechs Jahr, teils weil die Ver­hältnisse des Landes sich verändern können, teils deshalb weil beim Ablauf der Trippelallianz im

auf 881213234 Mk. im Jahre 1890/91 gestiegen. Zur Vermehrung der Gesamteinnahmen hat aber der Hinzutritt der neuverstaatlichten Bahnen und der neueröffneten Strecken, besonders die Steigerung des Personenverkehrs beigetragen. Das Polizei­kostengesetz stellt es, denPol. Nachr." zu­folge, den Städten mit königlicher Polizeiver­waltung frei, ob und wie viel Zweige der Wohl­fahrtspolizei sie in eigene Verwaltung übernehmen wollen. Die neue Hohenzollern-Gallerie an der Moltke-Brücke in Berlin ist soeben eröffnet worden. Die Gallerie bietet ein großartiges Rund- gemälde der preußischen Geschichte von 16401890 dar. Die Darstellung und Ausführung desselben hat allgemeine Anerkennung gefunden. Eine Millionen-Adresse" in der Judenfrage soll von Berlin aus an den Kaiser gerichtet werden. Der Verfasser derselben ist der bekannte Rettor Ahlwardt in Berlin. Fürst Bismarcks Blatt, dieHamb. Nachr.", geben in einer Erörterung über das Dis­ziplinarverfahren gegen den Abg. Grafen Limburg- Sttrum den Wählern den Rat, abhängige Beamten nicht zu Volksvertteteru zu wählen. Wie aus bester Quelle gemeldet wird, hat Herr Miquel, wie alle seine Kollegen im Ministerrat für das neue Volksschnlgesetz gestimmt. Die gegenteiligen Mit­teilungen sind also unbegründet. Unbegründet ist auch eine Nachricht vom bevorstehenden Rücktritt des Unterstaatssekretärs Dr. Weyrauch im preußischen Kultusministerium. Eine Styl-Probe davon, wie zur Zeit die Presse Stimmung gegen den Volks­schulgesetzentwurf zu machen sich bemüht, ent­nehmen wir derKölnischen Zeitung":Wenn das Ministerium sich so Jahr für Jahr vor dem Zentrum demüttgt, so muß jeder unabhängige deutsche Mann sich fragen, wohin wir schließlich noch geraten sollen. Sollen sämtliche Deutschen vielleicht durch Gesetz ver­pflichtet werden, auf den Knieen über die Alpen nach Rom zu rutschen? Da wäre es doch besser,, alle Ministerposten mit den Zentrumsleuten zu be­setzen ; das würde die Lage mit einem Schlage klären und Jedem die Beantwortnng der Frage er­leichtern, ob er die Regierung unterstützen oder mit allen gesetzlichen Mitteln bekämpfen soll." Die zur Durchführung des neuen Volksschul- gesetzes notwendigen Mitteln sollen, wie im Ent­würfe zum letzteren besttmmt wird, aus den Erttägen der neuen Einkommensteuer genommen werden und zwar sind dieselben auf 9 Millionen berechnet. Um diese 9 Millionen würde also der Bettag der auf­gekommenen Einkommensteuer, welcher im Jahre

hatte gehofft, daß sie mit dem ersten Kuß fliehen würden.

Ich habe sie noch nicht küssen dürfen, sagte der Assessor Sie behauptet, erst nachdem ich auch die Probe längerer Trennung bestanden, wären wir Brautleute."

Ach so, ja, das sieht meiner spröden Heide ähnlich Immer auf die spätere Wohlfahrt anderer bedacht, immer selbstquälerisch. Aber Kinder, ich glaube, daß Ihr den heutigen Pfingstnachmittag doch besser anwenden könntet, als in heißem Zimmer, vier Treppen hoch, bei einem alten, lahmen Mann zu sitzen."

Der, sobald wir den Rücken gewandt, feinen Hut ergreift, um irgendwo im Freien nach allerlei Gewürm zu suchen," sagte Adelheid aufstehend.

Also regelrecht an die Lust gesetzt," lachte der Assessor, während sie von dem verschmitzt lächelnden kleinen Doktor hinauskomplimentiert wurden

Unten auf der Straße bot er ihr den Arm, sie nahm ihn schweigend und so gingen sie mit dem beglückenden Gefühl der Zusammengehörigkeit zwisch n den hastenden, stoßenden Menschen die langen, sonnendurchglühten Häuserreihen hinab

Instinktiv hatte er den Weg nach dem Tiergarten eingeschlagen. Endlich war eine fliederumblühte Bank gefunden, mit sanftem Plätschern rauschte ein Springbrunnen in der Nähe, und nur aus den breiten Fahralleen tönte das Rollen der Equipagen gedämpft herüber.

Wolf hatte ihre Hand gefaßt.Weißt Du, daß ich mich wie ein thorichter Knabe fürchte von hier fortzugehen?" fragte er

Auch ihre Augen, in denen sich noch eben die Frühlingslust ringsum gespiegelt, verdunkelten sich.

Nur nicht weiter denken," fuhr er fort.Das Leben ist so kurz, das Heute so schön. Komm laß

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Deutsches Reich.

W. Wertin, 21. Januar. Gestern Vormittag sand in Gegenkoari des Kaisers, des Prinzen Heinrich von Preußen, der Vizeadmttale Frhrn. v. d. Goltz, Hollmann und Knorr, sowie zahlreicher Offiziere in der Marine-Garnisonkirche in Kiel die Vereidigung der Rekruten statt. Daran schloß sich eine militärische Feier im Exerzierschuppen der Manne, wobei der Kaiser eine längere Rede hielt, worin er die jungen Soldaten auf ihre Pflichten aufmerksam machte, zur Treue und Gottessürcht ermahnte. Später folgte Se. Majestät einer Einladung des Offizierkorps zum Frühstück im Kasino. Nachmittags schiffte sich der Monarch auf demPelikan" ein und ging mit dem Geschwader, begleitet von den Vizeadmiralen Goltz und Hollmann, zur Abhaltung von Manövern in See. Den Abend verbrachte der Kaiser wieder im Kreise der Marine-Offiziere. Heute, Donnerstag, erfolgt die Rückkehr nach Berlin. Prinz Heinrich von Preußen ist zur Dienstleistung beim Reichs- marineamt in Berlin für den Winter kommandiert. Aus Kiel wird berichtet, daß dort Niemand von dem gegenwärtigen vorzeitigen Besuch des Kaisers daselbst die leiseste Ahnung hatte. Der Kaiser ging mit seinen Adjutanten unerkannt zu Fuß in die Stabt und gab der Wache Befehl zum Allarm. Ein parlamentarisches Diner beabsichtigte, wie ge­meldet, der Reichskanzler Graf v. Caprivi am 22. d. M. zu geben, zu welchem auch der Kaiser erscheinen werde. Da der Kaiser nicht auf demselben erscheinen kann, so ist dieses Diner abgesagt worden. Die Beratung der von Deutschland abgeschlossenen neuen Handelsverträge neigt sich jetzt auch in den fremden Parlamenten rasch ihrem Ende zu. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat den Vertrag mit dem deutschen Reiche mit 254 gegen 42 Stimmen, die italienische Deputiertenkammer nahezu einstimmig angenommen. Es stehen nun noch aus die Schweiz und Belgien, auch dort ist die Annahme bekanntlich zweifellos. Sehr zur rechten Zeit abgeschlossen ist der Vertrag mit Belgien. Die Brüsseler Regierung hat nämlich eine Vertragserneuerung mit Frankreich auf Grund des neuen französischen Zolltarifes abge- lehnt. Die Ergebnisse der preußischen Staats­eisenbahnen finb t bem Berliner Abgeordnetenhause mitgeteilt worben:' Die Gesamteinnahmen sind pro 1890/91 von 856038231 Mk. im Jahre 1889/90

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Marburg,

Freitag, 22. Januar 1892.

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7«! Blicken ausbreitete, hinübergestarrt, nun wandte sie »/I 84'/' §ch um.

Ich glaube es bis jetzt immer gewesen zu sein", »gte biefer stolz.

Hm, hm. Aber den Mädchen gegenüber, denen «an das Herz gestohlen, pflegt man nicht so diffizil M sein. Ja, die Herren Juristen selbst sollen solch einen gebrochenen Schwur nicht gerade für Meineid Halten."

Wolf wurde es unbehaglich und er bemerkte, wie Adelheid, trotz des warmen Sonnenscheins, leise fröstelte.

Bist Du krank, Heide?" fragte er besorgt.

Nein ich sah nur einen Schatten; er wurde zu riner Gestalt, die zwischen mich und die Sonne ttat."

Einbildungen," polterte der Doktor. ..Ich

uns in die Zukunft wie in ein seliges, blühendes Eden blicken"

Ein blasses, ärmlich gekleidetes Kind, das schon öfter vorbeigeschlichen, hielt ihm nun bittend einen Blumenkorb hin. Er kaufte einige Kornblumen. Du mußt sie tragen, mir zu Liebe, Adelheid," bat er,sie haben genau die Farben deiner Augen."

Du lieber, närrischer Mensch!" lachte sie.Du legst es ja darauf an, mich eitel zu machen in meinen alten Tagen."

Er nahm ihr den großen Strohhut ab und strich ihr liebkosend das weiche, braune Haar aus der Stirn.Besitztest du kein Bild von dir aus der Vergangenheit?"

Nein," sagte sie wieder ernst werdend,ich ließ damals alles zurück. Wolf, willst du nicht wissen, was mich so traurig und müde gemacht?"

Er nickte, und Iwährend bei dem hereinbrechenden Abenddämmern die Flieder- und Jasminblüten süß berauschende Düste hauchten, begann sie:

Daß in der oderumrauschten Bischofsstadt mir die Wiege gestanden, weißt du, und daß mein Vater, ein armer Weberssohn, in seiner Jugend gehungert und gefroren, um später einen Lehrstuhl an der Heimatsuniversität zu besteigen, stand in allen Zeitungs­nekrologen zu lesen. Er starb mir zu früh, noch zeitiger die Mutter, nach deren Tod ich die Hausfrau vertrat in dem engen, altmodischen Gelehrtenheim, dessen einziges Kind ich stets geblieben. Später kam noch ein Vetter dazu, ein Schwestersohn des Vaters, ebenso strebsam, so bettelarm und unbeholfen wie dieser in seiner Jugend selbst gewesen Daß Vetter Franz dem luftigen Studentenleben fern blieb und die kecken, buntmützigen Burschen verabscheute, die mit frischen Blumen int Knopfloch uns Professoren­töchtern Fensterparade machten, fiel mir nicht weiter

Unrecht abzuwägen"

Schon so bald! Adelheid, Kind, was sagen [Sie dazu?"

Sie hatte bisher am Fenster gestanden und nachdenklich auf das Dächermeer, das sich vor ihren

Verschärfung des Reichsstraf- gesetzbuches.

s Der dem Bundesrat zugegangene Gesetzentwurf ' betr. die Verschärfung des Strafgesetzbuches erhöht und M besonders die Strafen für Zuhälter und für Ver- 1 bei breiter unsittlicher Schriften. Eine wesentlicheAenderung -richt»

des Strafgesetzbuches soll sodann durch die Einfügung -a«- i tjne§ neuen Paragraphen vorgenommen werben, wo- ftnb ntiach hei der Verurteilung zu Gefängnis dann, Wenn tf utite bie Thai von besonderer Rohheit oder Sittenlosigkeit lertragen Thäters zeugt, auf Verschärfung der Strafe bis inner altf bie Dauer der ersten 6 Wochen erkannt werben

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Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Druck und Verlag: Inh. Aug. Koch, Universitätr-Bachdruckcrei in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Christoph RautenhauS in Marburg.

Redaktion und Expedition: Markt V Wv J? Redaktion und Expedition: Markt 21.